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Mitteilungen der Residenzen-Kommission
der
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
Jahrgang 8 (1998) Nr. 2
Mitteilungen der Residenzen-Kommission
der
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
Jahrgang 8 (1998) Nr. 2
Residenzen-Kommission
Arbeitsstelle Kiel
ISSN 0941-0937
Herstellung:
Vervielfältigungsstelle
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Titelvignette: Blick auf die Neue Burg mit Denkmal
Prinz Eugens
am Heldenplatz (© Österreich Werbung)
Inhalt
Hartmut Boockmann 1934-1998 5
Auswahlbibliographie Hartmut Boockmann 9
Aus der Arbeit der Kommission 15
Schriftenverzeichnis Karl-Heinz Spiess 19
Die Arbeit der anderen 24
Jeroen Duindam, Utrecht: The court of the Austrian Habsburgs:
locus of a composite heritage 24
Cordula Nolte, Greifswald: Studien zum familialen und
verwandtschaftlichen Beziehungsnetz der Markgrafen von Brandenburg (Projektskizze)
59
Kolloquiumsberichte 65
6. Symposium der Residenzenkommission der Akademie der
Wissenschaften zu Göttingen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen
Institut Paris, dem Sonderforschungsbereich 537 der Technischen Universität
Dresden und dem Landesamt für Archäologie des Freistaates Sachsen,
von Jan Hirschbiegel und Jörg Wettlaufer, Kiel 65
Texte, Rituale, Bilder. Wirklichkeitsbezug und Wirklichkeitskonstruktion
politisch-rechtlicher Kommunikationsmedien in Stadt- und Landgesellschaften
des späten Mittelalters, von Gerrit J. Schenk, Heidelberg 72
Kolloquien, Ausstellungen, Jubiläen 75
Buchvorstellungen 92
Heinz-Dieter Heimann in Verbindung mit Ivan Hlavácek
(Hg.): Kommunikationspraxis und Korrespondenzwesen im Mittelalter und in
der Renaissance. Paderborn/München/Wien/Zürich 1998, von Harm
von Seggern, Kiel 92
Neuerscheinungen 95
Verschiedenes 112
Die Arbeitsstelle Kiel 115
*****
Wenn Sie den Mitteilungen einen Text zusenden wollen (bitte,
tun Sie es: nächster Redaktionsschluß ist der 1. April 1999),
dann schicken Sie ihn bitte an mich über die Redaktion in Kiel oder
direkt nach Paris. Die jeweiligen Adressen sind, wie stets, auf der letzten
Seite angegeben.
W.P.
Hartmut
Boockmann
1934-1998
Der Historiker sollte wissen, daß der Tod zuschlägt,
wann und wo er will. Wenn es aber einen Menschen trifft, der ihm nahesteht,
so ist er überrascht und wehrlos wie jeder andere Sterbliche. Nur
zwei Monate nach der Entdeckung eines Gehirntumors ist Hartmut Boockmann
am 15. Juni 1998 gestorben. Die Residenzen-Kommission verlor ein Mitglied
der ersten Stunde.
Zuletzt haben wir ihn auf dem Sigmaringer Symposium am
5. Oktober 1996 erlebt, wie er in der Portugiesischen Galerie des Schlosses
den Festvortrag in Gegenwart von Fürst und Erbprinz hielt, zum Thema
"Vom Fels zum Meer: Die süddeutschen und die norddeutschen Hohenzollern
im 19. Jahrhundert" - eine delikate, glänzend bewältigte Aufgabe:
Wie selten einer verfügte er über die Gabe der schwebenden Rede.
Ich hoffte darauf, ihn Ende September 1998 in Dresden wiederzusehen und
mit ihm die großen Aufgaben zu beraten, die auf unsere Kommission
zukommen. Statt dessen fuhr ich am 22. Juni nach Göttingen und nahm
mit beeindruckend vielen anderen an seiner Trauerfeier in der St. Albani-Kirche
teil, wo Bernd Möller ihm einen bewegenden und bewegten Nachruf sprach.
Nun er nicht mehr ist, wird plötzlich deutlich, wieviel
er seinen Kollegen und der Öffentlichkeit bedeutet hat: Kaum gelingt
es, die vielen Kommissionen und Gremien zu nennen, in denen er mitwirkte.
In der methodischen Aufgeregtheit der Zunft stand er wie ein Fels, wies
die Moden zurecht und forderte Stil und Qualität. Knapp und streng
hat er das Zensorenamt im Literaturbericht zum Spätmittelalter in
der weit verbreiteten Zeitschrift «Geschichte in Wissenschaft und
Unterricht» ausgeübt (deren Mitherausgeber er ab 1987 war) und
als Redaktor der «Göttingischen Gelehrten Anzeigen», seit
1988 - vom selben Jahre an gehörte er ungewöhnlicher Weise auch
zu den Herausgebern der Zeitschrift für Kunstgeschichte. Ohne je den
Standpunkt des Fachhistorikers zu verlassen, schrieb er in der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung, im Göttinger Tageblatt, in ganz lokalen Publikationen,
oder auch in «Damals», wie Anlaß und Pflicht es verlangten.
Überhaupt die Pflicht: am 22. August 1934 zu Marienburg
geboren, hat er seine Heimat nie vergessen und stets an die Gegenwart der
ostdeutschen und der mitteldeutschen in der gesamtdeutschen Geschichte
erinnert, darin Hans Patze ähnlich; aber gleichzeitig hat er die Verständigung
zwischen deutschen und polnischen Historikern, Deutschland und Polen zu
seiner Lebensaufgabe gemacht, was die polnischen Kollegen ihm in aufrichtiger
Anerkennung gedankt haben. Viel Zeit hat er der Deutschen Forschungsgemeinschaft
gegeben, wo sein Urteil einiges galt. Um die Geschichtswissenschaft an
der Humboldt-Universität aufzubauen, hat er sich drei Jahre lang zur
Verfügung gestellt, von 1992 bis 1995. Als die Welle der großen
und kleinen historischen Ausstellungen kam, hat er geraten, Stellung genommen,
mitgeplant und mitgewirkt, voran beim Deutschen Historischen Museum in
Berlin. In Göttingen, wo er ab 1982 Professor war, ist er zum Historiker
seiner ehrwürdigen Universität geworden, und hat auch dort Ämter
und Kommissionen übernommen, so wie er es schon 1975-1982 während
seiner ersten Professur in Kiel getan hatte, in unvergeßlicher Weise.
Schließlich war er stets, in Wort und Schrift, ein engagierter Lehrer
seiner Studenten.
Dabei hat er nach Ehren nicht geschielt, Internationalität
(mit Ausnahme Polens) nicht angestrebt. Die weithin sichtbare Anerkennung,
die ihm gebührt, wäre ihm sicher noch zuteil geworden. Einstweilen
war er nicht überall und nirgends, sondern ganz dort, wo er wirkte.
Der Westpreuße, der, geflüchtet, in Potsdam Abitur machte, wieder
flüchten mußte, nach Stuttgart, in Tübingen das Studium
begann, hat schließlich seit 1957 in Göttingen tiefe Wurzeln
geschlagen. Dort wurde er i.J. 1988 in die Akademie gewählt und hat
ihre Arbeit in vielfältiger Weise getragen, nicht nur in unserer Kommission,
sondern auch und zumal in der Kommission zur Erforschung der Kultur des
Spätmittelalters.
Es war bewunderungswürdig, wie er ein Dokument zum
Leuchten bringen konnte, ein Testament, einen Reisebericht, einen Reformtraktat
oder eine mittelalterliche Altartafel. Denn er hatte ein besonderes Verhältnis
zu Gegenstand und Bild. Er wies viele neue Wege, besonders eindrücklich
in seinem Aufsatz über das Wilsnacker Wunderblut und vor allem in
demjenigen über Deutsche Stadttyrannen - ein geradzu genialer Blick
auf das Funktionieren städtischer Oligarchien in spätmittelalterlichen
Reich. Im Gedächtnis aber wird er den meisten bleiben als der Entdecker
mittelalterlicher und gegenwärtiger Bilder als Trägern von Informationen
und Vermittler von Erkenntnis. Sein Meisterwerk auf diesem Gebiet ist der
große, bislang dreimal aufgelegte Band über «Die [deutsche]
Stadt im späten Mittelalter», der eine völlig neue Weise
der Spurensuche, des Kommentars, der Vergegenwärtigung im Bilde darstellt.
Es ist derselbe Geist, der aus Arnold Eschs Werk «Römische Straßen
in ihrer Landschaft» spricht. Hätten wir nur dergleichen über
die Bauern, die Kirche, die Gelehrten - und über Höfe und Residenzen.
Der Preis war hier wie dort ein lebenslanges Begehen des Terrains und Photographieren
des Objekts, d.h. ein frühes Erkennen der Aufgabe und unbeirrbares
Festhalten daran.
Den angekündigten Band der «Enzyklopädie
Deutscher Geschichte» über die materielle Kultur des Mittelalters
werden wir nun nicht mehr aus Boockmanns Feder erhalten. Früh hat
er sich für das Thema interessiert, in vielen Einzelbeiträgen
hat er es behandelt. Zwar galt seine besondere Aufmerksamkeit eher der
Stadt, dem Bürgertum, den gelehrten Räten. Aber der Schatten
der Marienburg hat ihn immer wieder an den Deutschen Orden und damit an
die höfische Welt des Adels herangeführt, und notwendiger Weise
zu dem, was spätere Jahrhunderte aus dieser Tradition gemacht haben.
So entstanden wichtige Studien über die Hauptburg des Deutschen Ordens
- weniger die mittelalterliche als diejenige des 19. Jahrhunderts. Die
Dissertation war einem Juristen des Hochmeisters gewidmet, Laurentius Blumenau.
Um die Rechtsposition des Deutschen Ordens auf dem Konstanzer Konzil ging
es auch bei der Habilitation. Dann folgten die großen Synthesen:
die maßgebliche Ordensgeschichte und die große Geschichte des
Landes West- und Ostpreußen. Daneben ließen vorbereitenden
Studien auf zwei neue Bücher hoffen: eine Ikonographie des Deutschen
Ordens und eine Gesamtauswertung des Treßlerbuches, jenes seit langem
bekannten und sogar (nicht durchweg befriedigend) veröffentlichten
Buchs der hochmeisterlichen Kasse in den kritischen Jahren 1399-1409, ein
Dokument von wahrhaft internationalem Rang. Einen dieser Beiträge
hat er auf unserem Kolloquium «Alltag bei Hofe» in Ansbach
vorgetragen und damals unvergeßlich vom Strohhut des Hochmeisters
gesprochen. Diese ungeborenen Bücher schmerzen besonders.
Der Kommission wird er nun in der täglichen Arbeit
fehlen, wenn es darum geht, ein abgewogenes Urteil über ein Manuskript
zu erhalten, Gelassenheit zu üben und das künftige Handbuch der
Höfe und Residenzen vorzubereiten. Hartmut Boockmann hatte den Höhepunkt
noch nicht erreicht, trotz seinem Alter von 63 Jahren. Es war noch viel
von ihm und seinem Werk zu erwarten, gehörte er doch zu jenen, die
im Laufe der Jahre immer besser werden.
Auf diesen Mann war zu bauen, erfahren, prinzipientreu,
unaufgeregt, fleißig wie er war. Wieviele gibt es davon? Wieviele
bleiben uns? Hermann Heimpel, der sorgenvolle Historiker der Nachkriegszeit,
dessen Glanz und düsteres Elend er in einem kleinen Band nachgezeichnet
hat (der wohl einen größeren vorbereiten sollte), hat seinen
langjährigen Assistenten geprägt, so wie er Erich Meuthen und
Arnold Esch geformt hat: eine Schule der Anschauung, der Qualität,
des Wortes.
Im Abschied, den wir nun nehmen müssen, senden wir
Frau Dr. Andrea Boockmann unseren achtungsvollen Gruß.
Paris, am 24. November 1998 Werner Paravicini
Auswahlbibliographie
Hartmut Boockmann
Stand Juli 1998
A. Selbständige Veröffentlichungen
1. Laurentius Blumenau. Fürstlicher Rat – Jurist
– Humanist (ca. 1415-1484), Göttingen 1965 (Göttinger Bausteine
zur Geschichtswissenschaft 37), 266 S. [Dissertation].
2. Athenaion-Bilderatlas zur deutschen Geschichte. Handbuch
der Deutschen Geschichte. Begründet von O. Brandt usw., Bd. 5, Frankfurt
a. M. 1968. VIII und 807 S. [zusammen mit H. Jankuhn und W. Treue], 2.
Aufl. [aktualisierte Sonderausgabe] 1981, 3. Aufl. 1983.
3. Johannes Falkenberg, der Deutsche Orden und die polnische
Politik. Untersuchungen zur politischen Theorie des späteren Mittelalters.
Mit einem Anhang: Die Satira des Johannes Falkenberg, Göttingen 1975
(Veröffentlichungen des Max-Planck Instituts für Geschichte 45),
369 S. [Habilitationsschrift].
4. Der Deutsche Orden. Zwölf Kapitel aus seiner Geschichte,
München 1981, 320 S. 2. Aufl. 1982, 3. Aufl. 1989, 4. Aufl. 1994.
Übersetzung ins Litauische 1995.
5. Die Marienburg im 19. Jahrhundert, Frankfurt a. M.
usw. 1982, 2. Aufl. 1992.
6. Leben und Sterben in einer spätmittelalterlichen
Stadt, Göttingen 1983, 46 S. [vgl. unten Nr. 33]; erneut in Nr. 11,
S. 183-214 und 235.
7. Die Stadt im späten Mittelalter, München
1986, 357 S., 2. Aufl. 1987, 3. Aufl. 1994.
8. Stauferzeit und spätes Mittelalter. Deutschland
1125-1517, Berlin 1987, 432 S., 2. Aufl. 1993, "Mit einer Vorbemerkung
zur neuen Ausgabe" 3. Aufl. 1994.
9. Der Historiker Hermann Heimpel, Göttingen 1990,
68 S.
10. Deutsche Geschichte im Osten Europas, Ostpreußen
und Westpreußen, Berlin 1992, 479 S.
11. Fürsten, Bürger, Edelleute, Lebensbilder
aus dem späten Mittelalter, München 1994, 239 S.
B. Sammelwerke und Zeitschriften
12. Lebenslehren und Weltentwürfe im Übergang
vom Mittelalter zur Neuzeit, Göttingen 1989 (Abhandlungen der Akademie
der Wissenschaften in Göttingen, Phil.-hist. Klasse, 3. Folge, Bd.
179) [zusammen mit B. Moeller u. K. Stackmann].
13. Die Anfänge der ständischen Vertretungen
in Preußen und seinen Nachbarländern, München 1992, (Schriften
des Historischen Kollegs 16).
14. Kirche und Gesellschaft im Heiligen Römischen
Reich des 15. und 16. Jahrhunderts, Göttingen 1994, (Abhandlungen
der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Phil.-hist. Klasse,
3. Folge, Bd. 201).
15. Literatur, Musik und Kunst im Übergang vom Mittelalter
zur Neuzeit, Göttingen 1995 (Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften
in Göttingen, Phil.-hist. Klasse, 3. Folge, Bd. 208) [zusammen mit
L. Grenzmann, B. Moeller u. M. Staehelin].
16. Recht und Verfassung im Übergang vom Mittelalter
zur Neuzeit, I. Teil: Bericht über Kolloquien der Kommission zur Erforschung
der Kultur des Spätmittelalters 1994 bis 1995, Göttingen 1998
(zusammen mit L. Grenzmann, B. Moeller und M. Staehelin).
C. Aufsätze, Miszellen, Literaturberichte
17. Preußen, Der Deutsche Ritterorden und die Wiederherstellung
der Marienburg, in: Acht Jahrhunderte Deutscher Orden, hg. von K. Wieser,
Bad Godesberg 1967, S. 547-559.
18. Die Marienburg in neuerer Zeit, in: Neues Marienburger
Heimatbuch, hg. von R. Zacharias, Herford 1967, S. 285-294.
19. Die Rechtsstudenten des Deutschen Ordens. Studium,
Studienförderung und gelehrter Beruf im späteren Mittelalter,
in: Festschrift für H. Heimpel, Bd. 2, Göttingen 1972, S. 313-375.
20. Das ehemalige Deutschordensschloß Marienburg
1772-1945. Die Geschichte eines politischen Denkmals, in: Geschichtswissenschaft
und Vereinswesen im 19. Jahrhundert, Göttingen 1972 (Veröffentlichungen
des Max-Planck-Instituts für Geschichte 1), S. 99-162.
21. Aus den Handakten des Kanonisten Johannes Urbach.
Die Satira des Johannes Falkenberg und andere Funde zur Geschichte des
Konstanzer Konzils, in: Deutsches Archiv 28 (1972), S. 497-532.
22. Die preußischen Studenten an den europäischen
Universitäten bis 1525, in: Historisch-geographischer Atlas des Preußenlandes,
hg. von H. Mortensen u.a., Lieferung 3, Wiesbaden 1973, Bl. 13.
23. Zur politischen Geschichte des Konstanzer Konzils,
in: Zeitschrift für Kirchengeschichte 85 (1974), S. 45-63.
24. Das Hornecker Stifterbild und die Anfänge der
Deutschordenskommende Horneck. Beiträge zu einer Ikonographie des
Deutschen Ordens, in: Horneck, Königsberg und Mergentheim. Zu Quellen
und Ereignissen in Preussen und im Reich vom 13. bis 19. Jahrhundert, hg.
von U. Arnold, Lüneburg 1980, S. 11-32.
25. Zur Mentalität spätmittelalterlicher gelehrter
Räte, in: Historische Zeitschrift 233 (1981), S. 295-316.
26. Die Anfänge des Deutschen Ordens in Marburg und
die frühe Ordensgeschichte, in: Sankt Elisabeth. Fürstin – Dienerin
– Heilige, Sigmaringen 1981, S. 137-150.
27. Die Entwürfe von Karl-Wilhelm Kolbe und Karl-Wilhelm
Wach für die Glasmalereien des Marienburger Sommerremters. Beiträge
zu einer Ikonographie des Deutschen Ordens (2), in: Preußen und Berlin.
Beziehungen zwischen Provinz und Hauptstadt, hg. von U. Arnold, Lüneburg
1981, S. 9-39.
28. Der Streit um das Wilsnacker Blut. Zur Situation des
deutschen Klerus in der Mitte des 15. Jhs., in: Zeitschrift für Historische
Forschung 9 (1982), S. 385-408.
29. Die Marienburg, in: Journal für Geschichte 1982,
S. 56ff.
30. Die Vorwerke des Deutschen Ordens in Preußen,
in: Die Grundherrschaft im späten Mittelalter 1, hg. von H. Patze,
Sigmaringen 1983 ( Vorträge und Forschungen 27), S. 555-576.
31. Die Bedeutung Thüringens und Hessens für
den Deutschen Orden, in: Die Rolle der Ritterorden in der Christianisierung
und Kolonisierung des Ostseegebietes, hg. v. Z. H. Nowak, Thorn 1983 (Ordines
militares. Colloquia Torunensia Historica 1), S. 57-68.
32. Über Ablaß-"Medien", in: Geschichte in
Wissenschaft und Unterricht 34 (1983), S. 709-721.
33. Leben und Sterben im mittelalterlichen Göttingen.
Über ein Testament des 15. Jahrhunderts, in: Göttinger Jahrbuch
31 (1983), S. 73-94 (auch separat, siehe oben. Nr. 6).
34. Zu den Wirkungen der "Reform Kaiser Siegmunds" in:
Studien zum Bildungswesen des späten Mittelalters und der frühen
Neuzeit, hg. von B. Moeller u.a., Göttingen 1983 (Abhandlungen der
Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Phil.-hist. Klasse, 3. Folge,
Bd. 137), S. 112-135.
35. Spätmittelalterliche deutsche Stadt-Tyrannen,
in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 119 (1983), S. 73-91.
36. Geschichtsschreibung des Deutschen Ordens im Mittelalter
und Geschichtsschreibung im mittelalterlichen Preußen, in: Literatur-
und Laienbildung im Spätmittelalter und in der Reformationszeit, hg.
von L. Grenzmann u. K. Stackmann, Stuttgart 1984 (Germanistische Symposien
Berichtsbände 5), S. 80-93.
37. Eine Urkunde Konrads II. für das Damenstift Obermünster
in Regensburg. Zu einem verschenkten Königsszepter und zum Königskanonikat,
in: Institutionen, Kultur und Gesellschaft im Mittelalter. Festschrift
für J. Fleckenstein, hg. von L. Fenske u.a., Sigmaringen 1984, S.
207-219.
38. Über Schrifttafeln in spätmittelalterlichen
deutschen Kirchen, in: Deutsches Archiv 40 (1984), S. 209-224.
39. Eine spätmittelalterliche Stadt. Vorschläge
für die Verwendung eines Bildes im Geschichtsunterricht, in: Geschichte
in Wissenschaft und Unterricht 36 (1985), S. 271-276.
40. Mittelalterliches Recht bei Kleist. Ein Beitrag zum
Verständnis des "Michael Kohlhaas", in: Kleist-Jahrbuch 1985, S. 84-108.
41. Der Deutsche Orden in Nürnberg, in: Die Rolle
der Ritterorden in der mittelalterlichen Kultur, hg. von. Z. H. Nowak,
Thorn 1985 (Ordines militares. Colloquia Torunensia Historica 3), S. 89-104.
42. Der Einzug des Erzbischofs Sylvester Stodewescher
von Riga in sein Erzbistum im Jahre 1449, in: Zeitschrift für Ostforschung
35 (1986), S. 1-17.
43. Beiträge zu einer Ikonographie des Deutschen
Ordens (III.), in: Werkstatt des Historikers der mittelalterlichen Ritterorden.
Quellenkundliche Probleme und Forschungsmethoden, hg. von Z. H. Nowak,
Thorn 1987 (Ordines militares. Colloquia Torunensia Historica 4), S. 65-75.
Wieder in: Der Deutsche Orden in Tirol, hg. von H. Noflatscher, Bozen 1991,
S. 475-484.
44. Die Geschichtsschreibung des Deutschen Ordens. Gattungsfragen
und "Gebrauchssituationen", in: Geschichtsschreibung und Geschichtsbewußtsein
im späten Mittelalter. hg. von H. Patze, Sigmaringen 1987 (Vorträge
und Forschungen 31), S. 447-469.
45. Die Lebenswelt eines spätmittelalterlichen Juristen.
Das Testament des doctor legum Johannes Seeburg, in: Philologie als Kulturwissenschaft.
Studien zur Literaturgeschichte des Mittelalters. Festschrift für
K. Stackmann, Göttingen 1987, S. 287-305.
46. Mittelalterliche Traditionen in der Neuzeit – Die
Marienburg als politisches Denkmal, in: Ostdeutsche Geschichts- und Kulturlandschaften
2 (1987), S. 99-117.
47. Geschäfte und Geschäftigkeit auf dem Reichstag
im späten Mittelalter, in: Historische Zeitschrift 246 (1988), S.
297-325 [auch separat].
48. Der Ordensstaat Preußen im Mittelalter und seine
Beziehungen zu Polen, in: Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn,
Dillingen 1989 (2. Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen. Akademiebericht
141), S. 49-67.
49. Der Deutsche Orden um 1400, in: Reformbemühungen
und Observanzbestrebungen im spätmittelalterlichen Ordenswesen, hg.
von K. Elm, Berlin 1989, S. 131-138.
50. Bericht aus seinem Arbeitsgebiet (Vorstellungsbericht),
in: Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften in Göttingen 199 (1989),
S. 85-92.
51. Erfahrene Umwelt. Deutschland in einem Reisebericht
des 15. Jahrhunderts, in: Naturwissenschaftliche und historische Beiträge
zu einer ökologischen Grundbildung, hg. von B. Herrmann u. A. Budde,
Hannover 1989, S. 35-43. Wieder in: Von der Angst zur Ausbeutung, hg. von
E. Schubert u. B. Herrmann, Frankfurt am Main 1994, S. 107-121. Vgl. oben
Nr. 11, S. 33-55 und 233 («König Friedrich III. unterwegs»).
52. Eichendorff und die Marienburg, in: Aurora. Jahrbuch
der Eichendorff-Gesellschaft 49 (1989), S. 111-133.
53. Die Vergangenheit des Deutschen Ordens im Dienste
der Gegenwart. Ein Beitrag zur "Rezeption" mittelalterlicher Geschichte
im Zeitalter moderner Nationalstaaten. Geschichte in Wissenschaft und Unterricht
41 (1990), S. 370-379.
54. Bemerkungen zu den frühen Urkunden über
die Mission und Unterwerfung der Prussen, in: Die Ritterorden zwischen
geistlicher und weltlicher Macht im Mittelalter, Thorn 1990 (Ordines militares.
Colloquia Torunensia 5), S. 45-56.
55. Der Deutsche Orden in der deutschen Geschichte, in:
Bundesinstitut für ostdeutsche Kultur und Geschichte. Errichtung und
Aufgaben, Oldenburg 1990, S. 25-43. [Auch separat: Kulturelle Arbeitshefte
27, Bonn 1990].
56. Einleitungen und Katalogbeiträge (z.T. gemeinsam
mit M. Arszynski und M. Biskup), in: Katalog: 800 Jahre Deutscher Orden.
Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums in Zusammenarbeit mit der
Internationalen Kommission zur Erforschung des Deutschen Ordens, Gütersloh/München
1990.
57. Spielleute und Gaukler in den Rechnungen des Deutschordenshochmeisters,
in: Feste und Feiern im Mittelalter, hg. von D. Altenburg u.a., Sigmaringen
1991, S. 217-227.
58. Beiträge zum Katalog: Kreuz und Schwert. Der
Deutsche Orden in Südwestdeutschland, in der Schweiz und im Elsaß,
Mainau 1991, S. 107f., 120-125.
59. Die Freiheit der Prußen im 13. Jahrhundert,
in: Die abendländische Freiheit vom 10. bis zum 14. Jahrhundert, hg.
v. J. Fried, Sigmaringen 1991 (Vorträge und Forschungen 29), S. 287-306.
60. Nachrichten über die Diplomatie des Deutschen
Ordens aus dem Tresslerbuch, in: Balticum, Studia z dziejów polityki,
gospodarki i kultury XII-XVII wieku ofarowane M. Biskupowi (1992), S. 67-78.
61. Pferde auf der Marienburg, in: Vera lex historiae.
Festschrift für D. Kurze, Köln 1993, S. 117-126.
62. Aachen. Residenz Karls des Großen und Krönungsort
der Könige, in: Die Hauptstädte der Deutschen, hg. von U. Schultz,
München 1993, S. 11-21.
63. Lebensgefühl und Repräsentationsstil der
Oberschicht in den deutschen Städten um 1500, in: "Kurzweil viel ohn'
Maß und Ziel", hg. vom Deutschen Historischen Museum, München
1994, S. 33-47.
64. Deutsche Städte um 1500 in den Augen von Zeitgenossen,
in: Studien zum 15. Jahrhundert. Festschrift für Erich Meuthen, München
1994, S. 557-570.
65. Der Alltag eines spätmittelalterlichen Herrschers,
in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 45 (1994) S. 667-679. Wieder
in Nr. 11, S. 11-31 und 233.
66. Die Städte des Deutschen Ordens, in: Stadt und
Kirche, hg. von F.-H. Hye. Linz/Donau 1995, S. 281-300.
67. Alltag am Hof des Deutschordenshochmeisters in Preußen,
in: Alltag bei Hofe, hg. von W. Paravicini, Sigmaringen 1995, S. 37-147.
68. Der Deutsche Orden in der Kommunikation zwischen Nord
und Süd, in: Kommunikation und Mobilität im Mittelalter, hg.
von S. de Rachewiltz u. J. Riedmann, Sigmaringen 1995, S.179-189. Wieder
in: Communicazione e mobilità nel Medioevo Incontri fra il Sud e
il Centro dell'Europa (secoli XI-XIV), hg. von. denselben, Bologna 1997,
S. 303-321.
69. Mittelalterliche deutsche Hauptstädte, in: Hauptstadt.
Historische Perspektiven eines deutschen Themas, hg. von H.-M. Körner
u. K. Weigand, München 1995, S. 29-45.
70. Herkunftsregion und Einsatzgebiet. Beobachtungen am
Beispiel des Deutschen Ordens, Thorn 1995 (Ordines militares Colloquium
Torunensia 8), S. 7-19.
71. Das 15. Jahrhundert in der deutschen Geschichte. Mittelalterforschung
nach der Wende 1989, hg. von M. Borgolte, München 1995, S. 485-511.
72. Die Bautätigkeit des Deutschen Ordens anhand
des Tresslerbuchs, in: Sztuka w kregu zakonu krzyzackiego w Prusach i Inflantach
(1995), S. 137-145.
73. Süßigkeiten im finsteren Mittelalter. Das
Konfekt des Deutschordenshochmeisters in: Mittelalterliche Texte, hg. von
R. Schieffer, Müchen 1996, S. 173-188.
74. Mäzenatentum am Übergang vom Mittelalter
zur Reformationszeit, in: Stadt und Mäzenatentum, hg. von B. Kirchgässner
u. H. P. Becht, Sigmaringen 1997, S. 31-44.
75. Die Briefe des Deutschordenshochmeisters, in: Kommunikationspraxis
und Korrespondenzen im Mittelalter und in der Renaissance, hg. von H. D.
Heimann usw., Paderborn 1997, S. 103-111.
76. Nachwort, in: Kaiser, Reich und Region. Studien und
Texte aus der Arbeit an den Constitutiones des 14. Jahrhunderts und zur
Geschichtae der Monumenta Germanae Historica, hg. von M. Lindner u.a.,
Berlin 1997, S. 313-323.
77. Kirche und Stadt in Göttingen zur Zeit der Ausmalung
von St. Albani, in: Festgabe für Dieter Neitzert zum 65. Geburtstag,
hg. von P. Aufgebauer, U. Ohainski und E. Schubert, Bielefeld 1998, S.
229-239.
78. Gelehrte Juristen im spätmittelalterlichen Nürnberg,
in: Recht und Verfassung im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit.
I. Teil: Bericht über Kolloquien der Kommission zur Erforschung der
Kultur des Spätmittelalters 1994 bis 1995, hg. von H. Boockmann, L.
Grenzmann, B. Moeller und M. Staehelin, Göttingen 1998, S. 199-214.
79. Obrigkeitliche Bindungen von Pfründen und Kirchenvermögen
im spätmittelalterlichen und reformatorischen Nürnberg, in: Die
frühe Reformation in Deutschland als Umbruch. Wissenschaftliches Symposion
des Vereins für Reformationsgeschichte 1996, hg. v. B. Moeller in
Gemeinschaft mit St. E. Buckwalter, Gütersloh 1998 ( Schriften des
Vereins für Reformationsgeschichte, 199), S. 371-380.
80. Deutscher Orden in Thüringen (Mühlhausen),
in: Sachsen und Anhalt 1998 (im Druck).
Aus
der Arbeit der Kommission
Zum letzten Mal hat die Kommission zu einem Kolloquium,
das Dresdener, über das "Frauenzimmer", eingeladen, das nicht mit
seiner neuen Aufgabe in Verbindung steht: dem Handbuch der Höfe und
Residenzen, das innerhalb von zwölf Jahren entstehen soll, in vier
Teilen: Dynastien und Orte, Begriffe, Texte, Bilder. In Celle wird es im
Jahre 2000 vor allem darum gehen, und erneut in Neuburg an der Donau 2002.
Wir müssen ein wenig umdenken, zugleich aber das eine nicht lassen,
während wir das andere tun. Die Reihe "Residenzenforschung" soll weiter
blühen und gedeihen (mehrere Bände werden 1999 erscheinen), die
"Mitteilungen" sich ausdehnen (ihre Auflage beträgt nun schon 600),
die Symposien internationalen Charakter tragen (also Themen behandeln,
nicht nur Arbeitsbesprechungen sein).
Anstelle Hartmut Boockmanns hat die Kommission Karl-Heinz
Spieß gewählt, der in diesem Heft gleich an zwei Stellen präsent
ist: in seiner Bibliographie S.*ff.,
und in der Projektbeschreibung seiner Schülerin Cordula Nolte S. *ff.
Herr Spieß hat schon lange mitgearbeitet, indem er nie eine Einladung
zu unseren Symposien ausschlug. Herzlich sei er jetzt begrüßt,
als einer von uns.
Im Folgenden der Stand im Einzelnen:
Die 12. Sitzung der Residenzen-Kommission fand am 28.
September 1998 in Dresden statt. Hier die hauptsächlichen Feststellungen
und Beschlüsse:
1. Prof. Dr. Karl-Heinz Spieß (Greifswald) wurde
einstimmig zum neuen Mitglied gewählt. Die Bibliographie seiner bislang
erschienenen Arbeiten siehe S. *.
2. Symposien
2.1. Nr. 6: "Das Frauenzimmer – La Chambre des Dames",
Dresden, 26. bis 29. September 1998: siehe den Bericht S. *.
2.2. Nr. 7: Celle, 23. bis 27. September 2000. Das endgültige
Thema des Symposiums wird auf einer außerordentlichen Sitzung der
Residenzenkommission am 18. Februar 1999 in Göttingen beschlossen,
die Organisation ist jedoch Dank tatkräftiger Mitarbeit von Frau Dr.
Brigitte Streich weiter vorangeschritten. Dieses 7. Symposium, begleitet
von einer von Frau Dr. Streich initiierten und durchgeführten Ausstellung,
wird sich einerseits der Bilanzierung des bislang Geleisteten widmen, soll
andererseits an den neuen Aufgaben orientiert sein (siehe hierzu MRK 8,
1998, 1, S. 5 und 7 und unten Punkt 9).
2.3. Nr. 8: Neuburg/Donau 2002. Die Stadt Neuburg an der
Donau ist auf Anregung Herrn Prof. Dr. Ferdinand Kramers (Eichstätt)
durch ihren Oberbürgermeister, Herrn Günter Huniar, an uns mit
dem Angebot, dort unser 8. Symposium abzuhalten, herangetreten. Dieses
Angebot hat die Kommission angenommen.
3. Residenzenforschung
3.1. Michael Scholz, Residenz, Hof und Verwaltung der
Erzbischöfe von Magdeburg in Halle, Bd. 7 ist erschienen.
3.2. Johann Kolb, Heidelberg. Die Entstehung einer landesherrlichen
Residenz im 14. Jahrhundert", Bd. 8 wird im Jan./Feb. 1999 erscheinen.
3.3. Mark Mersiowsky, Die Anfänge territorialer Rechnungslegung
im deutschen Nordwesten. Spätmittelalterliche Rechnungen, Verwaltungspraxis,
Hof und Territorium, Bd. 9 ist nach nunmehr erfolgter Sicherstellung der
Finanzierung im Satz.
