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Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Bilder und Begriffe.
Hg. von Werner Paravicini, bearb. von Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer.
Residenzenforschung 15 II, Teilbd. 1+2, Thorbecke Verlag, Ostfildern 2005.
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Juden als herrsch. Funktionsträger => Dr. Rotraud Ries, Herford


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Die „klassische“ Phase der an prakt

Die "klassische" Phase der an prakt. allen Höfen des Reiches tätigen Hofjuden in ihrer institutionalisierten und in hierarch. abgestuften Netzwerken miteinander verbundenen Form begann erst nach dem 30-jährigen Krieg. Als passgenaues Instrumentarium für einige der charakterist. ökonomischen, finanztechn. und administrativ-polit. Defizite der Zeit zw. ca. 1650 und 1800 in Mitteleuropa konnte sich nur hier ein "Hofjudentum" in einer solchen Dichte ausbilden und damit die Voraussetzungen für seine Institutionalisierung, seine ökonom. und innerjüdisch-polit. Bedeutung schaffen. Zwar nicht so ausschließl. auf Höfe und Res.en bezogen, wie es der Begriff "Hofjude" suggerieren mag, befand sich hier allemal das Gravitationszentrum der Tätigkeit von Juden und einiger weniger Jüdinnen für die jeweiligen Herrschaftsträger.

Einzelne Juden, die punktuell in näheren Kontakt zu Höfen und Herrschern gelangten, hat es jedoch im span. und islam. Bereich wie im Römisch-Deutschen Reich auch im MA gegeben. Eine systemat. Untersuchung dieses Phänomens liegt bislang jedoch nicht vor.

Im Fokus des Interesses von Herrschern an einzelnen Juden standen im MA wie in der Frühen Neuzeit deren Finanzkraft bzw. deren für Finanzen und Finanzierungen nutzbare Beziehungen. Weiterhin ist beiden Entwicklungsphasen gemein, daß Juden neben ihrem finanziellen Gewinn aus den Geschäften mit Herrschern v.a. durch den Erhalt besonderer Privilegien profitierten, die ihnen größeren Schutz und eine bessere Rechtsstellung gewährten (oder gewähren sollten). Die dritte Konstante findet sich in ihrer Führungs- und Mittlerfunktion zw. Judenschaft und Herrscher, die neben den Kontakten zu letzterem in ihrer Zugehörigkeit zur jüd. Elite ihre Wurzeln hat.

Kontakte hatten Herrscher zu großen jüd. Geldleihern und daneben zu einigen Ärzten, die trotz gegenteiliger kirchl. Normen geschätzt und individuell in Anspruch genommen wurden. Die Grenze zw. einem sporad. in Anspruch genommenen Kreditgeber und einem herrschaftl. Funktionsträger war fließend; fehlende Quellen erschweren eine klare Definition und erlauben darüber hinaus selten, den Grad der persönl. Beziehungen zw. Jude und Herrscher, Präsenz am und Bedeutung für den Hof festzustellen.

Konjunkturen und Zäsuren in der Tätigkeit von Juden für Höfe und Herrscher verdanken sich zum einen dem Kreditbedürfnis und den generellen ökonom. Entwicklungen bzgl. der Kreditverfügbarkeit. Hier setzte etwa seit 1350 eine Entwicklung ein, die zunächst Ks. und Kg.e, dann auch die Landesherren allmähl. von "jüdischen" Krediten "emanzipierte".

