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Artikel:B.1. Maximilian II. (1527-76)
Bearbeiter: Maximilian Lanzinner, Bonn

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    B.1_Maximilian_II

    Die histor. Forschung zu M. war in einem Ausmaß auf die religiöse Einstellung fokussiert, wie das für keinen anderen Ks. der dt. Geschichte gilt. Die Richtung gab Wilhelm Maurenbrecher mit einem Aufsatz in der Historischen Zeitschrift von 1874 vor. Maurenbrecher sprach Maximilian Begabung und polit. Bemühen keineswegs ab, aber seine Regierung sei "doch durch den Zwiespalt seines Denkens und seines Thuns ein wenig erfreuliches Bild von Halbheit und Zerfahrenheit und Inkonsequenz geworden" (Maurenbrecher 1874, S. 296). Mehr als hundert Jahre später kam Andreas Edel in einer umfassenden, quellengesättigten Studie zu einem prinzipiell gleichen Ergebnis. Die "Unentschlossenheit in konfessioneller Hinsicht" habe das ksl. Ansehen beschädigt und bewirkt, "daß Maximilian für beide Seiten unberechenbar blieb" (Edel, Kaiser, 1997, S. 457).

    Es war der Konfessionalismus des Kaiserreichs, der nach 1874 die Fragestellung so einseitig auf die religiöse Überzeugung verengte, und es waren konfessionelle Positionen, von denen aus Felix Stieve und sein Schüler Otto Helmut Hopfen M. als "Kompromißkatholiken" bezeichneten, Robert Holtzmann und Viktor Bibl dagegen als heiml. Protestanten. Die für alle Forschungen maßgebende Frage, welcher Konfession M. eigentl. angehörte, ließ sich freilich nicht klären, was wohl das anhaltende Interesse bis hin zu Andreas Edel erklärt. Nur zögernd und erst seit den 1980er Jahren wandte sich die Forschung anderen Themen zu, der Kunst- und Kulturgeschichte (Da Costa Kaufmann 1978, Lietzmann 1987, Louthan 1997), der europ. Politik (Bues 1984, 1998, Edelmayer 1988, 1999, Lavery 1997, 2000) sowie der Reichspolitik (Lanzinner 1993, 1994, Luttenberger 1994, Heil 1998). Editionen erschlossen neue Forschungsbereiche (Reichstag zu Speyer, 1988, Krönungen Maximilians II., 1990, Briefwechsel, 1997, Reichstag zu Augsburg, 2002). Insofern läßt sich heute die konfessionsbezogene Fixierung des Maximilianbildes überwinden, die in allen Biographien vorherrschend blieb (Holtzmann 1903, Bibl 1929, Sutter Fichtner 2001).

    Geb. am 31. Juli 1527 (Wien) als Sohn Kg. ® Ferdinands I. und Annas, der Tochter des Kg.s Wladislaw von Ungarn und ® Böhmen, wuchs M. in Wien und Innsbruck auf, besuchte indessen früh die auch habsburg. Res.en in Prag, Brüssel und Valladolid. Neben den Sprachen wurde er dort mit den polit. und kulturellen Gepflogenheiten vertraut, außerdem erhielt er eine milit. Ausbildung, die er bei der Führung eines eigenen Reiterkommandos im Schmalkaldischen Krieg erprobte. Erfahrungen in der Reichspolitik sammelte er insbes. bei den Reichstagen 1543 und 1547/48. In seine Aufgabe als Regent wuchs er 1548-50 als Gobernador für Philipp II. in Spanien und seit 1552 als Statthalter in den österr. Erblanden [® Österreich] in Vertretung ® Ferdinands hinein. Der junge M. lernte dabei die ganze Bandbreite alt- und neugläubiger religiöser Positionen kennen.

