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Mitteilungen der Residenzen-Kommission

 

der

 

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

 

 

Jahrgang 21 (2011) Nr. 1


 



 

 

Mitteilungen der Residenzen-Kommission

 

der

 

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

 

 

 

 

Jahrgang 21 (2011) Nr. 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Residenzen-Kommission

 

Arbeitsstelle Kiel


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ISSN 0941-0937

 

 

Herstellung:

Universitätsdruckerei

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titelvignette:

Albrecht Dürers Wappen 1523 von ihm selbst in Holz geschnitzt
Wien, Grafische Sammlung Albertina

 



Inhalt*

 

 

Vorwort ..................................................................................................................................  7

Aus der Arbeit der Kommission .........................................................................................  9

Kolloquien, Vorträge, Ausstellungen, Jubiläen .............................................................  11

Buchvorstellungen .............................................................................................................  13

Rüther, Andreas: Region und Identität. Schlesien und das Reich im
späten Mittelalter, Köln u.a.Wien 2010 (Neue Forschungen zur
schlesischen Geschichte 20),
von Dennis Hormuth, Kiel ............................................................................................  13

Wührer, J., Scheutz, M.: Zu Diensten Ihrer Majestät. Hofordnungen und
In­struk­tionsbücher am frühneuzeitlichen Wiener Hof, Wien, München 2011
(Quel­len­editionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, 6)
,
von Werner Paravicini, Kiel .........................................................................................  15

Strategien der Macht. Hof und Residenz in Salzburg um 1600 –
Architektur, Re­prä­sen­tation und Verwaltung unter Fürsterzbischof
Wolf Dietrich von Raitenau 1587-1611/12, hg. von Gerhard Ammerer und
Ingonda Hannesschläger, Salz­burg 2011 (Mitteilungen der Gesellschaft
für Salzburger Landeskunde. Ergän­zungs­band 28),
von Werner Paravicini, Kiel .........................................................................................  18

Neuerscheinungen ..............................................................................................................  21

Sonstiges ..............................................................................................................................  41

Obrigkeitskritik und Fürstenberatung
Die Oberhofprediger in Braunschweig-Wolfenbüttel 1568-1714 ..........................  41

Die Arbeitsstelle Kiel .........................................................................................................  43

 

 

 

 

 

 

 



Vorwort

 

 

Albrecht Dürers selbstgeschnittenes Wappen als „Umschlag“ dieses „Heftes“? Die letzte Nummer dieser Mitteilungen zeigte eine geschlossene Pforte, die gegenwärtige wagt eine geöffnete. Denn die höchsten Hürden unseres Neuantrags sind genommen, es bleiben noch einige kleinere, erst am 7. November wird die Entscheidung endgültig sein. Aber wir sind doch guter Hoffnung und beginnen bereits, die Zukunft zu planen.

„Umschlag“ und „Heft“ – die gibt es dieses Jahr angesichts unserer stark verminderten finanziellen und personellen Mittel nicht mehr wirklich und dabei wird es vermutlich auch dann bleiben, wenn neues Blut in die Adern fließt. Auch ich hätte lieber beides, wie bisher das Heft in der Hand und die Datei auf dem Bildschirm (alle Hefte sind ein­sehbar: http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de/altheft.htm). Aber es läßt sich einst­weilen nicht mehr machen. Und manche meinen ohnehin, die Zeit der Druckerzeugnisse sei abgelaufen, was hier zutreffen mag, dort aber nicht.

Das gegenwärtige „Heft“ ist auch etwas schmaler, wenn nicht das schmalste über­haupt, das wir vorlegen, immerhin nachdem das vorherige des umfangreichste ge­we­sen war. Das liegt vor allem daran, daß nun für die Rubrik „Kolloquien, Vorträge, Aus­stellungen, Jubiläen“ auf unsere Internetseite und dort auf „Ver­an­stal­tungs­ka­lender“ verwiesen wird (http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de/kollanzeige.php). Doch finden Sie, lieber Leser, nicht nur die übliche Liste der Neuerscheinungen im „Heft“, darunter mehrere Titel zur anhaltinischen Residenz Bernburg und eine neue Zeit­schrift mit dem herrlich altmodischen (und zugleich neumodischen) Titel „Bur­gen­forschung. Europäisches Correspondenzblatt für interdisziplinäre Castellogie“, son­dern auch Rezensionen von z.T. kiloschweren Neuerscheinungen, zu Schlesien, Salz­burg und zum Kaiserhof, am Ende auch einen Hinweis auf Wolfenbütteler For­schungen zur Bedeutung der Hofprediger.

So schwach sind wir also auch jetzt noch nicht. Der vierte und letzte, zweibändige Teil unseres Handbuchs, „Grafen und Herren“, ist nach beträchtlichen Verzögerungen, die zahllose Mahnbriefe nicht verhindern konnten, am 7. Juli in den Satz gegangen, nach­dem wiederum die Fritz Thyssen Stiftung den Löwenanteil des beträchtlichen Druck­kostenzuschusses übernommen hat. Wir werden mit dem Thorbecke-Verlag alles dafür tun, daß dieses Werk zu Weihnachten auf dem Tisch liegt. Das gilt auch für die Akten des Coburger Symposiums von 2010 zum Thema „Städtisches Bürger­tum und Hofgesellschaft“, deren Erscheinen wir um ein Jahr fast beschleunigt haben.

Zum Schluß noch ein Reisebild aus Schweden. Machtvoll hat sich dem Königs­schloß zu Stockholm gegenüber der Adel im „Riddarhuset“ von 1674 sein eigenes Denk­mal gesetzt und bis heute fortgeführt, mit tausenden von Wappentafeln im Innern und der Verkündigung seines Selbstverständnisses in großen Lettern rund um die Fas­sa­de. Da ist die Rede von der virtus maiorum und vom „süßen Tod fürs Vaterland“. Im Königsschloß Drottningholm unweit Stockholm, wunderbar am Wasser gelegen, aber kann man nicht nur das übliche Geraffel standesgemäßer Ausstattung sehen und klug in Szene gesetzten gemalten Marmors, sondern auch einen großen Saal, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts rundum mit den lebensgroßen Porträts der regierenden Mo­narchen ausgestattet wurde, aber nur von Königen (auch Preußen, Sachsen, Württem­berg, Bayern) und Kaisern (Österreich, Rußland, Frankreich: Napoleon III.!), dazu der Papst und der osmanische Sultan; weniger angesehene Vertreter dieser Spe­zies mußten sich, so möchte man meinen, mit kleineren Bruststücken als Supraporten begnügen, z.B. der König von Neapel-Sizilien. An anderer Stelle des Schlosses sind ebenfalls Herrscherporträts vorhanden und zwar als Geschenke Katharinas II. und Ludwigs XV. und XVI., ganz abgesehen von der Unzahl der abgebildeten Vorfahren und Verwandten. Dieser Saal aber spricht eine andere, neue Sprache: Es gilt nicht mehr Nachbarschaft, Bündnis, Herkunft, parenté, sondern der Nationalstaat, wenn­gleich allein der monarchische höchster Ebene. Eine bemerkenswerte Selbst­ver­ge­wis­se­rung nach stürmischen Zeiten. Wir werden dergleichen in unserer künftigen Arbeit zu berücksichtigen haben.

 

 

Viel Vergnügen wünscht beim Lesen

 

Ihr

 

Werner Paravicini

 

 

 

 


Aus der Arbeit der Kommission

 

 

1.         Handbuch

Teil IV: Grafen und Herren

135 Mitarbeiter haben über 600 Artikel erstellt. Die redaktionellen Ar­bei­ten sind abgeschlossen. Das 2401 S. umfassende Manuskript wurde am 7. Juli in den Satz gegeben. Er­schei­nungs­termin soll weiterhin Ende 2011 sein. Weitere Informationen im In­ter­net unter der Adresse:

http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de/projekt.php#Grafen

Digitales Handbuch der Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich

Die Kommission hat die Beantragung der zur Digitalisierung benötigten Mit­tel auf Grundlage der noch ausstehenden Informationen nach Rück­sprache mit der Akademie unter Inanspruchnahme der entsprechenden Kompetenz der Akademie beschlossen. Das digitale Handbuch soll über ein neu einzurichtendes digitales Portal der Akademie zur Verfügung ge­stellt werden. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen.

 

2.         Residenzenforschung

2.1.      Das Manuskript der Edition der Hof-, Regiments- und Ämter­ord­nun­gen von Jülich-Kleve-Berg durch Brigitte Kasten und Margarete Bruck­haus ist abgeschlossen. Ein erster interner Korrekturdurchlauf ist erfolgt.

2.2.      Die Beiträge des Coburger 12. Symposiums werden Ende des Jahres unter dem Titel „Städtisches Bürgertum und Hofgesellschaft. Kulturen in­te­gra­tiver und konkurrierender Beziehungen in Residenz- und Haupt­städten vom 14. bis ins 19. Jahrhundert“, hg. von Jan Hirschbiegel, Wer­ner Paravicini und Jörg Wettlaufer, erscheinen.

 

3.         MRK

3.1.      Die MRK 21,1 liegen vor.

3.2.      Ein letztes bibliographisches Sonderheft zu den in den MRK 16,1 bis 20,2 no­tierten Neuerscheinungen ist nicht wie angekündigt schon Ende des letzten Jahres erschienen, sondern wird erst Ende diesen Jahres online angeboten, dann aber auch die in den MRK 21,1 und 21,2 erfaßten Neuerscheinungen beinhalten.

 

4.         Neuvorhaben

Dem Vorhaben ist der höchste Rang der Förderungswürdigkeit zugesprochen worden, das Land Schleswig-Holstein will sich finanziell engagieren. Letzte Entscheidung am 7. November.

 

5.         Bis das beantragte Neuvorhabens endgültig bewilligt ist, besteht die Resi­den­zen-Kommission weiter.

 

Werner Paravicini



Kolloquien, Vorträge, Ausstellungen, Jubiläen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Siehe online auf unserer Internetseite unter der Rubrik „Veranstaltungskalender“
bzw. unter

http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de/kollanzeige.php

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Buchvorstellungen

 

 

Rüther, Andreas: Region und Identität. Schlesien und das Reich im späten Mittel­alter, Köln u.a.Wien 2010 (Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte 20) [Böhlau, 346 Seiten, 44,90 Euro].

 

Die hier zu besprechende Habilitationsschrift von Andreas Rüther, die im Win­ter­se­mester 2004/05 vom Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Gießener Uni­versität angenommen wurde, stellt eine lesenswerte Studie zum spät­mit­tel­alter­li­chen Schlesien mit einem struktur- und entwicklungsgeschichtlichen Zugang dar (S. 20).

Zu Beginn der Arbeit klärt Rüther den Leser in einer erfrischend kurzen Einleitung über sein sozialkonstruktivistisches Raum- und Regionsverständnis auf und verweist auf Klerus, Adel und Stadt als seine institutionell-sozialen Untersuchungseinheiten, die sich in der sehr klaren Gliederung seines Werkes mit vier Teilen zu jeweils drei Kapiteln zu jeweils drei Abschnitten widerspiegeln. Dies bietet dem Leser die Möglichkeit, sich bei der Lektüre zu orientieren und läßt ihn die Struktur der Arbeit beim Lesen gut nachvollziehen. Anschließend grenzt der Verfasser seinen Unter­su­chungs­zeitraum auf ungefähr die Jahre zwischen 1350 und 1500 ein, wobei dem Wort ‚ungefähr‘ im Verlauf der Untersuchung eine mehr als beiläufige Bedeutung zu­kommt. Dies scheint dem Gegenstand der Untersuchung angemessen, da es Rüther auch immer um eine längerfristige Entwicklung geht.

Im ersten Teil ‚Die Felder‘ stellt der Verfasser seine Untersuchungsgruppen vor. Am Beginn steht die Kirche als früheste etablierte Größe, die als „dauerhafteste Ord­nungsform“ (S. 25) Schlesiens wichtiger Bezugspunkt war. Die Diözese Breslau und das schlesische Oderland stimmten territorial weitestgehend überein. Als zweites Feld führt Rüther den schlesischen Adel ein. Die Mitglieder dieser gesellschaftlichen Schicht stammten von den Piasten ab, und bildeten eine Vielzahl von kleineren Herr­schaften aus, die Rüther einzeln in ihrer Entwicklung vorstellt (S. 43-49). Der Ver­fasser verweist auf die im innereuropäischen Vergleich auffallend häufigen Teilungen und Herrschaftswechsel und leitet daraus ab, daß es eigentlich nie einen Singular Schlesien, sondern stets mehrere schlesische Lande gegeben habe (S. 53). Den ersten Teil seiner Untersuchung beschließt Rüther mit der Vorstellung des schlesischen Städte­netzes von mehr als 100 Städten als drittem Untersuchungsfeld, das in Nie­derschlesien dichter gestaltet gewesen sei, als in anderen Teilen der Region.

Der zweite Teil ‚Die Verbindungen‘ und der dritte Teil ‚Die Ausrichtungen‘ bieten zusammen gelesen eine Verflechtungsgeschichte der schlesischen Eliten mit außer­schlesischen Bezugspunkten. Sie bilden den Kern der hier zu besprechenden Arbeit und stellen somit auch die eigentliche wissenschaftliche Leistung dar. Rüther arbeitet heraus, daß Schlesier vornehmlich in Prag und Krakau, aber auch in Leipzig und Wien studierten. Zur Zeit Karls IV. habe der Kaiserhof, an dem Schlesier zeitweise die drittgrößte Gruppe bildeten, ein besonders beliebtes Betätigungsfeld für schlesische Eliten dargestellt. In dieser Zeit sei für Schlesien eine „eigentliche Reichsnähe“ (S. 96) vorhanden gewesen. Während Adel und Klerus hinsichtlich ihrer außer­schlesi­schen Verflechtung untersucht werden, beschreibt der Autor städtische Akteure und ihre Praktiken im regionalen und vor allem auch im innerstädtischen Raum. Die Ein­schränkung auf diesen Perspektivenwechsel ist nicht zwingend notwendig und stört etwas die Anlage der Untersuchung. Hier hätten fernkaufmännische Kontakte und Ver­flechtungen zusätzlichen Raum verdient.

Im dritten Teil schreibt Rüther über die zunehmende Distanzierung der Breslauer Kirche von Gnesen, ohne daß diese jedoch vollends eine Exemtion erlangen konnte. Um ihre Stellung im christlich-kirchlichen Europa zu veranschaulichen, weist der Ver­fasser vor allem auf die Beteiligung an den Reformkonzilien des 15. Jahrhunderts hin. Anschließend beschreibt er die weltlichen Verbindungen ins römisch-deutsche Reich. Schlesien habe dem Krongut des Königs, nicht aber dem Reich angehört. So sei Schlesien zwar von der Kreisverfassung des Heiligen Römischen Reichs ausge­nommen gewesen, über das Konnubium der Fürstenfamilien seien jedoch entspre­chend enge Verbindungen hergestellt worden. Die reichspolitische Zentralität der Zeit Karls IV. habe Schlesien durch das Aussterben der Luxemburger und die hussitische Ab­setzbewegung Böhmens verloren (S. 143). Verbindungen zum König und die Ab­leh­nung der hussitischen Anliegen durch die Schlesier stellen immer wieder­kehrende Ele­mente in der Argumentation Rüthers dar. Den Abschluß des dritten Teils bildet eine Analyse der Organisationsstruktur Schlesiens. Thematisiert werden Landfrieden, Einun­gen und Bünde, Landeshauptmann und königlicher Statthalter sowie Fürstentag, Land­stände und Mannrechte. In diesem an sich wertvollen und konsequent auf die Frage­stellung ausgerichteten Teil verliert der Verfasser mit den Städten sein drittes ‚Feld‘ zunehmend aus den Augen und seine bis dato lobenswert klare Analysestruktur bricht etwas auf.