3.4. Die Publikation der Akten des 5. Symposiums zu Sigmaringen,
Höfe und Hofordnungen, hg. von Holger Kruse und Werner Paravicini
= Bd. 10, hat sich aus verschiedenen Gründen verzögert, dennoch
ist mit dem Erscheinen im Febr./März 1999 zu rechnen.
3.5. Liliane Châtelet-Lange, Die Katharinenburg
in Birlenbach (Unterelsaß), ein Schloß des Pfalzgrafen Johann
Casimir von Zweibrücken ist kalkuliert Es fehlt noch die Finanzierung.
3.6. Brigitte Kasten (Hg.), Die jülich-klevisch-bergischen
Hofordnungen bis 1600 befindet sich weiterhin in Arbeit (siehe ausführlicher
MRK 8, 1998, 1, S. 8).
3.7. Das Angebot von Prof. Dr. Klaus Neitmann, eine kommentierte
Edition preußischer Hofordnungen in die Planung der Reihe aufzunehmen,
wurde gern angenommen.
3.8. Die Publikation der Akten des 6. Symposiums zu Dresden,
Das Frauenzimmer – La Chambre des Dames, soll sobald als möglich erfolgen.
Redaktionsschluß: 1. Mai 1999.
4. Mitteilungen der Residenzen-Kommission
4.1. Heft 8, 1 ist erschienen (Aufl. 500 Ex.), Heft
8, 2 (Aufl. 600 Ex.) liegt hiermit vor.
4.2. Ein bibliographisches Sonderheft in Weiterführung
von Sonderheft 1 wird mit den MRK 10, 2000, 2 nach dem Symposium 2000 in
Celle zum 10jährigen Bestehen der Residenzenkommission/Arbeitsstelle
Kiel erscheinen.
5. Bibliographien europäischer Reiseberichte des späten
Mittelalters
5.1. Bd. 2 (Niederlande), bearb. von Jan Hirschbiegel
und Detlev Kraack, ist bis auf die Einarbeitung letzter Korrekturen und
die Erstellung der Indizes abgeschlossen.
5.2. Bd. 3 (Frankreich), bearb. von Jörg Wettlaufer
in Zusammenarbeit mit Jacques Paviot, ist ebenfalls abgeschlossen.
Beide Bände werden noch einer abschließenden
Revision unterzogen, bevor sie in den Druck gehen. Vorerst ist eine Fortsetzung
der Reihe durch die Kommission nicht geplant. Hingegen wird es wohl zu
einer 2. Aufl. des vergriffenen 1. Bandes: Deutsche Reiseberichte, kommen.
6. Hof- und Verwaltungsordnungen, hier: Niedersächsischer
Reichskreis
Die Kommission beschloß die Beendigung dieses
Projektes in dem Sinne, daß Frau Prof. Ellen Widder, die einen Beitrag
aus dem Material in dem künftigen Bd. Höfe und Hofordnungen geben
wird, um die Regestenedition eines gut dokumentierten Teilgebietes, hier:
der welfischen Territorien, gebeten werden soll. Hof- und Verwaltungsordnungen
werden nunmehr in dem geplanten Handbuch spätmittelalterlicher Höfe
und Residenzen des deutschen Reiches Aufnahme finden.
7. Die Arbeitsstelle in Kiel
7.1. Die Kieler Arbeitsstelle wird, was Vorbereitung
und Organisation der Symposien anbelangt, aufgrund ihrer Ausstattung (siehe
MRK 8, 1998, 1, S. 5 und 8) künftig einen Großteil der bislang
von Dr. Holger Kruse (Deutsches Historisches Institut Paris) versehenen
Arbeiten leisten, sich ansonsten nunmehr verstärkt dem unten unter
Punkt 9 notierten neuen Projekt zuwenden.
8. Die Kommission hat der Bitte ihres Mitglieds Prof.
Dr. Thomas Zotz, Leiter des Freiburger SFB 541 "Identitäten und Alteritäten",
als Mitveranstalter eines für Ende November 1999 geplanten Kolloquiums
des Teilprojekts B6 "Der Fürstenhof in der mittelalterlichen Gesellschaft"
(siehe MRK 8, 1998, 1, S. 15-21) aufzutreten, entsprochen.
9. Topographisches Handbuch "Höfe und Residenzen
im spätmittelalterlichen Reich 1200-1600"
In Umsetzung des Langzeitprogramms der Residenzenkommission,
beschlossen auf der 8. Sitzung der Residenzenkommission zu Potsdam und
niedergelegt in den MRK 5, 1995, 1, S. 8-10, haben die Mitarbeiter der
Kieler Arbeitsstelle ein erstes Dossier zur Diskussion vorgelegt.
Beschlossen wurde ein "Durchgang mittlerer Reichweite",
der den zur Verfügung stehenden zeitlichen Rahmen des genehmigten
und finanzierten Gesamtprojekts "Residenzenforschung" berücksichtigt:
-
Erstellung eines Handbuchs in ein bis max. zwei Bänden,
das in alphabetischer Sortierung Artikel über Höfe, Dynastien,
Bistümer und Residenzen der fürstlichen Reichsstände verzeichnet.
-
Möglichst Ausdehnung des zu behandelnden Zeitraumes
bis zum Ende des Alten Reiches.
-
Erstellung der einzelnen Artikel durch einschlägig ausgewiesene
Fachleute, die Redaktion in Händen der Kieler Arbeitsstelle.
Weitere inhaltliche Beratungen, eine Besprechung von
Vorschlägen zur praktischen Durchführung des Projekts, der Beginn
einer Vorbereitungsphase, Bearbeitungsmasken, die Gewinnung von Mitarbeitern
sollen auf der unter Punkt 10 notierten außerordentlichen Sitzung
der Residenzenkommission in Göttingen stattfinden.
Zur Überlegung steht einerseits eine detailliertere
Vorstellung des Projekts in den MRK 9, 1999, 1, andererseits die Darstellung
in einem Sonderheft 3 der MRK in Form einer Handreichung, die dann auch
über den Verteilerkreis der MRK hinaus künftigen Mitarbeitern
und Mitarbeiterinnen dienen kann.
10. Die nächste, außerordentliche Sitzung der
Residenzenkommission findet am 18. Februar 1999 um 11:00 Uhr in Göttingen
statt.
Werner Paravicini, Paris
Schriftenverzeichnis
Karl-Heinz Spieß
I. Selbständige Schriften
1. Lehnsrecht, Lehnspolitik und Lehnsverwaltung der
Pfalzgrafen bei Rhein im Spätmittelalter (Geschichtliche Landeskunde
18), Wiesbaden 1978. XXV, 289 S., 1 Taf., 1 Karte u. 2 Fig.
2. Das älteste Lehnsbuch der Pfalzgrafen bei Rhein
vom Jahr 1401 (Veröffentl. d. Hist. Kommission für Baden-Württemberg,
Reihe A, Bd. 30), Stuttgart 1981. XVI, 260 S., 2 Abb., 10 Karten.
3. Christel Krämer und Karl-Heinz Spieß (Bearb.),
Ländliche Rechtsquellen aus dem kurtrierischen Amt Cochem (Geschichtliche
Landeskunde 23), Stuttgart 1986. 56*, 480 S., 1 Karte.
4. Familie und Verwandtschaft im deutschen Hochadel des
Spätmittelalters (13. bis Anfang des 16. Jahrhunderts) (VSWG, Beihefte
111), Stuttgart 1993, 627 S.
II. Aufsätze in Zeitschriften und Sammelwerken
sowie namentlich gezeichnete Lexikonartikel
5. Die Wahlkämpfe in den Erzstiften Köln (1304)
und Trier (1307), in: Geschichtliche Landeskunde 9, 1973, S. 69-130. (Seminararbeit
im Hauptseminar "Die Reichspolitik Rudolfs und Albrechts von Habsburg"
bei Prof. Dr. Alois Gerlich, SS 1971).
6. Vom reichsministerialen Inwärtseigen zur eigenständigen
Herrschaft. Untersuchungen zur Besitzgeschichte der Herrschaft Hohenecken
vom 13. bis zum 17. Jahrhundert, in: Jahrbuch z. Geschichte von Stadt u.
Landkreis Kaiserslautern 12/13, 1974/75, S. 84-106.
7. Willigis und seine Zeit, in: 1000 Jahre Mainzer Dom
(975-1975). Werden und Wandel. Mainz 1975, S. 23-43. Mitarbeit und Entwurf
der Karten "Das Erzstift Mainz zur Zeit des Willigis" (S. 22), "Der Wirkungsbereich
von Erzbischof Willigis" (S. 29) und "Mainz zur Zeit des Willigis" (S.
37).
8. Alsenz im hohen und späten Mittelalter (10. bis
15. Jahrhundert), in: 1200 Jahre Alsenz. 775-1975. Beiträge zur Geschichte
und Gegenwart der Gemeinde, hg. v. d. Ortsgemeinde Alsenz, Alsenz 1976,
S. 70-78.
9.-25. Lehnbuch, Lehnregister, in: Handwörterbuch
zur deutschen Rechtsgeschichte, Bd. 2, Lieferung 15, Berlin 1977, Sp. 1686-1688.
— 10. Lehnsanwartschaft, in: ebd., Sp. 1696-1698. — 11. Lehnsaufgebot,
in: ebd., Sp. 1698-1700. — 12. Lehnsauftrag, in: ebd., Sp. 1700-1701. —
13. Lehnsbrief, in: ebd., Sp. 1701-1702. — 14. Lehnsdienst, in: ebd., Sp.
1704-1707. — 15. Lehnseid, in: ebd., Sp. 1707-1708. — 16. Lehenserneuerung,
in: ebd., Sp. 1708-1710. — 17. Lehnsfähigkeit, in: ebd., Sp. 1710-1711.
— 18. Lehnsgericht, in: ebd., Sp. 1714-1717. — 19. Lehnsgesetze, in: ebd.,
Sp. 1717-1721. — 20. Lehnskuß, in: ebd., Sp. 1721-1722. — 21. Lehnspflichten,
in: ebd., Sp. 1722-1725. — 22. Lehn(s)recht, Lehnswesen, in: ebd., Sp.
1725-1741. — 23. Lehnsrevers, in: ebd., Sp. 1742-1743. — 24. Lehnsträger,
in: ebd., Sp. 1747-1749. — 25. Lehnsvertrag, in: ebd., Sp. 1749-1750.
26. Burg, Burggraf und Burgmannschaft im spätmittelalterlichen
Alzey, in: 700 Jahre Stadt Alzey, hg. v. Friedrich Karl Becker, Alzey 1977,
S. 106-115.
27. Reichsministerialität und Lehenswesen im späten
Mittelalter. Studien zur Geschichte der Reichsministerialen von Bolanden,
Hohenfels, Scharfeneck, Eltz, Schöneck und Waldeck, in: Ministerialität
im Mittelrheinraum (Geschichtliche Landeskunde 17), Wiesbaden 1978, S.
56-78.
28. Mannlehen, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte
Bd. 3, Lieferung 17, Berlin 1978, Sp. 247-248.
29. Die Rodensteiner als Alzeyer Burggrafen, in: Alzeyer
Geschichtsblätter 14, 1979, S. 22-32.
30. Beiträge zur Wappenkunde des niederen Adels aus
dem heutigen Rheinhessen, in: Alzeyer Geschichtsblätter 16, 1981,
S. 93-103.
31. Sammelbericht Rheinhessen-Pfalz 1974-1979, in: Blätter
für deutsche Landesgeschichte 118, 1982, S. 591- 659.
32. Zur Landflucht im Mittelalter, in: Hans Patze (Hg.),
Die Grundherrschaft im späten Mittelalter, 2 Bde., (Vorträge
und Forschungen 27), Sigmaringen 1983, hier Bd. 1, S. 157-204.
33. Die Staufer und ihre Helfer, in: Mainz in der Stauferzeit.
Lebendiges Rheinland-Pfalz 21, 1984, S. 110-116.
34. Das Rheingauer Weistum, in: Nassauische Annalen 96,
1985, S. 29-42.
35. Reichsdienstmannen, in: Handwörterbuch zur deutschen
Rechtsgeschichte Bd. 4, Lieferung 27, Berlin 1986, Sp. 557-561.
36. Die Weistümer und Gemeindeordnungen des Amtes
Cochem im Spiegel der Forschung, in: Christel Krämer und Karl-Heinz
Spieß (Bearb.), Ländliche Rechtsquellen aus dem kurtrierischen
Amt Cochem (Geschichtliche Landeskunde 23), Stuttgart 1986, S. 1*-56*.
37. Teilpacht (Métayage) et Teilbauverträge
(Baux a part de fruits) en Allemagne occidentale au Moyen Age et aux Temps
Modernes, in: Les Revenus de la terre, complant, champart, métayage
en Europe occidentale (IXe-XVIIIe siècles)
(Flaran 7), Auch 1987, S. 119-144.
38. Königshof und Fürstenhof. Der Adel und die
Mainzer Erzbischöfe im 12. Jahrhundert, in: Deus qui mutat tempora.
Menschen und Institutionen im Wandel des Mittelalters. Festschrift für
Alfons Becker zu seinem 60. Geburtstag, hg. v. Ernst-Dieter Hehl, Hubertus
Seibert u. Franz Staab, Sigmaringen 1987, S. 203-234.
39. Teilpacht und Teilbauverträge in Deutschland
vom frühen Mittelalter bis zur Neuzeit, in: Zeitschr. f. Agrargesch.
u. Agrarsoziologie 36, 1988, S. 228-244 (deutsche Fassung von (36) mit
leicht gekürztem Anmerkungsapparat).
40. Etat de la Recherche sur la Noblesse Allemande au
Bas Moyen Age (XIIe-XVe s.), in: Bulletin d’Information
de la Mission Historique Francaise en Allemagne 18, 1989, S. 63-85.
41. Erbteilung, dynastische Räson und transpersonale
Herrschaftsvorstellung. Die Pfalzgrafen bei Rhein und die "Pfalz" im späten
Mittelalter, in: Franz Staab (Hg.), Die Pfalz. Probleme einer Begriffsgeschichte
vom Kaiserpalast auf dem Palatin bis zum heutigen Regierungsbezirk (Veröffentlichungen
der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften
in Speyer 81), Speyer 1990, S. 159-181.
42. Teilpacht, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte,
Bd. 5, Lief. 33, Berlin 1991, Sp. 141-143.
43. Zur Wirtschafts- und Sozialstruktur der frühmittelalterlichen
Grundherrschaft östlich des Rheins, in: Hessisches Jahrbuch für
Landesgeschichte 41, 1991, S. 265-276.
44. Mainz: Hoftage, in: Lexikon des Mittelalters, Bd.
6, Lieferung 1, München und Zürich 1992, Sp. 142-143.
45. Mainz: Synoden, in: Lexikon des Mittelalters, Bd.
6, Lieferung 1, München und Zürich 1992, Sp. 143-144.
46. Ständische Abgrenzung und soziale Differenzierung
zwischen Hochadel und Ritteradel im Spätmittelalter, in: Rheinische
Vierteljahrsblätter 56, 1992, S. 181-205.
47. Rappoltstein, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 7,
Lief. 2, München u. Zürich 1994, Sp. 444- 445.
48. Art. Raugrafen, in: Lexikon des Mittelalters, Bd.
7, Lief. 3, München u. Zürich 1994, Sp. 477.
49. Rentenlehen, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 7,
Lieferung 4, München und Zürich 1994, Sp. 738.
50. Bäuerliche Gesellschaft und Dorfentwicklung im
Hochmittelalter, in: Werner Rösener (Hg.), Grundherrschaft und bäuerliche
Gesellschaft im Hochmittelalter (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts
für Geschichte 115), Göttingen 1995, S. 211-239.
51. Burg und Herrschaft im 15. und 16. Jahrhundert, in:
Winfried Dotzauer, Wolfgang Kleiber, Michael Matheus und Karl-Heinz Spieß
(Hg.), Landesgeschichte und Reichsgeschichte. Festschrift für Alois
Gerlich zum 70. Geburtstag (Geschichtliche Landeskunde 42), Stuttgart 1995,
S. 195-212.
52. Dietrich I., Kurfürst-Erzbischof von Mainz, in:
Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 3, Freiburg 1995, Sp. 223-224.
53. Heinrich II., Erzbischof von Mainz, in: Lexikon für
Theologie und Kirche, Bd. 4, Freiburg 1995, Sp. 1394.
54. Heinrich III., Erzbischof von Mainz, in: Lexikon für
Theologie und Kirche, Bd. 4, Freiburg 1995, Sp. 1394.
55. Senior, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 7, München
und Zürich 1995, Sp. 1756.
56. Zusammenfassung, in: Protokoll Nr. 347 über die
Arbeitstagung des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte
auf der Insel Reichenau vom 3.-6. Oktober 1995 zum Thema "Raumerfassung
und Raumbewußtsein im späteren Mittelalter (12.-15. Jahrhundert)",
Konstanz 1996, S. 103-111.
57. Teilbau, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 8, Lief.
3, München und Zürich 1996, Sp. 526-527.
58. Testament, politisches, in: Lexikon des Mittelalters,
Bd. 8, Lief. 3, München 1996, Sp. 570-571
59. Zepterlehen, in: Handwörterbuch zur Deutschen
Rechtsgeschichte, Bd. 5, Lief. 39, Berlin 1996, Sp. 1672-1673.
60. Chateau et pouvoir en Allemagne (XVe-XVIe
siècles), in: Chateau et Pouvoir, hg. vom Centre de recherches sur
les origines de la civilisation de l’Europe moderne et contemporaine -
Université Michel de Montaigne-Bordeaux 3, Laboratoire d’histoire
anthropologique du Mans Université du Mans, Bordeaux 1996, S. 89-110.
61. Unterwegs zu einem fremden Ehemann. Brautfahrt und
Ehe in europäischen Fürstenhäusern des Spätmittelalters,
in: Irene Erfen und Karl-Heinz Spieß (Hg.), Fremdheit und Reisen
im Mittelalter, Stuttgart 1997, S. 17-36.
62. Rangdenken und Rangstreit im Mittelalter, in: Werner
Paravicini (Hg.), Zeremoniell und Raum (Residenzenforschung 6), Sigmaringen
1997, S. 39-61.
63. Zu den Formen fürstlicher Herrschaftsrepräsentation
im Spätmittelalter. Ein Kommentar zum Beitrag von Michail A. Bojcov,
in: Majestas 5, 1997, S. 67-77.
64. Herrschaftliche Jagd und bäuerliche Bevölkerung
im Mittelalter, in: Werner Rösener (Hg.), Jagd und höfische Kultur
im Mittelalter (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für
Geschichte 135), Göttingen 1997, S. 231-254.
65. Burgfrieden als Quellen für die politische und
soziale Lage des spätmittelalterlichen Adels, in: Hermann Ehmer (Hg.)
Burgen im Spiegel der historischen Überlieferung (Oberrheinische Studien
13), Sigmaringen 1998, S. 183-201.
66. Dynastie und Herrschaft der Grafen von Hanau im Spätmittelalter,
in: Allmuth Schuttwolf (Hg.), Jahreszeiten der Gefühle. Das Gothaer
Liebespaar und die Minne im Spätmittelalter, Gotha, Ostfildern-Ruit
1998, S. 34-49.
67. Zum Gebrauch von Literatur im spätmittelalterlichen
Adel, in: Ingrid Kasten, Werner Paravicini und René Pérennec
(Hg.), Kultureller Austausch und Literaturgeschichte im Mittelalter (Beihefte
der Francia 43), Sigmaringen 1998, S. 85-101.
68. Der Hof Barbarossas und die politische Landschaft
am Mittelrhein. Methodische Überlegungen zur Untersuchung der Hofpräsenz
im Hochmittelalter, demnächst in: Peter Moraw (Hg.), Deutscher Königshof,
Hoftag und Reichstag im späten Mittelalter (12.-15. Jahrhundert) (Vorträge
und Forschungen), Sigmaringen 1998.
69. Proprietary, Possessory and Contractual Rights in
German Noble Families, 1300-1500, demnächst in: De Lloyd Guth (Hg.),
Law and the Medieval Family, 1300-1500, Vancouver 1998.
70. Kommunikationsformen im spätmittelalterlichen
Hochadel, demnächst in: Gerd Althoff (Hg.): Form und Funktion politischer
Kommunikation im Mittelalter (Vorträge und Forschungen), Sigmaringen
1999.
III. Herausgebertätigkeit
71. Nieder-Olm. Der Raum der Verbandsgemeinde in Geschichte
und Gegenwart, Alzey 1983. XII, 523 S. zahlr. Abb. u. Tab.
72. Landesgeschichte und Reichsgeschichte. Festschrift
für Alois Gerlich zum 70. Geburtstag (Geschichtliche Landeskunde 42),
Stuttgart 1995, 452 S. (gemeinsam mit Winfried Dotzauer, Wolfgang Kleiber
und Michael Matheus).
73. Fremdheit und Reisen im Mittelalter, Stuttgart 1997,
319 S.(gemeinsam mit Irene Erfen).
IV. Lexikonartikel und Rezensionen
Bearbeitung des Fachgebiets "Historische Hilfswissenschaften",
in: Brockhaus Enzyklopädie, Mannheim 1986, Bd. 1ff., mit 122 Stichwörtern,
z.B. Annalen, Archiv, Buch, Bulle, Chronik, Codex, Diplom, Diplomatik,
Epigraphik, Fälschung, Formularbuch, Goldene Bulle, Inschriften, Kanzlei,
Königsurkunden, Kopialbuch, Paläographie, Papsturkunden, Pergament,
Quelle, Regesten, Register, Siegel, Sphragistik, Urbar, Urkunde, Urkundenlehre.
Außerdem 79 Rezensionen in verschiedenen wissenschaftlichen Zeitschriften.
Die
Arbeit der anderen
The
court of the Austrian Habsburgs: locus of a composite heritage
Jeroen Duindam hat uns die folgende "long version" seines
Beitrags zu dem künftigen, von J. Adamson herausgegebenen Band "Princely
Courts in Europe" zur Verfügung gestellt. Wir kennen ihn als umsichtigen
Kritiker von Norbert Elias' einengenden Hoftheorien (siehe Anm. 79), die
im Wesentlichen auf Saint-Simons Memoiren aus der Spätzeit Ludwigs
XIV. beruhen, also auf dem Versailler Modell. Hier wird das habsburgische
Gegenstück beschrieben und gezeigt, was der Wiener Hof nicht
war und was an ihm anders war. Auch wenn der Umfang dieses Beitrags fast
den Rahmen der MRK sprengt und trotz der Handbuchform haben wir ihn aufgenommen,
denn es handelt sich um anregende Lektüre. Zwei Titel, die der Autor
noch nicht kennen konnte, seien nachgetragen: G. Schwerhoff, Zivilisationsprozeß
und Geschichtswissenschaft. Norbert Elias' Forschungsparadigma in historischer
Sicht, in: HZ 266 (1998), S. 561-605, und, vor allem, umfassend zum engeren
Thema, aber eher aus bauhistorischer Sicht, F.B. Polleroß, Tradition
und Recreation. Die Residenzen der österreichischen Habsburger in
der Frühen Neuzeit, in: Majestas 6 (1998), S. 91ff.
W.P.
Introduction*
‘Vienne est la Capitale d’Allemagne, ou plûtot d’Occident,
on y voit aujourd’huy la Majesté de l’empire, comme autrefois à
Rome’, Charles Patin noted in his description of Vienna around 1670.
Almost sixty years later, in 1729, Freiherr von PöllnitzbegANBEGAN
began his more captious account in similar terms: ‘L’on ne peut disconvenir
que la Cour de Vienne ne soit la plus grande, & la plus magnifique
Cour de l’Europe, par le grand nombre de princes et de Seigneurs qui la
composent’. While Patin continued in the same vein, Pöllnitz quickly
pointed out that in some respects Charles VI’s (1711-1740) court seemed
to lag behind European standards of court life. Rigid ceremoniousness he
argued, gave the imperial court ‘un air de contrainte’. Moreover, of all
monarchs, the emperor was ‘un des plus mal logés’, and the interior
of the palace hardly fitted his elevated rank.
Indeed, most visitors to the imperial court noted a contradiction
between the emperor’s hierarchical supremacy among European rulers, and
his relatively less brilliant repraesentatio maiestatis. They explained
the apparent disparity in different ways: some argued that it was a deliberate
policy intended to stress the emperor’s ‘inherent’ pre-eminence; others
that it merely reflected a lack of style. Pöllnitz tended to support
the latter interpretation, but he could not fully explain the austerity
of the imperial household at a time when courtly opulence had reached its
apogee in most contemporary European courts. Why did the emperor choose
to live in these sparsely decorated apartments? ‘Je ne sai???s pourquoi,
car assurément les garde-meubles sont pleins de riches tapisseries,
de superbes tableaux, & d’autres beaux meubles: apparemment l’étiquette
est de ne s’en point servir.’
The question remains: did the emperors in fact create
their own reserved style of courtly grandezza? Could their court
attract and captivate the elites from the patchwork of otherwise unconnected
Habsburg dominions? We can only try to answer these questions on the basis
of a concrete description. In this essay, I will explore the period extending
roughly from the beginning of the division of Charles V’s heritage in the
1520s until the succession crisis following the death of Charles VI in
1740. The discussion of these general matters is necessarily preceded by
a more concrete outline of the dynasty and its dominions, the household,
its palaces, and its calendar. After these orientations, I will further
explore court ceremony, ruler and elites, rivalry at court, the cultural
role of the court, and its place as the centre of the Monarchia Austriaca.
Dominions and dynasty
The composite nature of the Austrian Habsburgs’ realms
remained evident longer than in most other dynastic possessions. Indeed,
even the term ‘Austrian’ can rightly be questioned. In fact, only in anticipation
of the final disruption of the holy roman empire by Napoleon did Francis
II/I (1792-1835) remodel his title and realm in 1804 to approach the modern
entity ‘Austria’. In the preceding centuries ‘Austria’ primarily indicated
the archduchy that was the core of the Habsburg Erblande, or hereditary
lands, a group of possessions which also included Styria, Carinthia, Carniola,
Tyrol, and the Vorlande. After the death the Jagiello king of both
Bohemia and Hungary in the Battle of Mohács (1526), the Habsburgs
also held these elective crowns. Only in the decade following the Battle
of the White Mountain (1620), however, was Bohemia absorbed into the Habsburg
hereditary lands. Hungary followed a century later, but retained a stronger
sense of autonomy. Neither Bohemia nor Hungary easily fitted the label
‘Austrian’.
The holy roman empire, moreover, can hardly be described
as ‘Austrian’, or even Habsburg territory. Some of the Habsburg dominions
lay outside the empire, while Habsburg rule in the empire was severely
restricted by the near-sovereignty of the territories, a situation that
was formally endorsed by the Peace of Westphalia in 1648. Thus, at one
extreme the Habsburg dynast ruled his own archduchy as Landesfürst,
at the other extreme the same dynast was elected imperial suzerain; in
between stood the two initially elective crowns of Bohemia and Hungary.
Emperor, king, archduke: Habsburgs ruled each of their territories with
a different title, and with a different set of rights and duties, and this
was reflected in the structure of their court.
The Austrian Habsburgs’ interests were closely linked
to the senior Spanish branch of the dynasty. In the two centuries preceding
1700, Habsburgs were on the throne both in Madrid and in Vienna. For the
larger part of the period, they formed the strongest alliance in Europe;
Habsburg family loyalty was a force to be reckoned with. The Spanish and
Austrian branches entertained close – if not always cordial – relations,
while Habsburg spouses extended the network even further. During the sixteenth
century, an upbringing in Spain was customary for the Austrian Habsburgs.
While this habit declined in the seventeenth century, a strong commitment
to the Counter-Reformation maintained Habsburg union.
Dynastic fortune became less certain in the second half
of the seventeenth century. After the death of Philip IV (1621-1665), the
Spanish succession was threatened by the fragile health of Charles II (1665-1700).
Charles died without having produced heirs to the throne. His decision
to maintain the integrity of the Spanish empire, and to leave it to Louis
XIV’s grandson Philippe d’Anjou, sparked off the war of Spanish Succession
(1702-1713), that finally brought the Bourbon dynasty to the Spanish throne.
At the same time the Austrian succession was far from secure; Leopold I
(1657-1705) unexpectedly came to the throne, after the death of his elder
brother, and in 1657-58 he had trouble securing his imperial election.
Moreover, only his third marriage produced the much hoped for male offspring,
Joseph in 1678 and Charles in 1685. Charles, succeeding to his brother
Joseph in 1711, died in 1740 without male heirs. This caused a crisis that
cost the Habsburgs Silesia, and for a short time brought the Bavarian Elector
to the imperial throne.
With their diverse territories, the Austrian Habsburgs
also inherited a multiplicity of residences. Frederick III (1448-1493)
mainly resided in Wiener Neustadt; Maximilian I (1493-1519) preferred Augsburg
and Innsbruck. Charles V (1519-1556) maintained a peripatetic court; in
1521-22 he assigned the government of the Erblande to his brother
Ferdinand, but only after Charles’ abdication in 1556 Ferdinand became
emperor. After the unsuccessful Turkish siege of Vienna in 1529, Ferdinand
i.Ferdinand I;resolved to transform Vienna into an impregnable fortress;
in 1533 he moved the Hoflager there. In Ferdinand’s reign, Vienna
became the customary residence, but Prague, the illustrious capital of
the newly acquired Bohemian lands, offered another attractive option. In
1583, Rudolf II (1576-1612) transferred the court to Prague. With the advent
of Ferdinand II (1619-1637) of the new Styrian branch of the dynasty, Vienna
regained its position. This relocation implied both a growing distance
from the empire’s heartlands and a hazardous propinquity of the Turkish
threat. It might not be a coincidence that during the reigns of Ferdinand
II and Ferdinand III (1637-1657) the Turks were at peace with the Habsburgs,
whereas the empire was ravaged by the Thirty Years’ War (1618-1648).
Though the court became far more sedentary in the course
of the seventeenth century, it still travelled regularly, and Vienna never
was its only residence. The Bohemian and Hungarian capitals Prague and
Pressburg (after the Turkish defeats again Budapest); archducal capitals
like Linz, Graz, and Innsbruck; imperial free cities like Frankfurt or
Regensburg; and Brussels in the Southern Netherlands: these all retained
importance. Members of the dynasty, with their own Hofstaat, ruled
their territories as Landesfürst, or as governors on behalf
of the emperor.
Setting priorities for ruling this assemblage of territories
was inevitably a highly complex task. Most choices would have different
consequences for any of the constituent parts, and it was clearly impossible
to find a course that would be welcomed uniformly by all. Institutions
in Vienna and elsewhere reflected the heterogeneous heritage: some bodies
were focused on the Reich, others on the Erblande, or on
Bohemia and Hungary. Emperors stuck to their role as the ranking secular
ruler of Europe, but their imperial dignity was a liability as well as
an asset. It enabled them to initiate ambitious policies in the German
territories, or in Northern Italy, but it involved them in an interminable
array of legal, diplomatic, and military conflicts. The traditional view,
however, that in the course of the seventeenth and eighteenth century the
Habsburgs steadily focused on consolidating their ‘Austrian’ domains, and
thus increasingly left the Reich to itself, deserves to be questioned.
The close link between the imperial dignity and the Roman Catholic Church
secured the emperor a culturally and politically highly important role
as patron of the Reichskirche. Moreover, the emperor always presented
the empire’s elites an alternative for the court of their Landesfürst.
Indeed, a readiness of local ???éelites to attend on the emperor
potentially strengthened both the pivotal role of Vienna as a political
and cultural centre, and the influence of the emperor on the princes of
the empire. Finally, though the treaties of Utrecht (1713) and Rastatt
(1714) put a Bourbon on the Spanish throne, they also gave the Southern
Netherlands and important territories in Italy to the Habsburgs. While
the Netherlands remained a somewhat isolated outpost, Italy became the
focus of a new ‘imperial’ Habsburg policy, echoing the Italian policies
of medieval emperors.
The household
What is a court? The familia or Hofgesinde
of a ruler. This would include his kin, a Gefolgschaft of fellow-noblemen,
an array of servants, and guards. The almost-equals in the retinue of the
ruler were expected to literally serve the ruler, often on a regular basis,
but at least in more ceremonial settings. The medieval emperor theoretically
was served by princes of the empire, who occupied the main court offices:
Marschall, Kämmerer, Schenk and Truchseß.
In reality, however, the princes exerted their office by deputy. The Marschall
initially was the most important court officer in the German lands, but
in the later middle ages the Hofmeister surpassed both the Marschall
and the Truchseß. In Ferdinand I’s important court ordinances,
introduced in 1527 and 1537, the offices of the court took the form they
were to keep during the next two centuries. There were now again four main
court offices, each overseeing its own department: Obersthofmeister
(steward), Obersthofmarschall (marshall), Oberstkämmerer
(chamberlain) and finally the Oberststallmeister (master of the
stables). All other officers and servants fell under the authority of these
senior officers.
The Obersthofmeister’s formal responsibilities
included management of the Hofwirtschaft: the kitchens, cellars,
court dining, and its provision with linen and plate. He supervised not
only provisioning and personnel, but, with his deputy, the Oberststabelmeister,
also oversaw the ceremonial of the table. The Obersthofmeister often
was the most important confidant of the emperor, and he could formally
represent the emperor on many occasions.
While the Obersthofmeister may have had formal
control over all other courtiers, the second-in-rank officer, the Obersthofmarschall
was actually the more important in keeping the court well-ordered. The
marshal had jurisdiction over all courtiers and servants, who enjoyed immunity
from normal legal procedures. As the defender of discipline and mores within
the court, he functioned as the ‘eyes and ears’ of the emperor. Diplomats
and foreign visitors, too, fell under his jurisdiction, and he could have
an important role in establishing and maintaining contact with them. At
first, the marshal’s office had had responsibility for all matters concerning
the stables, a critically important department in a court which was so
frequently on the move. Over time, however, the tasks immediately concerned
with the stables were delegated to the Oberststallmeister, while
the marshal retained the responsibility for the court travel arrangements,
and therefore for assigning accommodation to members of the court while
of progress. In Vienna, the cramped situation of the Hofburg made quartering
a permanent necessity.
The Oberstkämmerer was responsible for the
chamber and wardrobe, and thus for the audiences, Ankleiden and
Abziehen. He carried the symbolic key to the emperor’s apartment.
He, or one of his deputies – Kämmerer, Türhüter
and Kammerdiener – introduced foreign representatives and other
visitors. The chamberlain’s right to determine the sequence of audiences
conferred on him considerable influence. He also was responsible for the
monarch’s personal movable property, and for the collections at court –
a major responsibility in a household in which art was highly prized. Finally,
there was the Oberststallmeister, the officer responsible for control
of the emperor’s stables, horses, and carriages, and for supervising the
Edelknaben, or noble pages in attendance at court. He had a ceremonial
role whenever the emperor left the palace on horseback or in a carriage,
either riding beside the monarch or travelling with him in his coach; and
with close access to the emperor came not only prestige, but also influence.
