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Mitteilungen der Residenzen-Kommission
der
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

 

 

 

Jahrgang 2 (1992) Nr. 1

 
 

 

 

 

Residenzen-Kommission
Arbeitsstelle Kiel

 

 

ISSN 0941-0937
 
Herstellung:
Vervielfältigungsstelle
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
 
Titelvignette:
Bibliothek Augusts d. J. von Braunschweig-Lüneburg
zu Wolfenbüttel
nach Merian, 1. Hälfte 17. Jahrhundert

Inhalt
 

Erstes Echo 6
 

Aus der Arbeit der Kommission 9
 

Alte Mitarbeiter und neue Mitarbeiter:
 

Arbeitsberichte, Stand des Unternehmens, Topographischer Index 11
 

3. Symposion: "Alltag bei Hofe" (1992). Tagungsbericht 13

 
4. Symposion: "Zeremoniell und Raum" (1994) 19
 

Aus der Werkstatt:

Michael Bojcov, Das politische Zeremoniell im Reich (Mitte des 14. bis Ende des 15. Jahrhunderts). Skizze eines Forschungsprojekts 20

Andreas Schlunk, Projekt EGERE (Erforschung Gefährdeter Monumente und ihrer geschichtlichen Rahmenbedingungen im Egerland) 22

Christian Halm/Detlev Kraack, Deutsche, französische und niederländische Reiseberichte 24

Volker Honemann, Residenz und Bibliothek 25

Reinhard Tenberg, Residenzbibliotheken im deutschen Reich. Literaturverzeichnis 26

Werner Paravicini, Deutsche Herolde des Mittelalters: Projekt eines Repertoriums 32

Michael Scholz, Die Residenz der Erzbischöfe von Magdeburg in Halle in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts 33
 

Kolloquien 35

 
Buchvorstellungen 41
 

Neuerscheinungen 44
 

Die Arbeit der anderen 53
 

Die Mitglieder der Residenzenkommission 54
 

Mitarbeiter, Betreuer und Korrespondenten 55
 

Die Arbeitsstelle Kiel 59


Erstes Echo

Soeben ist unter dem fragenden Titel "Was war eine Residenz im deutschen Spätmittelalter?" ein Rezensionsartikel zum ersten Band unserer Reihe "Residenzenforschung" erschienen - ein ernster und sehr kritischer Text aus der Feder von Peter Moraw. Gleich zu Anfang heißt unser gemeinsames Vorhaben "ebenso ehrgeizig und umfassend wie nicht unproblematisch". Dies wird sogleich erklärt: [Es] "zeigt sich, daß die Residenz nicht präzise die Mitte dessen darstellt, wonach ... eigentlich gesucht [wird] ... Gesucht [aber] wurde und wird, was man Handlungszentrum oder gar Legitimationszentrum des älteren Gemeinwesens nennen kann". Auf die Frage, wie dieses Zentrum denn zu bezeichnen sei, antwortet Moraw: "Eigentlich hätte Patze von Hofforschung sprechen müssen". Denn Residenz sei nur ein "sekundäres Moment". An anderer Stelle heißt dies so: "Viel Topographie ist weniger interessant als viel Beziehungsgeschichte der Handelnden". "Besser als von der Residenz würde man ... vom Hof reden".

Zum Schluß kommt es dann besonders hart und deutlich: "Ein Unternehmen, von dem man Spitzenforschung erwarten darf, sollte Gedanken aus mehr als einer Quelle aufnehmen": Gefordert werden Entgrenzung der territorialen Spezialthematik, Berücksichtigung soziologischer Hoftheorien, der Reichsstruktur, der Entwicklungsunterschiede.

Ich kann diese Ermahnungen in aller Gelassenheit zur Kenntnis geben, weil mir Peter Moraw noch während der nicht mehr aufzuhaltenden Drucklegung am 9. Dezember 1991 schrieb, daß die Lektüre unserer Mitteilungshefte, zumal der zweiten Nummer, ihn, hätte er früher davon Kenntnis gehabt, dazu veranlaßt hätte, seine Rezension umzuschreiben. Denn tatsächlich, in der ersten Nummer der Mitteilungen vom Frühjahr 1991 hieß es (S. 12):

Die bisherige Arbeit der Kommission war wesentlich topographisch orientiert und auf Residenzorte ausgerichtet. Diese Perspektive ist wichtig, aber sie sollte nicht die einzige bleiben. Neben den topographischen trete der sozial-personale und der organisatorische Aspekt. Mit der Residenz als Ort der Herrschaft sollte als die andere Seite der Medaille der Hof als Organsationsform der Herrschaft stärker betrachtet werden. An der Absicht, alle wichtigen deutschen Residenzorte zu behandeln, wenn auch nicht nach einheitlichem Muster [...], wird festgehalten. Aber es sind auch Studien über den Hof und seine Organisation an und für sich denkbar, losgelöst vom konkreten Ort, zumal der Übergang von der Reise- zur Residenzherrschaft fließend ist und Hof und Verwaltung sich trennen. Wir brauchen Studien über die Soziologie des mittelalterlichen Hofes und allgemein über Hofordnungen. Im selben Heft wurde das gegenwärtige Kolloquium "Alltag bei Hofe" angekündigt.

In der Herbstnummer des Jahres 1992 war auf S. 4 unter der Rubrik: "Aus der Arbeit der Kommission" zur 5. Sitzung der Residenzen-Kommission am 18. Oktober 1991 zu lesen:

Eine neue Beschreibung der Aufgaben der Kommission wurde beschlossen: anstatt "Die Entstehung der landesherrlichen Residenzen im spätmittelalterlichen deutschen Reich" nunmehr "Residenz und Hof im spätmittelalterlichen deutschen Reich (1200-1600)". Damit wird der zeitliche Rahmen und neben der topographischen auch die soziale Dimension der Residenzproblematik sichtbar. In derselben Nummer wurden für die Tagungen 1994 und 1996 in Aussicht genommen die Themen: "Zeremoniell und Raum" und "Hof und Hofordnungen".

Peter Moraw schreibt uns aber noch Weitergehendes ins Stammbuch: "Keinem Franzosen oder Engländer wäre es eingefallen, den König als die soziale Spitze des Gemeinwesens im Forschungsprogramm beiseite zu lassen". Damit verwandt ist die anklagende Beobachtung: "Nichts ist schlimmer als eine absolute Residenzengeschichte"; "... beim König und bei den Großdynastien gab es natürlich, und zwar oft früher und besser belegt, Haupt- und Nebenresidenzen und die meisten jener weiteren Situationen und Tatsachen, die man anhand kleinformatiger Beispiele bei Landesherren mühsam und mit späten Belegen hervorgräbt". Wir hätten "anderswo längst vielfach geklärte Prozesse" an nachgeordneten Phänomen erneut ermittelt, "die zeitliche Führung des Königshofes gegenüber den allermeisten Fürstenhöfen" und seine stets vorhandene "quantitative Überlegenheit" vergessen, wobei doch deren "inidividuelle Merkmale und die Chronologie ... die speziell interessanten Punkte sind."

Das sitzt schon eher. Aber auch hierzu wäre festzustellen, daß die Bezeichnung "landesherrlich" aus der Aufgabenbeschreibung der Kommission bereits verschwunden ist und wir ehedem und auch jetzt den königlichen Hof nicht vernachlässigen (was sicherlich noch nicht genug ist): Auf dem Ansbacher Kolloquium (s. unten) war vom Hof der Luxemburger in Prag, vom ungarischen und vom englischen Königshof die Rede. Außerdem ist das Reich ja dadurch besonders merkwürdige, daß mit Ausnahme der Reichsstädte und ihrer Hauptstadtfunktionen alle deutsche Königsresidenzen landesherrliche Residenzen waren, bevor oder nachdem die betreffende Dynastie die Königsherrschaft errungen oder verloren hatte. Und schließlich: Der topographische Aspekt hat sein eigenes Recht. Er wird zunehmend wichtig. Schließlich sind die modernen Hauptstädte aus den Residenzen erwachsen.

Wir könnten also wie der Igel ausrufen: "Ik bün al hier" und uns damit zufrieden geben. Aber abgesehen davon, daß es sich bislang ja nur um Absichtserklärungen handelt, können wir diese Anregung nicht einfach als erledigt betrachten. Wir sollten sie als Aufforderung nehmen, den eingeschlagenenen Weg noch methodenbewußter und mutiger zu gehen. Diese Kritik belebt und stärkt. Es war mir eine besondere Freude, daß Peter Moraw eigens nach Ansbach gekommen ist, um mit uns über den weiteren Weg zu diskutieren.

*

Überhaupt hat die Stimmung sich deutlich gehoben. Briefe, Sonderdrucke, sogar Bücher trafen in großer Zahl in Kiel ein. Wir haben uns in Ansbach gesehen, miteinander getagt, über neue Projekte gesprochen. Druckmanuskripte wurden eingereicht. Das vorliegende (3.) Mitteilungsblatt übertrifft seine Vorgänger deutlich an Umfang und Inhalt, dank der Einsendungen, die ich erhalten habe. So soll es weitergehen: Schreiben Sie mir Berichte, Hinweise, Miszellen, damit das Mitteilungsblatt noch reicher und nützlicher werden kann. Immerhin trägt es von nun an die ISSN-Nummer 0941-0937 der Deutschen Bibliothek in Frankfurt.

Nächster Redaktionsschluß: 1. Oktober 1992

Kiel, am 30. April 1992 Werner Paravicini


Aus der Arbeit der Kommission

1. Die 6. Sitzung der Residenzen-Kommission wird voraussichtlich im Oktober 1992 in Göttingen stattfinden.

2. Zu ihr wird erstmals als neues Kommissionsmitglied geladen werden der am 18. Okt. 1991 gewählte Professor Dr. Thomas Zotz, Freiburg i. Br., ehemals Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Geschichte, bekannt und empfohlen durch seine Arbeiten zur Pfalzenforschung und zur ritterlich-höfischen Kultur in der Stadt. Prof. Zotz hat bereits am 3. Symposium in Ansbach teilgenommen.

3. Reihe "Residenzenforschung".

Die Korrekturen von Bd. 3 (Amann, Passau) sind abgeschlossen. Das Erscheinen des Bandes steht unmittelbar bevor.

Dieter Kerber, "Herrschaftsmittelpunkte im Erzstift Trier am Ende des Mittelalters" und Sabine M. Weigand-Karg, "Die Plassenburg. Residenzfunktion und Hofleben bis 1604", liegen der Kommission zur Begutachtung vor.

1992 werden fertig werden die Arbeiten von Johann Kolb, "Die Entstehung der Residenz Heidelberg", und von Michael Scholz, "Die Magdeburgische Residenz Halle 1503-1541". In Vorbereitung ist ein Band über oberschlesische Residenzen (Ratibor, Auschwitz), erarbeitet am Oberschlesien-Institut Münster i. W. unter Leitung von Prof. Johanek.

Zu evtl. Pflichtkarten in Residenzen-Monographien und deren Maßstab s. unten S. 14f.

3. "Mitteilungen der Residenzen-Kommission".

Jg. 1 (1991) Nr. 1 (24 S.) ist im April 1991 erschienen (Auflage 250), Jg. 1 (1991) Nr. 2 (35 S.) im November 1991 (Auflage 300); Jg. 2 (1992) Nr. 1 (59 S.) hiermit im Mai 1992 (Auflage 350). Eine eigene ISSN - Nummer (0941-0937) wurde am 14. Nov. 1991 von der Deutschen Bibliothek Frankfurt zugeteilt. Die "Mitteilungen" werden künftig in der Reihe B der Deutschen Nationalbibliographie angezeigt werden.

4. Symposien.

(a) 3. Symposium "Alltag bei Hofe" (1992).

Siehe unten S. 13.

(b) 4. Symposium "Zeremoniell und Raum 1200-1600" (1994).

Siehe unten S. 19.

(c) 5. Symposium "Hof und Hofordnungen 1200-1600" (1996).

Die Themenstellung ist bislang unwidersprochen.

5. Projekt "Bibliographie der spätmittelalterlichen Reiseberichte".

Dank der Bemühungen der Akademie konnte neben Christian Halm für das Jahr 1992 eine zweite Hilfskraft im Werkvertrag eingestellt werden: Detlev Kraack.

Bd. 1 (deutsche Berichte). Befindet sich in der Endredaktion.

Bd. 2 (niederländische Berichte). Detlev Kraack hat am 1. Januar 1992 die Bearbeitung begonnen.

Bd. 3 (französische Berichte). Sobald Bd. 1 in den Druck gegangen ist, wird Christian Halm diesen Band mit Vorrang bearbeiten.

 Vgl. den Werkstattbericht unten S. 24 f.

 
6. Zum "Handbuch"-Projekt siehe unten S. 15. W. Paravicini, Kiel
 


Alte Mitarbeiter und neue Mitarbeiter:
Arbeitsberichte, Stand des Unternehmens, topographischer Index

Um deutlich zu machen, welche Gebiete und Einzelresidenzen in Arbeit sind und welche nicht, folgt hiernach ein topographischer Index zum Mitgliederverzeichnis am Ende des Bandes. Alle dort und hier Genannten werden gebeten, bis zum nächsten Redaktionsschluß (1. Oktober 1992):

(1) mich wissen zu lassen, ob sie effektiv an den für sie reservierten Themen arbeiten oder arbeiten werden;

(2) mir einen knappen Arbeitsbericht zukommen zu lassen (einen solchen Arbeitsbericht künftig bitte jedes Jahr, jeweils im Herbst, damit darüber berichtet werden kann);

(3) mich auf Lücken im Programm und auf mögliche neue Mitarbeiter hinzuweisen.

Einerseits muß sich der Kreis der Mitarbeiter erweitern. Andererseits wäre es für die Kommission sehr wichtig, von der Aufgabe eines Projekts zu erfahren, die z. B. durch Eintritt in den Beruf oder berufliche Veränderung bedingt ist. So hat mich Michael Rumpf (Bühl) dankenswerterweise davon unterrichtet, daß er die Leitung des Stadtgeschichtlichen Instituts in Bühl übernommen hat und deshalb auf die Behandlung der Residenzen der Markgrafen von Baden verzichten muß (Brief vom 14. 1. 1992). Damit ist dieses Thema wieder frei und kann erneut angeboten werden.

