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Das Frauenzimmer.
Die Frau bei Hofe in Spätmittelalter und Früher Neuzeit.
 
La Chambre des Dames.
La femme à la Cour à la fin du Moyen Âge et aux Temps Modernes.
 
6. Symposium der
Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen,
veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Institut Paris,
dem Sonderforschungsbereich 537 der Technischen Universität Dresden
und dem Landesamt für Archäologie des Freistaates Sachsen
 
Dresden, Japanisches Palais
26.-29. September 1998
 

Resümees
(nicht vollständig)

 Susanne Kress: E la donna che regge la casa. Frauenzimmer der Florentiner Renaissance: Funktion, Ausstattung, Ikonographie. 
 Birgit Franke: Bilder in Frauenräumen und Bilder von Frauenräumen: Imaginationen und Wirklichkeit.
 Stefan Hoppe: Bauliche Gestalt und Lage von Frauenwohnräumen in deutschen Residenzen des späten 15. und des 16. Jh.
 Brigitte Streich: Curia dominae und Frauenzimmer. Der Funktionswandel des wettinischen Frauenhofes im späten Mittelalter.
 Katrin Keller: Kurfürstin Anna von Sachsen (1532-1585) - "Gynäkokratie" am Dresdener Hof?
 Barbara Welzel: Die Macht der Witwen. Zum Selbstverständnis niederländischer Statthalterinnen.
 Michael A. Bojcov: Frauenzimmer oder Frauen bei Hof?
 Anna-Manis Münster: Zur Sozialgeschichte der Hofdamen an französischen Höfen.
 Beatrix Bastl: Das österreichische Frauenzimmer. Zum Beruf der Hofdame in der Frühen Neuzeit.
 Martin Kintzinger: Die zwei Frauen des Königs. Zum politischen Handlungsspielraum von Fürstinnen im europ. Spätmittelalter
 Stefan Weiss: Die Damen am päpstlichen Hof zu Avignon unter Johannes XXII. (1316-1334).
 Claudia Märtl: Le papesse – Die Frauen im Umkreis der Kurie Pius' II.
 Walter Prevenier: Les ducs de Bourgogne et les enlèvements de femmes dans les élites des Pays-Bas du XVe siècle.
 Monique Chatenet: Les logis des femmes à la cour de France au XVIe siècle.
 Peter Moraw: Der Harem des Kurfürsten Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach.
 
 


E la donna che regge la casa

Frauenzimmer der Florentiner Renaissance: Funktion, Ausstattung, Ikonographie

von Susanne Kress

 

Als der italienische Architekt und Theoretiker Leon Battista Alberti in seinem Traktat De re aedificatoria (1452) empfahl, daß Mann und Gattin jeweils ein getrenntes Schlafzimmer bewohnen sollten, reflektierte er offensichtlich bereits praktizierte Lebensformen der Florentiner Oberschicht. Wie eine Analyse hierfür erstmals untersuchter Quellen (Hausinventare, Libri di ricordi, Mitgiftverzeichnisse) in dem Untersuchungszeitraum zwischen 1450 und 1550 belegt, war es seit der Mitte des Quattrocento üblich, eigene Frauenzimmer im Florentiner Privatpalazzo einzurichten. Handelt es sich um das Zimmer der Ehefrau, befand sich dieses in der Regel als anticamera neben dem Gemach des Ehemannes im Piano nobile und bildete hier ein repräsentatives Pendant zu dessen camera principale. Auch Töchter oder Witwen höherer Familien bewohnten eigene Zimmer, die allerdings nicht zwangsläufig in die zusammenhängende räumliche Abfolge eines Appartements eingebunden waren. Funktion, Ausstattung und Ikonographie Florentiner Frauenzimmer wechselten je nach Lebenssituation der betreffenden Frau (Braut-, Geburts-, Witwenzimmer), wie sich an der Möblierung und den Kunstwerken dieser Zimmer aufzeigen läßt. Grundsätzlich muß allerdings festgestellt werden, daß die von Frauen bewohnten Zimmer des Florentiner Privatpalazzo nicht mit dem Aufwand und der künstlerischen Qualität der camera principale des Ehemannes oder Hausherrn konkurrieren konnten. Das hängt damit zusammen, daß die camera principale ursprünglich als 'gemeinsames' Schlafzimmer eines jungen Ehepaares zur Hochzeit mit Hilfe der Mitgift der Braut ausgestattet wurde, auch wenn die Braut schließlich eine eigene camera bezog. Entsprechend leistete die Ikonographie des künstlerischen Programms der camera principale die soziale Repräsentation beider Eheleute.