Next to these four most senior court officers came the
Obersthofjägermeister (master of the hunt) and the Obersthoffalkenmeister
(master of the falcons), responsible for organising the various forms of
hunting which formed a central part of courtly recreation. Lastly came
the departments responsible for the security of the emperor’s person: the
Hartschierenhauptmann (captain of the mounted bodyguard) and the
Trabantenhauptmann (captain of the infantry guards).
The Obersthofmeister and the Obersthofmarschall
clearly were the two most important court dignitaries. The balance between
them remained fluid. Any emperor could change it, while the personality
of the incumbents determined the force of the office. In fact, this held
true for all functions at court. The court offices were strongly tied to
the ruling emperor; when he died, the whole establishment formally lost
its position. The new emperor could create a new court, and he would often
do so, choosing his own confidants for the highest offices. When the dynastic
succession had been secured by having the heir elected as king of the romans,
the newly elected formed his own Hofstaat – members of this Hofstaat
could hope to accede to higher spheres with their patron.
The highest court offices were invariably held by the
upper nobility, Grafen or Fürsten. To these can be added
a multitude of court offices, held by nobles, but not necessarily of equally
elevated rank. There is a clear distinction between the court offices,
conferring honour and prestige, and restricted to the nobility, and the
humbler tasks of the court’s clercs and domestics. The different departments
had a functional hierarchy neatly following the social hierarchy: nobles,
non-noble clerks, and servants which corresponded to government and ceremony,
administration, and menial tasks. Integrated into this hierarchy was the
Hofkapelle, including the court’s clergy and the chapel’s choristers.
A swarm of councillors, artisans, artists, and various specialists was
also included in the Hofgesinde. Most members of the Hofgesinde
received some remuneration, and some were entitled to Hofspeisung
and Hofquartier: they could expect to be fed and lodged at the court’s
expense. Pay was often late, and for most tasks it can hardly have been
much. The highest court officers and the chapel’s virtuosi, however,
received substantial salaries. Being part of the household could bring
many small and large advantages for the whole hierarchy; not only freedom
from taxes, but also gratuities. Visitors were annoyed by the habit of
Türhüter, Kammerdiener, Trabanten, and Hartschieren
demanding a fee to introduce them into the emperor’s rooms.
What, then, was the size of the Habsburg court? The Hofstaat,
when it is preserved, lists the Hofgesinde, giving us a fairly accurate
idea of the entourage in attendance or serving at court. The sources suggest
that the court at the end of the reign of Maximilian I was composed of
almost 500 persons. In the 1520s, Ferdinand’s court started more modest,
but we have to remember that it became the imperial court only after 1556.
Under his successor Maximilian II (1564-1576) the Hofstaat again
amounted to 500 persons. Under subsequent rulers, this number increased
at a leisurely pace: the court probably did not exceed 600 persons until
the second half of the seventeenth century. Only during the reigns of Leopold
I, Joseph I (1705-1711) and Charles VI, did figures rise dramatically,
finally reaching some 2,000-2,500 persons in the second quarter of the
eighteenth century. E.G. Rinck listed the personnel of the different departments
of the Hofstaat in the last year of Leopold’s reign: he suggests
that staff were distributed among the departments with 258 for the Obersthofmeister
(excluding the chapel staff and the musicians, who accounted for a further
150); 487 for the Oberstkämmerer (an inflated figure, containing
423 Kämmerer, or honorary chamberlains, nominally attached
to the court); 27 for the Obersthofmarschall; and 216 for
the Oberststallmeister.He further listed 113 for the Hartschierenhauptmann,
110 for the Trabantenhauptmann, 57 for the Obersthofjägermeister,
and 28 for the Obersthoffalkenmeister. Adding the empress’ court,
and the administrative staff, he came to a grand total of ca. 1,840; a
figure which accords with the estimate by Johann Basilius Küchelbecker,
who thought the Vienna Hofstaat stood at some 2,000 persons in 1729.
While Rinck’s and Küchelbecker’s aggregates were
more or less similar, their computations and categories differ. Different
choices could be made when counting the Hofstaat. Though primogeniture
took away sovereignty from other senior members of the dynasty, they were
still entitled to their own Hofstaat. Dowager-empresses, empresses,
kings of the Romans, and often archdukes and archduchesses maintained their
own households; while these could be limited to a Hofmeister or
Hofmeisterin with some pages and domestics, they could also reach
substantial levels. In the first thirty years of Leopold I’s reign, the
court of the widow of Ferdinand III, the dowager-empress Eleonora II Gonzaga,
offered a conspicuous example. Rinck added the empress’ Hofstaat,
but omitted those of Joseph and other relatives. Hartschieren, Trabanten,
and other guard regiments could inflate the numbers – the threat of Turks,
or Swedes, in the vicinity of the court provoked a steady growth. Did they
belong to the court? Moreover, do we add those holding sinecures but not
appearing at court, like the majority of the honorary Kämmerer,
flaunting their ceremonial key far away from the emperor’s chambers, or
the similarly expanding category of the geheime Räthe? Finally,
office at court was often held on a rotational basis. Thus even the four
Kämmerer actually serving, Küchelbecker remarked, did
so only for a month. Evidently, the Hofstaat can sometimes lead
us to overestimate the number of those actually residing at court.
The growth of the court’s personnel was matched by a corresponding
inrcease in expenditure, exacerbated by the growing demands of magnificence.
Again, the reign of Leopold seems to have been a turning point, expenditures
increasing five-fold between 1660 and 1705. During the reigns of both Joseph
and Charles the tendency progressed, and in the 1730s expenditures had
again almost doubled. The reign of Maria-Theresa (1740-1780) reversed this
trend; Joseph II (1765-1790) further reduced spending on court life.
The orbits of the household
The court, however, was a much larger phenomenon than
the sum of those who appeared on the Hofstaat. While it is more
or less clear who belonged to the court, it is evident that the group depending
on the court in other and different ways was much greater. Following Küchelbecker
noted the court encompassed around 2,000 persons in 1729, but he also stressed
that the crowd of those honoured with pensions and gratuities, and still
hopefully circling around the ruler, was much larger. A court domestic,
or officer, would bring his dependents; and while they might not formally
belong to the household, they certainly clung to the court. A multitude
stayed in the vicinity of the court, looking for its benefits without having
any formal position. Petitioners, those piliers de l’antichambre,
were not listed in the Hofstaat but permanently added to the numbers
surrounding the ruler. The same holds true for many artists and fortuneseekers,
offering their services and vying for the ruler’s patronage. The court
was a meeting place and a cross-roads for the most diverse groups and interests
– if it would not be a great convergence of persons, the raison d’être
of its ambitious make-up would disappear. Numbers of these visitors could
vary greatly; the Hofstaat was only the nucleus of a larger and
varied entourage which surrounded the court.
At court, the two categories of ‘household’ and ‘government’
were inevitably mixed. Officers of the household were initially responsible
for the government of the ruler’s own domains, and partly also for the
administration of his realm in the broadest sense. The Kämmerer,
for instance, looked after the treasury. In the long run, many administrative
tasks pertaining in the first instance to the ruler’s territories, and
not to his person, were taken over by clerks. While this was common occurrence
for lower level tasks, it extended to some of the tasks at the highest
levels. The new men in administration were not necessarily noble: they
could qualify for their tasks by their skills. Nobles looked upon the growing
administrative tasks as subordinate, and they could extend this attitude
to the incumbents.
The Hofgesinde included both the officers of the
household and the administrators of the Habsburg realms. Both were duly
listed in the Hofstaat, and were active in the main agencies of
government at the Emperor’s court. The geheime Rat (Privy Council)
assisted the ruler in making his principal decisions on any matter. It
was apt to become too large and unwieldy, and therefore was regularly trimmed
to conform to its original objective: a small circle of knowledgeable advisors
supporting the ruler. Here, the emperor’s noble companions remained the
strongest group. The Reichshofrat was the supreme court of justice
for the empire and for the Habsburg lands, it also dealt with administrative
and political matters, especially those pertaining to the empire. The Reichshofkanzlei
handled all government correspondence: its head, the Reichsvizekanzler,
therefore had a pivotal position in the Reichshofrat. In 1620, Ferdinand
II created the Österreichische Hofkanzlei, which slowly
took over much work from the Reichshofkanzlei. The Hofkanzler,
accordingly, could often be more important than the Reichsvizekanzler;
his position was further strengthened in 1749 the when the Österreichische
Hofkanzlei was united with the Bohemian chancery. The Hofkammer,
or court treasury, administered the revenue coming from the Habsburg domains,
and it collected indirect taxes. The Hofkriegsrat was responsible
for all matters relating to war, and it administered the grants coming
from the Estates in the Erblande. The almost continual warfare secured
the Hofkriegsrat a certain leverage, but resources perpetually lagged
far behind the perceived military necessities.
Generally, noble participation diminished when financial
or legal competence came to the fore, and when the connection with personal
service to the ruler decreased. Ferdinand I’s court ordinances of 1527
and 1537 can be read as a first endeavour to separate more clearly the
honorific and the administrative (or alternatively the personal versus
the territorial) responsibilities at court. In the succeeding centuries,
the administrative apparatus indeed expanded, gaining more autonomy in
the process. For all practical purposes, however, the separation of household
and government remained a dead letter until the reforms of Maria-Theresa
after the War of Austrian Succession (1740-1748), and it can indeed be
argued that this situation persisted far into the nineteenth century. In
the early modern age, ‘administration’ was not the assertive young cuckoo
slowly pushing the older courtly apparatus out of the nest. If anything,
the court forced the newer cadres of state servants into its habitual ways,
and it remained the heart of government.
The emperors’ residences ;
The Vienna Hofburg was the principal domicile of the emperors
in the early modern age. It was a warren of interconnected buildings, the
earliest dating from the thirteenth century, progressively extended or
adapted to conform to new exigencies. After the siege of Vienna in 1529,
Ferdinand I had the damaged Hofburg repaired and extended: its defensive
function remained of prime importance, and this fact guided the reconstruction.
Soon, Ferdinand had to enlarge and redecorate the complex to accommodate
his children, and towards the end of his reign he had a new building constructed
for the Hofstaat of the king of the romans, Maximilian. When Maximilian
II succeeded, he moved into the Hofburg proper, and he used the new building
to house the court’s stables, hence its name, Stallburg. Maximilian
moreover, had to provide room for the Hofstaat of his sons, Rudolf
and Ernst, and in 1575-1577 the Amalienburg was constructed to accommodate
them– its name came into being more than a century later, when it functioned
as the residence of the dowager-empress Amalia Wilhelmina of Brunswick-Lüneburg.
The Turkish war, 1591/3-1606, underlined Vienna’s vulnerability; and works
were once again concentrated upon improving its defenses. In the course
of the seventeenth century, the palace complex acquired a bathing-house,
a hall for court balls, and a Komödienhaus, or court theatre.
Yet, for all these amenities, it still did not strike visitors as a particularly
majestic domicile. Matthaeus Merian noted in his Topographia Germania
that the Hofburg was ‘zwar nicht sonders prächtig erbaut/und für
einen solchen mächtigen und höchsten Potentaten/und eine so grosse
Hoffhaltung/zimblich eng ist.’
Its shortcoming were partially remedied by Leopold I,
who planned and built a new stately wing in the 1660s, the so-called Leopoldine
Tract. But the building was destroyed by fire shortly after the emperor
took up occupancy, and although it was rebuilt by 1681, it was only in
use for two years before the Turkish siege of Vienna in 1683, when it was
once more heavily damaged, the Hofburg being one of the prime targets of
the Turks’ artillery bombardment. Only after the emperor’s successes in
the war with the Turks had rendered the defensive structures of the Hofburg
both obsolete and purposeless, could the palace be adapted to truly conform
to the standards of repraesentatio maiestatis - or, for that matter,
unité de style. Even so, budgetary difficulties continued
to limit the emperors’ building activities. Montesquieu, visiting
Vienna in 1729, could still with some justification contrast the motley
Hofburg with the splendorous domiciles of the greatest court nobles. Between
1683 and 1749, some forty-six palaces were constructed in Vienna, prince
Eugene’s Belvedère ranking high among these. During the 1720s and
1730s, Charles VI provided the Hofburg with the more befitting Michaelertrakt,
and added the majestic Hofbibliothek to the complex.
By 1728, however, Charles could spend part of his time
at the Lustschloß Schönbrunn. In the seventeenth century
this was a modest hunting lodge, known largely for its Tiergarten
and its springs. From 1638, it had been in possession of Eleonora I Gonzaga,
widow of Ferdinand II. After her death in 1655, the reigning empress –
and soon to be dowager-empress – Eleonora II Gonzaga obtained Schönbrunn.
In 1686, after her death, Schönbrunn, Laxenburg and Favorita were
returned to the emperor. Schönbrunn now was to become the domicile
of the king of the romans, Joseph. The great architect Johann Bernhard
Fischer von Erlach presented the court with proposals that surpassed the
ambitions even of Versailles. In the 1690s, building began on Fischer von
Erlach’s far more modest second project. The massive ‘Habsburg columns’
Fischer also designed for the Karlskirche were initially planned at the
entrance of Schönbrunn, but in the truncated second project, they
were transformed into graceful obelisks. From 1700, Schönbrunn could
be used, primarily as a hunting lodge. Construction went on, however, and
new wings were added. After his accession to the imperial throne, Joseph
I had only a few years to live. He visited Schönbrunn for festivals
and hunting, but did not habitually live there. Upon his death, his widow
Amalia-Wilhelmina occupied it for more than a decade – Charles VI obtained
it in 1728. During his lifetime, it did not have the prominence it would
attain under Maria-Theresa. Charles cherished another project: the austere
residence at Klosterneuburg, inspired by the example of the Escorial. Only
a small part of this Klosterresidenz was ever constructed.
The Hofburg was thus the habitual residence of the emperor,
but variety was provided by sojourns in the hunting lodges at Laxenburg,
Favorita, , Ebersdorf, Schönbrunn, and the Neugebäude. The Prague
castle, or Hradcany, however, was more than comparable to the Hofburg.
The great Luxembourg emperor Charles IV (1347-1378) had turned the Prague
Hradcany into a centre of patronage. Vladislas II Jagiello, who combined
the Hungarian and Bohemian crowns from 1490, tried to emulate Charles.
Ferdinand I built a palace for his queen near the Hradcany. Rudolf II,
taking the court to Prague in the 1580s, could fall back on a rich heritage.
He used it to advance his idiosyncratic notion of imperial rule through
patronage of the arts. In his days, Prague indeed regained its former pre-eminence.
The Castle was further expanded and embellished. Rudolf’s reign ended in
debacle, and the Thirty Years’ War changed the position of Bohemia. Thus,
Prague lost part of its attraction for the Habsburgs. Leopold stayed there
when he tried to escape from the plague ravaging Vienna from 1679. Other
emperors visited Prague, but they were never again enticed to turn the
Hradcany into their residence. Much later, Maria-Theresa again honoured
the Hradcany with building activities.
The calendar of court life
The most important factor structuring the calendar of
the court was certainly the Roman Catholic liturgical year: the Christmas
and Easter cycles, and the feasts of saints. Each year saw the same sequence
of religious celebrations and Andachten. The emperor often worshiped
publicly, walking with part of the Hofstaat from palace to church.
Ambassadors were expected to escort and emulate the emperor in his public
religious observances. During Lent the regime seems to have been particularly
demanding. Justus Eberhard Passer, envoy from Hessen-Darmstadt in the early
1680s, noted the processions, pilgrimages, masses, matins, and vespers,
in his diary. In 1729 Küchelbecker dutifully listed the years’ activities
of the court, again showing the primacy of the religious cycles. In 1726,
the worldly duc de Richelieu complained that only the sturdiest
of monks could endure the court’s religious observances. He calculated
having spent more than hundred hours with the emperor in church, from Palm
Sunday until the day after Easter.
Court ceremonial and court festivities were both intimately
tied to the liturgical year. The emperor dined publicly in the Ritterstube
of the Hofburg on at least four occasions: St. Andrew’s feast (November
30, when he dined with the knights of the Golden Fleece), Christmas, Easter
and Pentecost. The Wirtschaften, a mixture of comedy, masquerade
and ballet in a pastoral setting, performed by courtiers, were invariably
organised during Shrovetide. Passer noted the cast in 1680: high court
nobles dominated, the Spanish ambassador procured a role as Böhmischer
Baur, and the emperor and empress danced in the ballet. During Holy
Week, like other rulers, the emperor would wash the feet of twelve poor
men on Maundy Thursday. Passer reported this repeatedly, at one time stressing
that the poor were thoroughly cleansed beforehand. An elaborate meal was
part of the ceremony, and the guests could take their tableware home. Some
of them, not used to this affluence, had to be carried home by the Trabanten.
The knights of the Golden Fleece had their own sequence
of celebrations in Vienna. In addition to the order’s major celebration
on St. Andrew’s day, Küchelbecker listed 50 Toison Tage in
his calendar, most again connected with religious activities. Also included
in the Hofkalender, but not strictly determined by the liturgical
year were the birthdays and name days of the members of the dynasty. During
these Galas, compliments could be offered to the celebrant, and
divertissements, operas and concerts would be organised.
There was also a seasonal aspect to court life. In Vienna,
the Hofburg functioned principally as the winter residence. In spring,
however, the court moved to the hunting lodge at Laxenburg; in summer it
moved to the Favorita; and in autumn to Ebersdorf. In the course of the
eighteenth century, Schönbrunn gradually took its place in the schedule;
and here, as at Versailles, what began as a hunting lodge was finally transformed
into a Lustschloß fully capable of serving as a seat for the
court. Life in the ‘outdoor’ dwellings was less ceremonious, with the ruler
being accompanied by a relatively intimate circle; administrative work
continuing at a lower pitch; and hunting, always a favourite pastime at
court, truly dominating the schedule of the courtiers.
While seasons and the liturgical year structured the court’s
calendar over the months, the domestic ceremonies of Ankleiden,
dinner, supper, and Abziehen structured the daily rhythm at court
– a sequence that would occur in almost any major noble household. The
day began with the Ankleiden, in the company of the Oberstkämmerer
and his deputies. In Leopold’s time it was enlivened by court jesters and
dwarfs. As was to be expected, religious observance figured prominently
in the morning hours, either in the Hofburg Chapel, in the Augustiner-
or Hofkirche (physically connected to the Hofburg), or in one of
the other churches in Vienna. Then came the demands of government: reading
dispatches, conferring with councillors, or presiding over council meetings.
After dinner, the court, women included, could go hunting near Vienna,
or shoot at targets. The Swedish resident Esaias Pufendorf noted in his
description of a Fuchsprellen in March 1672 that it was truly ‘...remarquabel,
daß der Kaiser selbst mit einem Stocke die Füchse geschlagen
und darnach geworfen, wenn sie geprellt waren, und daß er darin die
kleinen Jungen und Narren zu Kameraden gehabt, welches mich dünkte
etwas alien von der kaiserlichen Gravität zu sein’. Leopold’s fervour
was nothing exceptional among monarchs: each of his predecessors and successors
was an equally passionate hunter. In the afternoon, after hunting or as
an alternative, the imperial family could indulge in recreational games.
Unlike hunting, however, cardgames were far from an addiction, as they
were at many other courts. Music was an important pastime. Most Habsburgs
had some musical talent; they composed, performed and directed: music must
have taken its share of their time, not only during the performances, but
also in more private moments. Leopold’s correspondence with his librarian
Lambeck suggests that he devoted some time to reading. In the late afternoon
or in the early evening both the emperor and the empress would be available
for audiences. Supper took place auf der Kaiserin Seite, and prominent
guests could join the imperial family there. After supper, there could
be audiences, musical performances, or comedies. The emperors were early
risers, and the Abziehen can hardly have taken place very late.
Can this tentative sketch of the emperor’s days be extended
to encompass the day of courtier? Probably not – all courtiers did not
take part in every one of these occasions. What strikes the eye is the
large amount of time that was spent without spectators.
Court ceremony
Tasks, position, appearance and deportment of those present
at processions, audiences, meals, Ankleiden and Abziehen
were to a large extent predetermined. Some of these ceremonies were limited
to the ruler and his immediate environment of court dignitaries and family;
others were much more public. In Vienna, the Ankleiden and Abziehen
remained secluded domestic ceremonies, very different from the French lever
and coucher. Meals and audiences could both be ‘public’ and ‘private’.
Religious ceremonies could take place in the Hofburg chapel, but
often had a public character, as the processions from the Hofburg
to the church, and vice versa, show. High points of the dynasty – births,
funerals, marriages, diets, elections, coronations – always had their train
of public ceremonies, both in Vienna, Prague and Preßburg, and in
the cities of the empire connected to these events, mainly Frankfurt and
Regensburg.
Dress too, was prescribed to a certain extent. The livery
of the emperors’ court was dominated by black and yellow (or ‘gold’); Kammerdiener
and Kämmerer had their own, somewhat similar but richer, apparel.
The emperors themselves wore the spanische Hoftracht: a black costume
enlivened by golden embroidery, red hose and shoes, and a hat decorated
with red, yellow or white feathers. While other court officers were freer
in the choice of their costume than the servants in livery or the Kämmerer,
they seem to have adhered to the generally sober style of the emperor’s
court. During the frequent Galas, however, costume would be more
sumptuous, with jewellery having a particularly important role in demonstrating
rank. On several occasions, the emperor appeared in a splendid costume,
dominated by jewellery, gold and silver brocade; his hat crowned by blue
feathers held together by a diamant agraffe. The knights of the Golden
Fleece departed from the habitual preference for black: their costume was
red, with golden embroidery and worn with the order’s gold chain. The French
court style, still frowned upon by Charles VI, was finally introduced by
Francis I. Joseph II favoured a military court costume.
Both public and private meals were served according to
fixed rules. If the emperor and empress dined in public, generally in the
Ritterstube, they were accompanied by the senior court dignitaries,
with the Hartschieren and Trabanten standing near. They were
served, on bended knee, by an array of other court officers, the Oberststabelmeister
leading the Oberstsilberkämmerer, Truchsessen, the Kämmerer,
Vorschneider, Mundschenke, and Edelknaben. Vehse,
a nineteenth-century erudite, calculated that any dish went through twenty-four
pairs of hands before it actually reached the emperor. The ambassadors,
and all others in attendance, had to remain standing, and could only withdraw
‘... sobald Ihre K.Mt. den ersten Trunk gethan.’ Visitors report many details
of public dining. Brown noted ‘three remarkably low dwarfs’ during the
public dinner on Christmas. Pöllnitz counted forty-eight dishes, observing
that the emperor and empress dined together, but were served by their own
Hofstaat, and from their own kitchen, an observation not confirmed
elsewhere. Within the limits of available space, the ‘dem Orte und der
Feyerlichkeit angemessen Gekleideten’ were admitted to the ceremony. The
emperor’s table stood on an elevation, or dais, and his chair was marked
by a canopy of state. He would remain covered throughout the meal, only
taking off his hat during prayers, or when the empress drank to his health.
On Sundays, and during galas, public dining was animated by the court’s
musicians. A range of intermediate stages stood between the ceremony of
public dining and the truly private and less ceremonialised dinner of the
emperor ‘sur sa Serviette’ in his own rooms.
While the exterior of the palaces demonstrated the dynasty’s
attempt at magnificence to anybody passing by, the interior was conceived
as a cordon sanitaire, shielding the emperor’s innere Wohnräume
from lowly and unwanted visitors. Emperor and empress had their own sequence
of antechambers, at the centre meeting in their contiguous apartment. In
the Hofburg, ‘the side of the empress’ and ‘the side of the emperor’ alluded
to the habit of dining in the afternoon en famille on the emperor’s
side, and in the evening with guests on the empress’ side. Dining on the
emperor’s side generally took place in the Ratstube, but public
dining would take place in the larger Ritterstube.
Only persons of a certain rank could progress from the
Ritterstube towards the centre, passing through the first antechamber,
second antechamber, Ratstube (council chamber) or audience room,
and finally reaching the imperial apartment proper. Each ‘threshold’ demanded
an extra step in the courtly hierarchy. The Ritterstube was open
for all members of the Hofstaat; entrance to the first antechamber
was limited to Kavalieren, Edelknaben and Kapellmeister,
only Freiherren, Grafen, Hofkriegsoffizieren and prelates
could enter the second antechamber. Finally, only ambassadors, electors,
princes of the empire, senior court officers, privy councillors, Kämmerer,
archbishops and bishops were allowed in the Ratstube. On the emperor’s
side, the Ratstube functioned as audience room, but depending on
the rank of the visitor, either the second antechamber or the emperor’s
Retirade could also be used. On the empress’ side matters proceeded
similarly, the audience room taking the place of the Ratstube. In
the Ratstube stood the symbols of rulership: an estrade, or elevated
platform, a carpet and a canopy – insignia which were also set up in the
other places where the emperor resided.
This basic sequence of rooms is found in many German palaces.
In the later seventeenth century other names could be added (‘Dutch’ cabinet,
mirror room, etc.); these left the structure intact, but added fashionable
items. The Botschafterstiege, too, was a French-inspired innovation
of the eighteenth century. The contiguous apartments of the emperor and
the empress, the inner rooms to which the sequence of antechambers on both
sides finally led, were only accessible to court dignitaries, domestics,
and, of course, the imperial family. Thus, they did not have a conspicuous
role in the more public ceremonies.
Those wanting to address the emperor had to ask the Oberstkämmerer
for a place on the list for the private audiences. An audience with the
empress had to be requested through her Obersthofmeister. Diplomats
and prelates took precedence over most others, and there are reports about
petitioners waiting for months. The Kämmerer took the visitor
through the antechambers to the audience room. Entering the audience room
or Ratstube, the visitor had to make the Tieffe Reverentz
or Spanische Compliment three times, a deep bow on bended knee.
Withdrawing, he had to keep looking towards the emperor and repeat the
three ‘Spanish compliments’. During these private audiences, the emperor
would receive his guest standing under a canopy, and leaning against a
table. There were no spectators: even the Kämmerer or Türhüter
left the room, or waited behind a screen near the entrance. Audiences with
the empress were similar, but a Hofdame would visibly remain in
the room. Typically, ambassadors or sovereigns visiting the court would
first have a sumptuous public entry; a public audience (with reciprocated
words of welcome) and only then a private audience. Differences in court
conventions could lead to awkward moments. Saint-Simon reports that the
French envoy Cheverny, introduced into Leopold’s audience room, mistook
it for yet another antechamber. He haughtily paced the room, ignoring what
he took to be the ‘servant’ leaning against the table in the middle of
the room, until this figure made himself known as the emperor, and Cheverny
desparately sought to find excuses for his faux pas. While the story
seems somewhat unlikely, especially the emperor’s role in timidly opening
the conversation and the lack of preparation on the part of the envoy,
it exaggerates and ridicules a difference noted in many other accounts.
During pilgrimages and processions, or in church, the
Hofstaat took part in its own hierarchical order. The court’s progress
from the Hofburg to the church, convent or shrine knew a strict
choreography, again tied to rank. In the 1680s, Passer described a procession
going from the Hofburg to the Michaelerkirche, to the Schottenkirche,
and finally to the Stephanskirche:
‘Erstlich gingen derer Cammerherrn, Ambassadeurn und
Pottschaffter Ihre Laquayen, Pagen und Bedienten je Zwey Und Zwey. 2.)
Die Kayserl. Cammer Trabanten. 3.) Die Kays. Edelknaben je Zwey und Zwey.
4.) Die Cammerherrn in großer Anzahl. 5.) Kays. hohe Ministri. 6.)
Uff Beeden Seiten die Kays. Trabanten und Hartschierer. Darauf folgten
der Spanische Und venetianische Pottschafftere, zwischen welchen der Nuncius
Apostolicus ginge, nach dißen folgten Ihre Kays. Mt. in einem schwartzen
Kleid, und schwartzen Band ufm Hut, eine Bethe in der Hand haltend, nach
dero ward die regierende Kayserin, und Ertzherz. Prinzessin, durch den
Obrist Hofmeister Und Obrist Kammerer geführet; nach dißem folgte
das Kayserl. Frauenzimmer, die Kayserl. Wagen Und Wacht.’
The procession describe here started at ten in the morning
and lasted until half past twelve. Similar processions occurred frequently
throughout the year, and were repeated every year. The procession to the
replica of the Holy Sepulchre in Hernals is mentioned in many accounts.
In church too, the emperor was conspicuously present. On Palm Sunday in
1682, two days after the procession described earlier, Passer saw the emperor
‘... mit der gantzen Hofstatt und Pottschafftern bey den Augustinern 3
mahl in der Kirchen herumb gegangen, und endlich Vorm Altar stehen blieben,
alle Palmzweige in den Händen tragend.’ Brown witnessed a procession
on St. Stephen’s Day to the Stephanskirche, where the emperor ‘... went
up to the Altar, kneeled, and kissed the plate wheron the Hostia had lain’.
The emperor, however, seems to have attended the religious celebrations
in his own oratorium, a canopied booth opened towards the altar
but closed towards the audience.
To these cursory descriptions of ceremonies can be added
an enormous amount of rules and habits. Sitting and standing; different
types of chairs; sitting arrangements; covered and uncovered; lefthand
and righthand: these were all tied to rank, and could be hotly debated.
The development of permanent diplomacy added substantially to the ceremony
and ostentation of court life. As the hierarchy among the rulers of Europe
had to be replicated in the contacts between their representatives, complications
over precedence abounded, because rulers interpreted the hierarchy differently,
or when the individual rank of the representatives suggested a different
posture than the rank of the rulers they represented – inevitable aspects
of diplomacy at least until the Congress of Vienna. Permanent diplomacy
was an important factor in urging the different courts to create an all-encompassing
‘table of ranks’ governing mutual exchanges. The diplomatic encounters
at court had a distinctly worldly element, the competition between rulers.
By the same token, competition between compeers in the upper layers of
courtly society found expression in their competition for ceremonial precedence.
Most occasions of public ceremonial display, however, were tied to the
liturgical year: they remained religious in context and inspiration.
Visitors to the emperor’s court stressed both the unchanging
rhythm of life, and the antiquity of its severe ceremonial, yet both these
characteristics are open to question. The clockwork precision of the emperors’
schedule seems to have been regarded a priori as a part of their
elevated status; thus, it is repeated over and over, whereas the descriptions
actually show many variations. Similarly, the ceremonies were thought to
have been copied from sixteenth century Spain, and then to have been carefully
maintained. While it is clear that court life in the sixteenth century
had its ceremonial components – particularly those connected to the liturgical
year and the dynastic/imperial ceremonies – we cannot truly ascertain either
the extent of Spanish influence or the degree of ceremonial continuity
from the sixteenth into the seventeenth and eighteenth centuries. The Burgundian
Dukes undoubtedly set the standard for courtly splendour in the fifteenth
century, but their influence and the concomitant influence of ‘Spanish’
ceremonial has often been exaggerated. This seems clear in the Austrian
case: the court ordinances of Ferdinand I did not constitute a break with
earlier tradition; they offered a structured extension of prevailing practice.
Only the Capella and the Hartschieren Leibgarde (archers)
seem to have been adapted from the Burgundian-Spanish example. The Spanish
nature of Viennese court may have been limited to the‘Spanish compliment’
and a general resemblance in deportment and dress.
From the mid-seventeenth century, however, there was a
new emphasis on the precise codification of court ceremony. During 1651
and 1652 a commission of councillors discussed a handbook for ceremonies,
deliberations which resulted in the creation of a Zeremonienamt
in the Obersthofmeister’s department. From the same period, the
Hofstaat and the court’s cultural activities started to expand.
These developments continued during the reigns of Leopold I, Joseph I and
Charles VI, but the trend was arrested with the advent of Maria-Theresa
and reversed in the reign of her son Joseph II. While the period ranging
from the Peace of Westphalia to the death of Charles VI thus witnessed
both the growth of the Hofstaat and the dominance of ceremony, it
would be unwise to look upon the ceremonial conventions as having governed
each and every exchange at court. Most visitors seem to have exaggerated
the court’s rigidity. More perspicacious witnesses, like Pufendorf or Passer,
mention occasions were the strictures of ceremony seem to have been absent.
The emperor was often accompanied only by his confidants,
and this would provide him with opportunities to shed the burden of ceremony.
The relatively secluded existence of the emperors may be the most important
contrast with their Bourbon rivals, particularly Louis XIV. He sought carefully
to present his rule as an open monarchy, with the king being accessible
and visible to his subjects: the French court certainly harboured far more
‘spectators’ than the Habsburg court in Vienna. The spatial distance created
with the sequence of rooms in the ‘German’ style became largely a matter
of timing in the French case, the various entrées taking
over the role of the antechambers’ hierarchical thresholds. Moreover, the
ruler’s own apartment played a major role in French ceremonial, while in
Vienna it remained a truly private apartment.
The ‘closed’ style of court life had an important consequence:
social contacts among elites could only partially occur at court. While
the court must have been the nexus of elite life in Vienna and throughout
the Habsburg lands, it did not provide for everyday entertainment, as the
French court did with the sequence of Appartements, theatre and
opera. Emperors could organise opera and comedy in the Hofburg complex.
They might even do so frequently, as did Leopold. His activities in this
field, however, were surpassed by those of the dowager-empress Eleonora
II Gonzaga. Moreover, her court was reported to have a more open and worldly
style. A French visitor, noted that the dowager-empress’ court was ‘...
assez libre et assez ouverte ...’, while Leopold’s court struck him as
‘... fort particulière et fort renfermée ...’ Did the disparaging
remarks by Montesquieu and Pöllnitz about the Hofburg in contrast
to more splendid palaces in Vienna have their parallel in social life?
Did the magnates’ palaces in Vienna and elsewhere offer the sort of entertainment
and sociability the emperor’s court seemed to lack? If so, we should relate
these activities to their political role in the Monarchia Austriaca.
The ‘function’ and ‘meaning’ of court ceremonial have
recently received more scholarly attention than its concrete forms. Ceremony,
it has been argued, by making rank visible, functioned as the rulers’ instrument
of power. It not only gave the ruler a dignified appearance, it enabled
him to manipulate courtiers by stimulating their competition for status.
In part, this is obviously true; the preoccupation of both rulers and nobles
with rank and dignity is immediately clear in contemporary accounts of
court life. The corollary, however, should be questioned. This ‘functionalist’
approach tends to underrate the religious element in ceremonies, and the
self-evident authority of the hierarchical conception of society. It is
inconsistent to picture the ruler as a shrewd manipulator using his role
in ceremony as a stratagem to control his subjects, and the latter as blindly
following the compelling force of hierarchy. Why should we grant one party
what we deny the other? The ceremonial gravitas curbed the rulers
in many respects. It proclaimed and legitimised dynastic superiority, but
it also burdened them by restricting their personal and political freedom
of movement. Should they actually try to ‘manipulate’ the court through
ceremony, they could risk losing their aloofness and superiority, and in
the process damage the very essence of their position. Therefore, most
rulers refrained from manifest meddling.