Werner Paravicini, Kiel

 

Topographischer Index

Augsburg und Dillingen, Wüst

Bamberg, Endres

Böhmen, Hlavácek

Braunschweig, Stadt, Weinmann

Büdingen, Decker

Celle, Herzöge von Braunschweig-Lüneburg, Hamann

Deutscher Orden in Livland: Riga, Neitmann

Deutscher Orden in Preußen, Jähnig

Englische nichtkönigliche Residenzen, Jäschke

Franken, Residenzen der Hohenzollern, Seyboth

Graz, Ebner

Halberstadt, Residenzbildung der Welfen in Südniedersachsen, Ahrens

Halle, insbes. 1503-1541, Scholz

Heidelberg, Pfalzgrafen bei Rhein, Kolb

Holstein, Grafschaft, Wülfing

Hofkultur der Frühen Neuzeit, Müller

Hofliteratur, Studt

Idstein/Wiesbaden, Grafen von Nassau: Berns

Ingolstadt, Straub

Katzenelnbogen, Grafen von, Flach

Katzenelnbogen, Obergrafschaft, Wolf

Kleve, Flink

Köln, Erzbischöfe von, Militzer

Magdeburg und Halle, Reinbold

Mainz, Erzbischöfe von, Gerlich

Marburg/Kassel, Landgrafen von Hessen, Bitsch

München und Landshut, Störmer

Niederbayern, Ziegler

Oldenburg, Schmidt

Ostfriesland, Lamschus

Passau, Amann

Plassenburg, Weigand-Karg

Pommern, Herzöge von, Conrad

Sachsen-Lauenburg, Herzöge von, Hucker

Salzburg, Dopsch

Schlesien, Karlowska-Kamzowa, Weczerka

Siegen, Grafschaft Nassau, Kloft

Speyer, Bischöfe von, Andermann

Steinfurt, Herren von, Höting

Thüringen und Sachsen, Wettiner in, Streich

Tiroler Raum: Innsbruck, Brixen u. a., v. Hye

Trier,Erzbischöfe von, Kerber

Vorderösterreich, Quarthal

Wenzel IV. und Sigismund, Polivka

Wertheim, Grafen von, Ehmer

Wien, Csendes

Wiener Neustadt, v. Buttlar

Württemberg, Grafen/Herzöge von, Lorenz


3. Symposion: "Alltag bei Hofe"

Ansbach, 28. 2. - 1. 3. 1992

Tagungsbericht
 

1. Allgemeines
Der Besuch war stattlich und international, am Ort einer kleinen Residenz, die Romantisches und Typisches, Spätmittelalterliches und Frühneuzeitliches aufs Schönste verbindet. Die von Stadtarchivar Bürger dankenswerter Weise veranstaltete Führung durch die Stiftskirche St. Gumbertus mit der Schwanenritter-Kapelle stellte einen abschließenden Höhepunkt dieser Seite der Zusammenkunft dar. Dem Mäzenatentum der Thyssen-Stiftung (die leider nicht persönlich vertreten sein konnte) sei ausdrücklich dankbar gedacht. Hier die Liste der 55 Teilnehmer:

Dr. Konrad Amann (Mainz)

PD Dr. Ronald G. Asch (Münster)

Doz. Dr. Michael Bojcov (Moskau)

Prof. Dr. Hartmut Boockmann (Göttingen)

cand. phil. Enno Bünz (Würzburg)

Stadtarchivar Werner Bürger (Ansbach)

Dr. Klaus Peter Decker (Büdingen)

Prof. Dr. Ulf Dirlmeier (Siegen)

Prof. Dr. Herwig Ebner (Graz)

cand. phil. Berhard Ebneth (Bayreuth)

Dr. Dietmar Flach (Koblenz)

Prof. Dr. Klaus Flink (Kleve)

Dr. Gerhard Fouquet (Siegen)

Dr. Gudrun Gleba (Oldenburg)

cand. phil. Christian Halm (Kiel)

Dr. Paul-Joachim Heinig (Mainz)

Prof. Dr. Ivan Hlavácek (Prag)

Ingeborg Höting, M.A. (Siegburg)

Prof. Dr. Volker Honemann (Göttingen)

Dr. Bernhart Jähnig (Berlin)

Prof. Dr. Peter Johanek (Münster)

Dr. Dieter Kerber (Koblenz)

Johan Kolb, wiss. Mitarbeiter (Kiel)

cand. phil. Detlev Kraack (Kiel)

Klaus Krüger, wiss. Mitarbeiter (Kiel)

Holger Kruse, wiss. Mitarbeiter (Kiel)

Prof. Dr. András Kubinyi (Budapest)

PD Dr. Sönke Lorenz (Tübingen)

PD Dr. Klaus Militzer (Köln)

Prof. Dr. Peter Moraw (Gießen)

Prof. Dr. Rainer A. Müller (München)

Dr. Siegfried Müller (Oldenburg)

Prof. Dr. Werner Paravicini (Kiel)

Dr. Miloslav Polívka (Prag)

PD Dr. Andreas Ranft (Kiel)

Prof. Dr. Fritz Reckow (Erlangen)

cand. phil. F. Reuter (Tübingen)

Dr. Michael Reinbold (Oldenburg)

Dr. Andreas Schlunk (Bamberg)

cand. phil. Michael Scholz (Göttingen)

cand. phil. Harm von Seggern (Kiel)

Dr. Reinhard Seyboth (Regensburg)

Prof. Dr. Wilhelm Störmer (München)

Dr. Theodor Straub (Ingolstadt)

Prof. Dr. Wolfgang v. Stromer (Erlangen-Nürnberg)

Prof. Dr. Natalie v. Stromer (Darmstadt)

Dr. Birgit Studt (Münster)

Prof. Dr. André Uyttebrouck (Brüssel)

Dr. Malcolm G.A. Vale (Oxford)

Sabine M. Weigand-Karg, M.A. (Bayreuth)

Dr. Jürgen Rainer Wolf (Darmstadt)

Dr. Inge-Maren Wülfing (Göttingen)

Dr. Wolfgang Wüst (Augsburg)

Prof. Dr. Walter Ziegler (München)

Prof. Dr. Thomas Zotz (Freiburg i. Br.)
 

2. Workshop

Das Arbeitsgespräch am ersten Abend (28. Februar) behandelte vier verschiedene Themen:

(a) Ingeborg Höting sprach über "Kartenverwendung und Visualisierung" bei Residenzenmonographien und regte an, Graphisches stärker zu verwenden, um auch der planenden Gegenwart hilfreicher sein zu können. Es fehle ein Zeichner bei der Kommission, der die Karten einheitlich gestalte. Sie schlug vor, Richtlinien für Grundkarten zu verabreden. Diese Anregung wurde von K. Flink in den Vorschlag verwandelt, folgende Karten verbindlich zu machen:

1: 2500 die Residenz im engeren Sinne: die Burg, das Schloß;

1: 5000 die Residenz im weiteren Sinne: z. B. die Stadt;

1: 50.000 das Territorium mit Residenz und Nebenresidenzen;

1: 50.000 der Lehnhof;

fakultativ:

1: 50.000 Domänen und Vorwerke um die Residenz.

Die Fragen werden auf der nächsten Kommissionssitzung weiter beraten werden.

(b) D. Kerber sprach über "Residenz oder Herrschaftsmittelpunkt?" anhand der Erfahrungen, die er bei der Beschäftigung mit den Trierer Verhältnissen sammelte und die ihn zur Ablehnung des Residenzbegriffs geführt haben. Seine Anregung, als Leitbegriff "Herrschaftsmittelpunkt" im Sinne eines weniger topographisch gebundenen Schnittpunkts von Ort, Institutionen und Personen zu wählen, wurde eingehend diskutiert, ohne jedoch allgemeine Zustimmung zu finden.

(c) B. Jähnig zeigte, daß das Patze/Streich-Schema sich für seine Untersuchung der Hochmeisterresidenzen in Preußen als hilfreich erwiesen hat.

(d) W. Paravicini stellte das Projekt "Residenzen-Handbuch" in veränderter Form zur Diskussion. Der neue Titel: "Höfe und Residenzen im spätmittealterlichen Reich (1200-1600). Ein Handbuch" deute die neue Ausrichtung an. Gedacht sei an eine einbändige Wiedergabe des Forschungsstandes, die weder im Gedruckten noch vor allem im Ungedruckten Vollständigkeit anstrebte, die nicht alphabetisch nach Orten, sondern nach Reichsfürstentümern und Dynastien geordnet wäre und die die wichtigsten Tatsachen, Darstellungen und Quellen einschließlich der vorhandenen Hofordnungen, Hofrechnungen etc. zur Verfügung stellte. In der Diskussion wurde das Vorhaben begrüßt, ja sogar als vordringlich bezeichnet. Es wurde vorgeschlagen, alsbald eine Redaktion einzusetzen, die die Grundsätze erarbeiten sollte. Die Herren Bünz, Flach, Flink, Lorenz, Ziegler erklärten sich zur Mitarbeit bereit. Paravicini machte allerdings deutlich, daß die Arbeit erst dann aufgenommen werden könne, wenn die Arbeitsstelle der Kommission mit einer hauptamtlichen Kraft ausgestattet sei. Auch dieser Fragenkomplex wird auf der nächsten Kommissionssitzung behandelt werden.
 

3. Alltag bei Hofe

Da ein Heft mit Resümees auf dem Kolloquium verteilt wurde (einige Exemplare sind noch vorhanden) und die Referate mit Einleitung, Zusammenfassung und Diskussionen (nur deren Grundzüge) künftig veröffentlicht werden - die Abgabe der Manuskripte ist auf den 1. September 1992 festgelegt - kann hier ein nur kurzer Bericht folgen.

 
W. Paravicini (nicht im Resümee-Heft) versuchte in seiner Einleitung, Grundbegriffe zu klären: Alltag und Nicht-Alltag, Haushalt und Hof, täglicher Hof und Hoftag. Er erinnerte an die verschiedenen Perspektiven, unter denen man einen Hof betrachten kann: Perspektive der Kleinen, der Großen, des Fürsten, und an die fünf Grundfunktionen, die ein Hof zu erfüllen hat: Das tägliches Leben, Zugang und Sicherheit organisieren, das Prestige des Fürsten halten und erhöhen, Machteliten neutralisieren und integrieren, Regieren und Verwalten. Schließlich unterschied er 14 Grundtendenzen der Veränderung, die als Maßstab für die Fallstudien dienen könnten: Vom Haushalt zum Hof als Haushalt; vom gelegentlichen zum immerwährenden Hof; vom Alltag zum ständigen Fest; Aufhebung des Alltags oder neuer Alltag? - die tägliche Unterhaltung; vom kleinen zum großen Hof: quantitatives Wachstum; vom Profanen zum Sakralen: die religiöse Durchdringung des Alltags; Schriftliche Regelung des mündlich Tradierten oder des defensiv Ausgehandelten; vom Familienhaushalt zum polynuklearen Hof der Einzelhaushalte; der Aufstieg der Frauen, Mätressen, Bastarde; vom Hof zur Behörde, die Zunahme des demonstrativen Konsums; die Formalisierung des Kampfes um Prestige: die tägliche Rangzuweisung; die Zunahme der Distanz, das Gewicht des Zeremoniells; Zivilisierung der Sitten und Zurückdrängung des Alltags. Daraus ergaben sich Leitfragen, die er dem Symposium aufgab: Nach der Organisation der Zeit, des sozialen Raumes, des lokalen Raumes (sichtbare soziale Hierarchie als das eigentlich Problem der Residenz), Abstand von Norm und gelebter Wirklichkeit, der Rückständigkeit des Reichs im Vergleich zum Westen, weltlichen/geistlichen, fürstlichen Höfen und Königshof - ihrem Verhältnis im Reich. Was ändert sich und wann? Wann setzt die alles überwindende Dynamik des Hofes ein? Ab wann entrinnen bestimmte Höfe der Rivalität, stellt sich Unausweichlichkeit ein? Schlägt die Verdichtung in eine neue Qualität um? Steigen die Normen?

Teil I (Versorgung) begann mit dem Vortrag von M.G.A. Vale (Oxford), "Provisioning princely households in the Low Countries during the pre-Burgundian period, c. 1280-1380", der u. a. deutlich machte, daß der Übergang vom Haushalt ("lower household", "domus providentiae") zum Hof ("upper household", "domus magnificentiae") in den Niederlanden schon Ende des 13. Jahrhunderts erfolgte und überhaupt Vieles, was als typisch burgundisch gilt, von den Vorgängerhöfen übernommen wurde. - K. Militzer (Köln), "Die Versorgung des kurkölnischen Hofes" machte mit dem Typ des "Versorgungsunternehmers" bekannt und erwies die große Stadt Köln als Versorgungs- und bevorzugten Festort nicht nur des Erzbischofs. - Dies stimmte völlig mit den Beobachtungen überein, die R. Seyboth (Regensburg) in seinen Ausführungen über "Reichsstadt und fürstliche Residenz. Nürnberg als Versorgungszentrum für die fränkischen Hohenzollernresidenzen im späten Mittelalter" machen konnte; allerdings modifiziert durch gleichzeitige Konflikte: der Glanz des Ansbachischen Hofes kommt aus Nürnberg, aber es gibt eine noch näher zu definierende Grenzlinie zwischen Wirtschaft und Politik. - I. Hlavácek (Prag), "Religiöse Versorgung: Zum Kapellanat der böhmischen Luxemburger, vornehmlich Wenzels IV." machte zum einen die Polyvalenz der Hofgeistlichen sichtbar: Sie dienen als Priester, sicher, aber auch als Gelehrte, Informanten, Schreiber, Ärzte, Gesprächspartner, Vorleser; zum anderen führte er ein in die Schwierigkeiten der prosopographischen Erforschung dieser Gruppe, von der die Ehrenkapläne noch einmal zu unterscheiden sind.

Teil II (Alltag und Fest) begann mit den Mitteilungen von B. Studt (Münster), "Exeat aula qui vult esse pius. Der geplagte Alltag des Hofliteraten" - hier ging es um den Aufstieg einer neuen Bildungselite und den Quellenwert der über Jahrhunderte nahezu gleichlautenden literarischen Hofkritik: Die Bewertung beider wirft noch reichlich Probleme auf. Daß etwas Neues geschieht, ist unbestreitbar, aber es ist schwer zu beurteilen, wie mächtig die Meister des Wortes wirklich waren. Eine Machtelite stellten sie noch lange nicht dar. - H. Boockmann (Göttingen) zeichnete in "Alltag am Hof der Hochmeister des Deutschen Ordens in Preußen" (nicht im Resümee-Heft) ein Stilleben nicht nur des hochmeisterlichen Hofes um 1400, sondern auch der irregeleiteten Forschung zur Zeit der Romantik, die zwar die Texte (hier das Marienburger Treßlerbuch) kannte (im Unterschied zu manchem Alltagshistoriker der Gegenwart), sie aber mit den jeweiligen Selbstverständlichkeiten der Zeit einfärbte. Weder "arbeitete" der Hochmeister, noch war er "der erste Diener seines Staates". Vielmehr war er ein adliger Fürst und führte eine repräsentative Existenz in so weitem Abstand von den einfachen Leuten, daß sie erschraken, wenn sie ihm und seinem Gefolge auf der Landstraße begegneten. - A. Uyttebrouck (Brüssel), "Quelques aspects de la vie quotidienne à la Cour de Brabant (fin XIVe- début XVe siècle)" ging unter anderem auf die Geschenkpraxis des Hofes zu Neujahr ein, aus welchem Anlaß im Westen allen Hofangehörigen nach Rang gestaffelt "étrennes" ausgereicht wurden, und er konnte zeigen, wie individuell verschieden die Frequenz von Bällen, Jagden, Turnieren unter den einzelnen Herrschern gewesen ist. U. Dirlmeier/G. Fouquet (Siegen), konnten ihren (von G. Fouquet verlesenen) Vortrag über "Alltag in der Hofhaltung des Basler Bischofs Johannes von Venningen (1458-1478)" auf eine im Reich einzigartige Quelle stützen, ein autographes Haushaltsbuch eines kleineren Bischofs und Reichsfürsten, dessen Gesamtausgaben (soweit über diese Kasse abgerechnet) der Herzog von Burgund für ein einziges Juwel ausgab. Der Bischof war alles andere als ein Verschwender, was die verbreitete Vorstellung vom Adel, der nicht haushalten könne, Lügen straft. So dürftig sein Einkommen war und so familiär er sich geben konnte, so sehr hielt er sich aber doch an das Gesetz von Abstand und Gabe und hohem Konsum bei besonderen Gelegenheiten, wie ebenfalls etwa zu Neujahr. - In ganz andere Verhältnisse führte zum Schluß A. Kubinyi (Budapest), "Alltag um 1500 am ungarischen Königshof der Jagiellonen 1490-1526". Aus dem detaillierten Gesamtbild etwas herauszulösen, fällt schwer. Frappierend aber waren die Folgen für den Hof, wenn es keine Königin gab (Tanzfeste fanden dann kaum statt), und die Spuren archaischer Personenbeziehungen bei den erblichen Türhütern und Köchen, zum Teil Fremden, die aus bestimmten Dörfern kamen.

Teil III (Land und Hof) wurde durch Ausführungen von W. Wüst (Augsburg) eröffnet, der über "Höfische Zentralität und dezentrales Ämterwesen. Die hochstiftisch-augsburgischen Residenzen im 18. Jahrhundert" sprach - trotz des zeitlichen Abstands ein einschlägiges Thema, zeigten sich doch, wie in diesem weitausgedehnten und dennoch kleinen Territorium die Peripherie stärker als das Zentrum war und diese sich bis zum Ende des Ancien Régime ihre Dominanz erhalten konnte. - R.G. Asch (Münster) zeigte abschließend in "The Politics of Access. Hofstruktur und Herrschaft in England unter den frühen Stuarts 1603-1642", wie entscheidend die Zugangsregelung für Machtbalance und Integration von Hof und Land sein konnte (wobei dem jeweiligen Favoriten eine besondere Rolle zukam), und wie sich wachsende (aber auch wieder zurückgenommene) Distanzierung im Raumprogramm von Whitehall ablesen lassen; die schottischen und die englischen Gebräuche waren im übrigen durchaus verschieden.