Zum anderen setzte die spezif. Geschichte der Juden zw. 1250 und 1650 den Rahmen für die Konjunkturen der Inanspruchnahme jüd. Funktionsträger: Die umfassenden Verfolgungen während der großen Pest 1349/50 dezimierten die Zahl der Juden erheblich; auf eine kurze Phase der Erholung von wenigen Jahrzehnten folgte die Epoche des ökonom. Niedergangs, der nachhaltig dezimierten Vermögen, von Vertreibungen, Abwanderung gerade der ökonom. Elite, dramat. Veränderungen im Siedlungsgefüge und der Auflösung korporativer Strukturen. Erst seit etwa 1570 tauchen mit dem allmählichen, noch bis nach 1650 sehr fragilen Beginn der Rekonsolidierung und dem Aufbrechen neuer ökonom. Spielräume (Handel, Münzwesen) sehr punktuell wieder größere Vermögen, mehr aber noch neue Kreditnetzwerke auf; eine neue ökonom. Elite beginnt sich – vermutl. aus prosopograph. noch kaum nachgewiesenen, alten familiären Wurzeln – zu formieren und Kontakte mit Herrschern und ihren Beamten aufzunehmen, die sich an ihren (neuen) Res.en mit hohen Kosten zu etablieren begannen und die Landesverwaltung durch Einsatz neuer Kräfte und Ressourcen zu intensivieren suchten.

In ihrer quantitativen Dimension weisen diese Kontakte nach wie vor ma. Strukturen auf: Sie sind sehr punktuell, stark abhängig von spezif. individuellen Konstellationen; Netzwerke größerer Art gibt es noch nicht, durchaus aber groß-familiäre Geschäftsbeziehungen und -partnerschaften und Kontinuität von einer auf die andere Generation. Es gibt keine feste Form, in der die Beziehung zw. Herrscher und Juden ausgestaltet ist, eher belegt die Ausübung einer Funktion die Existenz einer solchen, einen Auftrag, eine Delegation; erst recht ein Privileg, das für Verdienste ausgestellt wird. Mehrfach werden Juden bis ins 16. Jh. als "(gesinde und) diener" verpflichtet, der Judensteuerkollektor Lew Colner Anfang des 15. Jhs. vom Ks. als sein "Amtmann" bezeichnet.

In gewisser Parallele zu den Zeitphasen in der Geschichte der Höfe und Res.en sind Zäsuren in der Tätigkeit jüd. Funktionsträger auszumachen. In die erste von 1250 bis 1400/50 fällt die kontinuierl. Tätigkeit reicher jüd. Geldhändler für einige Herrscher; Warenlieferungen spielten kaum eine Rolle. Auf Basis dieser Geschäftsbeziehungen wurden den Juden nach gängiger Praxis ma. Herrschaftsausübung weitere Aufgaben verpachtet oder delegiert: Zollerhebung, Münzprägung, Kassenverwaltung und Rechnungsführung (bes. in Kurtrier). Daneben setzten Herrscher "ihre Juden" zur Durchsetzung obrigkeitl. Forderungen und Ansprüche gegenüber der Judenschaft ein: Sowohl zum Einziehen von Steuern wie auch zur Gewährleistung jüd. Gerichtsbarkeit wurden sie mit Autorität vom Herrscher ausgestattet. Seit dem Ende des 14. Jh.s geschah dies in Form der Einsetzung von Landesrabbinern und Reichsrabbinern. Das Spektrum der Benennung und Tätigkeit als herrschaftl. Funktionsträger reicht von "familiares" über einen Hof- und Küchenmeister, zu einem alchimist. Berater und einem Kriegsmann. Juden, die als Zeugen, Bürgen, Unterhändler, Bevollmächtigte und Ratgeber fungieren, belegen punktuell ein Verhältnis zw. Herrscher und Jude, das sich entgegen herrschenden Normen erstaunl. wenig von dem zu anderen Dienstleuten des Herrschers unterscheidet und im 14. Jh. vereinzelt zur Androhung kirchl. Sanktionen führte. Durch ihre sehr ambivalente Politik zw. Nutzen/Schutz ihrer jüd. Funktionsträger und deren Enteignung bei sich bietender Gelegenheit zw. 1350 und 1450 entzogen viele Herrscher bewußt oder unbewußt einer weiteren Zusammenarbeit die Grundlage. Dieser Prozeß setzte im W des Reiches eher ein als im O; nur dort finden sich im 15. Jh. überhaupt noch jüd. Funktionsträger in nennenswerter Zahl.