Ceremony was a collective performance of devout adherence
to hierarchies terrestrial and celestial. It instituted and reinforced
the compact between the ruler and the highest officers of the household
and the state. While they served the ruler, others served them – there
was no reason for either ruler or courtiers to be unhappy with this arrangement.
Ceremony structured court life through rank, and thus not only made rank
visible, but also assured those enjoying high rank access to the ruler.
emperors and elites: the formation of a ruling caste
The elite of Habsburg monarchy around 1700 was an intricate
mixture. Nobles from the Erblande, Bohemia, Hungary, and many German
principalities formed the core of a group that also counted émigrés
from many other parts of Europe. The social origins of this group were
as varied as their geographical provenance. Many of the names that dominated
the Habsburg court by the early eighteenth century, however, maintained
their position well into the nineteenth century.
The character of this ruling caste had evolved relatively
recently: in the course of the seventeenth century, and particularly through
the religious and political upheaval that lasted from the later years of
Rudolf II to the 1630s. Lutheranism and Calvinism had been highly successful
in all dominions of the Austrian Habsburgs. By far the largest part of
the nobility had converted to one of the Protestant creeds, and they dominated
most Estates. While the emperors Maximilian II and Rudolf II were far from
dogmatic, they clearly perceived the role of Roman Catholicism in underpinning
imperial rule. Around 1600, the religious question had severely strained
the connection of emperor and nobles, and indeed the whole body politic.
The Turkish wars and the fiscal power of the Estates seemed to augur a
further expansion of Protestantism. Rudolf’s eager successor Matthias and
his senior advisor Bishop Melchior Khlesl tried to advance the cause of
Catholicism, but this only exacerbated the situation. The Bohemian crisis
of 1618-1620 and the parallel revolt of the Upper and Lower Austrian Estates
led to large scale warfare.
Ferdinand II hoped to repeat the Counterreformatory policies
he had successfully pursued in Styria. Johann Tserclaes von Tilly’s victory
in the battle of the White Mountain (1620) enabled Ferdinand to achieve
his goals. Emboldened by the advice of his Jesuit confessor William Lamormaini,
he proved unbending towards headstrong protestants. Through his military
successes, Ferdinand could impel many nobles to follow him, while at the
same time he could entice them to flock to his camp by promising both titles
and wealth. Protestant nobles had to disavow their faith, or find their
territories confiscated, to be distributed among loyal Catholic nobles.
In Bohemia and Moravia, between half and three quarters of all noble property
changed hands, and half of the noble families was ruined. Often, families
were torn apart, one half supporting the dynasty, the other half continuing
its opposition. The nobility declined in absolute numbers, and in proportion
to the population as a whole. In Austria, Protestants among the Ritter,
the lower nobility already weakened by the continuing subdivision of
their holdings, almost disappeared: they either converted and rose to the
Herrenstand, or lost their position. High nobles too suffered losses.
Prominent magnate families, like the Zierotin in Moravia, or the Jörger
in Austria lost their wealth and status.
In Moravia, the Dietrichstein and Liechtenstein families
profited hugely. The Liechtenstein offer a case in point: they acquired
princely rank and a duchy, while during the Thirty Years War, they more
than tripled the subjects in their possessions. Finally, in 1719 they even
acquired their own semi-sovereign Reichsunmittelbare possession.
Similarly, one of the main proponents of dynasty and Catholicism in Bohemia,
Zdenek Lobkowitz, secured princely rank for his family, and extended his
domains. Loyal families in the Erblande, like the Auersperg, Trautson,
Lamberg, or Trauttmansdorf established their pre-eminence. Descendants
from the Protestant rebels of the 1620s, however, could revive their status
if they proved loyal, as the Starhembergs and the Jörger in Austria,
or the Czernin in Bohemia, show. Similar processes later occurred in Hungary
after the magnates’ conspiracy of the late 1660s. The Esterházy
profited from the discomfiture of the extremely wealthy Nádasdy.
They too, were promoted to the Reichsfürstenstand. Other loyal
Hungarian magnates, like the Batthyány and Pálffy, followed
the same course. The loyal Hungarian magnates, however, were not so strongly
integrated into the monarchy: their presence at the court became more prominent
only during the reign of Maria-Theresa.
From the empire, particularly its Western and Southwestern
territories, a steady flow joined the ranks of the new elite – Schwarzenberg
(a family of Bohemian origins that had served in Brandenburg and Bavaria),
Fürstenberg, Oettingen, Königsegg, Salm. In the Thirty Years’
War and afterwards, Émigré generals like Bucquoy,
Leslie, Piccolomini, Montecuccoli, and finally Eugène paved their
way to fortune with military successes. Not only high nobles improved their
position. Ferdinand II’s Obersthofmeister and favourite councillor
Hans Ulrich von Eggenberg, the son of a Burgermaster of Graz, became Reichsfürst
and he acquired the Duchy of Krumau. This overnight turned him into the
greatest landholder of Bohemia, and into a compeer of the Lobkowitz or
Liechtenstein families. Loyal administrators of more humble origins, like
the chancellors Prickelmayr, Hocher, Stratmann, and Seilern, were nobilitated;
like their numerous later successors, they did not fully integrate into
the closing circle of the ruling caste. In addition to the the worldly
grandees, the Jesuits, Capucins and Augustinians offering spiritual guidance
to the rulers formed an essential element of the Habsburg environment.
From the turmoil, a new caste of ruling families emerged
that forged a lasting compact with the Habsburgs. They dominated the Privy
Council, army and diplomacy, and held the major court offices. They acquired
huge domains and could wield power also through the local Estates. The
Estates could approve or reject the Crown’s financial requests, and the
perennial warfare strengthened their leverage in many fields. The magnates’
domains were often consolidated by a Fideicommissum, a settlement
securing their truly dynastic ambitions by protecting the domain from financial
frivolity by individual members of the family. Through their position in
the Estates and as landholders, the magnates dominated the entire network
of local and provincial government; in the absence direct administrative
links between the emperor and his subjects they were the intermediaries
of power. The Fürsten had rights that gave them the semblance,
if not the reality of sovereignty.
The magnates’ allegiance to Roman Catholicism and their
Kaisertreue enabled them to achieve an enduring dominance. In serving
the emperor, and the ideals of ‘absolutism’, they certainly also served
their own interests. While the dynasty was indeed the main agent in the
formation of this ruling caste, we should not depict it as a Dienstadel
intimidated into obedience by the ruler. It cannot even truly be called
a court nobility, and the classification ‘courtier’ fits its members only
imperfectly. Neither the Hofburg nor the quartering system for courtiers
could accomodate those not actually holding and exercising court office;
the group of nobles actually residing at court remained small. Magnates
established their own palaces in Vienna, as well as in the surrounding
countryside, and on their estates. Bohemians would have palaces in Prague
too. They belonged to the emperor’s court, but maintained their own court
simultaneously. While the metaphor of sun and planets certainly fitted
the hierarchical relationship between emperor and high nobles as it was
mutually understood, in other respects, it cannot be said that the planets
merely reflected the sun’s radiance. To contemporaries, both the political
realities and the ostentation of the noble households in Vienna, Prague,
and elsewhere could suggest the opposite: a somewhat pale center, illuminated
and upheld by an orbit of brilliant satellites. Together, the dynasty and
the cosmopolitan elites succeeded in governing the array of territories;
their compact has rightly been described as dual governance, or dyarchy.
While Maria-Theresa’s reforms changed the rules of the compact, and Joseph
II’s drastic measures seemed to augur its demise, the Restoration again
secured its continuance deep into the nineteenth century.
Faction at court
The relationship between emperor and elites, however,
was never as unchanging and unruffled an alliance as their unity in court
ceremonial suggested. Friction and discord occurred, both between emperor
and elites, and among the elites. At court competition for the emperor’s
patronage and factional strife between groups and individuals were commonplace.
Access to the ruler was much coveted. It brought honour,
material advantages, and political leverage. The distribution of honours
cannot completely have been handled by the emperor personally, nevertheless
finding his ear was one of the surest means of procuring offices and privileges.
A successful restriction of this access on the part of a group or person
within the court, or even the expectation that this could occur, would
antagonise others. Ferdinand I’s retinue of Spanish and Dutch confidants
proved unacceptable to the Austrian Estates. Similarly, almost two centuries
later, when Charles VI returned from his Spanish misadventure to assume
the imperial throne, the Spanish favourites huddling around the ruler aroused
equal displeasure, the Dutch envoy reported that nobles were openly complaining,
and cabals were forming to reverse the situation. On the other hand, most
Habsburgs seem to have been impervious to the charms and dangers of mistresses,
and favourites rarely achieved the prominence that led to such bitter complaints
elsewhere. There were no Mazarinades in the Austrian Habsburg lands,
but the emperors did tend to cling to their trusted advisors. Childhood
friends and tutors often rose to prominence, and the long reign of such
favourites could provoke resentment: they too frequently came to be regarded
as gatekeepers between the ruler and his court. Thus Rudolf II confided
many affairs to Wolfgang Rumpf and Paul Sixtus Trautson. Bishop (later
Cardinal) Melchior Khlesl was thought to rule Matthias. William Lamormaini
and Johann Ulrich von Eggenberg were Ferdinand II’s most trusted advisors,
though they never had Khlesl’s sway. Ferdinand III relied on Johann Weickard
Auersperg and Maximilian von Trautmannsdorf. Leopold first depended on
his tutor and Obersthofmeister Johann Ferdinand Portia, then for
a decade on Portia’s successor Wenzel Eusebius Lobkowitz. The guidance
of two Capucin friars, Emmerich Sinelli and later Marco d’Aviano , was
often noted. Joseph I trusted his Oberststallmeister Leopold Matthias
Lamberg, though mainly as maître de plaisir. Charles VI was
reported to lean on two favourites from his ‘Spanish’ entourage, Rocco
Stella and Michael Johann Althan. The latter indeed achieved some notoriety
as a favourite. When Althan died, Charles deplored the loss of: ‘mein Trost,
mein treyster Diener, mein Herzensfreund, der mich wie ich ihn 19 Jahr
geliebt in wahrer Freundschaft.’
If favourites indeed succeeded in controlling the ruler’s
patronage, those who stood to lose from the situation invariably tried
to redress it. Rulers knew the risks, and they sought to avert such a predicament
by having a variety of confidants. The results of this simple stratagem
could be worse than the situation it sought to remedy if, in the process,
the ruler thus fomented competition among his advisors. The Dutch envoy
thought Leopold knowingly gave contradictory orders to his ministers, or
withdrew in last minute oral orders to one minister what had been ordained
earlier in written orders to another, only to prevent being ruled by his
ministers – probably a too Machiavellian interpretation of Leopold’s generally
indecisive attitude.
Moreover, junior branches of the dynasty ruled their own
territories – Styria until the accession of Ferdinand II in 1619, and Tyrol
until the extinction of the Tyrolean branch in 1665 – and they had their
own autonomous courts, not necessarily subservient to that of the ruling
emperor. Younger brothers, potential heirs to the throne, could form the
nucleus of serious opposition, particularly if the ruler was not likely
to produce male offspring. Matthias’ undermining of the already crumbling
situation in the last years of Rudolf can be seen as an example of such
a predicament. These sources of strife dried up in the course of the seventeenth
century, but ‘the’ court still was generally comprised of more than one
court. The dowager-empress’ court was a consistent feature of Vienna
from the death of Ferdinand II (1637) to the advent of Maria-Theresa (1740).
From 1657 to 1686, for example, Eleonora II Gonzaga’s court was a centre
of cultural and political patronage; and she was mentioned as ‘leading’
one of the court’s factions. Pufendorf counted her Obersthofmeister
Zinzendorf, Emmerich Sinelli, the Spanish Ambassador Balbaces and Reichsvizekanzler
Königsegg in her faction: a far from negligible convergence of forces.
Joseph I’s widow, Amalia-Wilhelmina, remained a force to be reckoned with
in the reign of Charles VI, but she adhered to a devout lifestyle, and
generally kept aloof. At times, Charles VI’s mother, meddled in the affairs
of the court. The courts of the reigning empress and that of the king of
the romans were permanent features, but these courts would tend to remain
more subservient to the emperor. They could, however, offer a focus for
those who were not part of the charmed circle around the ruling emperor,
as an alternative source of patronage, or as a means to influence the emperor
indirectly. Foreign representatives would scrupulously attend these courts
too. When in 1666 Margaretha-Theresa brought her Spanish Hofstaat
to Vienna, this immediately caused grumbling about a ‘Spanish camarilla’
at court – moreover, it upset the delicate equilibrium of quartering the
court. When the emperor reached a more advanced age, the Hofstaat
of the king of the romans could actually function as centre of opposition.
The junge Hof surrounding the restive Joseph in the last years of
Leopold’s reign clearly prepared for a change of direction.
International relations were decided on the battlefield,
and at court; the debate on allegiances and hostilities took place within,
and was partly determined by court faction. Ambassadors did not mainly
advance their interests through their verbose harangues, but by adroitly
utilising the divisions of court life, when necessary exacerbating them
with the occasional bribe. In Vienna, both the French and the Spanish diplomats
found supporters at court. The French sought to advance a course that would
privilege warfare against the Ottoman empire, leaving France a free hand
in Western Europe. The Spanish tried to turn the military effort towards
the empire’s Western border, taking pressure from their conflict with France.
Around 1670, for example, the French envoy Grémonville successfully
tried to frustrate the emperor’s military realignment against the French,
and he was effectively supported by Obersthofmeister Lobkowitz.
Almost without exception, faction at court mingled with the international
rivalry. Court nobles had their own agenda, often flowing from the geographical
location of their domains. The desire to protect these domains against
other possibly expansive powers could determine their choice. In other
choices too, diplomats interfered. Religion could be a stumbling block
in the alliance between the emperor and the Sea Powers, the Dutch in particular
censuring Vienna’s repression of Protestantism in Hungary. On that point,
however, it would be more difficult to find support among court nobles.
Favourites could provoke faction; diplomats would try
to use it for their own ends. The multiple courts of the ruling dynasty
could serve as a focus – but this did not always occur, and the case of
Eleonora II Gonzaga may be an exception. Competition among the leading
families at court certainly was no exception. While geographical provenance
could suggest common interests, and thus was one of the factors structuring
the competition, social origins do not offer a key to the understanding
of factionalism. Ennobled chancellors, Fürsten or Grafen,
and non-noble clerics each did not primarily seek support among their compeers:
they mainly sought support against rivals. Possibly, rivals most often
had a similar social and functional background: Pufendorf’s observation
that Leopold’s Jesuit confessor Müller and his Capucin confidant Emmerich
Sinelli belonged to different factions should not surprise us. Only incidentally
did social or functional differences surface as a clear cause for faction,
as in the early years of Charles VI when the ministers from the geheime
Konferenz were opposed by a faction of courtiers.
The court as a cultural centre
After seeing the Schatzkammer, and listening to
a statliche Musica in the chapel, Matthaeus Merian revised his earlier
somewhat negative appraisal of the Hofburg, and granted the court truly
imperial rank. Indeed, Habsburgs excelled in both fields.
Their collections of paintings, naturalia, scientific
instruments, regalia, and dynastic curiosities were marveled at by visitors.
Later, scholars were surprised by the apparent lack of unity in the collections,
assembling the finest paintings as well as objects that eluded their aesthetic
or intellectual understanding. The animals in the Tiergarten and
the flora in the gardens were part of the same endeavour. Like court ceremony,
the Kunst- und Wunderkammer was part and parcel of the dynastic
pursuit of harmony and hierarchy. The microcosm of the collection mirrored
the harmony of the macrocosm, establishing and demonstrating the dynastic
position in the larger whole. Thus, the alleged Ainkürn or
unicorn (actually the ivory tusk of a narval), the Achatschale,
and other remarkable objects in the collection had their role in promulgating
Habsburg rule. The mythical unicorn traditionally had strong associations
with purity and Christianity, and it had often been used for the insignia
of rulers, particularly for the sceptre. The Achatschale had an
inscription that was thought to have ‘grown’ in the stone, and was falsely
read as a monogram of Christ. It was thought to be somehow connected with
the Holy Grail. These objects were relics both of Christianity and rulership,
they underpinned Habsburg pedigree and Gottesgnadentum.
As a patron Rudolf II, often judged to have been a lackadaisical
character at best, certainly was a conspicuous success. The court in Prague
became a truly European centre for arts and sciences, for once taking the
lead in a cultural movement that had hitherto been primarily Italian. Aegidius
Sadeler, Bartholomeus Spranger, Hans Vredeman de Vries and many other artists
propagated the ‘Prague Mannerist’ style: Sadeler effectively did so through
the medium of print. Rudolf may have indulged in the bizarre, erotic, esoteric,
and, occult, but his environment proved highly fertile, both in art, applied
art, and sciences. Tycho Brahe and Johannes Kepler served the enigmatic
emperor; his famous picture collection contained works by Dürer, Brueghel,
Leonardo, Titian, Correggio, Parmigianino, Veronese, and Tintoretto. Only
in the scale of his exploits was Rudolf an exception. In central Europe,
Schatz- Kunst- und Wunderkammern were seen as a necessary
adjunct of any ambitious court. The collections long remained a vaut-le-voyage
for any traveler visiting Vienna; the widely circulating descriptions of
their contents certainly enhanced the aura of the emperor’s court.
Most Habsburgs took their collecting seriously. Ferdinand
of the Tyrol, brother of Maximilian II, rebuilt Ambras castle near Innsbruck
to house his famous Wunderkammer. The Wunderkammer reached
its zenith in the late sixteenth century and early seventeenth century
– it sheltered the ideals of harmony when religious turbulence in Europe
was at its peak. Later Habsburgs continued the tradition, although Counterreformatory
zeal and budgetary limitations reduced its proportions. Cardinal-archduke
Leopold-Wilhelm, younger son of Ferdinand II, accumulated an impressive
collection of pictures. Leopold took over this collection, and certainly
still cherished the dynastic regalia and rarities.
Collecting, however, was replaced by other concerns, music
figuring prominently among them. Habsburgs shared a passion for music.
In the sixteenth century Flemish musicians held the major positions in
the Hofkapelle: Philip de Monte served Maximilian II and Rudolf.
After the marriage of Ferdinand II and Eleonora I Gonzaga in 1622, however,
Italian influence became stronger, and the musical forms changed. Eleonora
stimulated opera at court, founding a tradition that would outlive the
dynasty. The third marriage of Ferdinand III, in 1651, brought another
Mantuan princess to Vienna, Eleonora II Gonzaga. Until her death in 1686,
she would dominate musical life in Vienna. In 1652 Giovanni Burnacini built
a wooden theatre for Ferdinand III. From that date, his son Lodovico Burnacini,
became the court’s main architect and Theateringenieur, the latter
function echoing Giuseppe Arcimboldo’s position in the previous century:
Kaiserlicher Hofkonterfetter. In 1665 Burnacini constructed a large
theatre on the courtine of the fortifications neighbouring the Hofburg.
It was soon to be used for the festivities that were undertaken to celebrate
Leopold’s marriage with Margaretha-Theresa. In 1668, court poet Francesco
Sbarra, court composer Marc’ Antonio Cesti, and Burnacini produced the
opera Il Pomo d’Oro – the Golden Apple. This was only one of the
more spectacular performances in an ongoing sequence. Italian composers
and musicians dominated court opera until its decline in the later eighteenth
century. German names appear too, but they were more important for instrumental
and sacral music. Johann Heinrich Schmelzer, Heinrich Ignaz Biber, Johann
Jakob Froberger, Johann Pachelbel, Georg Muffat, and Johann Joseph Fux
all at times worked for Habsburg courts, in Vienna and elsewhere.
Composing, performing, listening could all be enjoyed
within the seclusion of the Hofburg, but music, too, could be used to project
the image of the dynasty. In the Kammerfesten court nobles performed
themselves for a small circle of compeers. In public performances, their
part was less important, and professional musicians took over. Public concerts
and operas seem to have been open for many to attend. Merian listened in
the chapel, so did Passer, who also reported many comedies and ballets.
Baroque opera had an enormous potential for conveying dynastic imagery:
it offered the art of emotion and illusion in a highly developed form.
Engineers thought of many technical devices to increase the sense of illusion.
In the outdoor festivals accompanying coronations, marriages,
and similar events, huge temporary structures were erected, not only triumphal
arches, but also whole landscapes, serving as backdrop for outdoor performances
with the court actively participating. These festivals could include entries,
tournaments, carrousels, fireworks, performances by huge brass and woodwind
ensembles, and even battles with ships. During the festivities of Leopold’s
marriage with Margaretha-Theresa the whole range occurred, in a period
that lasted from early December 1666 to the end of January 1667, continuing
at a lower pitch until Il Pomo d’Oro more than a year later. On
the 5th of December a huge group of nobles from all parts of the monarchy,
citizens and dignitaries of Vienna, the Hofstaat and the emperor
and his bride paraded for three hours through an illuminated Vienna before
reaching the Augustinerkirche. The emperor ‘... unter einen von
den vornehmsten der Bürgerschaft getragenen Baldachin’, his bride
‘... in einem ganz güldenen Wagen’, also under a canopy. A few days
later, huge fireworks in combination with music, the artillery firing,
and a large-scale theatrical performance displayed Habsburg supremacy,
with the AEIOU crowning the epilogue. After an unremitting sequence of
comedies, ballets, hunting parties, religious celebrations, public dining,
sleigh parties, and Wirtschaften, finally on the 24th of January
the Roßballett was performed. During the apotheosis, Air and
Fire struggled with Water and Earth for the imperial crown and the insignia
of the Golden Fleece, until the Goddess of Eternity appeared in a radiant
light, urging the combatants to stop, because the House of Austria would
always hold secure these essential elements. The emperor was the heart
of a group of knights performing complicated figures on horseback: 1300
mounted performers took part in the ballet. On January 31, it was repeated,
now with the emperor in the audience – his performance had to be unique.
The mythological program of such manifestations often
contained implicit, sometimes explicit, references to the battle between
Habsburg and Bourbon. These performances must have reached a large group,
both the spectators immediately at hand, and those who later read illustrated
descriptions. Somewhat surprisedly, Passer noted that during the festivities
to celebrate the coronation of Leopold’s third wife, Eleonora of Pfalz-Neuburg,
as queen of Hungary: ‘kein geld ist ausgeworffen, kein Wein gesprungen
oder geronnen, keine Ochsen gebraten’, suggesting that this was common
occurrence.
The outdoor Gesamtkunstwerke had a close parallel
in the religious processions and pilgrimages earlier mentioned. Religious
and dynastic imagery intertwined in the great dynastic festivals, notably
in dynastic burials. Processions, however, occurred more often than celebrations
of dynastic high points, thus they possibly were the most effective medium
of Habsburg dynasticism. Frequently processions centered on the Pestsäulen,
or ‘plague columns’, particularly the first and most famous one on the
Graben in Vienna, constructed in 1679 and later adapted. It depicted the
emperor praying as intercessor for his peoples and realms, and thus by
his devotion vanquishing the threat of the plague – and that other plague,
the Ottomans. The ‘Habsburg columns’ of the Karlskirche, by Johann Bernard
Fischer von Erlach, again explicitly pointed to the dynasty. While the
Hofburg may have lacked the grandeur of other residences, the religious
architecture in Vienna offered a rich compensation. The rapprochement
of throne and altar was as characteristic of the Habsburgs as their symbiosis
with the magnates.
Thus, a certain pre-eminence in collecting and music may
be granted; the strong connection with the church, one of the main institutions
‘moulding’ culture, is evident. Did the court’s cultural example extend
beyond this? Did it offer as conspicuous an example as the Italian courts
could? Italians long dominated the arts in the Habsburg lands, as they
did in France. Both in France and in the Habsburg lands, the Italian hegemony
slowly disappeared, and artists developed their own styles. Italian language,
however, was far stronger in Vienna: Italian diplomats, or the chapel’s
virtuosi need not bother to learn German, they could converse in
Italian. Could the Habsburg court set the standard either for court life
in Germany, or for elite mores and elite behaviour in the Habsburg dominions?
In the seventeenth century the political and military
conflicts between Austrian Habsburgs and Bourbon France were accompanied
by a battle of images. The empire had been the main battlefield; and the
adoption either of a more ‘Bourbon’ or of a more ‘Habsburg’ courtly style
could indicate where the princely household stood in relation to the contest.
While Versailles’ success may have been exaggerated, it is difficult to
find concrete imitations of the Habsburg court. Many German courts shared
a medieval heritage with the Habsburg court, so similarities were not necessarily
imitations. Nor can the High Baroque in South Germany be regarded simply
as a copying of the emperor’s court, even when the architects or artists
had also worked in Vienna, as in the case of Johann Lucas von Hildebrandt.
Bavaria, for example, closely linked to the emperor in the Thirty Years’
War, started looking towards France later in the seventeenth century, marriages
with French princesses assisting this re-orientation. Here, court culture
and political alignment indeed underwent a parallel development. The mixture
of both Habsburg and Bourbon influences remained characteristic of the
Wittelsbach court. In Northern Germany, the rulers’ Protestantism made
the adoption of either model more complicated. The ambivalent outcome of
the Habsburg-Bourbon contest underlined that each was supreme in its own
style. While Leopold I may have looked peculiar in heroic imagery cultivated
by the Sun King, he surpassed Louis XIV in creating an image of profound
devotion. The influence of both the imperial and French courts on German
court life in the late seventeenth and early eighteenth century needs to
be studied more in detail before we can argue that either one of the two
models emerged victorious; moreover, we should take seriously the influence
of a Protestant German model of court life.
Could the solemn regiment of court ceremony offer a matrix
for politesse mondaine? Deference can be part of both, and certain
habits at court might be emulated elsewhere; but nothing suggests that
court ceremony anywhere actually ‘moulded’ elite behaviour. Only if the
court were the principal salon of the realm might it truly have acted as
such an example, but the Habsburg court never aspired to such a role in
this period. It was no breeding ground for fashionable nouveautés;
nor did it ‘dictate’ the style of its cosmopolitan elites; neither did
it systematically seek to reorganise the cultural and scientific communities
to further dynastic interests. We should be careful, moreover, not to confound
general cultural influences and the more limited role of the different
courts. As a rule, courts dominated only certain segments of culture, and
then only for limited periods. Both the strong link with the church, and
the equally solid compact with the magnate caste suggested that the Habsburg
court would remain aloof from suave brilliance. Above all, the Habsburgs
were effective in turning their dominions into a bulwark of Roman Catholic
piety, and this role did not combine easily with an attempt to appear as
the fountain of politesse mondaine, often associated with a libertine
style. Moreover, in Vienna, patronage of the arts was not limited to the
emperor. Indeed, the combined patronage of the magnates must have well
surpassed that of the emperor. Perhaps only in the scale and quality of
their patronage of music did the emperors – particularly Leopold and Charles
– retain clear supremacy. The splendour of the palaces of magnates like
the Liechtenstein, Schwarzenberg, Althan and Schönborn was no coincidence:
they dominated Vienna as much as its Baroque churches; and the Belvedère
of prince Eugene surpassed all, the emperor’s domiciles included.
The court as locus of a composite heritage
The Habsburg dominions were ruled neither by a Beamtenstaat,
nor by a military establishment. Without a doubt, the most efficacious
‘centralising’ agency was the court. It left the regional fabric intact,
while attracting the elites to a pivotal meeting place. The court was the
point of convergence for the dominions, but it shared this role with the
magnates’ palaces and the church.
Notwithstanding tentative Prussian challenges and French
successes in the empire, the emperor remained the realm’s foremost patron:
nobles and talented roturiers alike flocked to court to further their careers.
Elites from Bohemia and the Erblande had long since found the way
to Vienna, and their Hungarian peers soon followed. This cosmopolitan milieu
powerfully stimulated the integrative role of the court, and while careers
were not open to every talent, the measure of both geographical and social
mobility fostered by the court from the last years of Rudolf II’s reign
to the end of the seventeenth century is remarkable. Many of the names
that dominate Habsburg history in the eighteenth and nineteenth centuries
rose to princely rank in this unsettled period. These magnates dominated
court offices and the highest echelons of the administrative machinery.
Their loyalty to the overarching idea of Habsburg rule, embodied in the
court of Vienna, kept the assortment of otherwise unconnected territories
together, partly because the magnates’ networks made the outlying regions
more amenable to Vienna’s authority. Finally, they added a lustre and conviviality
to Viennese social life that the imperial court itself could not always
offer.
While the court and its constellation of magnates acted
as a magnet for those seeking opportunities for advancement, the intimate
link between the Habsburgs and the Roman Catholic church offered betterment
in a more celestial category. During the seventeenth century, service to
the dynasty came to be closely equated with service to the church. Habsburg
rulers since Ferdinand II actively fostered the Counter-Reformation, and
this policy not only provided the restored church with a powerful patron,
but also endowed the ruler with a potent medium for the dynastic message.
The lasting quest for a grand vision of Habsburg imperial rule, evident
in the much censured efforts of Rudolf II, had reached a less heterodox
and highly effective finale. The Habsburg dominions were permeated with
a satiating fusion of dynastic and religious imagery.
The court in Vienna was smaller than its Spanish or French
counterparts. Until the second half of the seventeenth century, it was
often looked upon as the less eminent of the two Habsburg courts. After
the Peace of Westphalia (1648) and the decline of the Spanish Habsburgs,
the imperial court was regularly contrasted adversely with the triumphant
French court of Louis XIV. This last comparison had a pernicious effect,
measuring the Habsburg court against inappropriate norms and ideals. The
Habsburgs were at their worst when they tried to fight the French defi
on French terms; they were strong when they remained true to the basic
tenets of their rule.
The model of Versailles not only dominated courts from
the late seventeenth century, it dominates aulic history up to this date.
Louis’ propaganda, further embellished in memoirs and novels, imbued historians
with a lopsided view of court life, in Versailles and elsewhere. We have
thus not only to fill the gaps in recent research, but we also have to
redress the bias inherent in its approach. Assuredly, religion was a stronger
force than older historiography has suggested, and not only in Vienna.
Moreover, the ruler rarely meddled as actively in factional struggles at
court as has been claimed. Finally, the cultural dominance of the court
has been overrated; courts always had both accomplices and competitors
for influence in many spheres. The example of the Austrian Habsburg court,
always the counterpoint to the French model, can be instructive in reassessing
the Ludovician heritage, and thus in conveying a more balanced approach
to aulic history.
Jeroen
Duindam, Utrecht *
Projektskizze
Studien zum familialen
und verwandtschaftlichen Beziehungsnetz
der Markgrafen von Brandenburg
(Arbeitstitel)
Als Mitarbeiterin des Forschungsprojekts "Principes. Die
sozialen Beziehungen der Reichsfürsten und die innere Struktur des
Reichsfürstenstandes im Spätmittelalter" habe ich für meine
Habilitationsschrift einen Untersuchungsgegenstand gewählt, der im
Schnittpunkt von Historischer Familienforschung, Historischer Anthropologie,
Geschlechtergeschichte, Hof- und Residenzenforschung, Briefforschung bzw.
Kommunikationsgeschichte liegt und zugleich die Verfassungsgeschichte des
Reichs insofern unmittelbar berührt, als die Dynastie nach Ansicht
einiger Mediävisten "eines der entscheidenden Elemente für die
Gestalt, das Wesen und die Fortbildung der mittelalterlichen Verfassungsverhältnisse
überhaupt" ist. Die familialen Beziehungen dieser Gruppe haben stets
auch politische Implikationen, die Maxime "merung unser herschafft" prägt
den Umgang miteinander und leitet gleichermaßen politisches wie familiales
Verhalten, dynastisches Handeln ist eo ipso politisches Handeln. Nur knapp
sei an dieser Stelle erwähnt, daß die Fürstenhöfe,
die mich vorrangig als das räumliche und personelle Gehäuse des
familialen Beziehungsnetzes interessieren, in sozialer, kultureller, repräsentativer
und politischer Hinsicht die Kraftzentren des spätmittelalterlichen
Reiches darstellen.
Ich möchte im folgenden kurz das Thema und mein Quellenmaterial
vorstellen und in Verbindung damit mein methodisches Vorgehen erläutern.
Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht das familiale und verwandtschaftliche
Beziehungs- und Kommunikationsgefüge der Zollern im 15. und frühen
16. Jahrhundert, wobei der zeitliche Schwerpunkt überlieferungsbedingt
auf dem späteren 15. Jahrhundert bis in die 1520er Jahre liegt. Mit
den Zollern habe ich aus der Gruppe der weltlichen Reichsfürsten eine
Dynastie gewählt, deren politische Bedeutung im Reich den eher bescheidenen
Umfang ihrer territorialen Basis überragte. Sie verfügten über
ein weitverzweigtes, hochrangiges Konnubium und ein entsprechend wirksames
Beziehungsnetz, vergleichbar den Wittelsbachern und Habsburgern, sie waren
wichtige politische Partner des Königtums, und schließlich haben
sie, u.a. wegen der räumlichen Entfernung zwischen ihren Herrschaftsgebieten
in Franken und in der Mark Brandenburg, vergleichsweise dichte Korrespondenzen
hinterlassen, die nur zum Teil gedruckt und noch weitgehend unausgewertet
sind. Die Konzentration auf die Zollern impliziert im übrigen nicht,
daß andere Fürstendynastien unberücksichtigt bleiben. Bei
Archivreisen in meiner Funktion als Koordinatorin des Principes-Projekts
habe ich in den einschlägigen Staats- und Landesarchiven die ungedruckten
Bestände der anderen reichsfürstlichen Dynastien erfaßt,
so daß auf dieser Basis ein vergleichendes Arbeiten an einzelnen
Punkten möglich ist. Ein struktureller Vergleich mehrerer Dynastien
muß jedoch späteren Studien vorbehalten bleiben.
Die beiden Grundsituationen, in denen Beziehungen und
Kommunikation sich entfalten: das räumliche Zusammen- bzw. Getrenntsein,
sind gleichermaßen Gegenstand der Untersuchung. Diese an sich selbstverständliche
Feststellung sei hier eigens hervorgehoben, da sich damit eine Reihe von
Fragen gerade aus dem Gebiet der Adels- und Hofforschung verknüpft,
für die die Stichworte Reiseherrschaft, Residenzbildung, personelle
und räumliche Struktur des Hofes, Alltag bei Hofe, Korrespondenz und
Botenwesen genügen mögen. Die personalen Beziehungen innerhalb
des sozialen Netzes werden umfassend auf ihre politischen, versorgungs-
und repräsentationsbedingten, emotionalen bzw. affektiven, mehr oder
weniger öffentlichen oder intimen Aspekte hin untersucht, d.h. es
geht um alle Ebenen personaler Beziehungen.
