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Mitteilungen der Residenzen-Kommission
der
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
 
 
Jahrgang 3 (1993) Nr. 2

 

 

 

Residenzen-Kommission
Arbeitsstelle Kiel

 

 

 

ISSN 0941-0937

 

Herstellung:
Vervielfältigungsstelle
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
 
Titelvignette:
Ausschnitt aus einer Ansicht der Stadt Oldenburg (in Oldenburg)
von M. Merian, 1647

 


Inhalt

 
L'Union fait la force S. 5

Aus der Arbeit der Kommission S. 6

Aus der Werkstatt S. 9

Siegfried Müller, Ausstellung in Oldenburg: "Stadt und Residenz.

Beziehungen zwischen der Stadt Oldenburg und der Landesherrschaft

von 1345-1918" S. 9

Die Arbeit der anderen S. 11 Evamaria Engel/Winfried Eberhard: Die ostmitteleuropäischen

Metropolen im Zeitalter des Humanismus und der Renaissance S. 11

Arbeitsberichte S. 12 Uwe Albrecht, Buchprojekt: Burgen und Schlösser in Deutschland S. 12

Heinz Duchhardt, MAJESTAS - Herrschertum S. 13

Die Diskussion ist eröffnet. Antworten und Kommentare zu Jan Hirschbiegel: Der Hof als soziales System S. 15 Buchvorstellungen S. 20

Kolloquien S. 25

Neuerscheinungen S. 32

Personalia S. 40

Die Mitglieder der Residenzenkommission S. 41

Mitarbeiter, Betreuer, Korrespondenten S. 43

Die Arbeitsstelle Kiel S. 48


L'Union fait la force

Mit dem zur Zeit arg gebeutelten Motto Belgiens möchte ich energisch auf den Umstand verweisen, daß sich aus dem Kreise der engeren Mitarbeiter des Residenzenprojekts nicht nur kaum ein Vortragender für das Potsdamer Kolloquium "Zeremoniell und Raum" gefunden hat, sondern auch kein einziger Referent für die wiederum geplante "Werkstatt". Nun mag zwar die Erweiterung der Thematik auf den Hof als soziales Gebilde unbequem sein und die Internationalisierung einschüchternd. Aber die Monographien über einzelne Höfe und Residenzen bleiben die spina dorsalis unseres Unternehmens. Aus dieser Arbeit muß doch etwas mitzuteilen sein, und seien es auch "nur" Zweifel und Fragen? Um den notwendigen Zusammenhalt der Mitarbeiter und Monographisten zu stärken, wird an der "Werkstatt" im Rahmen des nächsten und der künftigen Symposien festgehalten werden, als Veranstaltung in der Mitte, nicht am Rande des Treffens. Überdies steht das Mitteilungsblatt allen Mitarbeitern offen, für "Werkstattberichte" aller Art (die ich sonst einzeln anfordern müßte, um den Überblick über den Stand der Arbeiten zu behalten) und zur Mitteilung von Leseerfahrungen, auch solchen, die bei der Lektüre von Veröffentlichungen der Kommission gemacht wurden. Es müssen nicht immer ausgefeilte Aufsätze oder ausgewogene Rezensionen sein, die uns eingesandt werden, und es muß auch nicht immer Lob sein, das ohnehin nur einschläfert. Alle grauhaarigen Professoren und Direktoren waren einmal Studenten wie Sie und brauchten jene Hilfe und Information, die Sie sich gegenseitig gerade auf einer Symposiumswerkstatt geben könnten. Also:

Melden Sie sich für die Werkstatt an!

Im übrigen mußte das Potsdamer Symposium um einige Tage vorverlegt werden, weil es sich sonst mit dem Leipziger Historikertag überschnitten hätte (s. unten S. 6 ' 2.1). Das genaue Programm mit den Vorträgen wird im nächsten Mitteilungsheft enthalten sein.

Erfreulich hingegen war die Reaktion auf Jan Hirschbiegels systemtheoretischen Ausflug im letzten Heft, deretwegen Meister Luhmann sogar selbst zur Feder griff (S. 18-19). Ich wünschte mir mehr von dieser Art von Diskussion.

Die Titelvignette ehrt das unten S. 9 beschriebene und künftig auf dem Potsdamer Symposium erläuterte Oldenburger Projekt einer lokalen Residenzausstellung.

Zum Schluß mein übliches ceterum censeo (Ja, Sie sind gemeint!):

Nächster Redaktionsschluß 1. Mai 1994.

Paris, am 1. November 1993 Werner Paravicini


Aus der Arbeit der Kommission

1. Kommissionssitzungen:

Die 7. Kommissionssitzung hat am 28. Oktober 1993 in Göttingen stattgefunden. Die 8. ist im Zusammenhang mit den 4. Symposium in Potsdam geplant und wird vorerst auf den 27. September 1994, 9 h, angesetzt.

2. Künftige Symposien:

2.1. "Zeremoniell und Raum 1200-1600", Herbst 1994 in Potsdam.
Paravicini hat am 6. August 1993 erfolgreiche Gespräche in Potsdam geführt; jedoch ist inzwischen der Termin problematisch geworden: gleichzeitig findet in Leipzig der Historikertag statt (28. Sept. - 1. Okt.). Es wurde beschlossen, das Symposium vorzuverlegen, auf Sa 24. - Mo 26. Sept. 1994. Die Bestätigung durch den Potsdamer Mitveranstalter steht jedoch noch aus.

Das in den Mitteilungen 3/1 vorgelegte Programm war Grundlage der inhaltlichen Besprechung. Die Liste der angebotenen und möglichen Vorträge wurde durchgegangen und erweitert. Herr Moraw ist bereit, die Zusammenfassung zu sprechen.

Die Bedeutung der "Werkstatt" als Forum des Gedankenaustauschs wurde unterstrichen (vgl. das Vorwort zu diesem Heft).

2.2. "Hof- und Hofordnungen" 1996.
Erste Anmeldungen liegen vor. Als mögliche Tagungsorte werden Celle, Dresden, Burghausen erwogen; Landshut/Trausnitz findet vorerst am meisten Beifall. Erneut ist das Deutsche Historische Institut Paris als Mitveranstalter vorgesehen.

2.3. Paravicini weist auf das Projekt von M. Vale (Oxford) über die Höfe in Nordwesteuropa im 12.-15. Jh. hin, an dem auch W. Blockmans (Leiden) und er selbst beteiligt sein werden. Näheres in einem nächsten Heft der Mitteilungen.

3. Reihe "Residenzenforschung":

3.1. Dieter Kerber (Koblenz), "Herrschaftsmittelpunkte im Erzstift Trier. Hof und Residenz im späten Mittelalter". Nachdem die Verlagskommission der Akademie den Druckkostenzuschuß bewilligt hat, kann der Druck beginnen.

3.2. Kolloquium "Alltag bei Hofe". Das Ms. geht jetzt zur Kalkulation an den Verlag.

3.3. Mark Mersiowsky (Münster), "Die Anfänge der landesherrlichen Rechnungslegung im norddeutschen Raum", ist zum Druck angenommen. Der Autor bearbeitet das Ms. für den Druck.

3.4. Johann Kolb (Kiel), "Heidelberg. Die Entstehung einer landesherrlichen Residenz im 14. Jahrhundert", Diss. beim Vors., ist bei der Kieler Fakultät eingereicht.

3.6. Michael Scholz (Göttingen), "Die Magdeburgische Residenz Halle 1503-1541", Diss. bei H. Boockmann. Mit dem Abschluß ist im Sommer 1994 zu rechnen.

4. Das Projekt "Bibliographie europäischer Reiseberichte des späteren Mittelalters":

Bd. 1 (deutsche Berichte). Das Ms. wird noch einer letzten Revision unterzogen. Die Herstellung (Kieler Werkstücke, Reihe D, im Verlag Peter Lang) beginnt noch in diesem Jahr.

Bd. 2 (Frankreich, Niederlande) ist in Arbeit.

5. Projekt "Hof- und Verwaltungsordnungen. Niedersächsischer Reichskreis":

An dem Projekt wird unter Leitung von Herrn Johanek in Münster gearbeitet. Herr Schubert bietet tätige Göttinger Hilfe an.

6. Langzeitprogramm:

Der Vors. hat auf Anregung des Akademiesekretärs ein Langzeitprogramm der Kommission ausgearbeitet. Der revidierte Text wird im nächsten Mitteilungsheft abgedruckt werden.

7. Stellensituation:

Der Antrag der Akademie und des Landes Schleswig-Holstein bei der Bund-Länder-Kommission auf Einrichtung einer Arbeitsstelle in Kiel (1 BAT IIa, 1 Hilfskraft) ist erneut auf Bundesebene gescheitert.

Die Verträge der zwei in Kiel arbeitenden Mitarbeiter (Christian Halm und Detlev Kraack) können aus Akademiemitteln einstweilen um ein weiteres Jahr verlängert werden.

8. Verschiedenes:

Das Berliner Unternehmen "Die ostmitteleuropäischen Metropolen" (E. Engel/ W. Eberhard), hat sich mit der Bitte um Unterstützung an die Kommission gewandt. Siehe unten S. 11. Ein ausführlicherer Bericht ist für das nächste Heft der Mitteilungen vorgesehen.

Herr Moraw wird 1995/1996 dem arg vernachlässigten Gegenstand der "Historischen Geographie" zwei Tagungen des Konstanzer Arbeitskreises auf der Reichenau widmen.

 


Aus der Werkstatt
 

Ausstellung in Oldenburg: "Stadt und Residenz.
Beziehungen zwischen der Stadt Oldenburg und der Landesherrschaft von 1345-1918"

Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg zeigt aus Anlaß des 650. Geburtstages der Stadt Oldenburg 1995 im Oldenburger Schloß eine Sonderausstellung zum Thema "Stadt und Residenz. Beziehungen zwischen der Stadt Oldenburg und der Landesherrschaft von 1345-1918". Sie wird von der Stiftung Niedersachsen mit über 2 Mill. DM gefördert. Am Beispiel Oldenburgs sollen erstmals für eine deutsche Stadt in einer musealen Ausstellung die vielfältigen und wechselhaften Beziehungen zwischen den Bewohnern der Residenz und der jeweiligen Landesherrschaft dargestellt werden. Der Zeitraum umfaßt die Zeit von 1345 (Verleihung des Stadtrechts) bis 1918 (Abdankung des Großherzogs). Das in der Ausstellung präsentierte Beziehungsgeflecht von Stadt und Landesherrschaft umfaßt Aspekte der Kirchengeschichte, Rechts-, Militär- und Medizingeschichte, der Wirtschafts-, Architektur-, Kunst- und Sozialgeschichte. Der Besucher erlebt auf seinem Rundgang dieses Beziehungsgefüge in vier Zeitabschnitten:

Oldenburg als Grafenresidenz (1345-1667),

Oldenburg als Statthalterresidenz (1667-1785),

Oldenburg als Herzogsresidenz (1785-1829) und

Oldenburg als Großherzogsresidenz (1829-1918).

Innerhalb dieser Zeiträume wird die Residenz als wehrhaftes, administratives, kirchliches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes gezeigt. Anspruch der Konzeption ist es, daß der Besucher nicht nur die Beziehungen in einer bestimmten Zeit kennenlernt, sondern auch Vergleiche zwischen diesen Zeiträumen anstellen, Entwicklungslinien nachspüren und Umbrüche wahrnehmen soll.

Mein Vortrag auf der Potsdamer Tagung soll in abstrakter Form mit den Problemen bekannt machen, die sich aus der musealen Darstellung historischer Inhalte ergeben. Ich skizziere zunächst die Arbeitsweise des Museumshistorikers, seinen Umgang mit den musealen "Überresten", um dann ausführlich auf die Frage nach der adäquaten Präsentationsform allgemein und am Beispiel der Oldenburger Residenz einzugehen. In diesem Zusammenhang stelle ich zum einen Objekte vor, die dem im Museum arbeitenden Historiker zur Verfügung stehen. Zum anderen mache ich mit optischen und akustischen Hilfsmitteln bekannt, mit denen sich historische Themenkomplexe umsetzen lassen (Modelle, Karten, Grafiken, EDV-gestütztes Besucherinformationssystem und Computerspiele). An Oldenburger Beispielen sollen Möglichkeiten und Grenzen für ihren Einsatz erläutert werden.