Dieser kleine Abschnitt leitet zum Zusammenhang von Region und Identität über. Rüther unterläßt es jedoch, diesen im Titel der Arbeit angesprochenen – und in der Tat nicht unproblematischen – Begriff der ‚Identität‘ in der Einleitung zu erläutern. Somit muß sich der Leser das Verständnis Rüthers von Identität selbst aus der Anlage der Untersuchung erschließen. Der Verfasser konzentriert sich bei seinem Zugang zur Identitätsgeschichte auf „[g]emeinschaftsstiftende Symbole wie Landesheilige oder Landesämter“ (S. 156), mithin also auf die Medien der Herausbildung eines spezifi­schen Regionalbewußtseins. Rüther stellt fest, daß die in der Vormoderne nahezu durchgehend vereinigten Landstände das Territorium in höherem Maße zusammen­hielten als die Piastenherzöge, die das Land nach dynastischem Kalkül immer wieder aufteilten (168), und daß die schlesischen Territorien erst am Ende des Mittelalters zu einem einheitlichen Land zusammenwuchsen (S. 169).

Im vierten und letzten Teil seiner Untersuchung ‚Die Vorstellungen‘ widmet sich der Verfasser dem Themenkomplex der Identität ausführlicher. Rüther nutzt als Quellen die Breslauer Chronistik und verweist auf Wappen, Embleme, Grabmäler und anderes mehr. Hinzu kommen allerdings auch einige problematische Quellen. So zieht Rüther zum Beispiel mit Hartmann Schedel (S. 186), Enea Silvio Piccolomini (S. 189) und Kaiser Maximilian I. (S. 191) immer wieder auswärtige Autoren heran, um die ‚Eigenwahrnehmung‘ Schlesiens zu belegen und herauszustellen. Der Zusammenhang von Identität, Selbstwahrnehmung und Fremddarstellung hätte hier deutlicher thematisiert werden können.

Abschließend schlägt Rüther bezogen auf die Deutungen Schlesiens in knapper Form einen zeitlichen Bogen bis zum allgemeinen Polnischen Historikerkongreß 1999, der in einer heftigen innerpolnischen Kontroverse um den Polonozentrismus in der eigenen Historiographie gemündet habe (S. 215). Es gelingt dem Verfasser mit diesem Bogen, die Bedeutung seiner Untersuchung für eine allgemeine Diskussion herauszustellen und zu zeigen, daß das von ihm behandelte spätmittelalterliche Schlesien auch heute noch ein Politikum ist. Eine Zusammenfassung seiner Ergeb­nisse in deutscher und polnischer Sprache rundet den Band ab.

Rüther beschreibt in seiner Untersuchung neben dem Prozeß, in dem Schlesien be­gann, sich als regionale Einheit zu verstehen, insbesondere persönliche Bezüge und Ver­flechtungen von schlesischen Eliten, legt ein Augenmerk auf die institutionelle Ausgestaltung Schlesiens im Spätmittelalter und die mal engere und mal nicht so enge Einbindung Schlesiens in den Herrschaftsbereich der römisch-deutschen Könige. Sie ist daher insbesondere auch als eine verdienstvolle Verflechtungsgeschichte Schle­siens und seiner Eliten zu würdigen.

 

Dennis Hormuth, Kiel *

 

Wührer, J., Scheutz, M.: Zu Diensten Ihrer Majestät. Hofordnungen und In­struk­tionsbücher am frühneuzeitlichen Wiener Hof, Wien, München 2011 (Quel­len­editionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, 6) [Böhlau, Ol­denbourg, 1255 S. , kart., zahlreiche sw-Abb., 138 Euro].

 

Nach Jahrzehnten der Ruhe kommt die Forschung über die Höfe und Residenzen des Kaisers in und um Wien in Gang, und dies mit Wucht. Über das Akademie-Unter­neh­men „Höfe des Hauses Österreichs“ kann man sich im Internet umfassend unter­richten (http://www.oeaw.ac.at/home/thema/thema_200809_5.html). Hier geht es um das Insti­tut für Österreichische Geschichtsforschung. Im Jahre 2004 war die „Quellen­kunde der Habsburgermonarchie (16.-18. Jahrhundert). Ein exemplarisches Hand­buch“, hg. von J. Pauser, M. Scheutz und T. Winkelbauer im Umfang von 1134 S. er­schienen, dem die eher mediävistisch ausgerichteten Repertorien „Bilder und Be­griffe“ und „Hof und Schrift“ der Göttinger Residenzen-Kommission von 2005 und 2007 an die Seite zu stellen sind. Im vergangenen Jahr wurde vorgelegt das 540 Seiten starke Werk „Herr­schaftsverdichtung, Staatsbildung, Bürokratisierung. Verfassungs-, Verwaltungs- und Be­hör­dengeschichte der Frühen Neuzeit, hg. von M. Hochedlinger und T. Winkelbauer. Nun folgt ein ebenso monumentaler Band von nicht we­niger als 1255 Seiten Umfang, der den Wiener frühneuzeitlichen Hofordnungen und Instruktions­bü­chern gewidmet ist, womit die Bemühungen der Residenzen-Kom­mission im Ta­gungs­band „Höfe und Hofordnungen“ von 1999 nicht nur chrono­lo­gisch und konzeptionell fort­gesetzt werden, sondern auch editorisch. Denn Hoford­nungs­editionen syste­ma­ti­scher Art hat es seit A. Kerns das ganze Reich betreffender, zwei­bändiger Ausgabe von 1905-1907 nicht mehr gegeben, wenn man von den bur­gun­dischen (W. Paravicini u.a. seit 2005), klevi­schen (K. Flink/B. Thissen 1997) und als­bald jülich-klevisch-bergi­schen (B. Kasten/M. Bruckhaus, erscheinen 2012) und man­chen Einzeltexten absieht. Die Originalität des vorliegenden Werks beruht nun darin, daß nicht schlicht die Texte ab­gedruckt werden, was allein schon willkommen wäre, sondern ihr ein umfangreicher erster Teil („Edi­ti­ons­vorbemerkung“) vorge­geben ist, der sich auf S. 15-313 zu einem Werk eigenen Rechts entwickelt und, ver­bes­sert, auf Scheutz/Wührer, „Dienst, Pflicht, Ord­nung und ‚gute Policey‘. In­struk­ti­ons­bücher am Wiener Hof im 17. und 18. Jahr­hun­dert“, in der oben genannten „Quel­len­kunde“, S. 15-228, zurückgeht. Er zerfällt in zwei Teile: „Der Kai­ser ordnet seinen Hof“ (J. Wührer, S. 25-206) und, nicht ohne Em­phase bezeichnet, „Dienst an der Wis­sen­schaft. Editionstechnische Überlegungen“ ([M. Scheutz], S. 207-307 bzw. 313). Ent­stehung und Gebrauch von vier Handschriften, die im Haus-, Hof- und Staats­archiv in Wien liegen und aus den Jahren 1652-1808 stam­men, sind hier ein­ge­hend er­forscht und dargestellt. Die Arbeit des Editors ist selbst­kri­tisch erläutert, vor dem Hin­ter­grund einer mit zunehmendem Anspruch auftretenden „Edi­tions­wis­sen­schaft“ – in einem Umfang, der erkennen läßt, daß Kürze hier (wie durch­weg im Band) kein gültiges Stilideal war.

Im zweiten, umfangreichsten Teil werden diese Bücher ediert (S. 467-1129), im drit­ten werden sie indiziert. Alle genannten Personen erhielten eine kurze Notiz (S. 1177-1192). Das ausführliche Sachregister (S. 1193-1255) erfreut besonders. Schnell kann man z.B. feststellen, daß ein Narr und eine Närrin, Zwerg und Zwergin le­dig­lich im Kinderhofstaat von 1529, §§ 27, 28, 35, 37, 40, 43 (S. 371-373) nach­ge­wie­sen sind, aber nirgendwo Mohren oder Riesen; auch Herolde tauchen nur 1527 §§ 81, 118 (S. 356, und 361: drei unbenannte) und 1537 Nr. 24 § 18 (S. 445: id.) und dann wieder 1693/1698 auf, S. 642 § 12: 2 reichsherolden, 1 hungarischer herold, 1 bohamischer herold, 1 osterreichischer herold. Weiter gibt es noch ein ein­drucks­volles Verzeichnis der benutzten Quellen und der Literatur (S. 1133-1162) und eine Kon­kordanz der „stillschweigend und in Klammern aufgelösten Kürzungen der Editi­ons­grundlage“ (S. 1166-1171, vgl. S. 290-297), was anzeigt, mit welch ho­hem metho­di­schen Bewußtsein hier vorgegangen wurde.

Dieses ist nun im ersten Teil eindrücklich belegt. Hier gelingt der Rücktransport vom „archivischen Jenseits“ ins “höfische Diesseits” (vgl. S. 9). Aus den Beob­ach­tungen zu dem, was der „Hof“ ist, sei hier nur ein Datum zitiert, dasjenige der end­gültigen Trennung von Hofstaat und Regierung: 1765 (S. 24). Die Frage der Orga­ni­sation des Hofes aus theoretischer Sicht wird auf der Grundlage der Arbeiten von U. C. Ewert und S. E. Hilsenitz eingehend diskutiert (S. 26-30) und dann zu Recht be­tont, daß das nunmehr ausgebreitete Material weitere Forschungen in dieser Richtung er­möglicht. In diesen Zusammenhang gehört der Übergang von der Hofordnung zur Dienst­anweisung (S. 62-68, 197). Schon die Hofordnung von 1538 ist mit instruction überschrieben, danach gibt es keinen Text mehr des alten Titels, der die Gesamtheit der Hofstaatsregelungen vereinigte: Zuviel war im Detail zu regeln und wurde es nun für jedes Amt und jeden Amtsträger gesondert; die Landesverwaltung war bereits aus­geschieden. Solche am burgundischen Hof schon seit 1469 bekannten Instruktionen, ein durchaus nicht an den Hof gebundenes Herrschaftsinstrument, sind hier erst ab 1527 nachweisbar und sie wurden quartalsweise in Erinnerung gerufen, was die Heraus­geber zum heiteren Titel „Der vielbegehrte Lebensabschnittspartner“ (S. 83) ver­leitet hat, und an anderer Stelle zur rätselhaften Überschrift „Pontifex“, womit die Funk­tion der Editionsgrundsätze als Brücke zwischen Editionsgrundlage und Edition be­zeichnet werden soll (S. 260). Die bisher bekannten Texte den Hof betreffend sind auf S. 87-110 verzeichnet. Es sind viel mehr, als im „Speichermedium“ Buch (S. 118) ab­schriftlich überliefert ist und nun ediert wird, nach einer eingehenden Untersuchung von Schreiberhänden und Kopiervorgängen, z.B. „nachlassender Sorgfalt“, illustriert mit zahlreichen Abb. (S. 118-196), die auch die Verwendung anschaulich machen.

Dem Editionsteil werden noch einmal, diesmal knapp gefaßt, die Editions­grundsätze vorgeschaltet. Übersichten schaffen Überblick über die Editionseinheiten, die Organisationseinheiten bzw. die Hofämter mit ihren Unterämtern. Pläne loka­lisieren die einschlägigen Orte in Wien und in der Hofburg (S. 315-341).

Ediert werden nicht nur die vier Bücher (also der Zustand in der zweiten Hälfte des 17. und im 18. Jahrhundert), sondern auf S. 343-448 auch vier Hofordnungen des 16. Jahr­hunderts: 1527 (Ferdinand I.), 1529 (seine Kinder), 1537 (Ferdinand I.) und 1538 (Erzherzöge Maximilian und Ferdinand). Auf S. 39-68 werden sie eingehend besprochen, auf älteres Material ist S. 30-33, 45-49 hingewiesen, dabei aber S. 45 zu Recht betont, daß die österreichischen Höfe bei der Schriftlichkeit keine Vorreiterrolle spielten. Diese und andere einschlägige Texte von 1519-1637 waren und sind – un­zu­reichend – veröffentlicht in „Die Österreichische Zentralverwaltung“ von T. Fellner/H Kretschmayr, Bd. 1/2 (1907) und werden, nur diese vier, in verbesserter Form vor­ge­legt. Der Band birgt also nicht das gesamte verfügbare Material. Es hätte auch jeden Rahmen gesprengt. Die Editoren sagen zu Recht S. 32 Anm. 128, daß man dafür eine Daten­bank vorsehen solle – obgleich es S. 13 ebenfalls richtig heißt, daß „die Überlebensdauer eines digitalen Speichermediums derzeit noch nicht mit der eines gedruckten Buchs gleichziehen“ könne. Es bleibt trotz einigen Retroakten die zeitliche Lücke von 1539-1651, ein Zeitabschnitt von mehr als einhundert Jahren. Zwar ist der Leser dankbar für jeden Text, den er nun in besserer Form benutzen kann. Aber es bleibt doch die Frage, weshalb man sich nicht ganz auf die vier Bücher konzentriert hat. Das Werk hätte an Geschlossenheit gewonnen, und ein wenig an Umfang ver­loren.

Schon die Hofordnung von 1537 enthält die Instruktionen für die Hofämter, die nun immer wieder begegnen, sich naturgemäß aber immer weiter ausdifferenzieren: Ober­ster Hofkanzler, Obersthofmeister, Obersthofmarschall, Hofprofos, Hofräte, Leib­kam­mer, Tafel, Silberkammer, Kellerschenken und Ausschank, Küchenmeister und dessen Untergebene, Einkäufer- und Küchenschreiber, Oberststallmeister, Lichtkammer und Licht­ausgabe, Wagenzahl, Kapelle, Kleiderausgabe, Hartschierenhauptmann und Hart­schierenleibgarde [„Hartschierer“ verballhornt aus frz. archer], dazu Be­sol­dungs­grundsatz und Personal- und Besoldungsverzeichnis. Der letzte Text von 1808 ist eine Instruktion für die Hofwäschemeisterin für die Leintücher im Hofstaat Kaiser Franz I., Elisabeth Haselbeck.

Insgesamt handelt es sich um eine sehr gewissenhafte, überaus nützliche Edition, was hier von einem, der selbst gelehrte Editionen betreibt, durchaus nicht herab­las­send gemeint ist. Darlegung und Texte stellen hohe, geradezu entmutigende An­sprüche an künftige Unternehmen ähnlicher Art. Von denen aber möge es noch viele ge­ben. Denn Forschungen und Fortschritte bauen aufeinander auf. Den öster­rei­chi­schen Kollegen sei Dank, daß sie den Vorreiter gemacht haben.

Zum Schluß sei noch darauf hingewiesen, daß der Editionsteil (ohne Seitenzahlen, aber mit vermehrten Suchmöglichkeiten) auch online frei zugänglich ist: www.univie.ac.at/hoforganisation/index.php/onlineedition, während die „Editions­vor­be­merkung“ dem Druck vorbehalten bleibt (zur Zitierweise siehe S. 13).

 

Werner Paravicini, Kiel

 

Strategien der Macht. Hof und Residenz in Salzburg um 1600 – Architektur, Re­prä­sen­tation und Verwaltung unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau 1587-1611/12, hg. von Gerhard Ammerer und Ingonda Hannesschläger, Salz­burg 2011 (Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Ergän­zungs­band 28) [628 S., geb., graph. Darst., zahlr. sw- und farb. Abb.].