Ausgangspunkt ist dabei die Beobachtung, daß die
adlige "Familienordnung" (Reif, Spieß) für die einzelnen Angehörigen
aufgrund politischer, materieller und dynastischer Erfordernisse bestimmte
Rollen vorsieht. Diesem Verhaltenssystem haben sich alle Angehörigen
(einschließlich des Familienoberhaupts) unterzuordnen, damit einerseits
der biologische Fortbestand gesichert wird und anderseits Besitz und Ansehen
bewahrt und vergrößert werden. Um bei dem gewünschten Kinderreichtum
alle Angehörigen angemessen versorgen zu können, ohne den Familienbesitz
zu zersplittern, wird auf dem Weg der Familienordnung der Lebensweg des
Einzelnen (Herrschaftsnachfolge, Heirat, Eintritt in den geistlichen Stand)
festgelegt, Versorgungs- und Repräsentationsansprüche werden
geregelt. Jeder erhält damit einen bestimmten Platz in der Familienhierarchie,
und mit dieser Positionierung werden zugleich bestimmte Bedingungen für
die sozialen Beziehungen und den Umgang miteinander geschaffen. Von Generation
zu Generation finden sich immer wieder bestimmte Grundkonstellationen,
Verhaltensmuster, Konflikte und Konfliktlösungsstrategien (z. B. Aushandlung
von Versorgungsleistungen oder Deputaten, Konfrontation zwischen Vater
und ältestem, nachfolgeberechtigtem Sohn als spezifische Ausformung
von Generationenkonflikten, Probleme im Zusammenhang mit Kinderlosigkeit).
Mir geht es über die Aufzeigung dieser Grundsituationen
hinaus darum, wie sich auf der Basis der Familienordnung familiale Beziehungen
im Detail gestalteten, wie die Einzelnen ihre Rollen und Handlungsspielräume
individuell und konstellationsbedingt je unterschiedlich (oder ähnlich?)
ausfüllten und vor allem, wie sie ihre Situation wahrnahmen bzw. diese
Wahrnehmung artikulierten. Das Augenmerk gilt dabei zunächst den Familienbeziehungen
im engeren Sinn, d.h. den Beziehungen zwischen dem Fürsten und seiner
Frau, zwischen Eltern und Kindern samt deren Ehepartnern (also Schwiegertöchtern
und Schwiegersöhnen) sowie zwischen Geschwistern. Diese Stränge
werden zugleich als Bestandteil eines weitergespannten verwandtschaftlichen
Beziehungsnetzes betrachtet, da der größere adlige Familienverband
- das Haus, die Dynastie, die "herschafft" - die inner- bzw. kernfamilialen
Konstellationen wesentlich mitbestimmt. Von besonderem Interesse, wenngleich
noch vergleichsweise wenig untersucht, sind Beziehungslinien, die durch
Schwiegerverwandtschaft entstehen. Über ihre Schwiegersöhne greifen
Fürsten in die dynastische Politik anderer Territorien ein, indem
sie z. B. bei Familienkonflikten vermitteln, die Schwiegersöhne beraten
und deren Ansprüche, etwa auf Alleinnachfolge, im Interesse ihrer
eigenen Töchter und Enkel stützen. Voraussetzung solcher Einflußnahme
ist das Fortbestehen der Kommunikation zwischen Vätern und ihren Töchtern
auch nach deren Heirat, d.h. das Weiterwirken familialer Beziehungen auf
dem Weg von Briefwechseln. Die geläufige Auffassung, eine Heirat habe
für Frauen einen regelrechten Wechsel der Verwandtschaft mitgebracht,
erweist sich dabei als nur eingeschränkt zutreffend, da zum einen
die Verbindung zur Herkunftsfamilie häufig fortbestand, zum anderen
die Integration von Frauen in die Schwiegerfamilie unterschiedlich glückte
(hinderlich konnten sich etwa Kinderlosigkeit oder Konflikte des Ehemannes
mit seinen Angehörigen auswirken) bzw. von den Beteiligten verschieden
wahrgenommen wurde. Die Beziehungen zwischen Frauen, Männern und ihren
jeweiligen Schwiegereltern müssen daher im Kontext ehelicher Beziehungen
grundsätzlich berücksichtigt werden. Wenn man bei der Analyse
fürstlicher Heiratsallianzen nicht nur, wie bei vielen Konnubiumsstudien
üblich, auf die Eheschließung als Endpunkt schaut, sondern die
Gestaltung verwandtschaftlicher Beziehungen nach der Heirat beobachtet,
wird erst richtig deutlich, wie stark die Fürstentümer über
den Personalverband miteinander vernetzt waren.
Die Hofgesellschaft ist als unmittelbares personelles
Umfeld der fürstlichen Familie in die Untersuchung einbezogen, d.h.
ich führe die Kategorien Familie, Verwandtschaft und Hof zusammen.
Zur Hofgesellschaft gehört neben Verwandten, die am fürstlichen
Hof unterhalten werden, das Personal, das einzelnen Angehörigen zugeordnet
ist und in Umfang und Zusammensetzung deren Rang spiegelt, und die Klientel
im weiteren Sinne. Zwischen diesen Personen und einzelnen Familienmitgliedern
entstanden vielfältige Bindungen, die gelegentlich auch die innerfamilialen
Beziehungen tangierten und das familiale Alltagsleben bei Hof mitbestimmten.
Mir geht es dabei nicht um eine gleichmäßige Erfassung aller
Hofleute oder um die Inhaber aller Hofämter, sondern um die Gefolgsleute,
die den fürstlichen Angehörigen persönlich nahe und vertraut
waren. Als besonders aussagekräftig erweisen sich dabei die Zeugnisse
für das Gefolge der weiblichen Familienmitglieder, vor allem für
die Hofdamen, aber auch für männliches Personal im Dienst fürstlicher
Frauen.
Nicht nur als personeller Verband, sondern auch als räumliches
Gebilde ist der Hof Gegenstand meiner Untersuchung. Die Untersuchung der
höfischen "Wohnstrukturen als Anzeiger gesellschaftlicher Strukturen"
im Sinne von Norbert Elias hat sich für meine Fragestellungen bereits
vielfach als aufschlußreich erwiesen. Die räumliche Unterbringung
spiegelt die Position einzelner Angehöriger innerhalb der Familienhierarchie
und wird von der Hofgesellschaft entsprechend wichtig genommen, wie Briefe
über Bau- und Einrichtungsmaßnahmen, Einquartierung von Angehörigen
bei Besuchen, Verlegung von Angehörigen in andere Zimmer, Zuweisung
von Schlafplätzen etc. zeigen. Zugleich bestimmten die Unterbringung
sowie die Lage der Räume und Appartements zueinander die Beziehungen
der Bewohner mit, man denke hier nur an die Frage, ob zwischen den Gemächern
von Fürst und Fürstin eine Verbindung bestand, ob der Fürst
von seinem Appartement aus direkten Zugang zum Frauenzimmer hatte, ob bestimmte
Angehörige bewacht und isoliert wurden, von der gelegentlichen Funktion
bestimmter Räume als Familiengefängnis ganz zu schweigen.
Bei der Untersuchung des Beziehungsgefüges und der
Sozialstruktur der Familie orientiere ich mich an den Phasen des individuellen
und familialen Lebenszyklus, wie es in der Historischen Familienforschung
und in jüngerer Zeit auch in Teilen der Adelsforschung praktiziert
wird. Beim Blick auf Geburt, Heirat, Herrschaftswechsel, Verwitwung, Alter,
Tod etc. zeigt sich, in welchem Maß die fürstliche Familie durch
den Wechsel und die Neubildung von Beziehungen und Konstellationen geprägt
ist und daß die durch die Familienordnung vorgegebene, auf den ersten
Blick statisch wirkende Rollenverteilung auch flexible Momente enthält.
Den lebenszyklischen Ansatz verknüpfe ich im Gegensatz zur bisher
vorherrschenden Dynastieforschung mit dezidiert anthropologischen Fragestellungen.
Beim Thema Herrschaftswechsel bzw. Resignation etwa stehen Fragen nach
Alter, Altern, Krankheit im Mittelpunkt, und der Komplex der ehelichen
Beziehungen wird verstärkt unter dem Aspekt von Sexualität untersucht,
der in vorliegenden Arbeiten quellenbedingt oft auf die Feststellung der
generativen Leistung verkürzt wird, obwohl die Frage, wie "bei Hofe
geliebt" wird, zentral ist.
Mein Ansatz basiert auf der Kombination verschiedenartigen
Quellenmaterials. Mir stehen im wesentlichen drei Quellengruppen zur Verfügung:
erstens diplomatische Quellen (Hausgesetze, Eheverträge, Testamente
etc.), zweitens Verwaltungsschriftgut (Inventare, Personenlisten, Einkaufslisten,
Protokolle etc.), das bekanntlich Aufschluß über Ausstattung
von Räumen und Personen, Inszenierung von Hochzeiten und anderen Festen,
Geschenkaustausch usw. gibt, das darüber hinaus auch, und dies ist
für meine Fragestellungen besonders erhellend, die zunehmende Verschriftlichung
von Entscheidungs- und Kommunikationsprozessen dokumentiert. Als dritte
Gruppe sind schließlich Briefe zu nennen. Sie machen den weitaus
größten und wichtigsten Anteil des Materials aus und werden
daher in meiner Arbeit sowohl unter inhaltlichen als auch unter quellenkundlichen
und philologischen Gesichtspunkten ausführlich behandelt. Während
Urkunden und Verträge erkennen lassen, wie stark das adlige Erb- und
Ehegüterrecht und die Versorgungsproblematik auf familiale Beziehungen
einwirken, erweist sich anhand von Briefen bzw. aus deren Kombination mit
Urkunden, wie diese rechtlichen und wirtschaftlichen Grundgegebenheiten
sich im einzelnen auswirkten und wahrgenommen wurden, wie die Beteiligten
die jeweilige Situation miteinander gestalteten, wie abgeschlossene Rechtsgeschäfte
hinterher mit Leben erfüllt wurden bzw. wer im Vorfeld von Vertragsabschlüssen
an den Verhandlungen und Entscheidungen beteiligt war, möglicherweise
in der Urkunde genannt zu werden.
Zum Stand der Arbeit sei abschließend bemerkt, daß
die Erfassung der ungedruckten Archivalien im Geheimen Staatsarchiv Preußischer
Kulturbesitz zu Berlin sowie in den Staatsarchiven Nürnberg und Bamberg
ganz, ihre Auswertung zum Teil abgeschlossen ist.
Cordula
Nolte, Greifswald*
Kolloquiumsberichte
Das Frauenzimmer – La Chambre des Dames
Die Frau bei Hofe in Spätmittelalter und
Früher Neuzeit
La femme à la Cour à la fin du Moyen
Âge et aux Temps Modernes
Dresden, 26.-29. September 1998
6.
Symposium der
Residenzenkommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
in Zusammenarbeit mit demDeutschen Historischen Institut Paris,
dem Sonderforschungsbereich 537 der Technischen Universität
Dresden und dem Landesamt
für Archäologie des Freistaates Sachsen
Das 6. Symposium der Residenzenkommission der Akademie
der Wissenschaften zu Göttingen stand im Zeichen einer aktuellen Thematik
mit zwei deutlichen Schwerpunkten. Zum einen wurden die verschiedenen Rollen
und Funktionen von Frauen am Hof beleuchtet, dies auch hinsichtlich spezifischer
Ausdrucksformen und -möglichkeiten und eines eigenen Selbstverständnisses,
zum anderen die "Frauenzimmer" als architektonische Orte an den europäischen
Höfen wie auch Frauenhöfe selbst in den Mittelpunkt gerückt.
Die Tagung wurde am Abend des 26. September im Großen
Senatssaal der Technischen Universität Dresden nach der Begrüßung
durch Gert Melville (Dresden) und nach einleitenden Worten Werner Paravicinis
eröffnet durch einen öffentlichen Festvortrag von Peter Strohschneider
(Dresden), der von der "Kemenate" als einem "poetischen Vorspiel im Hochmittelalter"
handelte. Strohschneider, der seine Beobachtungen an zwei literarischen
Beispielen des hohen Mittelalters verdeutlichte (v.a. Wolfram von Eschenbachs
"Willehalm"), stellte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen die thesenhafte
Formel von der "Visibilität der Invisibilität". "Kemenate", als
Begriff für den Ort der Frauen am Hof, wie er im 12. und 13. Jahrhundert
in der höfischen Literatur üblich war und erst anschließend
durch das "Frauenzimmer" verdrängt wurde, sei inhaltlich kein randständiges,
sondern ein zentrales höfisches Ereignis gewesen, das begrifflich
zwar nur ein schwach differenziertes semantisches Feld in der Bedeutung
von geheimnisvoll, abgetrennt, nicht öffentlich usw. umschreibe, aber
über die hauptsächlich sozialen Implikationen des Begriffes "Harem"
und die hauptsächlich räumlichen Implikationen der chambre
im Sinn einer "Blickbegrenzung von innen" hinausgreife und somit Symptom
eines funktional bedeutsamen Transformationsprozesses sei. Ein Empfang
der Dresdener Universität aus Anlaß des Symposiums, gegeben
von Prorektor Hans Wiesmeth, beschloß diesen Abend.
Nach einer sonntäglichen Exkursion in das "höfische"
Umland Dresdens (Albrechtsburg, Meißen; Weesenstein; Pillnitz) begann
die eigentliche Tagung am 28. September mit einem einführenden Vortrag
von Werner Paravicini, der das Thema in vier Fragekomplexe unterteilte,
an denen sich die vier Sektionen des Symposiums orientierten. Zunächst
sollte dies in der Topographie von Hof und Residenz der den Frauen eigene
Ort sein, dann der Aspekt der Organisation, wozu insbesondere die Frage
nach Macht (und Ohnmacht) der Frauen bei Hofe zu zählen sei, drittens
schließlich deren spezifische Rollen: "Aufgaben und Reservate von
Frauen bei Hofe" und zuletzt der "geschützte Ort", der in den Blick
zu nehmen sei, womit Probleme der "Ordnung und der Transgression im Geschlechterverhältnis"
angesprochen waren. Diese Fragekomplexe als Ausdruck einer dreifachen Blickrichtung
– "Raumordnung und Gesellschaft, Mann und Frau, Sexualität und Politik"
– sollten auch "die Fürstin als Vorsteherin einer weiblichen (und
immer auch männlichen) Personengruppe" mit der Perspektive der anderen
Frauen bei Hofe verbinden.
1. Ein eigener Ort: Frauen in der Topographie von Hof
und Residenz
Philippe Contamine (Paris) fragte nach den "Espaces féminins,
espaces masculins dans les demeures aristocratiques françaises de
la fin du Moyen Age." Er wies darauf hin, daß die Raumlösungen
entgegen allen Schematisierungen auch immer von individuellen Faktoren
beeinflußt worden seien. Diese mögen auch das scheinbar regelhafte
Fehlen eines Ehebettes relativieren, obwohl eine gemeinsame Kammer des
Ehepaares häufig nachweisbar sei. Das Personal an den Frauenhöfen
bestand nach seinen Forschungen vorrangig aus Männern. Frauenflügel
und Männerflügel lagen sich gegenüber, wobei die Gemächer
der Fürstin und ihrer Damen zumeist ein wenig hinter der Ausstattung
der Gemächer des Fürsten zurückblieben. Susanne Kress (Gießen/Florenz)
bot in ihrem Beitrag zum Vergleich die italienische Perspektive des Florentiner
Großbürgertums der Renaissance. Ihr Vortrag "E la donna che
regge la casa. Frauenzimmer der Florentiner Renaissance: Funktion,
Ausstattung, Ikonographie" stellte Theorie und Praxis der Raumaufteilung
in den großen Palästen gegenüber und verglich den Architekturtraktat
des Giovanni Battista Alberti mit der tatsächlichen Ausgestaltung
des Palazzo der Medici nach zeitgenössischen Inventaren. Wie in Frankreich
finde sich eine "camera principale", ein gemeinsamer Raum von Frau und
Mann, aber auch ein eigener Bereich in der "anticamera" der Ehefrau, doch
es gebe keine eigene Ikonographie von Frauenzimmern im Vergleich zu Männerräumen.
Die "anticamera" in ihrer ikonographischen Gestaltung stehe hinter der
repräsentativeren "camera principale" zurück. Der Beitrag Stephan
Hoppes über "Bauliche Gestalt und Lage von Frauenräumen in deutschen
Residenzen des späten 15. und 16. Jahrhunderts" beschloß die
erste Sektion. Zur kunstgeschichtlichen Erforschung der funktionalen Raumstruktur
stellte er drei unterschiedliche Raumtypen von Frauenräumen im deutschen
Schloßbau vor 1600 vor: Die Tafelstube des weiblichen Hofstaates,
das Wohnappartement der Fürstin und das Appartement des weiblichen
Hofstaates. Birgit Franke (Marburg) sprach über "Bilder in Frauenräumen
und Bilder von Frauenräumen: Imagination und Wirklichkeit". Dieser
Beitrag wertete neben bildhaften Darstellungen französischer und niederländischer
Fürstinnen in ihren Räumen Inventare als Quellen der Raumausstattung
aus. Besondere Beachtung schenkte Franke dabei einem Vergleich mit Fürstenzimmern
und konnte feststellen, daß sich die Unterschiede weniger in der
Ausstattung selbst als in ikonographisch faßbaren Randbemerkungen
wie der Darstellung geschlossener oder offener Türen niederschlugen.
2. Eine eigene Organisation: Macht und Ohnmacht von
Frauen bei Hofe
Brigitte Streich (Celle) widmete sich als erste Rednerin
dieser Sektion in ihrem Beitrag zu Frauenhof und Frauenzimmer den wettinischen
Fürstinnen und ihrem Gefolge im 14. und 15. Jahrhundert und belegte
einen Funktionswandel des Frauenhofes zu dieser Zeit. Anhand von Untersuchungen
des Itinerars konnte sie zeigen, daß mit der zunehmenden Herausbildung
fester Residenzen letztlich eine Beschränkung der Autonomie der Frauen
bei Hofe einherging, die zuvor durch das häufige Reisen zwangsläufig
über eine eigene Hoforganisation verfügten und damit tendenziell
eine aktivere politische Rolle spielten konnten. Im letzten Viertel des
15. Jahrhunderts deutete sich dieser Wandel in einem Wechsel der Terminologie
von der curia dominae, dem Frauenhof, zum "Frauenzimmer" an bei
gleichzeitigem Rückzug der Fürstin und ihres Gefolges in den
privaten Bereich (mit Schlüsseln, Schlössern und Türstehern
als Kennzeichen und der Verlagerung auf Tätigkeiten am Residenzort
wie die Pflege der Gärten und die Hinwendung zu künstlerischen
Bereichen). Katrin Keller (Dresden) ging in ihrem Beitrag über Kurfürstin
Anna von Sachsen (1532-1585) – "Gynäkokratie am Dresdner Hof?" – der
Frage nach den (politischen) Einflußmöglichkeiten verehelichter
Fürstinnen nach. Aufgrund reich überlieferter Privatbriefe der
Fürstin konnte sie das Bild einer Frau und Königstochter zeichnen,
die im Rahmen ihrer ehelichen Verbindung auf der Grundlage nahezu bedingungsloser
Loyalität mit Hilfe von Geschenken und Briefen, aber auch durch direkte
Intervention Gestaltungsräume erschließen konnte, die politisches
Wirken – verständlich und plausibel erst durch Rückgriff auf
den Politikbegriff des 16. Jahrhunderts – auch außerhalb des Frauenzimmers
ermöglichten. Am Beispiel der Erzherzogin Clara Isabella Eugenia erläuterte
Barbara Welzel (Marburg) anhand ikonographischer Quellen das Selbstverständnis
einer verwitweten niederländischen Statthalterin des frühen 17.
Jahrhunderts. War Isabella vor ihrer Witwenschaft deutlich faßbar
als die fürstliche Gemahlin Erzherzog Albrechts VII. von Spanien,
so präsentierte sie sich nach dessen Tod im Jahr 1621 in vordergründiger
Vernachlässigung ihres politischen Körpers als Witwe und Ordensfrau,
die als Statthalterin der Niederlande nur die Geschäfte ihres Mannes
weiterführte. Tatsächlich tradierte Isabella spanische Herrscherinnendarstellungen
und spitzte diese noch zu unter Nutzung ihres Namens "Clara", indem sie
nun im Habit der Clarissinnen auftrat, gleichzeitig jedoch als princesse
naturelle niederländische Traditionen nutzte und ihren autonomen
politischen Herrschaftsanspruch auch als Witwe deutlich visualisierte.
3. Eine eigene Rolle: Aufgaben
und Reservate von Frauen bei Hofe
Den zweiten Tag eröffnete Michael Bojcov (Moskau)
mit der provozierenden Frage, ob es denn überhaupt Frauen im Mittelalter
gegeben habe. Tatsächlich fänden sich keine Vorschneiderinnen,
keine Schenkinnen am Frauenhof als Pendants zu ihren Kollegen am Hof des
Fürsten. Unter dem Titel "‘Frauenzimmer’ oder ‘Frauen bei Hofe’?"
referierte Bojcov zunächst über Begriff und Definition des "Frauenzimmers"
(am Beispiel des Tiroler und des Marburger Hofes) und lenkte dann den Blick
auch auf die nicht zum Frauenzimmer gehörenden weiblichen Personen
am Hof (wie es am Frauenhof selbstverständlich männliches Personal
gab, dieses im Prinzip nicht durch weibliches zu ersetzen war, und der
Frauenhof immer in Abhängigkeit vom Hof des Herrschers zu sehen sei):
Wäscherinnen, Spülerinnen, fürstl. Rentnerinnen und andere
hofnahe Frauen. Hier würde sich nach Bojcov der Ansatzpunkt für
die sogenannten gender studies finden, sei doch die Herrscherin
als solche eine eigentlich entweiblichte Person. Anna-Manis Münster
(Greifswald/Bordeaux) schloß an mit einem Kurzreferat über die
"Sozialgeschichte der Hofdamen an französischen Höfen des Spätmittelalters"
und thematisierte die "Funktionen der dames et damoiselles d’honneur
im Gefolge der Königin und der Herzoginnen": Alltagsbewältigung
einerseits und Repräsentation nach außen andererseits. Hofamtslisten,
Rechnungen und Gagenabrechnungen geben sowohl Antworten auf Fragen nach
Umfang und innerer Hierarchisierung der untersuchten Frauenhöfe als
auch auf Fragen nach den finanziellen Spielräumen der Frauen am Hof
und der Fürstin. Wer zahlte bspw. den Frauenhof und wie frei konnten
die Frauen über gegebene finanzielle Mittel verfügen? (Marie
de Sully konnte immerhin über einen eigenen Hofstaat gebieten.) Über
die Erwartungen, die an die Hofdamen herangetragen wurden, als Einzelpersonen
oder als Gruppe, geben Gagenlisten und Rechnungen, so hilfreich sie auch
für die Rekonstruktion des Gefolges und seines Lebens bei Hof sein
mögen, allerdings kaum Auskunft. Hier würde der "Livre de trois
vertus" der Chrisitane de Pizan weiterhelfen, der ein idealtypisches Bild
der französischen Hofdame um 1400 entwickelt hat und in welchem sowohl
die Forderung nach einer eigenen weiblichen Hofhaltung vertreten als auch
die Bedeutung von repräsentativ wirksamer Vorbildhaftigkeit von Hofdamen
hervorgehoben wird. Daß sich der Hof der französischen Herrscherin
im 15. Jahrhundert vergrößert hat, sei demgemäß keine
Folge von Feminisierung gewesen, sondern von erweiterten repräsentativen
Funktionen. Beatrix Bastl (Wien) setzte diese sozialhistorischen Betrachtungen
für "Das österreichische Frauenzimmer" in der Frühen Neuzeit
fort. In ihrem Beitrag "Zum Beruf der Hofdame" erörterte Bastl die
Frage, welche Gründe Eltern dazu bewogen haben mögen, ihre Töchter
materiell durchaus kostspielig auszustatten und zu versuchen, diese als
Hofdame an einem großen Hof unterzubringen, wobei eine spezielle
Erziehung die jungen Frauen auf ihre Aufgaben am Hof vorbereiten sollte.
Diese Aufgaben brachten in der anschließenden Diskussion der Beiträge
neben dem Streben nach "Amortisierung der Investitionskosten" durch Prestige
und Beziehungen die Bedeutung der Sexualität am Hof für die Funktion
dieses sozialen Gebildes zur Sprache. Ein wichtiges Moment sei sicherlich
der Heiratsmarkt gewesen, den der Hof für die Damen und jungen Edelleute
bot. Nicht zu vernachlässigen in der Sozialgeschichte der Hofdamen
sei auch die Problematik von Fremdheit und Integration am Frauenhof, da
durch die internationalen Heiratsbeziehungen des Hochadels häufig
genug die Braut und ihr Gefolge weit entfernt von ihrem Heimatland leben
mußten: Hofdamen hätten in der Fremde zusätzliche Funktionen
in Information und Resonanz. In Anlehnung an Kantorowicz’ These der "zwei
Körper des Königs" untersuchte Martin Kintzinger (Berlin) "Die
zwei Frauen des Königs. Zum politischen Handlungsspielraum von Fürstinnen
im europäischen Spätmittelalter." Sein Beitrag versuchte mit
Hilfe einiger Beispiele die Grenzen des politischen Handlungsspielraums
von Fürstinnen im 15. Jahrhundert auszuloten. Eigenständigkeit
im politischen Handeln, das letztlich scheiterte, erkannte Kintzinger u.a.
bei Isabeau de Bavière, der Frau Karls VI. von Frankreich, bei Valentina
Visconti, der Frau dessen Bruders Ludwig von Orleans, bei Barbara von Cilli,
der Gemahlin Kaiser Sigmunds, sowie bei Jacobäa von Bayern, die nach
vier mißglückten Heiraten in verschiedene europäische Dynastien
am Ende erfolglos blieb. Die Erfolg oder Mißerfolg von Frauen auf
der politischen Bühne bedingenden Faktoren konnte unterschiedlich
sein. Abhängigkeit von der Herrschaftslegitimation habe sich hierbei
ebenso ausgewirkt wie Persönlichkeitsstärke und die Fähigkeit
zur Überschreitung geschlechtsspezifischer Rollen, das Scheitern sei
nahezu ausschließlich aus der Kollision mit männlichen Herrschaftsansprüchen
zu erklären.
4. Ein geschützter Ort? Ordnung und Transgression
im Geschlechterverhältnis bei Hofe
Stefan Weiss (Gersthofen) führte mit seinem Referat
"Die Damen am päpstlichen Hof zu Avignon unter Johannes XII. (1316-1334)"
vor, wie in der Spannung von Keuschheitsgelübde und Zölibat einerseits
und der Notwendigkeit höfischer Repräsentation andererseits in
Avignon von Papst Johannes XII. ein Modell entworfen wurde, das einerseits
Frauen am päpstlichen Hof integrieren konnte, anderseits aber die
ausschließlich männliche Kurie von permanenter Versuchung (und
öffentlicher Kritik) freihielt durch Trennung von kurialen und repräsentativen
Aufgaben. In einiger Entfernung von Avignon unterhielt der Papst durch
seine laikalen Verwandten "Nebenresidenzen", in denen durch die dort unverfängliche
Anwesenheit von Damen das gewünschte höfische Ambiente hergestellt
werden konnte. Obwohl er selbst aufgrund eines Gelübdes Avignon nie
verließ, betrieb er diese Residenzen von Rittern seines Hofes teilweise
mit Damen aus der eigenen Verwandtschaft, teilweise mit Ehefrauen seiner
männlichen Verwandten, so daß es ihm möglich war, auswärtigen
Besuchern hohen Ranges gegenüber der Forderung der Zeit nach ritterlich-laikaler
Atmosphäre zu entsprechen. Von Avignon nach Italien, an den päpstlichen
Hof zu Rom, brachte die Teilnehmer der Beitrag von Claudia Märtl (Braunschweig).
Sie untersuchte die Frage, inwieweit sich aufgrund der Vorbildfunktion
absolutistischer Höfe die Rolle von Frauen im Umkreis der Kurie geändert
hat. Konzilsgeschichte und Reformation hätten weiblichen Zugang eigentlich
erschwert haben müssen, de facto sei dies aber nicht der Fall gewesen.
Am Beispiel des päpstlichen Hofs unter Pius II. (1458-1464) demonstrierte
Märtl, wie die Bemühungen zur Ausgrenzung von Frauen am Papsthof
und ihre tatsächliche Einbindung miteinander divergierten. Diese einander
widerstrebenden Tendenzen lassen sich zum einen auf die steigende Bedeutung
von verheirateten Laien als Funktionsträger am päpstlichen Hof,
dann aber auch auf erweiterte Repräsentationsfunktionen des Papstes
als Territorialherrn und schließlich auf seine humanistischen Interessen
selbst zurückführen. Frauen waren daher im Alltagsleben der Kurie
– im Dienstleistungsbereich, als Ehefrauen, als Angehörige der Papstfamilie
– wesentlich präsenter als normative und deskriptive Quellen dies
zunächst vermuten lassen würden. "Les ducs de Bourgogne et les
enlèvements des femmes dans les élites des Pays-Bas du XVe
siècle" stellte Walter Prevenier (Gent) vor. Er präsentierte
ein erstaunliches und wenig bekanntes Phänomen des späten Mittelalters:
die Entführung von Frauen zum Zweck der späteren Heirat. Das
System der Mitgiftehe machte manche Erbtochter und Witwe im 14. und 15.
Jahrhundert so interessant, daß mit allen Mitteln versucht wurde,
eine Heirat zu erzwingen. Natürlich kam es auf den Konsens der Frau
an. Der Kreis der Täter rekrutierte sich aus allen sozialen Milieus,
ohne daß der Hochadel hier aufgrund seiner besonderen Stellung am
herzoglichen Hof eine Ausnahme bei den "lettres aux rémission" gemacht
hätte. Vielmehr ist die paradoxe Situation zu beobachten, daß
die "Entführung" von Frauen auch von den Herzögen selber ganz
nach politischer Opportunität gehandhabt wurde. Gnadengesuche wurden
hier ebenso arbiträr nach politischem Opportunismus beschieden wie
das Mittel der erzwungenen Eheschließung durch die Herzöge selbst
angewandt. Monique Châtenet (Paris) stellte diesem Bild die Ordnung
des französischen Hofes im 16. Jahrhundert gegenüber. Aufgrund
baugeschichtlicher Befunde berichtete sie über "Les logis des femmes
à la cour de France au XVI siècle". Auch und gerade in den
Raumaufteilungen spiegeln sich die einzelnen Frauenrollen (Ehefrau, Mutter
und Mätresse) wider. Dies exemplifizierte Châtenet am Regelfall
und an den Ausnahmen (Katharina de Medici, Anne de Bretagne). Es wurde
deutlich, daß Jungfrauen nicht zufällig meist im höchsten
Stockwerk des Schlosses oder der Burg untergebracht waren. Gleichzeitig
wies Châtenet auf den quantitativen Anstieg des Hofpersonals im Laufe
des 16. Jahrhunderts hin, bei dem auch der Frauenhof keine Ausnahme bildete
und neue architektonische Anforderungen mit sich brachte. Regelmäßig
hatte der König die prächtigsten und besten Räume eines
Schlosses und nur die zweitbesten waren der Königin zugedacht. Ausnahmen
stellten die schon genannten Persönlichkeiten dar, die im Fall der
Katharina de Medici zum Appartement des König symmetrische Räume
bewohnte. Am Ende dieser Sektion erwartete die Teilnehmer ein Vortrag von
Peter Moraw (Gießen) über den "Harem des Kurfürsten Albrecht
Achilles von Brandenburg-Ansbach". Zunächst galt es, die Begriffe
zu klären. Der Begriff "Harem", der orientalen Welt entlehnt, träfe
die Sache nur annähernd, aber wohl doch am ehesten. Kurfürst
Albrecht war Vater von allein 18 ehelichen Kindern, die er mit zwei aufeinanderfolgenden
Ehefrauen zeugte. Doch neben den ehelichen pflegte der Fürst noch
andere Beziehungen. Eindrucksvoll sei diesbezüglich ein Briefwechsel,
den Albrecht mit seiner zweiten Frau geführt habe, als er anläßlich
eines Feldzugs des Kaisers gegen Karl den Kühnen diesem die Heerfolge
leisten mußte. In dieser Korrespondenz würden deutliche Details
eines intensiven außerehelichen Sexuallebens beider Partner mitgeteilt.
Der Herzog sei auf seinem Zug von mindestens sechs Hofdamen begleitet worden,
die ihn über die Trennung von seiner Frau hinwegzutrösten hatten.
Die Herzogin wiederum scheint die Damen selber ausgewählt zu haben,
sich wohl bewußt, welchem Zweck die Begleitung dienen sollte. In
der folgenden Diskussion wurden Zweifel darüber geäußert,
ob es sich hier nicht doch eher um literarische Fiktion als um realistische
Berichterstattung gehandelt habe.
Die Tagung wurde von Gert Melville unter fünf Hauptaspekten
zusammengefaßt. Es sei zum einen um die kulturellen Voraussetzungen,
dann um die Entfaltung der Frau im höfischen Kulturkreis gegangen.
Diese sei drittens sowohl in ihrem individuellen Aspekt als auch viertens
nach ihren biologischen Voraussetzungen beleuchtet worden. Schließlich
sei fünftens der dynastische Aspekt erörtert und damit das weite
Themenspektrum des "Frauenzimmers" und der Frau am Hofe in Spätmittelalter
und früher Neuzeit abgedeckt worden. Desiderate zukünftiger Bemühungen
aber blieben der Topos der höfischen Liebe, die Rolle der Frau bei
höfischen Festen und die Bedeutung des Marienkultes am Hofe, d.h.
der weiblichen Frömmigkeit überhaupt im Kontext von Hof und Herrschaft.
Gerade dieser letzte Punkt, der auch die Rolle der Äbtissinnen, Reichsstifte
und Frauenklöster in dieser Zeit umfaßt, wurde in der Schlußdiskussion
mehrfach angesprochen und für die zukünftige Erforschung des
Themas der Frau bei Hofe eingefordert.
