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Mitteilungen der Residenzen-Kommission
der
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
 
 
Jahrgang 2 (1992) Nr. 2

 
 
 
 
 
 

Residenzen-Kommission
Arbeitsstelle Kiel

 
 

 

 

ISSN 0941-0937
 
Herstellung:
Vervielfältigungsstelle
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
 
Titelvignette:
Residenz Eutin - Schloß und Vorhof von Westen gesehen,
Stich von Johann Christian Lewon, 1743
(Landesbibliothek Kiel)

 


Inhalt

 
Drei Neue 5

Aus der Arbeit der Kommission 7

Arbeitsberichte der Mitarbeiter 9

Ingeborg Höting, Die Residenz Steinfurt 9

Franz Quartal, Die Residenzen des ehemaligen Vorderösterreich 10

Reinhard Seyboth, Die landesherrlichen Residenzen der fränkischen Hohenzollern im späten Mittelalter 10

Aus der Werkstatt 12 Ivan Hlavácek, Überlegungen zum Geschenkwesen im Mittelalters 12 Die Arbeit der Anderen 16 Annie Renoux, Groupe de travail sur les résidences princières et les palais royaux en France, au Moyen Age 16

Le Centre de documentation et d'études médiévales (CLUDEM) 19

Reiseforschung 21 Christian Halm/Detlev Kraack, Deutsche, französische und niederländische Reiseberichte 21

Detlev Kraack, Die Eutiner Forschungsstelle zur historischen Reisekultur in der Eutiner Landesbibliothek 22
 

Buchvorstellung 26

Kolloquien 28

Neuerscheinungen 43

Die Mitglieder und Mitarbeiter der Residenzenkommission 50

Die Arbeitsstelle Kiel 51


Drei Neue

Wenn es auch, Dank der Einsicht der Göttinger Akademie, weiterhin eine Kieler Arbeitsstelle der Residenzenkommission geben wird, an einen Personalausbau ist gegenwärtig nicht zu denken. Vielleicht werden die Zeiten ab 1995 dafür besser werden.

Desto willkommener ist die ehrenamtliche Verstärkung, die die Kommission (nach der Zuwahl von Prof. Dr. Thomas Zotz im vergangenen Jahr) Ende 1992 erhalten hat. In ihrer Sitzung vom 1. Oktober wählte sie drei neue Mitglieder, die ihre Mitarbeit dankenswerter Weise auch zugesagt haben: Hochschuldozent Dr. Uwe Albrecht (Kiel), Prof. Dr. Klaus Grubmüller (Göttingen) und Prof. Dr. Peter Moraw (Gießen).

Peter Moraw hatte durch kritische Stellungnahme und durch persönlichen Einsatz auf dem Ansbacher Kolloquium (vgl. die Mitteilungen 1992/1, S. 6-8) und durch seine Hof-Kolloquium auf der Reichenau (vgl. unten S. 34f.) ein solches Interesse an unserer Arbeit bekundet, daß wir es wagen konnten, ihn zur aktiven Mitarbeit aufzufordern. Klaus Grubmüller, Germanist und Akademiemitglied, ist auf der Philologenseite einer der besten Kenner der höfischen Szene im späten Mittelalter, wie etwa sein wegweisender Aufsatz "Der Hof als städtisches Literaturzentrum. Hinweise zur Rolle des Bürgertums am Beispiel der Literaturgesellschaft Münchens im 15. Jahrhundert" in der Festschrift H. Fromm schon 1979 zeigte. Der Kunsthistoriker Uwe Albrecht hat 1986 seine Dissertation zum Thema "Von der Burg zum Schloß. Französische Schloßbaukunst im Spätmittelalter" veröffentlicht; seine Habilitationsschrift mit dem Titel "Der Adelssitz im Mittelalter" ist im Druck und wird 1993 erscheinen - beides überaus einschlägige Titel, die künftig auf die notwendige bau- und kustgeschichtliche Ergänzung unserer Arbeit hoffen lassen. Uwe Albrecht, der sich bereits an dem Bruchsaler Kolloquium beteiligt hatte, ist in Kiel ansässig und vermag an Ort und Stelle mitzuwirken.

*

Eigens hinzuweisen ist auf die Tatsache, daß das "Repertorium der deutschen Hof- und Verwaltungsordnungen" dank der Initiative von Herrn Johanek wieder aufgenommen wird (s. unten S. 8).

Sonderdrucke und Bücher treffen in erfreulicher Zahl in Kiel ein und werden in den Mitteilungen vermerkt.

Weniger eindrücklich war die Reaktion auf die in Jg. 2 Nr. 1 S. 11 geäußerte Bitte, einen Bericht vom Stand der Arbeiten zu geben. Hierauf meldeten sich lediglich I. Höting, F. Quarthal und R. Seyboth. Heißt dies, daß alles schläft? Im nächsten Heft wird erneut für das Herbstheft, das jeweils die Jahresberichte aufnehmen soll, aufgefordert werden. Vielleicht regen die bereits veröffentlichten Texte zur Nachahmung an. Dies könnte auch das "Geschenk" von I. Hlavácek tun, der in vorbildlicher Weise ein ihn (und uns alle) bewegendes Thema aufgreift und Gedanken dazu mitteilt.

Ansonsten würde die Arbeit der Redaktion ungemein erleichtert, wenn Ihre Beiträge auf Diskette (WordPerfect) eingesandt werden könnten - was aber keine Entmutigung für diejenigen bedeuten soll, die sich von ihrer guten alten Schreibmaschine nicht trennen wollen. Also:

Nächster Redaktionsschluß: 1. April 1993

Kiel, am 1. November 1992 Werner Paravicini
 



 

Aus der Arbeit der Kommission

Die 6. Sitzung der Residenzen-Kommission hat am 1. Oktober 1992 in Göttingen stattgefunden. Folgende Verhandlungspunkte sind hier erwähnenswert:

1. Symposien.

- 3. Symposium "Alltag bei Hofe". Im Rückblick wurde für künftige Symposien vorgeschlagen, das Werkstattgespräch zwar beizubehalten, es aber nicht an den Anfang der Tagung zu rücken; strikte Vorgaben sollten es straffen. Thematisch sei auch an interne Rezensionen erschienener Bände zu denken, auch durch Kommissionsmitglieder.

- 4. Symposium "Zeremoniell und Raum 1200-1600" (Herbst 1994) in Potsdam.

Das nächste Mitteilungsheft 3 Nr. 1 (1993) wird die Programmskizze enthalten und zu weiteren Anmeldungen aufrufen.

- 5. Symposium "Hof und Hofordnungen 1200-1600" (1996) ist weiterhin in Planung.
 

2. Reihe "Residenzenforschung".

Konrad Amann, Die landesherrliche Residenzstadt Passau im spätmittelalterlichen Deutschen Reich (Residenzenforschung, Bd. 3), Sigmaringen 1992, ist erschienen.

Dieter Kerber, "Herrschaftsmittelpunkte im Erzstift Trier. Hof und Residenz im späten Mittelalter", geht noch im November 1992 zur Kalkulation an den Verlag.

Kolloquium "Alltag bei Hofe". Das Ms. soll Anfang 1993 vollständig sein und zur Kalkulation an den Verlag gehen.

Sabine M. Weigand-Karg, "Die Plassenburg. Residenzfunktion und Hofleben bis 1604" mußte schnell vervielfältigt werden und ist somit außerhalb der Reihe erschienen.

Johann Kolb, "Die Entstehung der Residenz Heidelberg", Diss. Kiel (Paravicini) wird voraussichtlich im Juli 1993 als Ms. vorliegen.

Michael Scholz, "Die Magdeburgische Residenz Halle 1503-1541", Diss. Göttingen (Boockmann) wird Ende 1993 abgeschlossen sein.

Der Band über oberschlesische Residenzen (Ratibor, Auschwitz), erarbeitet am Oberschlesien-Institut Münster i. W. unter Leitung von Herrn Johanek, wird, da fremdfinanziert, außerhalb der Reihe erscheinen.
 

3. Projekt "Bibliographie der spätmittelalterlichen Reiseberichte".

Siehe unten S. 21.
 

4. Projekt "Repertorium der deutschen Hof- und Verwaltungsordnungen".

Die Kommission hat sich auf Vorschlag von Herrn Johanek entschlossen, das Teilprojekt "Niedersächsischer Reichskreis" wieder aufzunehmen. Herr Johanek übernimmt die bislang noch in Göttingen lagernden Materialien nach Münster und wird binnen zwei bis drei Jahren eine Publikation erarbeiten lassen.

5. Projekt "Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich (1200-1600). Ein Handbuch".

Das Unternehmen hat auf der Ansbacher Tagung Anklang gefunden, doch fehlt weiterhin die personale Voraussetzung für seine Verwirklichung.

W. Paravicini, Kiel


Arbeitsberichte der Mitarbeiter

 
Die Residenz Steinfurt

Ich bearbeite weiterhin die Residenz der Herren (ab 1495) von Steinfurt. Längere Zeit habe ich mich mit der 1588 gegründeten und 1591 nach Steinfurt verlegten `Hohen Schule reformierten Bekenntnisses' beschäftigt. Daraus gingen folgende Veröffenlichungen hervor:

- Die Anfänge der Steinfurter Hohen Schule, in: Unser Kreis 1988. Jahrbuch für den Kreis Steinfurt, Emsdetten (1988), S. 107-111;

- Die Beziehungen der Steinfurter Hohen Schule zu anderen Hochschulen im deutschen Sprachraum, in: 400 Jahre Arnoldinum 1588-1988, Festschrift (Schriftenreihe des Kreisheimatbundes Steinfurt, Bd. 6), Greven 1988, S. 98-125;

- Die Professoren der Steinfurter Hohen Schule (Steinfurter Schriften 21), Steinfurt 1991.

Insbesondere die letztgenannten biographischen Forschungen zu den Professoren der Hohen Schule beleuchten interessante personelle und sachliche Zusammenhänge mit Steinfurter Hof- und Landesämtern. Der zeitliche Rahmen dieser Forschungen (1588/ 1591-1811) unterscheidet sich zwar vom Schwerpunkt meiner Residenzenuntersuchung, die sich hauptsächlich den Entwicklungen bis 1606 (Todesjahr des Landesherrn Arnold IV. von Bentheim-Tecklenburg-Steinfurt) widmet, trägt aber zu einer Gesamteinschätzung Wesentliches bei.

Seit einiger Zeit widme ich mich den Beständen des Fürstlichen Archivs in Burgsteinfurt, die mittlerweile vollständig neu geordnet wurden; die Neuverzeichnung ist bisher allerdings noch unvollständig veröffentlicht. So ist der für mein Thema besonders relevante Bestand `Lehenssachen' wieder zugänglich, aber nur mühsam zu erschließen. Ich bemühe mich derzeit um Fortschritte in der Auswertung derjenigen Archivbestände, die zum Zeitpunkt meiner Magisterarbeit (1985) vom Westfälischen Archivamt noch nicht zugänglich gemacht werden konnten.

Ingeborg Höting, Siegburg

 

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Die Residenzen des ehemaligen Vorderösterreich

Bedingt durch meinen Wechsel von der Universität Passau nach Stuttgart und den Neuaufbau einer landesgeschichtlichen Abteilung am Historischen Institut der Universität Stuttgart ist notgedrungen eine Reihe von wissenschaftlichen Projekten während der letzten beiden Jahre liegengeblieben. Bis Jahresende werden jedoch die neuen Räume des Instituts (im gleichen Gebäude, die Adresse hat sich nicht geändert) bezogen sein und die Bibliothek eine Neuaufstellung gefunden haben, so daß ich dann wieder frei für Publikationen bin. Ich habe vor, Einzelaspekte der unterschiedlichen Residenzen (Baden/Brugg im Aargau sowie Schaffhausen, Thann, Ensisheim und Freiburg) unter Umständen durch Studenten in Magisterarbeiten schon vorbehandeln zu lassen.

Franz Quarthal, Stuttgart
 

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Die landesherrlichen Residenzen der fränkischen Hohenzollern im späten Mittelalter

Unter den landesherrlichen Residenzen der fränkischen Hohenzollern, die im Rahmen des Forschungsprojekts der Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen vom Bearbeiter untersucht werden, sind jene zu verstehen, die im Bereich der von den Burggrafen von Nürnberg bzw. (ab 1417) Markgrafen von Brandenburg regierten beiden Fürstentümer Ansbach und Kulmbach lagen. Im einzelnen handelt es sich dabei um die Residenzen zu Nürnberg (Burggrafenburg), Cadolzburg, Ansbach, Baiersdorf, Neustadt an der Aisch und Bayreuth, zu denen noch die von einigen Hohenzollernfürsten zu sporadischen Aufenthalten genutzten Schlösser Colmberg und Hoheneck hinzukommen. Die für die Residenzentwickung im Fürstentum Kulmbach besonders wichtige Plassenburg ob Kulmbach ist im Rahmen des Residenzenprojekts gesondert behandelt worden (Weigand-Karg, Sabine M., Die Plassenburg. Residenzfunktion und Hofleben bis 1604, Diss. phil., Bayreuth 1991).