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Bilder in Frauenräumen und Bilder von Frauenräumen:

Imaginationen und Wirklichkeit

von Birgit Franke

 

Ausgehend von Untersuchungen zur Geschlechtertopographie in Palästen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit soll es im Vortrag um die Ausgestaltung von Fürstinnengemächern nördlich der Alpen gehen und um Bilder besonders von Fürstinnen in ihrer Kemenate. Gab es hier eine eigene "Frauenkultur" ? Die Annäherung ist eine zweifache: In einem ersten Schritt sollen Inventare v.a. von französischen und niederländischen Fürstinnen sowie weitere Schriftquellen aus der Zeit um 1400 bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts exemplarisch ausgewertet werden. Aufgezeigt und mit Fürsteninventaren verglichen wird vorrangig das Themenspektrum der Raumausstattung, d.h. insbesondere der Tapisserie. Thematisiert werden aber auch Ereignisse – wie des Wochenbett – und ihre ästhetischen Inszenierungen. In einem weiteren Schritt werden dann Darstellungen von Fürstinnen in ihren Gemächern einerseits auf ihren Wert als zeitgenössische Bildquellen, andererseits auf ihren möglichen Beitrag zur Definition der Geschlechterrollen befragt. Ein Vergleich mit Bildern von Männerräumen kann Aufschluß geben, inwiefern geschlechtsspezifische Ausprägungen gleichermaßen von fürstlichen Räumlichkeiten und ihrer Ausstattung wie von bildlichen Repräsentationen nachweisbar sind.

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Bauliche Gestalt und Lage von Frauenwohnräumen in

deutschen Residenzen des späten 15. und des 16. Jahrhunderts

von Stephan Hoppe

 

Die Erforschung der funktionalen Raumstruktur von Schloßbauten befindet sich allgemein erst im Anfangsstadium. Hier sollen erste Beobachtungen und Nachweise zu drei frauenspezifischen herrschaftlichen Raumtypen im deutschen Schloßbau vor 1600 vorgestellt werden: zur Tafelstube des weiblichen Hofstaates, zum Wohnappartement der Schloßherrin und zum Appartement des weiblichen Hofstaates (dem eigentlichen "Frauenzimmer").

Eine separate, d.h. von der im Erdgeschoß gelegenen Hofstube abgesonderte Tafelstube für den weiblichen Hofstaat taucht bereits in den deutschen Schriftquellen um 1470 auf; das älteste erhaltene Beispiel ist wohl noch in der Albrechtsburg in Meißen (1471) vorhanden; im frühen 16. Jahrhundert wurden dann zusätzlich (vielleicht nach diesem Muster) auch separate Tafelstuben für die männliche Spitze des Hofes, die zuvor noch in der allgemeinen Hofstube getafelt hatte, üblich.

Die Schloßherrin bewohnte ein Appartement im ersten oder zweiten Obergeschoß, das mindestens aus einer vorderen, architektonisch ausgezeichneten Stube (mit Ofenheizung) sowie einer nachgeordneten und intimeren (ofenlosen) Schlafkammer bestand ("Stuben-Appartement"). In der Regel war das Appartement aufgebaut und dimensioniert wie das des Schloßherrn und mit diesem oft durch einen privaten Kommunikationsweg verbunden (ab etwa 1530 im Bestand nachweisbar: Torgau, Landshut, Güstrow, Bernburg etc. [sicher aber älter]).

Dem übrigen weiblichen Hofstaat stand in größeren Schlössern ein zusätzliches Stubenappartement zur Verfügung, dessen Zugang meistens sehr restriktiv gehandhabt wurde, in dem aber auch zu bestimmten Zeiten die Höflinge empfangen wurden. Es gibt besondere Hofordnungen für diesen Wohnbereich, die belegen, daß er in der Regel mit Bedacht in den oberen, abgeschiedeneren Geschossen der Schlösser plaziert wurde (Schriftquellen vor 1470; im Bestand nachweisbar ab ca. 1490: Wittenberg, Torgau, Dresden, Stuttgart, Augustusburg etc.).

