Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Ein Handbuch.
Teil 1: Dynastisch-topographisches Handbuch
Teil 2: Bilder und Begriffe
Teil 3: Hof und Schrift
Teil 4: Grafen und Herren
Dynastisch-topographisches Handbuch
Projektbeschreibung
Hans Patze, 1985 der Gründer der Residenzen-Kommission, hat erstmals 1972 die Bildung landesherrlicher Residenzen im Deutschen Reich während des 14. Jahrhunderts zum Thema erhoben und zusammen mit seinem Schüler Gerhard Streich im Jahre 1982 ein schematisches Arbeitsprogramm entwickelt, das sowohl von der blühenden Münsteraner Stadtgeschichtsforschung als auch von der bedeutenden Göttinger Pfalzenforschung inspiriert war (mit denen die Residenzen-Kommission auch heute noch regen Kontakt hält). Im Jahre 1990 wurde das Programm der Residenzen-Kommission um eine vermehrte Hofforschung erweitert. Damals erschien auch der erste Band der Reihe "Residenzenforschung", ein Jahr später folgte der von Hans Patze und dem Unterzeichneten herausgegebene Konstanzer Tagungsband "Fürstliche Residenzen im spätmittelalterlichen Europa" als Band 36 der Reihe "Vorträge und Forschungen"; im selben Jahr begannen die "Mitteilungen der Residenzen-Kommission" (MRK) zu erscheinen, die seither zu einem Forum der deutschen Hof- und Residenzforschung geworden sind. Was von Hans Patze als eine Serie von Monographien geplant war, nahm alsbald die Form jenes Handbuchprojekts an, zu dessen Verwirklichung wir nun schreiten.
Im Frühjahr 1992 wurde das Projekt "Residenzen-Handbuch" auf dem 3. Symposium der Residenzen-Kommission vorgestellt. Damals sollte es noch den Titel "Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich 1200-1600" tragen. Gedacht war "an eine einbändige Wiedergabe des Forschungsstandes, die weder im Gedruckten noch vor allem im Ungedruckten Vollständigkeit anstrebte, die nicht alphabetisch nach Orten, sondern nach Reichsfürstentümern und Dynastien geordnet wäre und die wichtigsten Tatsachen, Darstellungen und Quellen einschließlich der vorhandenen Hofordnungen, Hofrechnungen etc. zur Verfügung stellte". Dies war die neue soziale Dimension: "Mit der Residenz als Ort der Herrschaft sollte als die andere Seite der Medaille der Hof als Organisationsform der Herrschaft stärker betrachtet werden".
Am 27. September 1994 hat die Residenzen-Kommission auf ihrer 8. Sitzung zu Potsdam ihr Langzeitprogramm beschlossen. Entsprechend der Zielvorstellung, "Grundlagen zu schaffen für die wissenschaftliche Beschäftigung mit den lange vernachlässigten Phänomenen der Höfe und Residenzen als neuen politischen, sozialen und kulturellen Zentren im Reich des späten Mittelalters, von 1200 bis 1600, unter Einschluß der beträchtlichen Wirkungen bis hin zur Gegenwart" sollte "durch die Verzeichnung und Aufbereitung der einschlägigen Quellen und durch die Diskussion geeigneter Frageraster und Modellvorstellungen eine umfassende Beschäftigung mit dem Thema möglich" gemacht werden. Zu diesem Zweck sollte "eine erste Synthese in Handbuchform vorgelegt werden".
Dies blieb frommer Wunsch, bis zum 1. Januar 1998 die Förderung der Residenzen-Kommission durch den Akademieausschuß der Bund-Länder-Kommission einsetzte. Jetzt war es möglich, die seit langem verfolgten Ideen umzusetzen. In mehreren Sitzungen beriet die Kommission und verabschiedete am 2. August 1999 das veränderte Konzept des nun auch anders benannten Handbuchs. Stärker noch als zuvor wurden die Höfe in den Mittelpunkt gestellt, und mit ihnen die sie schaffenden Dynastien; von dort geht nun der Blick auf die tatsächlichen Residenzen, heute oft ein museales Gehäuse der Macht – oder Landeshauptstadt.
Das Unternehmen ist ehrgeizig. Nichts dergleichen gibt es derzeit in Europa. Daß in Deutschland damit angefangen wird, ist kein Zufall, haben langfristige Entwicklungen hier doch zahlreiche souveräne Dynastien, Höfe, Residenzen geschaffen und damit jene Fülle der Zentren, die andere Nationen und wir selbst zeitweilig belächelt haben, um sie jetzt, wo die Sonne des Nationalstaats verblaßt, wieder ganz anders einzuschätzen. Auch fehlt es noch an einer politischen Geographie Deutschlands und des Reichs, die der neuen Einschätzung der Höfe Rechnung trüge. Was lange als kurioses Schranzentum galt, wird als Organisationsversuch einer Gesellschaft erkannt, eitles Wohlleben erwies sich als dauernde Hochleistung von Menschen im steten Statuskampf. Nicht daß wir dies alles wiederbeleben wollten (wie mißtrauisch auf einem unserer Symposien in Potsdam gefragt wurde). Aber wir müssen es verstehen. Und Gesellschaften, die auf Gunst und Ansehen der Person beruhen, gibt es auch heute noch genug.
Wer zuviel auf einmal will, wird unausweichlich scheitern. Deshalb werden dem Unternehmen klare chronologische, geographische und ständische Grenzen gesetzt: Nicht die ganze, an das Göttinger Pfalzenprojekt anschließende Zeit von 1200 bis 1650, sondern der Blick zurück und nach vorn vom möglichst vollständig erfaßten Zustand um 1500, genauer: der überprüften Reichsmatrikel von 1521. Nicht das ganze Reich, aber doch das Reich nördlich der Alpen, die zum Reich zählenden Niederlande, Lothringen, die Eidgenossenschaft eingeschlossen; dazu die böhmischen und schlesischen Fürstentümer, Schleswig (weil heute zum Teil deutsch), Ostfriesland (weil man es erwartet); zwar Trient und Aquileja, aber nicht die Erzbistümer und Bistümer des Arelats. Nicht alle Fürsten, sondern nur die Reichsfürsten, nach den Listen und Arbeiten von Ficker, Krieger, Engelbert; deshalb wird man z.B. den Grafen von Namur vergeblich suchen.
Auch quantitativ darf das Werk gewisse Grenzen nicht überschreiten. Es ist an zwei Quartbände gedacht von je ca. 600 zweispaltigen, also sehr inhaltsreichen (und im vorliegenden Heft simulierten) Seiten. Der erste Band soll die Dynastien, Könige und Reichsfürsten(tümer) mit ihren Höfen darstellen, der zweite die Residenzen behandeln, auf die jeweils im ersten verwiesen wird.
Das Ganze ist nur als Gemeinschaftswerk zu verwirklichen, d.h. mit Hilfe von kundigen Mitarbeitern überall im Lande und darüber hinaus, die, ohne an materiellen Gewinn zu denken (denn Honorare können wir nicht zahlen), daran interessiert sind, daß ein solches Werk entstehe. Um allen Interessierten Überblick, Orientierung und Handreichung zu geben, haben wir dieses Heft geschaffen. Hier kann nachgeschaut werden, welche Dynastien, Reichsfürstentümer, Höfe, Residenzen nach unserem derzeitigen Wissensstand zu beschreiben sind. Die Kieler Arbeitsstelle nimmt gerne alle Anmeldungen entgegen und berät.
Das Werk wird lediglich im Innendeckel eine Übersichtskarte der Residenzorte bieten. Ansonsten sind Karten und Pläne nur ausnahmsweise vorgesehen. Wer sich aber zur Mitarbeit entschließt oder sonst dergleichen kennt, sollte schon für die geplanten Folgebände des Werks sammeln, bei denen es um die Ikonographie, um typische Quellentexte und um Begriffe von Konzepten und Sachen gehen wird.
Schließlich ist auch der zeitliche Rahmen zu bedenken. Geld ist knapp, Geldgeber schauen darauf, daß nach Ablauf der Zeit auch geliefert wird, was versprochen wurde. Im Zeitalter der Drittmittel steigt der Wert auch dieses Teils der wissenschaftlichen Bonität. Der Verlag, mit dem wir uns künftig einigen werden, wird es nicht anders sehen. Kurz, wir müssen zügig arbeiten. Für das Schreiben, Einsammeln, Redigieren stehen nur die Jahre 2000 und 2001 zur Verfügung. Im Jahre 2002 soll das Werk erscheinen.
Dieser Aufruf zur Mitarbeit ist zugleich ein Aufruf zu Kritik und Hilfe. Historische Forschung ist ein Prozeß der Erkenntnis. Wir sind nicht allwissend, auch nicht auf diesem begrenzten Gebiet. Lokale, regionale, nationale und übernationale Kenner sind herzlich aufgerufen, sich nicht nur schreibend zu beteiligen, sondern uns auch bei Listen und Konzepten weiterzuhelfen.
Daß dieses Heft so zügig zustande kam, wie es hoffentlich auch das Werk tun wird, ist, neben dem Fleiß der Kommissionsmitglieder, vor allem den beiden Kieler Mitarbeitern der Kommission zu verdanken, Dr. des. Jan Hirschbiegel und Dr. Jörg Wettlaufer. Doch hätten sie es nicht schaffen können, wären da nicht drei Autoren gewesen, die sich bereitfanden, schnell und gründlich den Vortrab zu machen und jene Probeartikel zu schreiben, die nach mehrfacher Redaktion nun als Beispiele beigegeben sind: Jörg Matthies (Kiel), Dr. Michael Scholz (Potsdam) und Dr. Brigitte Streich (Celle). Ihnen gilt mein besonderer Dank.
Paris, am 13. Oktober 1999 Werner Paravicini
Konzeption
Im Rahmen des am Rande des 7. Symposiums der Residenzen-Kommission in Celle abgehaltenen Workshops zu dem aktuellen Projekt der Kommission wurde das Bedürfnis geäußert, wesentliche Aspekte des Projekts und ergänzende Hinweise in einem zusammenfassenden Überblick zusammenzustellen. Wir nutzen für die Publikation dieses Überblicks die vorliegenden Mitteilungen, da wir auf diese Weise alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichen, stellen diesen Überblick aber seit Ende Oktober auch über die Internetseite der Residenzen-Kommission zur Verfügung, Adresse wie üblich am Ende des Heftes.
Zentrale inhaltliche und formale Aspekte
Das dynastisch-topographische Handbuch ist das erste von vier geplanten Handbüchern, dem ein Bildband, ein Quellenband und ein systematisches Handbuch in Einzelbeiträgen folgen soll. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am dynastisch-topographischen Handbuch werden ausdrücklich gebeten, bereits jetzt Material für die Folgebände zu sammeln. Unter Einschluß konkurrierender geistlicher und weltlicher Herrscher soll das Handbuch neben den Königen alle reichsunmittelbaren geistlichen (Erzbischöfe, Bischöfe, reichsunmittelbare Äbte und Äbtissinnen, einzelne Pröpste) und weltlichen (Herzöge und herzogsgleiche Markgrafen und [Pfalz-, Land-] Grafen) Reichsfürsten(tümer) mit ihren Höfen, ihren dynastischen Zugehörigkeiten und den entsprechenden Residenzen für die Zeit von etwa 1200 bis Mitte des 17. Jahrhunderts erfassen. Grundlage des Unternehmens ist die Wormser Reichsmatrikel von 1521, die die verfassungsgeschichtliche Realität des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation um 1500 abbildet, Ziel ist die Wiedergabe des derzeitigen Forschungsstandes, Desiderata sollen an entsprechender Stelle vermerkt werden.
1. Chronologie
Eine untere Grenze wird – je nach Sachlage von der jeweiligen Autorin bzw. dem jeweiligen Autor individuell zu entscheiden – Anfang, Mitte oder Ende des 13. Jh.s zu ziehen sein, als obere Grenze des Bearbeitungszeitraums wurde das Ende des Dreißigjährigen Krieges (1648) festgesetzt. Allerdings soll das 15. Jahrhundert bzw. die Zeit um 1500 als Kernzeit des Vorhabens betrachtet und davon ausgehend die frühere und spätere Entwicklung dargestellt werden.
Ausnahmen:
Die Artikel zu den einzelnen Königen mit den entsprechenden königlichen Höfen orientieren sich an den jeweiligen Regierungszeiten. Nur aufgrund einiger dieser Artikel fanden auch Dynastieartikel und Artikel zu königlichen Residenzen Aufnahme in das Handbuch, die mit Blick auf die Kernzeit des Unternehmens sonst keinen Eingang in die zugrunde liegenden Listen gefundenen hätten wie z.B. die Wartburg als Sitz Heinrich Raspes oder die Dynastien der Ludowinger oder Staufer.
Infolge des Anliegens, sowohl Rückblicke als auch Ausblicke zu geben, wird das künftige Handbuch zudem Artikel führen, deren Eigenständigkeit der großen Komplexität des ursprünglichen Artikels zu verdanken ist wie im Fall der einzelnen Pfalzartikel oder der unter dem Stichwort Österreich zu versammelnden Teilartikel. Zur Orientierung und aus Gründen der Transparenz wird das künftige Handbuch entsprechende Verweise enthalten.
2. Geographie
Das Handbuch umfaßt das spätmittelalterliche Reich mit Trient und Aquileja, Savoien und Lothringen, dazu die Bistümer Metz, Toul und Verdun, Cambrai und Lüttich sowie Genf, die böhmischen Länder und Prag, aber auch Ostfriesland mit Emden und Aurich. Während der südliche Alpensaum unter Einbeziehung der Eidgenossenschaft den Raum nach Süden hin begrenzt, sollen im Osten sowohl Schlesien als auch das Ordensland einbezogen werden und im Westen die Niederlande, soweit sie zum Reich gehörten.
Ausnahme:
Der Erwartung der Benutzer entgegenkommend wird im Norden des Reiches trotz der verfassungsgeschichtlichen Inkonsequenz das Herzogtum Schleswig mit Gottorf einbezogen und das Schleswiger Bistum mit seinen Bischofssitzen Schleswig und Schwabstedt einbezogen.