    Er gehörte jener nachreformator. Generation von Gebildeten an, welche die Auflösung alter und die Formierung neuer Kult- und Glaubensformen als Relativierung von Kirchlichkeit erlebten. M. wurde früh durch seinen Erzieher Wolfgang August Schiefer, der freilich schon 1539 entlassen wurde, evangel. beeinflußt. Wichtiger dürften jedoch eigene negative Erfahrungen mit der Intransigenz span. Kleriker, positive mit luther. Räten und Predigern gewesen sein, insbes. mit dem erst 1560 entlassenen Hofprediger Johann Sebastian Pfauser. Hinzu kam die Sympathie für humanist.-erasmian. Haltungen. So trat bei M. die Neigung zum neuen Glauben im Lauf der 1550er Jahre immer stärker hervor.

    Die Entfremdung gegenüber ® Karl V. und ® Ferdinand I. vertiefte sich durch die Politik. M., der 1548 die älteste Tochter des Ks.s, Maria, heiratete, erhoffte sich davon die niederländ. Statthalterschaft, erhielt aber nur die ungeliebte span. Beim Augsburger Reichstag 1550/51 entfaltete ® Karl V. seinen Sukzessionsplan, der M. noch tiefer enttäuschte. Demgemäß sollte die Nachfolge in der Kaiserwürde Karls Sohn Philipp, nicht M. zufallen. Der Ks. plante eine alternierende Sukzession zw. Wien und Madrid, die dem empörten M. kaum Chancen auf den Kaiserthron ließ. ® Ferdinand fügte sich 1551, M. aber opponierte weiterhin und suchte die Unterstützung der spanienfeindl. dt. Fs.en, darunter Moritz und August von Sachsen sowie Christoph von Württemberg. Sie blieben wie andere neugläubige Fs.en enge polit. Partner noch des späteren Ks.s.

    M. war seit 1549, seit ihn die böhm. Stände zum Kg. angenommen hatten, designierter Nachfolger ® Ferdinands I. Dieser hielt ihn allerdings infolge der Mißstimmungen von der Regierung fern. Daher besuchte M. weder den Passauer Fürstentag 1552 noch die Reichstage 1555 und 1559. Seit 1555 mied er die kathol. Abendmahlsfeier, seit 1557 alle Prozessionen, so daß in Rom und Madrid die Sorge wuchs, der mögl. Thronfolger könnte offen zum neuen Glauben übertreten. Der Konflikt eskalierte 1560, als ® Ferdinand I. dem Sohn mit Enterbung drohte, M. dagegen bei den protestant. Fs.en nachfragen ließ, inwieweit sie ihn in einem konfessionellen Konflikt mit dem Vater unterstützen würden. Welches Ziel er damit verfolgte, ist umstritten. Das Ergebnis, die ausweichenden Antworten, enttäuschte jedenfalls.

    Deshalb vertrat M. im Herbst 1560 den Standpunkt, so ein Bericht des Nuntius Stanislaus Hosius, er wolle weder Papist noch Protestant, sondern Christ sein. Die Äußerung ist kennzeichnend für sein Verhalten bis zum Tod 1576. Er verzichtete fortan auf religiöse Provokationen und beteiligte sich, soweit nötig, an Gottesdienst und religiösen Feiern. Damit war der Weg zur Nachfolge frei. ® Ferdinand I. gewann ohne Mühe die geistl. Kfs.en und ® Kurbrandenburg für eine Königswahl vivente imperatore. Die Verhandlungen mit ® Kursachsen im Okt. 1561 waren dann entscheidend. Sie erwiesen, wie verfehlt die Gerüchte waren, Kfs. August, Kg. Friedrich II. von Dänemark und Kg. Anton von Navarra würden sich ebenfalls um eine Kandidatur bemühen. Der Kfs. war kein Konkurrent, im Gegenteil. Mit Hilfe ® Kursachsens konnte der Kaiserhof die kurpfälz. Opposition beim Frankfurter Wahltag (27. Okt.-3. Dez. 1562) überspielen. Gewählt am 24. Nov., wurde M. am nachfolgenden 30. in Frankfurt gekrönt. Zuvor war M. am 20. Sept. 1562 in Prag zum böhm. Kg. gekrönt worden, während die Krönung zum Kg. von Ungarn erst am 8. Sept. 1563 in Preßburg stattfand.