Kontaktadresse: Dr. Siegfried Müller, Oberkustos am Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, Schloßplatz 26, 26122 Oldenburg, Tel. 0441/220-2603.

 


Die Arbeit der anderen

Wie Frau Prof. Dr. Evamaria Engel (Forschungsschwerpunkt Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in der Förderungsgemeinschaft Wissenschaftliche Neuvorhaben) freundlicherweise mitteilte, plant sie zusammen mit Herrn Prof. Dr. Winfried Eberhard im Frühjahr 1994 ein Kolloquium durchzuführen unter dem Thema:

"Die ostmitteleuropäischen Metropolen im Zeitalter des Humanismus und der Renaissance (ca. 1450 - ca. 1550)".

 

Diese Tagung soll der Vorbereitung eines Forschungsprojektes dienen, das sich international und interdisziplinär mit den städtischen Zentren der Region Ostmitteleuropa beschäftigen will; voraussichtliches Thema:

 

"Metropolen - Hauptstädte - Zentralstädte: Ihre Entwicklung als Faktoren und Orte staatlicher Repräsentation sowie kultureller und gesellschaftlicher Integration im östlichen Mitteleuropa vom 14. bis zum frühen 17. Jahrhundert."

 
Voraussichtlich wird Frau Evamaria Engel im nächsten Mitteilungsheft die Ziele des Forschungsschwerpunkts und die Wege dorthin kurz skizzieren.

 
Kontakt: Frau Prof. Dr. Evamaria Engel, Forschungsschwerpunkt Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas in der Förderungsgemeinschaft Wissenschaftliche Neuvorhaben, Leipziger Str. 3-4, 10117 Berlin.

 


Arbeitsberichte

Buchprojekt: Burgen und Schlösser in Deutschland (Arbeitstitel),
München (Hirmer), voraussichtl. Erscheinungstermin 1995.

Der Hirmer-Verlag, München, bereitet derzeit eine größere Publikation zu den landesherrlichen Residenzen Deutschlands vor. Das Buch, dessen Aufmachung sich an den beiden im selben Verlag erschienenen stattlichen Bänden über die Villen des Veneto (Michelangelo Muraro, Die Villen des Veneto, München 21992) und die Paläste Venedigs (Alvise Zorzi, Paläste in Venedig, München 1989) orientieren wird, ist ein Gemeinschaftsprojekt der fünf Kunsthistoriker Uwe Albrecht (Kiel), Hans-Joachim Giersberg (Potsdam), Irene Markowitz (Benrath), Klaus Merten (Stuttgart) und Michael Petzet (München) und des italienischen Photographen Paolo Marton (Treviso), der bereits die meisterhaften Aufnahmen zu den beiden o.g. Bänden fertigte und die deutschen Residenzen neu ins Bild setzen wird. Die Herausgeberschaft hat Dr. Klaus Merten übernommen.

Geplant ist eine allgemeinverständliche Darstellung von Geschichte und Kunst der schönsten und bedeutendsten heute noch erhaltenen weltlichen und geistlichen Fürstenresidenzen auf deutschem Boden. Die Auswahl wurde aus editorischen Gründen auf insgesamt 70 Beispiele des 13.-19. Jahrhunderts begrenzt, die jeweils in Text und Bild vorgestellt werden. Diese Kurzmonographien bilden den Hauptteil des Buches.

Eine systematische Einführung wird darüber hinaus in einem ersten Kapitel aus historischer Sicht die behandelten Territorien und Herrscherhäuser in ihrer Entwicklung umreißen, deren jeweilige Stellung zum Reich diskutieren und hervorragende Einzelpersönlichkeiten charakterisieren. In einem zweiten Kapitel wird aus architekturgeschichtlicher Sicht der bauliche Gesamtzusammenhang der Residenzen beleuchtet. Die urbanistische Einbindung von Burg und Schloß wird dabei ebenso zur Sprache kommen wie die dem Hof zugeordneten Funktionsbereiche der Versorgung, Verwaltung und Verteidigung. Hofkirche und Grablege, Galerie und Theater, Zeughaus und Kaserne, aber auch Garten und Parkanlage sind u.a. Themenkomplexe, die eine vergleichende Betrachtung verlangen. Historische Ansichten und Pläne werden an dieser Stelle auch die untergegangenen Teile der in den Band aufgenommenen Fürstenresidenzen wiedergeben.

Ein besonderer Referenzteil ist als Anhang vorgesehen. Er wird historische Gebietskarten der einzelnen Territorien, Stammbäume der verschiedenen Fürstengeschlechter sowie eine ausgewählte Bibliographie umfassen. Glossar und Register beschließen den Band.

Uwe Albrecht, Kiel
 

*****
 
MAJESTAS - Herrschertum

Auf Anregung und Betreiben einer Gruppe amerikanischer und europäischer Historiker, darunter des seinerzeit in Vancouver lehrenden ungarischen Mediävisten János M. Bak, wurde 1985 am Rande eines Kongresses über Krönungen in Mittelalter und Neuzeit in Toronto eine internationale Vereinigung von Forschern verschiedener Disziplinen gegründet, die sich mit Fragen des Herrschertums beschäftigen. Da das Arbeitsgebiet dieser Vereinigung, die sich den Namen "MAJESTAS" gab und gegenwärtig annähernd 200 Mitglieder von den USA bis Rußland und von Norwegen bis Australien zählt, sich mit dem Arbeitsschwerpunkt der Residenzenkommission eng berührt, soll sie im folgenden kurz vorgestellt werden:

Die Gesellschaft, die derzeit von einem Executive Council geleitet wird, dem ein Mediävist (Richard A. Jackson, Houston), ein Rechtshistoriker (Armin Wolf, Frankfurt), eine Kunsthistorikerin (Anne D. Hedeman, Champaign) und zwei Neuzeithistoriker (David Sturdy, Coleraine; Heinz Duchhardt, Münster) angehören, ist bisher mit zwei großen Kongressen an die Öffentlichkeit getreten; neben der oben erwähnten Krönungen-Konferenz in Toronto (1985) fand 1990 in Paris eine mehrtägige Konferenz über "Rulership - from above and from below" statt. Die wichtigsten Vorträge beider Kongresse wurden jeweils in Buchform veröffentlicht (Coronations, ed. by János M. Bak, Berkeley/Los Angeles/Oxford 1990 [s. unten S. 32]; European Monarchy: Its Evolution and Practice from Roman Antiquity to Modern Times, ed. by Heinz Duchhardt, Richard A. Jackson, David J. Sturdy, Stuttgart 1992). Für 1995 ist ein nächster Kongreß in den USA - wahrscheinlich in Houston - geplant, der die "schlechten" Herrscher wissenschaftlich aufzuarbeiten sich zum Ziel gesetzt hat.

Aus den Themen ihrer großen Kongresse wird deutlich, daß die Ziele der Gesellschaft weit von jeder Verklärung europäischen Herrschertums und jeder Panegyrik entfernt sind. Es geht ihr um die Schlüsselrolle von Herrschertum und Dynastien bei den Prozessen der Staatsbildung, die zeitgenössische Stilisierung und Ideologisierung von Herrschertum und die Opposition dagegen, um die sozialen Funktionen von Hof und Residenz, um Anpassungen von Herrschertum an sich ändernde Rahmenbedingungen usw. Einen gewissen regionalen Schwerpunkt stellen natürlich die alteuropäischen Monarchien dar; grundsätzlich ist MAJESTAS aber auch am interkulturellen Vergleich orientiert.

MAJESTAS informiert seine Mitglieder in einem regelmäßigen "Newsletter" über Neuerscheinungen, einschlägige Kongresse, Personalia usw. und druckt auch Abstracts von Vorträgen ab, die für die Mitglieder von Interesse sein könnten. Das Mitgliederspektrum ist groß; neben Alt-, Mittelalter- und Neuzeithistorikern finden sich Kunst- und Musikhistoriker, Kirchen- und Liturgiehistoriker, Rechts- und Verfassungshistoriker, aber auch Literaturhistoriker, Soziologen usw.

Die Mitgliedschaft kann durch Beitritt erworben werden; nähere Informationen für europäische Interessenten bei Priv.-Doz. Dr. Armin Wolf, Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Hausener Weg 120, 60489 Frankfurt/Main.

Die Gesellschaft wird im Herbst d. J. mit einer gleichnamigen mehrsprachigen Zeitschrift (MAJESTAS) an die Öffentlichkeit treten, die Mitglieder zu Vorzugsbedingungen beziehen können. Der 1. Band wird einen thematischen Schwerpunkt im Bereich "Regizid" haben, aber u.a. auch einen gewichtigen Beitrag zur Stilisierung französischer Könige des Spätmittelalters zu "Halbgöttern" sowie eine Spezialbibliographie zum böhmischen Königtum enthalten. Rezensionen runden den Band ab. Die Zeitschrift ist grundsätzlich auch für Beiträge von Nichtmitgliedern offen; federführender Mitherausgeber ist der Unterzeichnende.

Heinz Duchhardt, Münster

 



 
Die Diskussion ist eröffnet
 
Antworten und Kommentare zu
Jan Hirschbiegel: Der Hof als soziales System
(Mitteilungen der Residenzen-Kommission, Jg. 3, 1993, Nr. 1, S. 11-25).

 
Äpfel und Birnen, Metzger und Bären, Zoologen und Jäger: Einigen hat die Lektüre Spaß gemacht, und sie haben es uns wissen lassen. Nun gilt es, weiter zu gehen. Vor allem Reinhard Zöllner macht Vor-schläge. Und Niklas Luhmann selbst ermutigt den Historiker, zunächst einmal historische Fragen zu stellen und sein Handwerk zu üben, in weiter Perspektive, versteht sich. Auf denn zur "systemfunktionalen Analyse" mit bester hilfswissenschaftlicher Ausrüstung!

Werner Paravicini, Paris

 

I. Dr. Reinhard Zöllner (Düsseldorf), 7. Juni 1993.

Dr. Zöllner, i. J. 1992 mit einer stark soziologisch-systemtheoretischen Arbeit über "Die Ludowinger und die Takeda. Feudale Herrschaft in Thüringen und Kdai no kuni" im Fach Asiatische Geschichte in Kiel promoviert, ist gegenwärtig Assistent am Japanologischen Institut der Universität Düsseldorf.

Zwei Anmerkungen zu Jan Hirschbiegel

1. Was bedeutet "Hof als soziales System"?

Hirschbiegel bezeichnet den Hof als soziales System - dies ist der Oberbegriff - und nacheinander als "Institution" (S. 12, 15, 17), "Organisation" (S. 15, 16, 17), "individuelles Gebilde" (S. 19) oder "politisches System" (S. 16, 18). Kann der Hof wirklich all dies zugleich sein? Zunächst spricht nichts dagegen, den Hof als Institution zu betrachten - wenn man daran hervorheben will, daß der Hof wie jede andere Institution auch "unter sozialer Kontrolle" (Berger/Luckmann) steht, daß allen hieran Beteiligten habitualisierte, typische Rollen zugewiesen werden (wodurch nach Luhmann Individualität möglich wird, weil die psychischen Systeme von der großen Erwartungssicherheit der komplexen sozialen Systeme profitieren). Nur ist das "Gebilde" an sich dann keineswegs "individuell". "Organisation" gilt für Luhmann als Untermenge der sozialen Systeme. Daß er darunter den "Hof" nicht versteht, ergibt sich aus Soziale Systeme (21988), S. 461, wo er auf das Hofleben zu sprechen kommt, während er auf der nächsten Seite Ausführungen über Organisationen folgen läßt: beide diskutiert er unter dem Oberbegriff "Hierarchie", aber deutlich getrennt voneinander. Ebd. S. 551 Anm. klammert er aus sozialen Systemen die Organisationen aus, da sie - anders als Interaktionen und Gesellschaft - nicht in allen Gesellschaften auftreten: formale Organisationen schreibt Luhmann v.a. modernen Gesellschaften zu (ebd.). Wenn Hirschbiegels wichtiger Behauptung, die den Hof umgebende Gesellschaft weise anders als der Hof selbst keine funktionale Differenzierung in Teilsysteme auf (S. 24), ihre volle Tragweite zugemessen wird, ergibt sich hieraus eigentlich doch wohl, daß der Hof selbst die Gesellschaft ist - daß es sich um "höfische Gesellschaft" handelt und nicht nur um ein Teilsystem "Hof" eines (wie zu bezeichnenden? wie abzugrenzenden?) gesellschaftlichen Gesamtsystems. Daraus folgt ein spannendes, völlig anderes Verständnis und Selbstverständnis des Hofes - alles außerhalb des Hofes ist Umwelt, nicht Gesellschaft, oder gehört einem anderen (konkurrierenden) System (Hof) an. Empirisch verträgt sich dies sehr wohl mit der Feststellung, daß außerhalb der höfischen Gesellschaft nur die mittelalterliche Kirche den Rang eines großräumigen Kommunikationsnetzes beanspruchen kann - moderne Kommunikationsgemeinschaften wie "Nation" oder "Klasse" existieren noch nicht. Natürlich enthebt uns diese Auffassung auch der Notwendigkeit, Hirschbiegels Definition des Hofes als "politisches System" näher in Betracht zu ziehen; wenn hiermit schon auf Parsons Vierfunktionenschema zurückgegriffen wird, dann steht doch außer Frage, daß gerade der Hof zugleich wirtschaftliches wie soziales wie kulturelles und auch politisches System ist und keinesfalls auf das Feld des Politischen reduziert werden darf. Der Hof ist auch politisches System. Er ist aber vor allem Gesellschaft.