3. Inhalt
Es werden Einzelartikel zu drei verschiedenen Bereichen von einschlägig ausgewiesenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschrieben. Nach jeweils vorgegebenen Bearbeitungsmasken werden Dynastien als Dachartikel angesehen, von denen aus auf die Artikel zu den jeweiligen Königen und den weltlichen Reichsfürsten(tümern) mit ihren Höfen und Residenzen verwiesen wird. Die Artikel zu den geistlichen Reichsfürsten(tümern) mit ihren Höfen stehen entsprechend nur in Ausnahmefällen in verweisender Verbindung zu den Dynastieartikeln, enthalten aber selbstverständlich die entsprechenden Verweise auf die relevanten Residenzen. Stammbäume oder Amtsinhaberlisten sind ebensowenig vorgesehen wie Pläne und Abbildungen, jedoch wird im Innendeckel der Bände eine Übersichtskarte der Residenzorte gegeben.
Um inhaltliche Überschneidungen zu vermeiden, wird es in Einzelfällen notwendig sein, daß sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander absprechen, v.a. dann, wenn die Autorinnen und Autoren von miteinander in Beziehung stehenden Artikeln nicht identisch sind. Zum Zweck der Information darüber, wer welche Artikel bearbeitet, bietet die Internetseite der Arbeitsstelle Kiel der Residenzen-Kommission ein Verzeichnis aller Artikel mit den entsprechenden Bearbeiterinnen und Bearbeitern.
Der Schwerpunkt soll insgesamt gesehen nicht auf der Darstellung der Architektur einer Residenz, für die es von kunsthistorischer Seite bereits einschlägige Handbücher gibt, sondern vielmehr auf der Darstellung von Höfen und Dynastien liegen. Sollen die einzelnen Residenzartikel deshalb zeigen, wer wie oft wann residierte und somit auf die eine oder andere Weise prägend für die jeweilige Residenz war, so sollen die bei den einzelnen Artikeln zu den jeweiligen Reichsfürsten(tümern) zusammenfassend zu behandelnden Höfe gleichfalls die jeweils prägenden Persönlichkeiten hervorheben. In Verbindung mit den Dynastieartikeln soll somit einer tendenziell vorwiegend statisch-chronologischen Abfassung der einzelnen Artikel ein dynamisches Element an die Seite gestellt werden.
4. Umfang
Das Handbuch wird auf zwei (Quart-) Bände (Dynastien, Könige und königliche Höfe und weltliche bzw. geistliche Reichsfürsten[tümer] und reichsfürstliche Höfe sowie Residenzen als je eigene Teile) mit insges. maximal 1.900 S. beschränkt sein. Die Artikel werden zweispaltig gesetzt.
5. Zeitplan
Als Sonderheft 3 der MRK ist eine Beschreibung des Projekts mit inhaltlichen und formalen Vorgaben, Beispielartikeln und einer Auswahlbibliographie für die Mitarbeiter Ende 1999 erschienen ("Materialien zum Werk"). Dieses Sonderheft der MRK ist außerdem über die Internetseite der Arbeitsstelle Kiel der Residenzen-Kommission als Download-Version zugänglich, zudem werden über diese Seite verbesserte Verzeichnisse zu den erwarteten und in Arbeit befindlichen Artikeln angeboten. Eine zusätzliche eigenständige allgemeine Auswahlbibliographie ist Mitte 2000 erschienen. Der erste Teil des Projekts soll mit dem Erscheinen des dynastisch-topographischen Handbuchs Ende 2002 abgeschlossen sein. Damit dieser Zeitplan eingehalten werden kann, bittet die Redaktion um Zwischenberichte zu verschiedenen Daten, die sich am Zeitpunkt der Anwerbung der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientieren. Diese Zwischenberichte dienen der rechtzeitigen Information der Arbeitsstelle, um eine Fertigstellung der einzelnen Artikel sicherzustellen, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter ausfällt.
6. Bearbeitungsmasken
Die Bearbeitungsmasken dienen der Orientierung und vereinheitlichenden Abfassung der einzelnen Artikel.
Bei den Bearbeitungsmasken für die königlichen Herrscher und die geistlichen bzw. weltlichen Reichsfürsten(tümer) mit ihren Höfen, die Dynastien und die Residenzen handelt es sich – abgesehen von den römisch numerierten Hauptpunkten, die der Einheitlichkeit der Artikel dienen sollen – um nicht-hierarchisch gegliedert zu verstehende Stichwortreihen, mithin um Anregungen für die Bearbeiterinnen und Bearbeiter, welche inhaltlichen Gesichtspunkte bei der Abfassung der Handbuchartikel in der Regel zu beachten sein könnten. Entsprechend der den einzelnen Artikeln jeweils zugrundeliegenden unterschiedlichen Erscheinungsformen, entsprechend der jeweils unterschiedlichen Quellenlage und des jeweils unterschiedlichen Forschungsstandes können im jeweiligen Einzelfall möglicherweise nicht alle Stichpunkte behandelt werden, es kann aber sicher auch notwendig sein, Ergänzungen einzubringen. Dies im Einzelfall zu entscheiden, muß den Autorinnen und Autoren überlassen bleiben.
Hofartikel:
Aufgrund von Hinweisen aus den Reihen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergänzen wir unter Punkt II. "Hof", hier unter Nr. 1. als Stichwort/Frage: "Welche Familie besetzte die Ämter bei Hofe?" Insgesamt sollte der personenorientierte Ansatz der Hofforschung stärker berücksichtigt werden, als dies die entsprechende Bearbeitungsmaske in den "Materialien zum Werk" (Sonderheft 3) deutlich macht.
Ebenso ist ggf. unter II, Nr. 4 als Frage zu ergänzen: "Wo sind die Fürsten aufgewachsen?"
Residenzartikel:
Aufgrund von Hinweisen aus den Reihen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter präzisieren wir Punkt I. "Name und erste Charakterisierung der Residenz", hier: "Unterschiedliche Schreibweisen (Etymologie/Tradierungen, frühere und spätere Bezeichnungen)" dahingehend, daß hier möglichst nach der jeweils ersten schriftlich überlieferten Erwähnung die tragenden historischen Schreibweisen bis heute wiedergegeben werden sollten.
Das künftige Handbuch wird eine Reihe von Artikeln zum selben Residenzort aufweisen, weil Mehrfachbesetzungen zu berücksichtigen sind. So war bspw. Prag nicht nur königliches Herrschaftszentrum der Luxemburger und Habsburger, wegen der Verbindung mit den Habsburgern zudem zentraler Ort Österreichs, sondern natürlich auch Sitz des Königs von Böhmen und des Prager Erzbischofs. Um Dopplungen zu vermeiden, wird das Handbuch, dessen die Residenzen betreffender Teil alphabetisch sortiert erscheinen wird, allgemeine Angaben zu den betreffenden mehrfachbesetzten Orten nur in dem hierarchisch jeweils an erster Stelle stehenden Artikel führen. Beim Beispiel Prag werden diese allgemeinen Angaben entsprechend im C.1.-Artikel zu finden sein. Die von dieser Regelung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von der Arbeitsstelle Kiel informiert worden.
7. Formalia
Alle Artikel erscheinen in deutscher Sprache, anderssprachige Texte werden übersetzt.
Die redaktionelle Überarbeitung der Texte (Formatierung, Spaltensatz etc.) erfolgt durch die Kieler Arbeitsstelle. Wir bitten um sparsamsten Gebrauch von Formatierungszuweisungen. Unterschiedliche Formatvorlagen für einzelne Textteile sind auf jeden Fall zu vermeiden.
Der Text des einzelnen Artikels soll bei der Arbeitsstelle Kiel der Residenzen-Kommission in Form eines vollständigen Ausdrucks und einer Datei auf Diskette (3,5 Zoll) mit DOS/Windows kompatibler Formatierung unter Angabe des verwendeten Textverarbeitungsprogramms abgeliefert werden. Ausdruck und Datei müssen dabei identisch sein. Alternativ kann die Datei auch als "attatched document" per Email geschickt werden (resikom@email.uni-kiel.de mit dem Eintrag "Handbuch" in dem Feld "Subject"). Nur Dokumente, die mit gängigen Textverarbeitungen erstellt wurden, können weiterverarbeitet werden. Bitte benutzen Sie die Dateiformate MS Word (Version 6 oder 7) für Windows oder alternativ das Rich-Text-Format (RTF), das von den meisten Textverarbeitungsprogrammen als Speicheroption angeboten wird.
Manuskriptgestaltung:
- keine doppelten oder mehrfachen Leerzeichen im Text.
nur Absätze sind mit einem "Wagenrücklauf" abzuschließen (Zeichen: ¶) und es ist sicherzustellen, daß die Worte am Zeilenende im Fließtext ungehindert in die nächste Zeilen umbrechen können.
vor Satzzeichen und am Anfang eines Absatzes keine Leerzeichen oder Tabulatoren.
Überschriften sind linksbündig und durch eine Leerzeile vom Text abzutrennen.
Kursivschrift im Text ist durch Unterstreichungen (durch eine entsprechende Formatierung in der Textverarbeitung) zu markieren und zu formatieren. Andere Hervorhebungen (Sperrungen oder Fettungen) sind nur sehr sparsam zu verwenden und nur im ausgedruckten Manuskript durch eine Unterstreichung mit entsprechender Randanmerkung kenntlich zu machen. Entsprechende Formatierungen in der Textverarbeitung sind nicht zu benutzen.
Autorennamen stehen stets in der Formatierung Kapitälchen (nicht GROSSBUCH-STABEN) und Vornamen sind ausgeschrieben (Beispiel: Werner Paravicini).
Umfang
Dynastieartikel und Artikel zu den Königen und Reichsfürsten(tümern) bzw. königlichen und reichsfürstlichen Höfen: vier bis maximal acht Seiten (14.000 bis maximal 30.000 Anschlagszahlen inkl. Leerzeichen bei einer Schriftgröße von 12 Punkten, einfachem Zeilenabstand und Rändern von jeweils 2,54 cm zu jeder Seite).
Residenzartikel: ein bis zwei Seiten (3.500 bis 7.000 Anschlagszahlen inkl. Leerzeichen bei einer Schriftgröße von 12 Punkten, einfachem Zeilenabstand und Rändern von jeweils 2,54 cm zu jeder Seite).
Unterartikel und Teilartikel werden wie eigenständige Artikel behandelt.
Abkürzungen
Die Verwendung allgemeiner und fachspezifischer Abkürzungen orientiert sich neben dem Duden v.a. am Abkürzungsverzeichnis im Lexikon des Mittelalters I (1980) S. XVII-XXI. Zeitschriftensiglen entsprechen in der Regel denjenigen, die in der Historischen Zeitschrift Verwendung finden, Reihentitel werden bis auf wenige Ausnahmen ausgeschrieben.
Anführung von Quellen und Literatur im laufenden Text
Grundsätzlich bitten wir um sparsame Verwendung von Quellen- und Literaturangaben im Text. Fuß- oder Endnoten sind nicht vorgesehen, notwendige Anmerkungen stehen in möglichst abgekürzter Form im laufenden Text in Klammern, z.B. (Wenskus 1968, S. 11). Zu vermeiden sind in diesem Zusammenhang Abkürzungen wie "ebd." oder "ibid.", "a.a.O.", "op. cit." oder "l.c.". Bei der Verwendung von Anführungsstrichen ist darauf zu achten, daß "typographische" oder umgedrehte »französische« Zeichen benutzt werden. Nicht erwünscht sind amerikanische "Zollzeichen" oder ‚einfache‘ Anführungsstriche (bspw. Zitat im Zitat). Kalendarische Daten sind so genau wie möglich anzugeben.
Quellen- und Literaturangaben
Die jeweiligen Literaturangaben können mit kurzen Kommentaren versehen sein, wobei sich am Ende der beiden Teile des Handbuches jeweils ein Verzeichnis mehrfach zitierter Literatur befinden wird. Sonstige Literatur wird am Ende jedes Artikels vollständig genannt. Jede vollständige Quellen- und Literaturangabe in den Verzeichnissen am Ende des einzelnen Artikels steht jeweils in einem eigenen Absatz (Wagenrücklaufzeichen). Der Gebrauch von "Dies." oder "Ders." bei Angaben mit sich wiederholenden Autorennamen ist zu vermeiden. Ansonsten wird um die Einhaltung folgender Richtlinien gebeten:
- Die Schreibweise der Namen von Autoren erfolgt wie oben angegeben, bei mehreren Verfassern werden die Namen durch ein Komma getrennt. Das Kürzel "Hg." für einen oder mehrere Herausgeber steht in Klammern nach dem letzten Namen. Vor jedem Titel steht ein Doppelpunkt, nach jedem Titel die Orts- und Jahresangabe, ggf. gefolgt von einem Reihentitel mit Bandangabe, letztere in arabisch ohne das Kürzel "Bd." und durch ein Komma vom Reihentitel getrennt: Werner Paravicini: Die ritterlich-höfische Kultur des Mittelalters, München 1994 (Enzyklopädie deutscher Geschichte, 32).
- Buch- oder Aufsatztitel werden nicht durch Kursive hervorgehoben.
- Für das Zitieren von Aufsätzen in Zeitschriften gilt beispielhaft die Regel: ..., in: HZ 223 (1975) S. 33.
Bilder und Begriffe
Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich
Teil 2: Das revidierte Konzept – Bilder und Begriffe
Noch 1995 war vorgesehen – und entsprechend in den Mitteilungen der Residenzen-Kommission 5,1 (1995) notiert –, daß einer ersten Synthese in Handbuchform, also dem dynastisch-topographischen Handbuch zu den fürstlichen Höfen und Residenzen, ein systematisches Handbuch in Einzelbeiträgen, ein Textbuch und ein Bildband folgen sollten. Nach intensiven Diskussionen ist der Bildband vorgezogen worden.