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Curia dominae und Frauenzimmer

Der Funktionswandel des wettinischen Frauenhofes im späten Mittelalter

von Brigitte Streich

 

An den für das 14. und 15. Jh. gut überlieferten sächsischen Hof- und Ämterrechnungen läßt sich ablesen, daß der Frauenhof ein vom Haupthof abweichendes Itinerar hatte. Diese Reisetätigkeit setzt voraus, daß der Frauenhof wie der Haupthof über eine eigene finanzielle und personelle Organisation sowie über eine gewisse Unabhängigkeit verfügte. Im Vortrag soll der Frage nachgegangen werden, ob diese – wenngleich begrenzte – Autonomie zugleich auch größere Freiheit auf anderen Gebieten, z.B. in Bezug auf Verfügungen über das Leibgedinge, beinhaltete. Erst im letzten Viertel des 15. Jhs., also mit der zunehmenden Verfestigung der Residenzen, ersetzt der Begriff des Frauenzimmers den bis dahin üblichen des Frauenhofs. Dieser Begriffswandel deutet auf einen Rückzug der Fürstin und ihres Gefolges in den privaten Bereich hin. Es häufen sich jetzt Belege für eine stärkere Reglementierung des Zusammenlebens der Frauen und für eine Separierung der Frauen vom Hofleben, ablesbar unter anderem daran, daß fortan für den Frauenhof keine eigentlichen Hofämter mehr besetzt wurden. Fazit: Die Herausbildung fester Residenzen ging – zumindest partiell – einher mit einer Beschränkung der Autonomie der Frauen bei Hofe.

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Kurfürstin Anna von Sachsen (1532-1585) - "Gynäkokratie" am Dresdner Hof?

von Katrin Keller

 

Kurfürstin Anna, eine dänische Prinzessin und seit 1548 mit Herzog, später (1553) Kurfürst August von Sachsen verehelicht, ist eine der wenigen sächsischen Fürstinnen, die schon in der traditionellen Landesgeschichtsschreibung immer wieder Erwähnung fanden. Ihre Darstellung schwankt dabei zwischen einem Idealbild der lutherischen Hausmutter, als die sie etwa ihr bislang einziger Biograph Karl von Weber (1865) thematisierte und als die sie bis heute im historischen Bewußtsein weiterlebt, wie etwa die jährliche Verleihung der Annen-Medaille des Freistaates Sachsen für besondere Verdienste im Bereich von Familie, Nachbarschaft oder Gemeinde dokumentiert. Eine andere Betrachtung dominiert dagegen in Ausführungen zur konfessionellen Entwicklung in Sachsen in der zweiten Hälfte des 16. Jhs., in denen Anna lange Zeit als Verursacherin des "Sturzes der Philippisten" 1574 angesehen wurde, die sich politische Einflußnahme bis hin zur "Gynäkokratie" (so Gustav Wustmann 1905) angemaßt habe.

Die Thematisierung der Kurfürstin in diesen differenten historischen Kontexten läßt ungeachtet vieler offener Fragen bereits erkennen, daß Anna als Fürstin politische Aktivitäten entfaltete. Deren konkreter Form genauer nachzugehen, danach zu fragen, welche Handlungsfelder sie sich mit welchen Mitteln erschloß, wo Grenzen und Möglichkeiten einer Fürstin lagen, ist Hauptanliegen des Vortrags. Als Quellengrundlage dient dabei vorrangig der äußerst umfangreiche, in weitgehender Vollständigkeit überlieferte Briefwechsel der Kurfürstin, die eigene Kopiale führte und auch die eingehende Korrespondenz archivieren ließ. Diese Tausende von Briefen erlauben es, sowohl Aktivitäten nach außen, über die Grenzen des Kurfürstentums und der Familie hinaus, wie auch in Bezug auf innere Zustände nachzuzeichnen. Anna tritt dabei als politisch aktive Person in Erscheinung, die sich keineswegs auf das Bild der sorgenden (Landes)Mutter reduzieren läßt, aber ebenso wenig frei und aus eigenem Kalkül als Herrscherin wirksam werden konnte. Sie agierte aus einem ausgeprägten Selbstverständnis als geborene königliche Prinzessin lutherischen Bekenntnisses, was ihr Bereiche eigenständigen Handelns erschloß, wie die Pflege und Entwicklung familiärer Beziehungen, freundschaftliche Kontakte zu anderen Höfen und wirtschaftspolitische Aktivitäten im Kurfürstentum. Dabei läßt sich klar erkennen, daß sie ihre Vorhaben nicht ohne Vorwissen ihres Mannes betrieb, dem Entscheidungen letztendlich vorbehalten blieben. Abzusehen ist freilich auch, daß sie informelle Einflußmöglichkeiten auf diese Entscheidungen hatte. Mit dieser Position als Fürstin in einem Spannungsfeld zwischen ehelicher Unterordnung und begrenzter eigenständiger Herrschaftsausübung ist ein Grundkonflikt des Fürstinnendaseins generell angesprochen, der im Verlauf der Ausführungen immer wieder zu reflektieren sein wird.