So ist die zweite Phase (1400/50-1550) v.a. als Fehlstelle zu kennzeichnen, für diese Zeit sind kaum Tätigkeiten von Juden für Herrscher und Höfe registriert. Nur an ihrem Ende markiert eine exot. Figur wie der Finanz- und Kriegsmann, der berittene Diener vieler Fs.en mit großem Gefolge Michel von Derenburg, daß es Juden noch oder wieder mögl. war, große Vermögen zu erwerben und sich mit entspr. selbstbewußtem Auftreten über fast alle für Juden geltenden Normen hinwegzusetzen

Der dritte Zeitraum, der von der Mitte des 16. bis über die Mitte des 17. Jh.s hinausreicht, trägt deutl. Züge einer Übergangszeit. Ihre ma. Charakteristika sind bereits genannt, alte, auch multifunktionale Rollen wurden wiederbelebt; neu ist die Erweiterung des Tätigkeitsspektrums v.a. im Bereich des Edelmetall-, Schmuck- und Luxuswarenhandels, dazu passend die Wiederverpflichtung für die Münzprägung, erste Heereslieferungen. Kredite spielen weiterhin eine zentrale Rolle, angesichts der geschwundenen Vermögen jedoch in stärkerem Maße in der Form der Kreditvermittlung. Neu, viell. aber in den Quellen auch nur besser greifbar ist der Typus eines im Umkreis des Herrschers tätigen Juden, der nicht so sehr eine ökonom. Rolle innehat, sondern als Berater in judenpolit. Angelegenheiten und als Aufseher und Steuerkollektor über die Judenschaft fungiert. Dieses Amt, so wie es Levi von Bonn in Kurköln seit 1598 ausübte und in dem vor ihm auch Münzmeister Lippold in Brandenburg 1556 gestartet war, impliziert ein durchaus beträchtl. Potential an polit. Handlungsspielraum wie an innerjüd. Konfliktstoff. Denn die enge, lange nicht mehr praktizierte Kooperation mit einem christl. Herrscher, die Pflicht zur Denunziation grenzte aus jüd. Sicht an Verrat.

Neu entstand in dieser Epoche schließl. der Begriff "Hofjude": er wurde seit 1582 den Juden beigelegt, die es sich aufgrund wirtschaftl. Erfolgs leisten konnten, hohe Summen in bar, in Form von Waren oder als zinslosen Kredit für ihre "Hofbefreiung" durch den Ks. zu investieren. Sie erwarben damit ein Privileg, das ihren weiteren ökonom. Erfolg im Umkreis des Kaiserhofes rechtl. sicherte. "Hofjude" war also zunächst keine Funktion, sondern eine systemat. eingesetzte rechtl. Sonderstellung und Anbindung an Hof und Res. mit ökonom. Zukunftsoption, eine Fortentwicklung des Judenschutzbriefes in Anlehnung an die "Hofbefreiung" christl. Handwerker und Kaufleute. Die Kommunikation der Verdienste um Hof, Münze und Heer war Voraussetzung für die Erteilung oder Verlängerung der Privilegien.

Außerhalb des Kaiserhofs, für den bis 1670 "Hofjuden" in wachsender Zahl tätig wurden, standen für Herrscher und Höfe mögliche, explizit nicht unbedingt festgelegte Funktionen von Juden im Vordergrund. Unter Rückgriff auf lokale Traditionen und unter Anlehnung an Verträge mit christl. Funktionsträgern wurden früher oder später Dienstverhältnisse zw. Herrscher und Jude konstruiert, die in ihrer Vielgestaltigkeit ma. Wurzeln und in die Moderne weisende Züge offenbaren. Erst nach 1650 entwickelten sich daraus allmähl. systemat. Formen einer spezif. Bestallung.

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