Was den zeitlichen Rahmen der Untersuchung betrifft, so erscheint eine Begrenzung auf die Zeit vom ersten Auftreten der Hohenzollern in Franken (Belehnung des schwäbischen Grafen Friedrich III. von Zollern mit dem Nürnberger Burggrafenamt 1192) bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts (konkret bis zur Absetzung Markgraf Friedrichs d. Älteren 1515) aus historischen wie arbeitsökonomischen Gründen (rasches Anwachsen der Quellenmenge im 16. Jahrhundert) sinnvoll, wobei allerdings 1515 sicherlich nicht als strikte Endmarke zu verstehen sein wird. Einzelne Aspekte und Entwicklungslinien gilt es auch darüber hinaus zu verfolgen.

 
Im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten und beruflichen Verpflichtungen des Bearbeiters schreitet die Arbeit an der Residenzenmonographie kontinuierlich voran. Bislang konnte vor allem das relevant erscheinende gedruckte Quellenmaterial weitgehend vollständig zusammengetragen und zu einem großen Teil auch bereits ausgewertet werden. Ähnliches gilt für die Sekundärliteratur. Des weiteren wurde in den beiden für die Geschichte der fränkischen Hohenzollern besonders wichtigen Staatsarchiven in Nürnberg und Bamberg ein Teil der dortigen umfangreichen markgräflichen Aktenbestände systematisch durchgearbeitet und einschlägiges Material in Regestenform, z. T. auch auf Mikrofilm oder als Fotokopie erfaßt. Frühere und noch laufende Studien des Bearbeiters zu anderen Themen über die Hohenzollern erleichterten dabei wesentlich die Orientierung. Diese Archivrecherchen in Nürnberg und Bamberg werden in nächster Zeit nach Möglichkeit fortgesetzt. Darüber hinaus wird daran gedacht, auch die für die Residenzenthematik gleichfalls sehr ergiebigen Bestände des ehemaligen Hausarchivs der Hohenzollern, die im Archiv in Merseburg aufbewahrt werden, zu berücksichtigen. Der früher relativ schwierige Zugang zum Merseburger Archiv ist nunmehr seit der Vereinigung gänzlich unproblematisch und wird die Darstellung der Residenzentwicklung in den fränkischen Markgraftümern durch bislang fast gänzlich unbekannte Quellenfunde zweifellos wesentlich bereichern.

Angesichts dieses doch erheblichen Umfangs des noch zu bearbeitenden Archivmaterials sowie aufgrund der vielfältigen Problemstellungen bezüglich der inhaltlichen Ausgestaltung und der Gliederung, die den Bearbeiter - wie wohl auch alle anderen Mitarbeiter am Residenzenprojekt - beschäftigen, ist der Zeitpunkt der Fertigstellung der Monographie gegenwärtig noch nicht absehbar. Bis dahin sollen jedoch in Form kleinerer Beiträge über Einzelaspekte der markgräflichen Residenzentwicklung in relativ regelmäßiger Abfolge Zwischenergebnisse publiziert (vgl. Mitteilungen der Residenzen-Kommission Jg. 1 Nr. 1, S. 18; Nr. 2, S. 20 f.; Jg. 2 Nr. 1, S. 51; Tagungsprogramm des 3. Symposiums der Residenzen-Kommission Ansbach 28.2.-1.3.92, S. 8 ff.) und auch auf diese Weise die Gesamtdarstellung einem Abschluß nähergebracht werden.

Reinhard Seyboth, Regensburg


Aus der Werkstatt

Überlegungen zum Geschenkwesen im Mittelalter

Die Geschenke sind ein stabiles Phänomen der Geschichte, doch scheint es mir, daß sie besonders im Mittelalter einer systematischen Aufmerksamkeit wert sind. Es ist freilich klar, daß es mir im folgenden nur über die formellen Geschenke im Rahmen des öffentlichen (nicht des privaten) Bereiches gehen kann. Es handelt sich also nicht um alle Geschenke, die - soweit überhaupt faßbar - eher in den Bereich der Ethnographie - gehören, sondern um das Geschenkwesen als Begleitprodukt der politischen Geschichte und besonders der Diplomatie. Obwohl die konkreten Gaben, besonders die der Spitzenkontakte, oft sorgfältig registriert (und in den Quellen ausführlich beschrieben) wurden, sind sie stets isoliert betrachtet worden - wohl mit teilweiser Ausnahme der römischen Herrscher, denen sich in dieser Hinsicht besonders P.E. Schramm gewidmet hat. Ohne an das Konkrete kommen zu können, versuche ich im folgenden, eine Systematik vorzulegen in der Hoffnung, daß sie möglichst bald durch eine bessere und besonders ausführlichere Variante ersetzt werden wird und daß besonders eine historisch konzipierte Darstellung vorliegen wird.

Zwar kann man die Geschenke in mehrfacher Hinsicht sortieren, drei Gesichtspunkte scheinen mir jedoch am signifikantesten zu sein, nämlich (1) ob es sich um ganz zufällige Gaben handelte oder nicht, dann, (2) welchen Charakters die geschenkten Objekte waren, und schließlich, (3) wie es mit ihrer Kostspieligkeit stand, freilich nach damaligem Wert gemessen. Der erste Punkt verbirgt in sich natürlich viel Schwankendes, denn die Regelmäßigkeit ist stets relativ und die Zufälligkeit bzw. Einmaligkeit ebenfalls. Trotz alle dem werden auch im Mittelalter mit den Jahren zunehmend, viele Beziehungen immer regelmäßiger. Deshalb können sie in Bezug auf die Würden der beiden beteiligten Parteien in Kontakte zwischen gleichrangigen bzw. über- und untergeordneten Mächten unterteilt werden. In diesem Sinne kann gleichgültig erscheinen (oder wird wenigstens höchst relativiert), wenn im Namen des Gleichgestellten seine Stellvertreter handeln, denn in solchen Fällen ist stets die dahinterstehende Persönlichkeit entscheidend. Es ist nämlich klar, daß - Ausnahmen kommen freilich ebenfalls vor und werden unten noch knapp erwähnt - im Betrieb zwischen rangverschiedenen Mächten die Bewegung einseitig war, nämlich üblicherweise von Unter- zum Übergeordneten. Der Untergeordnete war ja meist in der Rolle des Bittstellers und schon deshalb mußte er - der Notwendigkeit, ja Dringlichkeit der damit zusammenhängenden erbetenen Sache nach - die mehr oder weniger wertvollen Gaben, oft auch an die Umgebung, in Kauf nehmen, die ihn nicht selten bei den besonders exponierten Fällen bis zu Halbruinierung bringen konnten, ohne erfolgreich sein zu müssen; der Fall des Yorker Erzbischofs Thomas Wolsey und seines Schlosses Hampton Court, der nur um ein paar Jahre jünger, jedoch noch ganz mittelalterlich ist, ist nur eines der berühmtesten Beispiele.

Etwas anderes waren natürlich die Gaben zwischen Ebenbürtigen, wie dies oft im offiziellen Zeremoniell geschah; ähnliches gilt auch für verschiedene prächtige Stücke bei Gelegenheit von Heiraten u.ä., was jedoch als selbständige Art von Diplomatie galt. Die Geschenke an den Höherstehenden kamen aber zu Wort nicht nur bei Gelegenheit einer Bitte des Unterstellten, sondern auch bei allen möglichen, ja oft auch unmöglichen Situationen. Geschenke bei Geburten, Heiraten oder Besuchen der betreffenden Lokalitäten (egal ob Klöster, Städte oder Burgen) am laufenden Band waren üblich, die engsten bzw. nähesten stehenden Untertanen pflegten jedoch (oder wurden dazu milde oder fest gezwungen) Gaben regelmäßig zu erstatten, z.B. bei Gelegenheiten sich wiederholender Tage, so bei Jahreswechsel, Geburtstagen o.ä., um zwei konkrete Beispiele statt vieler anderer anzuführen. Um jedoch der mittelalterlichen Wirklichkeit gerecht zu bleiben, muß angeführt werden, daß auch die Höhergestellten ihre engere oder weitere Umgebung bei verschiedensten Gelegenheiten reichlich beschenkten (diese Geschenke gehen jedoch bis zu verschiedenen Pfründen- und Amtsverleihungen, die jedoch aus unserer Fragestellung wegfallen). Die goldene Rose des Papstes, an verschiedene weltliche Souveräne geschenkt, oder die Beschenkungen der kirchlichen Anstalten durch ihre Stifter oder Schirmherren sind ausreichend bekannt; jedoch waren auch weltliche Größen oft an der Reihe. Daß dabei die Arten von Geschenken gemäß den objektiven, aber auch subjektiven Gegebenheiten beider Parteien reichlich variierten, versteht sich von selbst. Es genügt, nur des Philobiblons Richards von Bury (Kap. VIII) zu gedenken. Aber Beispiele anzuführen hat hier wenig Sinn, da sie die breite Palette der in Wirklichkeit vorgekommenen Fälle durch Einzelbelege nie entsprechend erfassen können.

Der Qualität nach zerfallen die Geschenke in eine ungeheuer breite Skala, die nur mit Vorbehalt klassifiziert werden kann, doch scheint mir ein solcher Versuch notwendig zu sein, auch wenn die Grenzen nicht eben selten schwankend sein müssen.

1. Den geläufigsten Gegenstand bildeten sicher die Gelder in unterschiedlichen Mengen, die wohl auch am willkommensten waren, jedoch oft mit anderem Gut begleitet wurden, besonders, wenn sie konkrete Bitten unterstützen sollten. Wenn nicht anders, so wurden sie in wertvollen Pokalen geliefert.

2. Die Gegenstände des alltäglichen bzw. "alltäglichen" Gebrauchs sind ebenfalls sehr oft belegbar, wobei es sich sowohl um Viktualien verschiedenster Art wie um Teile der Garderobe (oft nur Stoffe, dann jedoch qualitätvolle) handeln konnte. Hierher gehören ebenso die Geschenke, die den privaten Hobbies des Beschenkten Rechnung tragen sollten, seien es Pferde, Hunde bzw. Rüstung und deren Teile, die oft jedoch, besonders wenn es sich um Prunkstücke handelt, eher zur folgenden Gruppe zuzurechnen sind.

3. Schließlich waren es Kunstartefakte, die freilich nur auf hoher, ja höchster Ebene im nennenswerten Umfang zu Wort kamen. Diese sind zweierlei Charakters, nämlich geistlichen oder weltlichen, wobei viele Objekte an der Scheide stehen, so die Bücher der privaten Andacht (es sei nur an die Breviere erinnert, die Karl IV. vom französischen König geschenkt bekam; übrigens enthält der Teil der Grandes chroniques de France, wo die Reise Karls IV. nach Frankreich im Jahre 1377 beschrieben wird, ein ausführliches Verzeichnis der Geschenke, wo auch wirkliche und exakte Geschenkverzeichnisse erwähnt wurden) oder verschiedene Gewänder, die sowohl in weltlichen als auch geistlichen Räumen untergebracht werden konnten. Besonders diese Produkte wechselten oft schon von Beginn an die Hand des Empfängers, da sie absichtlich von den Beschenkten an verschiedene kirchliche Institutionen weitergeleitet wurden, falls sie nicht schon von Anfang an direkt mit dieser Absicht gewonnen, ja oft halb erpreßt wurden (es sei an das Fragment des Markusevangeliums erinnert, das sich Karl IV. halbbrutal von der Kirche von Aquileia für die Prager Metropolitankirche ausbedungen hat). Nicht nur der materielle Wert, auch die Bearbeitungsart spielte freilich oft ihre wichtige Rolle.

Schließlich sind die Abstufungen aufgrund der Kostspieligkeit wichtig. Obwohl keine konkreten Summen anzuzeigen sind, scheint auch hier die Dreigliedrigkeit angemessen zu sein, von geläufigen Werten über die preiswerten Gaben zu den Spitzengeschenken, die jedoch stets zu unregelmäßigen, ja einmaligen Dispositionen zuzurechnen sind; besonders handelt es sich um schon erwähnte Morgengaben, Geschenke bei einmaligen Zusammentreffen der Spitzengewalten oder um Versuche, sich der Ungnade zu entziehen. Und eben hier merkt man, daß das Geschenkwesen auch eng mit dem Lösegeld zusammenhängen kann, wobei die Übergangsskala sehr breit gefaßt werden muß und es sich nicht immer nur um Ergebnisse der Kriegsereignisse handeln muß. Und noch eins muß in Kauf genommen werden, nämlich daß mit dem Geschenkwesen sehr oft auch die Bestechung zusammenhängt, wie es öfter in den Quellen formuliert zu finden ist (da sei nur an den berühmten Mantuaner Gesandtschaftsbericht vom Hofe Wenzels IV. vom Jahre 1383 erinnert), besonders wenn es sich darum handelte, Barrieren zu überwinden. Die Kenntnis der Schwäche solcher Vermittlungsleute zu besitzen, bedeutete, schon den halben Erfolg.