P. Johanek (Münster) verwies in seiner Zusammenfassung (nicht im Resümee-Heft) auf das weitgehend uneingelöste Anfangsprogramm von Paravicini zurück, illustrierte es anhand weiterer Beispiele, verarbeitete Anregungen aus den einzelnen Vorträgen und forderte dazu auf, das Besondere des Alltags bei Hofe näher zu bedenken. Luxus und Sparsamkeit gehören zusammen, absoluter Luxus ist hinsichtlich der Waren starr, während relativer auch einmal westfälischen Schinken zu Ehren bringen kann. Bei aller Kontinuität der Hofkritik müsse man sich fragen, ob intensive Phasen, etwa im 15. Jahrhundert, nicht doch Schüben der sozialen und politischen Entwicklung entsprächen. Distanz ist noch nicht Sakralität, Sichtbarkeit noch nicht Nähe: Ludwig XIV. essen zu sehen, war im 17. Jahrhundert ein Touristenattraktion, die zu keinerlei Kontakt führte. Schließlich sei "splendor", jene wesentliche Eigenschaft adliger Existenz, nicht überall darstellbar, sondern verweise auf ein bestimmten Ort als Bühne, eben die Residenz.

*

Wie stets verließen die Teilnehmer den angenehmen Ort der Tagung mit zwiespältigen Gefühlen: Das große Ziel einer erleuchtenden, durchschlagenden Erkenntnis war nicht erreicht. Und doch hatte sich der Blick seltsam verwandelt. Man wird das Thema von nun an anders betrachten als zuvor.

W. Paravicini, Kiel


4. Symposion: "Zeremoniell und Raum" (1994)

Die auf den Herbst 1994 geplante Tagung beginnt bereits Interesse zu erwecken. Es liegen schon acht Anmeldungen zu Vorträgen vor. Weitere werden gerne entgegengenommen. Das Tagungsprogramm soll in der nächsten Nummer dieser Mitteilungen vorgestellt werden.

Als Tagungsort ist im Einvernehmen mit dem dortigen Fachbereich Geschichtswissenschaften der Universität (Prof. Dr. Julius H. Schoeps, Priv.-Doz. Dr. H.D. Heimann) Potsdam in Aussicht genommen - ein allbekannter Residenzort jüngeren Datums, der gleichwohl im Jahre 1993 seine Tausend-Jahrfeier begehen wird.


Aus der Werkstatt

Herr Dozent Dr. Michael Bojcov (Moskau), derzeit zu Gast bei Prof. Dr. Peter Moraw in Gießen, schreibt an einem Buch über das deutsche Hof- und sonstige öffentliche Zeremoniell im späten Mittelalter. Wie er in dem folgenden Text erklärt, braucht er wissenschaftliche Unterstützung:
 

Michael Bojcov

Das politische Zeremoniell im Reich (Mitte des 14. bis Ende des 15. Jahrhunderts)

Skizze eines Forschungsprojekts

 
Die absichtlich vage und vielleicht etwas anachronistische Formulierung des Forschungsthemas scheint die derzeit angemessene zu sein. Sie erlaubt, die ganze Palette von rituellen Formen der gegenseitigen Verhältnisse verschiedener Machtträger einerseits und zwischen diesen und ihren "Untertanen" andererseits abzudeken. Innerhalb dieses Rahmens müssen später die am meisten versprechenden Arbeitsrichtungen bestimmt werden. Man wird sich zuerst beschränken, z.B. auf den kaiserlichen (bzw. königlichen) Hof, auf die Höfe der großen weltlichen Fürsten in Oberdeutschland, vielleicht noch auf die einzelnen Zeremonien in den wichtigsten Reichsstädten. In Betracht kommen sowohl die bis auf Kleinigkeiten ausgearbeiteten zeremoniellen Vorstellungen (Krönungen, Einzüge, Belehnungen usw.) als auch einzelne Szenen, Gesten, Gegenstände, Bildnisse, insofern sie in symbolischer Form gewisse Vorstellungen über politische und soziale Ordnung, über Herrschaft und Unterwerfung zum Ausdruck bringen.

Der Ausgangspunkt ist die Vermutung, daß die spätmittelalterliche rituelle "Sprache" nicht weniger Information über die Ideen und Mentalitätsstrukturen ihrer Zeit geben kann als die schon seit langem dafür benutzten "verbalen" Quellen. Eine ausreichende Methodologie der Interpretation jener "Sprache" fehlt bis jetzt. Entweder man beginnt, die genetischen Wurzeln jedes einzelnen Elements eines Zeremoniells (oder seiner Form als Ganzes) zurückzuverfolgen, gar bis in die archaischen Gesellschaften der Prä-Indoeuropäer oder der vorderasiatischen Despotien des Altertums, oder man versucht konsequent alle von den Zeitgenossen geäußerten Bedeutungen und deren Nuancen für ein einziges Symbol aufzuzählen. Beide Wege scheinen für das Verständnis der Verhältnisse im Spätmittelalter wenig fruchtbar zu sein. Dasselbe darf man wahrscheinlich auch über viele Methoden der modernen Anthropologie sagen, weil sie eher "ewige" Charakteristiken der Menschheit als die zeitbestimmten Besonderheiten sucht.

Man darf wohl gewisse Hoffnungen hegen, die Lösung für einige (wenn nicht methodologische, dann wenigstens methodische) Probleme in folgenden Richtungen zu finden:

1. Typologische Vergleiche von verschiedenen zeremoniellen Elementen im geographischem Rahmen des ganzen spätmittelalterlichen Abendlandes (und vielleicht manchmal noch breiter) in dem Sinn, wie es bei Ethnologen üblich ist, die archaische Rituale erforschen.

2. Analyse der "Neuerungen", welche jedes neuwiederholte Zeremoniell von seinen Mustern - ausländischen (z.B. päpstliche Kurie, französischer oder burgundischer Hof), gelehrt-literarischen (Nachahmung der Helden der Ritterromane usw.) oder lokal-traditionellen ("wie es früher in diesem Ort in ähnlichem Fall gewesen war") - unterscheidet.

3. Gegenüberstellung: wie dieses oder jenes Zeremoniell von seinen Autoren konzipiert worden ist und wie es von den Betrachtern gesehen wurde.

Die Hauptschwierigkeit bereitet im Moment die Lage bei der Überlieferung. Man kann erwarten, neue Kleinigkeiten über die "politischen" Zeremonielle in den narrativen Quellen, Rechnungsbüchern und eventuellen retrospektiven Exkursen (wenn es solche gibt) in den Zeremoniellbüchern des späten 16. und des 17. Jahrhunderts in Archiven zu finden. Diese bis jetzt kaum bekannten Notizen dürften aber sehr punktuell und dazu zerstreut sein. Das Fehlen von kompakten und übersehbaren Quellenkomplexen bzw. -gattungen für das 14.-15. Jahrhundert verhindert bis jetzt die Präzisierung der Hauptlinien dieses Projekts.

Der Autor ist außerordentlich dankbar für freundliche Hinweise auf Archivalien, versteckte Quellenstellen und entlegene Literatur zum Thema "politisches Zeremoniell im deutschen Spätmittelalter" und freut sich auch über jeden methodisch-praktischen Hinweis.
 
 

Andreas Schlunk

Projekt E G E R E

(Erforschung Gefährdeter Monumente und ihrer geschichtlichen Rahmenbedingungen im Egerland)
 

Im Mittelpunkt des Projekts stehen in ihrer Existenz gefährdete Monumente (Burgen, Kirchen, Siedlungen) des Egerlandes, die interdisziplinär von deutschen und tschechischen Forschern in Zusammenarbeit mit privaten Firmen aus dem Bereich der Denkmalpflege untersucht werden sollen. Erreicht werden sollen so einerseits Dokumentationen, die den jetzigen Zustand festhalten und einer folgenden Restaurierung und Sanierung zugrunde gelegt werden können. Darüber hinaus sollen andererseits weit über Fragen der Bauforschung und -geschichte hinaus unter konsequenter Nutzung archivalischer Quellen die Bauten in ihren siedlungsgeschichtlichen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen Zusammenhängen behandelt werden, dies wiederum vor dem Hintergrund einer von deutschen und tschechischen Historikern gemeinsam zu erstellenden Geschichte des Egerlandes. Quasi im Spiegel konkreter Objekte sollen so Fragen der Siedlungsgeschichte, sakraler und profaner Architektur, der Alltagsgeschichte, nicht zuletzt des Zusammenlebens und der wechselseitigen Beeinflussung der beiden Völker und Kulturen untersucht werden. Auf dieser Basis soll ferner ein Austausch zwischen deutscher und tschechischer Forschung in den verschiedenen beteiligten Disziplinen und der angewandten Bauforschung ermöglicht werden.

Um diese Ziele zu erreichen, werden weitgehend selbständige Arbeitskreise gebildet, die sich einzelner Aufgabenstellungen und Objekte annehmen, koordiniert von einer zentralen Stelle nach der Art eines Zentralinstituts. Da das Projekt über reine Forschungsfragen hinaus eine aktuelle politische Dimension erhält, wird sich die Zusammenarbeit nicht auf die Ebene der Forschung beschränken, sondern durch die Einbindung in den von der deutschen und tschechischen Regierung unterstützten Verband der "Euroregio Egrensis" eine breitere Verankerung finden. Das gerade genannte Zentralinstitut sollte dann auch langfristig in das vom Verband "Euroregio Egrensis" geplante deutsch-tschechische Kultur- und Friedensinstitut integriert werden und könnte zu dessen Aufbau Hilfestellung leisten.

Die Projektvorbereitung befindet sich bereits in fortgeschrittenem Stadium. Erste Konzepte konnten erarbeitet werden, für die eine Vielzahl deutscher wie tschechischer Forscher aus den Disziplinen der Mittelalterlichen und Neueren Geschichte wie Archäologie, Volkskunde, Landesgeschichte und Historischer Grundwissenschaften interessiert werden konnten. Kontakte zu Firmen aus dem Bereich der Denkmalpflege sind geknüpft. Führende Vertreter des Collegium Carolinum, des Verbands Euroregio Egrensis und der deutsch-tschechischen Historikerkommission haben ihre - auch materielle - Unterstützung signalisiert. Eine Verankerung des Projektes kurzfristig an der Universität Bamberg ist gesichert, mittelfristig in Kooperation dieser Universität mit der Universität und Akademie in Prag vorbereitet. Nach einer Mitte November stattfindenden Exkursion wird ein endgültiges mehrstufiges Konzept erarbeitet. Mittel für ein erstes Treffen Anfang nächsten Jahres sind beantragt.
 

Eine prinzipielle Mitarbeit/Unterstützung haben zugesagt:

Joachim Bahlcke M.A., Freiburg/Br.

Prof. Dr. W. Blessing, Universität Erlangen-Nürnberg

Dr. Bohac, Stadtarchiv Eger

Dr. Sylvia Codreanu-Windauer, Bayer. Landesamt f. Denkmalpflege, Regensburg

Dr. Durdik, Archäologisches Institut der Akademie Prag

Dr. G. Fouquet, Universität Siegen

Claus Giersch, Arbeitsgemeinschaft für Restaurierung und angewandte Bauforschung (ARB), Fürth

Robert Giersch, ARB, Fürth

Prof. Dr. K. Guth, Universität Bamberg

Dr. W. Held, Leipzig

Dr. R. Hilf, Ackermann-Gemeinde/Euroregio Egrensis, München

Prof. Dr. Hlavacek, Universität Prag

Lothar Hofmann M.A., Gerätemuseum Ahorn

Birgit Jauernig-Hofmann M.A., Gerätemuseum Ahorn

Dr. P. Kouril, Archäologisches Institut Opara

Prof. Dr. Kren, Deutsch-tschech. Historikerkommission, Prag

Dr. F. Kubu, Historisches Institut der Akademie Prag

Dr. U. Lobbedey, Universität Münster

Dr. H. Losert, Universität Bamberg

Prof. Dr. Machilek, Staatsarchiv Bamberg

Prof. Dr. Cord Meckseper, Universität Hannover

Em. Prof. Dr. V. Nekuda, Brünn

Dr. M. Polivka, Historisches Institut der Akademie Prag

Prof. Dr. V. Press, Universität Tübingen

Dr. V. Rödel, Staatsarchiv Wertheim

Prof. Dr. W. Sage, Universität Bamberg

Dr. A. Schlunk, Bamberg

Dr. Sebesta, Eger

Prof. Dr. F. Seibt, Collegium Carolinum, München

Prof. Dr. F. Smahel, Historisches Institut der Akademie Prag

Dr. Zemlicka, Historisches Institut der Akademie Prag

Dr. J. Zeune, Universität Bamberg

Prof. Dr. G. Zimmermann, Universität Bamberg

 
 
Christian Halm/Detlev Kraack (Kiel)

Deutsche, französische und niederländische Reiseberichte

 
Nachdem die Vor- und Nachbereitung des Kolloquiums zu Ansbach und das Korrekturlesen des ersten Bandes der Deutschen Reiseberichte des späten Mittelalters weitgehend abgeschlossen ist, besteht berechtigte Hoffnung, diesen noch in diesem Jahr zu veröffentlichen.

Damit können wir uns nun dem zweiten und dritten Band der Reiseberichtbibliographie verstärkt zuwenden.

Bei der Erstellung dieser Bibliographie soll das Schema zugrunde gelegt werden, das sich auch schon für die nun bald erscheinende Zusammenstellung der Titel zu den Deutschen Reiseberichten bewährt hat. Dabei geht es zunächst darum, die Berichte der Reisenden aus dem Bereich der "alten Niederlande" (dabei kommt es z. T. zu Überschneidungen mit den Reisenden aus dem Reich und aus Frankreich) aus der Literatur zu ermitteln. Die aus den verschiedenen Bibliographien und Monographien zur Pilger- und Reiseliteratur gewonnenen Titel und weiteren Daten zu den einzelnen Reisen werden sodann in chronologischer Ordnung gemäß folgendem Schema geordnet:

a) Abfassungszeit und handschriftliche Überlieferung,

b) Allgemeine bibliographische Angaben,

c) Ältere Drucke,

d) Textausgaben des 19./20. Jahrhunderts,

e) Fremdsprachliche Ausgaben und Übersetzungen,

f) Spezielle bibliographische Angaben,

g) Inhaltliche Besonderheiten der individuellen Berichte,

h) Itinerar.

Das Projekt ist so konzipiert, daß zunächst die bibliographische Arbeit geleistet und dann in einem zweiten Arbeitsgang das jeweilige Itinerar erarbeitet werden soll. Hierbei wird speziell der Aufenthalt an den Residenzorten im Mittelpunkt stehen. Eine Gliederung der Recherchen nach geographischen Gesichtspunkten ist am geeignetsten, um einen raschen Fortgang zu erzielen. So sollen systematisch zunächst die bibliographischen Materialien zu den drei "großen" Wallfahrten Heiliges Land, Santiago und Rom, danach zu den kleineren Wallfahrtsorten und sonstigen Reisen durchgearbeitet werden. Als äußerst rationell und produktiv hat sich bei den Recherchen die nunmehr mögliche Arbeit im Team erwiesen.

Zur Abfassungszeit dieses Zwischenberichtes (Stand März/April 1992) konnten in dem für uns relevanten Zeitraum von 1300 bis ca. 1530 bisher jeweils ca. 30 Reiseberichte für die Niederlande und für Frankreich mit entsprechenden bibliographischen Nachweisen ermittelt werden. Diese werden - insbesondere was die weiterführende und spezielle Literatur angeht - durch laufende Titelaufnahme erweitert.

In einem weiteren Schritt wollen wir nun gemeinsam, sobald die Endredaktion des Bandes mit den deutschen Berichten beendet ist, die Reisenden auf ihrem Weg durch Frankreich nach Navarra und Leon und weiter bis nach Santiago de Compostela verfolgen.

Chr. Halm/D. Kraack, Kiel

 

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Volker Honemann

Göttingen

Residenz und Bibliothek

 
Daß eine Residenz spätestens seit dem 15. Jahrhundert in aller Regel über eine Büchersammlung verfügt, gehört zu den Gemeinplätzen der Bibliotheksgeschichte. Gleichwohl steckt die Erforschung dieser - oft sehr umfangreichen - Sammlungen noch in den Kinderschuhen. So sind beispielsweise die zahlreichen Kataloge der Kurfürstlichen Bibliothek zu Wittenberg von 1536, die in den Jenaer Handschriften Ms. App. 22 B (1-9) überliefert sind (vgl. F. Pensel, Verzeichnis der altdeutschen [...] Handschriften in der Universitätsbibliothek Jena, Berlin 1986 [Deutsche Texte des Mittelalters, Bd. LXX/2], S. 12-23 und VIIf.) bisher weder ediert noch zureichend erschlossen. Das folgende, noch ganz vorläufige (und nicht auf Autopsie beruhende) Literaturverzeichnis, das Dr. Reinhard Tenberg/Göttingen erstellt hat, stellt einen Versuch dar, `Residenzenbibliotheken' des deutschen Reiches bibliographisch zu erfassen. Der Begriff der `Residenz' wurde dabei nicht allzu eng gefaßt. Das Verzeichnis ist alphabetisch nach Autoren gegliedert und durch ein Register der Residenzorte und Herrscher erschlossen. Für Hinweise auf weitere Literatur sei im voraus herzlich gedankt.