    Die Wahlkapitulation und die Krönung zum röm. Kg. spiegelten den Wandel zum dt. Kgtm. im bikonfessionellen Reich wider. Denn in der Wahlkapitulation rückte der Protest der weltl. Kfs.en gegen den Schutz- und Treueschwur, den der röm. Kg. gegenüber Papst und Kirche leistete, an die erste Stelle. Der ® Mainzer Kfs. vollzog die Krönung unmittelbar nach der Wahl in Frankfurt. Erstmals also fielen Wahl und Krönung in der Reichsstadt am Main zusammen, weil der Ebf. von ® Köln, Friedrich von Wied, die Weihe noch nicht empfangen hatte und damit auch das Krönungszeremoniell in Aachen noch nicht durchführen konnte.

    Die Nachfolge war somit beim Tod ® Ferdinands I. am 25. Juli 1564 geregelt. M. übernahm die Herrschaftsgewalt in Ungarn, in den Ländern der böhm. Krone, in Ober- und Niederösterreich und im Reich. Aber der Ks. vermachte Innerösterreich (Steiermark, Kärnten, Krain, Görz und kleinere Territorien) und Tirol (mit den Vorlanden) [® Österreich] seinen jüngeren Söhnen Karl bzw. Ferdinand. Die Teilung mochte mit persönl. Wünschen zusammenhängen, jedoch stabilisierte sie den labilen Herrschaftskomplex der Habsburger durch die landesherrl. Präsenz von drei Fs.en. Für M. war damit der große Nachteil verbunden, daß sich Tirol und Innerösterreich der unmittelbaren Koordination bei der Türkenabwehr entzogen.

    Der neue Ks. trat ein schweres Erbe an. Noch wurden die ® österr. Erblande, die ® böhm. Länder und Westungarn nur durch die Dynastie, nicht durch zentrale Regierungsorgane zusammengehalten. Sämtl. Territorien, auch diejenigen der ® böhm. Krone, hatten ein ausgeprägtes Landesbewußtsein, das sich polit. in mächtigen Ständeorganisationen manifestierte. In ® Böhmen und Ungarn hatte die habsburg. Herrschaft eine geringe Akzeptanz. Die polit. Klammern, die alles zusammenhielten, waren zum einen die dynast. Legitimation, zum anderen die existentielle Bedrohung, die vom Osmanischen Reich ausging. Mit dem Regierungsantritt M.s spitzten sich trotz eines 1562 geschlossenen Friedens die Konflikte mit den Türken zu, die um die Jahreswende 1565/66 in einen offenen Krieg umschlugen. Damit waren die Erb- und Kronlande sowie das Reich zur Hilfe aufgerufen, zu Steuerleistungen und direkter Militärhilfe. Bestehende innere Gegensätze in den Erb- und Kronlanden wurden durch den Krieg zunächst überlagert, traten danach aber um so schärfer hervor.

    In ® Ober- und Niederösterreich drängten die Stände noch mehr als unter ® Ferdinand I. auf rechtl. und religiöse Konzessionen. M. hingegen brauchte ab 1566 höhere Steuerbewilligungen denn je, um dem Kriegszug Sultan Suleimans I. nach Ungarn standzuhalten. Widerstrebend gewährte der hochverschuldete Landesherr deshalb 1568 seinem erbländ. Adel die freie Ausübung der Augsburger Konfession, nicht aber den Bürgern und Bauern. Allerdings setzte die rechtl. Geltung der Konzession den Entwurf und die Anerkennung einer Kirchenordnung voraus, die der Rostocker Theologe David Chyträus 1569/70 ausarbeitete. Auf der Grundlage dieser Ordnung legalisierte M. 1571 die Konzession von 1568 in der sog. Religionsassekuration, jedoch nur für Niederösterreich und nur – unter bestimmten Auflagen – für den Adel und dessen Untertanen; mündl. versprach er später vermutl. mehr. Die neugläubigen Herren und Ritter verpflichteten sich im Gegenzug, die Katholiken im Land unbedrängt zu lassen. Die Assekuration galt nicht für den oberösterr. Adel, dem sie offenbar nicht weit genug ging und der sich von einer unklaren Rechtslage mehr Vorteile versprach.