Überlegungen zur Anlage des Bildbandes hatten zur Folge, daß diese nur thematisch sein kann. Thematische Ordnung aber bedeutet Ordnung nach Begriffen und damit Ordnung der Begriffe, wie Prof. Paravicini in den Mitteilungen der Residenzen-Kommission 12,1 (2002) S. 12 das Ergebnis erster konzeptionellen Überlegungen in Worte gefaßt hat. Damit wird zwangsläufig der erst für die Zukunft geplante Begriffsband, das "systematische Handbuch in Einzelbeiträgen", bereits jetzt zu einem Teil des Bildband-Projekts, weshalb vorgeschlagen und von den Teilnehmern des Kieler Workshops positiv aufgenommen worden ist, beide Bände unter dem Titel "Bilder und Begriffe" zu vereinen.
Der nachfolgende Text ist die mit Blick auf diese Problematik und in Folge der Ergebnisse des Workshops modifizierte erste Konzeption des Bildbandes, wie sie in den MRK 12,1 (2002) S. 12-29 vorgestellt worden ist.
Konzeption Der geplante Band "Bilder und Begriffe" soll Architektur und Organisation von Hof und Residenz zum ersten Mal nach funktionalen Gesichtspunkten gegliedert systematisch erfassen und darstellen. Es ist dabei sowohl an Illustrationen der im dynastisch-topographischen Handbuch erfaßten fürstlichen Residenzen und Höfe als auch an nach chronologischen und funktionalen Gesichtspunkten gegliederte Darstellungen fürstlichen Herrschens und Wohnens im späten Mittelalter in Bild und Text gedacht.
Der Band "Bilder und Begriffe" dient als Grundlage einer besseren und erweiterten Erkenntnis des fürstlichen Hofes in seiner Funktion als Herrschaftsmittelpunkt und Herrschaftsmittel und dokumentiert die Darstellung von Macht in Architektur und städtebaulicher Gestaltung fürstlicher Residenzen anhand von Bilddokumenten und kurzen, beschreibenden Texten. Residenzbildung und Herrschaftsentfaltung sollen mit Hilfe einschlägig relevanter Abbildungen veranschaulicht und durch Texte zu zentralen Begriffen ergänzt, somit auch die systematischen Artikel des dynastisch-topographischen Handbuchs der fürstlichen Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich ergänzend illustriert und beschrieben werden. Die Konzeption lehnt sich an das im dynastisch-topographischen Handbuch erfolgreich angewandte Prinzip der Betrachtung von Hof und Residenz als einander bedingende und beeinflussende Gebilde an. Als "Gehäuse der Macht" lassen sich die architektonischen und geographischen Besonderheiten der Residenzen/Residenzorte und der ggf. zugehörigen Residenzstädte unter dem Aspekt ihrer funktionalen Bedeutung für die Ausübung und die Organisation von Herrschaft, damit einhergehend aber auch für die Lebensverhältnisse am Hof betrachten. Der Band "Bilder und Begriffe" soll daher diese beiden Aspekte fürstlicher Herrschafts- und Wohnsitze besonders beleuchten. Bei aller Konzentration auf den sich verfestigenden immobilen Charakter von Herrschaft in dem zu beobachtenden Zeitraum soll aber auch die nach wie vor vorhandene mobile Seite der Herrschaftsausübung (bspw. in Form der sog. ephemeren Architektur oder der mobilen Ausstattung) berücksichtigt werden.
Da zur Herrschaftsausübung zwar der fürstliche Adelssitz als Residenz im engeren Sinne gehörte, der Hof aber die Basis der Macht und die Organisationszentrale von Herrschaft war, und die Angehörigen des Hofes, vom Herrscher bis zu den Bediensteten von zum Teil entscheidenden Einfluß auf die Gestaltung der Residenzen waren, sollen daher im künftigen Bildband möglichst auch die tragenden sozialen Kräfte mit Blick auf ihre spezifischen Funktionen bildlich dargestellt und schriftlich erfaßt werden.
Bislang sind das vorhandene Bildmaterial und die einschlägigen Begriffe zu Residenz und/oder Hof unter funktionalen Aspekten noch nie zusammengestellt worden. Zwar existieren zum einen einzelne Werke, die Bildmaterial, wie es für den geplanten Band vorgesehen ist, gesammelt und präsentiert haben, zum anderen zahlreiche Versuche, die Phänomene Hof und Residenz theoretisch zu behandeln, doch handelt es sich dabei um Arbeiten, die sich in der Verbindung von Bild und Text jeweils nur einem der beiden Aspekte widmen – zumeist der Burg/dem Schloß/der Residenz, seltener dem Hof und seiner Funktion für den Herrscher oder einen anderen Zeitraum behandeln. Am deutlichsten tritt die von uns vorgesehene neue Konzeption in den Arbeiten von Stephan Hoppe und Uwe Albrecht hervor.
Ebenso wie eine zusammenfassende Synthese zur Geschichte des Hofes und der Residenzen im spätmittelalterlichen Reich bislang fehlt, ist auch keine illustrierte und an (zeitgenössischen) Begriffen orientierte Darstellung dieses Komplexes verfügbar. Zwar ist Bildmaterial grundsätzlich in den Landestopographien, -aufnahmen und -inventaren vorhanden. Sie stammen indes zu einem großen Teil vom Anfang des letzten Jahrhunderts und bieten nicht eine exemplarische Zusammenschau, die geeignet wäre, Entwicklungslinien anhand von Bildbeispielen zu verdeutlichen und Zusammenhänge aufzuzeigen. Zum anderen sind Begriffe zwar über Lexika und einschlägige Arbeiten zu Hof und Residenz zu erschließen, aber nicht in der erforderlichen spezifischen Konzentration auf diese Phänomene im Rahmen des unserem Projekt zugrundeliegenden Zeitrahmens und nicht in der vorgeschlagenen Ordnung nach funktionalen und chronologischen Aspekten.
Bezugspunkt des geplanten Bandes zu Bildern und Begriffen bleibt wie bei dem dynastisch-topographischen Teil des Handbuchs fürstlicher Höfe und Residenzen die verfassungsgeschichtliche Realität des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation um 1500. Ausgehend von den in dieser Zeit herrschenden Dynastien sollen wiederum alle reichsunmittelbaren geistlichen und weltlichen Reichsfürsten(tümer) mit ihren Höfen und Residenzen unter Einschluß konkurrierender geistlicher und weltlicher Herrscher Berücksichtigung für die Sammlung des Bildmaterials finden. Die Texte zu den entsprechend relevanten Begriffen haben sich an diesem Bezugspunkt zu orientieren. Ausgangspunkt bleibt die Reichsmatrikel von 1521. Deshalb ist auch zumindest teilweise derselbe Mitarbeiterkreis angesprochen, der die Artikel für den dynastisch-topographischen Band verfaßt hat.
Der Bearbeitungszeitraum und der geographische Raum sind an demjenigen des dynastisch-topographischen Bandes orientiert.
Im Unterschied zum dynastisch-topographischen Band werden die vorgesehenen Artikel in Entsprechung des Ergebnisses der Diskussion des oben notierten Workshops nach funktionalen Gesichtspunkten angeordnet. Die chronologischen Schritte von 1200 bis 1450 ("Vom Reisen zum Residieren"), 1450 bis 1550 ("Von der Burg zum Schloß") und von 1550 bis 1650 ("Von der Residenz zur Hauptstadt") sollen dann in den einzelnen Artikeln Berücksichtigung finden. Die zeitlichen Zäsuren selbst richten sich nach den in der Baugeschichte zu beobachtenden Veränderungen, die die Entwicklung von der Burg zum Schloß markieren.
Die nunmehr also nach funktionalen Gesichtspunkten angeordneten und nach den oben angeführten chronologischen Schritten aufgebauten Einzelartikel entsprechen der unten wiedergegebenen Liste von Stichworten; anhand geeigneten Bildmaterials, kurzer Texte zu den Abbildungen und erläuternder Texte zu den spezifischen Begriffe soll der jeweilige Artikel allerdings lediglich der exemplarischen Veranschaulichung dienen; die Begriffe selbst können ggf. unter weiteren Fragestellungen behandelt werden, die im Hintergrund mitlaufen (bspw. diejenigen nach geographisch unterschiedlichen oder zeitlich phasenverschobenen Entwicklungen). Den drei funktionalen Aspekten (A. Versorung und Administration: das tägliche Leben organisieren; B. Repräsentation und Legitimation: die Herrschaft sichtbar begründen; C. Integration und Kommunikation: die anderen einbinden) soll jeweils ein einleitender Artikel vorgeschaltet werden.
Formale Anlage der Artikel
Alle Artikel erscheinen in deutscher Sprache, anderssprachige Texte werden übersetzt.
Die redaktionelle Überarbeitung der Texte (Formatierung etc.) erfolgt durch die Kieler Arbeitsstelle. Wir bitten um sparsamsten Gebrauch von Formatierungszuweisungen. Unterschiedliche Formatvorlagen für einzelne Textteile sind auf jeden Fall zu vermeiden.
Der Text des einzelnen Artikels soll bei der Arbeitsstelle Kiel der Residenzen-Kommission in Form eines vollständigen Ausdrucks und einer Datei auf Diskette (3,5 Zoll) mit DOS/Windows-kompatibler Formatierung unter Angabe des verwendeten Textverarbeitungsprogramms abgeliefert werden. Ausdruck und Datei müssen dabei identisch sein. Alternativ kann die Datei auch als "attached document" per Email geschickt werden (resikom@email.uni-kiel.de mit dem Eintrag "Bilder und Begriffe" in dem Feld "Subject"). Nur Dokumente, die mit gängigen Textverarbeitungen erstellt wurden, können weiterverarbeitet werden. Bitte benutzen Sie die Dateiformate MS Word (Version 8 oder 9) für Windows oder alternativ das Rich-Text-Format (RTF), das von den meisten Textverarbeitungsprogrammen als Speicheroption angeboten wird.
Bilder
In dem geplanten Bilder- und Begriffsband werden voraussichtlich nur s/w-Abbildungen abgedruckt werden können. Die Vorlage kann jedoch natürlich farbig sein, denn bei einer Veröffentlichung im Internet können Abbildungen dann auch farbig wiedergegeben werden. Selbstverständlich können auch Archivalien abgebildet werden.
Nicht die Art der Abb. sollte entscheidend sein (Photo, Gemälde, Stich, Skizze etc.), sondern das, was abgebildet wird.
Als Bildunterschrift ist ein knapper Text mit Quellennachweis vorgesehen.
Abbildungen und Legendenentwürfe sollen in der Regel von den Autoren zur Verfügung gestellt werden. Bitte schicken Sie die Abbildung in Form von Abzügen in den Größen 13 x 18 cm oder 10 x 15 cm zu. Fotokopien können in der Regel nicht als Abbildungsvorlage verwendet werden. Die Abbildungen für die Veröffentlichung im Druckwerk können auch als gescannte Vorlagen in den Graphikformaten (Tiff oder EPS, Farbformat bei Farbabbildungen jeweils CMYK, nicht RGB, Auflösung 300 dpi) in einem Zip-Archiv zugeschickt werden. Die Größe des Scans sollte max. 170x240 mm betragen. Bei technischen Fragen setzen Sie sich bitte auf jeden Fall mit der Arbeitsstelle Kiel der Residenzen-Kommission in Verbindung.
Texte, Abkürzungen, Anführung von Quellen und Literatur im laufenden Text, Quellen- und Literaturangaben
- Formale Gestaltung der Texte entsprechend der Formatanweisungen für den dynastisch-topographischen Band (siehe MRK 10,2 [2000], S. 10-14), außer daß bei der Nennung von Autorennamen nun erst der Familien-, dann der Vorname steht, ersterer stets in der Formatierung Kapitälchen (nicht GROSSBUCHSTABEN), Vornamen sind stets ausgeschrieben (Beispiel: Paravicini, Werner).
- Bitte markieren Sie die Plazierung der Bilder im Text (Beispiel: [hier Abb. 1]).
Umfang
Der Textteil der Artikel soll jeweils max. ein bis zwei Seiten umfassen (3.500 bis 7.500 Anschlagszahlen inkl. Leerzeichen bei einer Schriftgröße von 12 Punkten, einfachem Zeilenabstand und Rändern von jeweils 2,54 cm zu jeder Seite. Die Zahl der eingesendeten Abbildungen ist nicht begrenzt, jedoch kann nur eine Auswahl für den Druck berücksichtigt werden (siehe auch unten zur digitalen Bildaufbereitung).
Digitale Aufbereitung
In Entsprechung zur Datenbank, die im Zusammenhang mit der Erstellung des dynastisch-topographischen Handbuchs aufgebaut worden ist, sollen Bilder, die nicht in die Auswahl der für den Druck vorgesehenen Abbildungen kommen, im Internet im Kontext der entsprechenden Artikel des dynastisch-topographischen Teils des Handbuches veröffentlicht werden. Hierdurch werden die Bilder einerseits in einen illustrativen Zusammenhang mit den Artikeln des dynastisch-topographischen Handbuchs gebracht, andererseits wird das gesammelte Material, das aus Gründen des Umfangs und der Kosten nicht gedruckt werden kann, der Öffentlichkeit im Rahmen der Forschungsdatenbank zur Verfügung gestellt.
Der Zeitplan erstreckt sich über insgesamt zweieinhalb Jahre, die Konzeption des nunmehr "Bilder und Begriffe" betitelten Bandes stand bislang im Vordergrund. Wir rufen die bisherigen Mitarbeiter des dynastisch-topographischen Handbuchs auf, weiterhin Abbildungen und ergänzende Hinweise zu den relevanten Begriffen zu sammeln und an die Kieler Arbeitsstelle zu schicken. Ein Anmeldeformular für die Einzelartikel des Bild- und Begriffsbandes ist am Ende dieses Konzepts abgedruckt. Kritische Anregungen, Kommentare und Kritik zu dem modifizierten Konzept des geplanten Bandes sind ebenfalls willkommen.