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Die Macht der Witwen

Zum Selbstverständnis niederländischer Statthalterinnen

von Barbara Welzel

 

Genealogische Kompendien zeigen Erzherzogin Clara Isabella Eugenia zweimal: einmal als Gemahlin Erzherzog Albrechts VII. von Spanien, mit dem sie gemeinsam zwischen 1598 und seinem Tod 1621 die Niederlande als souveränes Fürstenpaar regierte, und ein zweites Mal als Witwe und Statthalterin des spanischen Königs in den Niederlanden für die Jahre nach 1621 bis zu ihrem Tod 1633. Isabella besaß zwei politische Körper, für die sie jeweils eine Imago sowohl am Körper vortrug wie in ihrer Bildnisikonographie formulierte. Der Vortrag untersucht die Imago der fürstlichen Witwe und Statthalterin in ihrer komplexen Ikonographie, die auf ambitionierte und erfolgreiche Weise verschiedene Traditionslinien verknüpft. Isabella gelang es, eine Imago zu entwerfen, die ihren Stand als Witwe, ihre – im Sinne der Gegenreformation staatstragende – Frömmigkeit und ihre Statthalterschaft in den Niederlanden in weibliche Genealogien einschreibt, hinter denen die reale politische Unterordnung unter die spanische Herrschaft an visueller Präsenz und damit auch an politischer Repräsentanz zurückstand.

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"Frauenzimmer" oder "Frauen bei Hof"?

von Michael A. Bojcov

 

1. Es gibt in der Forschung eine deutliche Neigung, das Thema "Frauen bei Hof" zum Thema "Das Frauenzimmer" zu reduzieren. Dies ist eigentlich sehr verständlich: Fürstinnen und ihre Hofdamen sind für Historiker zu auffallend. Inzwischen kann man in Hofordnungen, Rechnungen und weiteren Quellen auch andere Frauengruppen am oder nahe beim Hof feststellen. Mit "Frauenzimmer" sind sie nicht identisch, was auch die Quellenterminologie deutlich klar macht.

2. Es kann in erster Linie um das weibliche Dienstpersonal gehen, das nicht ins Gefüge des Frauenzimmers eingegliedert ist, sondern dem Hof als Gesamtinstitution dient. So nennen etwa die Tiroler Hofordnungen verschiedene Hofdienerinnen, welche in keinem direkten Zusammenhang mit dem Innsbrucker Frauenzimmer an sich standen. Zum Frauenzimmer (so wie es von Hofordnungen definiert wird) gehörten nicht die Ehegattinnen und Töchter vieler Höflinge, obwohl diese Damen am Hofe oft zu erscheinen pflegten und gelegentlich mit bestimmten Sonderaufgaben betraut wurden. Außerdem stellt man die Gruppe der landfrawen ziemlich leicht fest, die zumindest bei Feierlichkeiten (und d.h. nicht allzu selten) zum Hof eingeladen wurden.

3. Andererseits bestand das Frauenzimmer unserer Quellen gar nicht nur aus Frauen! Es gab dort genug männliche Knaben, Diener, Köche, Türhüter, aber auch höhere Amtsträger (Hofmeister, Silberkämmerer usw.). Und das war schon bei "Teilhöfen" solcher Fürstinnen der Fall, welche sich in die Sachen der Regierung kaum einmischten. (Der "Frauenhof" einer regierenden Fürstin ist eine andere Institution, wo die hohe Zahl der "Männerumgebung" als notwendig und selbstverständlich erscheint).

4. Die Palette der "fremden Damen" am Hof kann sehr breit sein. Unter ihnen konnte man Bettlerinnen, adlige Reisende (auch speziell schwangere, was die Quellen expliziert hervorheben) aber auch Fürstinnen und gelegentlich selbst Königinnen treffen. Als "Fremde" mußte man auch die Braut des eigenen Fürsten zuerst betrachten. Deswegen darf man alle Hochzeitsfeierlichkeiten mit Beilager als ihrem Höhepunkt als eine Art des Wandelprozesses betrachten, in welchem eine fremde Dame allmählich und stufenweise zu unserer gnädigen Frau wird.

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Zur Sozialgeschichte der Hofdamen an französischen Höfen des Spätmittelalters

Funktionen der dames et damoiselles d'honneur im Gefolge

der Königin und der Herzoginnen

von Anna-Manis Münster

 

Der Königshof und die Herzogshöfe des französischen Spätmittelalters laden dank ihrer räumlichen und zeitlichen Nähe, sowie wegen ihrer engen Kontakte und verwandtschaftlichen Bande zur parallelen Betrachtung ein. Das Material ist reichlich. Daher muß sich dieser Vortrag auf einige exemplarische Quellen und ihre Aussagekraft beschränken.