    Vor und nach seinen Konzessionen suchte der Landesherr mittels halbherziger Visitationen und Reformen die Ausübung des kathol. Glaubens wiederherzustellen oder zu festigen. Darin und in den Beschränkungen der Assekuration tritt das eigentl. Ziel des Ks.s zutage: die konfessionelle Einheit auf dem Boden der alten Kirche. Jedoch wirkte die Assekuration dynamisierend, weil Bürger und Bauern sich von der im Aufbau befindl. luther. Adelskirche nicht fernhalten ließen. Diese Dynamik hatte der Landesherr unterschätzt, keinesfalls willentl. in Kauf genommen.

    Westungarn zerfiel in konfessionelle und ständ. Gruppen, die M. wie schon ® Ferdinand I. kaum beeinflussen konnte. Die Magnaten und die hohe Geistlichkeit kamen der Wiener Politik mehr entgegen als der niedere Adel. Die Einheit des Handelns wurde indessen erzwungen durch die Türkenabwehr. Sichtbar wurde sie bei den Preßburger Reichstagen und im hohen Steuer- und Finanzbeitrag, den Westungarn trotz des Kleinkriegs an den Grenzen dem Kaiserhof zur Verfügung stellte. Das Aufkommen Ungarns für den Gesamtetat des Kaiserhofs betrug nach neueren Schätzungen etwa 40 Prozent.

    In den böhm. Ländern verfolgte M. die gleiche Politik wie in den Erblanden, und er kam zu den gleichen Ergebnissen. In Mähren stützten zwei neue Jesuitenkollegien in ® Olmütz (1566) und ® Brünn (1572) den Katholizismus. In ® Böhmen erneuerte der Kg. 1568 das sog. Antipikardenmandat gegen die Brüderunität, die nun harte Strafen fürchten mußte. Er provozierte damit die Opposition der neoutraquist. Majorität unter den Ständen, die vom neuen Herrscher mehr konfessionelle Freiheit als unter ® Ferdinand I. erwartet hatte. M. erhielt die Quittung beim Generallandtag 1569/70, als die Stände seine Steuerforderungen weitgehend zurückwiesen. Schließl. gelang es ihm dennoch, beim Böhmischen Landtag 1575 mit "meisterhafter Taktik" (Pánek 1992, S. 67) einen tragfähigen Kompromiß auszuhandeln. Er gewährte den Ständen mündl. die Confessio Bohemica, eine im Prinzip luther. Kirchenordnung, und er kam ihnen auch rechtl. entgegen. Dafür nahmen die Stände ® Rudolf II. zum Kg. von ® Böhmen an (Krönung am 22. Sept. 1575).

    Als Landesherr suchte M. also, in den Erb- und Kronlanden die konfessionelle Einheit herzustellen, obwohl ihn die Finanznot infolge des Türkenkriegs zu schmerzl. Zugeständnissen zwang. In der Reichspolitik hingegen setzte er auf Bikonfessionalität und überparteil. Neutralität, um den Frieden zu wahren. Damit stabilisierte er mit großem Erfolg den Reichsverband auf der Grundlage des Religionsfriedens von 1555. Von der bisherigen Forschung ist diese klare Trennung der polit. Zielsetzung oft verkannt worden. Ebenso hat man nicht unterschieden zw. den Formen individueller Frömmigkeit und den konfessionspolit. Zielen, die M. verfolgte.