 

Auf den ersten Streich, nämlich dem Band „Höfe und Residenzen geistlicher Fürsten, Struk­turen, Regionen und Salzburgs Beispiel in Mittelalter und Neuzeit”, hg. von W. Wüst, G. Ammerer, I. Hannesschläger und J. P. Niederkorn, Ostfildern 2010 (Re­si­den­zenforschung, 24), folgt in diesem Jahr der zweite: ein schwerer, reich illu­strier­ter, ge­bundener Quartband, in dem den Bauten und dem Auftreten eines der bekanntesten und berüchtigsten Salzburger Erzbischöfe und Landesherren nachgegangen wird: Wolf Dietrich von Raitenau. Sein Privatleben (selbstverständlich hatte er seine „Le­bens­gefährtin“, Salome von Altenau, siehe S. 282f.) bleibt beiseite. Er war ein Mann ge­ringer Adelsherkunft, dem nichts maglet alls die geburtt, und der so groß wurde, daß er sich der Propstei Berchtesgaden wegen mit dem Herzog von Bayern anlegte, vor ihm flüchten mußte und schließlich abdanken: fünf Jahre lang, von 1612 bis zu seinem Tode 1617, wurde er auf der Festung Hohensalzburg gefangengehalten. Von einem solchen Mann, einem Emporkömmling wie sie in geistlichen Fürstentümern immer wieder vorkommen, ist zu erwarten, daß er in Prunk und Pracht investierte, sich als Herkules sah und sich verrannte.

Der Band geht gründlich vor: Der gehaltvolle Einleitungsbeitrag der Herausgeber, „Strategien der Macht“ (S. 9-30), zeigt an, wohin die Fahrt gehen soll(te), und S. 161-197 lösen Sie das Versprechen auch gleich selber ein. Es folgen zwei Beiträge zur „Ar­chäologie“ (W. K. Kovacsovics/P. Höginger, S. 31-66), denn viele Bauten sind ver­schwunden und nur noch in den Wänden oder im Boden des Residenzplatzes nachweisbar; alte Ansichten und Grabungsbefunde kommen hier zusammen.

Sodann „Geschichte“ (S. 67-332) mit nicht weniger als neun Aufsätzen zu Wahl, Ein­ritt und Inthronisation (H. Federle), seinem Souveränitätsanspruch (Botero wid­mete ihm seinen Traktat Della Ragione di Stato von 1589) und seiner Steuerpolitik (G. Ammerer), zu Hofstaat und Zentralbehörden (K. K. Mühlbacher: hilfreich das Organigramm der Tafelordnung auf S. 190f., nützlich die Besoldungsliste von 1611 auf S. 145-156), Prunk als Politik (G. Ammerer/K. K. Mühlbacher: der Erzbischof hatte z.B. seine eigene Prunkrüstung, S. 172), dem berühmten Hofmarstall, jetzt das Große Festspielhaus (J. Baumgartner): Wir sind ohnehin dabei, die Pferde wieder­zu­ent­decken und die grandiosen Bauten, die für Ihre Unterbringung und ihr Training errichtet wurden. Sein kostbares Tafelgeschirr, mobil, ist derweil nach Florenz ins Museo degli Argenti im Palazzo Pitti gekommen und in mehreren (abgebildeten) Stücken erhalten. Schließlich zu seinen Stiftungen, die nach Gefangenschaft und Tod (C. Brandhuber) sein Gedächtnis sicherten: im Franziskanischen Hofkloster (C. Brand­huber/O. Ruggenthaler), in der Grablege in der Gabrielskapelle (C. Brand­huber/M. Fussl) auf dem von ihm gestifteten Friedhof St. Sebastian, der an den (protestantischen) Stadtgottesackers in Halle an der Saale von 1557 erinnert, der seiner­seits die italienischen Camposanto-Anlagen zum Vorbild genommen hatte. Ar­chä­ologen und Gerichtsmediziner (J. Cemper-Kiesslich u.a.) haben erbarmungslos Schä­del und die Knochen des Fürsten aus dem Grab gezerrt, das Detail ist abgebildet (der Schädel, „vor [links] und nach [rechts] der Versiegelung mit OSTEOFIX“, S. 330). Mir mißfällt dieser pietätlose Umgang mit den Überresten. Wollen wir einmal so behandelt werden?

Weiter „Architektur- und Kunstgeschichte“ (S. 333-565). Hier wird die Verwand­lung des mittelalterlichem Bischofshofs in einen Residenzbau beschrieben (W. Schle­gel) und den Arbeiten der von ihm am „Neugebäude“ beschäftigten norditalienischen Archi­tekten (G. Ponn-Lettner) und Stukkateuren (M. Rottensteiner/St. Bstieler) nach­ge­gangen, den Malereien (N. M. Grillitsch) und der sehr zeitgemäßen Land­kartengalerie in der Residenz (L. Roemer).

Schließlich „Musikgeschichte“ (S. 567-594). Ihr, vor allem der geistlichen, wid­mete der Fürst durch die Gründung des Kapellhauses besondere Aufmerksamkeit (E. Hin­termaier). Daß und wie Pauken und Trompeten die fürstlichen Instrumente par excellence waren, legt ein eigener Aufsatz dar (L. E. Laubhold). Der letzte Text des Bandes ist einem Musikinstrument des Erzbischofs gewidmet, das sich erhalten hat: seinem kuriosen und damit prestigeträchtigen Claviorganum vom Jahre 1591, zugleich Spi­nett und Orgel (G. Walterskirchen). Leider folgt kein Index. Aber zum Schluß ein „AutorInnenverzeichnis“.

Es gefällt, daß nur einige Jahrzehnte in den Mittelpunkt der Untersuchung gestellt wur­den. Damit war es möglich, in die Tiefe zu gehen und den Schauplatz abzu­grenzen, der sonst in unendlicher Perspektive sich verflüchtigt hätte. Vorbildlich das Zu­sammenwirken verschiedener Disziplinen. Hübsch, wie man plötzlich dem Palazzo Altemps in Rom begegnet (S. 357), der doch ein besonderes Kleinod der an Palästen so reichen Stadt ist: Die Bauherren waren miteinander verwandt. Ein Glücksfall auch, daß die im Band oft abgebildete heraldische Salzburger Landtafel von 1592 im Eggenberger Archiv in Schlesien (Troppau/Opava) erhalten geblieben ist.

Daß junge Historiker fortgeschrittenen Semesters beigetragen haben, gibt dem Bande zusätzliche Frische. Die Frucht von sieben Jahren Arbeit liegt jetzt vor und kann sich sehen lassen. Eindrucksvoll ist allein schon die Tatsache, daß ein solches Buch in derartiger Ausstattung überhaupt erscheinen konnte. Aber die Stadt Salzburg ist mit Recht stolz auf ihre Geschichte und das Land hält etwas auf seine reichs­fürstliche Vergangenheit. Das „Salzburg“-Projekt von Georg Ammerer hat gezeigt, was es zu leisten vermag. Hochgewachsen im Schatten der Residenz oben auf dem Berg und unten im Tal, sei ihm fruchtbare Zukunft gewünscht. Lange hieß es, daß der Forschung zu den weltlichen Höfen und Residenzen die Untersuchung und Dar­stellung der geistlichen folgen solle. Hier ist es eindrucksvoll geschehen. Aber wir dürfen und wollen noch mehr erhoffen.

 

Werner Paravicini, Kiel

 


Neuerscheinungen

 

 

Adel verbindet – Adel verbindt. Elitenbildung und Standeskultur in Nord­west­deutschland und den Niederlanden vom 15. bis 20. Jahrhundert, hg. von M. van Driel, M. Pohl und B. Walter, Paderborn 2010 [Schöningh, 295 S., kart., 38 Euro].

Ader, D.: Prosaversionen höfischer Epen. Zur Rezeption des „Tristrant“ im 15. und 16. Jahrhundert, Heidelberg 2010 (Beiträge zur älteren Literaturgeschichte) [Winter, 381 S., 31 Abb., geb., 62 Euro].

Adler, G.: Handbuch Buchverschluß und Buchbeschlag. Terminologie und Ge­schichte im deutschsprachigen Raum, in den Niederlanden und Italien von Frühen Mit­telalter bis in die Gegenwart, Wiesbaden 2010 [Reichert, 256 S., geb., 923 farb. Abb., 169 technische Zeichnungen, 98 Euro].

L’Allemagne gothique. I. Châteaux et maisons II. L’architecture, in: Bulletin monu­mental 167,3 (2009) S. 195-318, 168,3 (2010) S. 227-316.

Allirot, A.-H.: L’entourage et l’Hôtel de Jeanne d’Évreux, reine de France (1324-1371), in: Annales de Bretagne et des Pays l’Ouest 116,1 (2009) S. 169-182.

Apelles am Fürstenhof. Facetten der Hofkunst um 1500 im Alten Reich. Ausstellungskatalog, hg. von M. Müller, K. Weschenfelder, B. Böckem und R. Hansmann, Berlin 2010 [Lukas, 310 S., 200 Abb., kart., 30 Euro].

Architecture équestre. Hauts lieux dédiés au cheval en Europe, hg. von P. Franchet dʼEspèrey und P. Liévaux, Arles 2010 [Actes Sud, 377 S., kart., 39 Euro].

Art de Cour. Le mécénat princier au siècle des lumières, hg. von C. Taillard, Rennes 2009 [Presses Universitaires de Rennes, 234 S, kart., 20,90 Euro].

Les arts de l’équitation dans l’Europe de la Renaissance. VIe colloque de l’Ecole nationale d’équitation au château d’Oiron (4 et 5 octobre 2022), hg. von P. Franchet d’Espèrey und M. Chatenet, Arles 2009 [Actes Sud, 464 S., kart., 35 Euro].

Asch, R. G.: Die Stuarts. Geschichte einer Dynastie, München 2011 (Beck’sche Reihe, 2710) [Beck, 128 S., 3 Abb., kart., 8,95 Euro].

Baker-Bates, P.: Sebastianello Nostro Venetiano: The Career of Sebastiano del Piombo and the Concept of a Court Artist in Renaissance Rome, in: The Court Historian 16,1 (2011) S. 7-23.

Baldwin, O., Wilson, T.: Theatre Dancers at the Court of Queen Anne, in: The Court Historian 15,2 (2010) S. 171-188.

Ballesteros, P. G.: Louis XIV et le costume masculin, 1660-1670, in: Mélanges offerts à Pierre Arizzoli-Clémentel, hg. von R. Masson, Versailles 2010, S. 131-136.

Balouzat-Loubert, C.: Bien s’entourer pour mieux gouverner. Les officiers de Mahaut, comtesse d’Artois (1302-1329), in: Annales de Bretagne et des Pays de l’Ouest 116,1 (2009) S. 145-167.

Barclay, A.: ‘The Inventories of the English Royal Collection, temp. James II’, in: Journal of the History of Collections 22,1 (2010) S. 1-13.

Barraqué, J.-P., Leroy, B.: La Majesté en Navarre et dans les couronnes de Castille et d’Aragon à la fin du Moyen Âge, Limoges 2011 [Presses Universitaires de Limoges et du Limousin, 182 S., kart., 18 Euro].

Bepler, J.: Kleine Wolfenbütteler Stadtgeschichte, Regensburg 2011 [Pustet, 160 S., kart.,12,90 Euro].

Das Bernburger Schloß, Aktuelle bau- und kunsthistorische Erkenntnisse. Um drei Bei­träge erweiterter Protokollband zur wissenschaftlichen Tagung „Das Bernburger Schloß als wichtiges Dokument der Renaissancebaukunst in Sachsen-Anhalt“ vom 2. De­zember 2006 in Bernburg, hg. von R. Jendryschik, Halle 2008 (Beiträge zur Re­gi­onal- und Landeskultur Sachsen-Anhalts, 47) [Landesheimatbund Sachsen-Anhalt, 225 S., kart., 9,90 Euro].

Bernges, R.: Über den militärischen Nutzen von frühen Schießscharten im deutschen Bur­genbau, in: Burgen und Schlösser. Zeitschrift für Burgenforschung und Denk­mal­pflege 52,1 (2011) S. 22-37.

Im Bett mit der Macht. Kulturgeschichtliche Blicke in die Schlafzimmer der Herr­schen­den, hg von J. Giessauf, A. Penz und P. Wiesflecker, Wien 2011 [Böhlau, 256 S., geb., 3 sw-Abb., 35 Euro].

Beuing, R.: Reiterbilder der Frührenaissance. Monument und Memoria, Münster 2010 [Rhema, 304 S., geb., 141 sw- Abb., 54 Euro].

Bitterli, T.: Die Ricetti der Valtenesi (Gardasee, Italien), in: Burgen und Schlösser. Zeit­schrift für Burgenforschung und Denkmalpflege 51,4 (2010) S. 202-215.

Bock, N.: Herolde im Reich des späten Mittelalters. Forschungsstand und Per­spek­tiven, in: Francia, 37 (2010) S. 259-282.

Böhlk, O.: Auf den Spuren der Gotik. Die Stadt Bernburg im Mittelalter. Begleitband zum Kolloquium „Stadtgeschichte im Spannungsfeld. Bernburgs Weg zur früh­neu­zeit­lichen Residenzstadt der Fürsten von Anhalt“, Bernburg 2011 [Kulturstiftung Bern­burg, 112 S., kart., 10 Euro].

Böhmen und seine Nachbarn in der Přemyslidenzeit, hg. von I. Hlaváček und A. Patschovsky, Konstanz 2007 (Vorträge und Forschungen, 74) [Thorbecke, 488 S. geb., 59 Euro].

Bollmeyer, M.: Ein neu entdecktes Buch aus dem Besitz des Herzogs Ernst Bogislaw von Croy. Miszelle zur Bibliothek der Herzöge von Pommern, in: Der Herold. Vierteljahrsschrift für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften 54 (2011) S. 153-161.

Bönsch, A.: Formengeschichte europäischer Kleidung, Wien 2011 (Kon­ser­vie­rungs­wis­senschaft, Restaurierung, Technologie, 1) [Böhlau, 376 S., kart., 257 sw- und 16 farb Abb., 39 Euro].

Books in Transition at the time of Philip the Fair. Manuscripts and printed books in the late fifteenth and early sixteenth century Low Countries, hg. von H. Wijsman, Turnhout 2010 (Burgundica, 15) [Brepols, 319 S., kart., 74 sw-Abb., 61 Euro].

Buchinger G./Schön, D.: „… jene, die ihre hände hilfreich zum bau erheben …“ Zur zeit­lichen Konkordanz von Weihe und Bauvollendung am Beispiel der Wiener Augu­stinerkirche und Georgskapelle, in: Journal of the International Association of Research Instituts in the History of Arts 20 (2011). Siehe www.riha-journal.org/articles/2011/2011-apr-jun/buchinger-schoen-wiener-augustinerkirche

Bürgermacht & Bürgerpracht. Augsburger Ehren- und Familienbücher. Katalogband zur Ausstellung im Maximilianmuseum Augsburg vom 18. März bis 19. Juni 2011, hg. von C. Emmendörffer und H. Zäh, Luzern 2011 [Quaternio, 328 S., kart., 29,90 Euro].

Denke, A.: Konrad Grünembergs Pilgerreise ins Heilige Land 1486. Untersuchung, Edition und Kommentar, Köln u.a. 2011 (Stuttgarter Historische Forschungen, 11) [Böhlau, 587 S., geb., 16 farb. Abb., 74,90 Euro].

Die bunte Welt der Rituale. Neue Geschichten zu Ritualen von Wissenschaftlern erläutert, Heidelberg 2011 [Winter, 80 S., kart., 14 Euro].