Jan Hirschbiegel/Jörg Wettlaufer
Ausgewählte Veröffentlichungen
Albrecht, Uwe: Der Adelssitz im Mittelalter. Studien zum Verhältnis von Architektur und Lebensform in Nord- und Westeuropa, München u.a. 1995.
Historische Bildkunde. Probleme – Wege – Beispiele, hg. von Brigitte Tolkemitt und Rainer Wohlfeil, Berlin 1994 (Zeitschrift für historische Forschung. Beiheft, 12).
Boockmann, Hartmut: Die Stadt im späten Mittelalter, 2., durchges. Aufl, München 1986.
Braunfels, Wolfgang: Die Kunst im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Unter Mitarbeit von Eckart Bergmann, Christine Hoh-Slodczyk, Ernst Wolfgang Huber, Ingrid Kessler-Wetzig unter Klaus Kratzsch. Bd. 1: Die weltlichen Fürstentümer, München 1979. Bd. 2: Die geistlichen Fürstentümer, München 1980.
Von der Burg zum Schloß. Landesherrlicher und adeliger Profanbau in Thüringen im 15. und 16. Jahrhundert, hg. von Heiko Lass, Bucha bei Jena 2001 (Palmbaum-Texte, 10).
Burgen in Mitteleuropa. Ein Handbuch, Bd. 1: Bauformen und Entwicklung. Bd. 2: Geschichte und Burgenlandschaften, hg. von der Deutschen Burgenvereinigung durch Horst W. Boehme, Busso von der Dollen, Dieter Kerber u.a., Stuttgart 1998.
Burgen und Schlösser der Schweiz, Basel 1929ff.
Châteaux et manoirs de France, Paris 1934ff.
Heck, Kilian: Grabmonumente und soziale Raumbildung. Dietrich von Fürstenberg und die Grabdenkmale des Domkapitels im Paderborner Dom, in: Bildnis, Fürst und Territorium, hg. von Andreas Beyer und Lutz Unbehaun, München 2000 (Rudolstädter Forschungen zur Residenzkultur, 2), S. 141-153.
Heck, Kilian: Genealogie als Argument. Der Beitrag dynastischer Denkmale zur politischen Raumbildung der Neuzeit, München u.a. 2001.
Himmelein, Volker: Die Selbstdarstellung von Dynastie und Staat in ihren Bauten. Architektur und Kunst in den Residenzen Südwestdeutschlands, in: Residenzen. Aspekte hauptstädtischer Zentralität von der frühen Neuzeit bis zum Ende der Monarchie, hg. von Kurt Andermann, Sigmaringen 1992 (Oberrheinische Studien, 10), S. 47-58.
Hoppe, Stephan: Die funktionale und räumliche Struktur des frühen Schloßbaus in Mitteldeutschland. Untersucht an Beispielen landesherrlicher Bauten der Zeit zwischen 1470 und 1570, Köln 1996 (Diss. Univ. Köln 1996) (Veröffentlichung der Abteilung Architekturgeschichte des Kunsthistorischen Instituts der Universität Köln, 62).
Merten, Klaus: Zur Entwicklungsgeschichte des deutschen Burgen- und Schloßbaus, in: Burgen und Schlösser in Deutschland, hg. von Klaus Merten unter Mitarbeit von Uwe Albrecht, Hans-Joachim Giersberg, Irene Markowitz und Michael Petzet. Aufnahmen Paolo Marton, München 1996, S. 24-38.
Müller, Matthias: Das Schloß als Bild des Fürsten. Studien zur herrschaftlichen Metaphorik in der Residenzenarchitektur des Alten Reichs (1470-1618) unter besonderer Berücksichtigung Mitteldeutschlands (Habil.-Schr. Univ. Greifswald 2001) (in Vorbereitung zum Druck).
Müller, Matthias: Spätmittelalterliches Fürstentum im Spiegel der Architektur. Überlegungen zu den repräsentativen Aufgaben landesherrlicher Schloßbauten um 1500 im Alten Reich, in: Principes. Dynastien und Höfe im späten Mittelalter. Interdisziplinäre Tagung des Lehrstuhls für Allgemeine Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften in Greifswald in Verbindung mit der Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen vom 15.-18. Juni 2000, hg. von Cordula Nolte, Karl-Heinz Spiess und Ralf-Gunnar Werlich, Stuttgart 2002 (Residenzenforschung, 14), S. 107-145.
Paravicini, Werner: Die ritterlich-höfische Kultur des Mittelalters, München 1994; 2., unv. Aufl., München1999 (Enzyklopädie deutscher Geschichte, 32).
Pleticha, Heinrich: Reich und Territorien vom Ausgang der Staufer bis heute, in: Burgen und Schlösser in Deutschland, hg. von Klaus Merten unter Mitarbeit von Uwe Albrecht, Hans-Joachim Giersberg, Irene Markowitz und Michael Petzet. Aufnahmen Paolo Marton, München 1996, S. 9-23.
Ranft, Andreas: Feste des deutschen Adels am Ausgang des Mittelalters, Form und Funktion, in: Il tempo libero. Economia e società [Loisirs, Leisure, Tiempo Libre, Freizeit] secc. XIII-XVIII [serie II – Atti delle "Settimana di Studi" e altri Convegni 26, Istituto internazionale di Storia Economica "F. Datini", Prato], hg. von Simonetta Cavaciocchi, Prato 1995, S. 245-256.
Das Schloß und seine Ausstattung. Zum Zeichenwert höfischer Innenräume, hg. von Peter-Michael Hahn und Ulrich Schütte (Rudolstädter Beiträge zur Residenzkultur, 3) (im Druck).
Völkel, Michaela: Das Bild vom Schloß. Darstellung und Selbstdarstellung deutscher Höfe, München u.a. 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 92).
Zeune, Joachim: Burgen – Symbole der Macht. Ein neues Bild der mittelalterlichen Burg, Regensburg 1997.
Anlage Konzept Handbuch II "Bilder und Begriffe" – Druckfassung ( PDF-Version )
Der künftige Band "Bilder und Begriffe" soll Architektur und Organisation von Hof und Residenz zum ersten Mal nach funktionalen Gesichtspunkten gegliedert systematisch erfassen und darstellen. Es ist dabei sowohl an Illustrationen der im dynastisch-topographischen Handbuch erfaßten fürstlichen Residenzen und Höfe als auch an nach chronologischen und funktionalen Gesichtspunkten gegliederte Darstellungen fürstlichen Herrschens und Wohnens im späten Mittelalter in Bild und Text gedacht. Residenzbildung und Herrschaftsentfaltung sollen mit Hilfe einschlägig relevanter Abbildungen veranschaulicht und durch Texte zu zentralen Begriffen ergänzt, somit auch die systematischen Artikel des dynastisch-topographischen Handbuchs der fürstlichen Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich ergänzend illustriert und beschrieben werden. Die Konzeption lehnt sich an das im dynastisch-topographischen Handbuch erfolgreich angewandte Prinzip der Betrachtung von Hof und Residenz als einander bedingende und beeinflussende Gebilde an. Als "Gehäuse der Macht" lassen sich die architektonischen und geographischen Besonderheiten der Residenzen/Residenzorte und der ggf. zugehörigen Residenzstädte unter dem Aspekt ihrer funktionalen Bedeutung für die Ausübung und die Organisation von Herrschaft, damit einhergehend aber auch für die Lebensverhältnisse am Hof betrachten. Da zur Herrschaftsausübung zwar der fürstliche Adelssitz als Residenz im engeren Sinne gehörte, der Hof aber die Basis der Macht und die Organisationszentrale von Herrschaft war, und die Angehörigen des Hofes, vom Herrscher bis zu den Bediensteten von zum Teil entscheidenden Einfluß auf die Gestaltung der Residenzen waren, sollen im künftigen Bild- und Begriffsband möglichst auch die tragenden sozialen Kräfte mit Blick auf ihre spezifischen Funktionen erfaßt werden. Der zweite Teil des Handbuchs soll daher diese beiden Aspekte fürstlicher Herrschaft besonders beleuchten. Bei aller Konzentration auf den sich verfestigenden immobilen Charakter von Herrschaft in dem zu beobachtenden Zeitraum soll aber auch die nach wie vor vorhandene mobile Seite der Herrschaftsausübung (bspw. in Form der sog. ephemeren Architektur oder der mobilen Ausstattung) berücksichtigt werden.
Die zu beschreibenden Architekturen, Personen und Gegenstände sind in ein funktionales Schema einsortiert, daß vielfache Querverweise untereinander besitzt. Neben den drei Hauptfunktionen finden sich 18 Unterfunktionen, in die 58 Artikel eingeordnet wurden. Diese Artikel sollen die wichtigsten Erscheinungsformen höfischer Architektur und fürstlichen Lebens in Text und Bild beschreiben. Sie sollen einen Umfang von max. vier Seiten (= 15 000 Zeichen inkl. Leerzeichen) besitzen. Den Artikeln sind ca. 160 Stichworte zugeordnet, die einzelne Aspekte der Artikel aufgreifen und genauer beschreiben. Jedes Stichwort umfaßt ca. zwei Seiten (= 7500 Zeichen inkl. Leerzeichen) Text und ein bis zwei Abbildungen. Den Artikeln sollen je zwei bis vier Abbildungen beigegeben werden, die zur Veranschaulichung der Aussagen des Textes dienen sollen. Bitte reichen Sie jedoch sofern möglich weitere Abbildungen ein, damit einerseits eine Auswahl in der Redaktion getroffen werden kann und andererseits Material für die geplante Online-Veröffentlichung zur Verfügung steht. Die Frage der Abbildungsrechte wird von der Redaktion geklärt. Auch hier sind wir aber natürlich für jeden Hinweis dankbar.
Sowohl in Artikeln als auch in Stichworten sollen die drei chronologischen Schnitte 1200 bis 1450 ("Vom Reisen zum Residieren"), 1450 bis 1550 ("Von der Burg zum Schloß") und von 1550 bis 1650 ("Von der Residenz zur Hauptstadt") Berücksichtigung finden. Diese Periodisierung wird selbstverständlich nicht für alle zu behandelnden Begriffe (Artikel wie Stichworte) sinnvoll sein, gleichwohl sollte eine Abgrenzung und Konkretisierung periodischer Einteilung bzw. Eingrenzung (einige Phänomene sind z.B. in der ersten Zeitschicht überhaupt nicht zu beobachten) in Hinblick auf die genannten chronologischen Schnitte erfolgen, um eine grundsätzliche Einheitlichkeit des Artikelaufbaus zu wahren.
Den drei funktionalen Aspekten (A. Versorgung und Administration: das tägliche Leben organisieren; B. Repräsentation und Legitimation: die Herrschaft sichtbar begründen; C. Integration und Kommunikation: die anderen einbinden) soll jeweils ein einleitender Artikel von ca. drei Seiten vorgeschaltet werden, in dem die Unterfunktionen erläutert und die Anordnung der Artikel erklärt wird. Zur Zeit sind die Anordnung wie auch die Querverweise zwischen den Artikeln noch nicht festgelegt; beides soll erst nach Eingang der Texte und Abbildungen vorgenommen werden. Dem Handbuch vorangestellt sind drei sog. Dachartikel, die außerhalb des funktionalen Schemas die Aspekte Burg und Schloß, Hof und Herrscher sowie Residenz und Stadt auf jeweils ca. 10 Seiten behandeln sollen. Auch die Dachartikel sollen sich allerdings an den drei genannten Zeitschichten orientieren und so in das Gesamtkonzept integriert werden.
Beispielartikel für dieses Konzept stehen zur Zeit leider nicht zur Verfügung. Einen Anhaltspunkt können aber die in den MRK 12-1 (2002) veröffentlichten Texte von Stephan Hoppe und Kilian Heck geben.
Die hierarchische Ordnung der Artikel und Stichworte und ihre Einordnung in die funktionalen Aspekte des Herrschens können auf dem jeweils aktuellen Stand im Internet unter der Adresse
http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de/allebegriffe.php
angesehen werden. Wenn Sie Kontakt mit anderen Autorinnen und Autoren zur Abstimmung Ihrer Texte aufnehmen wollen, können Sie Kontaktinformationen über die Arbeitsstelle Kiel der Residenzen-Kommission erhalten. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie eine solche Abstimmung im gegebenen Fall vornehmen würden. In Bezug auf die formale Beschaffenheit der einzureichenden Texte und Abbildungen gelten ansonsten die in den MRK 12,2 (2002) S. 12-23 vorgestellten Hinweise.
Übersicht Artikel und Stichworte des Handbuchs (Stand 15.10.03)
3 Dachartikel (je 10 Seiten + 4 Abbildungen):
- Burg und Schloß
- Hof und Herrscher
- Residenz und Stadt
3 Funktionen (je 3 Seiten – noch nicht vergeben oder angefragt):
- Versorgung und Administration
- Repräsentation und Legitimation
- Integration und Kommunikation
18 Unterfunktionen (kein Text):
Administration
Bestandteile
Bildung, Erziehung und Wissenschaft
Der tägliche Gottesdienst
Familie
Feste und Feiern
Geordneter Raum und Distanz
Gesundheit
Herkunft und Zukunft
Herr allen Wissens: Künstler und Fachleute
Medien
Mobilität
Nahrung
Person und Rang
Pracht und Vielfalt: der angemessene Aufwand
Sicherheit
Unterhaltung/Zeitvertreib
Unterkunft
56 Artikel (je 4 Seiten + 2 bis 4 Abbildungen)
- Anlaß und Formen
- Appartement
- Arch. Verzahnung v. Stadt u. Res.