 

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Reinhard Tenberg

Residenzbibliotheken im deutschen Reich

Literaturverzeichnis

 

a) Literatur zu mehreren Bibliotheken

Arnold, Werner: Fürstenbibliotheken. In: Die Erforschung der Buch- und Bibliotheksgeschichte in Deutschland. Paul Raabe zum 60. Geburtstag. Hrsg. von Werner Arnold, Wolfgang Dittrich und Bernhard Zeller. Wiesbaden 1987. S. 398-415.

Brunner, Otto: Österreichische Adelsbibliotheken des 15. bis 17. Jahrhunderts. In: Anzeiger der Österr. Akademie der Wissenschaften; Phil.-hist. Klasse 86, 1949. S. 109-126. Erweitert als: Österreichische Adelsbibliotheken des 15. bis 18. Jahrhunderts als geistesgeschichtliche Quelle. In: Ders.: Neue Wege der Verfassungs- und Sozialgeschichte. 3. Aufl. Göttingen 1980. S. 281-293.

Hackenberg, Michael R.: Private Book Ownership in 16th Century German Language Areas. Diss. Phil. Berkeley, Ann Arbor 1983.

Handbuch der Bibliothekswissenschaft. 2. Aufl. hrsg. von Georg Leyh. Bd. III., 1. H. Wiesbaden 1955: Fürstenbibliothek/ Privatbibliothek bes. S. 458-461; 575-583.

Mehl, Ernst und Kurt Hannemann: Deutsche Bibliotheksgeschichte. In: Deutsche Philologie im Aufriß. 2. Aufl. Bd. 1. Berlin 1957. Sp. 453-562; Fürstenbibliotheken: Sp. 488-502; 514-517.

b) Literatur zu einzelnen Bibliotheken Barack, Karl-August: Die Handschriften der fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen. Tübingen 1865.

Beckers, Hartmut: Handschriften mittelalterlicher deutscher Literatur aus der ehemali- gen Schloßbibliothek Blankenheim, in: Die Manderscheider. Eine Eifeler Adels- familie. Herrschaft, Wirtschaft, Kultur. Katalog zur Ausstellung, Köln 1990, S. 57-82.

Bischof, Bernhard: Die Hofbibliothek Karls des Großen. In: Karl der Große. Le-benswerk und Nachleben. Hrsg. von Wolfgang Braunfels. 2. Bd. Düsseldorf 1965. S. 42-62.

Blumenthal, Hermann: Die Bibliotheken der Herzöge zu Pommern. Stettin 1937.

Brecht, Martin: Die Stuttgarter Hofbibliothek unter Herzog Christoph und Herzog Ludwig. In: Zs. für Württembergische Landesgeschichte 20, 1961. S. 351-354.

Burdach, Konrad: Die pfälzischen Wittelsbacher und die altdeutschen Handschriften der Palatina. In: ZfB 5, 1888. S. 111- 133.

Deighton, Alan R.: Die Bibliothek der Grafen von Manderscheid-Blankenheim. In: AGB 26, 1986. S. 259-283.

Deutsch, J.: Die Bibliothek Herzog Philipps I. von Pommern. In: Pommersche Jahrbücher 26, 1931. S. 1-45.

Dietrichstein - Bibliothek Alexander Fürst Dietrichstein, Schloß Nikolsburg. Luzern 1933.

Dörrer, Anton: Fürstliche Bibliothekskataloge der Renaissance, bes. in den Ostalpen. In: ZfB 69, 1955. S. 283-290.

Duncker, A.: Landgraf Wilhelm IV. von Hessen genannt der Weise und die Begründung der Bibliothek zu Kassel im Jahre 1580. Kassel 1881.

Fechter, Werner: Handschriften im Besitz mittelalterlicher Zähringer. In: Zs. für die Geschichte des Oberrheins NF 50, 1937. S. 705-710.

Gottlieb, Theodor: Die Ambraser Handschriften. Beiträge zur Geschichte der Wiener Hofbibliothek. 1. Büchersammlung Kaiser Maximilians I. Leipzig 1900.

Grupp, Georg: Eine gräfliche Bibliothek im 15. Jahrhundert. In: ZfB 9, 1892. S. 484-490.

Haebler, Konrad: Deutsche Bibliophilen des 16. Jahrhunderts. Die Fürsten von An-halt. Ihre Bücher und ihre Bucheinbände. Leipzig 1923.

Hammer, Franz: Württembergische Bibliophilen. Stuttgart 1935.

Hartig, Otto: Die Gründung der Münchener Hofbibliothek durch Albrecht V. und Johann Jakob Fugger. München 1917. S. 193-276. (Abh. der Kgl. Bayer. Akademie der Wissenschaften; Phil.-hist. Klasse 28,3).

Herbst, Hermann: Herzog Julius von Braunschweig - Wolfenbüttel und seine wissenschaftlichen Gründungen. In: Kultur- und Universalgeschichte. FS Walter Goetz zu seinem 60. Geb. Leipzig 1927. S. 229-241.

Härtel, Helmar: Untersuchungen zur Bibliotheksgeschichte in Niedersachsen an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert. In: Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 11, 1986. S. 1-32.

Herse, Wilhelm: Die fürstliche Bibliothek in Wernigerode. In: Zs. für Bücherfreunde NF 14, 1922. S. 1-8.

Heyck, Ed.: Eine fürstliche Hausbibliothek im Dienste der Öffentlichkeit. In: Zs. für Bücherfreunde 1, 1897. S. 65-76.

Hildebrandt, Ernst: Die kurfürstliche Schloß- und Universitätsbibliothek zu Witten-berg 1512-1547. In: Zs. für Buchkunde 2, 1925. S. 34-42, 109-129, 157-188.

Holter, Kurt: Über einige Privatbibliotheken des 15. Jahrhunderts. In: Antiquariat 9, 1953. S. 137-139.

Jacobs, Ed.: Die ehemalige Büchersammlung Ludwigs, Grafen in Stolberg im Königstein. Wernigerode 1868.

Johne, Eduard: Die Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek in Donaueschingen. In: Badische Heimat 8, 1921. S. 56-82.

Katte, Maria von: Die "Bibliotheca Selenica" von 1586-1612. Die Anfänge der Bi-bliothek des Herzogs August von Braunschweig und Lüneburg. In: Wolfenbütteler Beiträge 3, 1978. S. 135-153.

Kattermann, Gerhard: Ein Büchervermächtnis des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz. In: Zs. für die Geschichte des Oberrheins NF 50, 1937. S. 44-57.

Kuhnert, E.: Die Nova Bibliotheca des Herzogs Albrecht. In: Aufsätze. Fritz Milkau gewidmet. Hrsg. von Georg Leyh. Leipzig 1921. S. 209-219.

Kuhnert, E.: Die Kgl. Universitätsbibliothek zu Königsberg. Königsberg 1901.

Landau, Georg: Die Bibliothek der Grafen von Katzenelnbogen zu Darmstadt. In: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde 7, 1852. S. 190-192.

Lehmann, Paul: Büchersammlung und Bücherschenkungen Karls des Großen. In: Historische Vierteljahrsschrift 19, 1919. S. 237-246. - Auch in: Ders.: Erforschung des Mittelalters. Bd. 3. Stuttgart 1960. S. 67-75.

Lhotsky, A.: Zur Frühgeschichte der Wiener Hofbibliothek. In: MIÖG 59, 1951. S. 329-363.

Ders.: Die Bibliothek Kaiser Friedrich III. In: MIÖG 58, 1950. S. 124-135.

Lippert, W.: Der älteste kursächsische Bibliothekskatalog aus dem Jahre 1437. In: Neues Archiv für Sächsische Geschichte und Altertumskunde 16, 1895. S. 135-139.

Milde, Wolfgang: Die Wolfenbütteler "Liberey-Ordnung" des Herzogs Julius von 1572. In: Wolfenbütteler Beiträge 1, 1972. S. 121-139.

Rohde, A.: Die Silberbibliothek des Herzogs Albrecht in Königsberg. Königsberg 1928.

Schottenloher, Karl: Pfalzgraf Ottheinrich und das Buch. Münster 1927.

Schreiner, Klaus: Württembergs- Buch und Bibliothekswesen unter Herzog Christoph 1550-1568. In: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 31, 1972. S. 121-193.

Schusky, Renate: Die Fürstlich zu Bentheim-Tecklenburgische Bibliothek zu Rheda. Heidelberg 1984.

Schwenke, Paul und K. Lange: Die Silberbibliothek Herzog Albrechts von Preußen. Leipzig 1894.

  Seuffert, Burkhard: Bibliothek und Archiv auf Schloß Nikolsburg in Mähren vor 1645. In: ZfB 42, 1925. S. 249-265.

Strauß, Felix F.: The "libery" of Duke Ernst of Bavaria (1500-1560) In: Studies in the Renaissance 8, 1961. S. 128-143.

Swierk, Alfred: Beiträge zur Geschichte schlesischer Privatbibliotheken bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts. In: Archiv für schlesische Kirchengeschichte 27, 1969. S. 75-97.

Thielen, Peter G.: Ein Katalog der Kammerbibliothek Herzog Albrechts von Preußen aus dem jahre 1576. In: Jahrbuch der Albertus-Univ. zu Königsberg 4, 1954. S. 202-226; 5, 1955. S. 242-252.

Ungerer, Edmund: Elsässische Altertümer in Burg und Haus, in Kloster und Kirche. Inventare vom Ausgang des Mittelalters bis zum 30-jährigen Krieg aus Stadt und Bistum Straßburg. Straßburg 1911-1917. (2 Bde.)

Vogel, E.: Verzeichnis von Büchern ehemals in der Schloßkapelle in Wittenberg. In: Serapeum 21, 1860. S. 299 ff.

Zimmermann, Erich: Landgraf Georg I. und die Anfänge der Darmstädter Hofbibliothek. In: Durch der Jahrhunderte Strom. Beiträge zur Geschichte der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek. Hrsg. von Erich Zimmermann. Frankfurt 1967. S. 1-29.

Zimmermann, Paul: Herzog August der Jüngere zu Braunschweig und Lüneburg als Bibliothekar. In: ZfB 45, 1928. S. 665-679.

 
 

Register Albrecht V. von Bayern - Hartig

Albrecht von Preußen - Thielen

Anhalt - Haebler

Arnold, Graf zu Manderscheid - Ungerer

Bentheim - Nordhoff / Schusky

Blankenheim - Beckers / Deighton

Braunschweig-L. - Herbst / Katte / Milde

Christoph, Herzog von Württ. - Schreiner

Donaueschingen - Barack / Johne

Eberhard im Barte - Hammer

Ernst, Herzog von Bayern - Strauß

Friedrich I. von der Pfalz - Kattermann

Friedrich III. - Lhotsky

Fürstenberg - Heyck

Georg I. Hessen - Zimmermann / Johne

Heidelberg - Burdach / Schottenloher

Hoya-Bruchhausen - Oncken

Karl der Große - Bischoff / Lehmann

Kassel - Duncker

Katzenelnbogen - Landau

Königsberg - Kuhnert / Rohde / Schwenke

Ludwig I., Schlesien - Swierk

Ludwig III. (Wittelsbach) - Burdach

Manderscheid-Blankenheim - Beckers / Deighton

Maximilian I. Kaiser - Gottlieb

Nikolsburg - Dietrichstein / Seuffert

Ottheinrich - Schottenloher

Philipp von Lichtenstein - Dörrer

Pommern - Blumenthal / Deutsch

Stolberg - Jacobs

Stuttgart - Brecht

Wernigerode - Herse

Wittenberg - Hildebrandt / Vogel

Wilhelm zu Göttingen - Grupp

Zähringer - Fechter

 
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Werner Paravicini
Deutsche Herolde des Mittelalters: Projekt eines Repertoriums

Die deutschen (und außerdeutschen) Herolde sind erstaunlich schlecht erforscht. Offensichtlich wurde der Erkenntniswert dieser Figur für das Spezifische der ohnehin wenig angesehenen ritterlich-höfischen Kultur nicht erkannt. Zu nennen sind lediglich einige Materialsammlungen, die von außeruniversitären Heraldikern stammen: Seyler, Geschichte der Heraldik (1890), und Berchem, Die Herolde und ihre Beziehungen zum Wappenwesen (1939). Systematische und einigermaßen vollständige Verzeichnisse fehlen ganz. Nicht einmal die Reichsherolde waren bislang eine Untersuchung wert; erst dieser Tage legt P.-J. Heinig eine Abhandlung über "Die Türhüter und Herolde Kaiser Friedrichs III." vor (in: Festschrift Heinrich Koller, im Druck). Wären die Historiker in derselben Weise den Herolden nachgegangen, wie die Musikologen den Spielleuten und die Literaturwissenschaftler den Sprechern, die Forschung stünde jetzt ganz anders da; wenigstens fiel dabei immer auch einiges Material über die Herolde ab. Die Problematik erkannte deutlich erstmals Ursula Peters i. J. 1976 ("Herolde und Sprecher", in: ZfdA 105, 1976). Nur einzelne Heroldspersönlichkeiten sind besser erforscht: Gelre (+1414), eigentlich ein Niederländer, aber wegen der Einheit des niederrheinisch-niederländischen Kulturraumes hier zu berücksichtigen (Anrooij 1991), der österreichische Heroldssprecher Suchenwirt 1407+ (Brinker 1987), aus dem Reformationszeitalter Georg Rixner (Kurras 1982, Arnold 1984), den vor allem sein Turnierbuch von 1530 bekannt gemacht hat, und der durch Dürers Porträt lebendige Caspar Sturm +1555 (Arndt u. a. [Hrsg.], Wappenbuch, 1984). Über die traditionsbildende historiographische Bedeutung der Herolde sind Arbeiten von Gerd Melville (Münster) zu erwarten. Die westeuropäische (Adam-Even), insbesondere englische Forschung ist auf besserem Stand, was teilweise durch die seit 1484 ungebrochene Tradition des Londoner "College of Arms" erklärt werden kann (A. Wagner, H. St. London, R. Dennys, G.A. Lester; vgl. auch Keen, Rittertum, Kap. 7). Insgesamt fehlt wirklich Umfassendes, Internationales, Eindringliches.

Am Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel habe ich in Zusammenarbeit mit Holger Kruse die Materialsammlung begonnen, um ähnlich wie für die spätmittelalterlichen deutschen Adelsgesellschaften und Ritterorden (vgl. "Neuerscheinungen") ein erstes Repertorium zu schaffen. Da die Belege ungemein verstreut sind, Herolde von Amts wegen reisen, unterwegs Geschenke erhalten und somit auch in entlegenen Stadt-, Hof- und Amtsrechnungen begegnen können, überdies oft Bürger mit Hausbesitz in (z.T. noch unbekannten) Städten sind, bitte ich um Mitteilung einschlägiger Stellen, Heroldswerke und schwierig aufzufindender Spezialliteratur. Zumal ältere Drucke mögen noch ungehobene Schätze bergen.

 

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Michael Scholz
Göttingen
Die Residenz der Erzbischöfe von Magdeburg in Halle in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts

 
Das Thema dieser zur Zeit unter der Betreuung von Professor Boockmann in Göttingen entstehenden Dissertation ist sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Hinsicht eng begrenzt. Für diese doppelte Beschränkung gaben vor allem zwei Gründe den Ausschlag. Zum einen waren dies die schon mehrfach dargelegten Probleme anderer Residenzen-Bearbeiter, alle Residenzen eines Territoriums in einer Darstellung zu beschreiben, die lesbar bleibt und einen vertretbaren Umfang nicht überschreitet. Zum anderen liegen im Fall von Halle auch sachliche Gründe vor, die eine Einschränkung nahelegen.