 
2. Macht oder Herrschaft?

Ist Macht innerhalb der höfischen Gesellschaft ein Kommunikationsmedium (S. 16) (das seinerseits neue Personal- und Organisationsmacht begründet: S. 17), eine Kommunikationsart (S. 17) oder der Sinn oder das Prinzip des Systems (S. 20)?

Für Talcott Parsons stellen Geld und Macht sowie Prestige und Wertbindung Steuerungsmedien dar, mit denen man das Handeln eines anderen beeinflussen kann: Geld (Belohnung) als wirtschaftlicher Anreiz, Macht (Bestrafung) als politische Abschreckung, Prestige (Einfluß) als Mittel sozialer Integration, Wertbindung als kulturelle Normierung. Diese Steuerungsmedien ersetzen in ihrer generalisierten Symbolik sprachliche Kommunikation. Diese von Luhmann übernommene Terminologie ist ziemlich problematisch (vgl. Habermas, Theorie des kommunikativen Handelns, Frankfurt a.M. 31985, S. 385-419), weil sie in gewisser Weise Äpfel mit Birnen gleichsetzt. Begreift man allerdings den Hof, wie oben vorgeschlagen, als gesellschaftliches System (und nicht als politisches Subsystem eines solchen), so ergibt sich zwangsläufig, daß die Konzentration auf ein Medium allein - nämlich Macht - zu wenig wäre. Wie kann Macht als Medium übrigens Macht (in einer anderen Funktion?) begründen (S. 17)? Die höfische Gesellschaft funktioniert nicht nur aufgrund von Machtstrukturen (ich erinnere an Webers klassische Definition: "Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstand durchzusetzen" - ' 16 der Soziologischen Grundbegriffe), sondern auch mittels ökonomischer Steuerung (Höfe sind Wirtschafts- und insbesondere Latifundienzentren! Und ist das Lehen nicht gerade ein gleichermaßen wirtschaftliches wie politisches Steuerungsmedium der feudalen höfischen Gesellschaft?), mittels Prestige (daher die elaborierten Rang- und Titelordnungen) und mittels Wertbildung (daher Hofliteratur, Hofreligion etc.). Als eine reine, einseitige Machtbeziehung hätte ein Hof vor allem kaum Chancen auf dynastische Reproduktion gehabt, weil das Webersche Einverständnishandeln der Untergebenen fehlt. Ich schlage daher vor, den Hof als Herrschaftszentrum zu bezeichnen, an dem auch spezifische Arten von Machtausübung die Kommunikation regelten - aber Sinn des Hofes ist nicht die Ausübung von Macht: Macht ist vielmehr nur Mittel, um die Ausübung von Herrschaft zu gewährleisten - nach Weber: "die Chance, für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen (nämlich der höfischen Gesellschaft, R.Z.) Gehorsam zu finden" (ebd.). Die herrschaftlichen Handlungsweisen in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur - also dem Parsonsschen Vierfunktionenschema - geben Aufschluß über die dahinterstehenden höfischen Kommunikationsstrukturen, mithin über die höfische Gesellschaft an sich. Den Gebrauch der Steuerungsmedien zu studieren, heißt demnach, dem höfischen Leben auf die Spur zu kommen - und erlaubt, Individuelles (persönliche oder dynastische Strategien im Umgang mit diesen Medien) und Typisches (das "Höfische an sich") zu unterscheiden. Für die Geschichtsschreibung wäre viel gewonnen, wenn Macht und die übrigen "symbolisch generalisierten Medien" einmal in funktionaler Aktion beschrieben würden.
 

 
II. Prof Dr. Ernst Schubert (Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen).

Ihrer Aufforderung [des Vorsitzenden, W.P.], zum Werkstattbericht von Jan Hirschbiegel Stellung zu nehmen, komme ich gerne nach. Frei nach Voltaire: Der Text widerspricht so ziemlich allem, was ich für mich als Aufgabe des Historikers ansehe, aber dafür, daß man solche Texte als historiographische Möglichkeiten ernst nimmt, würde ich mir den Mund fusselig reden. Eines muß ich aber doch bei allem Verständnis kritisch anmerken: Es wird einfach zu viel "differenziert", nach meiner Schätzung kommt dieser Ausdruck pro Seite mindestens dreimal vor. Auch weiß ich nicht so recht, was es mit dem Ausdruck "System" eigentlich auf sich hat, wenn auf S. 17 ein "historisches System" als ein "soziales System" verstanden wird, dieses aber nichts anderes als "Institution" bedeutet. Die Kürze des Textes, wohl aus Raumgründen nicht anders zu gestalten, verwehrt es mir, die drei Grafiken so ernst zu nehmen, wie es die Arbeit, die sich der Verfasser damit gemacht hat, wohl verdient hätte. So lange ich auf meine schlichte Frage - "wann findet Hof eigentlich statt?" - keine befriedigende Auskunft erhalte, so lange werde ich mehr an Improvisation und Zufall bei saisonaler Hoforganisation glauben als an wiederholbare und damit abstrahierbare "Systeme". Aber Spaß gemacht hat die Lektüre.

 

III. Prof. Dr. Gerd Roellecke (Lehrstuhl für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie der Universität Mannheim), 16. Juni 1993.

Der Brief ist gerichtet an den Kieler Kollegen und Rechtshistoriker Prof. Dr. Hans Hattenhauer, der das Heft übersandt hatte.

Den kleinen Aufsatz von Hirschbiegel habe ich sofort gelesen. Ich finde es außerordentlich verdienstvoll, daß jemand Geschichte nach systemtheoretischen Gesichtspunkten zu ordnen versucht, und kann nur hoffen, daß die Magister-Arbeit gut bewertet wurde. Allerdings kann ich nicht leugnen, daß ich die Systemtheorie etwas anders verstehe. Hirschbiegel betrachtet den Hof wie ein Metzger den erlegten Bär. In meinem Verständnis steht der Systemtheoretiker der Position des Zoologen näher, der zum Beispiel auch das Verhalten des Jägers mit berücksichtigen würde.
 

 
IV. Prof. Dr. Niklas Luhmann (Bielefeld), 18. August 1993.

Sehr geehrter Herr Hirschbiegel,
es fällt mir nicht ganz leicht, Ihren Text zu kommentieren. Zunächst einmal habe ich auf der Ebene, auf der Sie Ihre Untersuchungen ansetzen, keine Einwände. Es ist sicher möglich und, wie mir scheint, auch gut durchgeführt, den Hof in systemtheoretischer Terminologie zu beschreiben. Das Problem ist nur: Was ist das Problem? Sie können in der Weise, in der Sie gearbeitet haben, verschiedene Höfe mit Hilfe derselben Terminologie beschreiben, aber das sieht sehr stark noch nach schlichter Abstraktion mit Hilfe von Allgemeinbegriffen aus. Ich verstehe deshalb gut, daß die Historiker damit nicht zufrieden sind. Ich selbst würde daher eher dazu tendieren, spezifische Probleme herauszugreifen und dann zu versuchen, mit Hilfe einer systemtheoretischen Terminologie funktionale Vergleiche durchzuführen. Also zum Beispiel: Was bedeutet die begrenzte Kontaktfähigkeit des Fürsten für die Organisation des Hofes, für das Ausdifferenzieren einer engeren Hoffamilie und für die Auswirkungen dieser Ausdifferenzierung (z.B. als Aufstiegsweg für Juristen, Humanisten, Künstler, wenn sie als familiares zugelassen sind). Oder: Wie kann sich vom Hof aus ein Territorialstaat entwickeln?

Meine Erfahrung ist immer wieder, daß ich bei historischen Analysen nur sehr wenige Begriffe aus dem Apparat der Systemtheorie begrifflich brauche und dann im Hintergrund lasse, daß diese Begriffe abgeleitet und miteinander vernetzt sind. Nur so (und nicht mit einer Gesamtkonfrontation des Begriffsapparats und der konkreten Realität) kann man meines Erachtens herausbringen, daß man mit Hilfe systemfunktionaler Analysen letztlich mehr sehen kann als nur mit einer quellennahen Interpretation, die dann in Form von Erzählungen oder kühnen Kausalannahmen zu größeren Gemälden ausgearbeitet werden muß.

Beste Grüße Ihres Niklas Luhmann.

 

Jan Hirschbiegel (Kiel), Oktober 1993:

Den vorstehenden Stellungnahmen meine ich entnehmen zu können, daß ihre jeweiligen Autoren, denen ich für ihre Mühe, auf meinen Aufsatz schriftlich zu reagieren, herzlich danken möchte, meinem Versuch, "dem" Hof ein systemtheoretisch konzipiertes Modell zugrundezulegen, nicht grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen. Gleichwohl gibt es einige bedenkenswerte Einwände, die zum einen die Begriffsbildung und eine zum Nachteil des eben auch und vor allem geschichtswissenschaftlich zu betrachtenden Phänomens "Hof" wohl zu massiv eingesetzte systemtheoretische Terminologie betreffen und zum anderen von einem anderen Verständnis von Systemtheorie ausgehen.

Diese kritischen Einwände lassen sich mit Blick auf die tatsächlich vorhandene sprachliche Dichte meines Aufsatzes auch durch den Hinweis, daß eine auf wenigen Seiten erfolgte Zusammenfassung zwangsläufig zu Verkürzungen führen mußte, nicht ohne weiteres beiseite schieben. Ich kann dem an dieser Stelle nur dadurch begegnen, daß ich darum bitte, sich eben meine Magisterarbeit einmal genau anzusehen.

Insbesondere die von Prof. Luhmann auf den Punkt gebrachte Kritik, eine "Gesamtkonfrontation des Begriffsapparats" zu vermeiden und eher "spezifische Probleme herauszugreifen und dann zu versuchen, mit Hilfe einer systemtheoretischen Terminologie funktionale Vergleiche durchzuführen", trifft. Diese Bemerkungen will ich gerne beherzigen, wenn ich nun versuche, in meiner Dissertation bei Prof. Paravicini den höfischen Geschenkverkehr vor allem am Beispiel der "étrennes" (Neuhjahrsgeschenke) des vorerst ins Auge gefaßten Zeitraums von ca. 1380-1422 im späten Mittelalter Frankreichs zu untersuchen.
 


Buchvorstellungen

Franz-Josef Jakobi (Hg.), Geschichte der Stadt Münster. 3 Bände, Bd. 1: Von den Anfängen bis zum Ende des Fürstbistums. Münster 1993 (insgesamt 3 Bde. mit 2100 Seiten; Preis 148.- DM).

Pünktlich zum 1200jährigen Stadtjubiläum liegt eine beeindruckende dreibändige Geschichte der Stadt Münster vor. Schon der Untertitel des ersten Bandes zeigt, daß wir das Wesentliche zur fürstbischöflichen Residenz Münster dort vermuten dürfen. Der Band gliedert sich in eine Aufsatzsammlung zur chronologischen Stadtgeschichte und eine andere zu strukturellen Forschungsbereichen wie Archäologie, Topographie, Bevölkerungsentwicklung und Sozialstruktur, Institutionen, Volkskultur, Wehrwesen und Wirtschaftsgeschichte.