    Im Reich wirkte die Politik M.s integrierend. Die Reichsexekution gegen den Ritter Wilhelm von Grumbach und Hzg. Johann Friedrich II. von Sachsen brachte erstmals in vollem Umfang die Reichsexekutionsordnung zur Anwendung. Mit dem Sieg und der Bestrafung der Geächteten (1567) endete definitiv die Ära der Ritter- und Fürstenfehden des SpätMA. Einzuschränken ist, daß die ausschlaggebenden Impulse zur Exekution von ® Kursachsen, nicht vom Kaiserhof ausgingen. Reichskammergericht und Reichshofrat vermochten ihre effiziente Tätigkeit zu steigern, die um 1560 begonnen hatte. Reichsgf.en und Reichsritter fanden einen gesicherten Platz im Reichsverband, weil sie 1566 abschließend durch ein ksl. Privileg begünstigt und weil sie durch Steuerleistungen direkt dem Ks. verpflichtet wurden. Seit etwa 1560 formten sich die Reichskreise zu polit. Körperschaften, welche die Beschlüsse des Reichs, die Münzkontrolle und Aufgaben in der Friedenssicherung ausführten. Dies alles beförderte der Ks. durch seine Politik.

    Das intensive Verfassungsleben des Reichs fand in regelmäßigen Kreistagen und der hohen Anzahl von Reichsversammlungen seinen Niederschlag. Ebenso gleichsam quantifizierend ließe sich die erfolgr. Reichspolitik M.s an den hohen Türkenhilfen der Reichstage 1566 und 1576 festmachen (48 Römermonate = ca. 3 Mio. fl. bzw. 60 Römermonate = ca. 3,7 Mio. fl.). Sie übertrafen nicht nur bei weitem die vorausgehenden Bewilligungen (max. 16 Römermonate), sondern auch das gesamte Türkensteueraufkommen während der Regierungszeit ® Karls V.

    Aber die Bilanz des Ks.s im Reich war nicht ungetrübt. Seit 1567 wirkten der Hugenottenkrieg und der Aufstand der Niederlande polarisierend in den bikonfessionellen Reichsverband hinein. Bei allem Bemühen um Neutralität begünstigte der Kaiserhof eben doch die Truppenwerbungen der span. und frz. Krone im Reich. Dies enttäuschte die evangel.-luther. Rfs.en, die M. vor seinem Regierungsantritt noch konfessionell auf ihrer Seite wähnten. Hinzu kam: Wie die Konfessionseinheit in seinen Territorien vermochte M. auch die Bikonfessionalität im Reichsverband nicht ganz zu verteidigen. Beim Reichstag 1566 schlossen die neugläubigen Reichsstände die calvinist. ® Kurpfalz nicht aus dem Religionsfrieden aus, wie es der Ks. wünschte. Dies kam fakt. einer Akzeptanz des Calvinismus gleich.

    Infolge der Fixierung auf die Konfession wurde wenig beachtet, daß die europ. Konstellationen einen enormen Handlungsdruck auf die Politik M.s ausübten. Seine finanziellen Ressourcen waren äußerst bescheiden. Soviel wir bisher wissen, beliefen sich seine Einnahmen auf 2 Mio. fl. jährl., ein Bruchteil dessen, was den Kronen Spaniens und Frankreichs zur Verfügung stand. Dabei hatten die Wiener Habsburger die Hauptlast im Kampf gegen das existenzbedrohende Osmanische Reich zu tragen. Das war während der Regierungszeit M.s nicht wenig: die Abwehr des Großangriffs Sultan Suleimans I. auf Ungarn i.J. 1566, dazu der Aufbau einer stabilen Grenzsicherung, der jährl. zw. 0,5 Mio. fl. bis weit über 1 Mio. fl. verschlang. Die Türkengefahr also absorbierte die ohnehin geringe Finanzkraft Habsburg-(® )Österreichs vollständig, auch nach dem Frieden von Adrianopel, den M. 1568 mit Sultan Selim II. schloß.