Es könnten weitere Überlegungen und mögliche Konsequenzen entwickelt bzw. wenigstens angedeutet werden. Das ist jedoch in diesem Kontext kaum sinnvoll und muß anderer Gelegenheit überlassen bleiben. So denke ich in erster Linie an Orte solcher Akte, bzw. an den Typus der Zusammentreffen oder auch an die Erforschung der eigenen Hersteller dieser Artefakte, um nur das auf der Hand liegende zu erwähnen.

Aber um endlich zum Hauptschluß, oder eher zum möglichen Hauptschluß zu kommen: Wozu alle diese "Spielereien", mit anderen Worten, ob solche Systematisierung ihren Sinn hat bzw. haben kann. Mir scheint es, daß ja. Denn auf diese Weise werden besonders der Kunstgeschichte gute Dienste angeboten, denn man kann so zeigen bzw. gar beweisen, wie die sonst zeitlich wie landschaftlich entfernten künstlerischen Ausdrucksformen überraschend Einfluß ausüben konnten. Da manchmal das vermittelnde Glied - das Geschenk - fehlt, ist es die Historikerpflicht, diese Bindeglieder zu suchen und zu interpretieren. Nicht freilich um jeden Preis, die systematische Suche kann mehrere "Brücken" anbieten, die dann bei Klärung des Erhaltenen gute Dienste leisten. Aber nicht nur ancilla historiae artis kann die "Geschenkwesenforschung" sein. Auch zur Aufhellung vieler kulturgeschichtlicher Vorgänge und Probleme, die ideengeschichtlichen inbegriffen, aber auch zu den politisch-verwaltungsgeschichtlichen, ja militärischen Ereignissen direkt kann sie manches Wichtige beisteuern. Jedenfalls scheint es mir, daß das Wort Geschenk bzw. Geschenkwesen seinen festen Platz nicht nur in den Sachregistern der größeren Werke, sondern auch sein eigenes Stichwort in den entsprechenden Lexika finden kann, soll, ja muß.

Ivan Hlavácek, Prag
 



 

Die Arbeit der anderen

Mit besonderer Freude bringe ich den nachfolgende Artikel zum Abdruck, den Frau Prof. Renoux, Le Mans, meiner Bitte folgend eingesandt hat. Er ist ein direktes Pendant zu Dr. Fenskes Darstellung der Göttinger Bemühungen in Heft 1 Nr. 2 (1991) S. 27-33. Durch Prof. Zotz (ehemals Göttingen) ist die Residenzenkommission unmittelbar in der in der von Prof. Renoux geleiteten Arbeitsgruppe vertreten. Hier wie auf anderen Gebieten gilt es, voneinander zu wissen, voneinander zu lernen, Dinge europäisch anzupacken.

Werner Paravicini, Kiel

 
GROUPE DE TRAVAIL SUR LES RESIDENCES PRINCIERES ET LES PALAIS ROYAUX EN FRANCE, AU MOYEN AGE

Le Groupe de travail consacré à l'étude des palais et des séjours princiers et royaux en France, au Moyen Age, est l'un des cinq groupements qui composent le GDR 94 du Centre National de la Recherche Scientifique, intitulé "Sociétés et cadres de vie au Moyen Age: approches archéologiques" et dirigé par G. Démians d'Archimbaud (Aix-en-Provence). Il a été mis sus pied en 1990 pour une durée renouvelable de quatre ans. Sa création est partie d'un constat: le retard de la recherche française en la matière face aux entreprises menées à l'étranger, en Allemagne notamment, où l'on a engagé, depuis de nombreuses années, une réflexion d'ensemble qui a nourri une remarquable série de travaux monographiques et synthétiques, tant dans le domaine historique qu'archéologique. La France est restée pour sa part, jusqu'à ces derniers temps, largement à la traine, ne mettant sur pied - à quelques exceptions près - ni entreprises archéologiques, ni études historiques, ni inventaires d'une réelle ampleur. On s'y est longtemps contenté d'approches ponctuelles et partielles appuyées sur de trop sommaires analyses de la documentation écrite et architecturale, ce qui a donné du phénomène une vision à la fois trop rigide et trop simplificatrice. Diverses recherches synthétiques récentes, menées individuellement à partir des sources écrites essentiellement, et la réalisation, dans ces quinze dernières années, de fouilles entreprises sur des sites majeurs de la haute aristocratie, tant laïcs qu'ecclésiastiques (plus d'une quinzaine), autorisent à relancer la question dans le cadre d'une problématique à la fois élargie et mieux définie.

Le groupe 5 du GDR 94 se propose simplement d'orienter et de coordonner ces efforts en assurant un travail d'information auprès des chercheurs concernés et en mettant sur pied quelques entreprises concrètes. Il rassemble des historiens et des archéologues issus de l'Université (enseignants et doctorants), du CNRS, de l'Ecole des Chartes et de divers organismes publics (Services archéologiques, Conservations des Musées, Education Nationale). Il bénéficie de la collaboration de chercheurs étrangers travaillant sur leurs pays respectifs (Belges et Allemands à l'heure actuelle) et de chercheurs français opérant dans d'autres pays européens (Italie) qui apportent d'utiles points de vue comparatifs.

L'optique est simple. Il s'agit de concilier, autant que faire se peut, approches historique et archéologique et de les éclairer mutuellement afin d'aboutir à une meilleure compréhension du sujet. L'origine du groupe conduit à privilégier la démarche archéologique, mais cette dernière n'est nullement exclusive et reste fermement liée à la problématique historique. La méthode de recherche employée est celle d'une enquête pluridisciplinaire régressive qui utilise conjointement, et à part sensiblement égale, les sources écrites traditionelles mais aussi la documentation cartographique et figurée ainsi que l'apport archéologique issu des observations externes et des fouilles.

La question est vaste et complexe. Le projet initial, défini en 1990, l'est aussi, car on a estimé qu'il valait mieux dans un premier temps tenter d'approcher le sujet dans son ensemble quitte à le restreindre par la suite. La cadre spatial retenu est le cadre national, élargi à la Flandre. Chronologiquement, l'intégration de chercheurs spécialisés dans l'étude du Haut et du Bas Moyen Age nous a incité à intégrer la totalité du Moyen Age. Sur le plan thématique, il est prévu d'inclure tous les palais et les séjours de la haute aristocratie tant laïque (princes et rois) qu'ecclésiastique (évêques et abbés), car les deux groupements sont en effet sensiblement conçus selon les mêmes principes topographiques de base.

La problématique s'oriente dans trois directions. Le problème clef est celui de la définition et de la délimitation du sujet tant sur le plan théorique que pratique. Qu'est-ce qu'un palais royal et une résidence princière? Y-a-t-il en la matière, dans les textes, un concept clairement et durablement défini et ces dynasties ont-elles développé sur le terrain, au fil des siècles, une architecture spécifique apte à concrétiser leurs ambitions et distincte dans ses fondements des autres réalisations aristocratiques? Le tout étant relié à la question des fonctions de ces ensembles et à l'arrièreplan historique qui conditionnent pour une large part les déroulements monumentaux. En bref, il s'agit de voir le complexe noble comme un tout et non par fragments, comme on a trop tendance à le faire, et de l'intégrer dans son environnement afin de dégager la signification historique de ces manifestations concrètes. Cette démarche, aux assises volontairement concrètes, entraine aux racines mêmes du pouvoir princier.

Le travail réalisé jusqu'à présent a surtout été un travail d'information. Le groupe organise environ trois réunions annuelles qui rassemblent de vingt à trente chercheurs. Ces trois années ont permis de dresser un premier bilan critique des données acquises ou en cours d'élaboration, tant dans le domaine historique qu'archéologique. La réflexion a été menée sur le plan méthodologique: étude des expériences étrangères et plus spécifiquement allemandes, belges et italiennes, et examen comparatif des différents types de sources utilisables et de leurs apports respectifs. La présentation des divers expériences francaises achevées, ou en cours, a donné la mesure des progrès dernièrement accomplis.

Deux projet sont en cours d'élaboration. L'heure des grandes synthèses d'ensemble n'est pas venue, aussi a-t-on prévu dans l'immédiat et pour tenir compte de l'échéance à quatre ans qui est celle de ce groupe de mettre sur pied deux opérations. la première est une publication visant à rassembler les données acquises récemment en la matière. La présentation se faisant par principautés et grands ensembles politiques sous forme monographique et petits chapitres synthétiques de présentation critique. Les sites retenus seront, autant que faire se peut, choisis parmi les plus représentatifs et les mieux documentés. Les notices seront présentées suivant un canevas uniforme inspiré de la fiche d'inventaire mise au point à Göttingen. Le second projet est concu pour assurer la présentation de données plus synthétiques à la fois historiques et archéologiques, francaises et étrangères. C'est un projet de colloque pour l'année 1994 (?) dont la maquette est en cours de réalisation. Pour l'avenir, le principe de la réalisation de fascicules monographiques thématiques (par types de résidences, par entités historiques, par périodes ...) a été retenu tout comme celui des colloques permettant la divulgation de données synthétiques et l'information a une plus vaste échelle.

Annie Renoux, Université du Mans
 

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LE CENTRE DE DOCUMENTATION ET D'ETUDES MEDIEVALES (CLUDEM)

Le CLUDEM est un groupe de recherche constitué en 1987 dans le cadre du Centre Universitaire de Luxembourg. Il a pour objet l'étude de la Lotharingie médiévale dans laquelle le Luxembourg occupait une place géographiquement centrale. Redéfini à des intervalles réguliers, le projet de recherche répond à un double but:

- De vocation internationale, il réunit tous les deux ans à Luxembourg pour les Journées d'Etudes Lotharingiennes les chercheurs d'universités de l'ancien espace lotharingien autour d'un thème d'histoire comparative fixé en commun par les représentants des dites institutions.

- Désireux par ailleurs de sortir la recherche sur l'histoire du Luxembourg médiéval du cadre anachronique des frontières actuelles, le projet de recherche vise à mieux cerner l'évolution de l'espace luxembourgeoise en le situant dans celle vaste espace lotharingien. En ce sens, le Séminaire d'Histoire médiévale au Centre Universitaire prépare les contributions luxembourgeoises aux Journées Lotharingiennes.

En collaboration avec des coéditeurs, le CLUDEM vient d'inaugurer sa propre série de publications et assure la diffusion des actes des Journées Lotharingiennes: - Premières Journées Lotharingiennes (1980): La Maison d'Ardenne.

- Deuxièmes Journées Lotharingiennes (1982): L'avouerie.

- Troisièmes Journées Lotharingiennes (1984): La seigneurie rurale.

- Quatrièmes Journées Lotharingiennes (1986): Tonlieux, foires et marchés. (Publications de la Section Historique de l'Institut Grand-Ducal [PSH] 95, 97, 102, 104)

- Schueberfouer 1340-1990. Untersuchungen zu Markt, Gewerbe und Stadt in Mittelalter und Neuzeit (Publications du CLUDEM 1, en coédition avec la Banque et Caisse d'Epargne de l'Etat), 1990.

- Cinquièmes Journées Lotharingiennes (1988): Echanges religieux et intellectuels en Haute- et Basse-Lotharingie (Xe-XIIIe s.) (Publications du CLUDEM 2 = PSH 106), 1991.

- Michel Pauly, Luxemburg im späten Mittelalter. I. Verfassungs- und sozialgeschichtliche Aspekte der Stadt Luxemburg vom 13.-15. Jahrhundert (Publications du CLUDEM 3 = PSH 107), 1992.

- Sixièmes Journées Lotharingiennes (1990): Les petites villes en Lotharingie (Publications du CLUDEM 4 = PSH 108), 1992.

Nähere Informationen: CLUDEM, Centre Universitaire de Luxembourg, 162a, avenue de la Faïencerie, L - 1511 Luxembourg.
 


Reiseforschung

Deutsche, französische und niederländische Reiseberichte (Arbeitsbericht 1992/II)

Erfreulicherweise befindet sich die Arbeit an der Bibliographie Deutsche Reisebreichte des Späten Mittelalters im Endstadium. Der Band soll im Dezember zum letzten Mal Korrektur gelesen werden und kann dann Mitte des nächsten Jahres erscheinen.

Auch für die niederländischen und französischen Reiseberichte liegen bereits Rohfassungen der Manuskripte vor. Während die bibliographischen Recherchen weitergeführt werden, hat auch hier die analytische Arbeit an den Texten mit der inhaltlichen Erschließung der Berichte und der Erstellung der Itinerare begonnen, so daß die Bände langsam Form annehmen. Bisher konnten 95 französische und 110 niederländische Reiseberichte aufgenommen und bearbeitet werden. Es ist zu hoffen, daß Ende nächsten Jahres auch diese zwei weiteren Bände in Druck gehen können.