Jörg Wettlaufer/Jan Hirschbiegel
Texte,
Rituale, Bilder
Wirklichkeitsbezug und Wirklichkeitskonstruktion
politisch-rechtlicher
Kommunikationsmedien in Stadt- und Landgesellschaften
des späten Mittelalters
Sektion des 42. Deutschen Historikertages "Intentionen
– Wirklichkeiten"
in Frankfurt a. M., 11. September 1998
Klaus Schreiner (Bielefeld), der die Sektion leitete,
erläuterte eingangs die zugrundegelegten Erkenntnis- und Forschungsinteressen
("Vorbemerkungen: Fragen, Begriffe, Untersuchungsfelder"). Vor dem Hintergrund
des Rahmenthemas des Historikertages betonte Schreiner, daß die mittelalterliche
Historiographie den modernen Gegensatz von res factae und res
fictae nicht in vergleichbarer Weise kenne, sondern vielmehr mit einer
Verschränkung des Gegensatzpaares zu rechnen sei. In Abgrenzung zu
postmodernen Ansätzen wollte er ‚Fiktives‘ als zurückgebunden
an die historische Realität verstanden wissen und wies zugleich auf
die gesellschaftliche Funktion dieses ‚Fiktiven‘ hin. Konkret gehe es um
Kommunikationsmedien und ihre gesellschaftliche Funktion: Texte, Rituale
und Bilder formulierten legitime Ordnung, seien zugleich Selbstbeschreibung
der spätmittelalterlichen Gesellschaft wie auch konstitutiv für
die Herrschaftsbildung. In ‚rituellen Inszenierungen‘ werde Erinnerungspflege
betrieben, aber auch über aktuelle Zustände kommuniziert. Mit
dem Ende des Mittelalters habe (nach Percy Ernst Schramm) auch die Lesbarkeit
seiner Zeichensprache ein Ende gefunden, und um die Rekonstruktion und
Deutung eben dieser Zeichensprache gehe es im folgenden.
Ulrich Meier (Bielefeld) referierte über "Stadt-Bilder.
Politische Ikonographie im Spannungsfeld städtischer Kommunikationsprozesse
(14.-16. Jahrhundert)", eingegrenzt auf die Rathausikonographie. Er plädierte
in Erweiterung der ideen- und kunsthistorischen Ansätze für eine
Kombination zweier Blickwinkel: Einerseits sollten Themen und Motive alteuropäischer
Rathausikonographie vergleichend betrachtet, andererseits ihre ‚politische
Ikonographie‘ in Bezug zu anderen Formen städtischer Selbstinszenierung
gesetzt und so als Kommunikationsmedium begriffen werden. Grundsätzlich
unterschied Meier drei Themenkomplexe: Erstens "Gericht und Gerechtigkeit",
z.B. Darstellungen des Weltgerichts, Varianten der Iustitia-Ikonographie
etc., die möglicherweise einen regionalen Schwerpunkt im mittel- und
niederdeutschen Raum bildeten. Zweitens eine "Rat und Tat"-Ikonographie,
die Vorbilder gerechter Ordnungen zeige, verkörpert z.B. durch gute
Ratgeber (Propheten, antike Philosophen) und die Neun (und andere) Helden,
die sich um die Gemeinschaft verdient gemacht haben (Iudith, aber auch
Könige und Feldherren), mit einem möglichen Schwerpunkt in italienischen
Kommunen. Drittens eine Ikonographie, die um die jeweilige Stadt in Geschichte
und Gegenwart kreise, so z.B. in Schlachtengemälden städtische
Siege verherrliche. Die Rathausikonographie als Mittel innerstädtischer
Kommunikation möchte Meier fassen, indem er sie in Bezug setzt zu
anderen zeitnahen ‚Äußerungen‘ der Stadt: Stadtbüchern,
Memorienstiftungen, Predigten etc. Am Beispiel Lüneburgs versuchte
er auf diese Weise, die Rathausikonographie mit einer neuen gesellschaftlichen
Standortbestimmung der städtischen Führungsschichten in Verbindung
zu bringen.
Klaus Graf (Freiburg) stellte in seinem Vortrag "Politische
Rituale in der deutschen Stadt des Spätmittelalters" zunächst
ein im deutschen Raum offenbar einzigartiges Ritual vor, das Ummessen der
Stadtmauer von Göttingen mit einem Docht. Eventuell käme man
mit einem vergleichenden Ansatz einer Deutung näher (z.B. mit der
Interpretation des Rituals als ‚Votivgürtung‘ unter französischem
Einfluß). Nach einem Blick auf die meist angelsächsische Forschung
wies er auf das weite Feld politischer Rituale in deutschen Städten
hin: Prozessionen, Bannerläufe, Schwörtage, Feste aller Art,
geistliche und weltliche Spiele, Schlachtengedenktage etc. Er regte an,
intensiv auf die ‚Liturgie der Stadt‘ einzugehen, die Handlungen der ‚Sakralgenossenschaft‘
einzelner Stadtpfarreien zu untersuchen, Rituale als Teil einer Erinnerungskultur
zu fassen. Bezogen auf die Funktionen und Leistungen politischer Rituale
unterschied Graf ein ‚Konsensmodell‘ (Teilhabe am Diskurs über die
soziale Ordnung) von einem ‚Konfliktmodell‘ (Manipulation und Instrumentalisierung
bei der Teilnahme) und betonte abschließend den Charakter des politischen
Rituals als Schauspiel.
Der Ambivalenz von Gaben widmete sich Valentin Groebner
(Basel) mit seinem Referat über "Flüssige Gaben und die Hände
der Stadt. Geschenke, Korruption und politische Sprache in der Eidgenossenschaft
am Ausgang des Mittelalters". So stelle z.B. Wein als ‚politische Flüssigkeit‘,
von städtischen Amtleuten als ‚Händen‘ der Stadt an wichtige
Persönlichkeiten verschenkt und penibel verzeichnet, nur die eine
– sichtbare – Seite von Gaben dar. Ausführlicher widmete er sich der
heimlichen Gabe (fnhd. miet), deren Annahme den städtischen
Amtsträgern zwar zumeist im Amtseid verboten, aber verbreitet war.
Das sprachliche und bildliche Sichtbarmachen der wirksamen Heimlichkeiten
in z.B. Predigten, Fürstenspiegeln, frühen Drucken etc. bediente
sich u.a. der Metaphorik des politischen Körpers (Schinden der Untertanen
in Umkehrung der Strafe für bestechliche Amtleute), durchaus auch
mit sexuellen Konnotationen (Sünde der Käuflichkeit), gipfelnd
im Vorwurf der Ketzerei und Sodomie. Die metaphorische Visualisierung der
unsichtbaren Gabe könne so auch als politisches Kommunikationsmittel
begriffen werden.
Gabriela Signori (Bielefeld) suchte in ihrem Referat "Schlachten,
Weiber, Kinder und Despoten. Geschlecht und Krieg in der Bilderwelt des
späten Mittelalters" am Beispiel der ‚Kriegsberichtsschreibung‘ den
großen Einfluß literarischer Vorbilder aufzuzeigen. Topoi und
traditionelle Wahrnehmungsschemata bestimmten z.B. die Berichte über
Greueltaten an Frauen und Kindern im Krieg, schwer sei zu entscheiden,
wo hier Fiktion ende und Realität beginne. Die sprachlichen Bilder
ließen kaum individuelles Leid erkennen, Hussiten und Türken
würden pauschal als unchristlich-grausame Feinde dargestellt. Am Beispiel
der zeitgenössischen und modernen Geschichtsschreibung zum Fall Konstantinopels
1453 wies sie auf das Fortwirken dieser Topoi hin.
Der letzte und mit großem Interesse aufgenommene
Vortrag von Matthias Lentz (Bielefeld) über "Schmähbriefe und
Schandbilder als Medien sozialer Sanktion. Fiktionalität, Visualität
und Realität spätmittelalterlicher Normenkonflikte" zeigte in
eindrücklicher Weise am Beispiel von Schmähbriefen und Schandbildern
das Zusammenspiel von Fiktion und Realität im Bild: Durch die öffentlich
angeschlagenen, entehrenden Bilder des Übeltäters (z.B. am Galgen,
gevierteilt etc.) werde unter Rückgriff auf die Rechtspraxis die Strafe
für dessen Vergehen fiktiv vollzogen. Die Einkleidung der unsichtbaren
Untat in die z.B. vom hingehaltenen Gläubiger erwünschte Sanktion
in Wort und Bild sei letztlich ein Apell, über das Wertesystem zu
kommunizieren, könne sogar zum Ausgleich zwischen den Parteien führen.
Gerrit
J. Schenk, Heidelberg*
Kolloquien,
Ausstellungen, Jubiläen*
Zeventiende promovendi-symposium van de Onderzoekschool
Mediëvistiek
Reizen en Communicatie in de Middeleeuwen
Brügge, 4. bis 6. Juni 1998
Kontaktadresse: Prof. Dr. A. M. Koldewej
KUN, Vakgroep Kunstgeschiedenis
Erasmusplein 1
NL-6525 HT Nijmegen
Aus dem Programm:
Vandewalle, A. (Brügge), Haven-infrastructuur en
havenarbeid in het laat-middeleeuwse Brugge; Ryk-kaert, M. (Brügge),
Hydrografie; Martens, M. (RUG), Schilderkunst in Brugge; Koldeweij (KUN),
Brugge-Venetië-Jeruzalem, een reisverslag; Oosterman, J. (RUL), Processies
in Brugge in de vijftiende eeuw; Geirnaert, N. (Brügge), Reizen, communicatie
en cultuur: Anselm Adornes en Johannes Crabbe; Blockmans, W. (RUL), Communicatie,
politiek en commercie in vijftiende-eeuws Brugge; Greve, A. (Gent), Brugse
handelshuizen.
*****
Tagung
Handbuch der Kunstdenkmäler – Schlesien
Marburg, 6. und 7. Juli 1998
Kontaktadresse: Herder-Institut Marburg e.V.
Dr. Hanna Nogossek
Gisonenweg 5-7
D-35037 Marburg
Tel. 0 64 21 - 18 41 46 – Fax 0 64 21 - 18 41 39
Email: herder@mailer.uni-marburg.de
Adresse im Internet: http://www.uni.marburg.de/herder-institut
*****
Interdisziplinäres Symposium
Beschreibung der Welt
Zur Poetik der Reise- und Länderberichte
Gießen, 8. bis 13. Juli 1998
Kontaktadresse: Prof. Dr. Xenja von Ertzdorff-Kupffer
Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut für deutsche Sprache und mittelalterliche Literatur
Otto-Behagel-Str. 10
D-35394 Gießen
Aus dem Programm:
Müller, U./Springeth, M. (Salzburg), Ein Indien-Reisebericht
aus Gold, Edelsteinen und Perlen: "Der Hofstaat zu Dehli am Geburtstag
des Großmoguls Aureng-Zeb" der Hofjuwelier-Werkstätte Dinglinger
(Dresden 1701-1708); Huschenbett, D. (Würzburg), diu vart hin über
mer – Die Palästina-Pilgerberichte als neue Prosa-Gattung in der
deutschen Literatur des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit;
Ertzdorff-Kupffer, X. von (Gießen), "Die ding muoß man mit
gesunder vernunft ansehen." – Der Ulmer Dominikaner Fekix Fabri erzählt
im ‘Evagatorium’ seine Pilgerreise 1483/84 ins Heilige Land; Dijk, H. van
(Groningen), Die Beschreibung der Orientreise des Joos van Ghistele (1481-1485)
als Enzyklopädie.
*****
Kolloquium
Text
– Ritual – Performanz
Heidelberg, 16. und 17. Juli 1998
Kontaktadresse: Dr. Hubert Roeder
Ägyptologisches Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Marstallhof 4
D-69117 Heidelberg
Tel. 0 62 21 - 54 25 37
Den Veranstaltern – neben dem Ägyptologischen auch
das Ethnologische Institut der Universität Heidelberg – ging es darum,
‚Rituale‘ verschiedenster Art in ihrer möglichen wechselseitigen Ergänzung
von (präskriptivem) Text und (performativer) Inszenierung auszuloten.
Das Zusammenwirken verschiedenster Darstellungsmedien (Rede, Architektur,
Schrift, Gestik usw.), ihre relationalen und prozessualen Aspekte, ihre
Voraussetzungen und Folgen sollten an ausgesuchten Beispielen der verschiedenen
teilnehmenden Disziplinen vorgestellt werden. Dabei standen neben spezifischer
‚Kultsemantik‘ auch Kulturpraktiken wie Thronbesteigungsrituale, Huldigungen,
Theateraufführungen usw. zur Diskussion [Gerrit J. Schenk, Heidelberg].
Aus dem Programm:
Verhoeven, U. (Mainz), "Horus und Seth" als multifunktionales
Thema in Mythos, Literatur, Totentexten und Thronbesteigungsritualen; Loprieno,
A. (Los Angeles/Heidelberg), Text und Königshandlung: Von Rawer bis
Merire; Podella, Th. (Hamburg), Literarische Inszenierungen des Kultes
in Psalm 24; Chaniotis, A. (Heidelberg), Kultinszenierungen und ästhetische
Gesichtspunkte in den griechischen Kultgesetzen; Schenk, G. J. (Heidelberg),
Zähmung der Widerspenstigen. Huldigungseide und Huldigungen deutscher
Reichsstädte im Spätmittelalter; Michaels, A. (Heidelberg), Die
fünf Komponenten von Ritualen; Wolf, S. (Heidelberg), Theatrale und
rituelle Liminalität.
*****
Ausstellung
Herrschaftszeichen – Herrschaftszeiten
Die Herzöge von Sonderburg-Plön 1622-1704
Plön, 18. Juli bis 30. August 1998
Information: Museum des Kreises Plön
Johannisstr. 1
D-24106 Plön
Tel. 0 45 22 - 7 43-2 69
*****
Arbeitstagung anläßlich der 700jährigen
Wiederkehr der ersten Vereinigung der sieben Kurfürsten
Die Entstehung des Kurfürstenkollegs des
Heiligen Römischen Reiches
Frankfurt a. M., 26. bis 29. Juli 1998
Kontaktadresse: Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Prof. Dr. Armin Wolf
Hausener Weg 120
D-60457 Frankfurt a. M.
Tel. 0 69 - 7 89 78-1 51 – Fax 0 69 - 7 89 78-1 69
Email: herder@mailer.uni-marburg.de
Adresse im Internet: http://www.uni.marburg.de/herder-institut
Sonntag, 26. Juli
Begrüßung: Stolleis, M. (Frankfurt).
Wolf, A. (Frankfurt), Königswähler und königliche
Tochterstämme der Ottonen; Wolf, A. (Frankfurt), 700 Jahre Kurfürstenkolleg
im Bild.
Montag, 27. Juli
Landau, P. (München), Was war um 1300 ein collegium?; Hlavá…
ek, I. (Prag), Die Przemysliden, Herzöge und Könige von Böhmen;
Wiegand, P. (Marburg), Die Ludowinger, Landgrafen von Thüringen; Dienst,
H. (Wien), Die Babenberger, Markgrafen und Herzöge von Österreich;
Flachenecker, H. (Göttingen), Die Wittelsbacher in der Pfalz und Baiern;
Schütz, A. (München), Die Andechser, Herzöge von Meran.
Dienstag, 28. Juli
Pischke, G. (Salzgitter), Die Brunonen und Welfen; Blaschke, K. (Dresden),
Die Wettiner und die Askanier in Sachsen; Assing, H. (Potsdam), Die Askanier
in Brandenburg; Heirbaut, D. (Gent), Die Grafen von Flandern und Hennegau;
van Ermen, E. (Löwen), Die Herzöge von Brabant; van Eickels,
K. (Bamberg), Die Grafen von Holland.
*****
Herbstsymposium der Stiftung Thüringer Schlösser
und Gärten
Historische Gärten und als Gesamtkunstwerke. Der Greizer
Park und sein Umfeld
Information: Tel. 0 36 72 - 4 47-0 – Fax 0 36 72 - 4 47-1 19
*****
Mediävistisches Kolloquium
Literatur und Wandmalerei
Erscheinungsformen ‘Höfischer’ Kultur und
ihre Träger im Mittelalter
Freiburg/Schweiz, 2. bis 5. September 1998
Kontaktadresse: Prof. Dr. Eckhart Lutz
Universität Freiburg/Schweit
Mediävistisches Institut
Lehrstuhl für Germanische Philologie I
Miséricorde
CH-1700 Freiburg/Schweiz
*****
Tagung
Jungsein
und in die Jahre kommen
Jugend von der Spätantike bis zur Frühen
Neuzeit
Hamburg, 14. bis 16. September 1998
Kontaktadresse: Arbeitskreis vormoderne Erziehungsgeschichte
Prof. Dr. Klaus Arnold
Universität der Bundeswehr Hamburg
Fachbereich Pädagogik
Seminar für Geschichtswissenschaft
Holstenhofweg 85
D-22039 Hamburg
Tel. 0 40 - 65 64-28 93 – Fax 0 40 - 65 41-28 28
Aus dem Programm:
Dienstag, 15. September
Ranft, A. (Kiel), Jugend am Hof. Ritterkultur und höfisches
Verhalten im Mittelalter; Beer, M. (Tübingen), Jugend auf dem Weg
nach außen. Studenten und Reisende des späten Mittelalters und
der Frühen Neuzeit in ihren Briefen an die Familie.
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5. Tagung des Arbeitskreises deutscher und polnischer
Kunsthistoriker
Epochenwende – Wendezeiten in der mittel- und
osteuropäischen Kunst
Marburg, 25. bis 27. September 1998
Kontaktadresse: Herder-Institut Marburg e.V.
Dr. Hanna Nogossek
Gisonenweg 5-7
D-35037 Marburg
Tel. 0 64 21 - 18 41 46 – Fax 0 64 21 - 18 41 39
Email: herder@mailer.uni-marburg.de
Adresse im Internet: http://www.uni.marburg.de/herder-institut
*****
69. deutscher Archivtag des Vereins deutscher
Archivare
Archive im zusammenwachsenden Europa
Münster, 29. September bis 2. Oktober 1998
Kontaktadresse: Verein deutscher Archivare c/o Westfälisches Archivamt
Dr. Norbert Reimann
Warendorfer Str. 24
D-48145 Münster
Tel. 02 51 - 5 91 38 86 – Fax 02 51 - 59 12 69
Aus dem Programm:
Mittwoch, 30. September
Heckmann, D. (Berlin), Editionen west- und ostpreußischer
Amtsbücher und Rechnungen aus dem Spätmittelalter durch polnische
und deutsche Bearbeiter nach 1945.
Donnerstag, 1. Oktober
Mikoletzky, L. (Wien), Das Archiv der Habsburger – ein
frühneuzeitliches übernationales Zentralarchiv.
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Ausstellung
Der
bayerische Kurfürst Max Emanuel in Brüssel
München, bis 30. September 1998
Information: Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns
Prof. Dr. Hermann Rumschöttel
Postfach 22 11 52
D-80501 München
Tel. 0 89 - 2 86 38-4 85 – Fax 0 89 - 2 86 38-6 15
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Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche
Geschichte e.V.
Zwischen
Adel und Nichtadel
Insel Reichenau, 6. bis 9. Oktober 1998
Kontaktadresse: Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte
e.V.
Benediktinerplatz 5
D-78467 Konstanz
Tel./Fax 0 75 31 - 6 17 43
Programm:
Dienstag, 6. Oktober
Honemann, V. (Münster), Gesellschaftliche Mobilität
in Dichtungen des deutschen Spätmittelalters.
Mittwoch, 7. Oktober
Spiess, K.-H. (Greifswald), Aufstieg in den Adel und Kriterien
der Adelszugehörigkeit im Spätmittelalter; Pfeifer, G. (Bozen),
"Nobis servire tenebitur in armis". Zu Formen des Aufstiegs und Übergangs
in den niederen Adel im Tirol des 14. Jahrhunderts; Reinle, C. (Mannheim),
"Wappengenossen und Landleute". Der bayerische Niederadel zwischen Aufstieg
und Ausgrenzung; Kersken, N. (Marburg), Der Kleinadel in Polen. Regionen
– Geschlechter – Existenzgrundlagen.
Donnerstag, 8. Oktober
Mersiowsky, M. (Tübingen), Niederadel, bäuerliche
Oberschichten und Stadtbürger: Soziale Dynamik im spätmittelalterlichen
Westfalen; Schmidt, H. (Oldenburg), Häuptlingsmacht, Freiheitsideologie
und bäuerliche Sozialstruktur im spätmittelalterlichen Friesland;
Holbach, R. (Oldenburg), Kirche und Karriere zwischen Adel und Nicht-Adel;
Andermann, K. (Karlsruhe), Zwischen Zunft und Patriziat. Beobachtungen
zur sozialen Mobilität in oberdeutschen Städten des späten
Mittelalters.
Freitag, 9. Oktober
Fouquet, G. (Kiel), Zusammenfassung.
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Deutsch-französisches Kolloquium
Die
Methodik der Bildinterpretation
Berlin, 16. bis 18. Oktober 1998
Kontaktadresse: Frankreich-Zentrum der Technischen Universität
Berlin
Astrid Wagner M.A.
Sekr. TEL 13-1
Ernst-Reuter-Platz 7
D-10587 Berlin
Tel. 0 30 - 3 14-2 69 89 – Fax 0 30 - 3 14-2 69 90
Email: Frankreich-Zentrum@tu-Berlin.de
Adresse im Internet: http://www-F-Zentrum.kgw.tu-berlin.de/F-Zentrum
Freitag, 16. Oktober
Begrüßung: Gil, T. (Berlin).
Begrüßung und Einführung: Schmitt, J.-C. (Paris),
von Hülsen-Esch, A. (Göttingen).
von Hülsen-Esch, A. (Göttingen), Warum ein Kolloquium zur
Methodik der Bildinterpretation zwischen Kunsthistorikern und Historikern?;
Krüger, T. (Freiburg i. Br.), Ikonologie des Unvermögens. Interpretationsansätze
zur Persönlichkeitsdarstellung in der Romanik aus einer entwicklungsgeschichtlichen,
analogisierenden Perspektive; Sauer, C. (Nürnberg), Bilder im Kontext
am Beispiel von Klostergründungen in der Buchmalerei; Bonne, J.-C.
(Paris), Multipolarité de l’image médiévale; Melis,
R. (Paris), Les sources iconographiques commes sources historiques primaires.
Problématique et démarche fondamentale d’une recherche. Les
traditions figuratives de la Sardaigne médiévale d’époque
‘giudicale’ (XIème-XIVème siècle);
Körner, H. (Düsseldorf), Zum Problem der Betrachtung und Beschreibung
der Bilder von Wols.
Öffentlicher Abendvortrag: Schmitt, J.-C. (Paris), Hildegard
de Bingen ou le refus du rêve.
Samstag, 17. Oktober
Frandon, V. (Paris), L’iconographie des saisons à l’exemple
de l’abbatiale de Vézelay; Pereira, M. C. C. L. (Paris), La sculpture
des cloîtres de Moissac: une étude graphique des logiques
de placement et de composition des images; Rigaut, D. (Paris), Les systèmes
de représentations des Ordres religieux au Moyen Age; Weigert, L.
(Paris), From the Center to the Margin: The Setting of Medieval Choir Tapestries;
Carqué, B. (Berlin), Die historische Bedeutung des Visuellen. Ein
unerledigtes Problem kulturwissenschaftlicher Bildanalysen; Krüger,
K. (Berlin), Materialität und Imagination. Ästhetische Aspekte
der Trecento-Malerei; Suckale, R. (Berlin), Der Anfang des ästhetischen
Stils.
Sonntag, 18. Oktober
Marchesin, I. (Paris), Le système iconographique du frontispice
de psautier de la Bible de Vivien (Paris, B.N., ms. Lat. 1, fol. 215v):
méthode d’analyse et niveaux de lecture; Clouzot, M. (Paris), L’iconographie
du musicien dans les manuscrits enluminés des XIIIe,
XIVe et XVe siècles. Méthode et essai
d’interpretation; Pastoureau, M. (Paris), Étudier la couleur dans
l’image médiévale: difficultés, méthodes, analyses
et synthèses; Machalsky, T. (Frankfurt), Landschaft als Folie der
Innenwelt. Die Ästhetik der niederländischen Landschaftsmalerei
im 16. Jahrhundert; Stoichita, V. (Fribourg), Das Bild der Anderen: Über
die Möglichkeit der Interpretation barocker Bildnisse im Rahmen einer
Rhetorik der Täuschung.
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Ausstellung
Weserrenaissance
unterwegs
Jülich, bis 28. Oktober 1998
Information: Stadtgeschichtliches Museum
Postfach 1220
D-52411 Jülich
Tel. 0 24 61-6 32 28 – Fax 0 24 61-6 33 54
Adresse im Internet: http://www.juelich.de/museum
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Forschungskolloquium
Geschichte des Spätmittelalters und der Frühen
Neuzeit
Berlin, Wintersemester 1998/1999
Kontaktadresse: Prof. Dr. Claudia Ulbrich
Email: ulbrich@zedat.fu-berlin.de
Aus dem Programm:
Dienstag, 10. November 1998
Kaak, H. (Potsdam), Herrschaftsvermittlung in der Frühen
Neuzeit.
Dienstag, 2. Februar 1999
Nummedal, T. (Berlin), Beziehungsnetze und Identitäten
von Alchimisten im 16. Jahrhundert.
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Tagung
Audiovisualität
vor und nach Gutenberg
Wien, 25. bis 28. November 1998
Kontaktadresse: Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften
und
Kunsthistorisches Museum Wien
Inge Korneck
Maria-Theresien-Platz
A-1010 Wien
Tel. [00 43-1] - 5 04 11 26-39 – Fax [00 43-1] - 5 04 11 32
Email: ifk@ifk.ac.at
Konzeption und wissenschaftliche Leitung: Horst Wenzel,
Professor für Ältere deutsche Philologie, Humboldt-Universität
zu Berlin.
Der Wechsel des Leitmediums vom Buch zum Bild (iconic
turn) hat uns dafür sensibilisiert, daß der technologisch
vermittelten Audiovisualität der neuen Medien eine primäre Audiovisualität
des Zeitalters vor Gutenberg entspricht. In Festen und Ritualen, in körpergebundenen
Choreographien und ihren Zeichenwelten organisieren oral dominierte Gesellschaften
"Aufführungen", in denen sie sich selbst in überhöhter Form
wahrnehmen können. Im Ensemble aller Sinne sind für diese Form
der Selbstdarstellung Hören und Sehen vorrangig, erweist sich der
Zusammenhang von Bild und Sprache für das Weiterwirken der Memoria
als ganz besonders wichtig. Grundsätzlich aber geht es um das Zusammenwirken
aller Sinne, das mit den verschiedenen Formen der Exkarnation des Wissens
zunehmend, jedoch nie vollständig zurücktritt. Die Tagung hat
sich zum Ziel gesetzt, die körpergebundene Wahrnehmung unter den Bedingungen
der Mündlichkeit/Körperlichkeit im Übergang zur Schriftlichkeit
(brain memory-script memory) zu beobachten und diesen frühen
Medienumbruch mit den späteren Medienumbrüchen zu vergleichen,
den Übergang von der Manuskriptkultur zum Buchdruck (script memory-print
memory) und vom Buchdruck zu den neuen Medien (print memory-electronic
memory). Die medienanthropologische Perspektive, die dieser Abfolge
zugrunde liegt, impliziert die Auseinandersetzung über einen erweiterten
Textbegriff, die Zusammenhänge von Schrift, Bild und Musik und die
besondere Berücksichtigung der Materialität der Kommunikation
[Selbstdarstellung der Veranstalter].
Mittwoch, 25. November
Abendvortrag: Kittler, F. (Berlin), Buchstaben – Zahlen – Codes.
Donnerstag, 26. November
Begrüßung: Wunberg, G. (Wien); Seipel, W. (Wien); Wenzel,
H. (Berlin).
Ritual, Zeremoniell – Moderation: Jaeger, L. (Aachen)
Althoff, G. (Münster), Rituale und ihre Spielregeln; Müller,
J.-D. (München), Ritual und Pararituelles; Schreiner, K.: Das Buch
im Nacken. Bücher und Texte als symbolische Medien ritueller Handlungen.
Körper und Schrift – Schrift und Körper – Moderation: Vosskamp,
W. (Köln)
Assmann, J. (Heidelberg), Text und Ritus. Die Bedeutung der Medien
für die Religionsgeschichte; Siegert, B. (Berlin), Die Zeichen des
Körpers und Ihre Medien.
Freitag, 27. November
9.00 - 13.00 Uhr Text und Bild – Moderation: Ott, N. (München)
Cramer, T. (Berlin), Fabel als emblematisches Rätsel. Vom Sinn
der Illustrationen in den Fabelsammlungen von Posthius und Schopper, 1566;
Hammer-Tugendhat, D. (Wien), Der unsichtbare Text. Liebesbriefe in der
holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts; Wandhoff, H. (Washington),
Ekphrasis. Graphische Oberflächen in der Literatur von den Anfängen
bis in die Gegenwart.
14.30 - 18.00 Uhr Buchdruck – Moderation: Musner, L. (Wien)
Assmann, A. (Berlin), Renaissance und Buchdruck; Wenzel, H. (Berlin):
Luthers Briefe im Medienwechsel von der Manuskriptkultur zum Buchdruck;
Giesecke, M. (Hannover), Abhängigkeiten und Gegenabhängigkeiten
der Informationsgesellschaft von den Mythen der Buchkultur.
Samstag, 28. November
9.00 - 13.30 Uhr Neue Medien – Moderation: Matejovski, D. (Düsseldorf)
Soeffner, H.-G. (Konstanz), Das Panorama. Allsicht und Subjektivität;
Spangenberg, P. (Siegen): Körper im Internet; Angerer, M.-L. (Salzburg/Wien),
Zur ‘Materialität’ des Audiovisuellen: Der Körper als interface;
Schmidt, S. J. (Münster), Blickwechsel. Umrisse einer Medienepistemologie.
13.30 Uhr Resümee.
*****
Internationales Kolloquium
Dirk Bouts
Löwen, 26. bis 28. November 1998
Kontaktadressen: Studiecentrum Vlaamse Miniaturisten
Blijde-Inkomststraat
B-3000 Leuven
Tel. [00 32] - 16 - 32 46-20 – Fax [00 32] - 16 - 32 46-91
*****
Ausstellung
Hofkunst
der Spätrenaissance
Braunschweig-Wolfenbüttel und das kaiserliche
Prag um 1600
Prag, bis 29. November 1998
Information: Nationalgalerie
CZ-116 38 Prag
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Ausstellung
Werk
in Stein
Die Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten
des Landes Sachsen-Anhalt stellt sich vor
Burg Falkenstein, bis 30. November 1998
Information: Museum Burg Falkenstein; D-06543 Burg Falkenstein
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Interdisziplinäre Tagung
Institutionalität
und Symbolisierung
Dresden, 9. bis 12. Dezember 1998
Kontaktadresse: Prof. Dr. Gert Melville
Sonderforschungsbereich 537 "Institutionalität und Geschichtlichkeit"
Technische Universität Dresden
D-01062 Dresden
Tel. 03 51 - 4 63-75 81 – Fax 03 51 - 4 63-77 74
Mittwoch, 9. Dezember
Einführungsvortrag: Habermas, J., Gesellschaftstheorie und die
Theorie symbolischer Formen.
Donnerstag, 10. Dezember
Sektion 1: Die symbolische Leistung von Verfassungen (Politikwissenschaft,
Projektleiter H. Vorländer; Diskussionsleitung: G. Göhler).
Gebhardt, J., Verfassung und Symbolizität; Preuss, U. K., Kommentar:
Worin besteht die symbolische Leistung von Verfassungen?.
Sektion 2: Zeichen der ‚vita religiosa‘ (Mittelalterliche Geschichte,
Projektleiter G. Melville; Diskussionsleitung: O. G. Oexle).
Feld, H., Die Zeichenhandlungen des Franziskus von Assisi; Cygler,
F., Zur institutionellen Symbolizität der dominikanischen Verfassung.
Sektion 3: Symbolizität spättotalitärer Herrschaft
(Zeitgeschichte, Projektleiter K.-D. Henke; Diskussionsleitung: M. R. Lepsius).
Meuschel, S., SED-Herrschaft und symbolische Politik; Boyer, C.,
Zur spezifischen Symbolizität spättotalitärer Herrschaft;
Skyba, P., Symbolische Dimensionen der SED-Sozialpolitik in der Ära
Honecker.
Vortrag: Pochat, G., Ansätze zu einer Typologie des Symbolischen
aus der Perspektive der bildenden Künste.
Vortrag: Moos, P. von, Vormoderne Befragung des gesellschaftlich
Fraglosen. Krise und Kritik der Institutionalität.
Freitag, 11. Dezember
Sektion 4: Macht, ‚memoria‘ und Repräsentation (Italianistik
und Soziologie, Projektleiter B. Marx und K.-S. Rehberg; Diskussionsleitungen:
H. Harth; H.-G. Soeffner).
Roeck, B., Die Wahrnehmung von Symbolen in der Frühen Neuzeit.
Sensibilität und Alltag in der Vormoderne; Marx, B., Genealogie, Geschlecht,
Gattungssystem. Symbolkonstruktion und Herrschaftsdiskurs in der Frühen
Neuzeit. Vergoossen, M., Nobilitierende Repräsentation und institutionelle
Gleichheit: Historienbilder in Kunstvereinen des 19. Jahrhunderts als ‚Symbolisierungen‘
bürgerlicher Emanzipationsbestrebungen; Wyss, B., Habsburgs ‚Ordnung
der Dinge‘ – von der kaiserlichen Sammlung zum kunsthistorischen Museum.
Sektion 5 Symbolische Repräsentation u. Vergangenheitsreflexion
(Klassische Philologie und Alte Geschichte, Projektleiter F.-H. Mutschler
und M. Jehne; Diskussionsleitung: S. Döpp).
Haltenhoff, A., Institutionalisierte Geschichten. Wesen und Wirken
des literarischen exemplum im alten Rom; Stemmler, M., Institutionalisierte
Geschichte. Exempla-Denken und Gesellschaftsverständnis in der späten
Republik; Hölscher, T., Die Alten vor Augen. Politische Denkmäler
und öffentliches Gedächtnis im republikanischen Rom.
Vortrag: Gumbrecht, H. U., Zur Grenze zwischen ‚politischer‘ Repräsentation
und ‚spielerischer‘ Theatralik.
Samstag, 12. Dezember
Sektion 6: Zeichenpraxen in der höfischen Kultur: Visuelle Präsenz
und Kommunikationsrollen (Germanistische Mediävistik, Projektleiter
P. Strohschneider; Diskussionsleitung: W. Vosskamp).
Müller, J.-D., Parzival vor dem Artushof; Müller, S., Der
Auftritt des Boten.
Sektion 7: Inszenatorische Wirklichkeitskonstruktion: die Selbstsymbolisierung
von Parlamenten (Politikwissenschaft, Projektleiter W. J. Patzelt; Diskussionsleitung:
U. Thaysen).
Oberreuter, H., Institution und Inszenierung. Parlamente im Symbolgebrauch
der Mediengesellschaft; Patzelt, W. J., Vexierspiel institutioneller Symbolisierung:
Die Repräsentation von Repräsentationsorganen.
Sektion 8: Dimensionen und Grammatiken des Symbols (Katholische Theologie,
Evangelische Theologie, Philosophie, Projektleiter A. Franz, K. Tanner
und G. Schönrich; Diskussionsleitung: O. Scholz).