Die Funktion des Gefolges und die Aufgaben der dames und damoiselles d'honneur präsentieren sich in zweifacher Hinsicht: Alltagsbewältigung einerseits, Repräsentation nach außen andererseits. Das Gefolge als Gruppe und sein weiblicher Teil haben eine offensichtliche und intendierte Außenwirkung, die vor allem in den Geschichtsschreibungen der Chronisten zum Ausdruck kommt. Dort sind die Hofdamen regelmäßig zu Festen, bei Zeremonien und seltener in Skandalen präsent. Diese reiche Quellengattung soll hier jedoch nicht zur Auswertung dienen. Will man sich der Funktion und den Funktionen der Frauen im Gefolge von einer "Innenansicht" aus nähern, bieten sich für Frankreich folgende Quellen an: Wenige Hofordnungen, dafür Hofamtslisten und Gagenabrechnungen in relativ großer Zahl, im Original aber auch in Kopien überliefert, geben über die Größe, Struktur und die genaue Zusammensetzung des Gefolges und seiner weiblichen Mitglieder Auskunft. Diese Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf ihren Stellenwert und ihre Repräsentationsfunktion zu. Die Ämterstruktur und die innere Funktionshierarchie verdeutlichen die Aufgabe der Alltagsorganisation.

Informationen über die Erwartungen, die man an Hofdamen richtete, finden sich nur spärlich in den Hofordnungen. Christine de Pizan hingegen richtet sich im Iivre de trois vertus direkt an die Prinzessin oder haulte dame und ihre dames und damoiselles bei Hof und gibt ihnen Ratschläge, wie sie ihre Funktion am besten verrichten sollen.

Sucht man darüber hinaus weitere Hinweise über die genauen Aufgaben und die Beschäftigungen im Alltag einer Hofdame, dann können eine Fülle verschiedenster Quellen herangezogen werden: Rechnungsbelege, Briefe, Verordnungen, Urkunden...

 
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Das österreichische Frauenzimmer

Zum Beruf der Hofdame in der Frühen Neuzeit

von Beatrix Bastl

 

1. Zur Begriffsbestimmung: Am 1. August 1630 schreibt die Gräfin Judith Sabina von Starhemberg geb. Jörger an ihre Schwiegermutter Juliana Gräfin Starhemberg geb. Roggendorf über Maria Anna von Spanien, die Braut des zukünftigen Kaisers Ferdinand III., daß deren Hofdamen nicht so schön seien wie diese, so daß man nicht zu fürchten brauche, daß die spanischen Hofdamen die österreichischen verdrängen würden. Anhand dieser Aussage und einer anderen Quelle, dem chronologisch geordneten Verzeichnis von Hochzeitsdaten der Hofdamen der Königin Anna von Ungarn (Gemahlin Kaiser Ferdinands I.) für die Zeit von 1517 bis 1546 sowie 25 ausgewählter Eheverträge von Höflingen aus der zweiten Hälfte des 17. Jh.s soll folgenden Begriffen, wie österreichisch, Frauenzimmer, Hofdame, Witwenwiederverehelichung und deren Zusammenhang mit der Morgengabe nachgegangen und eine Analyse versucht werden.

2. Mädchenerziehung: Im Mittelpunkt meiner Ausführungen steht die Instruktion des Grafen Franz Thurn-Valsassina und das Inventar der Ausstattung sowie deren Kosten für seine Tochter Maria Anna (31. Mai 1559) anläßlich ihrer Aufnahme in das "Frauenzimmer" der Königin von Böhmen (= Maria von Spanien, Gemahlin Kaiser Maximilians II.).

3. Weiterführende Überlegungen zur "Berufswahl" oder was es kostet, eine Tochter einen Beruf erlernen zu lassen (in den ehrlich dienst schicken).

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Die zwei Frauen des Königs

Zum politischen Handlungsspielraum von Fürstinnen im europäischen Spätmittelalter

von Martin Kintzinger

 

Ist Herrschaft im Mittelalter geschlechtslos? Kann einer Fürstin ein Corpus mysticum zugeschrieben werden? Ist sie nur die Frau des Herrschers oder selbst Herrscherin?

Im Spätmittelalter fehlen die aus der Kreuzzugszeit bekannten Legenden heroisch handelnder Frauen. In der älteren Forschung wurde darin ein Niedergang weiblicher Handlungsmöglichkeiten unter dem Einfluß des Bürgertums gesehen. Hingegen stellt man neuerdings in der Zeit um 1400 den Beginn einer Querelle des femmes fest – Ausdruck einer selbstbewußteren Vorstellung von Weiblichkeit –, die über das Mittelalter hinauswies.