Die Burg zur Zeit der Renaissance, hg. von der Wartburg-Gesellschaft zur Er­for­schung von Burgen und Schlössern in Verbindung mit dem Germanischen Na­ti­o­nal­museum, Berlin u.a. 2010 (Forschungen zu Burgen und Schlössern, 13) [Deutscher Kunstverlag, 390 S., geb., 48 Euro].

Bürgermacht & Bürgerpracht. Augsburger Ehren- und Familienbücher der Renais­sance. Katalogband zur Ausstellung im Maximilianmuseum Augsburg vom 18. März bis 19. Juni 2011, hg. von C Emmendörffer und H. Zäh, Luzern 2011 [Quaternio, 328 S., kart., 280 farb. Abb., 29,90 Euro].

Busch, T.: Herrschen durch Delegation. Reichsgräfliche Herrschaft zu Ende des 17. und im 18. Jahrhundert am Beispiel der Reichsgrafschaft Solms-Rödelheim, Darm­stadt 2009 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte, 156) [Hessische Hi­storische Kommission, 348 S., geb., 24 Euro].

Bussmann, H.: Ich habe mich vor nichts im Leben gefürchtet. Die ungewöhnliche Ge­schichte der Prinzessin Therese Prinzessin von Bayern, München 2011 [Beck, 347 S., geb., 56 Abb., 24,95 Euro].

Büttner, A.: Der Weg zur Krone. Rituale der Herrschererhebung im römisch-deut­schen Reich des Spätmittelalters, Ostfildern 2011 (Mittelalter-Forschung, 35) [Thor­becke, 928 S., geb., 10 Abb., 89 Euro].

Carreras, J. J., García García, B.: The Royal Chapel in the Time of the Habs­burgs. Music and Ceremony in the Early Modern European Court, Woodbridge 2005 [Boydell Press, geb., 402 S., 95 £].

Cassard, J.-C.: Les coulisses de la sainteté? Charles de Blois vu par son entourage, in: Annales de Bretagne et des Pays de l’Ouest 116,1 (2009) S. 183-196.

Cerman, I.: Habsburgischer Adel und Aufklärung. Bildungsverhalten des Wiener Hofadels im 18. Jahrhundert, Stuttgart 2010 (Contubernium, 72) [Steiner, 503 S., geb., 72 sw- und 3 farb. Abb., 84 Euro].

Les Chartes seigneuriaux XIIIe-XXIe siècle. Défendre ses droits, construire sa mémoire. Actes du Colloque international de Thouars (8-10 juin 2006), hg. von P. Contamine und L. Vissière, Paris 2010 (Société de l’histoire de France, 538) [Droz, 400 S., kart., 50 Euro].

Le château et la citadelle de Saumur. Architectures du pouvoir, hg von E. Litoux, É. Cron, Paris 2010 (Supplément au Bulletin monumental, 3) [Société française d’archéologie, 226 S., kart., 30 Euro].

Le château de Montperroux en Autunois. De l’archéologie à l’histoire, hg. von B. Colas und J. Vallet, Chagny 2011 [Centre de Castellologie de Bourgogne, 240 S., kart., 28 Euro].

Le château de Richelieu – XVIIe-XVIIIe siècles, hg. von M.-P. Terrien, P. Dien, C. de La Bouillerie und F. Manceau, Rennes 2009 [Presses Universitaires de Rennes, 228 S., kart., 22 Euro].

Château, voyage et voyageurs. Actes des Rencontres d’Archéologie et d’Histoire en Périgord les 25, 26 et 27 septembre 2009, hg. von A.-M. Cocula und M. Combet, Pessac 2010 (Scripta medievalia, 17) [Ausonius, 325 S., kart., 23,75 Euro].

Checa Cremades, F.: The Inventories of Charles V and the Imperial Family, 3 Bde., Madrid 2010 [Fernando Villaverde, 3240 S., 800 Euro].

Clauss, M.: Ritter und Raufbolde. Vom Krieg im Mittelalter, Darmstadt 2009 (Ge­schichte erzählt, 20) [Primus, 144 S., geb., 15 Abb., 16,90 Euro].

Clauss, M.: Die Salier, Darmstadt 2011 [Primus, 95 S., 50 Abb., 14,95 Euro].

Contamine, P.: Essai sur la place des « .XII. pairs » dans l’ ordo la royauté française à la fin du Moyen Âge, in: Hiérarchies et Services au Moyen Âge. Séminaire Sociétés, Idéologies et Croyances au Moyen Âge, hg. von C. Carozzi und H. Taviani-Carozzi, Aix-en-Provence, S. 53-70.

Contamine, P.: Le premier procès de Jean II, duc d’Alençon (1456-1458). Quels enjeux, quels enseignements politiques, in: Power and Persuasion. Essays in the Art of State Building in Honour of W. P. Blockmans, hg. von P. Hoppenbrouwers u.a., Turnhout 2010, S. 104-122.

Contrôler les finances sous l’Ancien Régime. Regard d’aujourd’hui sur les chambres des comptes. Colloque des 28, 29 et 30 novembre 2007, hg. von D. Le Page, Paris 2011 [Comité pour l’histoire économique et financière de la France, 658 S., kart., 38 Euro].

Cornaz, M.: Les ducs d’Arenberg et la musique au XVIIIe siècle. Histoire d’une collection musicale, Turnhout 2011 [Brepols, 267 S., kart., 25 sw- und 75 farb. Abb., 100 Euro].

La correspondance entre souverains, princes et cités-États. Approches croisées entre l’Orient musulman, l’Occident latin et Byzance (XIIIe-début XVIe s.), hg. von D. Aigle, Turnhout 2010 [Brepols, 500 S., kart., 60 Euro].

Courts and courtly arts in Renaissance Italy. Art, culture and politics, 1395-1530, hg. von M. Folin, Woodbridge 2011 [Boydell, 443 S., kart., 56,60 Euro].

Dandrey, P.: Quand Versailles était conté: la cour de Louis XIV par les écrivains de son temps, Paris 2009 [Les Belles Lettres, 396 S., kart., 23 Euro].

Dartmann, C.: Politische Interaktion in der italienischen Stadtkommune (11.-14. Jahrhundert), Ostfildern 2011 (Mittelalter-Forschung, 36) [Thorbecke, 416 S., geb., 52 Euro].

La Délivrance de Renaud. Ballet dansé par Louis XIII en 1617, hg. von  G. Garden, Turnhout 2010 (Collection Épitome Musical) [Brepols, 293 S., 17 sw- und 68 farb. Abb., 100 Euro].

Deutschländer, G.: Dienen lernen, um zu herrschen. Höfische Erziehung im ausgehenden Mittelalter (1450-1550), Berlin 2011 (Hallische Beiträge zur Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, 6) [Akademie, 348 S., geb., 12 sw- und 13 farb. Abb., 69,80 Euro].

Diehl, T.: Adelsherrschaft im Werraraum. Das Gericht Boyneburg im Prozeß der Grund­legung frühmoderner Staatlichkeit (Ende des 16. bis Anfang des 18. Jahr­hun­derts), Marburg 2010 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte, 159) [Hi­sto­rische Kommission für Hessen, 482 S., geb., 39 Euro].

La dignité de roi. Regards sur la royauté au premier XIXe siècle, hg. von H. Becquet und B. Frederking, Rennes 2009 [Presses Universitaires de Rennes, 206 S., kart., 18 Euro].

Dötsch, A., Ottersbach, C,: „… daß Geschütz desto beßer zu plantiren“. Neues zur Bau­geschichte der Burg Breuberg im 16. und 17. Jahrhundert, in: Burgenforschung. Euro­päisches Correspondenzblatt für interdisziplinäre Castellogie 1 (2010) S. 219-264.

Ehmer, H.: Die Ahnenprobe Herzog Christophs von Württemberg in der Schloß­kir­che in Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 70 (2011) S. 253-264.

Einrichtungswerk des Königreichs Hungarn (1688-1690), hg. von J. Kalmár und J Varga, Stuttgart 2010 (Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mit­tel­europa, 39) [Steiner, 514 S, geb., 68 Euro].

Les élites et la richesse au haut Moyen Âge, hg. von J.-P. Devroey, L. Feller und R. Le Jan, Turnhout 2010 (Haut Moyen Âge, 10) [Brepols, 543 S, kart., 65 Euro].

Empowerment and Representation at the University in Early Modern Germany: Helmstedt and Würzburg, 1576-1634, hg. von R. Kirwan, Wiesbaden 2009 (Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung, 46) [Harrassowitz, 364 S., geb., 98 Euro].

Erhalt uns Herr pei deinem Wort. Glaubensbekenntnisse auf kurfürstlichen Prunk­waf­fen der Reformationszeit. Ausstellungskatalog anläßlich des 33. Deutschen Evan­ge­li­schen Kirchentages 2011 in Dresden, hg. von D. Syndram, J. C. von Bloh und C. Münchow für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Rüstkammer und Grünes Gewölbe, Dresden 2011 [Sandstein, 148 S., kart., 70 meist farb. Abb., 12,90 Euro].

Das ernestinische Wittenberg. Universität und Stadt (1486-1547), hg. von H. Lück, E. Bünz, L. Helten, D. Sack und H.-G. Stephan, Petersberg 2011 (Wittenberg-Forschungen, 1) [Michael Imhof, 276 S., kart., 48 Euro].

Aus dem Inhalt:

Lück, H.: Das ernestinische Wittenberg: Universität und Stadt (1486-1547). Ein Forschungsvorhaben der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Stif­tung LEUCOREA, S. 9-19; Schilling, H.: Urbanisierung und Reformation in termino civilitatis – Überlegungen zu einer welthistorischen Symbiose, S. 20-26; bünz, E.: Stadt und Kirche – Stadtbild und Sakraltopographie von Wit­ten­berg als Forschungsgegenstände, S. 27-29; Geisberg, E. von: Die Stadt als Quel­le: Bildliche Überlieferung und baulicher Bestand, S. 30-48; Goring, A. J: Stadt und Kirche im mittelalterlichen Wittenberg, S. 49-63; Pürschel, K.: Die kirchlichen Ausstattungsensembles des Altkreises Wittenberg, S. 64-73; Helten, L.: Residenz und Stadt – offene Fragen, S. 74-81; Neugebauer, A.: Am Anfang war die Residenz – Forschungen und Perspektiven, S. 82-92; Lang, T.: Der Kurfürst zu Besuch in seiner Residenz: Nutzung und Ausbau der Wit­ten­ber­ger Residenz in der Zeit von 1485-1510, S. 93-116; Lück, H.: Stadt und Uni­ver­sität Wittenberg. Überlegungen zu Ausgangspositionen und Aufgaben der For­schung, S. 117-120; Ludwig, U: Die Universitätsgebäude von der Gründung der Leucorea 1502 bis zum Jahr 1547, S. 121-134; Hennen, I. C.: Universität und Stadt: Einwohner, Verdichtungsprozesse, Wohnhäuser, S. 135-145; Stephan, H.-G.: Archäologie, Alltagskultur und Stadtforschung, S. 146-153; Kluttig-Altmann. R: Baukeramik aus Wittenberger Grabungen: Archäo­lo­gi­sches Fund­ma­terial als interdisziplinärer Gegenstand, S. 154-163; Sack, D: Bau­for­schung in der Stadt, S. 164-168; Brauchle A., Frase I.: Keller als Quellen für die Stadt­forschung – erste Ergebnisse aus Wittenberg, S. 169-179; Berger-Schmidt, D., Hennen, I. C., Schmidt, T., Frase, I.: Das Wohn- und Ge­schäfts­haus Markt 3: Zeugnis der Glanzzeit der Universität und Stadt Wittenberg, S. 180-190; Jäger, F.: Die Stube des gelehrten Bürgers. Zu den Wandinschriften im Haus Markt 3, S. 191-197; Niewisch, H.: Dachkonstruktionen in Wittenberg: Er­geb­nisse einer ersten dendro­chro­no­lo­gi­schen Kampagne, S. 198-204.

Exempla Medicorum. Die Ärzte und ihre Beispiele (14.-18. Jahrhundert), hg. von M: G. Bondio und T. Ricklin, Florenz 2008 (Micrologus Library, 26) [Sismel, 247 S, kart., 46 Euro].

Fantoni, M.: The Future of Court Studies: The Evolution, Present Successes and Prospects of a Discipline, in: The Court Historian 16,1 (2011) S. 1-6.

Farbe im Mittelalter. Materialität – Medialität – Semantik, hg. von I. Bennewitz und A. SChindler, Berlin 2011 [Akademie, 1143 S., geb., 28 sw- und 140 farb. Abb., 128 Euro].

Feuerstein-Prasser, K.: „Ich bleibe zurück wie eine Gefangene“ – Elisabeth Christine und Friedrich der Große, Regensburg 2011 [Pustet, 10 Abb., 12,90 Euro].

Findeisen, J.-P.: Die schwedische Monarchie. Von den Vikingerherrschern zu den mo­dernen Monarchen. Band 1: 950-1611, Band 2: 1612 bis heute, Kiel 2010 [Lud­wig, 411 und 447 S., kart., jeweils 29,80 Euro].

Flambard Héricher, A.-M.: Scribla. La fin d'un château d’origine normande en Calabre, Rom 2010 (Collection de l’École française de Rome, 421) [École française de Rome, 360 S., kart., 539 Abb., 170 Euro].

Fleck, N.: Die Schloßkirche auf dem Friedenstein zu Gotha. Zum Wandel fürstlicher Re­präsentationsstrategien im 17. Jahrhundert, in: Zeitschrift für Thüringische Ge­schichte 64 (2010) S.133-180.

Foelsch, T.: Die Archive der Gans Edlen Herren zu Putlitz. Eine Spurensuche, in: Berichte und Forschungen aus dem Domstift Brandenburg 3 (2010) S. 125-173.

Förster, B.: Der Königin Luise-Mythos. Mediengeschichte des „Idealbilds deutscher Weiblichkeit“, 1860-1960, Göttingen 2011 (Formen der Erinnerung, 46) [V&R unipress, 505 S., geb., 70,90 Euro].

Frankreich am Rhein – vom Mittelalter bis heute, hg. von F. J. Felten, Stuttgart 2009 (Mainzer Vorträge, 13) [Steiner, 236 S., kart., 43 sw-Abb., 29 Euro].

Fremde in der Stadt. Ordnungen, Repräsentationen und soziale Praktiken (13.-15. Jahrhundert), hg. von P. Bell, D. Suckow und G. Wolf, Frankfurt am Main u.a. 2010 (Inklusion/Exklusion. Studien zu Fremdheit und Armut von der Antike bis zur Gegenwart, 16) [Lang, 540 S., kart., 122 sw- und farb. Abb., 59 Euro].

Frieden stiften. Vermittlung und Konfliktlösung vom Mittelalter bis heute, hg. von G. Althoff, Darmstadt 2011 [Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 304 S., geb., 29,90 Euro].

Funk, A.: Kleine Geschichte des Föderalismus. Vom Fürstenbund zur Bundes­re­publik., Paderborn 2010 [Schöningh, 409 S., geb., 39,90 Euro].

Funktionsräume, Wahrnehmungsräume, Gefühlsräume. Mittelalterliche Lebens­for­men zwischen Kloster und Hof, hg. von C. Lutter, Wien 2011 (Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, 59) [Böhlau, 296 S., kart., 20 Abb., 39,80 Euro].