- Bankett
- Bildung und Erziehung
- Brunnen
- Dächer
- Der tägliche Gottesdienst
- Divertissement
- Entrée [festliche, triumphale]
- Familie [engere]
- Familie [weitere]
- Festsaal [Grosser Saal]
- Feuerwerke und Illuminationen
- Fortbewegungsmittel
- Galerien
- Gänge [Umgänge]
- Garten und Gartenhäuser
- Genealogie
- Gesundheit
- Großstruktur [architektonische]
- Herolde
- Herr allen Wissens: Künstler und Fachleute
- Herrschaftsantiquitäten
- Herrschaftszeichen
- Hof und Platz
- Hofämter, Hofstaat
- Hofgerichtsbarkeit
- Hofzeremoniell
- Institutionen
- Jagd und Tiere
- Kamine
- Kleidung
- Medien
- Militär am Hof
- Mobiliar
- Mummereien
- Nahrung und Ernährung
- Portale
- Reise
- Rückzugsorte
- Sammlungen
- Scheibenschießen
- Schenken und Stiften
- Stiftungen
- Tanz [Tanzhaus]
- Theater und Oper
- Totengedenken, Begräbnis und Begängnis
- Treppe
- Turm
- Turniere [Turnierplatz]
- Unterhaltung/Zeitvertreib
- Versorgungsgebäude und Einrichtungen
- Wehr- und Befestigungsanlagen der Res.
- Wissenschaften
- Wohnraum
158 Stichworte (je 2 Seiten + 1 bis 2 Abbildungen):
- Ahnengalerie
- Alchemie
- Andere Wissenschaften und Techniken
- Apotheker
- Archiv
- Arkadengang
- Artes [Hofeskunst]
- Astronomie/Astrologie
- Außengänge und Loggien
- Backhaus
- Bad
- Badereisen
- Bank
- Baumeister
- Beichtväter
- Bergfried
- Beuresikom1ücke
- Bibliothek
- Bildprogramme
- Blickregie und Wegregie
- Bodenbeläge
- Bosquetten
- Brauhaus
- Bücher
- Dachumgänge
- der große alte Turm
- Devisen und Embleme
- Dichter, Literatur
- Ehrentreppe
- Erzieher
- Fahnen
- Fasanerie
- Fassade
- Festberichte
- Festung
- Flugblätter, Anschläge
- Flügelanlagen
- Frauen
- Frauen- und Männerräume
- Fruchthaus
- Garde
- Garderobe
- Gartenarchitektur
- Geographen, Karten
- Gericht
- Geschenke [Neujahrsgeschenke]
- Geschichtsschreiber
- Geschirr und Besteck
- Grablegen
- Gymnasium
- Günstlinge und Mätressen
- Haus- und Wachdienste
- Heizung, [Be-] [Kemenate, Ofen]
- Hofbeamte
- Hofgeistlichkeit
- Hofgelehrte
- Hofjuden
- Hofnarren
- Hofstube
- Inschriften
- Insignien
- Jagdhumpen
- Jagdkammer
- Jagdschlösser
- Jagdtrophäen
- Jahreslauf (Jahrtage, Gedenken an die Vorfahren)
- Kabinett
- Kacheln
- Kammer
- Kanzlei
- Kapelle [Doppel-]
- Kapläne
- Kasten/Truhe
- Kinder [Bastarde]
- Kirchen [Altar/Herrscherstuhl]
- Knöpfe/Turmstuben
- Kunst (Porträt, Zeichnungen, Skulpturen, Tapisserien)
- Kur- und Ehrenschwerter
- Kutschen
- Küche
- Lebenslauf (Geburt, Taufe, Volljähr., Hochzeit, Tod)
- Leibärzte
- Loggientreppe
- Lusthäuser
- Maler[ei], Porträt
- Mechanik[er]
- Medaille
- Monumente
- Musikinstrumente
- Musik[er]
- Mühle
- Münze
- Münzsammlung
- Männer
- Nahrungsmittel
- Naturkundliches, Exotisches, Kurioses
- Nutzgarten
- Okkasionelles (Reise, Feldzug, Eide, Ständevers., Gastfr.)
- Oper
- Orden und Ordensstiftungen
- Pferde, Marstall
- Pomeranzenstube [-haus, -garten]
- Prunktreppe
- Rat
- Raum- und Zimmerfolge
- Rechenkammer
- Reisegepäck
- Reisemobiliar
- Reiseutensilien
- Reitertreppe
- religiöse Stiftungen
- Reliquien, weltliche und geistliche
- Räte
- Saalgeschoßhaus
- Schiffe
- Schlachtengemälde
- Schlitten
- Schule
- Schätze [Schmuck, Juwelen, Kunsthandwerk]
- Silberkammer
- Singspiel
- Speisekammer / Salzhaus
- Spiele
- Spitäler
- Spruch, Lied, Dichtung
- Stuben-, Doppelappartment
- Stuhl
- Sänften
- Tafelstube [Kredenz]
- Tanzen, Musizieren
- Tapisserien
- Technik[er]
- Theater
- Thron [Herrscherstuhl]
- Tiergarten
- Tisch
- Toilette
- Torturm
- Torwächter
- Trauerzüge
- Treppenanlage
- Treppenturm
- Türhüter
- vorgeschobene Wachgebäude
- Vorlesen, Lesen
- Vorwerke
- Waffen und Rüstungen
- Wappen
- Wasserkunst
- Wasserversorgung
- Wendeltreppe
- Werken [Drechseln]
- Wildpark
- Wirtschaftsräume
- Wohnturm
- Zelte
- Zeughaus
- Zwerge, Riesen, Mohren
Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Textband
I)
Konzeptionelle Überlegungen
In einem 1995 von der Residenzen-Kommission der Akademie der
Wissenschaften zu Göttingen auf ihrer 8. Sitzung beschlossenen Langzeitprogramm wurde als Zielvorstellung
formuliert, „Grundlagen zu schaffen für die wissenschaftliche Beschäftigung mit
den lange vernachlässigten Phänomenen der Höfe und Residenzen als neuen
politischen, sozialen und kulturellen Zentren im Reich des späten Mittelalters,
von 1200 bis 1600, unter Einschluß der beträchtlichen Wirkungen bis hin zur
Gegenwart“. Zu
diesem Zweck sollte „eine erste Synthese in Handbuchform vorgelegt werden“, der ein
systematisches Handbuch in Einzelbeiträgen, ein Textbuch und ein Bildband
folgen sollten.
Inzwischen ist als „erste Synthese“ der
dynastisch-topographische Teil des Handbuches als Band 15/I,1-2 in der Reihe
Residenzenforschung erschienen. In
zwei Bänden sind mit Hilfe von 200 Autoren aus dem In- und Ausland etwa 600 mit
Quellen- und Literaturangaben versehene Artikel auf XXXIII S. + 915 S. + 721 S.
versammelt. Ausgehend von den in der Zeit um 1500 herrschenden Dynastien sind
alle geistlichen (Erzbischöfe, Bischöfe, Äbte und Äbtissinnen, einzelne
Pröpste) und weltlichen (Herzöge, herzogsgleiche Markgrafen, [Pfalz-, Land-]
Grafen) Reichsfürsten(tümer) mit ihren Höfen und Residenzen unter Einschluß konkurrierender
geistlicher und weltlicher Herrscher erfaßt. Zudem wird die Reihe der Höfe der
im Reich herrschenden Könige von 1198 (Philipp von Schwaben) bis 1657
(Ferdinand III.) dargestellt.
Die Vorbereitungen für einen Band „Bilder und Begriffe“ –
die zusammenfassende Umsetzung des geplanten systematischen Handbuches und des
Bildbandes – sind abgeschlossen. Hier werden Architektur
und Organisation von Hof und Residenz zum ersten Mal nach funktionalen
Gesichtspunkten gegliedert systematisch erfaßt und dargestellt. Gedacht ist dabei
sowohl an Illustrationen der im dynastisch-topographischen Handbuch
verzeichneten fürstlichen Residenzen und Höfe als auch an nach chronologischen
und funktionalen Gesichtspunkten gegliederte Darstellungen fürstlichen
Herrschens und Wohnens im späten Mittelalter in Bild und Text.
Das Textbuch, das einschlägige schriftliche Quellen
versammelt, wird sich den vorangegangenen Teilen des Handbuches in dreierlei
Hinsicht anschließen: sachlich, was die zu behandelnden Gegenstände Hof
und Residenz betrifft, räumlich, was den in den Blick zu nehmenden
historischen Raum angeht, und zeitlich, was den zu behandelnden Zeitraum
anbelangt.
Wenn der
dynastisch-topographische Teil des Handbuches Dynastien, Höfe und Residenzen in
ihren Zusammenhängen vorstellt und der Band „Bilder und Begriffe“ materielle
Hinterlassenschaften wie oben ausgeführt beschreibend und erläuternd
präsentiert, so soll auch der Textband einschlägige schriftliche Quellen nicht
nur versammeln und kommentieren, sondern zugleich einen repräsentativen,
exemplarischen, aussagekräftigen und sinnvoll angeordneten Querschnitt zu den
Untersuchungsobjekten Hof und Residenz geben, „der der Forschung und der Lehre
alle Typen der mit Hof und Residenz verbundenen Schriftlichkeit vorführt“. So gesehen ist die Orientierung auf die Quellenarten selbst am
sinnvollsten und nicht die Konzentration an den in den Quellen dokumentierten
Inhalten, wodurch die Typologie der Texte in den Mittelpunkt rückt.
Eine erste Liste der zu
behandelnden Quellenarten, die von den Autoren selbstverständlich ergänzt
werden kann und somit erst zum Zeitpunkt der Drucklegung endgültig sein wird,
ist unten wiedergegeben. Eine solche Liste darf freilich nicht zu umfangreich
werden, weil zu jedem Artikel ein entsprechender Quellentext(ausschnitt) (oder
auch mehrere) mit Kommentar vorgesehen ist; auch müssen die einzelnen Artikel
weiterführende Quellen- und Literaturhinweise enthalten (siehe auch unten die
Angaben zu den Formalia).
Die einzelnen Autoren sollten
sich auf gedruckt vorliegendes Material beschränken, sollen aber selbst
entscheiden, welche Quellen repräsentativ bzw. exemplarisch sind.
Einführende Beiträge sollen
sich zu der Problematik „Schriftlichkeit und Mündlichkeit“ und „Pragmatische
Schriftlichkeit“ äußern, in denen zum einen die institutionalisierte Kommunikation
bei Hof behandelt wird, zum anderen quellenkundlich-inhaltliche Einführungen
gegeben werden und in denen auf die schriftliche Überlieferung
eingegangen wird, die sich ganz konkret mit Hof bzw. Residenz befaßt und die
folgenden Stichworte aufnimmt: Akten, Amtsbücher, Architekturtraktae,
Autobiographien, Biographien, Briefe (Fürstenkorrespondenz),
Empfehlungsschreiben/Atteste, Lehnbücher. In diesem Zusammenhang wird in einem
allgemeinen und chronologischen Überblick die Entstehung und die Entwicklung
der einzelnen Quellenarten und damit verbunden Kontinuität und Wandel zu behandeln
sein.
Grundsätzlich sollte die
Struktur des Bandes so einfach wie möglich gestaltet sein und die Stichworte
einfach alphabetsich angeordnet werden.
Liste
der zu behandelnden Quellen:
Anschläge
Bestallungen
(Dienerbücher)
Devisen und
Embleme
(höfische)
Dichtung (Spruch, Lied, Roman, Gelegenheitsdichtung)
Einladungszettel
Festberichte,
-ordnungen: Lebenslauf: Geburt, Hochzeit, Tod; Jahreslauf; bes. Anlässe:
Entrée, Krönung etc.
Flugblätter
Fürstenspiegel
(„gemalte“)
Genealogien
Gesandtschafts- und Reiseberichte
Geschichtsschreibung (Kloster, Stadt, Land und Hof)
Haushaltsbücher
Hofkalender und -staatslisten
Hofkanzlei-, Hof-, Hofratsordnungen
Hofzeremoniell/Leichenpredigten
Horoskope, Astrologie
Inschriften (Bau-, Stifter-, Gedenk-)
Inventare
Küchen- und Speisezettel/Futterzettel
Lobreden (Städte, Länder)
Memorial- und Bruderschaftsbücher/Ne-krologe
Musik (Kompositionen etc.)
Quartier- und Fouragezettel
Rechnungen
Regimentsverträge
Risse und Pläne
Sachbücher (Artillerie-, Fecht- und Ringbücher)
Stammbücher
(Ordens-) Statuten
Testamente
Tischzuchten
Turnier
Wappenbücher
II) Formalia
Jeder Artikel besteht aus
drei Teilen:
a)
Einführungs- und Begleittext mit einem Überblick, der Entstehung und Entwicklung
der spezifischen Quellenart unter Berücksichtigung von Kontinuität und Wandel
behandelt. Schwerpunkt der Darstellung ist in Anlehnung an die grundlegende Konzeption
des Handbuches die Zeit um 1500 mit einem Rückblick bis etwa 1200 und einem
Ausblick bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges. Eine sinnvolle Gliederung des
einzelnen Artikeltextes hängt selbstverständlich ab von der darzustellenden
Quellenart und sollte den Autoren überlassen sein. Sinnvolle Gliederungen
können sachlicher, zeitlicher oder räumlicher Natur sein. Von Umfangsvorgaben
müssen wir mit Blick auf die unterschiedlichen Quellenarten absehen. Ein
Artikel zu „Anschlägen“ wird sicher kürzer sein als ein Artikel zu „Rechnungen“.
Auch wird auf der Grundlage notwendiger Feinabstimmungen zwischen einzelnen
Autoren mit sinnvollen Querverweisen gearbeitet werden müssen, doch dies wird
sich erst im Verlauf der Arbeit selbst ergeben und kann erst zu gegebener Zeit
besprochen werden.
b) Beispielhafte Quelle[n] mit Kommentar[en].
c) Quellen- und Literaturangaben.
Die
Texte werden von der Kieler Arbeitsstelle der Residenzen-Kommission
redaktionell bearbeitet, ansonsten gelten die bekannten Richtlinien zur
Manuskriptgestaltung.
III)
Zeitplan
Einwerbung
von Autoren bis 30. Juni 2005
Eingang
der Artikel/Materialsammlung bis 30. Juni 2006
Drucklegung
bis Ende 2006
Wir bitten um Beachtung der folgenden Hinweise für die
Gestaltung der Manuskripte
Bitte senden Sie die Texte entweder in Form eines
vollständigen Ausdrucks und einer Diskette unter Angabe des verwendeten
Programms und Systems oder – lieber – per E-mail als attached file.