    Trotz seiner Finanznot wahrte der Kaiserhof seine Chancen in der großen Politik, soweit dies durch Diplomatie mögl. war – sowohl in Osteuropa wie gegenüber Frankreich und Spanien. In Osteuropa hatte der russ. Überfall auf Livland 1558 einen neuartigen Konflikt heraufbeschworen, der die balt. Mächte in eine weiträumige Konfrontation verwickelte. Der Konflikt berührte wg. des Handels und der Getreideversorgung auch das westl. Europa. Der Vorstoß Zar Iwans IV. weitete sich zum Nordischen Krieg (1563-70) aus, in dem Polen, Litauen, Dänemark und ® Lübeck gegen Schweden und Rußland um die Herrschaft im Baltikum kämpften. Ks. und Reich vermieden jedes finanzielle und milit. Engagement. Jedoch konnten ksl. Kommissare vermitteln und den Stettiner Frieden (13. Dez. 1570) zw. Dänemark und Schweden zustandebringen, der dem Reich die Oberherrschaft über Livland (directum dominium) beließ.

    Der Rechtstitel erhielt 1572 polit. Bedeutung infolge der offenen Thronfolge in Polen-Litauen. Denn nach dem Tod Kg. Sigismund II. Augusts (1572), des letzten ® Jagiellonen, bewarb sich auch Ehzg. Ernst, Sohn M.s, um die Nachfolge. Nach einem kurzen Gastspiel Heinrichs aus dem Haus ® Valois, der zugunsten der Krone Frankreichs auf sein Wahlkgtm. verzichtete, war der Thron Polens wieder vakant. Erneut bewarb sich Habsburg- ® Österreich, nun M. persönlich. Er wurde im Dez. 1575 vom poln. Senat gewählt, während sich die Szlachta für Stephan Báthory von Siebenbürgen entschied. Mit dem Tod M.s wurde die Wahl hinfällig. Die Intensivierung der Osteuropapolitik schloß auch Rußland ein, dessen Zar Iwan IV. 1576 sogar eine Gesandtschaft zum Reichstag nach ® Regensburg schickte. Auch gegenüber den balt. Mächten war der Handlungsraum M.s wg. der knappen Finanzen stark eingeengt. Nach O hatte die Abwehr gegen das Osmanische Reich absolute Priorität. Darauf waren die Beziehungen zu Polen und Rußland abzustimmen, die M. für den Kampf gegen die Türken zu gewinnen suchte.

    Die ksl. Politik gegenüber Westeuropa stand gänzl. im Zeichen der dynast. Abhängigkeit von der Hegemonialmacht Habsburg-Spanien. Deren Interessen ordnete sich M. in der Regel unter, auch wenn es um die Beziehungen zu England, Frankreich und die ital. Verhältnisse ging. So begünstigte der Ks. ab 1567 die Rüstungen der Spanier im Reich für den Kriegsschauplatz in den Niederlanden, obwohl er die span. Politik für verfehlt hielt und obwohl er Philipp II. unablässig zur Mäßigung mahnte. Mit einiger Hartnäckigkeit verteidigte M. indessen die ksl. Lehensordnung in Oberitalien, insbes. im Konflikt um das Reichslehen Finale in Ligurien.