Während der laufenden Arbeit an den verschiedenen Bänden der Bibliographie stellte sich die Frage, wie es vermieden werden kann, daß man bei einer an der Provenienz der Autoren orientierten - arbeitstechnisch durchaus sinnvollen - Aufteilung der Reiseberichte nach Regionen das verbindende Gesamtphänomen nicht aus den Augen verliert. Gerade die Begegnungen auf der Reise, das Zusammenwirken und -erleben in der Gruppe und die dadurch im internationalen Rahmen wirkenden Kräfte und Impulse sind nicht zuletzt für die Residenzenforschung wichtig und sollten zur weiteren Erforschung dokumentiert werden. Vielleicht könnte, so erste Überlegungen, am Ende unserer Reihe ein Gesamtregisterband und vor allem auch eine Karte stehen, die die doch sehr abstrakten Itinerare der Anschauung öffnen und die Bibliographie um ein wichtiges Hilfs- und Orientierungsmittel erweitern könnte.

Schließlich darf nicht unerwähnt bleiben, daß wir in der Redaktion einige personelle Umbesetzungen erfahren haben. So konnte Frau Susanne Baus für eine Mitarbeit an unserem Projekt gewonnen werden, nachdem Herr Johann Kolb wegen beruflicher Verpflichtungen auf eine weitere Unterstützung der Arbeitsstelle Kiel hatte verzichten müssen.

 
Christian Halm/Detlev Kraack, Kiel
 

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Die Eutiner Forschungsstelle zur historischen Reisekultur in der Eutiner Landesbibliothek

 Am 22. Mai 1992 wurde in der Eutiner Landesbibliothek unter Anwesenheit von zahlreichen von nah und fern angereisten Wissenschaftlern die "Eutiner Forschungsstelle zur historischen Reisekultur" feierlich eröffnet. Bei dieser Institution, die im historischen Ensemble der Eutiner Schloßanlagen - der alten Residenz der Fürstbischöfe von Lübeck - malerisch gelegen ist, handelt es sich um ein Forschungs- und Informationszentrum, das es sich zum Ziel gesetzt hat, unter Nutzung der alten Buchbestände der Eutiner Landesbibliothek moderne Reiseforschung zu betreiben. Hier wird im Laufe der Jahre ein Zentrum entstehen, in dem Wissenschaftler aus der ganzen Welt eine Anlauf- und Informations- aber auch Arbeitsstelle finden sollen.

Neben der Pflege und wissenschaftlichen Erschließung des wertvollen und umfangreichen Altbestandes, der in seinem Kern auf die alte Bibliothek der Fürstbischöfe und damit bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, steht das Bemühen um ständiges Ergänzen der Buchbestände insbesondere des 17. bis 19. Jahrhunderts in Kopie oder Mikroform (Film/Fiche).

Da sich bei der Entstehung der Sammlung und ihrer Ergänzung durch Schenkungen und Ankäufe im 19. Jahrhundert sowohl der quantitative als auch der qualitative Schwerpunkt auf die Zeit von 1750-1900 konzentrierte, wird auch das besondere Bemühen um die Ergänzung von Lücken in diesen historisch bedingten Sammelschwerpunkten verständlich. Dennoch will man sich in Eutin - was sowohl Zeit als auch Thematik der derzeitigen und insbesondere zukünftigen Forschungen angeht - frei halten für Ideen und Anregungen und nicht von vornherein Themen ausgrenzen, die längere Zeiträume oder übergreifende Problemstellungen umfassen.

Parallel zu den konsultierbaren Werken zur Reiseliteratur steht den Benutzern des Forschungszentrums auch eine umfangreiche Handbibliothek mit den wichtigsten Nachschlagewerken, Bibliographien und Handbüchern sowie eine EDV-Datenbank zur "Deutschsprachigen Reiseliteratur 1700-1810" zur Verfügung, die nach geographischen und sachlichen Stichworten erschlossen ist. Diese Bibliographie wird ständig ergänzt, auf dem neuesten Stand gehalten. Ferner plant man in Eutin eine Erweiterung der Datenbank auch auf die frühe Neuzeit und das 19. Jahrhundert.
 

Bis zum heutigen Tag ist die Eutiner Landbibliothek zusammen mit der Kreisbibliothek Eutin in der ehemaligen Kutschenremise am Vorplatz des Eutiner Schlosses untergebracht, sie wird jedoch nach Plan im nächsten Jahr in das repräsentative Kavalierhaus an der Stirnseite des Schloßplatzes umziehen, wo sich dann neben Ausstellungs- und Arbeitsräumen auch Platz für Tagungen und Gäste bieten wird.

In Eutin sind mit der Einrichtung der "Forschungsstelle zur historischen Reisekultur" die Voraussetzungen für moderne, interdisziplinäre Forschungen zu Reise, Reiseliteratur und Reisekultur geschaffen worden. Das erste Echo aus In- und Ausland mit zahlreichen Anfragen und Zuschriften ist sehr positiv ausgefallen, und es besteht die Hoffnung, daß sich die Ziele, die man sich in Ostholstein bewußt hoch gesteckt hat, in die Realität umsetzen lassen. Voraussetzung dafür ist und bleibt aber, daß die Palette der dort gebotenen Serviceleistungen und Möglichkeiten auch von einem möglichst breiten qualifizierten Publikum zur Kenntnis und insbesondere auch in Anspruch genommen wird. In diesem Zusammenhang sei noch darauf hingewiesen, daß man in Eutin an die Herausgabe eines in lockerer Folge erscheinenden Mitteilungsblattes mit dem Titel "Der nordische Cavalier" ab Oktober 1992 denkt. Es wird - ähnlich wie die Mitteilungen der Residenzenkommission - über die Forschungen in dem neu geschaffenen Zentrum berichten und ist für die Zukunft als Informations- und Kommunikationsforum für Reise- und Kulturforschung in einem interdisziplinären Rahmen geplant.

Aktivitäten der Eutiner Landesbibliothek:

Veröffentlichungen:

- Margarete Walter: Aus der Geschichte der Kreisbibliothek Eutin, 2. Aufl. Eutin 1987 (36 S.).

- Die Osteuropa-Bestände der Eutiner Landesbibliothek. Hrsg. von Peter Nitsche unter Mitarbeit von Silke Stender, Heide 1989 (296 S.) (= Kataloge der Eutiner Landesbibliothek; Bd. 1).

- Reiseliteratur und Geographica in der Eutiner Landesbibliothek. Hrsg. von Wolfgang Grieb. Bearbeitet von Susanne Luber, Teil 1: A-Ma, Teil 2: Ma-Z, Heide 1990 (834 S.) (= Kataloge der Eutiner Landesbibliothek; Bd. 2).

- Kiel - Eutin - St. Petersburg. Katalog zur Ausstellung vom 14.6. 1987 bis 31.1. 1988, Heide 1987 (124 S.) (= Schriften der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek; Bd. 2).

- Vom Reisen in der Kutschenzeit. Katalog zur Ausstellung vom 24.11. 1989 bis 31.8. 1990, Heide 1989 (138 S.) (= Veröffentlichungen der Eutiner Landesbibliothek; Bd. 1).

- Zwölf Wind und Drei Feuerstein. Vom Leben in Altmexiko, seiner Zerstörung und Neuentdeckung. Ausstellung in der Eutiner Landesbibliothek 30. Oktober 1992 bis 26. Februar 1993, Bremen 1992 (= Veröffentlichungen der Eutiner Landesbibliothek; Bd. 2).

- Sehen und Beschreiben. Europäische Reisen im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Erstes Eutiner Symposion vom 14. bis 17.2.1990. Hrsg. W. Grieb, Heide 1991 (344 S.) (= Eutiner Forschungen; Bd. 1).

 

Eutiner Bibliothekshefte. Hrsg. vom Verein der Freunde der Eutiner Landesbibliothek. Eutin 1987 ff. - Heft 1 (1987): Paul Raabe: Alte Bibliotheken - kulturpolitische Chancen (16 S.).

- Heft 2 (1988): Gisela Thietje: Der Französische Schloßgarten in Eutin (88 S.).

- Heft 3 (1990): Klaus Langenfeld: Johann Heinrich Voß. Mensch, Dichter, Übersetzer (130 S.).

- Heft 4 (1991): Matthias Viertel: Die Musik am Eutiner Hof. Von der Reformation zur Revolution (120 S.).

Mitteilungsblatt: - Vom Oktober 1992 an wird unter dem Titel "Der nordische Cavalier" in loser Folge ein Mitteilungsblatt erscheinen, dessen Ziel es ist, über die Aktivitäten der Eutiner Forschungsstelle zu berichten. Gleichzeitig sollen neue Forschungsprojekte vorgestellt, die Arbeit von einzelnen Forschern und Forschungsinstitutionen koordiniert und ein Forum geschaffen werden, in dem Platz für Rezensionen, Miszellen und Mitteilungen sein wird. Zur Mitarbeit sind alle Interessenten recht herzlich eingeladen.
 
Ausstellungen:

Ein umfangreiches Ausstellungsprogramm präsentiert die Schätze der Eutiner Landesbibliothek. Zum Beispiel:

1982 725 Jahre Eutin.

1987/1988 Kiel - Eutin - St. Petersburg. Die Verbindung zwischen dem Haus Holstein Gottorf und dem russischen Zarenhaus im 18. Jahrhundert (siehe auch Katalog).

1988 Schleswig-Holstein im alten Buch.

1989/1990 Vom Reisen in der Kutschenzeit (siehe auch Katalog).

1991 Nach dem großen Brand. Zur Geschichte des Eutiner Schlosses 1689 bis 1750.

1992/1993 Zwölf Wind und Drei Feuerstein. Vom Leben in Altmexiko, seiner Zerstörung und Neuentdeckung. - 30. Oktober 1992 - 26. Februar 1993.

 

Kontakt: Dr. Wolfgang Grieb

Eutiner Landesbibliothek

Forschungsstelle zur historischen Reisekultur

Schloßplatz 2

2420 Eutin.

Tel.: 04521 - 72052

Detlev Kraack, Kiel


Buchvorstellung

Kreuer, Werner (Bearb.). Tagebuch der Heilige Land-Reise des Grafen Gaudenz von Kirchberg, Vogt von Matsch/Südtirol im Jahre 1470. Bearbeitung und Kommentierung des von seinem Diener Friederich Staigerwallder verfaßten Reiseberichts (= Essener Geographische Arbeiten, Bd. 20), Paderborn 1990.
 

Mit der Edition des Reiseberichtes des Grafen Gaudenz von Kirchberg, der als 34jähriger mit mehreren anderen Tirolern ins Heilige Land gepilgert ist, schließt Kreuter eine Lücke in den veröffentlichten Reiseberichten, zumal uns aus Tirol für das Späte Mittelalter kein einziger Reisebericht überliefert war.

Die Handschrift, eine Abschrift des Jahres 1576, wird im Churburger Archiv aufbewahrt. Kreuter druckt die aus 59 Textseiten bestehende Handschrift faksimile-ähnlich ab und präsentiert auf der jeweils gegenüberliegenden Seite zum Vergleich den übertragenen und kommentierten Text, so daß eine Arbeit an der Quelle gut möglich ist.

Der Verfasser beginnt mit einer historisch-geographischen Beschreibung des Ausgangspunktes der Reise, dem Vinschgau im östlichen Graubünden. Dem folgt ein Exkurs über das Geschlecht der Vögte von Matsch und des Grafen Gaudenz von Kirchberg und eine Beschreibung des Tagebuchs. Vor der eigentlichen Handschrift, deren Besonderheit gegenüber anderen Reiseberichten die Darstellung der historischen Ereignisse aus dem Jahr 1470 ist, schiebt der Autor drei kleine Abschnitte über die Portolankarten, die im Tagebuch erwähnten Mittelmeerschiffe, und die Holzschnitte des Erhard Reuwich ein.

Leider weist die Einleitung einige Schwächen auf. So erklären sich die Parallelen in den Reiseberichten nicht nur mit den ähnlich organisierten Reisebedingungen und den gleichen Zeugnissen des Glaubens, denen sich die Pilger zuwenden (S. 2), sondern auch damit, daß sie voneinander und von Reiseführern abgeschrieben haben. Auch verwendet der Autor keine Fußnoten in der Einleitung, so daß Fremdes den Eindruck des Eigenen erweckt. Aussagen über die nicht vorhandene verbindliche Rechtschreibung (S. 29) und Mitteilungen für den Nichtfachmann (S. 30) können in einer Fußnote genannt werden. Die Spekulationen darüber, ob eine der vorgestellten Portolankarten ein Geschenk für einen Kunstliebhaber und Sammler gewesen sein könnte sind zu deplaziert, als daß sie noch zwei Mal wiederholt werden sollten (S. 39f).
 