Am Beispiel der Isabeau de Bavière, als bayerische Prinzessin Ehefrau Karls VI. von Frankreich, lassen sich Möglichkeiten und Grenzen eigenständigen politischen Handelns von Fürstinnen unter den Bedingungen ihrer Zeit nachzeichnen. Nicht auf die Vorgaben der Heiratsdiplomatie wollten oder konnten sich diese Frauen vielfach beschränken, sondern sie mußten einen eigenen Weg suchen, ihre Interessen zur Geltung zu bringen. Je erfolgreicher sie darin waren, desto mehr zogen sie Verdacht und Gerüchte auf sich. So geschah es mit Valentina Visconti, der Ehefrau Ludwigs von Orleans, auch mit Barbara von Cilli, der Gemahlin Kaiser Sigmunds und der ambitionierten Jakobäa von Bayern, die nach vier Heiraten in verschiedene europäische Dynastien politisch scheiterte. Erfolg und Scheitern von Fürstinnen im europäischen Spätmittelalter zeigen exemplarisch, wie sehr der Spielraum für eigenständiges politisches Handeln abhängig war von der Legitimation zur Herrschaft, den Stärken der Persönlichkeit und dem Umgang mit geschlechtsspezifischen Rollenmustern.

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Die Damen am päpstlichen Hof zu Avignon unter Johannes XXII. (1316-1334)

von Stefan Weiß

 

Der Vortrag behandelt einen Rollenkonflikt und den Versuch, ihn zu lösen. Einerseits erwartete man von mittelalterlichen Geistlichen nicht nur Keuschheit und Einhaltung des Zölibats, sondern auch, den Umgang mit Frauen möglichst zu vermeiden. Andererseits erwarteten die Besucher eines Hofes die Anwesenheit schöner Damen, ohne die sich jene spezifische Atmosphäre von "Courtoisie" oder "Hövescheit", welche man an einem Hof erwartete, nun einmal nicht einstellen wollte.

Radikal gelöst hat diesen Konflikt Johannes XXII., indem er in einiger Entfernung von Avignon durch seine laikalen Verwandten gleichsam "Nebenresidenzen" betreiben ließ, wo man - ohne Rücksicht auf die für Geistliche geltenden Restriktionen - ein höfisches Ambiente schaffen konnte. Die geistlichen Pflichten des Amtes hat Johannes dagegen in Avignon selbst wahrgenommen. Man kann eine Gruppe von sechs Damen namhaft machen - teils die eigenen Verwandten des Papstes, teils die Ehefrauen seiner Verwandten -, die an jenen Nebenresidenzen die Rolle der Hausfrau innehatten.

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Le papesse – Die Frauen im Umkreis der Kurie Pius' II.

von Claudia Märtl

 

Papsttum und Kurie entwickelten sich gewissen Theorien zufolge (P. Prodi) im 15. Jh. zu einem frühen Vorbild absolutistischer Herrscher und Höfe. Die Frage ist, inwieweit sich im Rahmen dieser Entwicklung auch die Rolle von Frauen im Umkreis der Kurie ändert, an der sie wie an allen geistlichen Höfen per se keinen Platz haben. Bei Pius II. (1458-1464) läßt sich exemplarisch verfolgen, wie wiederholt formulierte Reformvorstellungen, die auf einen erneuten Ausschluß von Frauen abzielten, in der Praxis unterlaufen und durch die Aktivitäten des Papstes selbst konterkariert werden. Dazu trugen die allgemeine Entwicklung der Kurie (Ansteigen der Laien als Funktionsträger) und des Papsttums (Notwendigkeit der Selbstdarstellung als Oberhaupt der Kirche und als Territorialherr), die Familienpolitik des Papstes, seine humanistischen Interessen, seine zahlreichen Reisen, selbst seine Kreuzzugsaktivitäten bei. Das Auftreten von Frauen im Umkreis seiner Kurie muß dabei aus den verstreuten Erwähnungen in archivalischen, historiographischen und literarischen Quellen rekonstruiert werden. Es läßt sich jedenfalls vermuten, daß sie im täglichen Leben der Kurie wesentlich präsenter waren, als dies aus den normativen und deskriptiven Quellen zum Zeremoniell hervorgeht.

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Les ducs de Bourgogne et les enlèvements de femmes

dans les élites des Pays-Bas du XVe siècle

von Walter Prevenier

 

1. Problématique: définition des notions de viol, enlèvement, séduction; leur importance statistique et idéologique; les messages des documents et les silences des témoignages; intransigeance théorique de la législation et de la jurisprudence.

2. Motifs pour viols et enlèvements (avec et contre gré)

- Passion; tendresse; sexualité.