Fürstliche Frauentexte in Mittelalter und früher Neuzeit, hg. von W. Haubrichs und P. Oster, Stuttgart u.a. 2010, 172 S. (Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Lin­gu­istik, 40,149) [Metzler, 172 S., kart., 19,90 Euro].

Gabel, M.: Formen des Zeremoniells im Worms des 18. Jahrhunderts. Politische In­sze­nierung in einer protestantischen Reichsstadt mit katholischem Bischofssitz, Frank­furt am Main u.a. 2010 (Mainzer Studien zur neueren Geschichte, 27) [Lang, 24,80 Euro].

Geschichte der Stadt Fulda, Bd. 1: Von den Anfängen bis zum Ende des Alten Reiches, hg. von W. Hamberger, Fulda 2009 [Parzeller, 848 S., geb., 250 sw-Abb., 40 Euro], Bd. 2: Von der fürstlichen Residenz zum hessischen Sonderstatus, hg. von W. Hamberger, Fulda 2008 [Parzeller, 752 S, geb., 250 sw-Abb., 40 Euro].

German, G.: Étienne Hamon. Archives nationales. Documents du minutier central des notaires de Paris, Art et architecture avant 1515, in: Kunstchronik 63,11 (2010) S. 569f.

Ghermani N.: Le Prince et son portrait. Incarner le pouvoir dans l’Allemagne du XVIe siècle, Rennes 2009 [PressesUniversitaires de Rennes, 350 S, kart., 22 Euro].

Glansdorff, S.: Comites in regno Hludouici regis constituti. Prosopographie des détenteurs d’offices séculiers en Francie orientale, de Louis le Germanique à Charles le Gros 826-887, Ostfildern 2011 (Instrumenta, 20) [Thorbecke, 304 S., geb., 46 Euro].

Glanz der Macht. Kaiserliche Pretiosen aus der Wiener Kunstkammer. Aus­stellungskatalog, hg. von S. Haag, C. Holzach und K. Schneider, Wien 2010 [Folio, 223 S., 37,90 Euro].

Gómez-Centurión, C.: Chamber Animals at the Spanish Court during the Eighteenth Century, in: The Court Historian 16,1 (2011) S. 43-65.

Görich, K.: Friedrich Barbarossa. Eine Biographie, München 2011 [Beck, 400 S., geb., 24,95 Euro].

Götterdämmerung. König Ludwig II. von Bayern und seine Zeit, Katalog- und Auf­satz­band, hg. von P. Wolf, R. Loibl, E. Brockhoff, und M. Hamm, Darmstadt 2011 [Primus, 304 S., geb., 250 farb. Abb., 29,90 Euro].

Gollwitzer, H.: Politik und Kultur in Bayern unter Ludwig I. Studien zur bayeri­schen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Regensburg 2011 [Pustet, 237 S. geb., 26,90 Euro].

Götterdämmerung. König Ludwig II. und seine Zeit, hg. von R. Loibl, P. Wolf und E. Brockhoff, Bd. 1: Aufsätze, Bd. 2: Katalog, Darmstadt 2011 (Veröffentli­chun­gen zur Bayerischen Geschichte und Kultur, 59, 60) [Wissenschaftliche Buch­ge­sell­schaft, Bd. 1: 272 S., geb., 50 farb. Abb., 34,90 Euro; Bd. 2: 304 S., geb., 250 farb. Abb., 34,90 Euro].

Göttert, K.-H.: Die Ritter, Stuttgart 2011 [Reclam, 298 S., kart., 85 sw-Abb, 22,95 Euro.

Gotthard, A.: Das Alte Reich 1595-1806, 4. Aufl., Darmstadt 2009 (Geschichte Kompakt) [Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 187 S., kart., 9,90 Euro].

Haan, B.:L’amitié entre princes. Une alliance franco-espagnole au temps des guerres de Religion (1560-1570), Paris 2010 [Presses universitaires de France, 324 S., kart., 28,99 Euro].

Haberer, M.: Ohnmacht und Chance. Leonhard von Harrach (1514-1590) und die erbländische Machtelite, Wien 2011 (Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung : Ergänzungsband, 56) [Böhlau, 301 S., kart., 39,80 Euro].

Habsburg-Lothringen, E. von: Wo Grafen schlafen. Was ist wo im Schloß und warum?, München 2011 [Beck, 144 S., kart., 14,95 Euro].

Hammes, B.: Ritterlicher Fürst und Ritterschaft,  Stuttgart 2011 (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Reihe B: Forschungen, 185) [Kohlhammer, 406 S., 48 sw-Abb., kart., 38 Euro].

Hardtwig, W.: Macht, Emotionen und Geselligkeit. Studien zur Soziabilität in Deutschland 1500-1900, Stuttgart 2009 [Steiner, 270 S., kart., 48 Euro].

Heidelberg nach 1693. Bewältigungsstrategien einer zerstörten Stadt, hg. von S. Richter und H. Rosenberg, Weimar 2010 [Verlag und Datenbank für Geistes­wissenschaften, 284 S., kart., 32 farb. Abb., 26,50 Euro].

Heinz, S.: Neue Publikationen zu geistlichen Fürsten als Auftraggeber in der deut­schen Renaissance, in: Kunstchronik, 64,4 (2011) S. 185-190.

Herrschaftsverdichtung, Staatsbildung, Bürokratisierung. Verfassungs-, Verwaltungs- und Behördengeschichte der Frühen Neuzeit, hg. von M. hochedlinger und T. Winkelbauer, Wien u.a. 2010 (Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, 57) [Böhlau, 540 S., kart., 33 sw-Abb., 69,80 Euro].

Herrschaft, Ideologie und Geschichtskonzeption in Alexanderdichtungen des Mittelalters, hg. von U. Mölk, Göttingen 2002 (Veröffentlichungen aus dem Göttinger Sonderforschungsbereich 529: Internationalität nationaler Literatur. Serie A: Literatur und Kulturräume im Mittelalter, 2) [Wallstein, 420 S., 45 Euro].

Aus dem Inhalt:

Börst, K.: Die Zwölf Pairs im Libro de Alexandre vor dem Hintergrund ihrer lite­rarischen Vorbilder, S. 178-213; Finckh, R.: Vom Sinn der Freiheit. Ulrichs von Etzenbach Alexander-Anhang und der zeitgenössische Macht-Diskurs, S. 358-411.

Die Herzöge von Pommern. Zeugnisse der Herrschaft des Greifenhauses, hg. von N. Buske, J. Krüger und R.-G. Werlich, Köln 2011 (Veröffentlichungen der Histo­ri­schen Kommission für Pommern. Reihe V: Forschungen, 45) [Böhlau, 384 S., geb., 158 sw- und 60 farb. Abb. 49,90 Euro].

Hirschbiegel, J.: Art. „Hof“, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte I, 13. Lfg., 2011, Sp. 1075-1077.

Hlavácek, I.: Prag in der Luxemburgerzeit als Zentrum der Bibliotheks- und Buch­kultur Mitteleuropäischen Ranges, in: Quaestiones Medii aevi novae 15 (2010) S. 79-120.

Hlavácek, I.: Höfe, Residenzen, Itinerare, hg. von M. Holá, M. Jeránková und K. Woitschová, Prag 2011 [Karolinum, 304 S., kart, 350 Kč].

Aus dem Inhalt:

Bláhová, M.: Vorwort, S. 7f.; Hlaváček, I.: Zur Einführung, S. 9-11.

Thematische Bibliographie von Prof. Hlaváček (Höfe, Itinerare, Verwaltung) , S. 13-23.

Die Itinerare der böhmischen Herrscher bis zum Jahre 1253 aus ver­wal­tungs­ge­schicht­licher Sicht, S. 25-37; Zum Itinerar Karls IV. vor der Erlangung der Kö­nigs­würde, S. 39-41; Kö­nig Wenzel und Görlitz. Beziehungen zwischen Zentral- und Lokalgewalt im Spie­gel der Verwaltungsgeschichte des ausgehenden 14. Jahr­hunderts, S. 43-56; Wenzel IV., sein Hof und seine Königsherrschaft vor­nehm­lich über Böhmen, S. 57-84; Zentral­ört­li­che Funktion Prags während der Luxem­burgerzeit, S. 85-90; Zur Rolle der geistlichen und ritterlichen Orden am Ho­fe der böhmischen Luxemburger, S. 91-96; Die Grenze des böh­mischen Staa­tes im Spiegel des Itinerars der späten Přemysliden und der Luxem­burger unter be­son­derer Berücksichtigung der böhmisch-bayerischen Gren­ze in der Luxem­bur­gerzeit, S. 97-105; Prag als Aufenthaltsort westmitteleuropäischer geist­licher Für­sten in der Zeit Karls IV., S. 107-116; The Itineraries of the Bohemian Luxem­burgs, S. 117-124; Überlegungen zum Kapellanat am Luxemburgischen Hof unter Johann von Luxemburg, Karl IV. und Wenzel, S. 125-152; Zur Nürn­ber­ger Alltagskommunikation mit der Reichszentrale unter Wenzel (IV.) bis zum Ab­fall im Jahre 1401, S. 153-163; Be­mer­kungen zur inneren Struktur und zum Fun­gieren des Hofes Wenzels IV. , S. 165-176; Ver­wal­tungsgeschichtliche Be­mer­kungen zum Itinerar Johanns von Luxemburg, S. 177-186; Der Hof Wenzels IV. als führendes Kulturzentrum Mitteleuropas, S. 187-221; Überlegungen zur Er­fas­sung und Erforschung des Raumes im Böhmen des 14. und 15. Jahrhundert. Zu den Auswertungsmöglichkeiten der spätmittelalterlichen böhmischen Itine­rare – Einige Glossen zum Problem, S. 223-232; Hof und Hofführung Wenzels IV. (1376-1419), S. 233-259; Streiflichter in den Geschäftsgang der Kanzlei Kai­ser Karls IV. Hof­kanz­lei und das Sittener Kapitel im J. 1365, S. 261-267; Eine Re­gens­burger nicht alltägliche Epi­sode Wenzels IV: vom Jahre 1398, zugleich ein Beispiel des reichsstädtischen Am­tierens, S. 269-274; Die Rolle der böh­misch-mährischen Städte, Burgen und Klöster im Iti­nerar der Luxemburger (1311-1419), S. 275-286.

Hofkultur der Jagiellonendynastie und verwandter Fürstenhäuser, hg. von U. Bor­kowska und M. Hörsch, Ostfildern 2010 (Studia Jagellonica Lipsiensia, 6) [Thorbecke, 380 S., geb., 140 Abb., 64 Euro].

The Holy Roman Empire 1495-1806, hg. von R. J. W. Evans, M. Schaich und P. H. Wilson, Oxford 2011 [Oxford Univ. Press,397 S., geb., 75 £].

Les humanistes et l’Église. Pratique culturelles et échanges entre les litterati ecclésiastiquues et laïcs dans les villes italiennes, XIIIe-début XVIe siècle, hg. von C. Caby und R. M. Dessi, Turnhout 2010 (Collection d’Études Médiévales de Nice, 13) [Brepols, 400 S., kart., 166 sw- und 36 farb. Abb., 65 Euro].

Jackman, D.: Die Ahnentafel der frühesten deutschen Könige, in: Herold-Jahrbuch 15 (2010) S. 47-67.

Jochum, U.: Geschichte der abendländischen Bibliotheken, Darmstadt 2010 [Primus, 160 S., geb., 17 sw- und 87 farb. Abb, 29,90 Euro].

Jost, K.: Konrad Justinger (ca. 1365-1438). Chronist und Finanzmann in Berns großer Zeit, Ostfildern 2011 (Vorträge und Forschungen. Sonderband 56) [Thorbecke, 488 S., geb., 27 farb. Abb., 64 Euro].

Juffinger R.: Residenzgalerie Salzburg. Gesamtverzeichnis der Gemälde, 2 Bde., Salzburg 2010 [Residenzgalerie Salzburg, 600 S., kart., 63 sw- und 712 farb. Abb., 34,90 Euro].

Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften im Stadtarchiv Pirna, aus der ehemaligen Bibliothek der Fürstenschule St. Afra/Meißen sowie Nachträge zu den Beständen von St. Nikolai und St. Thomas/Leipzig und der Kirchenbibliothek Röhrsdorf, bearb. von R. Lenz, G. Bosch, W. Hupe, G. Janoschke, H. Petzoldt, und K. Wolf, Stuttgart 2010 (Marburger Personalschriften – Forschungen, 49) [Steiner, 83 S., kart., 24 Euro].

Kaiser, U.: Das Amt Leuchtenburg 1479-1705. Ein regionales Zentrum der wettini­schen Landesherrschaft, Köln u.a. 2011 (Veröffentlichungen der Historischen Kom­mis­sion für Thüringen. Kleine Reihe, 33) [Böhlau, 288 S., geb., sw-Abb., 1 farb. Kar­te, 39,90 Euro].

Kaiser Maximilian I. (1459-1519) und die Hofkultur seiner Zeit. Interdisziplinäres Symposium Brixen, 26. bis 30 September 2007, hg von S. Hartmann, Wiesbaden 2009 (Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft, 17) [Reichert, 520 S., geb., 20 farb. Abb., 69 Euro].

Die Kaiserinnen des Mittelalters. Genie zwischen Mittelalter und Neuzeit, hg. von A. Fössel, Regensburg 2011 [Pustet, 304 S., geb., 16 teilw. farb. Abb., 32 Euro].

Keup, J.: Die Wahl des Gewandes. Mode, Macht und Möglichkeitssinn in Gesellschaft und Politik des Mittelalters, Ostfildern 2010 (Mittelalter-Forschung, 33) [Thorbecke, 344 S., geb., 19 farb. Abb., 52 Euro].

Kings, Queens, and Courtriers. Art in Early Renaissance France, hg. von M. Wolff, London 2011 [Yale University Press, 208 S., geb., 190 farb. Abb., 68 Euro].

Klein, U.: Forschungen zur Baugeschichte der Pfalz Gelnhausen, in: Burgen­for­schung. Europäisches Correspondenzblatt für interdisziplinäre Castellogie 1 (2010) S. 113-131.

Klinger, J: Minnereden im Druck. Studien zur Gattungsgeschichte im Zeitalter des Medienwechsels, Berlin 2010 (Philologische Studien und Quellen, 226) [Erich Schmidt, 448 S., kart., 25 Abb., 59,80 Euro].

Kmec, S.: Across the Channel. Nobelwomen in Seventeenth-Century France and England, Trier 2010 [Kilomedia, 336 S., kart., 36 Euro].

Kolk, C. zum: Les femmes à la cour de France au XVIe siècle: la fonction politique de la maison de Catherine de Médicis (1533-1574), in: Femmes de pouvoir et pouvoir des femmes dans l’Occident médiéval et moderne, hg. von E. Santinelli-Foltz und A. Nayt-Dubois, Valenciennes 2009 (Lez Valenciennes, 41/42), S. 237-258.

Koller, M.: Eine Gesellschaft im Wandel. Die osmanische Herrschaft in Ungarn im 17. Jahrhundert (1606-1683), Stuttgart 2010 (Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropa, 37) [Steiner, 226 S., geb, 36 Euro].

Kraume, H.: Glanzvolles Burgund. Blütezeit im Mittelalter, Darmstadt 2010 [Primus, 160 S., geb., 80 farb. Abb., 29,90 Euro].

Krems, E.-B.: Die Wittelsbacher und Europa. Kulturtransfer am frühneuzeitlichen Hof, Köln u.a. 2011 (Studien zur Kunst, 25) [Böhlau, 344 S., geb., 90 sw-Abb., 49,90 Euro].