Widersprechen will ich der These, daß es sich um eine Abenteuerreise handelt (S. 21). Zwar spielen in den Pilgerfahrten des Spätmittelalters neben dem religiösen Aspekt auch weitere Motive eine Rolle, jedoch war eine solche Reise ohne eine religiöse Motivation kaum denkbar, so daß es sich in der Regel immer, auch wenn dies in den späten Berichten nicht den quantitativen Schwerpunkt einnnimmt, um eine Pilgerfahrt handelte, anläßlich derer auch über anderes berichtet wird.

Abschließend bleibt festzustellen, daß dem Autor trotz der kleinen Mängel eine treffliche kommentierte Edition der Handschrift gelingt, die er mit der Kulturgeschichte und Topographie verbindet, indem er das Tagebuch des Gaudenz von Kirchberg durch Holzschnitte des aus Utrecht stammenden Malers Erhard Reuwich, einer Weltkarte des Nürnbergers Hartmann Schedel und verschiedenen Portolankarten ergänzt und veranschaulicht.

Auch ist das Buch - trotz des aufwendigen Druckes (351 Seiten und 10 Tafeln) - mit 76,- DM erfreulich preiswert.
 

                              Christian Halm, Kiel


Kolloquien

 

Kloster Ebstorf, Pfingsten 1992
Das geistige Leben am Hofe Kaiser Ottos IV.
III. Kolloquium des Klosters Ebstorf

 

Nähere Informationen: Institut für Geschichte und Historische Landesforschung, Driverstr. 22, W-2848 Vechta, Tel.: 04441/-4675 oder -15280.

Programm

Dienstag, d. 9. Juni 1992

Dr. Wolfgang Zedelius (Rheinisches Landesmuseum Bonn), Die Kunst der Brakteaten unter Otto IV.

Mittwoch, d. 2. Juni 1992

Dr. Jens Ahlers (Landeszentralbibliothek Flensburg), Geblütsheiligkeit und heilige Könige bei den Welfen.

Prof. Dr. Reinhard Schneider (Universität Saarbrücken), Der König und die Zisterzienser - Otto IV. in Walkenried.

Prof. Dr. Gerhard Theuerkauf (Universität Hamburg), Otto IV. und Magdeburg.

Dr. Birgit Hahn-Woernle (Esslingen), Die Mauritiusverehrung in Ebstorf.

Donnerstag, d. 11. Juni 1992

Prof. Dr. Natalie Fryde-von Stromer (TH Darmstadt), Königsmythos und Bischofsmord.

Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker (Universitätsstandort Vechta), Trauer um Richard Löwenherz - Gönnerhinweise im Tristan Eilharts und im Parzival Wolframs.

Dr. Sonja Zöllner (Universität Frankfurt a.M.), Otto IV. und der "Gute Gerhard" des Rudolf von Ems.

Prof. Dr. Hans Martin Schaller (MGH München), Die Schrift auf der Ebstorfer Weltkarte.

Dr. Konrad Bund (Stadtarchiv Frankfurt a.M.), Heinrich von Avranches und Otto IV.

Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker (Universitätsstandort Vechta), Ursprung und historische Stellung des 775jährigen Konvents Ebstorf.

Freitag, d. 12. Juni 1992

Prof. Dr. Jürgen Petersohn (Universität Marburg), "Echte" und "falsche" Insignien? Zu den krönungsrechtlichen Grundlagen des Königtums Ottos IV. und Philipps von Schwaben.

Prof. Dr. Ernst Schubert (Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen), Die Hofamtsträger und ihr Stand.

Dr. Matthias Nix (Berlin), Otto IV. und sein Hof als Auftraggeber Walthers von der Vogelweide.

Prof. Dr. Dr. Wolfgang von Stromer (Schloß Grünsberg), Das Speyerer Privileg Ottos IV. für die römische Kirche.

Prof. Dr. Helmut G. Walther (Universität Kiel), Lüneburg, Arnold von Lübeck und die Welfen.

Dr. Achim Krümmel (Augustinusforschungsstelle, Universitätsstandort Vechta), Zum Geschichtsbild des Gervasius von Tilbury.

 

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Gent, 24. - 27. September 1992
CENTRE EUROPEEN D'ETUDES BOURGUIGNONNES
(XIVe-XVIe s.)
33es Rencontres:
Les relations entre princes et villes aux XIVe-XVIe siècles:
aspects politiques, économiques et sociaux.

 

Nähere Informationen: Prof. Jean-Marie Cauchies, Facultés Universitaires Saint-Louis, Boulevard du Jardin Botanique 43, B - 1000 Bruxelles.

 

Programm

Donnerstag, d. 24. September 1992

Thierry Dutour (Pensionnaire de la Fondation Thiers, Paris), Les relations de Dijon et du duc de Bourgogne au XIVe siècle.

André Leguai (Professeur émérité de l'Université de Bourgogne, Dijon), Les ducs Valois et les villes du duché de Bourgogne.

Peter Stabel (Universität Gent), "Entre enclume et marteau". Les petites villes, les "Membres" et le gouvernement central en Flandre aux XVe et XVIe siècles.

Hanno Brand (Universität Gent), Urban elites and central government; political and economic co-operation and antagonism. The case of Leyde at the end of the middle ages.

Roger Petit (Chef de département honoraire aux Archives de l'Etat à Arlon, Les villes du prince dans le Luxembourg et le réforme de la fiscalité sous Charles le Téméraire.

Pierre Racine (Professeur à l'Université des Siences humaines de Strasbourg), Les princes Visconti et les communautés urbaines (XIVe-XVIe siècles).

Freitag, d. 25. September 1992

Yvonne Bos-Rops (Archiviste de l'Etat à Utrecht), Guerres du comte et argent des villes. Les relations financières entre les comtes de Hollande et Zélande et leurs villes (1389-1433).

Jean-Marie Yante (Archiviste de l'Etat à Arlon et Centre universitaire de Luxembourg), Economie urbaine et politique princière dans le Luxembourg (1443-1506).

Wenzel Mertens (Katholische Universität Brüssel), Prince et ville: l'influence des prélèvements princiers et de la politique monétaire sur les finances de la ville de Malines (1433-1506).

Michel van Gent (Universität Leiden), Dordrecht and the Dukes of Burgundy: a problematic relationship.

Samstag, d. 26. September 1992

Malcolm Vale (St. John's College, Oxford), La consommation princière et les villes: la Flandre et le Hainaut au XIVe siècle.

Jean-Pierre Sosson (Katholische Universität Löwen), Chantiers urbains, chantiers ducaux dans les Pays-Bas méridionaux (XIVe-XVe s.): deux univers de travail différents?

Serge Dauchy (Lille/Brüssel), Le Parlement de Paris, juge contraignant ou arbitre conciliant? Les conflits entre Philippe le Bon et ses bonnes villes de Flandre.

Henri Dubois (Paris), Les relations entre les ducs de Bourgogne et les villes de foires.

Sylvette Guilbert (Universität Reims), Le recours au prince: correspondance entre villes champenoises et ducs de Bourgogne au début du XVe siècle.

Denis Clauzel (Universität Amiens), Le roi, le prince et la ville: l'enjeu des réformes financières à Lille à la fin du moyen âge.

Paul van Peteghem (Katholische Universität Nimwegen), Les "creesers" en tant que prolétariat des villes dans les Pays-Bas sous Charles Quint.

 

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Kleve, 25. - 26. September
7. Niederrhein-Tagung
Territorium und Residenz am Niederrhein
vom 25.-26. September
im Stadtarchiv Kleve

Nähere Informationen: Arbeitskreis niederrheinischer Kommunalarchive für Regionalgeschichte, Stadtarchiv Kleve, Tiergartenstr. 41, 4190 Kleve.

Programm

Freitag, d. 25. September 1992

Prof. Dr. Janssen, Bonn: Regierungsform und Residenzbildung in den niederrheinischen Territorien des 14. und 15. Jahrhunderts.

Dr. Flach, Koblenz: Pfalz und Reichsgut. Frühformen der Territorienbildung am Niederrhein.

Dr. Thissen, Nijmwegen: Die Pfalz Nimwegen zwischen Reichs- und Territorialgewalt (1247-1371).

Prof. Dr. Schulz, Berlin: Residenz und Gesellschaft.

Prof. Dr. Flink, Kleve (Öffentlicher Vortrag): Territorialbildung und Residenzentwicklung in Kleve.

Samstag, d. 26. September 1992

Dr. Looz-Corswarem, Düsseldorf: Die Residenzen der Herzöge von Berg.

Prof. Dr. Corsten, Bad Godesberg: Residenzen des Herzogtums Jülich als Zentren der Herrschaftsausübung.

Dr. Nijsten, Amsterdam: Hofkultur im spätmittelalterlichen Geldern.

 

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Odense, 1. - 3. Okt. 1992
International Conference:
The Towns of the Baltic Region as Cultural Centres, 1240-1720.
Programm
Donnerstag, d. 1. Oktober 1992

Bogucka, Maria (Warschau): Gdansk and the cultural exchange in the 16th-17th centuries.

Zakrauskas, Sigitas (Wilna): Cultural relations of Vilnius with the Mid- and West European Cities, 15th-16th centuries.

Kivimäe, Jüri (Tallinn): Fernhandel als kreativer Faktor von Kultur und Mentalität im spätmittelalterlichen Reval.

Kallionen, Mika (Turku): The Burghers in Medieval Turku and their Foreign Connections.

Freitag, d. 2. Oktober 1992

Klava, Valda (Riga): Die Stadt des Hansischen Bereichs im Prozeß der Gestaltung der Grundlagen des modernen Staates im Zeitalter der Reformation (EinVergleich Mecklenburgs mit Livland).

Langer, Herbert (Greifswald): Rechtskundigkeit und Rechtskultur in wendischen Hansestädten (16.-17. Jh.).

Riis, Thomas (Kopenhagen): Die Städte Dänemarks als Vermittler von Kultur 1240-1720.

Svanidze, A.A. (Moskau): People's literacy, education and schools in Russian towns, 13th-17th centuries.

Laaksonen, Hannu (Turku): Turku und Viborg als Zentren für Unterricht in Finnland 1276-1713.

Nowak, Zenon H. (Thorn): Die Stadtschule in Preußen im 14. und 15. Jahrhundert.

 

Samstag, d. 3. Oktober 1992

Andersson, Greger (Lund): Der Ostseeraum als Musiklandschaft. Eine Projektpräsentation.

Stakkeland, Arne (Kristiansand): Municipal musicians in Norwegian Areas.

Dahlström, Fabian (Turku): Die Stadtmusikanten in Åbo und Viborg im 17. Jahrhundert.

Schwab, Heinrich W. (Kiel): Zur Repräsentanz der Städte durch ihre Musiker.

 

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Herbsttagung "EGERE", 2. - 4. Oktober 1992

 

Nähere Informationen: Dr. Andreas Schlunk, Grabenstr. 51, W-8605 Hallstadt.

 

Programm

Freitag, d. 2. Oktober 1992

Prof. Seibt: Deutschland und die Tschechen.

 

Prof. Machilek: Die hussitische Forderung nach öffentlichem Gehör und der Beheimsteiner Vertrag von 1430.

 

Samstag, d. 3. Oktober 1992

Dr. Bohác: Politische und organisatorische Rahmenbedingungen.

Dr. Sebesta: Die Pfalz Eger.

Prof. Zimmermann: Oberfranken und Böhmen.

Sonntag, d. 4. Oktober 1992

Dr. J. Zeune: Gefährdete Anlagen in Oberfranken und Oberpfalz.

Neubauer/Frankenpost: Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit.

Prof. Hlavácek: Die wissenschaftliche Erschließung der Quellen zur Egerländer Geschichte.

Prof. Smahel: Die Nationalitätenfrage im hussitischen Böhmen.

 

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Reichenau, 6. - 9. Oktober 1992
Tagung des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte e.V.
auf der Insel Reichenau im Hotel "Kaiserpfalz":
"Deutscher Königshof, Hoftag und Reichstag im späteren Mittelalter
(12.-15. Jahrhundert)"
"I. Der Königshof als Handlungsmittelpunkt."

 

Nähere Informationen: Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte e.V., Benediktinerplatz 5, 7750 Konstanz.

Programm

Dienstag, d. 6. Oktober 1992

Prof. Dr. Rüdiger Schnell (Basel): Hofliteratur und Hofkritik in Deutschland.

 

Mittwoch, d. 7. Oktober 1992

Prof. Dr. Theo Kölzer (Bonn): Der Hof Barbarossas und die Reichsfürsten.

Priv. Doz. Dr. Karl-Heinz Spieß (Mainz): Der Hof Barbarossas und die politische Landschaft am Mittelrhein.