Allgemeines
Aufgrund
der unterschiedlichen Quellenarten lassen sich keine Umfangsbestimmungen im
Vorfeld festlegen. Ein Artikel über Anschläge wird sicher kürzer sein als ein
Artikel über Hofordnungen, ein Artikel zur Geschichtsschreibung wird
möglicherweise sinnvolle Unterteilungen aufweisen müssen usw.
Bitte
lösen Sie sämtliche verwendeten Abkürzungen, insbesondere diejenigen, die die
Quellen betreffen, auf.
Text
Beim jeweils ersten Absatz erfolgt kein Einzug, danach
soll durchgehend ein Einzug von jeweils einem Tab von 0,5 gesetzt werden oder
ein Einzug der ersten Zeile von 0,5 erfolgen.
Wortwörtlich direkt aus den Quellen übernommene
Textstellen stehen ohne Anführungszeichen kursiv: ordonnance, der
Nachweis folgt jeweils in Klammern.
Andere Zitate stehen in Anführungszeichen, der
Nachweis folgt auch hier jeweils in Klammern nach der Methode Autor-Jahr-Seite
oder in Form einer bibl. Kurzangabe-Seite.
Andere Hervorhebungen im Text bitte zur Sicherheit
durch Unterstreichungen kennzeichnen und in eckigen Klammern das jeweilige
Format vermerken.
Bitte löschen Sie
doppelte Leerzeichen und jene vor Satzzeichen.
Quellen- und Literaturangaben
Bitte notieren Sie
sämtliche bibliographischen Angaben so vollständig wie möglich. Lösen Sie bitte
auch stets die Vornamen der Autoren und Herausgeber auf. Nachnamen stehen immer
in Kapitälchen (nicht: Großbuchstaben!), die Reihenangaben in Klammern ohne „=„
nach der Jahresangabe und ohne Angabe der Abk. „Bd.“, die Bandzahl selbst wird
in arabischen Ziffern angegeben. Bei mehreren Autoren werden diese durch ein
Komma voneinander getrennt, bei mehreren Herausgebern wird der jeweils letzte
mit einem „und“ angeschlossen.
Beispiele:
Paravicini,
Werner: Guy de Brimeu. Der burgundische Staat und seine adlige Führungsschicht
unter Karl dem Kühnen, Bonn 1975 (Pariser Historische Studien, 12).
Bärnighausen,
Hendrik, Jacobsen, Roswitha: Residenz-Schlösser in Thüringen.
Kulturhistorische Porträts, Bucha bei Jena 1998.
Deutscher Adel 1430-1555. Büdinger Vorträge 1963, hg. von
Hellmuth Rössler, Darmstadt 1965
(Schriften zur Problematik der deutschen Führungsschichten in der Neuzeit, 1).
Hauptstädte in deutschen Nationalstaaten, hg. von
Theodor Schieder und Gerhard Brunn, München u.a. 1983 (Studien zur
Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts, 12).
Zeitschriften werden (abgekürzt, wenn die Abk.
aufgelöst ist) nach dem Muster: Titel Nr. (Jahr) S. gestaltet – Beispiel:
Deutsches Archiv 45 (1989) S. 485-550.
Die Zitierweise von Lexikaartikeln erfolgt nach dem
Muster: Name, Vorname: Art. „xxx“,
in: #. – Beispiel: Ahrens,
Karl-Heinz: Art. „Hofordnungen“, in: Lexikon des Mittelalters V, 1990, Sp.
74-76.
Präzisierung von
Seitenangaben bitte mit „hier S.“ statt mit „hier: S.“ oder gar in Klammern.
Bitte verwenden Sie nicht die Abk. „a.a.O.“, „op.
cit.“ oder „l.c.“ – auch bei einander folgenden, sich wiederholenden Titeln die
Angaben stets vollständig wiedergeben.
Übliche Abkürzungen
bitte ohne Leerschritte bei zusammengesetzten Abk. wie „u.a.“„,z.B.“
usw.
Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Grafen und Herren
von
Jan Hirschbiegel
und Jörg Wettlaufer
Konzept und Fragestellung
Auf Grundlage der Handbuchreihe „Höfe und Residenzen im
spätmittelalterlichen Reich“, die die fürstliche und königliche Herrschaft in
der Zeit zwischen 1200 und 1650 erfaßt, soll nunmehr ein weiterführendes und
ergänzendes Handbuch entstehen, das Grafen und Herren zum Gegenstand hat, also
diejenige Schicht des Hochadels, die sich direkt an den Fürsten-stand anschloß
und eine nicht unerhebliche Zahl von Territorien des Heiligen Römischen Reichs
Deutscher Nation besetzte. Das auf einen Umfang von zwei Bänden angelegte Projekt
füllt damit eine seit langem bestehende Forschungslücke, denn es fehlt bis
heute ein wissen-schaftliches Hilfsmittel für die Erforschung von Hof und
Residenz dieser Gruppe des hohen Adels im spätmittelalterlichen Reich, das den
gesamten geographischen Bereich abdeckt.
Mit Blick auf gräfliche und herrschaftliche Höfe und
Residenzen sollen Grundlagen für eine bessere Kenntnis des Grafen und
Herrenstandes im spätmittelalterlichen und früh-neuzeitlichen Reich geschaffen werden.
Gerade die Hofhaltung vieler Grafen- und Herren-häuser ist bislang nur in
Ansätzen und nie vergleichend untersucht worden. Es wird gefragt, inwieweit
sich Grafen- und Herrenhäuser an fürstlichen Hofhaltungen orientierten, welche
Geschlechter überhaupt dauerhaft einen Hof oder eine Residenz ausbilden
konnten, welche Rolle Grafen und Herren in der fürstlichen Hofhaltung ihres
Lehnsherrn bzw. der benachbar-ter Fürsten spielten, was als unabdingbar galt,
welche Parallelen zur fürstlichen Repräsenta-tion sich feststellen lassen, welche
Überschreitungen des Zugestandenen erkennbar sind, wie sich im Laufe der Zeit
die Normen verschieben, Schrumpfformen aussehen, wie Grafen und Herren sich von
der Ritterschaft unterscheiden. Für die Beantwortung dieser Fragen soll das
vorhandene Wissen durch ein Handbuch der gräflichen und herrschaftlichen Höfe
und Resi-denzen gebündelt und auf diese Weise für die weitere Forschung
verfügbar gemacht werden.
Forschungslage
Der letzte Versuch einer überregionalen monographischen
Betrachtung des Reichsgra-fenstandes von M[ax] Bendiner stammt aus dem Jahre
1888 und ist ausschließlich verfas-sungsgeschichtlich ausgerichtet. Die Anfang
des 20. Jahrhunderts erschienen Arbeiten von Otto von Dungern, Aloys Schulte
und Otto Forst de Battaglia haben die Grundlage für eine wissenschaftliche
Beschäftigung mit dem Hochadel des späten Mittelalters gelegt, indem sie die
ständische Abschließung dieser Gruppe gegenüber dem Niederadel untersuchen. Ein
Konsens konnte damals jedoch nicht erzielt werden. Die Erforschung von Grafen
und Herren ist seitdem nur im regionalen Kontext vorangetrieben worden. Vorhandene Einzelstudien sind meist älteren Datums
oder rein genealogisch bzw. regionalgeschichtlich orientiert. Fragen zur Hof-
und Residenzbildung wurden bislang nur in Ausnahmefällen und nie systematisch
thematisiert. Die Vernachlässigung reichsgräflicher Geschichte hat
verschiedene Ursachen, die in den älteren Traditionen der deutschen
Verfassungsgeschichtsschreibung wurzeln. Dort konzentrierte man sich auf den
Prozeß der Staatswerdung. Erst mit den
Habilitationsschriften von Georg Schmidt zum Wetterauer Grafenverein (1989)
sowie von Karl-Heinz Spieß zum gräflichen Konnubium (1993) hat sich die
Forschung erneut unter übergreifenden Frage-stellungen den Grafen und Herren
zugewandt. Einen regionalen Fokus hat der vor kurzem zur hochadeligen
Herrschaft im mitteldeutschen Raum erschienene Sammelband von Jörg Rogge und
Uwe Schirmer (2003). Doch damit ist auch schon der aktuelle Forschungsstand
benannt (vgl. die im Anschluß gegebene Literaturliste): „Der nichtfürstliche
hohe Adel ist, sieht man von zahlreichen, eher an der Genealogie und an der
Besitzgeschichte interessierten Arbeiten über einzelne Geschlechter ab,
insgesamt weniger gut untersucht“, schreibt Werner Hech-berger in seiner vor
kurzem erschienen Habilitationsschrift zum Adel im fränkisch-deutschen
Mittelalter (Hechberger 2005, S. 484). Zu Recht stellte Volker Press 1989 ein
Forschungs-defizit auch in Bezug auf den Reichsgrafenstand in der Neuzeit fest
(Press 1989, S. 4). Trotz verschiedener Einzelstudien – die
Habilitationsschrift von Heinz Schilling beschäftigt sich z.B. mit den Grafen
von der Lippe in der Neuzeit – hat sich diese Situation bislang nicht
grundlegend geändert. Ein Handbuch gräflicher und herrschaftlicher Höfe und
Residenzen wird deshalb nicht nur die Grundlagen für eine bessere Kenntnis des
Grafen- und Herren-standes im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Reich
schaffen, sondern auch sowohl regionalgeschichtliche wie vergleichende und
übergreifende Fragestellungen bzw. Untersu-chungen ermöglichen.
Veröffentlichungen
zum Thema in Auswahl
Bendiner, M[ax]:
Die Reichsgrafen. Eine verfassungsgeschichtliche Studie, München 1888.
Böhme, Ernst. Das
Fränkische Reichsgrafenkollegium im 16. und 17. Jahrhundert: Unter-suchungen zu
den Möglichkeiten und Grenzen der Korporativen Politik mindermächtiger
Reichsstände, Stuttgart 1989 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische
Geschichte Mainz. Abteilung Universalgeschichte, 132; Beiträge zur Sozial- und
Verfassungs-geschichte des Alten Reiches, 8).
Borgolte, Michael:
Art. „Grafschaft, Grafschaftsverfassung“, in: LexMA IV, 1989, Sp. 1635f.
Bosl, Karl:
Hochadel in Mittelalter und Neuzeit, in: Zeitschrift für Bayerische Landes-geschichte
22 (1959) S. 319-330.
Christ, Dorothea
A.: Zwischen Kooperation und Konkurrenz. Die Grafen von Thierstein, ihre
Standesgenossen und die Eidgenossenschaft im Spätmittelalter, Zürich 1998.
Czech, V.:
Legitimation und Repräsentation: Zum Selbstverständnis sächsischer Reichsgrafen
in der Frühen Neuzeit, Berlin 2003 (Schriften zur Residenzenkultur, 2)
Demandt, Karl
Ernst: Kultur und Leben am Hofe der Katzenelnbogener Grafen, in: Nassauische
Annalen 61 (1950) S. 149-180.
Demandt, Karl
Ernst: Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060-1486, Wiesbaden 1953-1957 (Veröffentlichungen
der Historischen Kommission für Nassau, 11).
Dungern, Otto
von: Das Problem der Ebenbürtigkeit. Eine rechtsgeschichtliche und genea-logische
Studie. Eine sozialpolitische und rechtsgeschichtliche Untersuchung, München
und Leipzig 1905.
Dungern, Otto
von: Der Herrenstand im Mittelalter. Eine sozialpolitische und rechts-geschichtliche
Untersuchung, Bd. 1, Papiermühle S.A. 1908.
Glawischnig,
Rolf: Niederlande, Kalvinismus und Reichsgrafenstand 1559-1584. Nassau-Dillenburg
unter Graf Johann VI., Marburg 1973 (Schriften des Hessischen Landesamtes für
geschichtliche Landeskunde, 36).
Hatzfeld, Lutz:
Zur Geschichte des Reichsgrafenstandes, in: Nassauische Annalen 70 (1959) S.
41-54.
Hechberger,
Werner: Adel im fränkisch-deutschen Mittelalter. Zur Anatomie eines
Forschungsproblems, Ostfildern 2005 (Mittelalter-Forschungen, 17).
Hochadelige Herrschaft im Mitteldeutschen Raum (1200-1600).
Formen – Legitimation – Repräsentation, hg. von Jörg Rogge und Uwe Schirmer,
Stuttgart 2003 (Quellen und Forschungen zur sächsischen Geschichte, 23).
pätmittelalterlichen
Reichin dynastisch-topographisches Hand-buch, hg. von Werner Paravicini, bearb. von Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer, Teilbd. 1: Dynastien und
Höfe. Teilbd. 2: Residenzen, Ostfildern 2003 (Residen-zenforschung 15,I, 1-2). Bilder
und Begriffe, hg. von Werner Paravicini,
bearb. von Jan Hirschbiegel und
Jörg Wettlaufer, Teilbd. 1:
Begriffe. Teilbd. 2: Bilder, Ostfildern 2005 (Residenzenforschung, 15/II, 1-2).
Hucker, Bernd
Ulrich: Die Grafen von Hoya: ihre Geschichte in Lebensbildern, Hoya 1993
(Schriften des Instituts für Geschichte und Historische Landesforschung, 2).
Krieger, Karl-Friedrich:
Die Lehnshoheit der deutschen Könige im Spätmittelalter (ca. 1200-1437), Aalen
1979 (Untersuchungen zur deutschen Staats- und Rechtsgeschichte. NF, 23).
Krieger, Karl-Friedrich:
Reich und Reichsreform im Spätmittelalter, München 1992 (Enzyklopädie deutscher
Geschichte, 14).
Kulenkampff,
Angelika: Einungen mindermächtiger Stände zur Handhabung Friedens und Rechtens
1422-1565. Ein Beitrag zur Reichsgeschichte im Zeitalter der Reichsreform,
Diss. Univ. Frankfurt a. M. 1967.