    Daß M. die Vorgaben aus Madrid befolgte, erweist nachdrückl. die dynast. Politik. Der Kaiserhof suchte eine engere Verbindung zum Haus ® Valois, um die frz. Türkenpolitik in seinem Sinn zu beeinflussen. Auch hierbei handelte M. nur in Rücksprache mit Philipp II., der erst 1568 einer Heiratsverbindung zw. Wien und Paris zustimmte. Nach dem Tod der Gemahlin Philipps II., Elisabeth von Valois, brauchte Habsburg-Spanien eine neue dynast. Brücke zur Krone Frankreichs. Daher willigte Philipp II. in die Vermählung der jüngeren Tochter M.s, der Ehzg.in Elisabeth, mit Karl IX. von Frankreich ein, und heiratete selbst Anna, die älteste Tochter M.s. In beiden Fällen handelten span. Diplomaten die 1570 geschlossenen Ehen aus. Die Söhne M.s, Rudolf und Ernst (ab 1564), danach Wenzel und Albrecht (ab 1571), kamen auf Wunsch Philipps II. für einige Jahre zur Erziehung nach Spanien. Der Ks. stimmte zu, um die zeitweilig hohen Chancen auf das span. Erbe nicht zu gefährden.

    Im ganzen war es nicht Unentschlossenheit, sondern Behutsamkeit, die M.s Politik prägte. Zur Defensive nötigte ihn die Türkengefahr. Das haben Historiker oftmals nicht zutreffend gewichtet. Selbst Lazarus von Schwendi, der bei Grenzkämpfen in Ungarn 1565 eindrucksvolle Siege verzeichnete, war von der milit. Überlegenheit großer Türkenheere überzeugt. Daraus leitete sich die außerordentl. Vorsicht M.s ab, die als Entscheidungsschwäche gedeutet wurde. Der vielseitig begabte und kluge Ks. regierte jedenfalls mit hohem persönl. Einsatz. Er las Akten, schrieb ungezählte Briefe selbst und wohnte den Sitzungen des Geheimen Rats bei, obwohl er die Jagd und den Umgang mit Gelehrten liebte. Dabei litt er schon bald nach seinem Regierungsantritt mehr und mehr unter seiner Herzschwäche, unter Gicht, Leber- und Gallenleiden. Vom Krankenbett aus leitete er in den Monaten vor seinem Tod den Regensburger Reichstag 1576.

    M. strahlte Leutseligkeit, auch menschl. Güte aus, was ihn in allen Schichten populär machte. Seine eigenhändigen Schreiben an Kfs. August von Sachsen, Albrecht V. von Bayern und andere Rfs.en schlossen mit der einnehmenden Formel ewer guetwilliger und getrewer brueder Maximilian. Sein Verhalten als Ehemann und Familienvater strahlte eine Gefühlswärme aus, die für einen Fs.en seiner Zeit ungewöhnl. war. Die harmon. Ehe mit der streng kathol. Spanierin Maria, Schwester Philipps II., war durch die Glaubensunterschiede nicht beeinträchtigt.

    Der eigentl. designierte Thronfolger sympathisierte bis 1560 mit der reformator. Bewegung. Eifrig las er die Bibel und formte für sich ein persönl. Christentum mit erasmian.-humanist. Zügen. Er lehnte die Kommunion unter einer Gestalt und die Beichte ab, ließ bei Eidesleistungen die Anrufung Marias und der Heiligen weg und verweigerte die Sterbesakramente. Damit wandte er sich konsequent von der alten Kirche ab, ohne sich freilich zur Confessio Augustana zu bekennen. Historiker deuteten dies als "rätselhaft" (Bibl), als "politischen Kompromiß" (Edel) oder als "Dissimulieren" (Heckel).

    Näher liegt die Deutung, daß M. ein vom Individuum geformtes, vorkonfessionelles Christentum lebte, das im Zug der Konfessionalisierung immer weniger verstanden wurde. Im polit. Handeln verfolgte er unterschiedl., aber rational kalkulierte konfessionelle Ziele. Denn als Landesherr vertrat er wie die meisten Fs.en und Politiker seiner Zeit den Standpunkt, daß nur die Einheit der Konfession den polit. Bestand eines Territoriums sicherstellte. Dagegen suchte er als Ks. die Bikonfessionalität zu verteidigen. M. unterschätzte jedoch die Wirkung, die der Symbolik der Frömmigkeitsformen eigen war, zumal in der Phase der Formierung der Konfessionen. Das Zeichensystem des Kultus polarisierte, signalisierte Alt- oder Neugläubigkeit und weckte tiefe Erwartungen oder Enttäuschungen gerade bei einer Herrscherpersönlichkeit.