Einer ausführlichen und problembewußten Einleitung aus der Feder des Herausgebers schließt sich Eckhard Freise mit einem Beitrag zur Frühgeschichte an. Vor dem Hintergrund der karolingischen Missionsgeschichte breitet Freise die Gründung und ersten Jahre des monasterium Bischof Liudgers in der vorchristlichen Siedlung und späteren civitas Mimigernaford aus, wobei im Mittelpunkt der Darstellung die Biographie Liudgers steht. Allerdings drängt sich bald die bei allen Stadtgeschichtsprojekten latente Frage auf, ob die Zeit vor der eigentlichen Stadtwerdung überhaupt zur Stadthistorie gehöre. Wenngleich diese Frage hier kaum entschieden werden kann, muß dem Konzept insofern recht gegeben werden, als die Vorgeschichtsforschung als Basis der eigentlichen Darstellung unentbehrlich bleibt.

Die Stadtwerdung vom 9. bis zum 12. Jahrhundert stellt Manfred Balzer übersichtlich gegliedert dar. Ausgehend von der bischöflichen Domburg folgen Entwicklung von Markt und Siedlung, Stiftsgründungen, Baugeschichte, und die Herausbildung einer Bürgergemeinde. Aufbau und Funktion der Burg mit dem ersten Bischofspalast, Domherrenkurien und Dienstmannenhöfen liefern erste Ansatzpunkte für die Residenzenforschung.

Um Stadtrecht, Bürgerrecht, Ratsherrschaft, Gilden, Gemeinde und den Konflikt zwischen fürstbischöflicher Stadtherrschaft und bürgerlichen Autonomiebestrebungen geht es in dem Beitrag von Wilfried Ehbrecht. Der relative Niedergang der bischöflichen Stadtherrschaft zugunsten des Bürgertums und die wachsende Bedeutung der Gilden zeigen Münster nicht als Ausnahme in der Städtelandschaft. Die Neuzeit läßt Ehbrecht mit den Anfängen der absolutistisch-obrigkeitlichen Stadtherrschaft des Fürstbischofs beginnen.

Den ersten Einzug der Reformation, Täuferherrschaft und den vehementen Konflikt der Täufer mit dem letztlich siegreichen Bischof schildert der lebendige Beitrag von Ernst Laubach.

Heinz Duchhard schließt sich an mit seiner Darstellung von Protestanten, "Sektierern" und dem langen Weg über konfessionelle Toleranz, Jesuiteneinzug und Gegenreformation bis hin zur sogenannten "klerikalen" Herrschaft des Stadtherrn.

Einige Überschneidungen ergeben sich mit dem nachfolgenden Artikel Alwin Hanschmidts über die Entwicklung von bürgerlicher Stadtautonomie zu fürstlicher Stadtherrschaft. Hanschmidts Darstellung lebt von der ausführlichen Behandlung von Stadt- und Gerichtsverfassung und der Verwicklung der Stadt in die Glaubenskämpfe.

In den Jahren 1643 bis 1649 fand in Münster der europäische Friedenskongreß statt -Grund genug für eine genauere Untersuchung, die Helmut Lahrkamp mit einer reizvollen Paralleldarstellung der zeitgenössischen Lebensumstände in Münster verbunden hat.

Die Entwicklung Münsters zu einer absolutistischen Residenzstadt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts behandelt Norbert Reimann. Präzise benennt er das Ausnutzen der militärischen Macht, die Umformung der Verfassung und die obrigkeitliche Fürsorge als zentrale Schritte zur Verwirklichung der absolutistischen Herrschaft des Fürstbischofs. Herauszuheben ist die Schilderung der Ansätze zur Residenzenentstehung, nämlich Zentralisierung der Verwaltung und Prachtentfaltung, gefolgt von den unausweichlich eintretenden Finanzproblemen des Stadt- und Landesherrn.

"Residenzstadt ohne Hof (1719-1802)" nennt Rudolfine Freiin von Oer Münster in ihrem Beitrag und führt vor Augen, wie im Laufe des 18. Jahrhunderts die Stadt zwar den förmlichen Ausbau einer Residenz weiter betrieb, im Gegensatz dazu aber immer seltener durch die Anwesenheit des Fürstbischofs tatsächlich als Residenzstadt fungierte.
 

Den zweiten Teil eröffnen die Beiträge von Gabriele Isenberg zur Stadtarchäologie und Karl-Heinz Kirchhoff zur topographischen und räumlichen Entwicklung.

Die detailreiche und methodisch stringente Untersuchung der Bevölkerungsentwicklung von Franz-Josef Jakobi führt uns u.a. jenes eigentümliche Patriziat der sogenannten Erbmänner vor, die lange Zeit die Führungsschicht der Stadt bildeten. Adel, Beamtenschaft und Militär erscheinen als naturgemäß eng mit den Ansätzen zur Herausbildung von Residenz und Hof verwoben.

Der Beitrag von Wilhelm Kohl über "Kirchen und kirchliche Institutionen" ergänzt das Bild von einer typischen fürstbischöflich regierten Stadt.

Als gesonderte Darstellung zur Randgruppenforschung liefert Diethard Aschoff einen Beitrag über "Die Juden in der ständischen Gesellschaft."

Kulturgeschichtlich aufschlußreich und überaus lebensnah schildert Ludwig Remling "Brauchtum, Feste und Volkskultur im alten Münster".

Peter Johaneks Beitrag über "Handel und Gewerbe" zeigt Münster als bedeutende westfälische Hansestadt, deren Lage inmitten des nordwestdeutschen Wirtschaftsraumes das Entstehen einer reichen Kaufmannschaft begünstigte. Die Städtebünde als Ausdruck bürgerlicher Autonomie kommen ebenso zur Sprache wie die innerstädtischen Entwicklungen von Gilden, Ämtern und Bruderschaften, der Einfluß der Kirche auf die Konjunktur und die Landwirtschaft des Umlandes. Johaneks wiederholter Hinweis auf die Verflechtungen der münsterischen Kaufmannsfamilien mit den Oberschichten und Patriziaten anderer nordeuropäischer Wirtschaftsmetropolen ist mehr als wichtig und hätte durchaus zu einem eigenen Unterkapitel ausgebaut werden können. Johanek schließt mit einer aufmerksamen Darstellung des Residenzcharakters der Stadt im Spiegel der Berufsstruktur.

Bernd Schönemanns Arbeit über "Die Bildungsinstitutionen der frühen Neuzeit" und Berhard Sicken mit seiner Untersuchung über "Münster als Garnisonstadt" zeigen die Verflechtungen von städtischer Selbstverwaltung und fürstlicher Stadtherrschaft aus zwei weiteren Perspektiven.

Für den Mediävisten, dessen Forschungsgebiet im Rahmen des Gesamtwerkes vielleicht doch etwas wenig Raum zugeteilt wurde, und auch für den Residenzenforscher sind noch die Beiträge von Géza Jászai zur mittelalterlichen Kunst, Karl E. Mummenhoff über "Bürgerliches Bauen und Wohnen im Wandel der Jahrhunderte", Maria E. Brockhoff zur Musikgeschichte sowie von Robert Peters und Ernst Ribbat zum Thema "Sprache und Literatur" im dritten Band von Interesse. In diesem Band finden wir außerdem das Register und die umfangreiche Gesamtbibliographie, auf die in den einzelnen Beiträgen stets mit Kurztiteln und Nummern verwiesen wird.

In jedem Fall aber besticht das Werk, das nur geschlossen bezogen werden kann, nicht nur durch die aufwendige Gestaltung und das hohe Niveau der Beiträge. Auch der überaus faire Preis von 148,- DM macht es zu einer lohnenden Anschaffung.

Reiner Demski, Kiel
 
 

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Thomas Biller, Die Adelsburg in Deutschland. Entstehung, Form und Bedeutung. München (Dt. Kunstverlag) 1993 (236 Seiten; Preis 98.- DM).

Billers handliche Monographie, entstanden aus der Einleitung zu seiner Berliner kunsthistorischen Dissertation von 1990, ist weit mehr als er selbst bescheiden ankündigt - weit mehr als "Verständnis, Definition und Interpretation einer Bauform". Auf nur 205 Seiten Text ist es dem Verfasser nicht nur gelungen, die Adelsburg als originäre Schöpfung des mittleren und niederen Adels in die Architekturgeschichte einzuordnen. Vielmehr finden wir in dem Werk eine allgemeine Kulturgeschichte des Adels, die den Laien durch seine Übersichtlichkeit und den Fachmann durch oftmals verblüffende, aber stets bestechend logische Beziehungslinien zwischen einer Bauform und historischer Realität gleichermaßen begeistern wird.

Das Buch gliedert sich in vier Abschnitte, von denen der erste einer teilweise hochtheoretischen Einführung gewidmet ist. Dieser Teil mag zwar partiell etwas überfordern, ist aber unerläßlich. Schließlich ist die Burgenforschung seit jeher gezwungen, interdisziplinär zu arbeiten, so daß Biller kaum anders verfahren konnte, als die unterschiedlichen Ansätze einzeln anzusprechen. Etwas überflüssig wirkt dabei allerdings die zentrale Frage "Die Burg - Zweckbau oder Kunstwerk?", denn jeder wird bereits im Vorfeld eingesehen haben, daß die Burg eben beides war und ist: Zweckbau und Kunstwerk. Mit Recht aber führt Biller den Terminus der "staufischen" Burg vor und zeigt, daß die Adelsburgen, die bisweilen allzu sorglos diesem Typus untergeordnet werden, eben doch viel eigentümlichere Gebilde darstellen.

Die beiden mittleren Teile behandeln die "Wandlungen des Adels im 11. bis 13. Jahrhundert" und "Die Entstehung der adeligen Kultur" und sind dem Zweck angemessen allgemein gehalten. Dennoch ist der Verfasser in der Wortwahl stets so präzise und schnörkellos, daß im Grunde keine Lücken ungefüllt bleiben. Einzig die Darstellung der immerhin dreihundert Jahre von 1000 bis 1300 als "eine Epoche des Umbruchs" wirkt vielleicht etwas zu unbeschwert.

Auch über längere Exkurse in die Forschungsergebnisse anderer Disziplinen hinweg verliert der Autor aber nie sein eigentliches Ziel aus den Augen - und sei es bisweilen auch nur durch geschicktes Einstreuen von Burgenabbildungen und Modellzeichnungen mit prägnanten Unterschriften, die den Leser stets daran erinnern, daß er ein Buch über Burgen in den Händen hält.

Der vierte Abschnitt ist der voluminöseste - hier finden wir Billers eigentliche Kategorisierung der Adelsburgen. Sorgfältig gegliedert handelt er die einzelnen Typen und Entwicklungsschritte ab. Von den frühesten Befestigungsanlagen über Ringwälle, Motten, Turmburgen, die "klassische" Adelsburg mit "repräsentativ ausgestattetem Wohnbau" und Bergfried, weiter über den Wohnbau allein und die Kapelle, die französischen Einflüsse auf den deutschen Burgenbau bis hin zu funktionalen Aspekten von Planung, Bau und Betrieb der Burganlagen bleibt nichts ungefragt und kaum etwas unbeantwortet. Den Abschluß bildet ein eindrucksvolles Kapitel über die späten Adelsburgen mit ihren mächtigen Verteidigungsanlagen und ihrer über die reine Zweckmäßigkeit weit hinausgehenden Ausstattung.

Die Entwicklung der Burg vom reinen Wehrbau zum prunkvollen Herrensitz hält auch für den Residenzenforscher einige Informationen bereit - denn wo sonst wären die Einflüsse dafür zu suchen, wenn nicht in den Residenzen und an den Höfen des hohen Adels?

Die abschließende Zusammenfassung ist wirklich eine Zusammenfassung und keine Wiederholung. Mit seiner kurzen, aber erlesenen Auswahlbibliographie öffnet er jedem näher Interessierten einen raschen Zugang in die weiterführende Literatur.

Alles in allem - ein rundum empfehlenswertes Buch.