Der landesherrliche Sitz in dieser Stadt ist nämlich keine in Jahrhunderten "gewachsene" Residenz, sondern eine Schöpfung zweier Erzbischöfe - des Ernst von Sachsen (1476-1513) und des Kardinals Albrecht von Brandenburg (1513-1545) - innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit in einer Stadt, deren mittelalterliche Geschichte durch eine weitgehende Unabhängigkeit vom Landesherren geprägt ist. Halle bietet somit die Möglichkeit, Residenzbildung gleichsam im Zeitraffertempo zu beobachten - eine Residenzbildung am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit mit einer Reihe von Faktoren, die "Modernität" im 16. Jahrhundert ausmachten.

Überlagert wurde dieser Prozeß durch das Einsetzen der Reformation, die die Machtbasis der Erzbischöfe in und um Halle bald erheblich schwächte und schließlich 1541 dazu führte, daß Erzbischof Albrecht sich aus der Stadt zurückzog. Zwar hatten auch noch später Erzbischöfe und evangelische Administratoren von Magdeburg ihren Sitz in Halle, doch gestalterische Wirkungen auf die Stadt gingen von ihrem Aufenthalt nicht mehr aus, so daß diese Zeit bis zum Ende des Erzstiftes 1680 nur in einem Ausblick behandelt werden soll.

Inhaltlich sollen in der Arbeit besonders zwei Schwerpunkte gesetzt werden. Der eine hiervon liegt auf baugeschichtlichen Fragen. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erhielt Halle seine bauliche Prägung, die es im wesentlichen bis zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert bewahrte und die auch heute noch im Stadtbild sichtbar ist. Zu nennen sind hierbei die Errichtung eines mit Kunstwerken reich ausgestatteten Residenzstiftes, des heutigen "Domes", und der nahezu vollständige Umbau der Sakraltopographie der Stadt um 1530.

Der zweite Schwerpunkt betrifft die Rekonstruktion der Hofgesellschaft und der landesherrlichen Verwaltung sowie ihres Verhältnisses zur Stadt Halle. Anhand von vergleichenden Untersuchungen des Itinerars Erzbischof Albrechts und seiner Räte wird auch der Frage nachgegangen, inwieweit von einer - relativen oder absoluten - Ortsfestigkeit der obersten Beamten des Erzbischofs gesprochen werden kann - sei es in Anwesenheit oder sei es in Abwesenheit des auch das Erzstift Mainz regierenden Landesherren.

Weitaus schwieriger ist der Zugriff auf die unteren Schichten der Hofgesellschaft, da hier das Material recht lückenhaft ist. Aufgrund des Fehlens von Rechnungsbüchern und ähnlicher Quellen können auch über den Bereich "Alltag bei Hofe" und über die materielle Versorgung des Hofes nur wenige Aussagen gemacht werden, die vor allem auf den vorhandenen Hofordnungen und auf einigen überlieferten Bestallungsurkunden beruhen.

Als Quellen stehen insbesondere die Akten und Kopialbücher des Erzstiftes Magdeburg im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt in Magdeburg zur Verfügung. Chronikalische Überlieferung findet sich im Stadtarchiv und in der Marienbibliothek in Halle und - in geringem Umfang - im Hauptstaatsarchiv Dresden. Daß an vielen Punkten Lücken bleiben müssen, ist vor allem auf die bereits im Dreißigjährigen Krieg einsetzende Störung der magdeburgischen Überlieferung zurückzuführen. Verluste infolge des Zweiten Weltkrieges spielen demgegenüber nur eine untergeordnete Rolle.

Mit einem Abschluß der Arbeit ist im Frühjahr 1993 zu rechnen.

 


Kolloquien
 

Göttingen, 26.-27. März 1992
Königshöfe und Reichsgut
Probleme der Pfalzenforschung aus historischer und archäologischer Sicht
3. Pfalzenkolloquium vom 26.-27. März 1992
im Max-Planck-Istitut für Geschichte zu Göttingen
 

Referate

Nähere Informationen: Max-Planck-Institut für Geschichte, Hermann-Föge-Weg 11, Postfach 2833, 3400 Göttingen Tel: 0551/4956-0; Fax: 0551/495670.

P. Donat (Berlin): Gebesee bei Erfurt. Zur Problematik ottonischer Königshöfe.

W. Störmer (München): Heinrichs II. Schenkungen am Bamberg: Zur Topographie und Typologie des Königs- und bayrischen Herzogsguts um die Jahrtausendwende (nur Franken und Bayern).

M. Kobuch (Dresden): Zur Lage der Wirtschaftshöfe des Tafelgüterverzeichnisses im meißnischen Markengebiet.

W. Rösener (Göttingen): Neue Untersuchungen zum Tafelgüterverzeichnis.

F. Kubú (Prag): Egerland. Schicksale eines Reichsgutkomplexes in staufischer und nachstaufischer Zeit.

L. Fenske (Göttingen): Die Arbeiten am Repertorium: Stand, Probleme, Perspektiven.

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Tours, 1.-4. Juni 1992
L'environnement du château et de la villa aux XVe et XVIe siècles
20e Colloque international d'histoire de l'architecture

Nähere Information: Prof. Dr. Jean Guillaume, Centre d'Etudes Supérieures de la Renaissance, 59, rue Néricault-Destouches, B.P. 1328, F - 37013 Tours Cedex, Tel.: 47.20.71.86, Fax: 47 20 27 14.

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Pécs (Fünfkirchen)/Ungarn, 10.-13. Juni 1992
Bischöfliche Burgen und Residenzen im Mittelalter
3. Castrum Bene - Konferenz

Nähere Informationen: Erzsébet Nagy, Janus Pannonius Múzeum Pécs, PF 158, H-7601, Tel./Fax.: 15-694.

 
Vorläufiges Programm

Mittwoch 10. Juni 1992

A. Kubinyi: Mittelalterliche Burgen des Königreiches Ungarn.

H. Ebner, Mittelalterliche Bischofsburgen in Süddeutschland, Österreich und Slowenien.

M. G. Sádor: Die Bischofsburg in Pécs (Fünfkirchen).

Donnerstag 11. Juni 1992

H.-W. Heine: Burgen und Befestigungen der Bischöfe in Niedersachsen während des frühen Mittelalters.

K. B. Kruse: Die Bernwardsmauer in Hildesheim - die Befestigung des Domhügels im Mittelalter.

H. J. Brachmann: Befestigungsbauten der Bischöfe von Halberstadt sowie der Erzbischöfe Magdeburgs und ihrer Suffragane.

C. Meckseper: Die erzbischöfliche Pfalzburg in Magdeburg (12. - 13. Jh.)

W. Sage: Das Projekt Babenburg - Ausgrabungen auf dem Bamberger Domberg.

T. Durdík: Böhmische bischöfliche Burgen bis zu den Hussitenkriegen.

P. Bolina: Der Bischofshof in Prag.

P. Chotebor: Der Bischofshof auf der Prager Burg und die bischöflichen Festen in Böhmen.

L. Krusinová: Die bischöfliche Burg in Horsovsky Tyn.

L. Kajzer: Die Burgen des Erzbistums Gnesen.

A. Marciniak-Kajzer: Die Burgen des Bistums Krakau.

P. K.-M. Placek: Die Burgen des Bistums Vratislav (Breslau) auf dem Gebiet des tschechischen Schlesiens.

P. Bolina: Die Burgen des Olmützer Bistums.

Freitag, 12. Juni 1992

E. Nagy: Die Ausgrabungsergebnisse der königlichen-erzbischöflichen Burg in

Esztergom (Gran) 1934-1969.

I. H.-K. Vukov: Die erzbischöfliche Burg in Esztergom (Gran) nach den neuesten Forschungen.

A. Kralovánszky: Über die Bauperiode der Burg Veszprém.

P. Rainer: Archäologische Ausgrabungen und Beobachtungen in der Burg von Veszprém, 1984-1988.

C. L.-F. Dávid: Die Bischofsburg in Gyór (Raab).

L. Fodor: Die wichtigsten Ergebnisse der archäologischen Erforschung der Burg von Eger (Erlau).

S. Tettamanti: Die Bischofsburg in Vác (Waitzen).

A. A. Rusu: Bischöfliche Burgen in Siebenbürgen - eine Forschungsbilanz.

A. Kovács: Die mittelalterliche Topographie der Burg von Alba Julia (Weißenburg).

P. Niedermaier: Der Bischofssitz in Cenad (Tschanad).

C. Ilies: Vorläufiger Bericht über archäologische Untersuchungen der Burg Oradea (Großwardein) 1991.

A. Rustoiu: Die Befestigungen der Bischofsburg in Floesti.

P. B.-V. Staník: Ergebnisse der bisherigen archäologischen und bauhistorischen Forschungen der Burg Nitra (Neutra).

D. Miletic: Kroatische Bischofsburgen.

J. D.-I. Feld: Nichtresidentiale Bischofsburgen im heutigen Ungarn.

E. Tóth: Zur Geschichte von Szombathely.

Samstag: 13. Juni 1992

Exkursion: Kószvár (kleine mittelalterliche Burganlage) - Pécsvárad (befestigte Benediktinerabtei, 11.-18. Jh.) - Zengóvár (kleine Höhenburg, event. im kirchlichen Besitz) - Márévár (kleine Adelsburg, 13.-16. Jh.) - Szászvár (bischöfliche Burg) - Mecseknádasd (befestigte Kirchenanlage).
 

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Gent, 24.-27. September 1992
Les relations entre princes et villes aux XIVe-XVIe siècles:
aspects politiques, économiques et sociaux

Kolloquium des Centre Européen d'Etudes Bourguignonnes. Nähere Informationen bei dessen Sekretär: Prof. Dr. Jean-Marie Cauchies, Facultés universitaires Saint-Louis, Bd. du Jardin Botanique 43, B - 1000 Bruxelles.
 

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Visegrád 19.-21. Oktober 1992
Herrscherliche Residenzen im Spätmittelalter
Internationale Tagung

Nähere Informationen: Mátyás király Muzeum, Visegrád Fó utca 29. H-2025;

Ungarische Medievistengesellschaft, Dr. József Laszlovsky Sekretar, Eötvös Loránd Universität, Lehrstuhl für Mittelalterarchäologie 1364 Budapest, PF. 107.

Die Residenzenkommission wird durch Herrn Dr. Klaus Neitmann vertreten sein.

 

Vorläufiges Programm

19. Oktober 1992

- Herrscherliche Residenzen (Theoretische Probleme der Residenzenforschung).

- Herrscherliche Residenzen in Ungarn (14.-15. Jahrhundert).

- Ergebnisse der archäologischen Residenzenforschung im mittelalterlichen Ungarn.

- Ungarische mittelalterliche Residenzen als kunstgeschichtliches Problem.

- Höfische Kultur und herrscherliche Residenzen.

20. Oktober 1992

Exkursion: Visegrád (Königspalast, Burg etc.), Esztergom.

21. Oktober 1992

- Herrscherliche Residenzen im Mitteleuropa (Deutschland, Böhmen, Polen, Österreich)
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Lausanne, 9.-11. November 1992
Séminaire
La Maison de Savoie et les symboles du pouvoir
Emblématique et rituels (XIIIe - XVIe siècles)

Nähere Informationen: Prof. B. Andenmatten, Prof. A. Paravicini Bagliani, Université de Lausanne, Faculté des Lettres, Bureau d'histoire médiévale, BFSH 2, 1015 Lausanne.

 

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Berlin, 15.-20. Juli 1992
XXVIII. Internationaler Kongreß für Kunstgeschichte

Nähere Informationen: Kunsthistorisches Institut der Freien Universität Berlin, Morgensternstr. 1-3, D-1000 Berlin 45, Tel.: 030-77303120, Fax.: 030-77303110.

Als Sektionen mit jeweils vier bis acht Vorträgen sind u. a. vorgesehen:

- Regionen, Nationen und internationale Strömungen der Kunst Mittel- und Osteuropas 1250-1500.

- Höfisches Ideal und sinnliche Erfahrung in der Kunst des Mittelalters.

 

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Wolfenbüttel, Herzog-August-Bibliothek, 15.-18. Februar 1993
Die Welfen und ihr Braunschweiger Hof im hohen Mittelalter

Nähere Informationen: Prof. Dr. Bernd Schneidmüller, Technische Universität Braunschweig, Historisches Seminar, Schleinitzstr. 13, PF 33 29, D - 3300 Braunschweig, Tel.: (0531) 391-3088, Fax.: (0531) 391-45 77.

  


Buchvorstellungen

Eine neue Frucht forschenden Bemühens um Einsichten in die Entstehung fürstlicher Residenzen im spätmittelalterlichen Deutschen Reich ist die jüngst erschienene Dissertation mit dem Titel:

Arno Weinmann, Braunschweig als landesherrliche Residenz im Mittelalter, Braunschweig 1991 (Beihefte zum Braunschweigischen Jahrbuch, Bd. 7), 328 S. Nach einleitenden Ausführungen über die Residenzbildung im allgemeinen und den Begriff `Residenz' im besonderen beleuchtet der Autor in fünf Hauptkapiteln die für Braunschweig relevanten Aspekte der Residenzentwicklung.

Zunächst behandelt er die Residenzstadt als Teil des Territoriums und stellt neben den allgemeinen Herrschaftsgrundlagen Braunschweig als frühen Herrschaftsmittelpunkt dar; dann zeichnet er die historischen Entwicklung bis ins 12. Jahrhundert nach.

Das zweite Kapitel analysiert die Aufenthaltsorte der welfischen Fürsten und bezieht in die Betrachtung der Residenzbildung herrscherliche Repräsentation in der Stadt mit ein. Bis in das 14. Jahundert hinein war Braunschweig der Ort, für den sich für die welfischen Herzöge die größten Aufenthaltshäufigkeiten ermitteln lassen. Deutlich wird indessen auch, daß die Reisen noch einen erheblichen Teil der Herrschaftsausübung ausmachten.

Ein weiteres Kapitel hat die Kanzlei zum Gegenstand. Sie war von nur geringem Umfang, und selten dürfte es mehr als einen Notar gegeben haben. Auch im 14. Jahrhundert konnte sie sich noch nicht als ortfeste Behörde etablieren, administriert wurde dort, wo der Herrscher sich aufhielt, und der war eben in bedeutendem Umfang auf Reisen.

Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit der Residenzstadt selbst; sie wird als Bedingung für die Existenz des Hofes angesehen. Behandelt werden die rechtlichen Gegebenheiten betreffend das Verhältnis von Stadt und Stadtherr, ferner die Baulichkeiten in Braunschweig: die herzogliche Pfalz mit der Burganlage Dankwarderode, das Stift St. Blasius und weitere kirchliche Einrichtungen.

Das letzte Hauptkapitel beschreibt den Hof. Es befaßt sich mit den Niederlassungen des Adels in Braunschweig und den Adligen in der Umgebung des Herrschers; somit wird der personale Aspekt des Hofes erfaßt. Weiterhin behandelt Weinmann Hofkapelle, Kunst und Literatur sowie - wohl aufgrund der Quellenlage leider nur kurz die Organisation des täglichen Lebens am Hof, d.h. die Hofbediensteten und die ökonomische Versorgung.

Mit dieser Art der Darstellung löst sich Weinmann vom Patze/Streich-Schema und legt eine Arbeit vor, die - detailliert und auf einer breiten Grundlage ungedruckter und insbesondere gedruckter Quellen - die Entwicklung der Residenz Braunschweig nachzeichnet. Ein Personenregister und ein Anhang mit einer Karte der Empfänger von Urkunden welfischer Fürsten, einem Stadtplan des spätmittelalterlichen Braunschweig und ein Grundriß der Burg Dankwarderode schließen den Band ab.

Braunschweig wurde bereits unter Heinrich dem Löwen im 12. Jahrhundert Residenzort der Herrscher des welfischen Hauses. Als kennzeichnend für die Entwicklung der Stadt sieht der Verfasser das Begriffspaar `Burg und Stadt' an. Die Stadt erlebte ihre Blüte als Residenz seit dieser frühen Zeit bis zum Tod Albrechts I. Sie konnte sich indessen nicht überdauernd als solche behaupten. Im 14. Jahrhundert verlor der Ort seine Funktion als wichtigster Aufenthaltsort der welfischen Herzöge an Wolfenbüttel, das 1432 uneingeschränkt deren Sitz im Fürstentum Braunschweig wurde.

Johann Kolb, Kiel

 

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Brigitte Streich, "UF DEM ZCOGE ZCU UNSERM HERRN DEM ROMISCHEN KUNIGE ...". Die Aachenfahrt des sächsischen Hofes im Sommer 1442, in: Rheinische Vierteljahrsblätter 55 (1991), S. 32-57, mit einer Karte.

