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  • Neues Projekt: Residenzstädte im Alten Reich (1300–1800)

    Gesamtansicht von Kiel, Kupferstich, koloriert, 47,7 x 32,5 cm, aus: Georg Braun und Franz Hogenberg, Civitates orbis terrarum, Bd. 4, Köln 1588, Taf. 34.

    In einem umfassenden Zugriff wendet sich das Vorhaben der Erforschung von spätmittelalter­lichen und frühneuzeitlichen Residenzstädten zu, die zwischen dem 14. und dem frühen 19. Jahrhundert ein wichtiges Element der europäischen Urbanisierungsprozesse, der Ver­klamme­rung städtischer und adlig-höfischer Lebensformen, der Entfaltung feudaler Herr­schaft und vormoderner Staatlichkeit bildeten. Für den methodischen Ansatz des Projekts grund­legend sind zum einen die interdisziplinäre Zusammen­arbeit von Sozial- und Wirt­schafts­geschichte, Verfassungsgeschichte und Kunst­geschichte als besonderer, in einem über­grei­fenden Sinn sozial- und kulturgeschichtlich orientierter For­schungsmodus; zum anderen die bislang kaum geleistete Berücksichtigung der quantitativ dominierenden kleinen Verhältnisse außer­halb der großen Residenzstädte; zum dritten als zentrale for­schungsleitende These die Be­ob­achtung eines langdauernden Verhältnisses konkurrierender Komplementarität und In­te­gration von höfi­scher und stadtbürgerlicher Kultur. Der Untersu­chungsraum wird durch die Grenzen des spät­mittel­alterlichen und frühneuzeitlichen Reiches bestimmt, die das Projekt in eine ge­nuin euro­päische Perspektive rücken. Ziel des Vorhabens ist die Erarbeitung eines analytisch-systematischen Handbuchs in drei Ab­teilungen:

    • Abteilung I: Analytisches Verzeichnis der Residenzstädte und herrschaftlichen Zentral­orte;
    • Abteilung II: Gemeinde, Gruppen und soziale Strukturen in Residenzstädten;
    • Abteilung III: Repräsentationen sozialer und politischer Ordnungen in Residenzstädten.

    Die inhaltliche Konzeption des Handbuchs ist nicht allein durch die analytische Material­prä­sentation, sondern ebenso durch die fragengeleitete, systematische Durchdringung der The­matik geprägt. Damit wird ein Werk ge­schaffen, das nicht nur die Stadt- und Urbanisierungs­geschichte der Vor­moderne in ­erheblichen Teilen auf eine neue Grundlage stellen, sondern entsprechend seiner breiten Anlage und differenzierten Auffächerung für eine Viel­zahl histo­risch orientierter Disziplinen ein wichtiges Arbeitsinstrument bilden wird.

    Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des Projekts: http://adw-goe.de/forschung/forschungsprojekte-akademienprogramm/residenzstaedte/

19.06.2012

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