Kubrova, M.: Vom guten Leben. Adelige Frauen im 19. Jahrhundert, Berlin 2011 (Eli­ten­wandel in der Vormoderne, 132 [Akademie, 422 S., geb., 99,80 Euro].

Kühn, H-J.: Ripplingen – ein bislang unbekannter Adelssitz an der Saar, in: Burgen und Schlösser. Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege 51,4 (2010) S. 233-238.

Der Künstler in der Gesellschaft. Einführungen zur Künstlersozialgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, hg. von A. Tacke und F. Irsigler, Trier 2011 [Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 384 S., geb., 35 sw-Abb., 39 Euro].

Kürbis, H.: Kavalierstouren des brandenburgisch-preußischen Adels (1550-1750). Quantitative Überlegungen, in: Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte 61 (2010) S. 60-82.

Lass, H.: Ideal und Wirklichkeit. Die Burg in den Köpfen und die Burg auf den Bergen, in: Burgenforschung. Europäisches Correspondenzblatt für interdisziplinäre Ca­stel­logie 1 (2010) S. 35-57.

Lau, T.: Teutschland. Eine Spurensuche 1500 bis 1650, Stuttgart 2010 [Theiss, 188 S, geb., 24,90 Euro].

Law and Sovereignty in the Middle Ages and the Renaissance, hg. von R. S. Sturges, Turnhout 2011 (Arizona Studies in Middle Ages and the Renaissance, 28) [Brepols, 304 S., kart., 70 Euro].

Die Lebenszeugnisse Oswalds von Wolkenstein. Edition und Kommentar, Bd. 4: 1438-1432, Nr. 277-386, hg. von A. Schwob, und U. M. Schwob, Wien 2011 [Böhlau, 371 S., kart., 39 Euro].

Die Leidenschaft des Sammelns. Streifzüge durch die Sammlung Woldan, hg. von G. Holzer, T. Horst und P. Svatek, 2 Bde., Wien 2010 (Edition Woldan, 3/1+2) [Österreichische Akademie der Wissenschaften, 565 S., kart., 79 Euro].

Litschel, A.: Ordnung, Kooperation und Konflikt in spätmittelalterlichen Testa­men­ten, in: Zeitschrift für Historische Forschung 37,3 (2010) S. 375-410.

Little, P.: Fashion et the Cromwellian Court, in: The Court Historian 16,1 (2011) S. 25-42.

Losse, M.: Die Kreuzritter von Rhodos. Bevor die Johanniter Malteser wurden, Ost­fildern 2011 [Thorbecke, 308 S, geb., 28 farb. Abb., 26,90 Euro].

Ludwig II. – Auf den Spuren des Märchenkönigs, hg. von K. zu Castell-Rüden­hausen, Köln 2011 [Lingen, 160 S., kart., 14,95 Euro].

Maaser, M.: Humanismus und Landesherrschaft. Herzog Julius (1528-1589) und die Universität Helmstedt, Stuttgart 2010 (Frankfurter Historische Abhandlungen, 46) [Steiner, 222 S., geb., 56 Euro].

Macek, B. A.: Die Krönung Josephs II. zum Römischen König in Frankfurt am Main. Lo­gi­stisches Meisterwerk, zeremonielle Glanzleistung und Kulturgüter für die Ewig­keit, Frankfurt am Main u.a. 2010 [Lang, 173 S., geb., zahlr. Abb., 36,80 Euro].

Mäkeler, H.: Reichsmünzwesen im späten Mittelalter, Tl. 1: Das 14. Jahrhundert, Stuttgart 2010 (Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Beiheft 209) [Steiner, 328 S., geb., 6 sw-Abb., 62 Euro].

Von Mantua nach Württemberg: Barbara Gonzaga und ihr Hof. Begleitbuch und Katalog zur Ausstellung des Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart, bearb. von P. Rückert und hg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv, Stuttgart 2011 [Kohlhammer, 364 S., geb., 150 Abb., 29 Euro].

Aus dem Inhalt:

Rückert, P.: Zur Einführung: Barbara Gonzaga und ihr Hof, S. 14-26; Rando, D.: Frauen und Kleriker, von Mantua nach Rom über Trient und Brixen: Zur Pro­blematik „Mobilität“ und „Kulturtransfer“, S. 27-35; Antenhofer, C.: Eine Fa­mi­lie organisiert sich: Familien- und Hofstrukturen der Gonzaga im 15. Jahr­hun­dert, S. 36-48; Sautter, P.: Bildung und Erziehung am Hof, S. 49-58; Signo­rini, R.: Barbara Gonzaga und ihr Bildnis in der „Camera dipinta“, S. 59-62; Traub, A.: Barbara Gonzaga und die Musik am Hof in Mantua, S. 63-67; Küb­ler, C.: Der württembergische Hof in Urach, S. 68-74; Halbauer, K., Mar­staller, T.: St. Amandus in Urach: Pfarr-, Residenz- und Stiftskirche, S. 75-87; Lorenz, S.: Eberhard im Bart entdeckt seine Ahnen: Heraldische Auf­rüstung zur Uracher Hochzeit (1474), S. 88-103; Bickhoff, N: Die Uracher Hochzeit von 1474, S. 104-112; Ozsváth, K.: Die höfische Gesellschaft bei Tisch. Essen und Trinken am württembergischen Hof, S. 113-118; Fuchs, F.: Bar­bara Gonzaga und Eberhard im Bart. Der württembergische Hof im Spiegel man­tuanischer Gesandtschaftsberichte, S. 119-131; Herold, J.: Der Brief­wechsel Barbara Gonzagas mit ihrer Familie in Mantua, S. 132- 140; Miegel, A.: Barbara Gonzaga und der Stuttgarter Hof (1483-1496), S. 141-147; Bühr­len- Grabinger, C.: Barbara Gonzaga, Waldenbuch und der Hasenhof, S. 148-154; Florian, C.: Barbara Gonzaga auf ihrem Witwensitz in Böblingen, S. 155-160; Deigendesch, R.: Die „Frau von Mantua“ und das Domini­ka­ne­rinnen­kloster in Kirchheim unter Teck, S. 161-167; Behne, A.: Der Streit um das Erbe der Barbara Gonzaga, S. 168-177; Hildebrandt, S.: Barbara Gonzaga: Memo­ria und Mythos, S. 178-182; Peschel, P.: Barbara Gonzaga im Bild des 19. Jahr­hun­derts, S. 183-190; Mährle, W.: Ein gescheitertes Frauenleben. Barbara Gon­zaga aus der Sicht der Schriftstellerin Isolde Kurz, S. 191-200; Rückert, P.: Ein­führung in die Ausstellung, S. 201-207.

Martin, R., Schrage, R.: Die Burg „Alter Turm“ über dem Aachtopf/Hegau, in: Burgen und Schlösser. Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege 51,4 (2010) S. 239-243.

Melzer, C.: Von der Kunstkammer zum Kupferstich-Kabinett. Zur Frühgeschichte des Graphiksammelns in Dresden (1560-1738), Hildesheim 2010 [Olms, 821 S., geb., 66 Abb., 74,80 Euro].

Mewes, C.: Die Burgen Zyperns. Ein Überblick, in: Burgen und Schlösser in Sach­sen-Anhalt. Mitteilungen der Landesgruppe Sachsen-Anhalt der Deutschen Burgen­ver­einigung e.V. 19 (2010) S. 6- 62.

Modestin, G.: Eine coniuratio gegen Kaiser Karl IV. und das Schweigen des Chronisten. Heinrich von Diessenhofen als Historiograph Herzog Rudolfs IV. von Österreich (1357-1361), in: Studia Mediaevalia Bohemica 2 (2010), S. 7-24.

Moosdiele, J.: Franziska von Hohenheim als Landesherrin, Der „gute Engel Würt­tem­bergs“ aus einer neuen Perspektive, in: Zeitschrift für Württembergische Lan­des­geschichte 70 (2011) S. 265-292.

Morsch, C.: Blickwendungen. Virtuelle Räume und Wahrnehmungserfahrungen in höfischen Erzählungen um 1200, Berlin 2011 (Philologische Studien und Quellen, 230) [Erich Schmidt, 303 S., kart., 49,80 Euro].

Mötsch, J.: „Item Doctor Henning hat seinen Rathschlag noch nit geferttiget.“ Auswärtige Juristen als Gutachter für die Grafen von Henneberg-Schleusingen, in: Zeitschrift für Thüringische Geschichte 64 (2010) S. 53-100.

Multiple kulturelle Referenzen in der Habsburgermornachie des 18. Jahrhunderts. Jahr­buch der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des Achtzehnten Jahr­hun­derts, hg. von W. Schmale, Bochum 2010 [Winkler, 370 S., kart., 46,25 Euro].

Vom Nachleben der Kardinäle. Römische Kardinalsgrabmäler der Frühen Neuzeit, hg. von A. Karsten und P. Zitzlsperger, Berlin 2010 [Gebr. Mann, 287 S., kart., 49 Euro].

Naegle, G.: D’une cité à l’autre: Bien commun et réforme de l’État à la fin du Moyen Âge (France/Empire), in: Revue Française d’Histoire des Idées Politiques 32 (2010) S. 338.

Neumann, S.: Der gerichtliche Zweikampf: Gottesurteil – Wettstreit – Ehrensache, Ostfildern 2010 (Mittelalter-Forschung, 31) [Thorbecke, 268 S., geb. 49 Euro].

Nitschke, P.: Politische Theorie der Prämoderne 1500-1800, Darmstadt 2011 (Ge­schichte Kompakt) [Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2. Auflage, kart., 160 S., 9,90 Euro].

Nolte, C: Frauen und Männer im Mittelalter. Eine Kultur- und Sozialgeschichte, Darm­stadt 2011 (Geschichte Kompakt) [Wissenschaftliche Buchgesellschaft, kart., 138 S., 14,90 Euro].

Ose, I.: Überblick über die Forschungsgeschichte der Burgen Lettlands, in: Burgen und Schlösser. Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege 51,4 (2010), S. 216-224.

Ottersberg, C.: Die mittelalterliche Weilburg. Anmerkungen zu einer fast unbe­kannten Burg der Grafen von Nassau, in: Burgenforschung. Europäisches Corres­pon­denzblatt für interdisziplinäre Castellogie 1 (2010) S. 59-94.

Owens, S.: ‚Not always the same minuets‘. Dance at the Württemberg Court, 1662-1711, in: The Court Historian 15,2 (2010), S. 133-144.

Le Palais et son décor au temps de Jean de Berry, hg. von A. Salamagne, Tours 2010 [Presses Universitaires François-Rabelais, 228 S., kart., 30 Euro].

Pangerl, D. C.: Sterndeutung als naturwissenschaftliche Methode der Politik­be­ra­tung. Astronomie und Astrologie am Hof Kaiser Friedrichs III. (1440-1493), in: Archiv für Kulturgeschichte 92 (2010) 309-327.

Pangerl, D. C.: „Item als man dem kayser Fridrichen sin fuß abschnitt“ Die Bein­am­pu­tation an Kaiser Friedrich III. am 8. Juni 1493 in Linz, in: Sudhoffs Archiv 94,2 (2010) S. 195-200.

Pantermehl, H.: Durchdringung marginaler Landschaften im Mittelalter – Burgen und Siedlungen im Pfälzerwald und Möglichkeiten für Site Catchment-Analysen, in: Burgen und Schlösser. Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege 51,4 (2010) S. 225-232.

Paradoxien der Legitimation. Ergebnisse einer deutsch-italienisch-französischen Villa Vigoni-Konferenz zur Macht im Mittelalter, hg. von A. Kehnel und C. Andenna, Florenz 2010 (Micrologus library, 35) [Sismel, 602 S, kart., 77 Euro].

Paravicini, W.: Bericht und Dokument. Leo von Rožmitál unterwegs zu den Höfen Europas (1465-1466), in: Archiv für Kulturgeschichte 92 (2010), S. 253-308.

Patrouch, J. F.: Queen’s Apprentice. Archduchess Elizabeth, Empress Maria, the Habs­burgs, and the Holy Roman Empire, 1554-1569, Leiden 2010 (Studies in Medie­val and Reformation Traditions, 148) [Brill, 455 p., kart., 147 $].

Payne, R.: Court Peer: The Career of Philip Yorke. 2nd Earl of Hardwicke, and Patronage within the Church of England, in: The Court Historian 16,1 (2011) S. 67-81.

Pečar, A.: Macht der Schrift. Politischer Biblizismus in Schottland und England zwi­schen Reformation und Bürgerkrieg (1534-1642), München 2011 (Ver­öffent­li­chungen des Deutschen Historischen Instituts London, 69) [Oldenbourg, 487 S., geb., 7 sw-Abb., 64,80 Euro].

Peper, I.: Konversionen im Umkreis des Wiener Hofes um 1700, München 2010 (Ver­öffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, 55) [Olden­bourg, 285 S.,geb., 39,80 Euro].

Péquignot, S.: Au nom du roi. Pratique diplomatique et pouvoir durant le règne de Jaques II d’Aragon (1291-1327), Madrid 2009 [Casa de Velázquez, 642 S., geb., 52 Euro].

Peter, C.: Staatsbildung und Residenzausbau. Höfische Repräsentation, adlige Netz­werke und zeremonielle Selbstbehauptung im geistlichen Fürstentum Fulda (ca. 1670-1802, Fulda 2010 (Veröffentlichung des Fuldaer Geschichtsvereins, 69) [Parzeller, 501 S., kart., Abb., 18,90 Euro].

Peters, L.: „… wie es einer tugentsamen fürstlichen Princessin wohl anstehet …“ Die in Schloß Benrath 1672 festgelegten Erziehungsregeln für die spätere Kaiserin Eleonore Magdalena (1655-1720), in: Düsseldorfer Jahrbuch 80 (2010) S. 317-323.

Pfefferkorn, W.: Schießscharten an der Burg Rechberg, in: Burgen und Schlösser. Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege 52,1 (2011) S. 38-54.

Pfeiffer, S.: Der römische Kaiser und das Land am Nil. Kaiserverehrung und Kai­ser­kult in Alexandria und Ägypten von Augustus bis Caracalla (30 v. Chr. – 217 n. Chr.), Stuttgart 2010 (Historia. Einzelschrift 212) [Steiner, 378 S., geb., 67 Euro].

Pibiri, E.: En voyage pour monseigneur. Ambassadeurs, officiers et messagers à la cour de Savoie (XIVe-XVe siècles), Lausanne 2011 (Mémoires et documents publiés par la Société d’histoire de la Suisse romande, 4,11) [Société d’histoire de la Suisse romande, 667 S., kart. 55 CHF].

Pietsch, T.: Die Moltkes im Spätmittelalter, in: Mecklenburgische Jahrbücher 125 (2010) S. 141-174.

Politische Öffentlichkeit im Spätmittelalter, hg, M. Kintzinger und B. Schneid­müller, Ostfildern 2011 (Vorträge und Forschungen, 75) [Thorbecke, 460 S., geb., 59 Euro].