Prof. Dr. Ernst Schubert (Göttingen): Erz- und Erbämter am Königshof vom 12. zum 15. Jahrhundert.

Prof. Dr. Friedrich J. Battenberg (Darmstadt): Die Hofgerichtsbarkeit vom 12. zum 15. Jahrhundert.

Donnerstag, d. 8. Oktober 1992

Prof. Dr. Peter Moraw (Gießen): Der Hof Karls IV.

Prof. Dr. Ivan Hlavácek (Prag): Der Hof Wenzels.

Dr. Paul-Joachim Heinig (Mainz): Der Hof Friedrichs III.: Außenwirkung und nach außen Wirkende.

Prof. Dr. Karl Friedr. Krieger (Mannheim): Der Hof Friedrichs III. von außen gesehen.

 

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Posen, 16. - 18. Oktober 1992
XIII. MEDIÄVISTISCHES SEMINAR
"Wallfahrten in der Kultur des mittelalterlichen Europas"
 
 

Programm

Freitag, d. 16. Oktober 1992

Herzogenberg, Johanna v.: Lough Derg in Irland.

Bartosz, Antoni: Beschreibung der Wallfahrten nach Jerusalem in der französischen Literatur.

Kowalski, Jacek: Bild der Architektur von Jerusalem und Konstantinopel in chanson de geste "Pelerinage de Charlemagne".

Eysmont-Hryniewiecka, Anna: Labyrinth im gotischen Dom als "Jerusalemweg" sowie iter perfectionis.

Kaufmann, Virginia: Die Verzierungen in Stundenbüchern zu den Wallfahrtsorten Rom, Jerusalem und Santiago.

Kostowski, Jakub: Peregrinationes in Terram Sanctam, d.h. über einige spätgotische Porträts der Mitglieder des Jerusalem-Pilgervereins aus Utrecht in den Niederlanden.

Srebro-Fila, Barbara: Ambivalenz des Wallfahrtmotivs in den altfranzösischen "Miracles de Notre-Dame" (Marienwunder).

Korput, Ewa: Lieder der Wallfahrer im Repertoire "Cantigas de Santa Maria" des Königs Alfons X. el Sabio (13. Jh.).

Tracha, Cezary: Pilgerstraßen nach Compostella im mittelalterlichen Spanien.

Ratkowska, Paulina: Das Relief aus Toulouse - ein Kunstwerk an der Pilgerstraße nach Compostella.

Debicki, Jacek: Das königliche Portal zu Chartres. Neuer Typ in der Bildhauerkunst an der Pilgerstraße.

Wilska, Malgorzata: Masovische Wallfahrer nach Compostella.

Schauder, Michael: War Jan van Eyck in Santiago de Compostella?

Bracha, Krzysztof: Wallfahrten nach Wilsnack.

Samstag, d. 17. Oktober 1992

Klimecka, Grazyna: Wallfahrtsmotiv in der "Goldenen Legende".

Grzesik, Ryszard: Märtyrertum der aus der Wallfahrt nach Rom heimkehrenden 11000 Jungfrauen im Lichte der Polnisch-Ungarischen Chronik.

Halm, Christian: Wallfahrt und Recht in Deutschen Reiseberichten des späten Mittelalters.

Kraack, Detlev: Wallfahrt und Reise im Spätmittelalter - Selbstdarstellung von Adel und städtischem Patriziat in Inschriften.

Zaremska, Hanna: Wallfahrten der Mörder nach Aachen aus Mitteleuropa im 14.-15. Jh.

Kammel, Frank Matthias: Adolar, Eoban und Severus. Erfurter Heiligenkult im späten Mittelalter.

Starnawska, Maria: Die Rolle der polnischen Kreuzritterorden in der Wallfahrtsbewegung.

Lesniewska, Dorota: "Svátek svatosti" d.h. "Heiligtümerfest" im Böhmen des 14. Jh.

Fröjmark, Anders: Les pèlerinages aux tombeaux de sainte Brigitte et de sainte Catherine à Vadstena selon les recueils de miracles.

Zurek, Adam: Aus den Forschungen des Heiligenkults im St. Vinzenz-Kloster in Wroclaw.

Zawadzki, Arkadiusz: Wallfahrer und Wallfahrtsmotive auf dem Gemälde "Sacra Conversazione" aus Wroblewo.

Frejlich, Andrzej: Protestantisch-katholische Diskussion zum Thema Bildkult im Polen des 16. Jh.

Hojdis, Bogdan: Literarisches Bild der Bußwallfahrt von Mieszko, dem Sohn von Boleslaus, im Roman von Antoni Golubiew "Boleslaw Chobry (Boleslaus der Tapfere).

Herzogenberg, Johanna v.: Wallfahrt kennt keine Grenzen.

 

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Burg Ronneburg, 18. November 1992
Die Burg - Kolloquium zu einem kulturhistorischen Phänomen

 

Nähere Informationen: Kreisvolkshochschule Main Kizing, Eugen-Kaiser-Str. 9, W-6450 Hanau, über Telephon: Burkhard Kling, M.A. - 06048 / 3290.

Programm

Prof. Dr. Ernst Erich Metzner (Frankfurt), Das Wort und der Begriff "Burg" in der älteren deutschen Sprachgeschichte - Zum Wandel der volkssprachlichen und lateinischen Burg- und Stadtbezeichnungen im mittelalterlichen Deutschland.

Dr. Claudia Stühler (Hofheim am Taunus), Hessische Burgen und ihre Gründungsnamen - Zur Motivik herrschaftlicher Namensgebung im Mittelalter.

Prof. Dr. Peter Wiesinger (Wien), Die Rolle der Burg in der mittelhochdeutschen Literatur.

Dr. Klaus-Peter Decker (Büdingen), Die Burgen der Grafschaft Ysenburg-Büdingen im Spätmittelalter - Ihre politische, rechtliche und wirtschaftliche Situation.

Franziska Franke, M.A. (Mainz), Der Stein mit den Flügelpferden im Mittelrheinischen Landesmuseum - Gedanken zur plastischen Ausgestaltung der Kaiserpfalz in Ingelheim.

Horst Becker, M.A. (Kirchhain), Der mittelalterliche Burggarten.

Dr. Wolfgang Metternich (Frankfurt-Höchst), Schloß Chambord an der Loire - Elemente des Burgenbaus in einem Schloß der Renaissance.

Dr. Dieter Kerber (Koblenz), Landesherrliche Residenzburgen im späten Mittelalter.

 

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Ingolstadt, 20. - 21. November 1992
Symposium
"Residenzen in Bayern"

 

Nähere Informationen: Frau Dr. Beatrix Ettelt, Stadtarchiv Ingolstadt, Auf der Schanz 45, W-8070 Ingolstadt, Tel. 0841 / 305-0, Telefax 305-115.

Programm

Freitag, d. 20. November 1992

 

Prof. Walter Ziegler, Landesteilungen und Landeseinheit im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit.

Prof. Alois Schmid (Eichstädt), Die Festung Ingolstadt in der frühen Neuzeit.

Samstag, d. 21. November 1992

Dr. Theodor Straub (Ingolstadt), Residenzenforschung in Deutschland, Residenzstadt Ingolstadt.

Prof. Wilhelm Störmer (München), Residenzstadt München.

Dr. Beatrix Ettelt (Stadtarchiv Ingolstadt) und Dr. Reinhard Stauber (München), Residenzstadt Landshut.

 

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Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
33. Wolfenbütteler Symposium
16. - 19. Februar 1993
Die Welfen und ihr Braunschweiger Hof
im hohen Mittelalter
 
 

Programm

Dienstag, d. 16. Februar 1993

Prof. Dr. Bernd Schneidmüller (Braunschweig), Die Welfen und ihr Braunschweiger Hof.

Prof. Dr. Joachim Ehlers (Berlin), Der Hof Heinrichs des Löwen.

Prof. Dr. Reiner Haussherr (Berlin), Das Evangeliar Heinrichs des Löwen und seine Stellung in der Geschichte der Buchmalerei von Helmarshausen.

Mittwoch, d. 17. Februar 1993

(Die Welfen: Adliges Bewußtsein - Adlige Herrschaft)

Prof. Dr. Otto Gerhard Oexle (Göttingen), Die welfische Memoria.

Prof. Dr. Egon Boshof (Passau), Welfische Herrschaft und staufisches Reich.

Prof. Dr. Stuart Jenks (Erlangen), Die Welfen und die werdende Hanse.

Dr. Jean-Marie Moeglin (Paris), Die Formierung dynastischen Bewußtseins im mittelalterlichen Reich.

(Literatur - Wissenschaft - Bildung im Umkreis des welfischen Hofs)

Prof. Dr. Karl-Ernst Geith (Genf), Karlsdichtung im Umkreis des welfischen Hofs.

Prof. Dr. Georg Steer (Eichstätt), Literatur am Welfenhof.

Prof. Dr. Loris Sturlese (Pisa), Die geistesgeschichtliche Entwicklung.

Dr. Martin Kintzinger (Stuttgart), Bildung und Wissenschaft im hochmittelalterlichen Braunschweig.

Prof. Dr. Johannes Fried (Frankfurt am Main), Friedrich Barbarossa, Schwaben und das Reich oder Der Sturz Heinrichs des Löwen.

Donnerstag, d. 18. Februar 1993

(Der welfische Kunstkreis)

Prof. Dr. Dietrich Kötzsche (Berlin), Kunsterwerb und Kunstproduktion am Welfenhof.

Dr. Renate Kroos (München), Welfische Buchmalereiaufträge des 11. bis 15. Jahrhunderts.

Prof. Dr. Harmen Thies (Braunschweig), Monumentalarchitektur in der Stiftskirche St. Blasius zu Braunschweig - Alte und neue Einsichten.

(Sächsische Geschichtsschreibung im Hochmittelalter)

Dr. Klaus Naß (Wolfenbüttel), Hochmittelalterliche Historiographie in Braunschweig.

Prof. Dr. Gerd Althoff (Gießen), Die Historiographie "bewältigt". Das Problem der welfischen Geschichte des 12. im Urteil des 13. Jahrhunderts.

Prof. Dr. Peter Johanek (Münster), Formen sächsischer Geschichtsschreibung um 1300.

Prof. Dr. Eckhard Freise (Mannheim), Die Welfen und der Sachsenspiegel.
 
 

Freitag, d. 19. Februar 1993

(Der Hof Kaiser Ottos IV.)

Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker (Vechta), Die Hofkultur Ottos IV.

Priv.-Doz. Dr. Armin Wolf (Frankfurt/Heidelberg), Gervasius von Tilbury und die Welfen.

 

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Chicago, 25. - 29. April 1993
Istituto Storico Italo-Germanico in Trento/
Italienisch-Deutsches Historisches Institut in Trient
in Zusammenarbeit mit dem Journal of Modern History:
"Le origini dello stato moderno in Italia, secoli XIV-XVI"
 

Themen (in Klammern jeweils Diskussionsleiter)

1. - relazioni internationali (Fubini);

2. - centri e periferie (Fasano);

3. - politiche monetarie e fiscali (Molho);

4. - ordinamenti giuridici e diritto comune (Mazzacane);

5. - la corte (Dean);

6. - la chiesa (Bizzocchi);

7. - privato/pubblico: lo stato (Chittolini).

Nähere Informationen: Prof. Dr. Pierangelo Schiera, Italienisch-Deutsches Historisches Institut in Trient, Via S. Croce 77, I-38100 Trento - Tel. 0461- 981617/981680 - Fax 0461-980436.

 

 

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Paris, 6. - 9. Oktober 1993
Colloque organisé à l'Université de Paris XII - Val de Marne:
Identité regionale et conscience nationale en France et en Allemagne
du Moyen Age a l'Epoque Moderne

 

Les communications du colloque devraient prendre en compte deux directions de recherche:

1. Eléments de cristallisation du sentiment d'identité régionale et du sentiment national.

Liste non limitative: facteurs religieux (notamment rôle de la Réforme en Allemagne); histoire et historiographie; langue et dialecte; droit; frontières; "Feindbilder", haine du voisin.

Eléments jouant contre la cristallisation: les voyageurs; la "noblesse" comme valeur universelle ...

 

 

2. Concrétisation territoriale du sentiment régional et national (études de cas): ville, territoire et province, pays; tensions et conflicts; propagande; politiques étatiques.

 

Nähere Informationen: Rainer Babel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, DHI Paris oder

Jean-Marie Moeglin, Université Paris XII et Institut universitaire de France.
 


Neuerscheinungen
 

Althoff, G., Huld. Überlegungen zu einem Zentralbegriff der mittelalterlichen Herrschaftsordnung, in: Frühmittelalterliche Studien 25 (1991), S. 259-282.

Amann, Konrad, Die landesherrliche Residenzstadt Passau im spätmittelalterlichen Deutschen Reich (Residenzenforschung 3), Sigmaringen 1992.