Rainer Demski, Kiel

 


Kolloquien
 

Klausurtagung der Kommission für bayerische Landesgeschichte:
"Landeshoheit im Römisch-Deutschen Reich."
Rosenheim, 18.-20. November 1992.

 

Aus dem Programm (es sind nur die für die Residenzenforschung relevanten Beiträge aufgeführt):

Prof. Dr. Wilhelm Volkert (Regensburg): Definition der landesfürstlichen Rechte des Herzogs und Kurfürsten von Bayern in Theorie und Praxis.

Prof. Dr. Pankraz Fried (Augsburg): Oberbayern und Bayerisch-Schwaben: Eine Studie der Durchdringung und Abgrenzung historischer Räume [dieser Beitrag viel wegen Krankheit des Referenten aus, wird jedoch im Kolloquiumsband erscheinen].

Dr. Wolfgang Wüst (Augsburg): Die "partielle Landeshoheit" der Markgrafen von Burgau.

Prof. Dr. Volker Press (Tübingen): Die "korporative" bzw. "kollektive Landeshoheit" der Reichsritterschaft.

Prof. Dr. Günter Christ (Köln): Die "subordinierte Landeshoheit" der fränkischen und rheinischen Domkapitel.

Prof. Dr. Fridolin Dörrer (Innsbruck): Die "limitierte Landeshoheit" der Bischöfe von Trient und Brixen.

Prof. Dr. Josef Riedmann (Innsbruck): Die Grenzen der tirolischen Landeshoheit gegenüber Venedig und den Bünden.

Frau Dr. Friederike Zaisberger (Salzburg): Die Ausbildung der Landeshoheit im Erzstift Salzburg und die Festlegung der definitiven Grenzen im salzburgisch-tirolisch-bayerischen Grenzraum.

Prof. Dr. Dieter Stievermann (Erfurt): Die Landeshoheit der Grafschaften und Herrschaften am nordwestlichen Alpenrand.

Prof. Dr. Franz Quarthal (Stuttgart): Die Landeshoheit der Grafschaft Nellenburg.

Dr. Reinhard Stauber (München): Die Grenzen der Grafschaft Werdenfels.

Dr. Guido Castelnuovo (Turin): Landesgrenzen und Staatsgrenzen am Beispiel des Schweizer Jura (8.-15. Jahrhundert).

Prof. Dr. Claudio Soliva (Zürich): Die ältere Schweizer Eidgenossenschaft: Ihre Regierenden Orte, Zugewandten Orte und Untertanenlande.

 

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Arbeitsgespräch des Arbeitskreises "Frauen, Kunst und Kultur
im 17. und 18. Jahrhundert":
Kontinuitäten und Brüche -
Weiblichkeitsentwürfe in der Kunst um 1700.
Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, 24.-27. Februar 1993.

 

Aus dem Programm (es sind nur die für die Residenzenforschung relevanten Beiträge aufgeführt):

Schwerpunktthema II unter der Leitung von Frau Annegret Möhlenkamp (Denkmalamt Lübeck) und Frau Viktoria Schmidt-Linsenhoff (Universität Trier): Kirche, Adelssitz und Wohnzimmer als Orte ästhetischer Kompetenz.

Brigitte Bösken-Grimm (Rüsselsheim): Die Macht der Trauer. Marie Felicie d'Ursin, Herzogin von Montmorency und das Grabmal für Henri II, Herzog von Montmorency in Moulins.

Barbara Lange (Universität Kiel): Freiräume? Zum kulturellen Stellenwert des Witwensitzes um 1700.

Sabine Seufert (Benediktbeuern/Boston): Königliche Mätressen. Selbstbild und Fremdbild.

Ellen Spickernagel (Universität Bielefeld): Bürgerliche Wohnkultur als Aufgabe der Frau.

Weiterhin:

Barbara Mikuda-Hüttel (Fachhochschule Trier): Ein "lieber, vereinigter Ehestand ist ... eine Schul der Tugenden." Maria und Joseph, das ideale Ehepaar.

Ursula Köhler: Zur Hochzeitsikonographie in höfischer Repräsentationsgraphik.
 

Weitere Informationen zur Tagung und zu den Beiträgen, die in einem Sammelband publiziert werden sollen: Dr. Cordula Bischoff, Universität Trier, FB III Kunstgeschichte, Postfach 38 25, 54296 Trier, und Dr. Barbara Lange, Kunsthistorisches Institut der Universität Kiel, Olshausenstr. 40, 24 118 Kiel.

 

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Institut für Geschichte und Archivwissenschaft der
Nicolaus Copernicus-Universität
7. Wissenschaftliche Konferenz
ORDINES MILITARES. COLLOQUIA TORUNIENSIA HISTORICA:
Ritterorden und Region.
Politische, soziale und wirtschaftliche Verbindungen
im Mittelalter
Thorn, 24.-26. September 1993

 

Programm:

Freitag, d. 24. Sept. 1993

Prof. Dr. Zenon H. Nowak (Thorn): Einführung.

Prof. Dr. Hartmut Boockmann (Berlin): Herkunftsregion, Einsatzregion: Beobachtungen am Beispiel des Deutschen Ordens.

Prof. Dr. Anthony Luttrell (Bath): The Hospitaller Province of Alamania to 1428.

Prof. Dr. Tore Nyberg (Odense): Die Johanniter im dänischen Inselbistum Odense im Mittelalter.

Per Bugge Vegger (Nykøbing Mors): Dueholm monastery, the Order of St. John in the island of Mors, North Jutland, Denmark.

Dr. Jürgen Sarnowsky (Berlin): Der Konvent auf Rhodos und die "Zungen" (Langues) im Johanniterorden (1421-1522).

Dr. Ludwig Vones (Köln): Landnahme der Ritterorden von Calatrava und Santiago in der Extremadura und in Andalusien.

 

Samstag, d. 25. September 1993

Prof. Dr. Henryk Samsonowicz (Warschau): Der Deutsche Orden in seinem Verhältnis zur Gesellschaft Polens unter den Aspekten der Kultur- und Verwaltungsgeschichte.

Dr. Roman Czaja (Thorn): Deutscher Orden und preußische Städte - Wirtschaft zwischen Zusammenarbeit und Rivalität.

Prof. Dr. Janusz Tandecki (Bydgozcz): Soziale Bindungen zwischen Bürgertum und Deutschem Orden in Preußen.

Prof. Dr. Norbert Angermann (Hamburg): Der Deutsche Orden in seinem Verhältnis zur Gesellschaft Livlands unter dem Aspekt der Herrschaftssicherung.

Prof.Dr. Klaus Militzer (Köln): Die Einbindung des Deutschen Ordens in die süddeutsche Adelswelt.

Prof. Dr. Udo Arnold (Bonn): Europa und die Region - widerstreitende Kräfte in der Entwicklung des Deutschen Ordens.

 

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Bologna, 7.-9. Oktober 1993
Dipartimento di Discipline storiche
dell'Università degli Studi di Bologna /
Istituto storico italo-germanico in Trento /
Accademia delle Scienze dell'Istituto di Bologna.
Convegno internazionale di Studio:
Disciplina dell'Anima, Disciplina del Corpo
e Disciplina della Società
tra Medio Evo ed Età Moderna.

Kontakt und nähere Informationen: Segreteria del Convegno: Dipartimento di Discipline storiche, Via Zamboni 38 - 40126 Bologna, Tel.: 0039/(0)51-236230 / Fax: -258410.

 
Programm:

Donnerstag, d. 7. Oktober

Rudolf Vierhaus: Zur Einführung: Disziplinierung und Disziplin.

Pierangelo Schiera: Introduzione: disciplinamento e disciplina.

Antony Black: The concept of political discipline in classical Islam and medieval Europe: a comparative essay.

Dilwyn Knox: Disciplina: the Religious Origins of Civilty in Catholic Europe.

Antonio Manuel Hespanha: Les sentiments: ordre ou désarroi? La perspective des juristes à l'époque moderne.

Wolfgang Reinhard: Sozialdisziplinierung - Konfessionalisierung - Modernisierung. Ein historiographischer Diskurs.

Heinz Schilling: Konfessionskirchen und Sozialdisziplinierung - eine Zwischenbilanz der historischen Forschung.

Angelo Turchini: La nascità del sacerdozio come professione.

Gabriella Zarri: Disciplina regolare e pratica di coscienza: le virtù e i comportamenti sociali in comunità femminili (sec. XVI-XVII).

Valerio Marchetti: Il controllo dell'immaginazione religiosa nella Germania pietista.

Claudio Madonia: L'intreccio tra conflitti istituzionali e conflitti confessionali in Europa orientale (sec. XVI-XVII).

Freitag, d. 8. Oktober

Louis Châtellier: Les Jésuites à la recherche d'une règle de vie pour les laïcs: les congrégations mariales.

Albano Biondi: Tra corpo ed anima: medicina ed esorcistica nel Seicento (il trattato di Candido Brugnoli).

Alessandro Arcangeli: La disciplina del corpo e la danza.

Alberto Guenzi: La tutela del consumatore nell'antico regime. I "vittuali di prima necessità" a Bologna.

Aurelio Musi: La disciplina del corpo in alcuni trattati napoletani di dietica (sec. XVII).

Maria Giuseppina Muzzarelli: La disciplina delle apparenze. Vesti e ornamenti nella legislazione suntuaria bolognese fra XIII e XV secolo.

Adriano Prosperi: L'inquisitore come confessore.

Daniela Romagnoli: "Disciplina est conversatio bona et honesta": anima, corpo e società da Ugo di San Vittore ad Erasmo da Rotterdam.

Nestore Pirillo: Ragione, morale e costume nella precettistica di G. Della Casa.

Gian Mario Anselmi: Il politico e l'apprendistato della "saggezza": Machiavelli, Guicciardini, Castiglione.

Giovanni Ricci: Poveri superbi fra Medioevo ed Età Moderna: le incarnazioni di un tipo scritturale.

Lucia Ferrante: Il matrimonio disciplinato: processi matrimoniali a Bologna nel '500.

Miriam Turrini: Il giudice della coscienza e la coscienza del giudice.
 

Sonnabend, d. 9. Oktober

Notker Hammerstein: Der erzogene Adlige.

Karl Härter: Sozialdisziplinierung durch Policey-Ordnungen der Frühen Neuzeit.

Elena Fasano Guarini: Produzione di leggi e disciplinamento nella Toscana gran-ducale tra '500 e '600.

Aldo Mazzacane: Alle origini di una disciplina moderna delle relazioni internazionali: il "De oratoribus" di G.B. De Luca.

Angela De Benedictis: Conservazione dello Stato, utilità della città e ordine nel contado: le "ordinationi" fiscali nella Bologna del '400.

Omberto Mazzone: "Legati constituuntur ut evellant vicia et aedificent virtutes": il cardinal legato come elemento di disciplinamento nello Stato della Chiesa.

Gian Paolo Brizzi: Il collegio tra Medio Evo ed età moderna.

Riccardo Burigana: La disciplina nelle università tedesche della prima Riforma.

Maria Fubini Leuzzi: "Dell'allogare le fanciulle degli Innocenti": un problema culturale e finanziario (1570-1640).

Bernadette Majorana: Governo del corpo, governo dell'anima: note sul teatro in Italia tra Cinque e Seicento.

Ottavia Niccolj: Il fanciullo bene allevato. Manuali per la buona educazione dei bambini nel Cinquecento italiano.

Maurio Pesce: Intervento censorio e autocensura in Galileo Galilei.

 



 

Neuerscheinungen
 

Abraham-Thisse, Simone, Achats et consommation de draps de laine par l'Hôtel de Bourgogne. 1370-1380, in: Mélanges H. Dubois, Paris 1993, S. 27-70.

Backes, Martina, Das literarische Leben am kurpfälzischen Hof zu Heidelberg im 15. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Gönnerforschung des Spätmittelalters (Hermaea, 68), Tübingen 1992.

Bak, János M. (Hg.): Coronations, Medieval and Early Modern Monarchic Ritual, Berkely/Los Angeles/Oxford 1990.