 

Die Verfasserin hat das erste vollständige der in Sachsen seit 1386 überlieferten Küchenbücher aus dem Jahre 1442 bearbeitet. Nachdem sie im ersten Kapitel den Reiseweg, des sächsischen Hofes unter Kurfürst Friedrich dem Sanftmütigen von Sachsen zur Krönung des Habsburgers Friedrich III. am 17. Juni 1442 in Aachen und die anschließende Weiterreise auf den Frankfurter Reichstag beschrieben hat, behandelt sie im zweiten Kapitel das Gefolge, das, gemessen am Futterverbrauch, durchschnittlich 383 Pferde mit sich führte. Über das Gefolge finden sich im Küchenbuch Angaben wie die Größe und Stellung einzelner Gruppen. Genannt werden die ständischen Interessenvertreter und andere Mitglieder des Hofrates sowie Hofbeamte, die mit der praktischen Organisation (z.B. Kanzleischreiber, Herolde, der Anschläger der Herbergswappen, Juristen) betraut waren. Zufällig und nicht namentlich genannt werden Sattel- und Wagenknechte, Spielleute und Boten, Stalljungen, Brettdiener, Kammer- und Spießerknechte, Musiker, Falkner und Jäger, wobei letztere nur zeitweise dem Gefolge des Hofes angehörten.

Das dritte Kapitel behandelt Entlohnung und Beförderung. Geldbeträge, die während der Reise ausgezahlt wurden, waren suffertorium (für Zwischenmahlzeiten), hufslag (meist in der Stallmiete enthalten), diverse Trinkgelder und die losung (für Unterbringung und Stallmiete). Sie waren an die Anwesenheit des Empfängers gebunden.

Die beiden Kapitel über Unterbringung und Ernährung bestätigen, daß die Kurfürsten bis auf wenige Fälle die Kosten für sich und ihr Gefolge selbst übernehmen mußten, da die Gastfreundschaft nur selten über ein symbolisches Begrüßungsgeschenk hinausging. Zu diesen Kosten gehörten neben der Miete Ausgaben für das Anfertigen von Tischen und Bänken, das Mieten von Kesseln und Schüsseln und das Anstellen von Tagelöhnern, Mägden und Wäscherinnen. Eingekauft wurde auf öffentlichen Märkten. Das Nichtverbrauchte wurde weiter mitgeführt. So trank man in Nürnberg noch das Naumburger Bier. Man ließ sich aber auch Lebensmittel zusenden. So zum Festessen nach der Krönung Viktualien aus Koburg, Wein aus Oberwesel und Wertheim und Rinder aus Bonn. Die Mahlzeiten bestanden aus Ochsen- und Hammelfleisch (allein während des Aufenthalts in Nürnberg wurden vom 28. bis 31. Mai 309 Zentner Ochsenfleisch verbraucht), seltener Schweinefleisch, aber auch aus Geflügel, Fische, Käse und großen Mengen von Eiern. Hinzu kamen täglich durchschnittlich 2664 Laib Brot und 1080 Liter Wein, wobei die Sorten Reinfall, Malvasier, vinum gallicum ebenso für den Fürsten vorbehalten waren wie der Genuß von Stör, Salm und Krebsen, Hasen, Biberschwänzen, Confect, und verschiedenen Gewürzen. Da nur ein einziges Bad des Füsten überliefert ist, verwundert es nicht, daß man nicht mehr als 18 Pfund Seife während der ganzen Reise verbrauchte.

Den militärischen Schutz betreffend, wandte man allein zum Schutz des Hofstaates der Kurfürstin fünf Rüstwagen mit jeweils zehn Knechten auf. Bevor man in Frankfurt die Schiffe bestieg, wurden Armbrüste, ein Wurfgeschoss, glevenschäfte und watsäke repariert und Bogenschützen an Bord genommen, die in Bonn wieder entlassen wurden. Beim Einzug in Aachen berichtet ein Gesandter, daß die zweite Abteilung des sächsischen Gefolges aus 80 Armbrustschützen und 60 Rennern mit Gleven und Spießen bestand. Zur Sicherheit gehörte ebenfalls das Anschlagen des Wappens an den Gasthäusern und die Bewimpelung der Schiffe mit kurfürstlichen und reichsfarbenen Fahnen, die man im Gegensatz zum kurfürstlichen Wappen, das von zu Hause mitgeführt wurde, in Frankfurt anfertigen ließ.

Es folgt ein Kapitel über die Repräsentation, wozu die Vorreiter, die für den Empfang des Fürsten durch Abgesandte, Geschenke, Gesang und Musik, aber auch für die erforderliche Distanzierung sorgten ebenso gehörten, wie die Spenden und Almosen für Heiligtümer und Arme, für die in Nürnberg ein Almosenfaß für Speisereste gekauft wurde. Der Aufsatz, eine schöne Ergänzung zu J. Seemüllers "Friedrichs III. Aachener Königsreise" (MIÖG 1896), endet mit einem kurzen Kapitel über die Diplomatie.

Christian Halm, Kiel

  


Neuerscheinungen

Albrecht, Uwe, Die Herzogsschlösser Gottorf und Tönning. Neue Aspekte zur Ar-chitektur der Renaissance in Schleswig-Holstein, in: Beiträge zur Renaissance zwischen 1520 und 1570 (Materialien zur Kunst- und Kulturgeschichte in Nord- und Westdeutschland, Bd. 2), Marburg 1991, S. 9-35.

Andermann, Kurt, Zeremoniell und Brauchtum beim Begräbnis und beim Regie- rungsantritt Speyerer Bischöfe. Formen der Repräsentation von Herrschaft im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit, in: Archiv f. Mittelrheinische Kirchengeschichte 42 (1990), S. 125-177.

Armgart, Martin, Die Austellungsorte der Land- und Hochmeisterurkunden in
Preußen bis zum Jahre 1351, in: Preußenland 29/I-II (1991), S. 1-32.

Babel, Rainer, Nancy: Residenz der Herzöge von Lothringen (14.-17. Jahrhundert), in: Residenzen - Aspekte hauptstädtischer Zentralität von der frühen Neuzeit bis zum Ende der Monarchie, hg. von K. Andermann (Oberrheinische Studien, 10) [Karlsruher Kolloquium April 1990] (im Druck).

Bers, B., Jülich. Geschichte einer rheinischen Stadt. Hrsg. aus Anlass des Stadt-jubiläums der Stadt Jülich 1988/89, 2000 Jahre Jülich, 750 Jahre Stadtrechte. Jülich 1989.
Brondy, Réjane, Chambéry. Histoire d'une capitale, vers 1350-1560. Presses Universitaires de Lyon 1988 [vgl. Francia 18 /I (1991) S. 311f.].

Coronations. Medieval and Early Modern Monarchic Ritual, hg. von János M. Bak, Berkley-Los Angeles-Oxford 1990. János M. Bak, Introduction. Coronation Studies - Past, Present and Future (S. 1-15); Janet L. Nelson, Hincmar of Reims on King-making. The Evidence of the Annals of St. Bertin, 861-882 (S. 16-34); Ralph E. Giesey, Inaugural Aspects of French Royal Ceremonials (S. 35-45); Jacques Le Goff, A Coronation Program for the age of St. Louis: The Ordo of 1250 (S. 46-57); Jean-Claude Bonne, The Manuscript of the Ordo of 1250 and its Illuminations (S. 58-71; 3 Tafeln); Anne D. Hedeman, Copies in Context: The Coronation of Charles V in his Grandes Chroniques de France (S. 72-87; 5 Abb.); Lawrence H. Bryant, The Medieval Entry Ceremony at Paris (S. 88-118; 5 Abb.); Elisabeth Vestergaard, A Note on Viking Age Inaugurations (S. 119-124); Erich Hoffmann, Coronation and Coronation Ordines in Medieval Scandinavia (S. 125-151); Aleksander Gieysztor, Gesture in the Coronation Ceremonies of Medieval Poland (S. 152-164; 4 Abb.); Reinhard Elze, The Ordo for the Coronation of King Roger II of Sicily: An Example of Dating from Internal Evidence (S. 165-178); Bernhard Schimmelpfennig, Papal Coronations in Avignon, (S.179-196); Andrew Hughes, The Orgiens and Descent of the Fourth Recension of the English Coronation (S. 197-216); David J. Sturdy, "Continuity" versus "Change": Historians and English Coronations of the Medieval and Early Modern Periods (S. 228-245) [vgl. Rezension in: DA 47/I (1991), S. 271-273].

The Court at the Beginning of the Modern Age c. 1450-1650, hg. von Ronald G. Asch u. Adolf M. Birke, Oxford University Press 1991. Inhalt: Asch, R.G., Introduction: Court and Household from the Fifteenth to the Seventeenth Centuries, S. 1-40; R.A. Griffiths, The King's Court during the Wars of the Roses: Continuities in an Age of Discontinuities, S. 41-68; W. Paravicini, The Court of the Dukes of Burgundy: A Model for Europe?, S. 69-102; P. Moraw, The Court of the German King and the Emperor at the end of the Middle Ages, 1440-1519, S. 103-138; P.-J. Heinig, How Large was the Court of the Emperor Frederick III?, S. 139-156; D. Stievermann, Southern German Courts around 1500, S. 157-174; D. Starkey, Court, Council, and Nobility in Tudor England, S. 175-204; M.J. Rodríguez-Salgado, The Court of Philip II of Spain, S. 205-244; E. Schalk, The Court as `Civilizer' of the Nobility: Noble Attitudes and the Court in France in the late Sixteenth and early Seventeenth Centuries, S. 245-264; S. Adams, Favourites and Factions at the Elizabethian Court, S. 265-288; V. Press, The Imperial Court of the Habsburgs: From Maximilian I to Ferdinand III, 1493-1657, S. 289-314; A. Maczak, From Aristocratic Household to Princely Court: Restructuring Partonage in the Sixteenth and Seventeenth Centuries, S. 315-328; W. Reinhard, Papal Power and Family Strategy in Sixteenth and Seventeenth Centuries, S. 329-356; R.G. Asch, The Revival of Monopolies: Court and Patronage during the Personal Rule of Charles I, 1629-1640, S. 357-392; C.M. Hibbard, The Role of a Queen Consort: The Household and Court of Herrietta Maria, 1625-1642, S. 393-414; K. Malettke, The Crown, Ministériat, and Nobility at the Court of Louis XIII, S. 415-440; H. Schilling, The Orange Court: The Configuration of the Court in an Old European Republik, S. 441-454; O. Mörke, Sovereignty and Authority: The Role of the Court in the Netherlands in the first half of the Seventeenth Century, S. 455-480; R.J.W. Evans, The Court: A Protean Institution and an Elusive Subjekt, S. 481-492.
Curialitas. Studien zu Grundfragen der höfisch-ritterlichen Kultur, hg. von J.Fleckenstein (Veröff. d. Max-Planck-Insituts f. Geschichte, 100), Göttingen 1991.

Inhalt: P.G. Schmid, Curia und curialitas. Wort und Bedeutung im Spiegel der lateinischen Quellen, S. 15-26; U. Mölk, Curia und curialitas. Wort und Bedeutung im Spiegel der romanischen Dichung: zu fr. cortois(ie)\pr. cortes(ia) im 12. Jahrhundert, S. 27-38; P. Ganz, `hövesch'\`hövescheit' im Mittelhochdeutschen, S. 39-54; L. Fenske, Der Knappe: Erziehung und Funktion, S. 55-127; E. Orth, Formen und Funktionen der höfischen Rittererhebung, S. 128-170; W. Rösener, Die höfische Frau im Hochmittelalter, S. 171-230; R. Schnell, Die `höfische' Liebe als `höfischer' Diskurs über die Liebe, S. 231-301; J. Flekenstein, Miles und clericus am Königs- und Fürstenhof. Bemerkungen zu den Voraussetzungen, zur Entstehung und zur Trägerschaft der höfisch-ritterlichen Kultur, S. 302-325; S. Krüger, "Verhöflichter Krieger" und miles illitteratus, S. 326-349; Th. Szabó, Der mittelalterliche Hof zwischen Kritik und Idealisierung, S. 350-391; Th. Zotz, Urbanitas. Zur Bedeutung und Funktion einer antiken Wertvorstellung innerhalb der höfischen Kultur des hohen Mittelalters, S. 392-451; J. Fleckenstein, Nachwort: Ergebnisse und Probleme, S. 452-487.

Dirlmeier, U., R.S. Elkar, G. Fouquet (Hgg.), Öffentliches Bauen in Mittelalter und Früher Neuzeit. Abrechnungen als Quellen für die Finanz-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Bauwesens (Sachüberlieferung und Geschichte, 9), St. Katharinen 1991. Inhalt: R.S. Elkar, Bauen als Beruf: Notizen und Anmerkungen zu einer Handwerksgeschichte des Hochbaus - Eine Vorbemerkung, S. 1-26; R. Gömmel, Die langfristige Bautätigkeit der Reichsstadt Nürnberg in der frühen Neuzeit, S. 27-35; M. Körner, Territorialerwerbungen, Herrschaftskäufe und öffentliche Aufwendungen im Hoch- und Tiefbau im alten Staat Luzern 1421-1795, S. 36-55; C. Göldel, Die Jahresrechnungen des Bamberger Stadtbauhofes. Bemerkungen zu einem Rechnungsbestand des 15. Jahrhunderts, S. 56-88; A. Sander, Die Lüneburger Bauamtsrechnungen von 1386 bis 1388, S. 89-115; M. Mersiowsky, Landesherrliche Bauausgaben im Spiegel der ältesten lippischen Rechnungen, S. 116-171; G. Dahlbäck, Der Bau eines Hauses - Eine Facette aus dem Alltagsleben des Mittelalters, dem Rechnungsbuch der Fronleichnamsgilde zu Stockholm entnommen, S. 172-205; G. Fouquet, "AD STRUCTURAM CIVITATIS": der öffentliche Baubetrieb Hamburgs und die Errichtung von Mühlen- und Schleusenanlagen in Fuhlsbüttel während der Jahre 1465/87, S. 206-292; R.S. Elkar/G. Fouquet, UND SIE BAUTEN EINEN TURM...Bemerkungen zur materiellen Kultur des Alltags in einer kleineren deutschen Stadt des Spätmittelalters, S. 293-328; A. Bingener, der Umbau des Nikolaikirchturms zu Siegen 1541-1543, S. 329-347; U. Dirlmeier, Zum städtischen Bauwesen der frühen Neuzeit. Ein Ausschnitt aus der Alltagswirklichkeit am Beispiel der Stadt Siegen, S. 348-368.