Magen, Ferdinand:
Reichsgräfliche Politik in Franken: zur Reichspolitik der Grafen von Hohenlohe
am Vorabend und zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges, Schwäbisch-Hall 1975 (Forschungen
aus Württembergisch Franken, 10).
Maurer, Helmut:
Zwischen Selbständigkeit und politischer Integration. Begräbniskultur und
Residenzbildung im hohen Adel des deutschen Südwestens am Beispiel der Grafen
von Zimmern, in: Macht und Memoria. Begräbniskultur europäischer
Oberschichten in der Frühen Neuzeit, hg. von Mark Hengerer, Köln u.a. 2005, S. 163-186.
Mitsch, Ralph:
Art. „Reichsgrafschaft“, in: LexMA VII, 1995, Sp. 618f.
18 ()
Neugebauer, W.:
Konfessionelle Klientelpolitik im 17. Jahrhundert. Das Beispiel der
Reichsgrafen von Sayn-Wittgenstein, in: Selbstverständnis –
Selbstdarstellung – Selbstbe-hauptung, München 2005 (Zeitenblicke, 4,3): http://www.dipp.zeitenblicke.de/2005/3/
Neugebauer [17.03.2006].
Les cours et les résidences du Moyen Age
tardif. Un quart de siècle de recherches allemandesLes
tendances actuelles de l’histoire du Moyen Âge en France et en Allemagne.Actes des colloques de Sèvres (1997) et Göttingen (1998)hg.
von Jean-Claude Schmitt und Otto
Gerhard Oexle, Paris 002
(Histoire ancienne et médiévale, 66) 327-350.
, 2.
Aufl. München 1998
Patze, Hans, Streich, Gerhard: Die landesherrlichen
Residenzen im spätmittelalterlichen Deutschen Reich, in: Blätter für deutsche
Landesgeschichte 118 (1982) S. 205-220.
Pöhlmann, Karl:
Geschichte der Grafen von Zweibrücken aus der Zweibrücker Linie, München 1938
(ND Aalen 1974).
Pöhlmann, Karl:
Regesten der Grafen von Zweibrücken aus der Linie Zweibrücken, eingel., bearb.
und erg. durch Anton Doll, Speyer
1962 (Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der
Wissenschaften, 42).
Press, Volker: Reichsgrafenstand
und Reich. Zur Sozial- und Verfassungsgeschichte des deutschen Hochadels in der
frühen Neuzeit, in: Wege in die Zeitgeschichte. Festschrift für Gerhard
Schulz, hg. von Jürgen Heideking u.a., Berlin u.a. 1989, S. 3-29.
Rössler, Hellmuth
(Hg.): Deutscher Adel 1430-1555. Büdinger Vorträge 1963, Darmstadt 1965
(Schriften zur Problematik der Deutschen Führungsschichten in der Neuzeit, 1).
Sablonier, Roger:
Adel im Wandel. Eine Untersuchung zur sozialen Situation des ostschweizerischen
Adels um 1300, Göttingen 1979.
Schmidt, Georg:
Der Wetterauer Grafenverein. Organisation und Politik einer Reichs-korporation
zwischen Reformation und Westfälischem Frieden, Marburg 1989
(Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, 52).
Schmidt, Georg:
Die politische Bedeutung der kleineren Reichsstände im 16. Jahrhundert, in:
Jahrbuch für Geschichte des Feudalismus 12 (1988) S. 185-206.
Schmidt, Georg:
Die zweite Reformation in den Reichsgrafschaften. Konfessionswechsel aus
Glaubensüberzeugung und aus politischem Kalkül? in: Territorialstaat und
Calvinismus, hg. von Meinrad Schaab,
Stuttgart 1993, S. 97-136.
Schubert, Ernst:
König und Reich. Studien zur spätmittelalterlichen Verfassungsgeschichte,
Göttingen 1979 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte,
63).
Schulte, Aloys:
Zur Geschichte des hohen Adels, in: Mitteilungen des Instituts für
österreichische Geschichte 34 (1913) S. 43-81.
Spiess,
Karl-Heinz:-A
Spiess, :
Familie und Verwandtschaft im deutschen Hochadel des Spätmittelalters,
Stuttgart 1993 (Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.
Beihefte, 111).
Spiess,
Karl-Heinz:
Spiess,
Karl-Heinz:Zwischen König und Fürsten. Das politische Beziehungssystem
südwest-deutscher Grafen und Herren im späten Mittelalter, demnächst in: Zwischen
König und Fürsten. Das politische Beziehungssystem südwestdeutscher Grafen
und Herren im späten Mittelalter, hg. von Kurt Andermann, Tübingen 2006.
Spiess,
Karl-Heinz: Ständische Abgrenzung und soziale Differenzierung zwischen Hochadel
und Ritteradel im Spätmittelalter, in: Rheinische Vierteljahrsblätter 56 (1992)
S. 181-205.
Wadle, Elmar:
Art. „Graf, Grafschaft. V. Gf. und Gft. von der Mitte des 11. bis zum aus-gehenden
13. Jh.“ und v.a. „VI. Gf. als Stand und Titel in SpätMA. und Neuzeit“, in:
Handwörterbuch zur Rechtsgeschichte I, 1971, Sp. 1785-1795.
Anlage des Doppelbandes
Ausgangspunkt des
geplanten Handbuchs sind die in der Wormser Reichsmatrikel von 1521 verzeichneten
reichsgräflichen und reichsherrlichen Herrschaften. Eine erste darauf
aufbauende Liste wurde um einige bedeutende Geschlechter ergänzt, die vor allem
aus genealogischen Gründen (Erlöschen des Hauses aufgrund fehlendem männlichen
Nachwuchses) nicht in der Matrikel notiert sind. Andererseits wurden Einträge
gestrichen, bei denen die Bezeichnung der Territorien nicht auf eigenständige
Geschlechter zurückzuführen ist. Diese Liste ist ein erster Überblick, der im
Einzelfall noch zu korrigieren sein wird. Wir bitten ausdrücklich um Kritik!
Nicht notiert sind die zahlreichen Residenzen, Sitze und zentralen Orte. Es ist
schlechterdings unmöglich, hier im Vorfeld eine kompetente Auswahl zu treffen.
So bitten wir die jeweiligen Bearbeiterinnen und Bearbeiter, die sich zur
Übernahme eines Dynastie- oder Hofartikels ent-schließen, die in Frage
kommenden Orte zu bestimmen und kundigen Autorinnen und Autoren zu
überantworten.
-erneut zwei
zusammen 600ngelegt
aufgrund der vorge-sehenen Online-Veröffentlichung einzelnen
Die formale Anlage des Bandes soll wie folgt aussehen:
- Vorwort (Erläuterung des
Konzepts etc.)
- Einleitende Artikel:
1. Über den Unterschied von
Fürstenrang und hohem Adel
2. Grafeneinungen des späten
Mittelalters und der Frühen Neuzeit
3. Die Entstehung der
Grafenkurie auf dem Reichstag
4. Lebenswelten von Grafen und
Herren
- Dynastien, Höfe und Residenzen
A. Grafen- und Herrengeschlechter
B. Grafschaften und Herrschaften –
gräfliche und herrschaftliche Höfe
C. Residenzen
Die Struktur des Handbuchs wird sich an der bewährte Form
der vorliegenden Bände orientieren. Die vorgesehenen Residenzartikel sollen
zeigen, welche Herrschafts- und Ver-waltungssmittelpunkte sich in den teilweise
sehr kleinen Territorien der Grafen und Herren ausgebildet haben. In den
Artikeln zu den jeweiligen Grafschaften bzw. Herrschaften sollen die
zusammenfassend zu behandelnden Höfe die jeweils prägenden Persönlichkeiten her-vorheben
und einen vergleichenden Überblick der unterschiedlichen Organisationen der
Hofhaltungen und Verwaltungsapparate geben. Durch die Artikel zu den
verschiedenen Dynastien bzw. Grafengeschlechtern und Familien soll schließlich
die Verbindungslinie zwi-schen den Einzelpersönlichkeiten hergestellt und die
innere Verflechtung von Herrschaft und Geschlecht verdeutlicht werden.
Gestaltung der Artikel: Bearbeitungsmasken – Formalia
Auch hier orientieren wir uns nicht zuletzt wegen der inneren
Stringenz der Handbuchreihe und wegen der dadurch bedingten Möglichkeit der
besseren Vergleichbarkeit der Phänomene an dem Aufbau der entsprechenden
Artikel des dynastisch-topographischen Bandes. Selbstverständlich wird es
aufgrund der Forschungslage und der Überlieferung nicht möglich sein, jeden
einzelnen der angebenen Punkte zu bearbeiten. Auch sollen die den numerierten
Abschnitten beigegebenen Stichworte als Anregung verstanden werden, nicht als
notwen-digerweise darzustellende Einheiten. Primär wichtig ist die Behandlung
des Vorhandenen und die Darstellung des Forschungsstandes sowie die Markierung
von Forschungslücken als Grundlage für die weitere Forschung.
A. Dynastien
I.
Bezeichnung
Etymologie
– Personale, geographische, mythische Abkunft (Spitzenahn, Stammsitz und Stammlande,
Gründungsmythos, erste Erwähnung)
II.
Verfassungsrechtliche Stellung
Inhaberschaft
reichsrechtlich-politisch relevanter Positionen, prominente Vertreter; Lehen,
Eigengut
III.
Repräsentation
Wappen,
Bauten, Darstellungen, Abbildungen
IV.
Genealogisch-geographische
Entwicklung
(reale/fiktive)
Genealogie; chronologischer Abriß – Belehnung, Entwicklung der Macht-entfaltung,
Linienbildung (Gesamthaus und Nebenlinien) – Verbindung zu anderen Dynastien
(Konnubien)
Verweise ® Höfe,
Residenzen – Quellen – Literatur
B. Grafschaften und Herrschaften – gräfliche und
herrschaftliche Höfe und Haushalte
I.
Allgemeine Angaben
Bezeichnung
– Herrschaftsgebiet (Umfang, Lage) – Chronologischer Abriß der Entwicklung bzw.
der verfassungsrechtlichen Stellung – Lehnsabhängigkeiten – Zugehörigkeit zu
einem Grafenverein
II.
Hof
1.
Chronologischer Abriß der
Entwicklung des Hofes
Erste
Erwähnung, Blüte, Niedergang des Hofes – Ausstrahlung, Größe, (inter)na-tionale
(historische, politische etc.) Bedeutung – Mögliche Ortsveränderungen – Aufenthaltsorte
des Hofes (Mobilität) – Filialhöfe
2.
Organisation/Aufbau
Hofverwaltung
(Regierung, Verwaltung, Justiz, Finanzen etc.) – Kanzlei – Hofämter,
Ehrendienste – Verwaltung, Justiz, Hofgerichtsbarkeit – Haus- und Wachdienste –
Bauwesen, Bauhütte
3. Wirtschaft
Handel,
Kunsthandwerk, Luxusartikel – Geld/Münzprägung, Finanzierung, Hofjuden –
Grundbesitz, Domänen – Wasserversorgung, Nahrungsmittelversorgung,
Ver-brauchsgüter – Versorgung der Bediensteten
4.
Prosopographisches
Bemerkenswerte
Persönlichkeiten am Hof – Wissenschaftler, Künstler – Hofnarren, Herolde,
Musiker – Leibärzte, Apotheker – Kapläne, Beichtväter, Erzieher – Frauen am Hof
– adelige Hofdamen, Mätressen – Militär am Hof – Rekrutierung des Personals
5.
Feste, Vergnügungen,
Repräsentation des Hofes
Wappen
– Hofzeremoniell – Ordensstiftungen – Feste, Feiern – Kirchliche und kulturelle
Übungen (Turniere) – Jagdwesen – Kultur, Schöne Künste
Verweise ®
Dynastien, Residenzen – Quellen – Literatur
C. Residenzen
I.
Name und erste
Charakterisierung der Residenz
Unterschiedliche Schreibweisen (Etymologie –
Tradierungen, frühere und spätere Be-zeichnungen) – Kurzangaben zur Lage – Bezeichnung
der zugehörigen/innehabenden Herrschaft(en) – Nähere Bezeichnung der Residenz:
Schloß, Höhen-, Stadt-, Stadtrand-, Niederungsburg, Geschlechtersitz,
Witwensitz, Haupt- oder Nebenresidenz – Zeitraum (Residenz von/bis)
II.
Historisch-geographische
Lagebeschreibung des Residenzortes (Beschreibung
des [zugehörigen oder eigentlichen] Residenzortes nach landschaftlichen,
verkehrstechnischen, wirtschaftlichen, politischen und kirchlichen
Gesichtspunkten und Erfassung – Darstellung zugehöriger Herrschaftsgebiete)
1.
Geographische Beschreibung
Lage
in der Landschaft, Verkehrslage: Flüsse, Straßen, Brücken, Furten.
Naturräumliche Voraussetzungen (z.B. Höhenlage, Bodenschätze, Eignung für
Ackerbau, Eignung für Jagd)
2.
Siedlungsgeschichte, Wirtschaftsgeographie,
kirchliche Geographie
Markt,
Münze, Zoll – Handwerk, Bergbau, Kaufleute – Gau, Grafschaft, Landtagsort – Diözese,
Archidiakonat, Erzpriestersitze
3.
Stadtgeschichte/Stadtentwicklung
bzw. Geschichte des zugehörigen Ortes oder der zugehörigen Siedlung
Chronologischer
Abriß der Stadtgeschichte, erste Erwähnung – Stadtrecht, städt. Selbstorganisation
– Verbindung zwischen Residenz und Stadt – Soziale und wirtschaftliche Verbindungen
zwischen Residenz und Stadt (nicht Funktionsträger, sondern allgemein)
4.
Verhältnis/Spannungen zwischen
Stadt und Residenz
Chronologischer
Abriß; Ursache für mögliche Spannungen – Herrschaftliche „Beamte“ oder Bedienstete
aus der Bürgerschaft
III.
Beschreibung der
Residenzarchitektur
1.
Bezeichnung/Erfassung der zur
Residenz gehörenden Gebäude und ihrer Architektur
2.