Bátori, Ingrid/Kerber, Dieter/Schmidt, Hans Josef (Hgg.), Geschichte der Stadt Koblenz, 2 Bde., Stuttgart 1992/93.

Inhalt: Bd. I (584 S., 24 Farbtafeln und 80 Textabbildungen): Ennen, Edith, Koblenz - eine rheinische Stadt, S. 13-24. - I. Wegner, Hans-Helmut, Von den Anfängen bis zum Ende der Römerzeit, S. 25-68. - II. Im Eigentum des Reiches: Ament, Hermann, Die Stadt im frühen Mittelalter, S. 69-86; Flach, Dietmar, Herrscheraufenthalte bis zum hohen Mittelalter, S. 87-120. - III. Die Trierer Erzbischöfe als Stadtherren: Kerber, Dieter, Die Anfänge der Residenz der Trierer Erzbischöfe, S. 121-136; Eiler, Klaus, Die kurtrierische Landstadt, S. 137-161; Müller, Jürgen, Bürgerprotest und Reformbegehren am Ende der kurfürstlichen Zeit, S. 162-178. - IV. Religiöses Leben: Pauly, Ferdinand, Die Kirche in Koblenz, S. 179-236; Müller, Jürgen, Die protestantische Bewegung, S. 237-246; Ziwes, Franz-Josef, Die jüdische Gemeinde im mittelalterlichen Koblenz - "Yre gude ingesessen burgere", S. 247-257; Resmini, Bertram, Die jüdische Gemeinde seit der Wiederansiedlung 1518, S. 258-270. - V. Die Bevölkerung der Stadt: Kerber, Dieter, Bürger und Einwohner im Mittelalter, S 271-285; François, Etienne, Bevölkerungs- und Sozialstrukturen im 18. Jahrhundert, S. 286-312. - VI. Wirtschaftsleben: Kerber, Dieter, Wirtschaft im Mittelalter, S. 313-332; Koelges, Michael, Handel und Gewerbe in der frühen Neuzeit, S. 333-347; Petry, Klaus, Die Koblenzer Münze im Mittelalter, S. 348-369; Weisenstein, Karl, Geld und Währung in der frühen Neuzeit, S. 370-382. - VII. Die städtebauliche Entwicklung: Liessem, Udo, Zur Architektur der mittelalterlichen Bauwerke, S. 383-408; Hofrichter, Hartmut, Die Entwicklung bis zum Ende des Alten Reiches, S. 409-440. - VIII. Bildung und Kultur: Schaaf, Erwin, Bildung und Geistesleben in der frühen Neuzeit, S. 441-458; Prößler, Helmut, Die Residenzstadt Ehrenbreitstein in ihrer kulturellen Bedeutung, S. 459-478.

Bd. II (ca. 600 S., ca. 20 Farbtafeln und ca. 100 Textabbildungen): Müller, Jürgen, Die französische Herrschaft. - Herres, Jürgen, Das preußische Koblenz. - Vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart: Golecki, Anton, Die Stadt in der Weimarer Republik; Boberach, Heinz, NS-Diktatur, Nachkriegszeit und Gegenwart. - Schmidt, Hans Josef, Die neuen Stadtteile des 19. und 20. Jahrhunderts. - Religiöses Leben: Denzer, Heinrich, Die Katholische Kirche; Müller, Jürgen, Protestantismus in einer katholischen Stadt; Schwalbach, Edith, Die jüdische Gemeinde. - Bürgerschaft und Wirtschaftsleben: Köhler, Franz-Heinz, Die Bevölkerungsentwicklung;

Tippach, Thomas, Die Stadt als Garnison; Winkel, Harald, Handel und Gewerbe. -Die städtebauliche Entwicklung: Liessem, Udo, Die Hauptstadt der Rheinprovinz; Liessem, Udo, Die Festung Koblenz; Lammert, Peter, Gauhauptstadt, Wiederaufbau und Modernität. - Bildung und Kultur: Denzer, Heinrich, Kulturleben; Schaaf, Erwin, Schulen in Koblenz; Schmidt, Hans, Musikpflege im Wandel der Zeiten.

Baumstark, R. (Hg.), Schatzkammerstücke aus der Herbstzeit des Mittelalters. Das Regensburger Emailkästchen, München (Bayer. Nationalmuseum) 1992.

Bianca, Stefano, Hofhaus und Paradiesgarten, Architektur und Lebensformen in der islamischen Welt, 1991, 320 S., 250 Abb., 13 in Farbe.

Blaschitz, Gertrud/Hundsbichler, Helmut/Jaritz, Gerhard/Vavra, Elisabeth (Hgg.), Symbole des Alltags - Alltag der Symbole: Festschrift für Harry Kühnel zum 65. Geburtstag, Graz 1992.

Inhalt: Goetz, Hans-Werner, Der `rechte' Sitz. Die Symbolik von Rang und Herrschaft im Hohen Mittelalter im Spiegel der Sitzordnung, S. 11-48; Dinzelbacher, Peter, Miles Symbolicus. Mittelalterliche Beispiele geharnischter Personifikationen, S. 49-86; Müller, Jan-Dirk, Woran erkennt man einander im Heldenepos? Beobachtungen an Wolframs "Willehalm", dem "Nibelungenlied", dem "Wormser Rosengarten A" und dem "Eckenlied", S. 87-112; Dirlmeier, Ulf/Fouquet, Gerhard, Bischof Johannes von Venningen (1458-1478) auf Reisen. Aufwand und Konsum als Merkmale adliger Lebensführung, S. 113-146; Stopar, Ivan, Architektursymbolik in mittelalterlichen Höfen Sloweniens, S. 147-170; Badstübner-Kizik, Camilla, Monastische Reform zwischen Ideal und Alltag. Zur Rolle von Topoi in der literarischen Auseinandersetzung zwischen Hirsauern und Zisterziensern (Das Beispiel der "Vita Paulinae Sigebotonis"), S. 171-190; Kocher, Gernot, Abstraktion und Symbolik im Rechtsleben, S. 191-208; Engel, Evamaria, Signum Mercatoris - Signum Societatis. Zeichen und Marke im Wirtschaftsleben deutscher Städte des Spätmittelalters, S. 209-232; Stromer, Wolfgang von, Marken und Zeichen des Wirtschaftslebens, S. 233-244; Ebner, Herwig, Die Kornmesser und ihr Stadthaus in Bruck an der Mur, S. 245-276; Kubinyi, András, Sprechende Wappen im bürgerlich-handwerklichen Bereich. Das Beispiel des mittelalterlichen Ungarn, S. 277-294; Heinrich, Wolfgang, Das Wappen als öffentliches Zeichen, S. 295-308; Hlavácek, Ivan, Zum Alltag des Rates der Prager Neustadt im Spiegel der Rechnungen vom Anfang des 15. Jahrhunderts, S. 309-322; Müller, Albert, Stigma und Stigmatisierungstechniken im Spätmittelalter. Zur symbolischen Bekämpfung aufständischer Untertanen am Beispiel Michel Beheims "Buch von den Wienern", S. 323-348; Sansy, Danièle, Chapeau juif ou chapeau pointu? Esquisse d'un signe d'infamie, S. 349-376; Kislinger, Ewald, Anasyrma. Notizen zur Geste des Schamweisens, S. 377-394; Jaritz, Gerhard, Die "Bruoch", S. 395-416; Vavra, Elisabeth, Klug oder töricht - Heilige oder Sünderin. Zur Gestaltung der Jungfrauenparabel in der bildenden Kunst, S. 417-444; Suntrup, Rudolf, Liturgische Farbenbedeutung im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, S. 445-468; Mane, Perrine/Piponnier, Françoise, Entre vie quotidienne et liturgie: le vêtement ecclesiastique à la fin du Moyen Age, S. 469-496; Mohrmann, Ruth-E., Zwischen Amulett und Talisman. Bisamäpfel als Standesabzeichen?, S. 497-516; Sütterlin, Christa, Schreck-Gesichter. Symbole des magischen Alltags, S. 517-554; Hundsbichler, Helmut, Im Zeichen der `verkehrten Welt', S. 555-570; Montanari, Massimo, Uomini e orsi nelle fonti agiografiche dell'alto medioevo, S. 571-588; Blaschitz, Gertrud, Die Katze, S. 589-616; Petschar, Hans, Vorbilder für Weltbilder. Semiotische Überlegungen zur Metaphorik der mittelalterlichen Schachzabelbücher, S. 617-640; Hüpper, Dagmar, Familie Helmbrecht in der Krise. Rechtsnormen und ihre Kontrafaktur in den Sprachhandlungen des Mære, S. 641-660; Schüppert, Helga, Allegorie und Alltag. Ein Forschungsaspekt, illustriert mit Texten und Bildern, bei Hans Sachs und Geiler von Kaysersberg, S. 661-682; Brunner, Karl, Der Schweif am Roß und die Lilie im Garten, S. 683-700; Tauber, Jürg, Symbole im Alltag aus der Sicht der Archäologie. Ein Annäherungsversuch, S. 701-732; Nitschke, August, Erde in Recht und Kult. Die symbolische Interpretation als Zugang zum Verständnis der Germanen im frühen Mittelalter, S. 732-746; Schuh, Barbara, "Wiltu gesund werden, so pring ain waxen pildt in mein capellen ...". Votivgaben in Mirakelberichten, S. 747-764; Krötzl, Christian, Evidentissima signa mortis. Zu Tod und Todesfeststellung in mittelalterlichen Mirakelberichten, S. 765-776; Jütte, Robert, Das Zepter der heroischen Medizin: Das Klistier in der medikalen Alltagskultur des Mittelalters und der frühen Neuzeit, S. 777-804; Frijhoff, Wilhelm, Médicine au quotidien au pays de Clèves. Une dialogue de village en 1559, S. 805-820; Scribner, Robert, Symbolisierung Boundaries: Defining Social Space in the Daily Life of Early Modern Germany, S. 821-841.

Boucheron, Patrick, Le Pouvoir et la ville, Xe-XVe siècles, in: Administration, 1991.

Boucheron, Patrick, De la ville idéale à l'utopie urbaine: Filarete et la politique d'aménagements urbains à Milan au temps des Sforza, in: Idées de ville, villes idéales, Cahier de Fontenay, 1992.

Carroll-Spillecke, M. (Hg.), Der Garten von der Antike bis zum Mittelalter, Mainz 1992.

Ciseri, L., L'ingresso trionfale di Leone X in Firenze nel 1515. (Biblioteca storica toscana, I 26), Florenz 1990, 332 S.

Ertzdorff, Xenia von/Neukirch, Dieter (Hgg.), Reisen und Reiseliteratur im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Vorträge eines interdisziplinären Symposiums vom 3.-8. Juni 1991 an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Amsterdam/Atlanta (GA) 1992, ca. 300 S.

Inhalt: Müllenmeister, Horst Martin, Lust auf Reisen. Anmerkungen zu Theorien des Tourismus; Landfester, Manfred, Reise und Roman in der Antike. Über die Bedeutung des Reisens für die Entstehung und Verbreitung des antiken Romans; Wagner, Ewald, Subjektive und objektive Wahrheit in islamischen Reiseberichten; Mayer, Cornelius, Peregrinatio bei Augustinus; Meinhardt, Helmuth, Bonaventura: Itinerarium mentis in Deum; Althoff, Gerd, Vom Zwang zur Mobilität und ihren Problemen; Moraw, Peter, Reisen im deutschen und europäischen Spätmittelalter im Licht der neueren Forschung; Stagl, Justin, Das Reisen als Kunst und als Wissenschaft im 16. und 17. Jahrhundert; Neukirch, Dieter, Das Bild der Welt auf den Karten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit; Denecke, Dietrich, Straßen, Reiserouten und Routenbücher (Itinerare) im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit; Hundsbichler, Helmut, Spätmittelalterliches Reisen und ikonographische Überlieferung; Rieger, Dietmar, Marco Polo und Rusticello da Pisa. Der Reisende und sein Erzähler; Ehlert, Trude, Alexanders Kuriositäten-Kabinett - oder: Reisen als Aneignung von Welt in Ulrichs von Etzenbach Alexander; Bremer, Ernst, Spätmitelalterliche Reiseliteratur, ein Genre? Überlieferungssymbiosen und Gattungstypologie; Ridder, Klaus, Werktyp, Übersetzungsintention und Gebrauchsfunktion. Jean de Mandevilles Reiseerzählung in deutscher Übersetzung Ottos von Diemeringen; Kästner, Hannes, Der zweifelnde Abt und die mirabilia descripta. Buchwissen, Erfahrung und Inspiration in den Reiseversionen der Brandan-Legende; Ertzdorff, Xenia von, Reisebericht über China in Deutschland im 15. und 16. Jahrhundert; Schiewer, Hans-Jochen, Leben unter Heiden. Hans Schildbergers türkische Erfahrungen; Kindermann, Udo, Daniel Papebroch: Bericht über eine Studienreise nach Deutschland, Österreich und Italien 1660-1662; Giesemann, Gerhard, Die Entdekkung Sibiriens in russischen Reiseberichten; Busch, Helmut, Reisen zum Gesundwerden; Bitsch, Irmgard, Ernährung auf Reisen; Ohler, Norbert, Gastfreundschaft und Gasthäuser nach Boccaccios Dekameron; Löwenstein, Uta, Fremde Gärten, Augenweide, Gaumenfreude. - Vom ästhetischen und kulinarischen Gewinn des Reisens.