Darin enthalten: János M. Bak, Introduction. Coronation Studies - Past, Present and Future (S. 1-15); Janet L. Nelson, Hincmar of Reims on King-making. The Evidence of the Annals of St. Bertin (S. 16-34); Ralph E. Giesey, Inaugural Aspects of French Royal Ceremonials (S. 35-45); Jacques Le Goff, A Coronation Program for the Age of Saint Louis: The ordo of 1250 (S. 46-57); Jean-Claude Bonne, The Manuscript of the Ordo of 1250 and Its Illuminations (S. 58-71; 3 Tafeln); Anne D. Hedeman, Copies in Context: The coronation of Charles V in his Grandes Chroniques de France (S. 72-87); Lawrence H. Bryant, The Medieval Entry Ceremony at Paris (S. 88-118; 5 Abb.); Elisabeth Vestergaard, A Note on Viking Age Inaugurations (S. 119-124); Erich Hoffmann, Coronation and Coronation Ordines in Medieval Scandinavia (S. 125-151); Aleksander Gieysztor, Gesture in the Coronation Ceremonies of Medieval Poland (S. 152-164; 4 Abb.); Reinhard Elze, The Ordo for the Coronation of King Roger II of Sicily: An Example of Dating from Internal Evidence (S. 165-178); Bernhard Schimmelpfennig, Papal Coronations in Avignon (S. 179-196); Andrew Hughues, The Origins and Descent of the Fourth Recension of the English Coronation (S. 197-216); David J. Sturdy, "Continuity" versus "Change": Historians and English Coronations of the Medieval and Early Modern Periods (S. 228-245).

Biagioli, Mario, Galileo, courtier. The practice of science in the culture of Absolutism (Science and Its Conceptual Foundations Series), Chicago 1993.

Billot, Claudine, Le patrimoine immobilier des étrangers à Paris (XIIe-XVIe siècles), in: Actes du colloque du GISEM, Venedig 1986 (im Druck).

Billot, Claudine, Le message spirituel et politique de la Sainte-Chapelle de Paris, in: Revue Mabillon 63 (1991), S. 119-141.

Billot, Claudine, Les mercenaires étrangers pendant la Guerre de Cent Ans comme migrants, in: Le combattant au Moyen Age. Congrès de la SHMES, Montpellier 1991, S. 279-286.

Blomme, Yves, Poitou Gothique. Paris 1993. Darin unter anderem: Le pays, Le XIIe et le XIIIe siècles, Le XIVe siècle et la guerre de Cent ans, La fin du Moyen Age.

Bon, Philippe, Les premiers Bleus de France. Les carreaux de faience au décor peint fabriqués pour le duc de Bérry en 1384. Bourges 1992.

Bumke, J., Höfische Kultur. Versuch einer kritischen Bestandsaufnahme, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 114 (1992), S. 414-492, darin speziell: Was heißt "höfisch"? (S. 422-434), Hofverwaltung (S. 438-446), Hofgesellschaft (S. 446-448), Frauen (S. 449-452).

Cattin, Paul (Hg.), La construction d'un château au XIVe siècle: Château Gaillard (Ain), (Collection `Cahiers de Lucinge', 26), Paris 1990.

Charbonnier, Pierre, La vie dans les châteaux auvergnats à la fin du Moyen Age, in: Le château médiéval, forteresse habitée, XIe-XIVe siècles: archéologie et histoire, perspectives de la recherche en Rhônes-Alpes. Colloque de Lyon, 1988 (Collection `Documents d'archéologie française', 32), Paris 1992.

Charbonnier, Pierre, La seigneurie comme forme de protection sociale, in: Congrès de l'Association des historiens économistes, Paris 1991 (im Druck).

Collard, Franck, Recherche sur le crime de poison au Moyen Age, in: Journal des Savants (im Druck).

Collard, Franck, Poison et politique au milieu du XVe siècle: l'affaire Jehan Coustain, in: L'Histoire (im Druck).

Collard, Franck, Fête de Reims ou fête du prince? L'Entrée de Charles VIII à Reims le 29 mai 1484, in: Actes du colloque du Centre d'études champenoises, Fêtes et politiques en Champagne, Reims 1990 (im Druck).

Collard, Franck, Le banquet fatal: la table et le poison dans l'Occident médiéval, in: Actes du colloque Sociabilité et conduites alimentaires, Rouen 1990 (im Druck).

Coulson, Charles, Some Analysis of the Castle of Bodiam, East Sussex, in: Medieval Knighthood IV, Woodbridge 1992, S. 51-107 (mit Abb. auf S. 24ff.).

Delort, Robert, Notes sur les livrés en milieu de cour au XIVe siècle, in: Mélanges H. Dubois, Paris 1993, S. 361-368.

Demouy, Patrick, Le banquet du sacre des rois de France: du symbole au simulacre, in: Actes du colloque du Centre d'études champenoises, Fêtes et politiques en Champagne, Reims 1990 (im Druck).

Desportes, Pierre, Le sacre de Jean le Bon d'après ses comptes, in: Mélanges Jacques Heers (im Druck).

Ebner, Herwig, Die habsburgischen Residenz- und Hauptstädte in den österreichischen Erblanden im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit (ein Überblick), in: Herwig Ebner/Horst Haselsteiner/Ingeborg Wiesflecker-Friedhuber (Hgg.): Geschichtsforschung in Graz. FS zum 125-Jahr-Jubiläum des Instituts für Geschichte der Karl-Franzens-Universität Graz, Graz 1990, S. 29-41.

Ehmer, Hermann, Graf Asmus von Wertheim. Ein Lebensbild, in: Beiträge zur Erforschung des Odenwaldes und seiner Randlandschaften 5, Breuberg-Neustadt 1992, S. 151-184.

Flandrin, J.-L./J. Cobbi (Hgg.), Tables d'Europe, tables d'ailleurs, (in Vorbereitung). Darin unter anderem: B. Laurioux, Le repas en France et en Angleterre aux XIVe et XVe siècles.

Fray, Jean-Luc, Nancy-le-Duc, essor d'une résidence princière dans les deux derniers siècles du Moyen Age. Nancy 1986.

Germain, René, Jeux et divertissements dans le Centre de la France à la fin du Moyen Age, CTHS, Chambéry-Annecy 1991.

Germain, René, Châteaux et maisons-fortes en Auvergne, Bourbonnais, Velay (im Druck).

Germain, René, Châteaux et seigneurs châtelains en Bourbonnais au XIIIe siècle, CTHS, 1992 (in Vorbereitung).

Germain, René, Mottes castrales et peuplement dans le Centre de la France, CTHS, Clermont-Ferrand 1992 (in Vorbereitung).

Germain, René, Etat des connaissances et essai d'inventaire des fortifications de terre dans le Centre de la France (in Vorbereitung).

Girardot, Alain, Les résidences lorraines du roi René (in Vorbereitung).

Giuliato, Gérard, Châteaux et maisons fortes en Lorraine centrale (Collection `Documents d'archéologie française'), Paris 1992.

Grötz, Susanne, Sabbioneta. Die Selbstinszenierung eines Herrschers (Studien zur Kunst- und Kulturgeschichte, 10), Marburg 1993.

Günther, G./W. Huschke/W. Steiner (Hgg.), Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Weimar 1993.

Guilbert, Sylvette, La "fête entre soi", cour royale à Châlons-sur-Marne au XVe siècle, in: Actes du colloque du Centre d'études champenoises, Fêtes et politiques en Champagne, Reims 1990 (im Druck).

Guilbert, Sylvette, Le plus ancien registre de déliberation du conseil de ville de Reims (Textedition), Académie nationale de Reims (im Druck).

Die Hauptstädte der Deutschen. Von der Kaiserpfalz in Aachen zum Regierungssitz Berlin. München (C.H. Beck) 1993.

Hofrichter, H. (Hg.): Putz und Farbigkeit an mittelalterlichen Bauten (Veröffentlichungen der Deutschen Burgenvereinigung. Reihe B: Schriften 1/ Burgen und Schlösser Sonderheft), Stuttgart 1993.

Holbach, Rudolf, Die Schmucksteinschleifer von Freiburg i.Br. und Waldkirch im 16. Jh. Entwicklungen und Bedingungen eines Luxusgewerbes, in: VSWG 80 (1993), S. 319-344.

Jansen, Philippe, Les fastes princiers: quand la noblesse s'impose aux communes d'Italie Centrale: l'exemple de Francesco Sforza dans les Marches au XVe siècle, in: Actes du colloque de l'IRENA, Sireuil, September 1992 (in Vorbereitung).

Johanek, Peter, Die Schreiber und die Vergangenheit. Zur Entfaltung einer dynamischen Geschichtsschreibung an den Fürstenhöfen des 15. Jahrhunderts, in: Münstersche Mittelalter-Schriften 65, München 1992, S. 195-209.

Julien de Pommerol, Marie Henriette, La bibliothèque pontificale à Avignon et à Peñiscola pendant le grand schisme d'Occident et sa disparition. Inventaires et concordances. 2 Bde. Rom 1991.

Kerhervé, Jean, La Bretagne finistérienne des ducs, 1213-1532, in: Y. La Gallo, Histoire du Finistère, S. 135-188.

Kerhervé, Jean, Une existence en perpétuel mouvement. Voyage et déplacements d'Athur de Richemont, connétable de France et duc de Bretagne (1393-1458), in: Viageros, peregrinos, mercaderes en el Occidente Medieval, XVIII Semana de Estudios Medievales, Estella 1991.

Kerhervé, Jean, Temps des ducs et temps des rois. Apogée d'une société rurale ouverte sur la mer, in: Le manoir en Bretagne (1380-1600), Cahiers de l'Inventaire général des monuments historiques et richesses artistiques de la France (im Druck).

Kerscher, Gottfried, Privatraum und Zeremoniell im spätmittelalterlichen Papst- und Königspalast. Zu den Montefiascone-Darstellungen von Carlo Fontana und einem Grundriß des Papstpalastes von Avignon, in: Römisches Jahrbuch für Kunstgeschichte 26 (1990), S. 87-134.

Lachaud, Frédérique, Embroidery work for the household of Edward I, in: Colloque Embroidery from East to West 1500 BC to 1500 AD, Manchester, September 1992 (in Vorbereitung).

Lalou, Elisabeth, Le théâtre et les spectacles publics en France au Moyen Age, in: 115e Congrès national des sociétés savantes, Avignon 1990, S. 9-33.

Lalou, Elisabeth, Les rolets de théâtre, in: 115e Congrès national des sociétés savantes, Avignon 1990, S. 51-71.

Lalou, Elisabeth, Les comptes de l'hôtel des rois Philippe III le Hardi et Philippe IV le Bel sur tablettes de cire (1283-1309), CRAIBL (im Druck).

Lalou, Elisabeth, Edition des ordonnances de l'Hôtel royal (1250-1350) (in Vorbereitung).

Lambert, C., Du manuscrit à la table. Essais sur la cuisine médiéval. Montréal 1990. Darin unter anderem: B. Laurioux, Table et hiérarchie sociale à la fin du Moyen Age, und B. Laurioux, Répertoire des manuscrits médiévaux contenant des recettes culinaires.

Lauer, R./H.G. Majer (Hgg.), Höfische Kultur in Südosteuropa. Bericht über die Kolloquien der Südosteuropa-Kommission 1989-1991 (Abhandl. der Akademie d. Wiss. Göttingen. Phil.-Hist. Klasse, 3. Folge, 203), Göttingen 1993. Darin unter anderem: Byzantinische Hofkultur, Neue Höfe des Mittelalters, Europäische Hofbildung vom Mittelalter zum Barock, Osmanische Hofkultur, Hofkultur der neuen Monarchien im 19. und 20. Jahrhundert.

Laurioux, Bruno, Le Moyen Age à table. Paris 1990.

Laurioux, Bruno, Vins musqués et flaveurs de paradis: l'imaginaire médiéval des épices, in: Actes du colloque Il mondo delle piante. Cultura, rappresentazioni ed usi sociali dal XIII al XVII secolo, Florenz 1989, [in Vorbereitung].

Laurioux, Bruno, Les menus de banquets dans les livres de cuisine de la fin du Moyen Age, in: Actes du colloque Sociabilité et conduites alimentaires, Rouen 1990 (Druck in Vorbereitung).

Lichtenberger, Elisabeth, Wien-Prag. Metropolenforschung. Wien/Köln 1993.

Loosen-Frieling, Iris, Architektur zwischen Norm und Geschmack (Studien zur Kunstgeschichte, 68), Hildesheim 1992.