Aus dem Inhalt:

Kintzinger, M., Schneidmüller, B.: Politische Öffentlichkeit im Spät­mit­tel­alter – Eine Einführung, S. 7-20; Leopold, S.: Der politische Ton. Musik in der öf­fentlichen Repräsentation, S. 21-39; Oschema, K.: Die Öffentlichkeit des Po­li­tischen, S. 41-86; Meyer, C. H. F.: Das Publicum als Instrument spät­mit­tel­al­ter­licher Justiz, S. 87-145; Peltzer, J.: Personae publicae. Zum Verhältnis von fürst­lichem Rang, Amt und politischer Öffentlichkeit im Reich des 13. und 14. Jahr­hunderts, S. 147182-; Feuchter, J.: Oratorik und Öffentlichkeit spät­mit­tel­al­terlicher Repräsentativversammlungen, S. 183-202; Studt, B.: Geplante Öf­fent­lichkeiten: Propaganda, S. 203-236; Mierau, H. J.: Fama als Mittel zur Her­stellung von Öffentlichkeit und Gemeinwohl in der Zeit des Konziliarismus, S. 237-286; Jucker, M.: Ereignisbildung, Rechtfertigung und Öffentlichkeiten im hoch- und spätmittelalterlichen Kriegswesen, S. 287-327; Monnet, P.: Die Stadt, ein Ort der politischen Öffentlichkeit im Spätmittelalter?, S. 329-359; Rych­terová, P.: Die Verbrennung von Johannes Hus als europäisches Ereig­nis. Öffentlichkeit und Öffentlichkeiten am Vorabend der hussitischen Re­vo­lu­tion, S. 361-383; Hirschi, C.: Die Erneuerungskraft des Anachronismus. Zur Be­deutung des Renaissance-Humanismus für die Geschichte politischer Öffent­lich­keiten, S. 385-431; Jaspert, N.: Politische Öffentlichkeit im Spätmittelalter: Zu­sam­menfassung, S. 433-449.

Preiss, A.: Zur neueren Erforschung der textilen Künste, in: Kunstchronik 63,11 (2010) S. 550-559.

Le prince et les arts en France et en Italie (XIVe-XVIIIe siècles), hg. von S. Caviglia, Limoges 2011 [Presses Universitaires de Limoges, 161 S., kart., 33 Abb., 15 Euro].

La prise de Rhodes par Soliman le Magnifique. Chroniques et textes turcs, français, italiens, anglais et espagnols (XVIe-XVIIe siècles), hg. von J.-L. Nardone, Cahors 2010 [La Louve Éd., 496 S., kart., 29 Euro].

Prochno, R.: Wenn hohe Herren speisen. Die Kosten von „Arbeitsessen“ um 1400 in der Kartause von Champmol, der Grablege der burgundischen Herzöge, in: De re artificiosa. Festschrift für Paul von Naredi-Rainer zu seinem 60. Geburtstag, hg. von L. Madersbacher und T. Steppan, Regensburg 2010, S. 217-228.

Quaeitzsch, C.: „Une société de plaisirs“. Festkultur und Bühnenbilder am Hofe Lud­wigs XIV. und ihr Publikum, Berlin/München 2010 (Passagen, 30) [Deutscher Kunst­verlag, 512 S., kart., 112 sw- und 11 farb. Abb., 78 Euro].

Quand gouverner c‘est enquêter. Les pratiques politiques de l‘enquête princière (Occident, XIIIe-XIVe siècles). Actes du colloque international d’Aix-en-Provence et Marseille 19-21 mars 2009, hg. von T. Pécout, Paris 2010 (Romanité et modernité du droit) [Boccard, 627 S., kart., 39 Abb., 30 Euro].

Quarthal, F.: „Altertümer“, Burgen und die Entdeckung des Mittelalters. Zur Ent­ste­hung des besonderen Geschichtsbildes der Landesgeschichte im Deutschland des 19. Jahrhunderts, S. 293-312.

Radacki, R. Z.: Neue Forschungsergebnisse an pommerschen Burgen – Supplement zu Zbigniew Radacki: „Mittelalterliche Burgen und Pommern“, Warschau 1976, in: Burgen und Schlösser. Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege 52,1 (2011) S. 2-21.

Die Regesten des Kaiserreiches unter Friedrich I. 1152 (1122)-1190, 4. Lfg.: 1181-1190, bearb. von F. Opll, Köln u.a. 2011 (Regesta Imperii, IV: Lothar III. und ältere Staufer 1125-1197, 2) [Böhlau, 432 S., geb., 115 Euro].

Reif, H.: Adelsgeschichten. Adel in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert, Berlin 2011 (Elitenwandel in der Vormoderne, 13) [Akademie, 380 S., geb., 79,80 Euro].

Reinalter, H.: Joseph II. Reformer auf dem Kaiserthron, München 2011 [Beck, 128 S., kart., 8,95 Euro].

René d’Anjou, écrivain et mécène (1409-1480), hg. von F. Bouchet, Turnhout 2011 (Texte, codex & contexte, 13) [Brepols, 297 S., kart., 30 sw-Abb., 64 Euro].

Rituale, Zeichen, Bilder. Formen und Funktionen symbolischer Kommunikation im Mittelalter. Festschrift für Klaus Schreiner zum 80. Geburtstag, hg. von U. Meier, G. Schwerhoff und G., Signori, Köln u.a. 2011 (Norm und Struktur, 40) [Böhlau, 342 S, geb, 30 sw-Abb., 69,90 Euro].

Aus dem Inhalt:

Signa victricia. Heilige Zeichen in kriegerischen Konflikten des Mittelalters, S. 11; „Gerechtigkeit und Frieden haben sich geküßt“ (PS 84,11). Friedens­stif­tung durch symbolisches Handeln, S. 65; Nudis pedibus. Barfüßigkeit als re­li­gi­öses und politisches Ritual, S. 125; „Deine Brüste sind süßer als Wein“. Ikono­gra­phie, religiöse Bedeutung und soziale Funktion eines Mariensymbols, S. 207; An­ti­judaismus in Marienbildern des späten Mittelalters, S 243; Das Buch im Nacken. Bücher und Buchstaben als zeichenhafte Kommunikationsmedien in ri­tu­ellen Handlungen der mittelalterlichen Kirche, S. 283; Schriftenverzeichnis Klaus Schreiner, S. 323.

Röhrig, A. E.: Mätressen und Favoriten. Ein biographisches Handbuch, Göttingen 2010 [MatrixMedia, 280 S., geb., 24,90 Euro].

Rumschöttel, H.: Ludwig II. von Bayern, München 2011 (Beck’sche Reihe, 2719) [C.H. Beck, 128 S., 23 Abb., kart., 8,95 Euro].

Rüther, Andreas: Region und Identität. Schlesien und das Reich im späten Mittelalter, Köln u.a.Wien 2010 (Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte 20) [Böhlau, 346 Seiten, 44,90 Euro] – siehe die Rezension oben S. 13.

Salamagne, A.: La Salle-le-Comte à Valenciennes, une résidence des comtes de Hainaut, in: Cercle archéologique et histoirque de Valenciennes. Mémoires 11 (2010) S. 113-134.

Le salut par les armes. Nnoblesse et défense de l‘orthodoxie, XIIIe-XVIIe siècle, hg. von A. Boltanski und F. Mercier, Rennes 2011 [Presses Univ. de Rennes,  304 S., kart., 20 Euro].

Sammeln, Lesen, Übersetzen als höfische Praxis der frühen Neuzeit. Die böhmische Bibliothek der Fürsten Eggenberg im Kontext der Fürsten- und Fürstinnen­biblio­theken der Zeit, hg. von J. Bepler und H. Meise, Wiesbaden 2010 (Wolfenbütteler Forschungen, 26) [Harrassowitz, 412 S., geb., 66 sw- und 6 farb. Abb., 89 Euro].

Savonarola M.: Medicina e cultura di corte, hg. von C. C. G. Zuccolin, Florenz 2011 (Micrologus Library, 37) [Sismel, 302 S., kart., 48 Euro].

Schäfer, M.: Geschichte des Bürgertums. Eine Einführung, Köln 2009 [Böhlau, 274 S., kart., 17,90 Euro].

Die Schatzkammer im Stift Klosterneuburg, hg. von W. C. Huber. Fotografien J Ste­ko­vics, Wettin-Löbejün 2011 [Janos Stekovics, 208 S., geb., 181 farb. Abb., 29 Euro].

Schilling, L.: Das Jahrhundert Ludwigs XIV. Frankreich im Grand Siècle 1598-1715, Darmstadt 2010 (Geschichte Kompakt) [Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 159 S., kart., 9,90 Euro].

Schlegelmilch, A. M.: Die Jugendjahre Karls V. Lebenswelt und Erziehung des burgundischen Prinzen, Köln u.a. 2011 (Archiv für Kulturgeschichte. Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte, 67) [Böhlau, 654 S., kart., 54,90 Euro].

Schmitt, R.: Schloß Neuenburg bei Freyburg/Unstrut. Archivalische Quellen zur Ge­schichte und Baugeschichte von 1267-1699 (mit Nachträgen für die Zeit von 1700 bis 1815), in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt. Mitteilungen der Landes­grup­pe Sachsen-Anhalt der Deutschen Burgenvereinigung e.V. 19 (2010), S.181-275.

Schulstiftungen und Studienfinanzierung. Bildungsmäzenatentum in den böhmischen, öster­reichischen und ungarischen Ländern 1500-1800, hg. von J Bahlke und T. Win­kel­bauer, München 2011 (Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Ge­schichtsforschung, 58) [Oldenbourg, 420 S., kart., 49,80 Euro].

Schwarze-Neuss, E.: Weltliche Herrschaft und Burgen der Erzbischöfe von Magde­burg, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt. Mitteilungen der Landesgruppe Sach­sen-Anhalt der Deutschen Burgenvereinigung e.V. 19 (2010) S. 130-159.

Seyboth, R.: „Ist König Artus Hof hier mit jagen, stechen, rennen und aller Kurz­weil“ Jagd, Turnier und Vergnügen am Hof des Markgrafen von Brandenburg-Ans­bach, Triesdorf 2010 [Verein der Freunde Triesdorf und Umgebung, 30 S., kart.].

Social change in the Habsburg Monarchy – Les transformations de la société dans la monarchie des Habsbourg: l’époque des Lumières, hg. von H. Heppner, P. Urbanitsch und R. Zedinger, Bochum 2011 [Winkler, 200 S., kart., 45,60 Euro].

Soudagne, J.-P.: Les forteresses de France, Rennes 2010 [Quest-France, 143 S., geb., 30 Euro].

Sous l’égide de Mars – armures des princes d’Europe, hg. von O. Renaudeau, J.-P. Reverseau und J.-P. Sage-Fernay, Paris  2011 [Chaudun, 320 S., kart., 55 Euro].

Souveränität. Theoretische und ideengeschichtliche Reflexionen, hg. von S. Salz­born und R. Voigt, Stuttgart 2010 (Staatsdiskurse, 10) [Steiner, 200 S., kart., 37 Euro].

Spangenberg, M: Ludwig II. Der andere König, Regensburg 2011 [Pustet, 144 S., kart., 12,90 Euro].

Spezialisierung und Professionalisierung. Träger und Foren städtischer Außenpolitik wäh­rend des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit, hg. von C. Jörg und M. Jucker, Wiesbaden 2011 (Trierer Bei­träge zu den historischen Kultur­wis­sen­schaften, 1) [Reichert, 300 S., geb., 49 Euro].

Spiess, K.-H., Asian Objects and European Court Culture in the Middle Ages, in: Artistic and Cultural Exchanges between Europe and Asia, 1400-1900. Rethinking Markets, Workshops and Collections, hg. von M. North, Farnham 2010, S. 9-29.

Spuren des Märchenkönigs. Ludwig II. und die Bayerische Staatsbibliothek, Regens­burg 2011 [Pustet, 128 S., kart., 22 Euro].

Stadt und Öffentlichkeit in der Frühen Neuzeit, hg. von G. Schwerhoff, Köln u.a. 2011 (Städteforschung. Reihe A: Darstellungen, 33) [Böhlau, 216 S., geb., 30 sw-Abb., 32,90 Euro].

Stadtgeschichte im Spannungsfeld. Bernburgs Weg zur frühneuzeitlichen Residenz­stadt der Fürsten von Anhalt. Tagungsband zum wissenschaftlichen Kolloquium des Vereins der Freunde und Förderer der Kulturstiftung Bernburg am 23. 10. 2010 in Bernburg, hg. von O. Böhlk, Bernburg 2011 [Kulturstiftung Bernburg, 116 S., kart., 8 Euro].

Aus dem Inhalt:

Steinbrink, M.: Hof – Finanzen: Ein finanzgeschichtlicher Blick auf Hof und Residenz, S. 7-18; Ewert, U. C.: Zur Ökonomie der Residenzstadt am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit: Wirtschaftspotenziale – Strategien – Handlungs­spielräume, S. 19-36; Deutschländer, G: Fürsten, Hofleute und Bürger: Zum Ver­hältnis von Stadt und Residenz in Bernburg im 15. und 16. Jahrhundert, S. 37-55; Brademann, J.: Vom reformatorischen Wandel zum konfessionellen Bruch in den kirchlich-religiösen Veränderungen des langen 16. Jahrhunderts, S. 56-96; Hecht, M: Neue Fürstenherrschaft und alte Traditionen: Zur dyna­stischen Konzeption der Askanier im 16. und 17. Jahrhundert, S. 97-116.

Stahl, A.: Die Burgen und Schlösser der Grafschaft Mansfeld en miniature, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt. Mitteilungen der Landesgruppe Sachsen-Anhalt der Deutschen Burgenvereinigung e.V. 19 (2010) S. 396-417.

Stefanie, W.: Die (Un-)Ordnung der Ehe. Normen und Praxis ernestinischer Fürsten­ehen in der Frühen Neuzeit. München 2011 (Ancien Régime. Aufklärung und Revo­lution, 39) [Oldenbourg, 491 S., geb., 69,80 Euro].

Steinhart, M.: Bilder der virtus. Tafelsilber der Kaiserzeit und die großen Vorbilder Roms: die Lanx von Stráže, Stuttgart 2009 (Collegium Beatus Rhenanus, 1) [Steiner, 124 S., kart, 7 sw-Abb, 15 farb. Abb., 32 Euro].

Die Sterne lügen nicht. Astrologie und Astronomie im Mittelalter und in der Frühen Neu­zeit, hg. von C. Heitzmann, Wiesbaden 2009 (Ausstellungkataloge der Herzog August Bibliothek, 90) [Harrassowitz, 268 S., geb., 190 Abb., 39,80 Euro]

Stollberg-Rilinger, B.: Ideengeschichte, Stuttgart 2010 (Basistexte Geschichte, 6) [Franz Steiner, 235 S., kart., 24 Euro].

Stollberg-Rilinger, B.: Much ado about nothing? Rituals of politics in early modern Europe and today, in: Bulletin of the German Historical Institute 48 (2011) S. 9-24.

Strategien der Macht. Hof und Residenz in Salzburg um 1600 – Architektur, Re­prä­sen­tation und Verwaltung unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau 1587-1611/12, hg. von Gerhard Ammerer und Ingonda Hannesschläger, Salzburg 2011 (Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Ergänzungsband 28) [628 S., geb., graph. Darst., zahlr. sw- und farb. Abb.] – siehe die Rezension oben S. 18.