Wiedenhofer, S., Von der Grammatik religiöser Symbolsysteme
zur Logik religiöser Traditionsprozesse; Deuser, H., Kategoriale Semiotik,
Religion und die personale Symbolisierung im Christentum; Baltzer, U.,
Symbole als die zeichenhafte Konstitution institutionellen Handelns und
institutioneller Dauer.
Zusammenfassung der Tagung durch K.-S. Rehberg.
*****
Ausstellung
Höfische
Kunst des Barock
Ludwigsburg, bis 31. Dezember 1998
Information: Luwigsburg, Schloß
Tel. 0 71 41 - 18 64 80
*****
Ausstellung
Mechanische
Wunder – Edles Holz
Roentgen-Möbel für den badischen und
württembergischen Hof
Karlsruhe, bis 10. Januar 1999
Information: Badisches Landesmuseum
Schloß
D-76131 Karlsruhe
*****
Ausstellung
Barocke
Bilderwelten
Franz Joachim Beich, Hofmaler des bayerischen
Kurfürsten Max Emanuel
Friedrichshafen, bis 17. Januar 1999
Information: Zeppelin Museum
Hafenbahnhof
D-88045 Friedrichshafen
*****
Ausstellung
Les
Saintes-Chapelles royales et princières
Paris, bis 25. Januar 1999
Information: Conciergerie
1, quai de l’Horloge
F-75001 Paris
Tel. [00 33 1] 53 73 78 50
*****
Internationales Colloquium
Die
Bedeutung der Jagellionen für Kunst und Kultur Mitteleuropas (1450-1550)
Nürnberg, 29. Januar bis 1. Februar 1999
Internationales Colloquium am Germanischen Nationalmuseum
Nürnberg, durchgeführt vom Geisteswissenschaftlichen Zentrum
für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. in Leipzig (Prof.
Dr. W. Eberhard) mit dem GNM Nürnberg (PD Dr. habil. G. U. Großmann)
und dem FG Kunstwiss. der TU Berlin (Prof. Dr. R. Suckale).
Kontaktadresse: Dr. Dietmar Popp
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V.
Luppenstr. 1B
D-04177 Leipzig
Tel. 01 71 - 3 61 33 35
Die Bedeutung des polnisch-litauischen Herrscherhauses
der Jagellionen für Kunst und Kultur ist zwar in vielen Aspekten studiert
worden, doch wurde noch nicht genügend die Wirkungsbreite weit über
die territorialen Grenzen Polens, Böhmens und Ungarns hinaus beachtet,
ebensowenig die Internationalität dieser Kultur, die u.a. für
die Rezeption von Humanismus und Renaissance nördlich der Alpen entscheidend
war, sowie die Wechselseitigkeit des Gebens und Nehmens. In Vorbereitung
eines langfristig angelegten, internationalen Forschungsprojektes der Deutschen
Forschungsgemeinschaft, das u.a. auch in eine Ausstellung (voraussichtlich
im Jahre 2004) münden soll, soll das von der DFG finanzierte Colloquium
fach- und nationenübergreifend den Stand der Erforschung dieses Beziehungsgeflechts
darstellen, Desiderate offenlegen und ein Diskussionsforum zur Vorbereitung
der künftigen Arbeit sein.
*****
Ausstellung
Elisabeth
– Schönheit für die Ewigkeit
Wien, bis 16. Februar 1999
Information: Hofburg Wien
A-1013 Wien
Tel. [00 43-1] - 5 05 87 47 (Museen der Stadt Wien)
Offizieller Wohnsitz des Kaiserpaares und Zentrum des
politischen Lebens war die Wiener Hofburg. Die Ausstellung umfaßt
die öffentliche Elisabeth im Spannungsfeld zwischen den Erwartungen
kaiserlicher Repräsentation und den Wünschen des Privat- und
Familienlebens [Darstellung nach http://WebMuseen.de].
*****
Ausstellung
Kaiserin
Elisabeth
Keine Träne wird man weinen
Wien, bis 16. Februar 1999
Information: Hermesvilla
Lainzer Tiergarten
A-1130 Wien
Tel. [00 43-1] - 5 05 87 47 (Museen der Stadt Wien)
Die Hermesvilla im Lainzer Tiergarten war Elisabeths bevorzugter
Wohnsitz und wurde von ihr als "Schloß der Träume" bezeichnet.
Franz Joseph hatte ihr dieses Jagdschlößchen im Wienerwald geschenkt,
wo sie ihm nah und dem höfischen Zeremoniell doch fern sein konnte
[Darstellung nach http://WebMuseen.de].
*****
Ausstellung
Vom
Bauerntisch zur Fürstentafel
Europäische Eßbestecke aus acht Jahrhunderten
Münster, bis 21. Februar 1999
Information: Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Domplatz 10
D-48143 Münster
Tel. 02 51 - 59 07-2 01 (Führungen, Information, Anmeldung)
02 51 - 59 07-2 21 (Katalogbestellung)
*****
Führungen und Vorträge
Deutscher
Orden
Bad Mergentheim, bis 22. Februar 1999
Information: Deutschordensmuseum Bad Mergentheim
Tel. 0 79 31 - 5 22 12
12. November und 10. Dezember 1998
Schmieg, H., Bad Mergentheim: Deutscher Orden und Stadtgeschichte.
19. November und 17. Dezember 1998
Karner, K., Geschichte des Deutschen Ordens und der Stadt Bad Mergentheim.
15., 22. und 29. November 1998; 6., 13., 20. und 27. Dezember 1998;
1. und 6. Januar 1999
Wulfmeier, M., Die Geschichte des Deutschen Ordens.
25. Januar 1999
Hanemann, R., Burg-Schloß-Stadt: Modelle im Deutschordensmuseum.
22. Februar 1999
Merten, K., Die Neue Fürstenwohnung.
*****
Konferenz
Krakau,
Prag und Wien
Funktionen von Metropolen im frühmodernen
Staat
Leipzig, 25. bis 27. Februar 1999
Konferenz des Geisteswissenschaftlichen Zentrums
Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. mit der Projektgruppe "Metropolen
und Zentren: ihre Entwicklung als Faktoren und Orte staatlicher Repräsentation
sowie kultureller und gesellschaftlicher Integration Ostmitteleuropas (15./16.
Jahrhundert)"
Kontaktadresse: Prof. Dr. Winfried Eberhard
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V.
Luppenstr. 1B
D-04177 Leipzig
Tel. 03 41 - 9 73 55 60 – Fax 03 41 - 9 73 55 69
Email: gwzo@rz.uni-leipzig.de
Leitfragen, Fragestellung allgemein:
-
Besitzen Metropolen eine Funktion für die Modernisierung?
Was ist spezifisch ostmitteleuropäisch? Problematisierung der Begriffe
Rückständigkeit, Modernisierung oder Europäisierung? (Vergleich
mit Danzig, westeuropäischen Metropolen?).
-
Werden Metropolen in ihren verschiedenen Funktionen für
den Staat instrumentalisiert? Wirkt sich dies positiv oder negativ für
die Entwicklung der Stadt aus? Begriffe der "Funktionalisierung" und "Instrumentalisierung"
– Hierbei ist zu problematisieren, ob ein aktiver politischer Prozeß
oder ein unbeabsichtigter Nebeneffekt der Metropolenbildung vorliegt. Wer
waren die treibenden Kräfte?
-
Metropole oder Region: Wie integriert die Metropole die Region
dank ihrer Ausstrahlungs- und Anziehungskraft? Wie weit reicht der Bezugsraum
internationaler Beziehungen? Vernetzungen, Regionalisierungen.
Diese drei Leitfragen sollten in den folgenden Themenbereichen
(die keine Sektionen darstellen) jeweils bewußt berücksichtigt
werden:
-
Politische Repräsentation des Landes in der Metropole.
-
Wirtschaftliche Attraktivität und Konzentration.
-
Gesellschaftliche Pluralität der Metropole.
-
Kirchliche Zentralität.
-
Bildunsgzentren.
-
Kulturtransfer.
-
Metropolen als Orte der öffentlichen Repräsentation
des Hofes, der Stadt, der Kirche.
*****
VIIe Congrès International d’Archéologie
Médiévale
La
définition palatiale: données historiques et archéologiques
Le Mans, September 1999
Congrès organisé par la Société
d’Archéologie Médiévale (SAM), le Groupe du programme
et cadres de vie au Moyen Age, UMR 6575, Tours, (G 12), et le Laboratoire
d’Histoire et d’Archéologie médiévales, Université
du Mans (LHAM)
Kontaktadresse: UMR 6575
3, place Anatole France
F-37000 Tours
PROBLEMATIQUE:
Le programme proposé à la Société
d’Archéologie Médiévale pour son VIIe Congrès
reprend les réflexions menées depuis 1995-96 au sein du Groupe
de travail sur le "Vocabulaire palatial" intégré dans l’ex
GDR 94 (Groupement Sociétés et cadres de vie au Moyen Age:
approches archéologiques, UMR 6575, CNRS, Tours). Il s’inscrit dans
la continuité des travaux du Groupe 5 ("Palais et séjours
royaux et princiers au Moyen Age") (colloque publié en 1996), mais
il est nettement plus restrictif. Il s’agit d’un approfondissement dans
un domaine qui préoccupe tous les chercheurs: celui du vocabulaire
palatial et de sa signification historique et archéologique (Ve-XVe
siècle), ce qui revient à s’interroger sur la définition
palatiale. L’adjectif "palatial" étant à prendre au sens
large: sont en effet concernés les séjours et les châteaux
majeurs des rois et de la haute aristocratie laïque et ecclésiastique;
des comparaisons avec le reste du monde aristocratique pouvant éventuellement,
si nécessaire, être menées. L’approche se fera tant
à partir des sources écrites que des sources archéologiques.
Dans ce domaine, archéologues et historiens sont
confrontés aux mêmes difficultés lorsqu’il s’agit d’interpréter
et d’identifier précisément les termes employés à
l’époque. La difficulté est double.
a. Désignations d’ensemble. Le premier volet
concerne la désignation d’ensemble des complexes fortifiés
et non fortifiés de ces magnats qui évolue au fil des siècles
et sans doute aussi, dans une certaine mesure, des secteurs (domus, palatium,
castrum, sedes, hostel, logis, cour ...). Y-a-t-il des règles et
quelle est la signification de ces mutations?
b. Les composantes topographiques, morphologiques et fonctionnelles
de ces complexes: définition archéologique et historique.
Le second problème concerne le vocabulaire employé pour désigner
tel ou tel élément du séjour noble et sa signification
profonde. L’archéologue, persuadé que tout séjour
princier comporte obligatoirement trois blocs distincts, à savoir
une grande salle à vocation publique, des appartements privés
et une chapelle (aula, camera, capella) cherche systématiquement
à retrouver ces éléments. Mais la trilogie n’est ni
obligatoire, ni nécessairement originelle et pose de toute façon
de sérieux problèmes au niveau de l’identification concrète.
Les erreurs sont multiples. L’identification précise d’un bâtiment
n’est pas des plus aisée. Qu’est-ce qu’une aula, une camera, une
capella; y-a-t’il des critères distinctifs (éléments
architecturaux et fonctionnels particuliers, trouvailles spécifiques
...) qui permettent de réaliser à coup sûr l’interprétation
? Et que dire des éléments fortifiés (donjons, tours,
portes ...) et des édifices annexes! Les problèmes de l’historien
sont du même ordre. Il s’agit pour lui de s’interroger très
précisément sur les termes utilisés pour évoquer
les éléments qui constituent ces ensembles (salle, chambres,
chambres de retrait, de parement ...) et sur la signification, la fonction
et la matérialisation de ces divers vocables.
Globalement, les communicants sont donc invités à
se pencher sur le problème des critères d’appartenance et
de reconnaissance en examinant la question des composantes topographiques,
morphologiques et fonctionnelles de ces complexes palatiaux:
- gestion de l’espace, plan d’ensemble ...
- bâtiments publiques, privés et semi-privés
(aula, camera, turris). Présence et fonction. Morphologie et données
concrètes (matériaux, nombre et degré de spécialisation
des édifices et des pièces, nombre et qualité des
ouvertures, des accès et des communications ...).
- décor, mobilier, aménagements somptuaires.
- le pôle religieux et son insertion dans le complexe
palatial.
- annexes et dépendances; le bâti et les
espaces "verts" (parcs, jardins).
- fortification (archères, tours, courtines et
autres démonstrations militaires à valeur probante).
*****
Thirty-Fourth International Congress on Medieval
Studies
Fifteenth-Century
Studies
Kalamazoo, 6. bis 9. Mai 1999
Kontaktadresse: Prof. Dr. Edelgard E. DuBruck
Fifteenth-Century Studies
Marygrove College
Modern Languages
USA-Detroit, MI 48221
*****
International Conference
Institutional Culture in Early Modern Europe
Histories and Anthropologies
London, 8. bis 10. Juli 1999
Kontaktadresse: Robert Frost/Anne Goldgar
History Department
King’s College London
Strand
GB London WC2R 2LS
Tel. [00 44] - 1 71 - 8 36 - 54 54 Fax [00 44] - 1 71 - 8 73 - 20 52
Email: robert.frost@kcl.ac.uk
anne.goldgar@kcl.ac.uk
*****
International
Medieval Congress
Leeds, 12. bis 15. Juli 1999
Kontaktadresse: Marianne O’Doherty/Josine Opmeer
International Medieval Institute
Parkinson 1.03
University of Leeds
GB-Leeds LS2 9JT
*****
Interdisziplinäres
Symposion
Bilanz
der Spätmittelalterforschung
Burg Kaprun/Salzburg, 16. bis 19. September 1999
Kontaktadresse: Dr. Sieglinde Hartmann
Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft e.V.
Myliusstr. 25
D-60323 Frankfurt
Email: Wolkenstein.Gesellschaft@t-online.de
Buchvorstellungen
Heinz-Dieter
Heimann in Verbindung mit Ivan Hlavácek (Hg.): Kommunikationspraxis
und Korrespondenzwesen im Mittelalter und in der Renaissance. Paderborn/München/Wien/Zürich:
Ferdinand Schöningh 1998, 235 S.
In den letzten Jahren ist eine ganze Reihe von Studien
zur Geschichte der Kommunikation im Mittelalter erschienen. In diese weite
Thematik ordnet sich der anzuzeigende Band ein, der 13 Studien enthält,
die aus einer im Sommer 1995 an der Universität Potsdam gehaltenen
Tagung hervorgegangen sind. Alle Beiträge zeichnen sich vor anderen
kommunikationsgeschichtlichen Studien dadurch aus, daß ihr Hauptaugenmerk
durchgängig auf der Praxis des brieflichen Kommunizierens liegt, während
andere Formen der Kommunikation demgegenüber zurücktreten. Eine
wichtige Ergänzung erfährt dieser Ansatz durch eine mehr hilfswissenschaftlich-diplomatisch
ausgerichtete Untersuchung der Briefverschlußsiegel und den verschiedenen
Möglichkeiten, Briefe zu verschließen, die allerdings nur auf
gedrucktem Material basiert (H. Maué, S. 205-231). Sieht man von
der kurzen, die Thematik präzisierenden Einleitung von H.-D. Heimann
ab, dann beschäftigen sich die Autoren mit verschiedenen Detailproblemen
speziell der Geschichte des 14.-16. Jahrhunderts; das Früh- und Hochmittelalter
wird nicht eigens behandelt.
Leider können an dieser Stelle nicht alle Studien
in der gebotenen Breite gewürdigt werden, nur einige seien näher
vorgestellt. P.-J. Heinig kann anhand des Taxbuchs, das während der
Zeit der Verpfändung der Reichshofkanzlei an den Mainzer Erzbischof
1470/71-1475 geführt wurde, den Umfang des in dieser Zeit produzierten
Schriftgutes abschätzen und deutlich machen, daß weitaus die
meisten Briefe und Urkunden erst von Bittstellern veranlaßt wurden,
Kaiser Friedrich III. agierte nur zum kleinen Teil aus eigenem Antrieb
(S. 31-49). Ausgesprochen minutiös untersucht F.-J. Felten die Korrepondenz,
mehr aber noch die Gesandtschaften, die zwischen Kaiser Ludwig dem Bayern
und der Kurie zu Avignon ausgetauscht wurden, wobei insbesondere die Gesandteninstruktionen
(die nicht immer der gegnerischen Seite ausgehändigt wurden), das
Zeremoniell des Gesandtenempfangs usw. ausführlich zur Sprache kommen.
Nicht zuletzt geht es aber um die wichtige Frage des unterschiedlichen
Wissensstandes zwischen dem in der Ferne weilenden Gesandten und dem Kaiser
und der sich wegen der Bündnisbemühungen des englischen und französischen
Königs ständig wechselnden Lage (S. 51-89, zu den Instruktionen
S. 74f.). Einige Fehdebriefe der Herrn von Fürstenberg im östlichen
Westfalen aus der Zeit von 1388 bis 1420 bieten für W. Rösener
eine Möglichkeit, nach einer Diskussion um das Wesen der Fehde ihren
Kontext, nämlich den Ausbau der landesherrlichen Macht durch den Erzbischof
von Köln, und die davon betroffenen Stände als Zielgruppe, gleichsam
als Öffentlichkeit zu charakterisieren (S. 91-101). Eine weitaus größere
Überlieferung, die Briefe des Deutschordenshochmeisters, ist der Gegenstand
von H. Boockmanns Betrachtung (S. 103-111); aus der Zeit bis 1510 sind
insgesamt 19.364 Schreiben im Ordensbriefarchiv überliefert (S. 108).
Ihm ging es vor allem um den Transport mit Hilfe von eigens dafür
abgestellten Läufern und Reitern sowie um die Dichte des Briefverkehrs,
der in Kriegs- und Krisenzeiten deutlich anschwoll; im Frieden gab es nur
wenig zu schreiben. Die Edition eines Beförderungsbefehls aus dem
Jahr 1421 schließt sich an. Die Publikation als einen von der Forschung
bisher weitgehend vernachlässigten eminenten Akt der Gesetzgebung
kann K. Neitmann beleuchten, indem er der Verbreitung von Staatsverträgen
und Landesordnungen im Deutschordensland Preußen nachgeht (S. 113-124).
Den Städten, den Amtsträgern des Ordens und gelegentlich auch
dem Adel, kurz: den Ständen, wurden die Ordnungen und Verträge
auf (Stände-)Versammlungen durch wiederholtes Verlesen in regelmäßigen
Abständen bekannt gemacht, wobei die Zielgruppen nicht immer konstant
waren. Je nach der behandelten Materie wurde die eine oder andere Gruppe
ausgespart. Bei den gelehrten Briefen der Humanisten handelte es sich nicht
um intime Äußerungen zwischen Freunden, sondern um stilisierte
Kleinformen der Literatur, für die H. Harth eine im Laufe des 15.
Jahrhunderts abnehmende politische Bedeutung feststellen kann (S. 127-137).
Peter von Zittau, der Fortsetzer der Königsaaler Chronik, sammelte
und beschrieb in seinem Werk nicht nur die Ereignisse seiner Zeit, sondern
ließ sich auch darüber aus, wie und von wem er die Informationen
erhielt. M. Bláhová konnte somit schon für das frühe
14. Jahrhundert weitreichende Netzwerke feststellen, denn zu den Informanten
gehörten hochrangige Geistliche, u.a. die Erzbischöfe von Mainz
und Trier, und vor allem die Sekretäre der königlichen Kanzlei
(S. 179-190). Zum Schluß sei auf die Arbeit E. Weyrauchs hingewiesen,
der dem Problem nachgeht, ob es schon im 16. Jahrhundert so etwas wie "offene
Briefe" gegeben haben kann. Die genauere Betrachtung von sechs Sendschreiben
der Argula von Grumbach, die von der Form her an einzelne Empfänger
wie die Universität Ingolstadt, den bayerischen Herzog Wilhelm IV.
u.a. gerichtet waren, jedoch in mehreren und außerordentlich hohen
Auflagen gedruckt und verbreitet wurden, führt zu einer letztlich
positiven Beantwortung der Frage.
Zusammenfassend kann man sagen, daß sich bei allen
Untersuchungen erwies, daß die (auch anderwärts beschriebene)
Zunahme der Schriftlichkeit im 15. Jahrhunderts zu einer Präzisierung,
einer Verdichtung des Handelns führte. Zugleich zeigen sie, wie man
durch das Nachzeichnen der Kommunikation, genauer: der in den herrschaftlichen
Archiven überlieferten Kommunikationsvorgänge, das Funktionieren
von Verwaltung und Regierung beschreiben kann. Die Untersuchungen wurden
vom Herausgeber um die zwei Komplexe "Hof und Verwaltung" und "Informationsvermittlung
und Öffentlichkeit" angeordnet, die aber kaum voneinander zu trennen
sind. Der Hof ist (neben anderem) ein überaus komplexes Forum der
Öffentlichkeit, das sich eventuell als "geschlossene Öffentlichkeit"
beschreiben läßt, um einen von Jürgen Miethke mit Blick
auf die großen Konzilien des 15. Jahrhunderts, der Universitäten
und der Orden eingeführten Begriff zu gebrauchen. Derartige weiterführende
theoretisch-konzeptionelle Überlegungen werden jedoch von keinem der
Autoren angestellt, die Quellen in ihrem konkreten Kontext stehen im Mittelpunkt.
Harm
von Seggern, Kiel*
Neuerscheinungen
Adamson, L. G., Notable women in world history. A guide
to recommended biographies and autobiographies, Westport 1998.
Aertsen, J. A. von/Speer, A., Raum und Raumvorstellungen
im Mittelalter, Berlin/New York 1998 (Miscellanea Medievalia 25).
Albrecht, D., Maximilian I. von Bayern. 1573-1671, München
1998.
Die Andechs-Meranier in Franken. Europäisches
Fürstentum im Hochmittelalter, Mainz 1998.
Arasse, D./Tönnesmann, A., Der Europäische Manierismus
1520-1610, aus dem Französischen übertragen von C. Schinkievicz,
München 1997 (Universum der Kunst 42).
Assaf, F. B., La Mort du Roi. Une thanatographie de Louis
XIV, Tübingen 1998 (Biblio 17 – Suppléments aux Papers on French
Seventeenth Century Literature 112).
Kultureller Austausch und Literaturgeschichte im Mittelalter,
hg. von Kasten, I./Paravicini, W./Pérennec, R., Sigmaringen 1998
(Beihefte der Francia 43).
Barton, S., The Aristocracy of Twelfth-Century Léon
and Castile, Cambridge 1997 (Cambridge Studies in Medieval Life and Thought.
Series 4, 34).
Bercé, Y.-M. (Hg.), Les monarchies, Paris 1997.
Biller, T., Die Adelsburg in Deutschland. Entstehung –
Gestaltung – Bedeutung, 2., durchges. Aufl., München 1998.
Birch, D. J., Pilgrimage to Rome in the Middle Ages, Woodbridge
1998 (Studies in the History of Medieval Religion 13).
Bloch, M.: Die wundertätigen Könige. Mit einem
Vorwort von J. Le Goff. Übers. a. d. Französischen von C. Märtl,
München 1998.
Blum, H., Purpur als Statussymbol in der griechischen
Welt, Bonn 1998 (Antiquitas. Reihe 1: Abhandlungen zur alten Geschichte,
47).
Bockmann, J./Klinger, J., Höfische Liebeskunst als
Minnerhetorik: die Konstanzer ‘Minnelehre’, in: Das Mittelalter 3 (1998)
Heft 1, S. 107-126.
Bohemia in History, hg. von M. Teich, Cambridge
1998.
Börsch-Supan, H., Die Berlin-Potsdamer Residenzlandschaft
in Ansichten bis zur Zeit Friedrich Wilhelms III. , in: Forschungen zur
Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, N.F. 8, 1 (1998), S.
25-51.
Bouchard, C. B., "Strong of Body, Brave and Noble". Chivalry
and Society in Medieval France, Ithaka 1998.
Boucheron, P., Le pouvoir de bâtir. Urbanisme et
politique édilitaire à Milan (XIVe-XVe
siècles), Rom/Paris 1998.
Branig, H., Geschichte Pommerns. Bd. 1: Vom Werden des
neuzeitlichen Staates bis zum Verlust der staatlichen Selbständigkeit
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der Historischen Kommission für Pommern V: Forschungen zur pommerschen
Geschichte, 22/I).
Braunschweigische Fürsten in Rußland in
der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Hg.: Föderativer
Archivdienst Rußlands, Archivverwaltung des Landes Niedersachsen,
Russisches Staatliches Archiv der Alten Akten. Redaktion: M. von Boetticher,
Göttingen 1998 (Veröffentlichungen des Deutschen Historischen
Instituts London 54).
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Burgen in Mitteleuropa. 2 Bde.: Bauformen und Entwicklung;
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from AD 300 to 1500, Oxford 1998.
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et réflexions des anciens Pays-Bas Méridionaux; Dixon, P.,
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Burgen; Ekroll, Ø., Norwegian Castles 1170-1320: building on the
edge of Europe; Ettel, P., Karlburg – Entwicklung eines königlich-bischöflichen
Zentralortes am Main mit Burg und Talsiedlung vom 7. bis zum 13. Jahrhundert;
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de Vatteville-la-Rue (Seine-Maritime); Heine, H.-W., Die "Posteburg" bei
Schmarrie, Landkreis Schaumburg; Liebgott, N.-K., Brick-making and Castle-Building;
Manning, C., Dublin Castle: the building of a royal castle in Ireland;
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M., Northern Timber Castles – short-lived but complex. Some examples from
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Off-shore defensive works in Denmark AD 200-1300; Nørgård
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Obrecht, J., Handwerkerspuren am Bauwerk; Parnell,G., Ordnance Storehouses
at the Tower of London, 1450-1700; Poklewski-Zoziell, T., Le vocabulaire
castellologique dans les sources médiévales polonaises et
la réalité archéologiques; Pringle, D., A castle in
the sand: mottes in the crusader east; Roosens, B., The transformation
of the medieval castle into an Early Modern Fortress in the 16th century.
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Namur; Schmid, B., Die Ruine Landskron in Oppenheim am Rhein; Schulz, R.,
Stolpe, eine Turnburg des späten 12. Jahrhunderts an der Oder – Eine
Befestigung der Dänen in Pommern gegen die Markgrafen von Brandenburg?;
Sweetman, P. D., The Development of Trim Castle in the light of recent
research; Teyssot, J., Les forteresses urbaines : les châteaux de
Riom et de Montferrand en Auvergne aux XIVe-XVe siècles;
Heeringen, R. M. van, The construction of Frankish circular fortresses
in the province of Zeeland (SW-Netherlands) in the end of the ninth century;
Wille-Jørgensen, D., Recent excavations at Vordingborg Castle; Zimmer,
J., Die Wahl einer Burgbaustelle: die Beispiele von Luxemburg, Vianden,
Beaufort und Larochette.
Autour du château médiéval. Des
fortifications dans l’Orne et ses régions circonvoisines: sources
écrites, sources archéologiques. Actes des Rencontres d’Alençon
du 5 avril 1997, Alençon 1998 (Société Historique
et Archéologique de l’Orne. Mémoires et documents, 1).
Louise, G., La mise en place du réseau castral
sur les confins de la Normandie et du Maine dans le cadre du futur territoire
du département de l’Orne (Xe-XIIIe siècles);
Decaens, J., Les châteaux du XIe au XIIIe siècle
dans l’actuel département de l’Orne: essai d’inventaire et de classement;
Bauduin, P., Le baron, le château et la motte: baronnage et maîtrise
du territoire châtelain dans la seigneurie de Breteuil (XIe-XIIe
siècles); Fajal, B., La motte de Ger (Manche): essai de localisation
d’une fortification des comtes de Mortain; Lalou, E., Les cartulaires,
sources pour l’histoire des fortifications: quelques exemples ornais; Jones,
R., Conquête et défense: les fortifications en Normandie méridionale
à la fin de la Guerre de Cent Ans; Chave, I., Guillaume Milles dit
le Tailleur, maître des œuvres du roi en la vicomté d’Alençon,
actif de 1431 à 1447; Flambard Hericher, A.-M., La cuisine du logis
seigneurial du "Vieux Château" de Vatteville-la-Rue (Seine-Maritime);
Nissen-Jaubert, A., Le château de Domfront au Moyen Age: approche
archéologique et historique; Impey, E. (avec la collaboration de
J.-P. Corbasson), La Tour aux Anglais, à Aunou-le-Faucon (Orne):
un manoir des XIVe et XVe siècles; Davy, Y.,
L’habitat seigneurial fossoyé dans l’Orne à la fin du Moyen
Age: l’exemple de la baronnie de Briouze; Le Maho, J., Notes de castellologie
haut-normande: châteaux à mottes, enceintes et églises
fortifiées (XIe-XIIe siècles).
Le château médiéval et la guerre dans
l’Europe du nord-ouest. Mutations et adaptions. Actes du colloque de
Valenciennes 1-2-3 juin 1995, hg. von A. Salamagne/R. Le Jan, Lille 1998
(Revue du Nord. Hors Série. Collection Art et Archéologie,
5).
Herbin, J.C., Les châteaux dans la Geste des
Loherains, S. 9ff.; Louis, E., Quelques sites fortifiés médiévaux
des campagnes du Douaisis, S. 21ff.; Lekraie, S./Dusart, Les châteaux
du Cambrésis médiéval (Xe-XIIe
siècle): début d’inventaire, S. 33ff.; Renn, D., Castle fortification
in England and adjoining countries from 1150 to 1250, S. 53ff.; Salamagne,
A., Origines et diffusion des embrasures de tir dans l’architecture militaire
de la fin du XIIe siècle: une réévaluation,
S. 61ff.; Giuliato, G., Le château de Blâmont (Lorraine) du
XIIIe au XVIIe siècle, S. 77ff.; Contamine,
P., Le château dans les Chroniques de Jean Froissart, S. 89ff.;
Jones, M./Jones, R., La défense des duchés de Bretagne et
Normandie vers 1400: contrastes et comparaisons, S. 103ff.; Schnerb, B.,
Les capitaines de châteaux dans les duché et comté
de Bourgogne au XIVe siècle, S. 123ff.; Bur, M., Les
transformations du château d’Epinal. Un exemple d’adaption aux méthodes
de l’attaque et de la défense, S. 133ff.; Ubregts, W./Doperé,
F., Adaption d’un château médiéval aux armes à
feu: le cas de Corroy-le-Château en 1477-1478, S. 143ff.; Depauw,
C./Dury, C., L’artillerie de la ville de Tournai en 1521, S. 155ff.
Zwischen Christianisierung und Europäisierung.
Beiträge zur Geschichte Osteuropas in Mittelalter und Früher
Neuzeit. Festschrift für Peter Nitsche zum 65. Geburtstag, hg. von
E. Hübner/E. Klug/J. Kusber, Stuttgart 1998 (Quellen und Studien zur
Geschichte des östlichen Europa 51).
Aus dem Inhalt:
Krökel, U., "Zwischen Hammer und Amboß": Das
Fürstentum Rjazan’, Moskau und die Tataren (1237-1402); Kusber, J.,
Um das Erbe der Goldenen Horde: Das Khanat von Kazan’ zwischen Moskauer
Staat und Krimtataren; Hübner, E., Zwischen allen Fronten: Magnus
von Holstein als König von Livland; Sach, M., Hat Karl V. "die Brieff"
wirklich erhalten? Überlegungen zu den Hintergründen eines russischen
Schreibens im Königsberger Ordensbriefarchiv; Paravicini, A./Paravicini,
W., "Alexander Soltan ex Lithuania, ritum graecorum sectans": Eine ruthenisch-polnische
Reise zu den Höfen Europas und zum Heiligen Land 1467-1469.
A la cour de Bourgogne. Le duc, son entourage, son
train, hg. von J.-M. Cauchies, Turnhout 1998 Burgundica 1).
[Nachdrucke von Aufsätzen, die in den Publications
du Centre Européen d’Etudes Bourguignonnes erschienen sind, jeweils
mit einem bibliogr. Nachtrag aus der Feder der Autoren]
Cauchies, J.-M., Introduction au thème; Paravicini,
W., Structure et fonctionnement de la cour bourguignonne au XVe
siècle; Bousmar, E., La place des hommes et des femmes dans les
fêtes de cour bourguignonnes (Philippe le Bon – Charles le Hardi);
Sommé, M., Le cérémonial de la naissance et de la
mort de l’enfant princier à la cour de Bourgogne au XVe
siècle; Rapp, F., Universités et principautés: les
États bourguignons; Borchgrave, C. de, Diplomates et diplomatie
sous le duc de Bourgogne Jean sans Peur; Cheyns-Condé, M., L’épopée
troyenne dans la "librairie" ducale bourguignonne au XVe siècle;
Small, G., Qui a lu la chronique de Georges Chastelain? Sosson, J.-P.,
Chantiers urbains, chantiers ducaux dans les anciens Pays-Bas méridionaux
(XIVe-XVe s.): deux univers de travail différents?
Cauchies, J.-M., La signification politique des entrées princières
dans les Pays-Bas: Maximilien d’Autriche et Philippe le Beau; Blockmans,
W., Le dialogue imaginaire entre princes et sujets: les Joyeuses Entrées
en Brabant en 1494 et 1496.
The Court and Cultural Diversity. Selected Papers
from the Eighth Triennal Congress of the International Courtly Literature
Society, the Queens University of Belfast, 26 July-1 August, hg. von Mulally,
E./Thompson, J., Woodbridge/Rochester 1998.
Byzantine Court Culture from 829 to 1204, hg. von
H. Maguire, Cambridge 1998.
Crossley-Holland, N., Living and Dining in Medieval Paris:
The Household of a Fourteenth-Century Knight, Cardiff 1996.
Demel, W., Struktur und Entwicklung des bayerischen Adels
von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Reichsgründung, in: Zeitschrift
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Dewald, J., The European Nobility 1400-1800, Cambridge
1996 (New Approaches to European History 9).
Diemel, C., Adlige Frauen im bürgerlichen Jahrhundert.
Hofdamen, Stiftsdamen, Salondamen 1800-1870, Frankfurt a. M. 1998.
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der Mediävistik, in: Historische Zeitschrift 267 (1998), S. 91-125
(zugleich Anzeige und Rezension von: Die okzidentale Stadt nach Max
Weber. Zum Problem der Zugehörigkeit in Antike und Mittelalter,
hg. von C. Meier, München 1994 [Historische Zeitschrift, Beihefte,
N.F., 17]).
Dittrich, L./Rieke-Müller, A., Der Löwe brüllt
nebenan. Die Gründung zoologischer Gärten im deutschsprachigen
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des 10.-12. Jahrhunderts, Stuttgart 1998.
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Kaiserin des Russischen Reiches, Darmstadt 1998.
Dotzauer, W., Die deutschen Reichskreise (1383-1806).