Feste und Feiern im Mittelalter. Paderborner Symposium des Mediävistenverbandes, hg. v. D. Altenburg, J. Jarnut u. H.-H. Steinhoff. Sigmaringen 1991. Inhalt: D. Brewer, Feasts in England and English Literature in the Fourteenth Century, S. 13-28; G. Althoff, Fest und Bündnis, S. 29-38; N. Bulst, Feste und Feiern unter Auflagen. Mittelalterliche Tauf-, Hochzeits- und Begräbnisordnungen in Deutschland und Frankreich, S. 39-52; H.-W. Goetz, Der kirchliche Festtag im frühmittelalterlichen Alltag, S. 53-62; K. Graf, Schlachtengedenken im Spätmittelalter. Riten und Medien der Präsentation kollektiver Identität, S. 63-70; H. Kühnel, Spätmittelalterliche Festkultur im Dienste religiöser, politischer und sozialer Ziele, S. 71-86; K.-H. Leven, Festmähler bei Basileus, S. 87-94; D. Poirion, La Fête dans les Chroniques de Froissart, S. 95-108; F. Tinnefeld, Die Rolle der Armen bei Feiern im byzantinischen Hofzeremoniell, S. 109-114; H. Vierck, Hallenfreude. Archäologische Spuren frühmittelalterlicher Trinkgelage und mögliche Wege zu ihrer Deutung, S. 115-124; P. Bange, Frauen und Feste im Mittelalter: Kindbettfeiern, S. 125-132; W. Haubrichs, Heiligenfest und Heiligenlied im frühen Mittelalter. Zur Genese mündlicher und literarischer Formen in einer Kontaktzone laikaler und klerikaler Kultur, S. 133-144; E. Nellmann, Der Feiertag auf dem Dorf: Überlegungen zu Neidhart und zum Bayrischen Landfrieden von 1244, S. 145-152; W. Rösener, Ländlich-bäuerliche Feste im Hoch- und Spätmittelalter, S. 153-164; B. Schneidmüller, Reichsfürstliches Feiern. Die Welfen und ihre Feste im 13. Jahrhundert, S. 165-180; C. Thomasset, La Chevalerie et

l'ostentation dans l'évocation de la fête, S. 181-192; H. Wolter, Der Mainzer Hoftag von 1184 als politisches Fest, S. 193-200; T. Zotz, Die Stadtgesellschaft und ihre Feste, S. 201-216; H. Bookmann, Spielleute und Gaukler in den Rechnungen des Deutschordens-Hochmeisters, S. 217-228; A. Rieger, Beruf: Joglaressa. Die Spielfrau im okzitanischen Mittelalter, S. 229-244; G. Beyreuter, Die Osterfeier als Akt königlicher Repräsentanz und Herrschaftsausübung unter Heinrich II. (1002-1024), S. 245-254; G. Björlvall, The Last Judgment: the Apocalyptic Theme in the Easter Offertory Trope Ab increpatione et ira, S. 255-268; A. Haug, Zur Musik der ältesten Ostertropen, S. 269-282; R. Jacobsson, The Conception of Easter in the Liturgical Celebration, Reflected in the Poetry of the Medieval Church, S. 283-308; H. Möller, Die Feier des Metzer Osteroffiziums im 9. Jahrhundert, S. 309-322; M.J. Wenninger, Das gefährliche Fest. Ostern als zeitlicher Kristallisationspunkt antijüdischen Verhaltens, S. 323-334; F.-R. Hausmann, Rabelais' Gargantua et Pantagruel als Quelle mittelalterlicher Fest- und Spieltradition, S. 335-348; U. Kindermann, A la feste sui venuz, et ostendam quare: Ein Gegenfest schafft lateinische Literatur, S. 349-358; D.-R. Moser, Fastnacht und Frohnleichnahm als Gegenfeste. Festgestaltung und Festbrauch im liturgischen Kontext, S. 359-376; P. Walter, Der Bär und der Erzbischof. Masken und Mummenschanz bei Hinkmar von Reims und Adalbero von Laon, S. 377-390; T. Ehlert, Die Funktion des Hochzeitfestes in der deutschen erzählenden Dichtung vornehmlich des 12. und 13. Jahrhunderts, S. 391-400; F.-R. Erkens, Fecit nuptias regio, ut decuit, apparatu. Hochzeitsfeste als Akte monarchischer Repräsentation in salischer Zeit, S. 401-422; Chr. Houswitschka, Mehrfachhochzeit und Waffenbruderschaft in den mittelenglischen romances und in der Tale of Gareth - ein Vergleich, S. 423-432; A. Berthelot, Des Fêtes arthuriennes classiques aux fêtes du Roman de Perceforest, S. 433-440 ; E. Brewer, Feasts and the Role of Women in Malory's Le Morte Darthur, S. 441-448; J. O. Fichte, Das Fest als Testsituation in der mittelenglischen Artusromanze, S. 449-460; R. Newhauser, Court Festivities in Sir Gawain and the Green Knight: Paradigm and Transformation, S. 461-468; A. Roth, L'homme armé, le doubté turcq, l'Ordre de la Toison d'Or. Zur `Begleitmusik' der letzten großen Kreuzzugsbewegung nach dem Fall von Konstantinopel, S. 469-480; S. Zak, `Imitatio'als vorbildlicher Hof bei der zeremoniellen Festmusik in Spätantike und Frühmittelalter, S. 481-490; A. Niederstätter, Königseinritt und -gastung in der spätmittelalterlichen Reichstadt, S. 491-500; A. Paravicini Bagliani, Der Papst auf Reisen im Mittelalter, S. 501-514; B. Ribemont, L'Entreé d'Isabeau de Bavière à Paris: Une fête textuelle pour Froissart, S. 515-524; P. Johanek, Fest und Integration, S. 525-540.

Fischer, Gert, Literatur zur Geschichte Bonns. Erträge der 2000-Jahr-Feier, in: Rheinische Vierteljahrsblätter 55 (1991), S. 363ff.

Flink, Klaus, unter Mitwirkung von B. Thissen (Hg.), Das Stadtrecht von Cleve (Klever Archiv, 11). Kleve 1991. 416 S.
Fürstliche Residenzen im spätmittelalterlichen Europa, hg. von H. Patze u. W. Paravicini (Vorträge und Forschungen, 36). Sigmaringen 1991. Inhalt: J. Fried, Geleitswort, S. 7 f.; G. Melville, Herrschertum und Residenzen in Grenzräumen mittelalterlicher Wirklichkeit, S. 9-74; S. Roux, Résidences princières parisiennes: l'exemple de l'hôtel de Bourbon, fin XIVe - milieu XVe siècle, S. 75-102; R. Favreau, Jean de Berry et la ville de Poitiers, S. 103-136; J.-L. Fray, Nancy, résidence princière et capitale des ducs de Lorraine, dans les derniers siècles du moyen-âge, S. 137-158; A. Girardot, Bar-le-Duc, une capitale du roi René, S. 159-188; A. Uyttebouck, Les résidences des ducs de Brabant, 1355-1430, S. 189-206; W. Paravicini, Die Residenzen der Herzöge von Burgund, 1363-1477, S. 207-264; J. Riedmann, Verona als Residenz der Skaliger, 265-292; E. Michael, Die Klosterkirche St. Michael in Lüneburg als Grablege der Billunger und Welfen, S. 293-310; H. Weczerka, Die Residenzen der schlesischen Piasten, S. 311-348; A. Karlowska-Kamzowa, Zu den Residenzen Ludwigs I., Ruprechts und Ludwigs II. von Liegnitz und Brieg, S. 349-360; I. Hlavácek, Brünn als Residenz der Markgrafen der luxemburgischen Sekundogenitur, S. 361-420; A. Kubinyi, Residenz- und Herrschaftsbildung in Ungarn in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und am Beginn des 16. Jahrhunderts, S. 421-462; H. Patze/W. Paravicini, Zusammenfassung, S. 463-488.

Honemann, Volker, Johannes Rothe in Eisenach. Literarisches Schaffen und Le-benswelt eines Autors um 1400, in: Autorentypen, hg. v. W. Haug und B. Wachinger, Tübingen 1991, S. 69-88.

Huth, V., Donaueschingen, Stadt am Ursprung der Donau. Ein Ort in seiner ge-schichtlichen Entwicklung. Sigmaringen 1989.

Jäschke, K.-M., Mehr als 1250 Jahre Heilbronn. Ein Grenzgebiet wird Eigenbereich und ein Forum für Weltgeschichte, Heilbronn 1991 (= Heilbronner Vorträge, 26).

Isabelle de Portugal, Duchesse de Bourgogne, 1397-1471. Catalogue par Cl. Lemaire et M. Henry. Etude iconographique par A. Rouzet. Brüssel (Bibliothèque royale Albert Ier) 1991. 218 S.

Jähnig, Bernhart, Verfassung und Verwaltung des Deutschen Ordens in Preußen, in: Westpreußen-Jahrbuch 41 (1990 [1991]), S. 60-72.

Jähnig, Bernhart, Zur Vor- und Frühgeschichte von Elbing, in: Elbing 1237-1987. Beiträge zum Elbing-Kolloquium im November 1987 in Berlin, hg. von B. Jähnig u. H.-J. Schuch, Münster/Westf. 1991, S. 31-50.

Jähnig, Bernhart, Erwerbspolitik und Wirtschaftsweise des Deutschen Ordens am Beispiel der Häuser Beuggen (Elsaß-Burgund) und Elbing (Preußen), in: Erwerbspolitik und Wirtschaftsweise mittelalterlicher Orden und Klöster, hg. von K. Elm (Berliner Historische Studien 17 = Ordensstudien 7), Berlin 1992, S. 125-173.

Johanek, Peter, Historiograph und Stadtchronist, in: Autorentypen, hg. v. W. Haug und B. Wachinger, Tübingen 1991, S. 50-68.

Kerber, Dieter, u. Udo Liessem, Der Deutsche Orden in Koblenz. Studien zur Ge-schichte und Bauentwicklung im Mittelalter, Koblenz 1990. 54 S.

Kerber, Dieter, Große Leute - Kleine Leute. 2000 Jahre Koblenzer Geschichte.
[Katalog zur Ausstellung im Mittelrhein-Museum Koblenz, 12. Mai bis 2. August 1992, Eröffnung 10 Mai 15 Uhr im Haus Metternich] Koblenz 1992. Ca. 240 S. und 120 Abb.

Krause, Hans-Joachim, Albrecht von Brandenburg und Halle, in: Erzbischof Al-brecht von Brandenburg (1490-1545). Ein Kirchen und Reichsfürst der Frühen Neuzeit, hg. v. F. Jürgensmeier, Frankfurt a.M. 1991, S. 296-356.

Kruse, Holger, Werner Paravicini, Andreas Ranft (Hgg.), Ritterorden und Adelsgesellschaften im spätmittelalterlichen Deutschland. Ein systematisches Verzeichnis (Kieler Werkstücke, D 1). Frankfurt a. M., Bern, New York, Paris 1991. 522 S.

Mantegna, Andrea, hg. von J. Martineau. [Ausstellungskatalog] London (Royal Academy of Arts) und New York (The Metropolitan Museum of Art) 1992. 499 S. in-4o.

Materialien zur Kunst- und Kulturgeschichte in Nord- und Westdeutschland, Marburg a. d. Lahn:

Bd. 1: Hanns-Peter Fink, Exercitia Latina. Vom Unterricht lippischer Junggrafen zur Zeit der Spätrenaissance. 168 S., 12 Abb.

Bd. 2: Beiträge zur Renaissance zwischen 1520 und 1570. (Symposion des Weserrenaissance-Museums 1991). 300 S., 197 Abb.

Bd. 3: Albrecht Seufert, In Form eines Triangels ... Geschichte der Wewelsburg bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Ca. 200 S., ca. 101 Abb.

Bd. 4: Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur in der Frühen Neuzeit (Historische Begleitforschung zur Weserrenaissance). Erscheint im Herbst 1992.

Bd. 5: R. Aschenbach/Chr. Bernheiden/B. Uppenkamp, Baudekoration als Bildungsanspruch. Erscheint im Herbst 1992.

Bd. 6: U. Hanschke/M. Meine/K. Tebbe, Uns und unseren Nachkommen zu Ruhm und Ehre. Kunstwerke im Weserraum und ihre Auftraggeber. Erscheint Dez. 1992/Jan. 1993.

Bd. 7: Stephan Albrecht, Das Bremer Rathaus im Zeichen städtischer Selbstdarstellung vor dem 30jährigen Krieg. Erscheint Dez. 1992/Jan. 1993.

Melking, A.J.J., Die Aula Palatii in Den Haag, in: Europäische Kunst des 13. Jahrhunderts. Funktion und Gestalt. Festschrift f. Ernst Schubert zu seinem 65 Geburtstag, hg. von W. Goetz und E. Lehmann, Sigmaringen 1992 (im Druck).

Moraw, Peter, Das Haupstadtproblem in der deutschen Geschichte, in: Damals. Das Geschichtsmagazin, 24. Jahrgang, März 1992, S. 246-271.

Moraw, Peter, Princes, Patronage, and the Nobility, in: The Court (s. dort).

Moraw Peter, Was war eine Residenz im Deutschen Spätmittelalter? in: Zs. f. Historische Forschung, Bd 18 (1991), S. 461-468 [zugleich Rez. von Residenzenforschung 1 = Vorträge und Forschungen zur Residenzenfrage, hg. v. Peter Johanek, Sigmaringen 1990].

Müller, Christina, Karlsruhe im 18. Jahrhundert. Zur Genese und zur sozialen Schichtung einer residenzstädtischen Bevölkerung (Forschungen und Quellen zur Stadtgeschichte, 1), Karlsruhe (Stadtarchiv) 1992. 464 S.

Müller-Mertens, E., u. W. Huschner, Reichsintegration im Spiegel der Herrschaftspraxis Kaiser Konrads II. (Forschungen zur mittelalterlichen Geschichte, 35). Weimar 1992 [wichtig für die Interpretaton von Itinerar und Urkundenaustellung].

Nijsten, G., Gelre en 's-Hertogenbosch. Relaties tussen hof en stad. In: Millennium 4 (Nijmegen 1990), S. 30-39.

Le Palais de Bruxelles. Huit siècles d'art et d'histoire, par A. Smolar-Meynart u.a. Brüssel 1991. 383 S. Gr. in-4o.

Die Pfalz. Probleme einer Begriffsgeschichte vom Kaiserpalast auf dem Palatin bis zum heutigen Regierungsbezirk (Referate und Aussprachen der Arbeitstagung vom 4.-6. Oktober 1988 in St. Martin/Pfalz, hg. v. F. Staab (Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften 81), Speyer 1990.

Quartal, Franz, Residenz, Verwaltung und Territorialbildung in den westlichen Herrschaftsgebieten der Habsburger während des Spätmittelalters, in: Die Eidgenossen und ihre Nachbarn im Deutschen Reich des Mittelalters, hg. von P. Rück, Marburg a.d. Lahn 1991, S. 61-85.

Schich, W., Die Entstehung der Stadt Kassel. 1075 Jahre Kassel - 800 Jahre Stadt Kassel (Quellem und Perspektiven zur Entwicklung Kassels, 1), Kassel 1989.

Schimmelpfennig, Bernhard, Papal Coronations in Avignon, siehe: Coronations.

Schriften des Weserrenaissance-Museums Schloß Brake bei Lemgo:

1. Renaissance im Weserraum - Katalog zur Ausstellung in Schloß Brake.

2. Renaissance im Weserraum - Aufsätze.

3. Adelshöfe in Westfalen.

4. Renaissance in Nord-Mitteleuropa I, Hg- v. G. U. Großmann.

5. Renaissance der Renaissance. Katalog zur Ausstellung in Schloß Brake.

6. Renaissance der Renaissance. Aufsatzband.
 

Seyboth, Reinhard, Markgraf Georg von Ansbach-Kulmbach und die Reichspolitik, in: Jb. f. Fränkische Landesforschung 47 (1987), S. 35-81.

Seyboth, Reinhard, Markgraf Johann der Alchimist von Brandenburg (1406-1464), in: Jb. f. Fränkische Landesforschung 51 (1991).

Smedt, Raphaël de, Het vijftiende kapittel van de Orde van het Gulden Vlies in 1491, in: Sint-Romboutskathedraal, gestalte van de gothische droom, Mecheln 1990, S. 55-61.

Smedt, Raphaël de (Hg.), De Orde van het Gulden Vlies te Mechelen in 1491. Internationaal symposium, Mechelen 7 september 1991 = Handelingen van de Koninklijke Kring voor Oudheidkunde, Letteren en Kunst van Mechelen 95/II (1991), Mecheln 1992, 292 S. Inhalt: R. De Smedt, Le 15e chapitre de l'Ordre de la Toison d'Or. Une fête mémorable à Malines en 1491, S. 3-38; A. Lindner, Der "Pas d'armes" des Claude de Salins, S. 39-44; J.M. Chauchies, L'archiduc Philippe d'Autriche, dit le Beau (1478-1506), S. 45-54; R. De Smedt, Jan heer van Lannoy, stadhouder en diplomaat (1410-1493), S. 55-84; P. De Win, Engelbert II graaf van Nassau-Dillenburg en Vianden, heer van Breda (1451-1504), S. 85-116; B. Bauchau, Jacques de Savoie (1450-1486): histoire d'un portrait et portrait historique, S. 117-146; A. Scufflaire, Jehan de Ligne (vers 1435-15 mai 1491), S. 147-174, J. Richard, Claude de Toulongeon, seigneur de la Bastie (vers 1420 - vers 1504) et la résistance bourguignonne à Louis XI, S. 175-188; W. Blockmanns, Albrecht de Stoutmoedige, hertog van Saksen, stadhouder-generaal der Nederlanden (1443-1500), S. 189-200; J. Debry, Claude de Neuchâtel (1448/50-1505): dans la tourmente bourguignonne une fidélité sans faille, S. 201-258; M.J. van Gent, Jan van Egmond (1438-1516), een Hollands succesverhaal, S. 259-270.