Architekten, Baumeister, Künstler
(Ausstattung)
3.
Baugeschichte (erste Erwähnung von
Herrschaftsarchitektur, Vorgängerbauten, heutige Bausituation)
4.
Sachliche Beschreibung von
Architektur und Ausstattung der Residenz (im Untersuchungszeitraum)
-
Innenräume, Außenräume; Ausstattung
-
Raumaufteilung: Repräsentationsräume,
Wohnräume, Wirtschaftsräume, Regierungsräume, Schatz-, Kunst und
Raritätenkammern, Personal- und Gästeunterbringung, Jagdkammer, Frauenzimmer –
Männerzimmer
-
(Außen)Anlagen: Vorburgen, Plätze,
Wirtschaftshöfe, Vorwerke, Mühlen, Versorgungseinrichtungen, Gärten, Turnierplätze,
Rennbahn, Fasanerie
-
Wehr- und Befestigungsanlagen der
Residenz (Zusammenhang mit den Anlagen des Residenzortes?)
-
Versorgungsgebäude: Frucht-, Salz-,
Back-, Brauhaus
-
Kult- und Kulturgebäude innerhalb und
außerhalb der eigentlichen Residenz: Theater, Bibliothek, Archiv,
Schule, Denkmäler, Kirche und Kapellen, Grablegen
5.
Funktionale Aspekte der
Architektur (evtl. zusammen mit der Sachbeschreibung)
-
Herrschaftsfunktionen der
Architektur, Repräsentationsarchitektur (Treppen, Portale, Fassaden –
Möbel, Zimmerfolgen, Heizung)
-
Zentrale Verwaltungsinstitutionen und ihr
Niederschlag in der Architektur (baulicher Zusammenhang mit der
Residenz?) (Regierungs-, Verwaltungs- und Behördengebäude – Kanzlei-,
Gerichts- und Finanzgebäude – Wehrarchitektur versus Komfort)
Verweise ®
Dynastien, Residenzen – Quellen – Literatur
Allgemeines
Alle Artikel erscheinen in deutscher Sprache,
anderssprachige Texte werden übersetzt. Die redaktionelle Überarbeitung der
Texte (Formatierung, Spaltensatz etc.) erfolgt durch die Kie-ler Arbeitsstelle.
Wir bitten daher um sparsamen Gebrauch von Formatierungszuweisungen und um
Vermeidung unterschiedlicher Formatvorlagen für einzelne Textteile.
Wir bitten um Zusendung der Texte als „attatched document“
per E-Mail an die Adresse: resikom@email.uni-kiel.de. Benutzen Sie bitte die
Dateiformate MS Word für Windows oder alternativ das Rich-Text-Format (RTF),
das von den meisten Textverabeitungsprogrammen als Speicheroption angeboten
wird.
Falls Sie Fragen zur Formatierung oder zum Datenformat der
Dateien haben, können Sie sich jederzeit an die Arbeitsstelle in Kiel wenden.
Wir bitten um Beachtung einiger Regeln für die Manuskripterstellung:
-
keine doppelten oder mehrfachen Leerzeichen im Text
-
Absätze werden mit einem „Wagenrücklauf“ abgeschlossen (Zeichen: ¶),
Worte sollen am Zeilenende im Fließtext ungehindert in die nächste Zeilen
umbrechen können
-
vor Satzzeichen und am Anfang eines Absatzes stehen keine Leerzeichen
oder Tabu-latoren
-
Überschriften sollen linksbündig erfolgen und durch eine Leerzeile vom
Text abgetrennt sein
-
Kursivschriften sollen im Text zusätzlich durch Unterstreichungen
markiert werden. An-dere Hervorhebungen (Sperrungen oder Fettungen) bitte nur
sehr sparsam verwenden
-
Autorennamen sollen stets in der Formatierung Kapitälchen (nicht GROSSBUCH-STABEN) stehen und Vornamen
ausgeschrieben sind (Beispiel: Paravicini,
Werner).
Umfang
Aufgrund der zu erwartenden Anzahl von Einzelartikeln wird
nur wenig Platz für den jeweiligen Beitrag zur Verfügung stehen, weshalb wir –
selbstverständlich mit Verständnis für eine gewisse Flexibilität – für die
Dynastieartikel und für die Artikel zu den Höfen einen Umfang von jeweils vier
bis maximal acht Seiten vorgesehen haben, für die Artikel zu den einzelnen
Residenzen ein bis zwei Seiten. Dies entspricht Anschlagszahlen (inkl. Leer-zeichen)
von etwa 14 000 bis maximal 30 000 für die Dynastie- und Hofartikel
bzw. 3500 bis 7000 für die Residenzartikel bei einer Schriftgröße von 12 Punkten,
einfachem Zeilenabstand und Rändern von jeweils 2,54 cm zu jeder Seite.
Abkürzungen
Die Verwendung allgemeiner und fachspezifischer Abkürzungen
orientiert sich neben dem Duden v.a. am Abkürzungsverzeichnis im Lexikon des
Mittelalters I, 1980, S. XVII-XXI. Zeitschriftensiglen entsprechen in der Regel
denjenigen, die in der Historischen Zeitschrift Verwendung finden, Reihentitel
werden bis auf wenige Ausnahmen ausgeschrieben.
Anführung von Quellen und Literatur im laufenden Text
Grundsätzlich bitten wir um sparsame Verwendung von Quellen-
und Literaturangaben im Text. Fuß- oder Endnoten sind nicht vorgesehen,
notwendige Anmerkungen stehen in mög-lichst abgekürzter Form im laufenden Text
in Klammern, z.B. (Paravicini, Kultur, S. 11). Bitte vermeiden Sie
Abkürzungen wie „ebd.“ oder „ibid.“, „a.a.O.“, „op. cit.“ oder „l.c.“. Wenn Sie
Anführungsstriche verwenden, achten Sie bitte darauf, „typographische“ Zeichen
zu benutzen.
Bitte geben Sie kalendarische Daten so genau wie möglich an.
Quellen- und Literaturangaben
Jede vollständige Quellen- und Literaturangabe in den
Verzeichnissen am Ende des einzelnen Artikels steht jeweils in einem eigenen
Absatz (Wagenrücklaufzeichen). Bitte vermeiden Sie den Gebrauch von „Dies.“ oder „Ders.“ bei Angaben mit sich wiederholenden Autoren-namen.
Ansonsten bitten wir darum, daß
-
die Schreibweise der Namen von Autoren wie oben angegeben erfolgt, bei
mehreren Verfassern werden die Namen durch ein Komma getrennt. Bei Sachtitel stehen
die Herausgeber nach dem jeweiligen Titel. Nach jedem Titel steht die Orts- und
Jahres-angabe, ggf. gefolgt von einem Reihentitel mit Bandangabe, letztere in
arabisch ohne das Kürzel „Bd.“ und durch ein Komma vom Reihentitel getrennt: Paravicini, Werner: Die ritterlich-höfische
Kultur des Mittelalters, München 1994 (Enzyklopädie deutscher Geschichte, 32).
-
Buch- oder Aufsatztitel werden nicht durch Kursive hervorgehoben.
-
Für das Zitieren von Aufsätzen in Zeitschriften gilt beispielhaft die
Regel: Meier, Heinz: Aufsatz, in:
HZ 223 (1975) S. 33.
(Vorläufige) Liste der Grafen und Herren
kursiv
stehende Familien sind bereits als Artikel vergeben
(siehe auch die Beispielartikel unten)
Aarberg (Aarburg) (Grafen von)
Abensberg
(Grafen von)
Annenberg
(Freiherren und Grafen von)
Barby und Mühlingen (Grafen von)
Beichlingen [Beuchlingen] (Grafen von)
Bentheim (Grafen von)
Bergen (s’-Herrenberg,
Gft. Zutphen) (Herren von)
Bergen op Zoom
und Walhain (Glymes) (Herren
von)
Berka
(Grafen von)
Bickenbach
(Herren von)
Bitsch (Zweibrücken-Bitsch) (Grafen von)
Blankenberg (Blâmont, Lothr.) (Grafen von)
Blankenburg
(Grafen von)
Blankenheim
(Herren und Grafen von)
Brandis
(Freiherren von)
Bron[c]khorst ( von)
Castell (Grafen von)
Criechingen (Créhange, Lothr.) (Grafen von)
Dassel
(Grafen von)
Degenberg
(Herren von)
Diepholz
(Herren von)
Dietrichstein (Grafen von)
Dießen
(Grafen von)
Donin (Dohna) (Burggrafen von)
Eberstein (Grafen von)
Eggenberg
(Herren von)
Egmont (Grafen
von)
Erbach (Grafen
von)
Everstein
(Grafen von)
Falkenstein
(Münzenberg / Hessen) (Grafen
von)
Finstingen (Fénétrange, Lothr.) (Herren von)
Frauenberg (Haag) (Herren und Grafen von)
Freiburg
(Grafen von)
Fugger
(Grafen von)
Fürstenberg
(Grafen von)
Gemen
(Herren von)
Gera
(Herren von)
Gleichen
(Grafen von)
Greyerz (Gruyère)
(Grafen von)
Gundelfingen (Herren von)
Görz
(Grafen von)
Habsburg-Laufenburg (Grafen von)
Hanau-Lichtenberg (Grafen von)
Hanau-Münzenberg (Grafen von)
Hardeck (Hardegg) (Grafen von)
Heben (= Hohenhewen) (Herren von)
Heideck
(Herren von)
Helfenstein
(Grafen von)
Hohenfels und Reipoltskirchen (Herren von)
Hohengeroldseck (und Kronberg) (Herren und Grafen von)
Hohenlohe
(Herren von)
Hohenstein
(Grafen von)
Hohenzollern
(schwäbische Linie) (Grafen
von)
Homberg
(Grafen von)
Hoorn
(Grafen von)
Hoya
(Grafen von)
Iselstein [Ijsselstein] (Grafen von)
Isenburg
[Ysenburg] [und
Nieder-Isenburg] (Grafen von)
Katzenelnbogen (Grafen von)
Kirchberg
(Herren von)
Kraig
(Herren von)
Krawarn
(Herren von)
Königsegg zu Aulendorf (Grafen von)
Königstein und Eppstein (Herren von)
Landsberg
(Schenken von)
Leiningen
(Grafen von)
Leiningen-Westerburg (Grafen von)
Leisnig [Leißnigk] (Burggrafen von)
Limburg (Isenberg-) (Grafen von)
Limburg-Styrum (Stirum) (Grafen von)
Limpurg (Schenken von)
Lippe
(Edelherren und Grafen von)
Lobkowitz (Popel) (Herren von)
Looz (Loon)
(Grafen von)
Losenstein
(Herren von)
Lupfen
(Herren und Grafen von)
Löwenstein
(Grafen von)
Manderscheid (Herren und Grafen von)
Mansfeld
(Grafen von)
Matsch
(Vögte von)
Meersburg
(Grafen von)
Moers [Möhrs] (Grafen von)
Montfort
(Grafen von)
Nassau (Grafen von)
Neuenahr (Grafen von)
Neuenburg (Neuchâtel) (Grafen von)
Oldenburg
(Grafen von)
Ortenburg
(Grafen von)
Ottingen [Oettingen] (Grafen von)
Pernstein
(Herren von)
Plesse
(Herren von)
Polheim
(Herren von)
Pyrmont
(Herren und Grafen von)
Rappoltstein (Herren von)
Regenstein
(Grafen von)
Reichenstein (Herren von)
Reifferscheid (Herren von)
Reuß von Plauen (Vögte und Grafen von)
Rheineck
(Burggrafen von)
R[h]ieneck
(Vögte und Grafen von)
Rietberg
(Grafen von)
Rodemack (Rodenmachern) (Herren von)
Roggendorf (Rogendorf) (Freiherren von)
Rosenberg
(Herren von)
Rožmitál
(Burggrafen von)
Ruppin
(Grafen von)
Saarwerden und Lahr (Grafen von)
Salm
(Grafen von)
Salm-Reifferscheid (Grafen von)
Sargans [Werdenberg-Sargans] (Grafen von)
Sayn
(Grafen von)
Schaumberg (Oberösterrreich) (Herren von)
Schaumburg und Gemen (Grafen von)
Schwarzburg
(Grafen von)
Schwarzenberg (Grafen von)
Schönburg
(Herren und Grafen von)
Solms
(Herren und Grafen von)
Spiegelberg
(Grafen von)
Sponheim(-Kreuznach) (Grafen von)
Staufen [i.Br.]
(Herren von)
Stauf[f]-Ehrenfels (Freiherren von)
Steinfurt (Herren und Grafen von)
Sternberg
(Herren von)
Stolberg
(Grafen von)
Stubenberg
(Herren von)
Stöffeln und Justingen (Herren von)
Sulz (und im Klettgau) (Grafen von)
Tecklenburg (Grafen von)
Tengen
(Herren von)
Thurn und Taxis (Reichsfreiherren von)
Truhe[n]dingen (Edelherren und Grafen von)
Tübingen
(Pfalzgrafen von)
T[h]ierstein
und Hohenkönigsberg [Hohkönigsburg] (Grafen von)
Ungnade von
Weißenwolf (Freiherren und
Grafen von)
Vianden
(Grafen von)
Virneburg
(Grafen von)
Waldburg[-Sonnenberg] ([Reichserb-]Truch-sessen und Grafen von)
Waldeck
(Grafen von)
Weinsberg (Herren von)
Werdenberg (und Heiligenberg) (Grafen von)
Wertheim
(Grafen von)
Wied und Runkel (Grafen von)
Wild- und Rheingrafen
Wildenburg[-Reifferscheid] (Grafen von)
Wildenfels
(Herren von)
Winneburg(-Beilstein) (Herren von)
Wittgenstein (Grafen von)
Wolckenstein [Wolkenstein] (Herren von)
Wunstorf
(Grafen von)
Wöltingerrode-Wohldenberg (Grafen von)
Üsenberg
(Herren von)
Zimmern (Freiherren und Grafen von)
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