- Efforcement de mariage.

3. Appartenance sociale des acteurs: criminels, amants, victimes.

    - Comptes des baillis (police agissant au nom du prince et des villes): présence de toutes les couches     de la société

    - Registres aux pardons (après condamnation): paradoxalement une même situation se présente,     malgré l'avantage théorique des élites par accès facile dans le milieu de la cour ducale

4. Attitudes et opinions des policiers et des juges.

    - Complexité des méthodes de répression et des jugements

    - Explication de cette diversité par des facteurs "techniques": la difficulté d'apporter des preuves     "dures", le flou artistique des limites entre enlèvement et séduction; la passion du gain matériel parmi     les baillis.

    - Explication par l'évolution dans les jugements par les changements du contexte global au niveau     politique et social

    - Constat de l'impuissance des interprétations: le paradoxe des efforts inégaux dans la répression, et le     paradoxe des jugements totalement contradictoires pour des crimes parfaitement identiques.

5. Enlèvement de femmes : problème pour un duc de Bourgogne

    - Un amalgame curieux de prévention, de répressions et d'accomodations: alliances stratégiques entre     prince et villes, tactiques de découragement.

    - Ambiguïté et hypocrisies du comportement ducal dans le domaine des mariages forcés.     Contradiction entre la condamnation radicale dans la législation princière, et les manipulations     multiples des ducs dans l'arrangement et l'efforcement de mariages.

    - Cynisme politique sans fard dans l'application du pouvoir princier d'accorder grâce pour des actes     de viol et d'enlèvement; la subordonnation du "crime de mœurs" aux intérêts supérieurs de la grande     politique et à la peur (ou respect) des ducs pour le poids des contre-pouvoirs. L'instrument de combat     par excellence dans ces duels est la technique des réseaux et des clientèles. Pour autant que le mariage     est un moyen parmi d'autres dans la formation des réseaux on s'explique aisément que la technique     de l'efforcement de mariages est considéré comme essentiel par tous les joueurs dans ces conflits de     pouvoir du XVe siècle.

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Les logis des femmes à la cour de France au XVIe siècle

von Monique Chatenet

 

Comme dans toutes les cours de la Renaissance, les femmes jouent un rôle primordial à la cour de France. Chacun connaît cette phrase de Brantôme :

    " Le roy François, venant a son regne, considerait que toute la decoration d'une court estoit des dames, et l'en voulut peupler     plus que la coustume ancienne, comme de vray une court sans dames c'est un jardin sans aucunes belles fleurs".

Les femmes forment principalement l'entourage de la reine. Si la reine de France ne règne pas — elle ne peut être que l'épouse ou la veuve d'un roi —, elle a droit néanmoins à toute la dignité attachée à la couronne :

    " Les reines ne règnent point effectivement, puisque rien ne se fait par elles ou en leur nom. Si l'autorité leur manque, elles en     ont au moins toute la représentation extérieure par la cour qui les environne et par le titre des officiers qui forment leur maison "

La reine est donc accompagnée, comme le roi, d'une maison domestique ou le service de la chambre est assurée par des femmes. Cette maison grandit considérablement au XVIe siècle et passe d'environ 100 personnes dont 25 femmes au début du règne de Charles VIII, à 400 personnes dont 100 femmes à l'époque de Louise de Lorraine. Elle comporte, outre les femmes de chambre (les "femmes de la reine") et les lavandières, des dames et demoiselles d'honneur de la meilleure noblesse. (les " dames de la reine " et les " filles de la reine").

Les princesses de la famille royale – mère, sœurs, filles et belles filles du roi possèdent également leur maison. Ainsi, selon Brantôme, il y aurait eu 300 dames à la cour de France dès la fin du règne de Henri II.

    " La court de notre roy Henry IIe et de nostre reyne estoit ordinaire, fust en guerre, fust en paix, fust ou pour resider ou     demeurer en un lieu pour quelques mois, fust qu'elle se remuast en autres maisons de Plaisance et chasteaux de noz roys, qui     n'en ont point de faute, et en ont plus que roys du monde. Ceste belle et grande compagnie tousjours, au moins la majeure     part, marchoit et alloit avec sa reyne ; si que d'ordinaire pour le moings sa court estoit plaine de plus trois cens dames ou     damoiselles. Aussi les mareschaux des logis et fourriers du roy affirmoient qu'elles tenoient tousjours la moitié des logis "

La mère du roi, surtout quand elle a, elle aussi, la dignité de reine, a une maison de dimensions considérables, plus importante même que celle de la " reine femme ". : C'est le cas pour Louise de Savoie, mais plus encore pour Catherine de Médicis dont la maison, dans les années 1580, atteint 800 personnes, dont 200 femmes : le double de la maison de Louise de Lorraine.