Lorenz, Sönke, Die Königswart. Tübinger Pfennig und Silberbergbau im Nordschwarzwald zur Zeit der Pfalzgrafen von Tübingen, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 128 (1992), S. 85-115.

Maladie, médecine et société. Sources, Travaux historiques, 27.-30. April 1992. Darin unter anderem: B. Laurioux, La cuisine des médicins à la fin du Moyen Age.

Maurer, Hans Martin, Zum Recht des Burgenbaus und Burgenbesitzes in staufischer Zeit nach Tiroler Quellen, in: FS für August Nitschke, Köln 1991, S. 121-139.

Mesqui, Jean, Châteaux et enceintes de la France médiévale. De la défense à la résidence. Vol. 1: Les organes de la défense, Paris 1991 (Vol. 2: in Vorbereitung).

Millet, Hélène/Elisabeth Mornet (Hgg.), I canonici al servizio dello Stato in Europa, secoli XIII-XVI, Ferrara/Modena 1992.

Darin: R. Barrie Dobson/David N. Lepine, Two English cathedrals: Exeter and York (S. 9-14); R. Barrie Dobson, The canons of York cathedral, 1400-1500 (S. 17-26); David N. Lepine, The canons of Exeter cathedral, 1300-1455 (S. 29-46); Hélène Millet, Les chanoines de Laon dans la Tourmente ecclésiastique et politique du début du XVe siècle (S. 49-60); Gianluca Battoni, Il capitolo cattedrale di Parma (1450-1500) (S. 63-72); Marco Pellegrini, Il capitolo della cattedrale di Pavia in età sforzesca (1450-1535) (S. 75-92); Paola Meroni, Il capitolo di Santa Maria della Scala di Milano (S. 95-104); Robert Montel, Les chanoines de la basilique Saint-Pierre de Rome (fin XIIIe siècle - fin XVIe siècle): esquisse d'une enquête prosopographique (S. 107-118); Rudolf Holbach, Kanoniker im Dienste von Herrschaft. Beobachtungen am Beispiel des Trierer Domkapitels (S. 121-148); Gerhard Fouquet, Das Speyerer Domkapitel und der spätmittelalterliche "Staat" (S. 151-176); Sverre Bagge/Anna Elisa Tryti, Canons in the service of the State. Norway (S. 179-182); Elisabeth Mornet, Les chanoines de Roskilde au service des pouvoirs du début du XIVe siècle au milieu du XVIe siècle (S. 185-206); Maria Koczerska, Le chapitre de Cracovie dans les années 1423-1462 (S. 209-218); Elisabeth Lalou, Les chanoines au service de Philippe le Bel 1285-1314 (S. 221-230); Thérèse Boespflug, Les chanoines de la Curie de Boniface VIII au service de l'Etat (S. 233-250); Thérèse Boespflug/Elisabeth Lalou, Les chanoines à la Cour: conclusion (S. 251ff.); Hélène Millet/Elisabeth Mornet, Jalons pour une histoire des chanoines au service de l'Etat: résultats de l'exploitation de la base de données commune (S. 255-290).

Neitmann, Klaus, Die "Hauptstädte" des Ordenslandes Preußen und ihre Versammlungstage. Zur politischen Organisation und Repräsentation der preußischen Städte unter der Landesherrschaft des Deutschen Ordens, in: Zeitschrift für historische Forschung 19 (1992), S. 125-158.

Norton, Christopher (Hg.), Carreaux de pavement du Moyen Age et de la Renaissance. Ausstellungskatalog zur Ausstellung im Musée Carnavalet (Paris) 1992. Paris 1992.

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Piponnier, Françoise, Forteresse ou résidences? Les châteaux comtaux du Forez d'après l'Armorial de Revel, in: Le château médiéval forteresse habitée (XIe-XVIe siècles), Paris 1992 (s. oben).

Plaisirs et manières de table aux XIVe et XVe siècles. Ausstellungskatalog zur Ausstellung im Musée des Augustins 1992. Toulouse 1992.

Ragotzky, Hedda/Horst Wenzel (Hgg.), Höfische Repräsentation. Das Zeremoniell und die Zeichen, Tübingen 1990.

Darin: Hasso Hofmann, Der spätmittelalterliche Rechtsbegriff der Repräsentation in Reich und Kirche (S. 17-42); Hans-Georg Soeffner, "Appräsentation" und "Repräsentation". Von der Wahrnehmung zur gesellschaftlichen Darstellung des Wahrzunehmenden (S. 43-64); Bernd Thum, Öffentlichkeit und Kommunikation im Mittelalter. Zur Herstellung von Öffentlichkeit im Bezugsfeld elementarer Kommunikationsformen im 13. Jahrhundert (S. 65-88); Klaus Schreiner, "Er küsse mich mit dem Kuß seines Mundes" (Osculetur me osculo oris sui, Cant. 1,1). Metaphorik, kommunikative und herrschaftliche Funktionen einer symbolischen Handlung (S. 89-132); Sabine Zak, Luter schal und Süeze doene. Die Rolle der Musik in der Repräsentation (S. 133-148); Helge Sciurie, Überlegungen zu den Stifterfiguren im Naumburger Westchor. Herrschaft zwischen Repräsentation und Gericht (S. 149-170); Horst Wenzel, Repräsentation und schöner Schein am Hof und in der höfischen Literatur (S. 171-208); Werner Röcke, Die Macht des Wortes. Feudale Repräsentation und christliche Verkündigung im mittelalterlichen Legendenroman (S. 209-226); Christa Ortmann/Hedda Ragotzky, Minnesang als "Vollzugskunst". Zur spezifischen Struktur literarischen Zeremonialhandelns im Kontexte höfischer Repräsentation (S. 227-258); Thomas Cramer, brangend und brogend. Repräsentation, Feste und Literatur in der höfischen Kultur des späten Mittelalters (S. 259-278); Silvia Schmitz, Das Ornamentale bei Suchenwirt und seinen Zeitgenossen. Zu strukturellen Zusammenhängen zwischen Herrschaftsrepräsentation und poetischem Verfahren

(S. 279-302); Rüdiger Brandt, das ain groß gelächter ward. Wenn Repräsentation scheitert. Mit einem Exkurs zum Stellenwert literarischer Repräsentation (S. 303-332).

Régnier-Bohler, D., Fastes de la cour de Bourgogne, (Druck in Vorbereitung). Darin unter anderem: B. Laurioux, Banquets entremets et cuisines à la cour de Bourgogne.

Rosenthal, Joel, Medieval Queenship (Headstart History Papers). Bangor 1994.

La route des épices. Ausstellungskatalog zur Ausstellung in Brüssel, 23. März-28. Juni 1992. Paris 1992. Darin unter anderem: B. Laurioux, L'âge d'or des épices (XIVe-XVe siècles).

Stratford, Jenny, The Bedford Inventories: The Worldly Goods of John, Duke of Bedford, Regent of France (1389-1435). London 1993.

Sauer, Paul, Geschichte der Stadt Stuttgart, Bd. 2: Von der Einführung der Reformation bis zum Ende des 17. Jahrhunderts, Stuttgart 1993.

Schmid, Karl, Die Zähringer. Schweizer Vorträge und neue Forschungen (Veröffentlichungen zur Zähringer-Ausstellung 1986, III). Sigmaringen 1990.

Schnütgen, Wiltrud, Literatur am klevischen Hof vom hohen Mittelalter bis zur frühen Neuzeit, Kleve 1990.

Skalecki, Liliane, Das Reithaus (Studien zur Kunstgeschichte, 76), Hildesheim 1992.

Tremp, Ernst: Könige, Fürsten und Päpste in Freiburg. Zur Festkultur in der spätmittelalterlichen Stadt, in: Freiburger Geschichtsblätter 68 (1991), S. 7-56 (7 Abb.).

Uytven, R. van, De Geschiedenis van Mechelen. Van Heerlijkheid tot Stadsgewest, Tielt 1991.

Vale, Malcolm, The civilization of courts and cities in the North, 1200-1500, in: George Holmes (Hg.), The Oxford Illustrated History of Medieval Europe, Oxford 1988, S. 297-351.

Der Weserraum zwischen 1500 und 1650. Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur in der frühen Neuzeit (Materialien zur Kunst- und Kulturgeschichte in Nord- und Westdeutschland, 4), Marburg 1993.

Wierlacher, Alois/Gerhard Neumann/Hans Jürgen Teuteberg (Hgg.): Kulturthema Essen. Ansichten einer neuen Wissenschaft. Bd. 1, Berlin 1993.

Williams, Ann, A Bell-house and a Burth-geat: Lordly Residences in England before the Norman Conquest, in: Medieval Knighthood IV, Woodbridge 1992, S. 221-240.

Whitley, Mary, Deux escaliers royaux du XIVe siècle: les "grands degrez" du Palais de la Cité et la "grande viz" du Louvre, in: Bulletin Monumental 147 (1989), S. 134-154.

Whitley, Mary, Le Louvre de Charles V, dispositions et fonctions d'une résidence royale, in: Revue de l'Art (1992), S. 60-75.



 
Personalia

Herr Dr. Wolfgang Wüst [Augsburg und Dillingen] wurde für die kommenden zwei Jahre als VW-Forschungsstipendiat von seinem Dienstherrn, der Stadt Augsburg (Stadtarchiv), beurlaubt und ist für diese Zeit unter der unten angegebenen Privatadresse zu erreichen.
 

Die Mitglieder der Residenzenkommission (Stand: 1. Oktober 1993)

Hochschuldozent Dr. Uwe Albrecht, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Kunsthistorisches Institut, Olshausenstr. 40 (Besuchsadresse: Wilhelm-Selig-Platz 2), 24118 Kiel, Tel.: 0431/880-4637; privat: Holtenauerstr. 72, 24105 Kiel, Tel.: 0431/569924.

Prof. Dr. Hartmut Boockmann, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen, Tel.: 0551/39-4631/32; privat: Calsowstr. 33, 37085 Göttingen, Tel.: 0551/59774.
Neue Adresse in Berlin: Humboldt-Universität Berlin, Historisches Seminar, Unter den Linden 6, 10099 Berlin.

Prof. Dr. Josef Fleckenstein, Max-Planck-Institut für Geschichte, Hermann-Föge-Weg 11, 37018 Göttingen, Tel.: 0551/4956-0; privat: Zur Akelei 37, 37077 Göttingen-Nikolausberg, Tel.: 0551/21227.

Prof. Dr. Klaus Grubmüller, Georg-August-Universität zu Göttingen, Seminar für deutsche Philologie, Humboldtallee 13, 37073 Göttingen.

Prof. Dr. Volker Honemann, Westfälische Wilhelms-Universität, Germanistisches Institut, Johannisstr. 1-4, 48143 Münster, Tel.: 0251/83-44 10, Telex: 8 92 529 UNIMS d, Fax: 0251/83-20 90.

Prof. Dr. Peter Johanek, Westfälische Wilhelms-Universität, Historisches Seminar, Domplatz 20-22, 48143 Münster; privat: Besselweg 51, 48149 Münster, Tel.: 0251/862448.

Prof. Dr. Peter Moraw, Justus-Liebig-Universität Gießen, Historisches Institut - Landesgeschichte, Otto-Behagel-Str. 10, 35394 Gießen, Tel.: 0641/702 55 00, Fax: 0641/702 38 11; privat: Hermann-Löns-Str. 49, 35398 Gießen, Tel.: 1641/25730.

Prof. Dr. Werner Paravicini (Vorsitz), Deutsches Historisches Institut, 9 rue Maspéro, F - 75116 Paris, Tel.: (00331) 45 20 25 55, Fax: (00331) 45 24 64 80. Neue Adresse des Instituts ab Januar 1994: 8, Rue du Parc Royal, F - 75003 Paris (Tel. und Fax noch nicht bekannt).

Prof. Dr. Hans Patze, Resedaweg 5, 37073 Göttingen-Nikolausberg. Tel.: 0551/2736.

Prof. Dr. Ernst Schubert, Institut für historische Landesforschung, Platz der Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen, Tel.: 0551/39-4347; privat: Am Kreuze 69, Göttingen 37075, Tel.: 0551/22882.

Prof. Dr. Reinhard Wenskus, Kastanienweg 2, 37120 Bovenden, Tel.: 0551/8608.

