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Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Hof und Schrift.
Hg. von Werner Paravicini, bearb. von Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer.
Residenzenforschung 15 III, Thorbecke Verlag, Ostfildern 2007.
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Artikel:Tischzuchten
Bearbeiter: Prof. Dr. Rüdiger Schnell, 

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  • Tannhäusers Hofzucht
    9. Kein edeler man selbander sol mit einem leffel sûfen niht; [35] daz zimt hübschen liuten wol, den dick unedellîch geschiht. 10. Mit schüzzeln sûfen niemen zimt, swie des unfuor doch maneger lobe, der si frevellîchen nimt [40] und in sich giuzet, als er tobe, 11. Und der sich über die schüzzl habet, sô er izzet, als ein swîn, und gar unsûberlîche snabet und smatzt mit dem munde sîn. [45] 12. Sümlîch bîzent ab der sniten nach gebûrischen siten und stôzents in die schüzzel wider; sülh unzuht legent die hübschen nider. 13. Etlîcher ist alsô gemuot, [50] daz erz wider in die schüzzl tuot, swenn er daz bein genagen hât; daz habet gar für missetât. 14. Die senf und salsen ezzent gern, die sulen des vil flìzic sîn, [55] daz si den unflât verbern und stôzent niht den vinger drîn. 15. Der riuspet, swenn er ezzen sol, und in daz tischlach sniuzet sich, diu beide ziment niht gar wol, [60] als ich des kan versehen mich. 16. Swer snûdet als ein wazzerdahs und smatzt als ein gebûrisch Sahs, sô er izzet, als etlîcher phliget, wie gar der sich zuht verwiget! [65] 17. Der beide reden und ezzen wil, diu zwei werc mit einander tuon, und in dem slâf wil reden vil, der kan vil selten wol geruon. 18. Ob dem tisch lât das rehten sîn, [70] sô ir ezzent, daz sümlîche tuont. dar an gedenkent, friunde mîn, daz nie kein sit sô übel stuont, swelh man daz brôt legt an den lîp und snîdet sam diu kranken wîp. [75] 19. Und werd iu brâht ein empelîn mit salz, swenn ir ezzen gêt, sô sült ir niht grîfen drîn mit blôzer hant, daz übel stêt.
    Tannhäuser, Hofzucht, hg. von Heinz Kischkel, Tannhäusers heimliche Trauer, Tübingen 1998, S. 301-315, hier S. 300-302 (Str. 9-19 [V. 33-78])
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