Aus dem Inhalt:

Ammerer, G., Hannesschläger, I.: Strategien der Macht – Einleitung, S. 9-30; Kovacsovics, W. K.: Funde und Befunde aus den archäologischen Unter­su­chungen in der Residenz 1985-1996, S. 31-58; Höglinger, P.: Die „Spuren“ Erz­bischof Wolf Dietrichs am Residenzplatz aus archäologischer Sicht, S. 59-66; Fe­derle, H.: Wahl, Einritt und Inthronisation, S. 67-84; Ammerer, G.: Macht und Herrschaft – Politik, Souveränitätsanspruch und Steuerstaat, S. 85-118; Mühl­bacher, K. K.: Auf dem Weg zum modernen Verwaltungsstaat – Zentral­be­hörden, Hofämter und Personalentwicklung, S. 119-160; Ammerer, G., Mühl­bacher, K. K.: Prunk als Politik – Zeremoniell, Repräsentation und Ver­sor­gung am Salzburger Hof um 1600, S. 161-197; Baumgartner, J.: Der fürst­erz­bi­schöfliche Hofmarstall in Salzburg, S. 199-230; Brandhuber, C., Rug­gen­thaler, O.: Wolf Dietrich und die Franziskaner – Ein Hofkloster für die Salz­bur­ger Residenz, S. 231-272; Brandhuber, C.: Der Tod in den Sternen – Wolf Diet­rich zwischen Verheißung und Erfüllung, S. 273-298; Brandhuber, C., Fussl, M.: Wolf Dietrichs letzter Fluch – Die Grabinschriften des Fürst­erz­bi­schofs in der Gabrielskapelle, S. 299-314; Cemper-Kiesslich, J., Schumann, F., Neuhuber, F., Tutsch-Bauer, E., Mc Coy, M. R.: Wolf Dietrichs letztes Ge­heimnis – Archäometrische Befunderhebung an der Grablege, S. 315-323; Schle­gel, W.: Vom mittelalterlichen Bischofshof zum Residenzbau Fürst­erz­bi­schof Wolf Dietrichs, S. 333-370; Ponn-Lettner, G.: Die Bautätigkeit der Maestri Comacini in Salzburg. Das Neugebäude im österreichischen Kontext, S. 371-404; Rottensteiner, M.: Die Arbeiten der Familie Castelli für den Salz­bur­ger Hof unter Erzbischof Wolf Dietrich und die Bedeutung ihrer Stuck­ar­bei­ten in den Prunkräumen des Neugebäudes, S. 405-436; Bstieler, S.: Ober­i­ta­li­e­ni­sche Stuckateure im Dienste erzbischöflicher Repräsentation: Giacomo Berto­letto, Pietro und Antonio Castello, Giovanni Passarini, Bernardo Bertinalli und Gio­vanni Battista Orsolino, S. 437-466; Grillitsch, N. M.: Aspekte der male­ri­schen Ausstattung der Salzburger Residenz um 1600, S. 467-484; Roemer, L.: Die Salzburger Landkartengalerie – ein Katalog der Wandmalereien und ihrer mög­lichen Vorlagen, S. 485-565; Hintermaier, E.: Die Neuorganisation der „hoch­fürstlichen Musica“ unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau, S. 567-576; Laubhold, L. E.: Die Trompeter- und Paukerkunst zur Zeit Wolf Dietrichs, S. 577-588; Walterskirchen, G.: Wolf Dietrichs Claviorganum aus dem Jahr 1591: „... ein altes höchst merkwürdiges Clavierinstrument ...“, S. 589-594.

Stürner, W.: Staufisches Mittelalter. Ausgewählte Aufsätze zur Herrschaftspraxis und Persönlichkeit Friedrichs II., hg. von F. Reichert, Köln u.a. 2011 (Stuttgarter Histo­rische Forschungen, 14) [Böhlau, 336 S., 15 sw-Abb., 39,90 Euro].

Suchet der Stadt bestes“. Neun Jahrhunderte Staat und Kirche in der Hansestadt Lübeck, hg. von W.-D. Hauschild A. Grassmann und A. Kurschat, Lübeck 2011 [Schmidt-Römhild, 312 S., geb., 29,80 Euro].

Systemtheorie in den Fachwissenschaften, hg. von C. Gansel, Göttingen 2011 [V&R uni­press, 220 S., geb., 37,90 Euro].

Tebke, K.: Das Tafelsilber der Kürfürstin Elisabeth Augusta von der Pfalz. Das Kurpfälzische Museum der Stadt Heidelberg, Heidelberg 2010 (Patromonia, 250) [Das Kurpfälzische Museum der Stadt Heidelberg, 79 S., kart.].

Thiele, A.: Residenz auf Abruf? Hof und Stadtgesellschaft in Halle unter dem letzten Ad­mi­ni­strator des Erzstifts Magdeburg, August von Sachsen (1614-1680), Halle 2011 (Forschungen zur hallischen Stadtgeschichte, 16) [Mitteldeutscher Verlag, 568 S., kart., 36 Euro].

Tschacher, W.: Königtum als lokale Praxis. Aachen als Feld der kulturellen Reali­sie­rung von Herrschaft. Eine Verfassungsgeschichte (ca. 800-1918), Stuttgart 2010 (Hi­sto­rische Mitteilungen Beihefte, 80) [Steiner, 508 S., kart., 1 sw-Abb., 78 Euro].

„vmbringt mit starcken turnen, murn“. Ortsbefestigungen im Mittelalter, hg. von O. Wagener, Frankfurt am Main u.a. 2010 (Beihefte zur Mediaevistik, 15) [Peter Lang, 450 S., kart., 74,80 Euro].

Die universitären Kollegien im Europa des Mittelalters und der Renaissance, hg. von A. Sohn und J. Verger, Bochum 2011 (Aufbrüche, 2) [Winkler, 240 S., kart.].

Vercelloni, M., Vercelloni, V.: Geschichte der Gartenkultur. Von der Antike bis heute, Darmstadt 2010 [Zabern, 275 S., geb., 49,90 Euro].

Des villes à l’ombre des châteaux. Naissance et essor des agglomérations castrales en France au Moyen Age (Actes du colloque de Vitré, octobre 2008), hg. von A. Chéde­ville und D. Pichot, Rennes 2010 [Universitätsverlag Rennes, 239 S., kart., 27 Euro].

Vincent de Beauvais, De l’institution morale du prince, hg. von C. Munier, Paris 2010 [Éd. du Cerf, 354 S., kart., 34 Euro].

Vincent, M.: Henri IV et les femmes. De l’amour á la mort, Bordeaux 2010 [Éditions Sud-Ouest, 319 S., 19,90 Euro].

Vroom, W.: Financing Cathedral Building in the Middle Ages. The Generosity of the Faithful, Amsterdam 2010 [Amsterdam University Press, 734 S., geb., 92 Abb., 74,99 Euro].

Wagener, O.: Befestigungen im Umfeld von Burgen in Hessen. Überlegungen zu einem Forschungsdesiderat, in: Burgenforschung. Europäisches Correspondenzblatt für interdisziplinäre Castellogie 1 (2010) S. 179-200.

Wallisch, R.: Magellans Boten. Die frühesten Berichte über die Weltumseglung. Maximilianus Transylvanus, Johannes Schöner, Pietro Martire d’Anghiera. (Lateinischer Text, Anmerkungen, Übersetzung), Wien 2009 (Edition Woldan, 2) [Österreichische Akademie der Wissenschaften, 176 S., 4 Abb., 25,30 Euro].

Wege der Erinnerung im und an das Mittelalter. Festschrift für Joachim Wollasch zum 80. Geburtstag, hg. von A. Sohn, Bochum 2011 [Winkler, 300 S., kart., 39 Euro].

Wetter, E.: Objekt, Überlieferung und Narrativ. Spätmittelalterliche Gold­schmie­dekunst im historischen Königreich Ungarn, Ostfildern 2011 (Studia Jagellonica Lipsiensia, 8) [Thorbecke, 296 S., geb., 228 farb. Abb., 54 Euro].

What Makes the Nobility Noble? Comparative Perspectives from the Sixteenth to the Twentieth Century, hg. von J. Leonhard und C. Wieland, Göttingen 2011 (Schrif­ten­reihe der FRIAS School of History, 2) [Vandenhoek & Ruprecht, 396 S., geb., 22 Abb., 69,95 Euro].

Wijsman, H.: Luxury Bound. Illustrated Manuscript Production and Princely Book Ownership in the Burgundian Netherlands (1400-1550), Turnhout 2010 (Burgundica, 16) [Brepols, 717 S., geb., 43 sw-Abb., 95 Euro].

Wolf, A.: Ahnen deutscher Könige und Königinnen. Alternativen zu dem Werk von Eduard Hlawitschka, in: Herold-Jahrbuch 15 (2010) S. 77-198.

Worsley, L.: Courtiers: The Secret History of Kensington Palace, London 2010 [Faber and Faber, 432 S., geb., 20 £].

Wrede, M.: Adel und Krone, Hof und Staat. Neue französische Forschungen zur fran­zö­sischen Frühneuzeit, in: Zeitschrift für historische Forschung 37,3 (2010) S. 441-462.

Wührer, J., Scheutz, M.: Zu Diensten Ihrer Majestät. Hofordnungen und Instruk­tions­bücher am frühneuzeitlichen Wiener Hof, Wien, München 2011 (Quel­len­edi­ti­o­nen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, 6) [Böhlau, Oldenbourg, 1255 S. , kart., zahlreiche sw-Abb., 138 Euro] – siehe die Rezension oben S. 15.

Im Zentrum der Macht. Meißner Burgberg und Wettiner im Mittelalter, Dresden 2011 [Sandstein, 96 S., kart., 103, meist farb. Abb., 14,90 Euro].

Zotz, T.: Adel und Innovation. Neue Verhaltensformen einer alten Elite im hohen und späten Mittelalter, in: Aufbruch im Mittelalter – Innovationen in Gesellschaften der Vormoderne. Studien zu Ehren von Rainer C. Schwinges, hg. von C. Hesse und K. Oschema, Ostfildern 2010, S. 231-244.

Zotz, T.: Adelige und Ministerialen aus dem Pfälzer Raum am Hof der Staufer, in: Mit­teilungen des Historischen Vereins der Pfalz 108 (2010), S. 367-380.

Zotz, T: Johannes von Freiburg und Berthold (von Freiburg). Dominikanische Ge­lehr­samkeit in einer gräflichen Residenzstadt um 1300, in: Poeten und Professoren. eine Literaturgeschichte Freiburgs in Porträts, hg. von A. Aurnhammer und H.-J. Schiewer, Freiburg i.Br. 2009, S. 21-41.

Zotz, T.: Urkundliche Ersterwähnung Heitersheims und seine Frühe Geschichte, in: Hei­ters­heim. Eine Stadt mit großer Geschichte, hg. von H. Donner, Heitersheim 2010, S. 38-69.

Zvereva, A., Garnier-Pelle, N.: Le cabinet des Clouet au château de Chantilly. Renaissance et portrait de cour en France, Paris 2011 [Chaudun, 166 S., kart., 38 Euro].

Zwischen Ideal und Wirklichkeit. Herrschaft auf Sizilien von der Antike bis zum Spätmittelalter, hg. von D. Engels, L. Geis und M. Kleu, Stuttgart 2010 [Steiner, 365 S., kart., 54 Euro].

Zwischen Monarchie und Republik. Gesellschaftliche Stabilisierungsleistungen und politische Transformationspotentiale in den antiken Stadtstaaten, hg. von B. Linke, M. Meier und M. Strothmann, Stuttgart 2010 (Historia – Einzelschrift, 217) [Franz Steiner, 236 S, geb., 54 Euro].

Zwischen Strukturgeschichte und Biographie. Probleme und Perspektiven einer Neuen Römischen Kaisergeschichte zur Zeit von Augustus bis Commodus, hg. von A. Winterling, München 2011 (Schriften des Historischen Kollegs, 75) [Oldenbourg, 424 S., geb., 69,80 Euro].

Zwischen Wissen und Politik. Archäologie und Genealogie frühneuzeitlicher Ver­gan­gen­heits­konstruktionen, hg. von F. Bezner, K. Mahlke, Heidelberg 2011 (Aka­demiekonferenzen, 6) [Universitätsverlag Winter, 431 S., 31 Abb., kart., 48 Euro].

 

 


Sonstiges

 

 

Obrigkeitskritik und Fürstenberatung
Die Oberhofprediger in Braunschweig-Wolfenbüttel 1568-1714

 

Protestantische Hofprediger der Frühen Neuzeit agierten in einem Schnittfeld zwischen höfischer Seelsorge, gelehrten theologischen Diskursen, institutionalisierter Herrschaftsgestaltung, Politikberatung und persönlichem Glauben. Sie bildeten zweifellos eine besonders einflußreiche Gruppe im Spektrum frühneuzeitlicher Eliten, deren nähere Erforschung das Verständnis für die politische Kultur, die Ausbildung moderner Staatlichkeit und die Entwicklungen von Kirche und Theologie zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert vertieft.

Der Frage nach den Aktionsfeldern, Gestaltungsspielräumen und Handlungsbedingungen der Oberhofprediger des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel wendet sich daher ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zu, das die Herzog August Bibliothek (HAB) Wolfenbüttel und das Interdisziplinäre Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Universität Osnabrück gemeinsam durchführen. Gefördert wird diese Kooperation bis 2013 aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK).

Im Rahmen des Projektes entstehen drei umfassende Fallstudien, die sich den Oberhofpredigern Basilius Sattler (1549-1624), Joachim Lütkemann (1608-1655) sowie Eberhard Finen (1668-1726) widmen und damit Entwicklungslinien über rund 150 Jahre erkennen lassen. Ein internationales Arbeitsgespräch soll zudem in einem interkonfessionellen Zugriff den wissenschaftlichen Austausch über die Hofgeistlichkeit im frühneuzeitlichen Europa intensivieren. Durch einen komplexen Digitalisierungsanteil werden zudem wichtige Schlüsselquellen zum Thema erschlossen und der Forschung online zugänglich gemacht. Durch Gastseminare, einen Sommerkurs und die Entwicklung eines E-Learning-Moduls verfügt das Projekt darüber hinaus über didaktische Komponenten, die es ermöglichen, wissenschaftlichen Nachwuchs an dieses wichtige Forschungsfeld heranzuführen.

Internetauftritt: www.oberhofprediger.de

 

Text: http://www.oberhofprediger.de/index.php?cPage=1&sPage=0&article_id=3

 

Kontaktadresse:       Dr. Matthias Meinhardt

Herzog August Bibliothek

Abteilung 4: Forschungsplanung und Forschungsprojekte

Lessingplatz 1

D-38304 Wolfenbüttel

Tel.: +49-(0)5331-808233

FAX: +49-(0)5331-808277

E-Mail: meinhardt@hab.de

 



Die Arbeitsstelle Kiel

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Werner Paravicini

 

 

Dr. Jan Hirschbiegel
(Mitteilungen der Residenzen-Kommission, Residenzenforschung,

Handbuch IV: Grafen und Herren)

Dr. Jörg Wettlaufer
(Symposien, Internetangebot, Handbuch IV: Grafen und Herren)

 

 

 

 

 

 

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Residenzen-Kommission

Arbeitsstelle Kiel

c/o Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

 

(Besuchsadresse) Leibnizstr. 8

 

(postalisch) Olshausenstr. 40

 

D-24098 Kiel (für Briefe)

D-24118 Kiel (für Päckchen und Pakete)

 

Tel./Fax/AB: [D] 04 31 – 8 80-14 84 (Hirschbiegel)

Tel./AB [D] 04 31 – 8 80-22 96 (Wettlaufer)

 

 

 

E-Mail: resikom@email.uni-kiel.de

 

 

Adresse im Internet: http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de

 

 

 



*     Wenn Sie den Mitteilungen einen Text zusenden wollen (bitte, tun Sie es: nächster Re­dak­tions­schluß ist der 1. Oktober 2011), dann schicken Sie ihn bitte an mich über die Redaktion in Kiel. Die Adressen sind, wie stets, auf der letzten Seite angegeben.                                                         W.P.

*     Dennis Hormuth M.A., Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Philosophische Fakultät, Histo­ri­sches Seminar, Abt. für Frühe Neuzeit, Olshausenstr. 40, D-24098 Kiel, E-Mail: hormuth@email.uni-kiel.de.