Prof. Dr. Thomas Zotz, Historisches Seminar der Universität, Abt. Landesgeschichte, Werderring 8, 79085 Freiburg i. Br., Tel.: 0761/203 - 3433 (Sekr. 3257); privat: Neubergweg 1, 79104 Freiburg i. Br., Tel.: 0761/55 38 04.


Mitarbeiter, Betreuer, Korrespondenten
 

Stand: 1. April 93

Vorbemerkung:

Bitte teilen Sie Änderungen jeglicher Art der Redaktion mit.

Dr. Karl-Heinz Ahrens [Residenzbildung der Welfen in Südniedersachsen, Halberstadt], Kohlenwiese 15, 38640 Goslar, Tel.: 05321/23627.

Dr. Konrad Amann, M.A., [Passau], Universität Mainz, Historisches Seminar I: Allgemeine und neuere Geschichte, Saarstr. 21, 55122 Mainz, Tel.: 06131/39-2663; privat: Im Münchfeld 33/14, 55122 Mainz, oder Mozartstr. 1, 94081 Fürstenzell, Tel.: 08502/1322.

Dr. Kurt Andermann [Bischöfe von Speyer], Generallandesarchiv, Nördliche Hildapromenade 1, 76133 Karlsruhe, Tel.: 0721/1352672; privat: Nibelungenring 79, 76297 Stutensee, Tel.: 07244/92561.

Dr. Wolf-Rüdiger Berns [Grafen von Nassau: Idstein/Wiesbaden] Arnoldistr. 2, 55758 Herborn, Tel.: 02772/42520.

Dr. Horst Bitsch [Landgrafen von Hessen: Marburg/Kassel] Blumenring 3, 35452 Heuchelheim, Tel.: 0641/61387.

Dr. Marc Boone [Grafen von Flandern: Gent], Rijksuniversiteit Gent, Faculteit van de Letteren en Wijsbegeerte B-9000 Gent, Tel.: 091/644022

Archivdir. Dr. Gertrud v. Buttlar [Wiener Neustadt], Magistrat der Stadt Wiener Neustadt, Abt. 10, Postfach 49, Hauptplatz 1-3, A-2700 Wiener Neustadt.

Dr. Klaus Conrad [Herzöge von Pommern], Herzberger Landstr. 58, 37085 Göttingen, Tel.: 0551/39-3098 oder privat: 0551/42811.

Univ.-Doz. Dr. Peter Csendes [Wien], Schillerstr. 28a, A-2351 Wiener Neudorf.

Dr. Klaus Peter Decker [Büdingen], Fürstl. Ysenburgisches und Büdingisches Archiv, Schloß, Neuer Bau, 63654 Büdingen (Oberh.), Tel. 06042/ 7722.

Roland Deigendesch [Urach], Trailfingerstr. 38, 72525 Münsingen.

Prof. Dr. Heinz Dopsch [Salzburg], Institut für Geschichte der Universität Salzburg, Mirabellplatz 1, A-5020 Salzburg, Tel.: 0043/44511/84-4511 oder 4755; privat: Seewalchen 87, A-5201 Seekirchen, Tel.: 0043/6212/7145.

Prof. Dr. Herwig Ebner [Graz], Institut für Geschichte der Karl Franzens-Universität Graz, Heinrichstr. 26, A-8010 Graz; privat: Carnerigasse 10/I/13, A-8010 Graz.

Dr. Hermann Ehmer [Grafen von Wertheim], Landeskirchliches Archiv, Gänsheidestr. 4, Postfach 101342, 70184 Stuttgart 10, Tel.: 0711/2149-258.

Prof. Dr. Rudolf Endres [Bamberg], Institut für Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität, Kochstr. 4, 95440 Erlangen, Tel.: 09131/85-2789 oder privat: 09131/51879.

Dr. Dietmar Flach [Grafen von Katzenelnbogen], Alte Heerstr. 55, 56076 Koblenz.

Prof. Dr. Klaus Flink [Residenz Kleve], Stadtarchiv Kleve, Postfach 1960, Hagschestr. 2, 47533 Kleve, Tel. 02821/84340 oder privat: 02821/27385.

Prof. Dr. Alois Gerlich [Erzbischöfe von Mainz], Universität Mainz, Historisches Seminar, Saarstr. 21, 55122 Mainz, Tel.: 06131/39-2612; privat: Fritz-Philippi-Str. 13, 65195 Wiesbaden, Tel.: 06121/401151.

Reinhard Hamann [Herzöge von Braunschweig-Lüneburg: Celle] Glazer Str. 20, 31655 Stadthagen, Tel.: 05721/74667.

Prof. Dr. Peter Claus Hartmann [Betreuer], Universität Mainz, Historisches Seminar I: Allgemeine und neuere Geschichte, Saarstr. 21, 55122 Mainz, Tel.: 06131/39-2663; privat: Lederergasse 27a, 94032 Passau, Tel.: 0851/36603.

Prof. Dr. Alfred Haverkamp [Betreuer], Fachbereich III der Universität Trier, Postfach 3825, 5500 Trier, Tel.: 0651/201-2174; privat: Auf der Lai 2, 54317 Gusterath, Tel.: 06588/377.

Prof. Dr. Ivan Hlavácek [Böhmen], U Mrazorky 16, CSFR-15000 Praha 5.

Ingeborg Höting, M.A. [Herren von Steinfurt], Am Tannenhof 47, 53721 Siegburg.

Prof. Dr. Bernd-Ulrich Hucker [Herzöge von Sachsen-Lauenburg], Historisches Seminar der Universität Osnabrück-Vechta, 49377 Vechta.

Senatsrat Univ.Doz. Dr. Franz-Heinz v. Hye [Tiroler Raum: Innsbruck, Brixen u. a.], Stadtarchiv, Badgasse 2, A-6020 Innsbruck, Tel.: 0043/ 5222/27380.

Dr. Bernhart Jähnig [Deutscher Orden in Preußen], Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Archivstr. 12-14, 14195 Berlin, Tel.: 030/83901-148; privat: Karolinenstr. 1, 13507 Berlin, Tel.: 030/8014450.

Prof. Dr. Kurt-Ulrich Jäschke [nichtkönigliche englische Residenzen], Fachrichtung 5.4 Geschichte, Universität des Saarlandes, 6600 Saarbrücken 11.

Prof. Dr. habil. Alicja Karlowska-Kamzowa [Schlesien], Uniwersytet im. A. Mickiewicza Institut Historii Sztuki, 61-874 Poznan, ul. Niepodleglosci 4, Tel. 52-66-64, 52-11-91 w. 136.

Dieter Kerber [Erzbischöfe von Trier], Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstr. 1/3, 56068 Koblenz; privat: Arenbergerstr. 88, 56077 Koblenz, Tel.: 0261/74721.

Dr. Jost Kloft [Grafschaft Nassau: Siegen], Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstr. 1/3, 56068 Koblenz; privat: Roonstr. 4, 56068 Koblenz, Tel.: 0261/35148.

Johann Kolb [Pfalzgrafen bei Rhein: Heidelberg], Schmiedestr. 24, 24784 Westerrönfeld, Tel.: 04331/87339.

Prof. Dr. Andreas Kraus [Koordination der Arbeiten für den bayerischen Raum], Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Marstallplatz 8, 80539 München, Tel.: 089/228271 oder privat: 089/295357.

Prof. Dr. Karl-Friedrich Krieger [Betreuer], Historisches Institut der Universität Mannheim, Schloß, 68163 Mannheim, Tel.: 0621/292-5402 oder privat: 0621/857532.

Dr. Christian Lamschus [Ostfriesland], Stöteroggestr. 4, 21339 Lüneburg, Tel.: 04131/47900 oder privat: 04131/33420.

Prof. Dr. Sönke Lorenz [Grafen/Herzöge von Württemberg], Universität Tübingen, Institut für geschichtliche Landeskunde und historische Hilfswissenschaften, Wilhelmstr. 36, 72074 Tübingen, Tel.: 07071/292387.

Prof. Dr. Klaus Militzer [Residenzbildung der Erzbischöfe von Köln], Historisches Archiv der Stadt Köln, Severinstr. 222-223, 50676 Köln, Tel.: 0221/221-4473; privat: Winckelmannstr. 32, 50825 Köln.

Prof. Dr. Rainer A. Müller [Hofkultur der Frühen Neuzeit], Historisches Seminar der Universität Eichstätt, Longinustr. 7, 81246 München.

Dr. Klaus Neitmann [Deutscher Orden in Livland: Riga], Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Sanssoussi-Orangerie, 14469 Potsdam, Tel.: 0331/22971; privat: Achenseeweg 92 A, 12209 Berlin, Tel.: 030/7119997.

Dr. Miloslav Polivka [Hof Wenzels IV. und Sigismunds], U Havlickovycha sadu 3, 120 00 Praha 2.

Prof. Dr. Franz Quarthal [Vorderösterreich], Universität Stuttgart, Historisches Institut, Abteilung Landesgeschichte, Keplerstr. 17 (KII), 70174 Stuttgart, Tel.: 0711/121-3455 und 3456.

Dr. Michael Reinbold, [Magdeburg und Halle], Oldenburgisches Landesmuseum, Schloßplatz 1, 26122 Oldenburg, Tel.: 0441/220-2618; privat: Flötenstr. 40a, 26215 Oldenburg (Oldg.).

Dorothea Reuter [Stuttgart], Am Morgen 12, 72768 Reutlingen.

Michael Rumpf, Stadtgeschichtliches Institut, Hauptstr. 92, 72072 Bühl, Tel.: 07223/283-229.

Klaus Sackenreuther [Das Heilig-Kreuz-Spital in Stuttgart], Trossingstr. 28, 70163 Stuttgart.

Prof. Dr. Heinrich Schmidt [Grafschaft Oldenburg], Hugo-Gaudig-Str. 10, 26131 Oldenburg, Tel.: 0441/501217.

cand. phil. Michael Scholz [die Magdeburgische Residenz Halle, bes. 1503-1541], Leonard-Nelson-Str. 20, 37037 Göttingen, Tel.: 0551/58167.

Dr. Reinhard Seyboth [Residenzen der Hohenzollern in Franken], Stefan-Zweig-Weg 22, 93051 Regensburg.

Prof. Dr. Wilhelm Störmer [München], Institut für Bayrische Geschichte, an der Universität München, Ludwigstr. 14, 80539 München 22, Tel: 089/28638-507, Fax: 089/28638505.

Dr. Theodor Straub [Ingolstadt], Bergstr. 29, 85080 Gaimersheim-Lippertshofen, Tel.: 08406/562.

Dr. Brigitte Streich [Wettiner in Thüringen und Sachsen], Behrenser Str. 10, 37186 Moringen 4, Tel.: 05503/2043.

Dr. Birgit Studt [Hofliteratur], Westfälische Wilhelms-Universität, Salzstr. 41, 48143 Münster, Tel.: 0251/832071, Fax: 0251/83-2090, oder privat: 0251/39 22 22.

Dr. Arno Weinmann, [Braunschweig], Johann Straußstr. 1 c, 49565 Bramsche, Tel: 0541/95110-32 oder privat: 05461/62746.

Prof. Dr. Hugo Weczerka, Johann-Gottfried-Herder-Institut, Gisonenweg 7, 35037 Marburg a. d. Lahn.

Sabine M. Wigand-Karg (MA) [Plassenburg], Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte, Geschwister-Scholl-Platz 3, 95445 Bayreuth; privat: Siebenmorgen 26, 91126 Schwabach, Tel.: 09122/71232

Dr. Jürgen Rainer Wolf [Obergrafschaft Katzenelnbogen], Hessisches Staatsarchiv, Karolinenplatz 3, 64289 Darmstadt.

Dr. Inge-Maren Wülfing [Grafschaft Holstein], Schillerstr. 11, 37083 Göttingen, Tel.: 0551/76563.

Dr. Wolfgang Wüst [Augsburg und Dillingen], Am Sonnenhang 4 1/2, 86199 Augsburg-Bergheim, Tel.: 0821/994618.

Prof. Dr. Walter Ziegler [Niederbayern], Universität München, Institut für Bayerische Geschichte, Ludwigstr. 14, 80539 München 22, Tel.: 089/28638-507, Fax: 089/28638-506.

 



 
Die Arbeitsstelle Kiel
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Detlev Kraack
Prof. Dr. Werner Paravicini
 
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