    Die Vorstellungen von einer Via media, von einem akirchl. Christentum, auch von einem Religionskompromiß lebten v.a. bei den Künstlern und Gelehrten fort. Ihnen stand M. nahe, weil er ihre Visionen teilte. Dabei war er der Universität, den Wissenschaften und den geistigen Strömungen der Zeit gegenüber ohnehin noch aufgeschlossener als sein Vater ® Ferdinand I. V.a. berühmte Mediziner und Naturwissenschaftler sah der Ks. gern an seinem Hof, wg. seiner Krankheiten und wg. seiner Vorliebe für Tiergehege und Gärten. Als Ärzte und Botaniker wirkten in seinem Umfeld Crato von Crafftheim, Julius Alexandrinus von Neustein, Pierandrea Matthioli, Rembertus Dodonaeus und Carolus Clusius. Sie tauschten ihr humanist.-gelehrtes Wissen aus mit dem Hofbibliothekar Hugo Blotius, dem Hofhistoriographen und Emblematiker Johannes Sambucus, dem Hofantiquarius Jacopo Strada, ferner den Philologen Georg Tanner, Caspar von Nidbruck und Gislenius Busbequius, der zugl. Diplomat und Erzieher der Söhne M.s. war. Eine Reihe von Gelehrten verließ den Hof frühzeitig, weil sie keine feste Besoldung erwarten konnten. Justus Lipsius, der gern nach Wien gegangen wäre, mußte eine Professur in ® Jena vorziehen, weil der Kaiserhof kein Geld für ihn hatte.

    Der Umgang mit den Gelehrten verweist auf die geistige Weite des Ks.s, die auch seine Politik bestimmte. Er begegnete den Fixierungen der Kirchen und Konfessionsgruppen mit Distanz – wie viele andere Fs.en und Politiker der Generation, die nach den stürm. Reformationsjahren aufwuchs. Als junger Ehzg. hatte er im konfessionellen Chaos der Jahrhundertmitte die Willkür dieser Fixierungen kennengelernt. Doch hatte er ebenso die kriegstreibende Dynamik religiöser Überzeugungen erlebt. Daher suchte er als Ks. den Frieden über den Konfessionen herzustellen und zu sichern. Als Dynast und Landesherr blieb er der alten Kirche verpflichtet.

    M. hatte hohen Erfolg in seiner eigentl. Zielsetzung, der Erhaltung des Friedens, sowohl im Reich wie in den Kron- und Erblanden und nach 1567 gegenüber den Türken. In der europ. Politik wahrte er Chancen durch die dynast. Verbindungen zur frz. und insbes. span. Krone, auch durch eine geschickte Diplomatie in Osteuropa. Wirkl. Einfluß konnte er aufgrund seiner begrenzten Mittel nicht gewinnen, insbes. nicht auf seinen Vetter, Kg. Philipp II. von Spanien, den er vergebens zur Mäßigung seines Eingreifens in den Niederlanden mahnte. Der fortdauernde niederländ. Kampf, außerdem die Hugenottenkriege, mithin die europ. Konflikte wirkten seiner Friedenspolitik ebenso entgegen wie die Konfessionalisierung, die in den Territorien des Reichs fortschritt. Eine vertiefte Beurteilung M.s ist dann möglich, wenn die geistigen Strömungen an seinem Hof, die er förderte, sodann seine innere Politik, v.a. gegenüber den Ständen, und schließl. sein Wirken im europ. Feld ebenso gut erforscht sind wie bisher die konfessionspolit. Aspekte.

    ® A. Habsburg ® C.1. Innsbruck ® C.1. Wien ® C.1. Prag ® C.7. Brüssel

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    M. L.

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