Gjuzelev, V., Hauptstädte, Residenzen und Hofkultur im mittelalterlichen Bulgarien, VII.-XIV. Jh. (Vom Nomadencampus bis zum Zarenhof), in: ÉBalk. 27, Nr. 2 (1991), S. 82-105.

Harvey, J., Medieaval gardens, London 1990, xvi/199 S., 83 Abb., 8 Tafeln.

Herrin, J., Byzance - le palais et la ville, in: Byzantion 61 (1991), S. 213-230.

Höting, Ingeborg, Die Professoren der Steinfurter Hohen Schule (Steinfurter Schriften 21), Steinfurt 1991.

Holbach, Rudolf, "Item noch eyn swartz rock". Zum häuslichen Besitz von Trierer Domkanonikern im Spätmittelalter, in: Nebe, Johannes Michael (Hg.), Bewahren und Gestalten - Der Trierer Dombereich, eine "Stadt in der Stadt" (= Schriftenreihe des Trier Forums für sinnvolles Bewahren, behutsame Erneuerung und Entwicklung der Stadt und Ihres Umlandes e.V., Bd. 2) Trier 1991, S. 81-95.

Jansen, Philippe, Les fastes princiers: quand la noblesse s'impose aux communes d'Italie Centrale: l'exemple de Francesco Sforza dans les Marches au XVe siècle, in: Actes du colloque de l'IRENA, Sireuil, Sept. 1992.

Klein, Paul, Der norwegische Königshof in der Heimskringla, Diss. phil., Kiel 1992.

Kümmel, Birgit/Hüttel, Richard (Hgg.), Arolsen. Indessen will es glänzen. Eine barocke Residenz, Korbach 1992, 407 S.

Lentsch, Roberte, La localisation et l'organisation matérielle des services administratifs au Palais des Papes, in: Le fonctionnement administratif de la Papauté d'Avignon, Rom, EFR, 1990, S. 293-312.

Lentsch, Roberte, Le palais de Benoît XII et son aménagement intérieur, in: Cahiers de Fanjeaux 26 (1991), S. 345-366.

Lentsch, Roberte, L'huile à la cour des papes d'Avignon, in: Le document de l'olivié, Avignon 1990 (L'Olivier, 25, supplément).

Lentsch, Roberte, Le vin et la vigne à la cour des papes d'Avignon, in: Le document de l'olivié, Avignon 1991 (L'Olivier, 25, supplément).

Moraw, Peter, Die Luxemburger (Urban-Taschenbücher, Bd. 407), Stuttgart 1992, ca. 240 S.

Nederman, C.J./Feldwick, A., To the court and back again. The origins and dating of the Entheticus de Dogmate Philosophorum of John of Salisbury, in: JMRS 21 (1991), S. 129-145.

Neitmann, K., Die "Hauptstädte" des OrdenslandesPreußen und ihre Versammlungstage. Zur politischen Organisation und Repräsentation der preußischen Städte unter der Landesherrschaft des Deutschen Ordens, in: ZHF 19 (1992), S. 125-158.

Pade, M./Petersen, L.W./Quarta, D. (Hgg.), La Corte di Ferrara e il suo mecenatismo 1441-1598. The Court of Ferrara and its patronage. A cura di M. Pade, L.W. Petersen e D. Quarta. Atti del convegno internaz., Copenaghen maggio 1987, Kopenhagen 1990, 367 S.

Pauly, Michel (Hg.), Les petites villes en Lotharingie - Die kleinen Städte in Lothringen, Actes des 6es Journées Lotharingiennes du 25 au 27 octobre 1990 au Centre Universitaire de Luxembourg (Publications de la Section historique de l'Institut grand-ducal, Bd. 108/Publications du CLUDEM, Bd. 4), Luxemburg 1992, ca. 520 S., Abb. und Karten.

Inhalt: Despy, Georges (Brüssel), Repères pour une définition de la ville médiévale; Lebecq, Stéphane (Lille), Entre la fin de Rome et le grand essor du XIe siècle: vrai ou faux départ de la croissance urbaine dans l'espace rhéno-mosellan (IVe-Xe siècles); Pauly, Michel (Luxemburg), Die Luxemburger Städte in zentralörtlicher Perspektive; Verkerk, C.L. (Amsterdam), Die Städte des Rhein-Main-Deltas. Entstehung und erste Entwicklung bis ins 14. Jahrhundert; Uytven, Raymond van (Antwerpen/Löwen), Les moyennes et petites villes dans le Brabant septentrional avant 1400; Suttor, Marc (Lüttich), L'infrastructure fluviale et le développement des villes de la Meuse des origines à 1400; Girardot, Alain (Metz), Les villes neuves urbaines entre 1200 et 1350 en Lorraine occidentale; Wensky, Margret (Bonn), Die kleinen Städte im nördlichen Eifelraum; Fray, Jean-Luc (Nancy/Trier), Saint-Dié et le haut Val de Meurthe du XIe au milieu du XIVe siècle: développement urbain et centralité géographique dans un milieu de moyenne montagne au Moyen Age; Herrmann, Hans-Walter (Saarbrücken), Städte im Einzugsbereich der Saar bis 1400; Burgard, Friedhelm (Trier), Städtenetz und Ämterorganisation in Kurtrier bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts; Trauffler, Henri (Luxemburg), Abteistädte im südlotharingischen Raum; Irsigler, Franz (Trier), Jahrmärkte und Messen im Rhein-Mosel-Raum, 10.-13. Jahrhundert; Petry, Klaus (Trier), Von der Statik bistumsorientierter Umlaufzonen zur Dynamik fluktuierender Währungsgebiete: Der Geldumlauf in Oberlothringen vom Ende der Karolingerzeit bis um 1300 anhand der Münzfunde. Ein Überblick.

Pérez, M., Contes de courtisans. Traduction du De nugis curialium de Gautier Map. Villeneuve-d'Ascq. Centre détudes médiévales et dialectales, U.F.R. de Lettres modernes, Université de Lille III. (1988), 8E, ix/306 S. (BEC. 1990, CXLVIII, S. 479-482 = J. Berlioz).

Press, Volker (Hg.), Südwestdeutsche Bischofsresidenzen außerhalb der Kathedralstädte (= Veröffentl. der Komm. f. Geschichtl. Landeskunde von Baden-Würtemberg. Reihe B: Forschungen Bd. 116), 1992, 131 S.

Reckow, Fritz (Hg.), Die Inszenierung des Absolutismus. Politische Begründung und künstlerische Gestaltung höfischer Feste im Frankreich Ludwigs XIV. Atzelsberger Gespräche 1990 (= Erlanger Forschungen Reihe A, Band 60), Erlangen 1992.

Inhalt: Oechslin, Werner, Fest und Öffentlichkeit. Die Wahrnehmung des öffentlichen Raumes, S. 9-49; Larsson, Lars Olof, Versailles als Schauplatz. Die bildende Kunst im Dienste der Repräsentation in Schloß und Garten von Versailles, S. 51-69; Rekow, Fritz, Der inszenierte Fürst. Situationsbezug und Stilprägung der Oper im absolutistischen Frankreich, S. 71-104; Kapp, Volker, Spielen und Mitspielen. Literatur und höfische Repräsentation zur Zeit Ludwigs XIV., S. 105-139; Anders, Inke, Charles LeBruns Zelt des Darius und die Konferenz über die "expression générale et particulière", S. 141-151.

Reisenleitner, Markus, Henry VIII. - A European Court in England. Ausstellung in Greenwich (GB), in: Frühneuzeit 2 (1991).[Vgl. Starkey].

Renoux, Annie, Palais capétiens et normands à la fin du Xe siècle et au début du XIe siècle, in: Le Roi de France et son Royaume autour de l'an mil, Paris 1992, S. 179-191.

Renoux, Annie, Évocation morphologique des palais normands et capétiens à la fin du Xe siècle et au début du XIe siècle, in: Le Roi de France et son Royaume autour de l'an mil, Paris 1992, S. 193-200.

Starkey, David (Hg.), Henry VIII. A European Court in England, London 1991. [Vgl. Reisenleitner].

Studt, Birgit, Fürstenhof und Geschichte. Legitimation durch Überlieferung (Norm und Struktur. Studien zum sozialen Wandel in Mittelalter und Früher Neuzeit 2), Köln/Weimar/Wien 1992, ca. 480 S.

Suckale, Robert, Die Hofkunst Kaiser Ludwig des Bayern, München 1992.

Volk, O., Die Rechnungen der mainzischen Verwaltung in Oberlahnstein im Spätmittelalter (Veröffentlichung der Historischen Kommission für Nassau, Bd. 47), Wiesbaden 1990.

Waage-Petersen, Lene/Pade, Marianne/Quarta, Daniela (Hgg.), La Corte di Ferrara/The Court of Ferrara. Articles in Italian, English, German and French from the international seminar 1987 on the Este family and its patronage of art and literature 1441-1598, Kopenhagen 1990.

Weigand-Karg, Sabine M., Die Plassenburg. Residenzfunktion und Hofleben bis 1604, Diss. phil., Bayreuth 1991.

Winterling, A., Der Hof des Kurfürsten Clemens August von Köln (1723-1761), in: RhV 54 (1990), S. 123-141.

Zarri, G., Les prophètes de cour dans l'Italie de la renaissance, in: MEFRM, Bd. 102 (1990), S. 649-675.

Zotz, Thomas, Präsenz und Repräsentation. Beobachtungen zur königlichen Herrschaftspraxis im hohen und späten Mittelalter, in: Lüdtke, Alf (Hg.), Herrschaft als soziale Praxis. Historische und sozial-anthropologische Studien, Göttingen 1991, S. 167-194.



 

Die Mitglieder und Mitarbeiter der Residenzenkommission

Ergänzungen und Korrekturen

Die neuen Kommissionsmitglieder

Hochschuldozent Dr. Uwe Albrecht, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Kunsthistorisches Institut, Olshausenstr. 40 (Besuchsadresse: Wilhelm-Selig-Platz 2), 2300 Kiel 1, Tel.: (0431) 880-4637; privat: Holtenauerstr. 72, 2300 Kiel 1, Tel: (0431) 569924.

Prof. Dr. Klaus Grubmüller, Georg-August-Universität zu Göttingen, Seminar zur deutschen Philologie, Humboldtallee 13, 3400 Göttingen.

Prof. Dr. Peter Moraw, Justus-Liebig-Universität Gießen, Historisches Institut - Landesgeschichte, Otto-Behagel-Str. 10, 6300 Gießen, Tel.: (0641) 702 55 00, Fax.: (1641) 702 38 11; privat: Hermann-Löns-Str. 49, 6300 Gießen, Tel.: (1641) 2 57 30.

*****

Herr Prof. Dr. Wilhelm Störmer teilt uns mit, daß er nicht, wie in Heft 1, Jg. 2 (1992), S. 58 mitgeteilt, die Residenz Landshut bearbeitet, sondern sich auf München konzentriert.

Herr Dr. Miloslav Polívka (Prag) arbeitet über die Höfe von Wenzel IV. und Sigismund.

Dienstadressen

Prof. Dr. Volker Honemann, Johannisstr. 1-4, 4400 Münster, Tel.: (0251) 83-44 10, Telex: 8 92 529 UNIMS d, Fax.: (0251) 83-20 90.

Prof. Dr. Wilhelm Störmer, Institut für Bayrische Geschichte, an der Universität München, Ludwigstr. 14, 8000 München 22, neu: Tel: (089) 28638-507, Fax: (089) 28638505.

Prof. Dr. Walter Ziegler, Universität München, Institut für Bayrische Geschichte,

Ludwigstr. 14, 8000 München 22, Tel.: (089) 28638-507, Fax.: (089) 28638-506.

Privatadressen

Prof. Dr. Peter Johanek, Besselweg 51, 4400 Münster, Tel.: 0251/862448.

Ingeborg Höting (ab Februar 1993), Meskesweide 17, 4424 Stadtlohn.

 



 
 
Die Arbeitsstelle Kiel
 
Susanne Baus
Christian Halm
Detlev Kraack
Prof. Dr. Werner Paravicini
Adresse:
Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität,
(postalisch:) Olshausenstr. 40,
(Besuchsadresse:) Leibnizstr. 8,
2300 Kiel 1
Tel.: 0431/880-3639, -2282, -3401, -1484, -2280.
Fax: 0431/880-1524
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