Geschichte und Aktenedition, Stuttgart 1998
Droste, T./Budelt, H.-J., Burgund, München 1998.
Enderlein, L., Die Grablegen des Hauses Anjou in Unteritalien.
Totenkulte und Monumente 1266-1343, Worms 1997 (Römische Studien der
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Ehrkonzepte in der Frühen Neuzeit. Identitäten
und Abgrenzungen, hg. von S. Backmann u.a., Berlin 1998 (Colloquia Augustana
8).
Gli Estensi. Prima parte: La corte di Ferrara,
hg. von R. Iotti. Testi di E. Milano/M. Ricci/E. Corradini u.a., Modena
1997.
Ehlers, J., Heinrich der Löwe – Europäisches
Fürstentum im Hochmittelalter, Göttingen 1997 (Persönlichkeit
und Geschichte 154/155).
Die Entstehung des modernen Europa 1600-1900, hg.
von O. Mörke/M. North, Köln/Weimar 1998 (Wirtschafts- und Sozialhistorische
Studien 7).
Eustache Deschamps en son temps, hg. von J.-P.
Boudet/Millet, H., Paris 1997 (Textes et Documents d’Histoire Médiévale
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Faulstich, W., Medien zwischen Herrschaft und Revolte.
Die Medienkultur der frühen Neuzeit 1400-1700, Göttingen 1998
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Fleckenstein, J., Vom Rittertum im Mittelalter. Perspektiven
und Probleme, Goldbach 1997 (Bibliotheca Eruditorum 19).
Franke, B., Assuerus und Esther am Burgunderhof. Zur Rezeption
des Buches Esther in den Niederlanden (1450-1530), Berlin 1998.
Fritsche, I., Burg Amlishagen. Baugeschichte der Anlage
aufgrund der archäologischen Untersuchungen, Stuttgart 1998.
Der Fürst. Ideen und
Wirklichkeiten in der europäischen Geschichte, hg. von W. Weber, Köln/Weimar/Wien
1998.
Aus dem Inhalt:
Mertens, D., Der Fürst. Mittelalterliche Wirklichkeiten
und Ideen, S. 67ff.; Weber, W. E. J., Dynastiesicherung und Staatsbildung.
Die Entfaltung des frühmodernen Fürstenstaates, S. 91ff.; Klueting,
H., Der aufgeklärte Fürst, S. 137ff.
Historische Gärtenin Schleswig-Holstein, hg.
von A. von Buttlar und M. M. Meyer, unter Mitarbeit von B. Alberts, J.
Matthies und T. Messerschmidt, 2., durchges. und verb. Aufl., Heide 1998.
Komische Gegenwelten. Lachen und Literatur in Mittelalter
und früher Neuzeit, hg. von W. Röcke/H. Neumann, Paderborn 1998.
Geschichte des sächsischen Adels. Im Auftrag
der Sächsischen Schlösserverwaltung hg. von K. Keller/J. Matzerath
in Zusammenarbeit mit C. Klecker/K.-D. Wintermann, Köln/Weimar 1997.
Städtische Geschichtsschreibung im Spätmittelalter
und in der frühen Neuzeit, hg. von P. Johanek, Köln 1998
(Städteforschung. Reihe A: Darstellungen, 47).
Giel, R., Politische Öffentlichkeit im spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen
Köln (1450-1550), Berlin 1998 (Berliner Historische Studien 29).
Green, J. A., The Aristocracy of Norman England, Cambridge
1997.
Goy, R., Stadt in der Lagune. Leben und Bauen in Venedig,
München 1998.
Grimm, G., Alexandria. Die erste Königsstadt der
hellenistischen Welt, Mainz 1998.
Günzel, K., Bäder-Residenzen. Kuren und Amouren,
Diplomatie und Intrigen, Stuttgart 1998.
Habsburg, G. von, Fürstliche Kunstkammern in Europa.
Übers. aus dem Amerikanischen von H. von Gemmingen, Stuttgart 1997.
Hack, A. T., Das Empfangszeremoniell bei mittelalterlichen
Papst-Kaiser-Treffen, Köln 1998 (Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte
des Mittelalters. Beihefte zu J. F. Böhmer, Regesta Imperii, 18).
Hajós, G., Österreichische Gartenkunst in
Bildern. Von der Renaissance zur Moderne, Wien 1998.
Handbuch der baden-württembergischen Geschichte.
Bd. 1, Teil 2: Vom Spätmittelalter bis zum Ende des Alten Reiches.
Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg,
hg. von H. Schwarzmaier u.a., Stuttgart 1998.
Handbuch der historischen Stätten: Böhmen
und Mähren, hg. von J. Bahlcke/W. Eberhard/M. Polívka,
Stuttgart 1998.
Hansert, A., Welcher Prinz wird König? Die Habsburger
und das universelle Problem des Generationenwechsels. Eine Deutung aus
historisch-soziologischer Sicht, Petersberg 1998.
Hartmann, P. C., Der Bayerische Reichskreis (1500 bis
1803). Strukturen, Geschichte und Bedeutung im Rahmen der Kreisverfassung
und der allgemeinen institutionellen Entwicklung des Heiligen Römischen
Reiches, Berlin 1997.
Hauptstädte zwischen Save, Bosporus und Dnjepr.
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Hortus Eystettensis – ein vergessener Garten? Begleitheft
zur Ausstellung; erstmalig gezeigt vom 19. Juni bis 11. Oktober 1998 auf
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R./Jussen, B., Göttingen 1998 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts
für Geschichte 138).
Barocke Inszenierung. Der Moment in dauerhafter
Erscheinung. Veröffentlichung der Beiträge des Symposiums "Barocke
Inszenierung" (20.-22. Juni 1996, Technische Universität Berlin),
hg. von F. Neumeyer u.a., Emsdetten 1998.
Tausend Jahre pommerscher Geschichte, hg. von R.
Schmidt, Köln/Weimar 1998 (Veröffentlichungen der Historischen
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31).
Jahreszeiten der Gefühle. Das Gothaer Liebespaar
und die Minne im Spätmittelalter, hg. von A. Schuttwolf, Gotha 1998.
Der Jakobuskult in "Kunst" und "Literatur". Zeugnisse
in Bild, Monument, Schrift und Ton, hg. von K. Herbers/R. Plötz, Tübingen
1998 (Jakobus-Studien 9).
Der Jakobusweg. Mit einem mittelalterlichen Reiseführer
unterwegs nach Santiago de Compostela. Ausgewählt, eingeleitet, übersetzt
und kommentiert von K. Herbers, 6., neu bearb. Aufl., Tübingen 1998.
Janssen, P., Les fastes princiers: quand la noblesse s’impose
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Residenz im 14. Jahrhundert, Sigmaringen 1999 [spätestens Februar]
(Residenzenforschung 8).
Die deutschen Königspfalzen. Repertorium der
Pfalzen, Königshöfe und übrigen Aufenthaltsorte der Könige
im deutschen Reich des Mittelalters, hg. vom Max-Planck-Institut für
Geschichte. Redaktion: L. Fenske/C. Ehlers. Bd. 2: Thüringen. Lfg.
5: Saalfeld (Schluß)-Tilleda (Anfang). Bearb. von M. Gockel, Göttingen
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Körber, E.-B., Öffentlichkeiten der Frühen
Neuzeit. Teilnehmer, Formen, Institutionen und Entscheidungen öffentlicher
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Der Mainzer Kurfürst als Reichserzkanzler.
Funktionen, Aktivitäten, Ansprüche und Bedeutung des zweiten
Mannes im alten Reich, hg. von P. C. Hartmann, Stuttgart 1997 (Geschichtliche
Landeskunde 45).
Aus dem Inhalt:
Hartmann, P. C., Einführung in die Problematik und
Thematik des Kolloquiums; Kessel, V., Die Krönungsgrabsteine im Mainzer
Dom und die Auseinandersetzung um die Führungsposition im Reich; May,
G., Der Erzbischof von Mainz als Primas; Schubert, E., Der Mainzer Kurfürst
als Erzkanzler im Spätmittelalter.
Der Kurfürstentag zu Frankfurt 1558 und der Reichstag
zu Augsburg 1559, bearb. von J. Leeb, Göttingen 1998.
Kurmainz, das Reichskanzleramt und das Reich am Ende
des Mittelalters und im 16. und 17. Jahrhundert, hg. von P. C. Hartmann,
Stuttgart 1998 (Geschichtliche Landeskunde 47).
Landesgeschichte in Deutschland. Bestandsaufnahme
– Analyse – Perspektiven, hg. von W. Buchholz, Paderborn u.a. 1998.
Lebensbilder Salzburger Erzbischöfe aus zwölf
Jahrhunderten. 1200 Jahre Erzbistum Salzburg, hg. von P. F. Kramml/A.
S. Weiss, Salzburg 1998 (Salzburg-Archiv 24).
Le Goff, J., Die Liebe zur Stadt. Eine Erkundung vom Mittelalter
bis zur Jahrtausendwende. Übers. a. d. Französischen, Frankfurt/M.
1998.
Von der Leidenschaft zum Schönen. Fürst
Karl Eusebius von Liechtenstein (1611-1684), hg. von H. Haupt, Wien 1998
(Quellen und Studien zur Geschichte des Hauses Liechtenstein II/2).
Leipzigs Messen 1497-1997. Gestaltwandel – Umbrüche
– Neubeginn, hg. von G. Bentele/T. Topfstedt/H. Zwahr, Köln/Weimar
1998 (Geschichte und Politik in Sachsen 9/1, 9/2).
Lemberg – Lwów – L’viv. Eine Stadt im Schnittpunkt
europäischer Kulturen, hg. von P. Fässler/T. Held/D. Sawitzky,
3., völlig neu überarb. und erw. Aufl., Köln/Weimar 1998.
Le Mollé, R., Giorgio Vasari. Im Dienst der Medici.
Übers. aus dem Französischen, Stuttgart 1998.
Lerer, S., Courtly Letters in the Age of Henry VIII: Literary
Culture and the Arts of Deceit, Cambridge 1997 (Cambridge Studies in Renaissance
Literature and Culture 18).
Lietzmann, H., Valentin Drausch und Herzog Wilhelm V.
von Bayern. Ein Edelsteinschneider der Renaissance und sein Auftraggeber,
München 1998 (Kunstwissenschaftliche Studien 75).
Linten, C. S., Orangerien in Westfalen, Frankfurt am Main
u.a. 1998 (Europäische Hochschulschriften. Reihe 28: Kunstgeschichte,
327).
Lippert, S., Felix Fürst zu Schwarzenberg. Eine politische
Biographie, Stuttgart 1998 (Historische Mitteilungen, Beiheft, 21).
Mittelalterliche Literatur und Kunst im Spannungsfeld
von Hof und Kloster. Ergebnisse einer Berliner Tagung, 9.-11. Oktober
1997, hg. von N. F. Palmer und H.-J. Schiewer, Tübingen 1998.
Lorenz, H., Tradition oder Moderne? – Überlegungen
zur barocken Residenzlandschaft Berlin-Brandenburg, in: Forschungen zur
Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, N.F. 8, 1 (1998), S.
1-23.
Lotmann, J. M., Rußlands Adel. Eine Kulturgeschichte
von Peter I. bis Nikolaus I. Aus dem Russischen von G. Kagan, Köln/Weimar
1997 (Bausteine zur slavischen Philologie und Kulturgeschichte. Reihe A,
21).
Löwener, M., Die Einrichtung von Verwaltungsstrukturen
in Preußen durch den Deutschen Orden bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts,
Wiesbaden 1998 (Quellen und Studien des Deutschen Historischen Instituts
Warschau 7).
Lugli, A., Wunderkammer. Introduzione di K. Pomian, Turin
1997.
Das Luisium im Dessau-Wörlitzer Gartenreich,
hg. von T. Weiss, München1998.
Lustgärten um Bayreuth.
Eremitage, Sanspareil und Fantaisie in Beschreibungen aus dem 18. und 19.
Jahrhundert, hg. von I. Toussaint, Hildesheim 1998 (Forschungen zur Kunst-
und Kulturgeschichte 6).
Magnificenza alla corte dei Medici. Arte a Firenze
alla fine del Cinquecento. Mit Beiträgen von C. A. Luchinat, M. Gregori,
A. Paolucci, E. Schwarzenberger u.a., Florenz 1997.
Marriage in Renaissance Italy 1300-1650, hg. von
T. Dean/K. P. J. Lowe, Cambridge 1998.
Melville, G., Le roy d’armes des François, dit
Montjoye. Quelques observations critiques à propos de sources traitent
du chef des hérauts de France au XVe siècle, in:
Anthropologies juridiques. Mélanges Pierre Braun. Textes réunis
par J. Hoareau-Dodinau/P. Texier, Limoges 1998, S. 587-608.
Memling und seine Zeit. Brügge und die Renaissance,
Stuttgart 1998.
Menache, S., Clement V, Cambridge 1998.
Meyer, U., Soziales Handeln im Zeichen des "Hauses". Zur
Ökonomik in der Spätantike und im frühen Mittelalter, Göttingen
1998 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte
140).
Meyn, J., Vom spätmittelalterlichen Gebietsherzogtum
zum frühneuzeitlichen "Territorialstaat". Das askanische Herzogtum
Sachsen 1180-1543, Hamburg 1995 (Schriften der Stiftung Herzogtum Lauenburg
20).
Mikuda-Hüttel, B., Vom ‘Hausmann’ zum Hausheiligen
des Wiener Hofes. Zur Ikonographie des hl. Joseph im 17. und 18. Jahrhundert,
Marburg 1997 (Bau- und Kunstdenkmäler im östlichen Mitteleuropa
4).
Mondes de l’ouest et villes du monde. Regards sur
les sociétés médiévales. Mélanges en
l’honneur d’André Chédeville, hg. von C. Laurent/B. Merdrignac/D.
Pichot, Rennes 1998.
Aus dem Inhalt:
Cassards, J., La préfiguration du parti de Blois,
Paris, août-septembre 1341; Amiot, C., Quelques aspects des châtelets
logis dans les châteaux-forts bretons des XIVe et XVe
siècle; Jones, M./Meirion-Jones, G., La résidence seigneuriale
en Bretagne: problèmes et progrès récents de la datation
dendrochronologique et de son interprétation; Sarrazin, J.-L., Un
exemple d’urbanisation limitée: les agglomérations de la
baie de Bourneuf à la fin du Moyen Age (XIIIe-XVe
siècles); Chevalier, B., Guillaume Briçonnet et les financiers
tourangeaux au service de la reine Anne de Bretagne; Renoux, A., Mottes
et hébergements fossoyés dans le Maine (Xe-XVe
siècle): état de la recherche; Parisse, M., Que faut-il entendre
par "religion civique" dans les communes italiennes (XIIe et
XIIIe siècles)?; Pauly, M., "Nostre ville de Luxembourc
qui en est chief", l’émergence de la fonction de capitale à
l’exemple de Luxembourg.
Moos, P. von: Die Begriffe "öffentlich" und "privat"
in der Geschichte und bei den Historikern, in: Saeculum 49 (1998), S. 161-192.
Mörz, S., Die letzte Kurfürstin. Elisabeth Augusta
von der Pfalz, die Gemahlin Karl Theodors, Stuttgart 1997.
Müller, M., Eine kaiserliche Halle über dem
Grab einer "königlichen Frau". Das Hallenlanghaus der Marburger Elisabethkirche
als Rezeption der Kaiseraula in Trier und ‘Antwort’ auf San Francesco in
Assisi, in: Denkmalpflege und Kulturgeschichte 1 (1998), S. 2-8.
Mumenthaler, R., Spätmittelalterliche Städte
West- und Osteuropas im Vergleich: Versuch einer verfassungsgeschichtlichen
Typologie, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 46 (1998),
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Noflatscher, H., Politische Führungsgruppen in den
österreichischen Ländern 1480-1530, Mainz 1998 (Beiträge
zur Sozial- und Verfassungsgeschichte des Alten Reiches 14).
Das Öffentliche und das Private in der Vormoderne,
hg. von G. Melville/P. von Moos, Köln 1998 (Norm und Struktur 10).
Aus dem Inhalt:
Drossbach, G., Hof ohne Herrschaft? "Haus" und "Hof" in
den Leges Palatinae König Jakobs III. von Mallorca und in der
Yconomica Konrads von Megenberg, S. 639-668.
Oldenburg: Kulturgeschichte einer historischen Landschaft,
hg. von S. Killisch u.a., Oldenburg 1998 (Kataloge des Landesmuseums Oldenburg
8).
Aus dem Inhalt:
Essen und Trinken im Spätmittelalter, S. 69ff.; Der
Prozeß der Territorialisierung in Spätmittelalter und Früher
Neuzeit, S. 78ff.; Verfassung und Verwaltung in der Residenzstadt Oldenburg,
S. 173ff.; Die Residenzschlösser im Oldenburger Land im 16. und 17.
Jahrhundert, S. 208ff.; Die gräfliche Familie, S. 214ff.; Der Oldenburger
Hof im 16. und 17. Jahrhundert, S. 220ff.; Die Jagd am Oldenburger Hof
des 16. und 17. Jahrhunderts, S. 226ff.; Kunst am Hofe Graf Anton Günthers
(1583-1667), S. 229ff.; Die Fürstengrablege, S. 246ff.; Reisen im
Zeitalter der Aufklärung, S. 252ff.; Die Jagd im 18. Jahrhundert,
S. 297ff.; Die Spätaufklärung in der Residenzstadt Oldenburg,
S. 306ff.; Landesherr, Residenz und Gewerbeförderung im 19. Jahrhundert,
S. 433ff.; Der Oldenburger Hof im 19. Jahrhundert: Die großherzogliche
Familie, S. 439ff.; Das Hoflieferantentum, S. 444ff.
Opitz, K., Geschichte im höfischen Roman. Historiographisches
Erzählen im ‘Eneas’ Heinrichs von Veldecke, Heidelberg 1998 (Germanisch-Romanische
Monatsschrift. Beihefte, 14).
Opll, F., Friedrich Barbarossa, 3., bibliogr. erg. Aufl.,
Darmstadt 1998.
On the Social Origins of Medieval Institutions.
Essays in Honor of J. F. O’Callaghan, hg. von D. J. Kagay/T. M. Vann, Leiden
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Ottilinger, E. B./Hanzl, L., Kaiserliche Interieurs. Die
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von Politik, Friede und Recht im späten Mittelalter, hg. von K. Andermann,
Sigmaringen 1997 (Oberrheinische Studien 14).
Andermann, K., Raubritter – Raubfürsten – Raubbürger?
Zur Kritik eines untauglichen Begriffs, S. 9ff.; Rothmann, M., Der Täter
als Opfer. Konrad von Weinsbergs Sinsheimer Überfall im Kontext der
Territorial- und Reichsgeschichte, S. 31ff.; Ehmer, H., Horneck von Hornberg.
Raubritter oder Opfer fürstlicher Politik? S. 65ff.; Reinle, C., Konflikte
und Konfliktstrategien eines elsässischen Adligen. Der Fall des Richard
Puller von Hohenburg († 1482), S. 89ff.; Seyboth, R., "Raubritter" und
Landesherren. Zum Problem territorialer Friedenswahrung im späten
Mittelalter am Beispiel der Markgrafen von Ansbach-Kulmbach, S. 115ff.;
Rechter, G., Wenn ihr nicht einen streich haltet, so müßt
ihr mehr straich halten, S. 133ff.; Andermann, U., Kriminalisierung
und Bekämpfung ritterlicher Gewalt am Beispiel norddeutscher Hansestädte,
S. 151ff.; Graf, K., Die Fehde Hans Dietmars von Lindach gegen die Reichsstadt
Schwäbisch Gmünd (1543-1554). Ein Beitrag zur Geschichte der
Städtefeindschaft, S. 167ff.
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aus dem Gebiet der Geschichte 8).
Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440-1493). Nach
Archiven und Bibliotheken geordnet, hg. von H. Koller/P.-J. Heinig. Heft
11: Die Urkunden und Briefe aus den Archiven und Bibliotheken des Freistaates
Sachsen. Bearbeitet von E.-M. Eibl, Wien/Weimar/Köln 1998 (Kommission
für die Neubearbeitung der Regesta Imperii der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Kommission für die Bearbeitung
der Regesta Imperii bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur,
Mainz. In Verbindung mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften).
Regesten Kaiser Ludwigs des Bayern (1314-1347),
nach Archiven und Bibliotheken geordnet, hg. von P. Acht. Heft 4: Die Urkunden
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in der Bayerischen Staatsbibliothek München, bearb. von M. Menzel,
Köln/Weimar 1998.
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die Territorien. Untersuchungen zur Phase der Minderjährigkeit und
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Elsaß (Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin). Bearbeitet
von J. Wetzel, Köln/Weimar 1998 (J. F. Böhmer, Regesta Imperii.
Regesten Kaiser Ludwigs des Bayern [1314-1347], Heft 4).
Vasari’s Florence. Artists and Literati at the
Medicean Court, hg. von P. Jacks, Cambridge 1998.
Velden, H. van der, Gerard Loyet and the Votive Images
of Charles the Bold, Turnhout 1998 (Burgundica 2).
Verschriftung und Verschriftlichung. Aspekte des
Medienwechsels in verschiedenen Kulturen und Epochen, hg. von C. Ehler/U.
Schaefer, Tübingen 1998 (ScriptOralia 94).
Via Regia. Preußens Weg zur Krone. Katalog
zur Ausstellung des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz,
Berlin 1998.
Vocelka, K.; Heller, L., Die private Welt der Habsburger.
Leben und Alltag einer Familie, Graz 1998.
Vogtherr, T., Uelzen. Geschichte einer Stadt im Mittelalter.
Mit einem Beitrag von H.-J. Vogtherr, Uelzen 1997.
Webb, D., Pilgrims and pilgrimage in medieval Europe,
London 1997 (International library of historical studies 12).
Die Welfen. Landesgeschichtliche Aspekte ihrer
Herrschaft, hg. von K.-L. Ay/L. Maier, Konstanz 1998 (Forum Suevicum 2).
Der Welfenschatz und sein Umkreis, hg. von J. Ehlers/D.
Kötzsche, Mainz 1998.
Wolf, A., Die Entstehung des Kurfürstenkollegs 1198-1298.
Zur 700jährigen Wiederkehr der ersten Vereinigung der sieben Kurfürsten,
Idstein 1998 (Historisches Seminar, N.F., 11).
Wright, N., Knights and Peasants. The Hundreds Years War
in the French Countryside, Woodbridge 1998.
Wüst, W., Das östliche Allgäu – die Heimat
der Malerfamilie Keller – im Umbruch. Herrschaft, Ämter und höfische
Patronage in einer Kulturlandschaft, in: Herbst des Barock. Begleitbuch
zu den Ausstellungen im Museum der Stadt Füssen (Deutschland) 10.
Juli bis 25. Oktober 1998 und im Museum in der Burg Zug (Schweiz) 15. November
1998 bis 28. Februar 1999, hg. von A. Tacke, München/Berlin 1998,
S. 291-304.
Zaisberger, F., Geschichte Salzburgs, München 1998
(Geschichte der Österreichischen Bundesländer).
Zeitkonzeptionen – Zeiterfahrung – Zeitmessung.
Stationen ihres Wandels vom Mittelalter bis zur Moderne, hg. von T. Ehlert,
Paderborn 1997.
Zeremoniell in der Krise. Störung und Nostalgie,
hg. von Jahn, B./Rahn, T./Schnitzer, C., Marburg 1998.
Verschiedenes
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Die in den letzten Mitteilungen notierte Monographie "Stände
in Ostmitteleuropa. Alternativen zum monarchischen Prinzip in der frühen
Neuzeit. Litauen und Böhmen, München 1997" stammt selbstverständlich
nicht von "Auermann, I.", sondern von Inge Auerbach.
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Ab sofort ist die Residenzen-Kommission/Arbeitsstelle Kiel
unter einer neuen Adresse im Internet über die Akademie der Wissenschaften
in Göttingen erreichbar, siehe letzte Seite.
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Das 29. Kolloquium des Kuratoriums für vergleichende
Städtegeschichte e.V. vom 23. bis 25. März 1998 widmete sich
am Institut für vergleichende Städtegeschichte an der Universität
Münster dem Thema "Städte und Friedenskongresse" (Darstellung
in Anlehnung an die AHF/Information Nr. 23 vom 8.6.1998, Autor: Michael
Schmitt).
Gerd Dethlefs (Münster) erläuterte am Beispiel des Westfälischen
Friedens, wie Gesandte eine kurzfristige, von den jeweiligen Höfen
inspirierte Kunstszene in Bewegung setzten, als deren Schlüsselbild
der Einzug des holländischen Gesandten Adriaen Pauw von Gerard ter
Borch d.J. gelten kann. Wie das gesamte kongreßbedingte Kunstgeschehen
zielt das Bild auf staatliche Repräsentation und individuelle Selbstdarstellung.
Hinsichtlich der Friedensverhandlungen von Nimwegen (1678/79) und Utrecht
(1713) stellte Kees Roelofsen (Utrecht) den beginnenden Wandel im Kongreßablauf
dar. Dominierten in Nimwegen noch Repräsentation und höfisches
Zeremoniell, so gestaltete sich der Ablauf in Utrecht wesentlich nüchterner,
– hin zum formalen, diplomatischen Kongreß des 18./19. Jahrhunderts,
dessen verbindliche Sprache nun Französisch statt Latein war. Einzigartig
steht Wien und der Kongreß von 1814/15 da, ob in der Voraussetzung
als einflußreiche Residenzstadt einer Großmacht, in der Bedeutsamkeit
der getroffenen Entscheidungen, in Anzahl und Rang der Teilnehmer oder
im glanzvollen Verlauf. Für Wien war der Kongreß Bestätigung,
Hauptstadt Europas zu sein, für die partizipierenden Teile der Wiener
Gesellschaft ein erstrangiges Ereignis, für bestimmte Wirtschaftszweige
eine willkommene Umsatzsteigerung und für bildende wie darstellende
Künste Anlaß zur Huldigung und nur selten zur Kritik. Vielfältig
im Elementaren aus Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur und lokalkoloristisch
im Detail, entwarf Wolfgang Häusler (Wien) ein atmosphärisch
akzentuiertes Bild von Wien, eine illustre Kulisse für die publikumswirksame
Inszenierung und Selbstdarstellung des Kongresses.
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Zum 70. Geburtstag von Odilo Engels fand in Köln vom
30. April bis 2. Mai 1998 die Tagung "Stauferreich im Wandel. Ordnungsvorstellungen
und Politik vor und nach ‘Venedig’" statt. Folgende Vorträge wurden
gehalten, die in absehbarer Zeit bei Jan Thorbecke/Sigmaringen publiziert
werden:
Kluger, H. (München), Rainald von Dassel – Gestalter der Politik
Barbarossas; Kölzer, T. (Bonn), Die Reichsfürsten und der Hof
Barbarossas; Georgi, W. (Köln), Wichmann, Christian, Philipp und Konrad:
Die ‘Friedensmacher’ von Venedig? Laudage, J. (Bonn), Gewinner und Verlierer
des Friedens von Venedig; Scholz, S. (Mainz), Symbolik und Zeremoniell
bei den Päpsten in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts; Jenal,
G. (Köln), Austausch der Eliten: ‘Vergangenheitsbewältigung’
in Italien; Vollrath, H. (Bochum), Der päpstlich-kaiserliche Konflikt
und seine Beilegung in der Wahrnehmung Englands; Grosse, R. (Paris), Kaiser
und Reich aus der Sicht Frankreichs in der zweiten Hälfte des 12.
Jahrhunderts; Vones-Liebenstein, U. (Köln), Wandel in der europäischen
Heiratspolitik in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts; Groten,
M. (Köln), Köln und das Reich. Zum Verhältnis von Kirche
und Stadt zu den staufischen Herrschern 1151-1198; Seibert, H. (München),
Zur entstehenden ‘territorialen Ordnung’ am Beispiel Bayerns; Struve, T.
(Köln), Vorstellungen von ‘Reich’ und ‘König’ im späten
12. Jahrhundert; Vones, L. (Köln), Confirmatio imperii et regni. Erbkaisertum,
Erbmonarchie und Erbreichsplan in den politischen Zielvorstellungen der
letzten Jahre Kaiser Heinrichs VI.
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Vom 15. bis zum 17. Mai 1998 fand in Elbing die Jahrestagung
der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung
aus Anlaß ihres 75jährigen Bestehens statt: 75 Jahre Historische
Kommission – Forschungsrückblick und Forschungswünsche. Hier
sprachen unter anderem Rolf Hammel-Kiesow (Lübeck) über "Probleme
der Erforschung der Sozialgeschichte der Residenzstadt Königsberg
in der frühen Neuzeit" und Tomasz Torbus (Hamburg/Marburg) über
"Die Erforschung der Marienburg in Vergangenheit und Gegenwart" (Darstellung
in Anlehnung an die AHF/Information Nr. 33 vom 25.06.1998, Autor: Bernhart
Jähnig).
Angesichts des mutmaßlichen vollständigen Verlusts des
Königsberger Stadtarchivs 1945 kennzeichnete Hammel-Kiesow die Forschungsmöglichkeiten,
die die erhalten gebliebenen umfangreichen Quellen des Königsberger
Staatsarchivs eröffnen. Die Haus- und Besatzbücher ermöglichen
es, die sozialtopographischen und Vermögensverhältnisse in den
einzelnen Königsberger Stadtteilen für einen längeren Zeitraum
zu erfassen. Mit Hilfe der Katasterkarten des 19. Jahrhunderts und den
Hauseigentümerverzeichnissen aus der Zeit der Hausnummernumstellung
von 1811 sind auch kartographische Darstellungen möglich. Die reiche
Überlieferung über Besitzveränderungen der Liegenschaften
erlauben die Erarbeitung von Häuserbüchern. Die hier vorgetragene
Konzeption wirkte besonders einladend, die sozialen Verhältnisse Königsbergs
in der frühen Neuzeit zu erforschen.
Der letzte Vortrag von Torbus leitete schon zum Exkursionstag über.
Vor dem Hintergrund seiner kurz vor der Auslieferung stehenden Dissertation
über die Konventsburgen des Deutschen Ordens in Preußen [nunmehr
erschienen, s.o. S. *] gab er zunächst einen
forschungsgeschichtlichen Überblick, wobei auf die leitenden Marienburger
Denkmalpfleger Konrad Steinbrecht, Bernhard Schmid, Maciel Kilatski und
Kazimierz Pospieszny einzugehen war. Aus den noch offenen Forschungsaufgaben
für die Deutschordensresidenz soll die Baugeschichte des Hochschlosses,
also des Konventshauses hervorgehoben werden. Dieser erfolgte nicht so
rasch, wie früher angenommen worden ist. Was aber vor allem als fehlend
herausgestellt wurde, ist eine große Gesamtdarstellung, da immer
noch Schmids nachgelassenes Buch von 1955 eine solche ersetzen muß.
Am Exkursionstag ging es zunächst zur Marienburg, Dort war Kustos
Kazimierz Pospieszny ein vorzüglicher Führer, der die Tagungsteilnehmer
in ein intensives Fachgespräch über baugeschichtliche Probleme
verwickelte. Es ging vor allem um das Hochschloß, den Trockengraben
zum Mittelschloß, die Marienkapelle und den Hochmeisterpalast. Zum
neu restaurierten Karwan reichte vor dem Mittagessen in der Dienerkapelle
St. Lorenz die Zeit nicht mehr. Anschließend ging es bei weiterhin
gutem Wetter nach Frauenburg zur mittelalterlichen Kathedrale des Bistums
Ermland. Diese einzigartige gotische Kirche wurde von Prof. Dr. Udo Arnold
(Bonn) in ihren Besonderheiten und kunsthistorischen Abhängigkeiten
vorgestellt. Die barocke Orgel und Erinnerungsstücke an den Domherrn
und Astronomen Nicolaus Copernicus waren zu hören bzw. zu sehen.
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"Die Andechs-Meranier in Franken und Europa" hieß der
Titel einer Tagung aus Anlaß des 750. Todesjahres Herzog Ottos VIII.
von Andechs-Meranien der Hanns-Seidel-Stiftung in Zusammenarbeit mit den
Universitäten Bamberg und Bayreuth vom 2. bis 5. Juni 1998 in Kloster
Banz unter der Leitung von Gisela Schmirber, Bernd Schneidmüller und
Peter Segl. Es wurden folgende Vorträge gehalten:
Schneidmüller, B. (Bamberg), Die Andechs-Merianer
– Rang und Erinnerung im hohen Mittelalter; Hucker, U., (Vechta), Die Herzöge
von Andechs-Meranien im Dienst von Kaiserpolitik und Kreuzzugsidee; Behr,
H.-J. (Braunschweig), Fürstliches Mäzenatentum und Literatur
im Umkreis der Andechs-Meranier im 13. Jahrhundert; Holzfurtner, L. (München),
Königliches Amt und adlige Herrschaft. Die Grafen von Andechs als
Modellfall für die Entwicklung der Grafschaft im hohen Mittelalter;
Machilek, F. (Bamberg), Herrschaftaufbau der Andechs-Meranier in Franken;
Hubel, A. (Bamberg), Bamberger Dombau und die Andechs-Meranier; Härtel,
R. (Graz), Herrschaftspraxis des Patriarchen Berthold von Aquileja; Hye,
F. (Innsbruck), Das Innsbrucker Stadtrecht und die Städtepolitik der
Andechs-Meranier; Seibert, H. (München), Herrschaftsbildung der Wittelsbacher
bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts; Suckale-Redlefsen, G. (Rom), Der Bertholdus-Kelch
aus Wilten – Scholastische Theologie im Dienste fürstlicher Repräsentation;
Zimmermann, G. (Bamberg), Die Andechs-Meranier und ihre Heiligen in Franken;
Schütz, A. (München), Die europäischen Verbindungen der
Andechs-Meranier; Endres, R. (Bayreuth), Das Erbe der Andechs-Meranier
in Franken.
Die
Arbeitsstelle Kiel
Prof. Dr. Werner Paravicini
Jan Hirschbiegel, M.A.
Jörg Wettlaufer, M.A.
c/o
Historisches Seminar
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
(Besuchsadresse:) Leibnizstr. 8
(postalisch:) Olshausenstr. 40
D-24098 Kiel (für Briefe)
D-24118 Kiel (für Päckchen und Pakete)
Tel. 04 31 - 8 80-14 84
Fax 04 31 - 8 80-15 24
Email: resikom@email.uni-kiel.de
Adresse im Internet:
http://www.resikom.ADW-Goettingen.gwdg.de
*****
Prof. Dr. Werner Paravicini
Deutsches Historisches Institut Paris
Hôtel Duret de Chevry
8, rue du Parc-Royal
F-75003 Paris
Tel.: [00 33-1] - 42 71 56 16 – Fax: [00 33-1] -
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