Dames, filles et femmes sont logées dans les châteaux royaux, ce qui est un privilège considérable dans cette cour itinérante où chacun se plaint de problèmes de logement. De même, les femmes des dignitaires et des grands officiers de la couronne sont aussi présentes, souvent avec leur propre suite de femmes :

    " Dans les maisons du roi et principalement dans le Louvre, les femmes logent leurs maris, et dans les Donjons de     Fontainebleau, de Villers-Cotterêts, Saint-Germain et ailleurs, il n'y avoit de princes logez que ceux qui avoient leurs femmes     logées avec eux, hormis les bastards des roys et les officiers de la maison comme Grand maître et grand chambellan et ceux de     la personne comme premiers gentilshommes de la chambre, maître de la garderobbe et cappitaine des gardes. Ceux là logeoient     les femmes , les cardinaux n'y logeoient point... "

Les logements féminins diffèrent toutefois considérablement selon la charge tenue à la cour.

Les femmes, dont le rang social, comme la charge, est relativement modeste, sont logées dans des dortoirs situés dans la basse cour du château, quand elles ne couchent pas les garde-robes ou les chambres de leurs maîtresses.

Les filles (demoiselles d'honneur), qui sont des jeunes filles à marier de la meilleure noblesse placées sous la protection de la reine et sous la surveillance d'une gouvernante, n'ont pas droit, elles non plus, à des chambres individuelles. Mais leur logement est toujours placé dans un endroit choisi du château, souvent au-dessus de la chambre de la reine.

Les dames ont droit à un logis individuel composé d'une chambre et de deux pièces annexes, garde-robe et cabinet. leur logis n'a pas de salle, car elles n'ont pas de maison à la cour. Si leur mari a lui aussi droit à un logement, le couple est logé dans deux logis jumeaux accolés qui représentent des espaces importants à l'intérieur des châteaux royaux.

Les princesses de la famille royale – la mère du roi, ses sœurs, filles et belles-filles – ont le privilège de la salle, pièce des repas, car elles ont toute leur maison à la cour et donc leur double service de cuisine. La salle, qui forme la première pièce de leur logis, est suivie d'une chambre, d'une garde-robe et d'un cabinet.

Une seule dame partage le privilège de la salle. Ce n'est pas la " dame d'honneur " (le premier titre dans la maison de la reine), mais la favorite : la duchesse d'Etampes et Diane de Poitiers avaient en effet leur propre service de cuisine au château de Saint-Germain-en-Laye, et la duchesse de Valentinois possédait une salle placée juste au-dessous de celle de la reine avec laquelle elle partageait un autre privilège : la chapelle.

Le logis de la reine possède à peu près le nombre des pièces que celui du roi, avec un espace supplémentaire : la chapelle. Toujours situé à proximité immédiate de celui du roi, il peut être placé au-dessous, au-dessus, ou à côté. Logis du roi et de la reine vont connaître les mêmes évolutions au cours du siècle et se transformer progressivement en appartements avec l'apparition, puis la multiplication des antichambres.

Le logis de la reine n'est cependant jamais tout à fait l'égal de celui du roi. L'égalité n'est atteinte que pour le logis de la reine mère. Dans les palais projetés — les Tuileries, Charleval —, comme dans les réalisations — Saint-Maur —, Catherine de Médicis possède un logis qui est le symétrique parfait de celui du roi, ce qui confirme l'importance du statut de la " reine veuve " récemment souligné par Fanny Cosandey. Marie de Médicis devait d'ailleurs reprendre en compte cet héritage en construisant le Luxembourg.

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Der Harem des Kurfürsten Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach

von Peter Moraw

 

Irreguläre Beziehungen von Reichsfürsten zu Frauen am Hof galten bisher als Kennzeichen der Reformationszeit bzw. des 16. Jahrhunderts (Hauptbeispiel mit ansehnlicher historischer Relevanz ist der hessische Landgraf Philipp der Großmütige). Wie manches oder vieles andere hat jedoch auch dieses Thema eine spätmittelalterliche Vorgeschichte. Nach vagen Andeutungen aus dem 14. Jahrhundert gibt es darüber Gewißheit im 15. Jahrhundert und zwar in durchaus erstaunlicher Weise. In der Hauptsache scheint ein Quellenproblem zu bestehen: Ohne briefliche Überlieferung vermag man kaum etwa Konkretes zu erfahren. Am Beispiel des Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach werden Tatbestand und Probleme dargelegt.



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