Streich, Brigitte, "UF DEM ZCOGE ZCU UNSERM HERRN DEM ROMISCHEN KUNIGE...", Die Aachenfahrt des sächsischen Hofes im Sommer 1442, in: Rheinische Vierteljahrsblätter 55 (1991), S. 32-57 [siehe Buchvorstellung].

Strong, Roy, Feste der Renaissance 1450-1650. Kunst als Instrument der Macht. Freiburg/Würzburg 1991.

Wackerfuß, Winfried (Hg.), Kultur-, Wirtschafts und Sozialgeschichte des Oden-waldes im 15. Jahrhundert. Die ältesten Rechnungen für die Grafen von Wertheim in der Herrschaft Breuberg (1409-1484). D-6127 Breuberg-Neustadt (Breuberg-Bund) 1991 [S. 1-162 Darstellung, S. 163-415 Edition, S. 416f. Lit., S. 418-523 Orts-, Personen- und Sachregister mit Glossar].

Weinmann, A., Braunschweig als landesherrliche Residenz im Mittelalter, Göttingen 1991 [siehe Buchvorstellung].

Weiß, Ulmann (Hg.), Erfurt 742-1992. Stadtgeschichte - Universitätsgeschichte, Weimar 1992.

Woolgar, C.M., Household Accounts from Medieval England. Part 1: Introduction, Glossary, Diet Accounts (i) (Records of Social and Economic History, NF 17), Oxford 1992. 550 S.

Wüst, Wolfgang, Aufklärung im Fürstbistum Augsburg. Neuordnungsansätze für Verwaltungen und Wirtschaft in Stadt- und Landämtern, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 54/I (1991), S. 219-237.

Zotz, Thomas, Palatium publicum, nostrum, regium. Bemerkungen zur Königspfalz in der Karolingerzeit, in: Die Pfalz (s. dort), S. 71-101.


Die Arbeit der anderen

Wie ich unlängst erfuhr, hat Frau Prof. Annick Renoux, Univ. Le Mans, im Jahre 1991 eine Forschergruppe zum Thema "Palais et résidences princières" ins Leben gerufen. Ich werde Frau Renoux einladen, uns darüber in den "Mitteilungen" zu berichten.

W. Paravicini, Kiel


Die Mitglieder der Residenzenkomission

Stand: 1. Mai 1992

Prof. Dr. Hartmut Boockmann, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Universität Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 5, 3400 Göttingen; Calsowstr. 33, 3400 Göttingen. Tel.: 0551/39-4631/32 oder 0551/59774 (priv.).

Prof. Dr. Josef Fleckenstein, Max-Planck-Institut für Geschichte, Hermann-Föge-Weg 11, 3400 Göttingen; Zur Akelei 37, 3400 Göttingen-Nikolausberg. Tel.: 0551/4956-0 oder 0551/21227 (priv.).

Prof. Dr. Volker Honemann, Seminar für deutsche Philologie der Universität, Humboldtallee 13, 3400 Göttingen; Nonnenstieg 68, 3400 Göttingen. Tel.: 0551/39-7076 oder 0551/59384 (priv.).

Prof. Dr. Peter Johanek, Westfälische Wilhelms-Universität, Historisches Seminar, Domplatz 20-22, 4400 Münster, Sentruper Höhe 40, 4400 Münster. Tel.: 0251/834345 oder 0251/81865 (priv.)

Prof. Dr. Werner Paravicini (Vorsitz), Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität, (postalisch:) Olshausenstr. 40, (Besuchsadresse:) Leibnizstr. 8, 2300 Kiel 1; Kronskamp 6, 2300 Kiel-Kronshagen. Tel.: 0431/880-3403, -2282, -2280 oder 0431/588598 (priv.).

Prof. Dr. Hans Patze, Resedaweg 5, 3400 Göttingen-Nikolausberg. Tel.: 0551/2736.

Prof. Dr. Ernst Schubert, Institut für historische Landesforschung, Platz der Göttinger Sieben 5, 3400 Göttingen. Tel.: 0551/39-4347, privat: Am Kreuze 69, Tel.: 22 88 2.

Prof. Dr. Reinhard Wenskus, Kastanienweg 2, 3406 Bovenden. Tel.: 0551/8608.

Prof. Dr. Thomas Zotz, Historisches Seminar der Universität, Abt. Landesgeschichte, Werderring 8, 7800 Freiburg i. Br.; Neubergweg 1; Tel.: (0761) 203 - 3433 (Sekr. 3257), oder (0761) 55 38 04 (priv.).


Mitarbeiter, Betreuer und Korrespondenten

Stand: 1. Mai 1992

Vorbemerkung:

Bitte teilen Sie Änderungen jeglicher Art der Redaktion mit.

Dr. Karl-Heinz Ahrens [Residenzbildung der Welfen in Südniedersachsen, Halberstadt], Kohlenwiese 15, 3380 Goslar, Tel.: 05321/23627.

Dr. Konrad Amann, M.A., [Passau], Universität Mainz, Historisches Seminar I: Allgemeine und neuere Geschichte, Saarstr. 21, 6500 Mainz 1; Im Münchfeld 33/14, 6500 Mainz; Mozartstr. 1, 8399 Fürstenzell, Tel.: 06131/39-2663 oder 08502/1322 (priv.).

Dr. Kurt Andermann [Bischöfe von Speyer], Generallandesarchiv, Nördliche Hildapromenade 1, 7500 Karlsruhe; Nibelungenring 79, 7513 Stutensee 1, Tel.: 0721/1352672 oder 07244/92561 (priv.).

Dr. Wolf-Rüdiger Berns [Grafen von Nassau: Idstein/Wiesbaden] Arnoldistr. 2, 6348 Herborn, Tel.: 02772/42520.

Dr. Horst Bitsch [Landgrafen von Hessen: Marburg/Kassel] Blumenring 3, 6301 Heuchelheim, Tel.: 0641/61387.

Dr. Marc Boone [Grafen von Flandern: Gent], Rijksuniveriteit Gent, Faculteit van de Letteren en Wijsbegeerte B-9000 Gent, Tel.: 091/644022

Archivdir. Dr. Gertrud v. Buttlar [Wiener Neustadt], Magistrat der Stadt Wiener Neustadt, Abt. 10, Postfach 49, Hauptplatz 1-3, A-2700 Wiener Neustadt.

Dr. Klaus Conrad [Herzöge von Pommern], Herzberger Landstr. 58, 3400 Göttingen, Tel.: 0551/39-3098 oder 0551/42811 (priv.).

Univ.-Doz. Dr. Peter Csendes [Wien], Schillerstr. 28a, A-2351 Wiener Neudorf.

Dr. Klaus Peter Decker [Büdingen], Fürstl. Ysenburgisches und Büdingisches Archiv, Schloß, Neuer Bau, 6470 Büdingen (Oberh.), Tel. 06042/ 7722.

Prof. Dr. Heinz Dopsch [Salzburg], Institut für Geschichte der Universität Salzburg, Mirabellplatz 1, A-5020 Salzburg; Seewalchen 87, A-5201 Seekirchen, Tel.: 0043/44511/84-4511 oder 4755; 0043/6212/7145 (priv.).

Prof. Dr. Herwig Ebner [Graz], Institut für Geschichte der Karl Franzens-Universität Graz,

Heinrichstr. 26, A-8010 Graz; Carnerigasse 10/I/13, A-8010 Graz.

Dr. Hermann Ehmer [Grafen von Wertheim], Landeskirchliches Archiv, Gänsheidestr. 4,

Postfach 101342, 7000 Stuttgart 10, Tel.: 0711/2149-258.

Prof. Dr. Rudolf Endres [Bamberg], Institut für Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität, Kochstr. 4, 8520 Erlangen, Tel.: 09131/85-2789 oder 51879 (priv.).

Dr. Dietmar Flach [Grafen von Katzenelnbogen], Alte Heerstr. 55, 5400 Koblenz.

Prof. Dr. Klaus Flink [Residenz Kleve], Stadtarchiv Kleve, Postfach 1960, Hagschestr. 2, 4190 Kleve, Tel. 02821/84340 oder 27385 (priv.).

Prof. Dr. Alois Gerlich [Erzbischöfe von Mainz], Universität Mainz, Historisches Seminar, Saarstr. 21, 6500 Mainz 1; Fritz-Philippi-Str. 13, 6200 Wiesbaden, Tel.: 06131/39-2612 oder 06121/401151 (priv.).

Reinhard Hamann [Herzöge von Braunschweig-Lüneburg: Celle] Glazer Str. 20, 3060 Stadthagen, Tel.: 05721/ 74667.

Prof. Dr. Peter Claus Hartmann [Betreuer], Universität Mainz, Historisches Seminar I: Allgemeine und neuere Geschichte, Saarstr. 21, 6500 Mainz 1; Lederergasse 27a, 8390 Passau, Tel.: 06131/39-2663 oder 0851/36603 (priv.).

Prof. Dr. Alfred Haverkamp [Betreuer], Fachbereich III der Universität Trier, Postfach 3825, 5500 Trier; Auf der Lai 2, 5501 Gusterath, Tel.: 0651/201-2174; 06588/377 (priv.).

Prof. Dr. Ivan Hlavácek [Böhmen], U Mrazorky 16, CSFR-15000 Praha 5.

Ingeborg Höting, M.A. [Herren von Steinfurt], Am Tannenhof 47, 5200 Siegburg.

Prof. Dr. Bernd-Ulrich Hucker [Herzöge von Sachsen-Lauenburg], Historisches Seminar der Universität Osnabrück-Vechta, 2848 Vechta.

Senatsrat Univ.Doz. Dr. Franz-Heinz v. Hye [Tiroler Raum: Innsbruck, Brixen u. a.], Stadtarchiv, Badgasse 2, A-6020 Innsbruck, Tel.: 0043/ 5222/27380.

Dr. Bernhart Jähnig [Deutscher Orden in Preußen], Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Archivstr. 12-14, 1000 Berlin 33; Karolinenstr. 1, 1000 Berlin 37, Tel.: 030/83901-148 oder 030/8014450 (priv.).

Prof. Dr. Kurt-Ulrich Jäschke [nichtkönigliche englische Residenzen], Fachrichtung 5.4 Geschichte, Universität des Saarlandes, 6600 Saarbrücken 11.

Prof. Dr. habil. Alicja Karlowska-Kamzowa [Schlesien], Uniwersytet im. A. Mickiewicza Institut Historii Sztuki 61-874 Poznan, al. Niepodleglosci 4, Tel. 52-66-64, 52-11-91 w. 136.

Dieter Kerber [Erzbischöfe von Trier], Auf der Bienhornschanze 21, 5400 Koblenz, Tel.: 0261/74721.

Dr. Jost Kloft [Grafschaft Nassau: Siegen], Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstr. 1/3, 5400 Koblenz; Roonstr. 4, 5400 Koblenz, Tel.: 0261/35148.

Johann Kolb [Pfalzgrafen bei Rhein: Heidelberg], Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität, Olshausenstr. 40, 2300 Kiel 1; Schmiedestr. 24, 2370 Westerrönfeld; Tel.: 0431/880-1484 oder 04331/87339 (priv.).

Prof. Dr. Andreas Kraus [Koordination der Arbeiten für den bayerischen Raum], Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Marstallplatz 8, 8000 München 22, Tel.: 089/ 228271 oder 295357 (priv.).

Prof. Dr. Karl-Friedrich Krieger [Betreuer], Historisches Institut der Universität Mannheim, Schloß, 6800 Mannheim, Tel.: 0621/292-5402 oder 0621/857532 (priv.).

Dr. Christian Lamschus [Ostfriesland], Stöteroggestr. 4, 2120 Lüneburg, Tel.: 04131/47900 oder 33420 (priv.).

Priv.-Doz. Dr. Sönke Lorenz [Grafen/Herzöge von Württemberg], Universität Tübingen Institut für geschichtliche Landeskunde und historische Hilfswissenschaften Wilhelmstr. 36, D-W-7400 Tübingen, Tel.: 07071/292387.

Priv.-Doz. Dr. Klaus Militzer [Residenzbildung der Erzbischöfe von Köln], Hisorisches Archiv der Stadt Köln, Severinstr. 222-223, 5000 Köln 1; Winckelmannstr. 32, 5000 Köln 30. Tel.: (0221) 221-4473

Prof. Dr. Rainer A. Müller [Hofkultur der Frühen Neuzeit], Historisches Seminar der Universität Eichstätt; Longinustr. 7, 8000 München 60.

Dr. Klaus Neitmann [Deutscher Orden in Livland: Riga], Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Archivstr. 12-14, 1000 Berlin 33; Achenseeweg 92 A, 1000 Berlin 45, Tel.: 030/8390100.

Dr. Miloslav Polivka [Hof Wenzels IV. und Sigismunds], U Havlickovycha sadu 3, 120 00 Praha 2.

Prof. Dr. Franz Quarthal [Vorderösterreich], Universität Stuttgart, Historisches Institut, Abteilung Landesgeschichte, Keplerstr. 17 (KII), 7000 Stuttgart, Tel.: 0711/121-3455 und 3456.

Dr. Michael Reinbold, [Magdeburg und Halle], Oldenburgisches Landesmuseum, Schloßplatz 1, 2900 Oldenburg, Tel.: 0441/220-2618, Flötenstr. 40a, 2900 Oldenburg (Oldg.).

Michael Rumpf, Stadtgeschichtliches Institut, Hauptstr. 92, 7580 Bühl, Tel.: 07223/283-229.

Dr. Reinhard Seyboth [Residenzen der Hohenzollern in Franken], Friedrich-Ebert-Str. 34, 8400 Regensburg.

Prof. Dr. Heinrich Schmidt [Grafschaft Oldenburg], Hugo-Gaudig-Str. 10, 2900 Oldenburg, Tel.: 0441/501217.

cand. phil. Michael Scholz [die Magdeburgische Residenz Halle, bes. 1503-1541], Leonard-Nelson-Str. 20, 3400 Göttingen, Tel.: (0551) 58 167.

Prof. Dr. Wilhelm Störmer [München und Landshut] Institut für bayerische Geschichte der Universität München, Ludwigstr. 14, 8000 München 22, Tel.: 089/28638-507, Fax.: 28638-506; Pappelstr. 40, 8014 Neubiberg bei München, Tel.: 089/602760.

Dr. Theodor Straub [Ingolstadt], Bergstr. 29, 8074 Gaimersheim-Lippertshofen, Tel.: 08406/562.

Dr. Brigitte Streich [Wettiner in Thüringen und Sachsen], Behrenser Str. 10, 3413 Moringen 4, Tel.: 05503/ 2043.

Dr. Birgit Studt [Hofliteratur], Westfälische Wilhelms-Universität, Salzstr. 41, 4400 Münster, Tel: 0251/832071, Fax:: (0251) 83-2090, privat-Tel.: (0251) 39 22 22.

Dr. Arno Weinmann, [Braunschweig], Johann Straußstr. 1 c, 4550 Bramsche, Tel: 0541/95110-32, priv.: 05461/62746.

Prof. Dr. Hugo Weczerka, Johann-Gottfried-Herder-Institut, Zitronenweg 7, 3550 Marburg a. d. Lahn.

Sabine M. Wigand-Karg (MA) [Plassenburg]., Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte, Geschwister-Scholl-Platz 3, 8580 Bayreuth; Siebenmorgen 26, 8540 Schwabach, Tel.: (09122) 71232

Dr. Jürgen Rainer Wolf [Obergrafschaft Katzenelnbogen], Hessisches Staatsarchiv, Schloß, 6100 Darmstadt.

Dr. Inge-Maren Wülfing [Grafschaft Holstein], Schillerstr. 11, 3400 Göttingen, Tel.: 0551/76563.

Dr. Wolfgang Wüst [Augsburg und Dillingen], Stadtarchiv Augsburg, Fuggerstr. 12, 8900 Augsburg 1; Hinteres Kretzengäßchen 6, 8900 Augsburg 1, Tel.: 0821/324-2746 oder 0821/515684 (priv.).

Prof. Dr. Walter Ziegler [Niederbayern], Institut für Geschichte der Universität Würzburg, Am Hubland 8700 Würzburg, Tel. 0941/23634.


 

 

 Die Arbeitsstelle Kiel
Christian Halm
Detlev Kraack
Johann Kolb
Prof. Dr. Werner Paravicini
Adresse:
Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität,
(postalisch:) Olshausenstr. 40,
(Besuchsadresse:) Leibnizstr. 8,
2300 Kiel 1
Tel.: 0431/880-3639, -2282, -3401, -1484, -2280.
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