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Mitteilungen der Residenzen-Kommission

 

der

 

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

 

 

 

 

Jahrgang 18 (2008) Nr. 1


 

 

 

Mitteilungen der Residenzen-Kommission

 

der

 

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

 

 

 

 

Jahrgang 18 (2008) Nr. 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Residenzen-Kommission

 

Arbeitsstelle Kiel


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ISSN 0941-0937

 

 

Herstellung:

Universitätsdruckerei

der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

 

 

 

Titelvignette:

 

Ernst Graner, 1865-1943, Wien, Alte Universität und Jesuitenkirche

Aquarell auf Papier, signiert und datiert 1911, 55 x 43 cm

[ http://www.szaal.at/bilder/graner_uni_g.jpg , 10.6.2008]

 

 

 



Inhalt

 

 

Vorwort...................................................................................................................................... 7

Aus der Arbeit der Kommission................................................................................................... 9

11. Symposium der Residenzen-Kommission.............................................................................. 11

Die Arbeit der anderen............................................................................................................... 15

Staaten, Städte und Residenzen im historischen Informationssystem „HGIS Germany“,
von Dorlis Blume, Andreas Kunz, Mainz................................................................................ 15

Kolloquien, Vorträge, Ausstellungen, Jubiläen............................................................................. 29

Kolloquiumsberichte.................................................................................................................. 43

Kulturtransfer an deutschen Fürstenhöfen des späten Mittelalters und
der frühen Neuzeit, Greifswald, 14.-15. März 2008,
von Thomas Schauerte, Trier.................................................................................................. 43

Fürsten an der Zeitenwende zwischen Gruppenbild und Individualität.
Formen fürstlicher Selbstdarstellung und ihre Rezeption (1450–1550),
Salzau, 27.-29. März 2008,
von Sven Rabeler, Kiel.......................................................................................................... 48

Zwischen Zeremoniell und Zerstreuung – Adel am Münchener Hof,
München, 11. April 2008,
von Gritt Brosowski, Göttingen, und Britta Kägler, München.................................................. 52

Buchvorstellungen...................................................................................................................... 59

Rabeler, Sven: Niederadlige Lebensformen im späten Mittelalter.
Wilwolt von Schaumberg (um 1450-1510) und Ludwig von Eyb d.J. (1450-1521),
Würzburg 2006 (Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte.
Reihe IX: Darstellungen aus der fränkischen Geschichte, 53),
von Oliver Auge, Greifswald.................................................................................................. 59

Neuerscheinungen ..................................................................................................................... 63

Sonstiges................................................................................................................................... 91

Die Arbeitsstelle Kiel................................................................................................................. 92

 

*****

Wenn Sie den Mitteilungen einen Text zusenden wollen (bitte, tun Sie es: nächster Redaktionsschluß ist der 1. Oktober 2008), dann schicken Sie ihn bitte an mich über die Redaktion in Kiel. Die Adressen sind, wie stets, auf der letzten Seite angegeben.              W.P.



Vorwort

 

Die Titelvignette zeigt den Ort, an dem wir, wie auf S. 11-13 beschrieben, vom 20.-23. Sep-tember tagen werden. Jede Residenz hat ihre Schönheiten. Klingend sind die Namen all der Orte, an denen wir bislang ein Symposium abgehalten haben: Ansbach und Potsdam, Dresden und Sigmaringen, Celle und Neuburg, Halle und Gottorf – und nun Wien, die Kaiserresidenz. Höher geht’s nimmer, es sei denn wir versammelten uns in Rom oder Konstantinopel.

Aber es kann in eine andere Richtung führen. Wien wird uns auch das 19. Jahrhundert eindrücklich vor Augen halten. Die haben wir vor diesem langen, hochbedeutenden Zeitalter zwischen den Revolutionen auch nicht verschlossen. Erst jetzt aber, nachdem wir das Spät-mittelalter einigermaßen abgearbeitet haben (indes, der 4. Teil des Handbuchs, „Grafen und Herren“, wird uns noch gut zwei Jahre lang beschäftigen, und Sie mögen vielleicht dabei hel-fen, daß es schneller geht, siehe unten S. 9) können wir daran denken, nach dem Aufstieg auch die Wandlungen und (wenigstens in Deutschland und Frankreich) das Ende zu beden-ken. Und siehe da, was Residenz war, ist zur Hauptstadt geworden, was als Burg thronte, hat hier die Metropole, dort den Musenhof hervorgebracht. Darum soll es gehen, wir haben schon am 26. Mai dieses Jahres in Kiel einen Studientag veranstaltet, mit besten Fachleuten besetzt (siehe unten S. 9) und danken den von weither angereisten Kollegen vielmals für Rat und Ermutigung. Im September wird die Kommission über den Neuansatz abschließend beraten, und dann, so gegen Mariä Lichtmeß, wird beantragt, à la grâce de Dieu.

Wenn Sie nun, lieber Leser, das vorliegende Heft durchblättern, können Sie gar nicht anders als davon beeindruckt sein (nicht von dem Heft, sondern:) von der Blüte der For-schungen, die unserem Gegenstand „Hof und Residenz“ allenthalben gelten. Nach der ita-lienischen Reihe „Europa delle Corti“ gibt es nun auch eine spanische, „La Corte en Europa“ (siehe in den Neuerscheinungen unter López Àlvarez). Dabei wird besonders jenes Thema behandelt, dem wir uns in Wien widmen wollen. Das beginnt bei dem Historischen Informa-tionssystem „HGIS Germany“ des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz, das S. 15-27 vorgestellt wird und besonders dem 19. Jahrhundert gewidmet ist. Es geht weiter unter den Ankündigungen von Kolloquien, Vorträgen, Ausstellungen, wo aus Anlaß der Hochzeit von 1613 der englische Hof als Vorbild für den Pfälzer auftritt; weiters ist zu lesen, daß die französische Forschung nunmehr mit geballter Kraft der Frage nachgeht, wie es im späten Mittelalter mit der Vorbildfunktion von Italiens altem Konkurrenten steht – wobei maliziös und zutreffend bemerkt wird, daß, auch wenn gerade am 9.-11. Oktober vergangenen Jahres umfangreich über die Modellfunktion des burgundischen Hofes in Paris getagt worden ist, der Valois-Hof ganz Europa als Vorbild gedient habe, mit dem burgundischen Hof ange-fangen. Welche Folgen hat die osmanische Nachbarschaft für die Adelskultur in Osteuropa gehabt, so wird in Leipzig gefragt. Auch sonst schaut man über den Tellerrand der vertrauten Kultur, nach Afrika und Asien. Höfe und Residenzen geistlicher Fürstentümer werden in Salzburg behandelt, bevor wir noch dazu kamen, diesem Sondertatbestand des alten Reiches ein eigenes Symposium zu widmen (wir können und müssen nicht alles tun, freuen uns viel-mehr über die aufgehende Saat – siehe auch den Titel „Zeremoniell und Raum“ unter den Neuerscheinungen), und auch hier wird der Frage nachgegangen, was denn die Nähe zu Ita-lien für Brixen und Trient bedeutet habe. Ganz im Mittelpunkt stand der Kulturtransfer in Greifswald (siehe unten S. 43-48), mit starker Berücksichtigung der Rolle fürstlicher Schätze, die auch sonst die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, während in Salzau (S. 48-52) die Gruppe der Fürsten um 1500 in Erscheinung trat, die sich unablässig beobachtete und in ihren „Bildern“ im anscheinend Individuellen oft das aktuelle Allgemeine darstellte. Aus dieser Spannung lebt auch das S. 59-61 besprochene Buch von Sven Rabeler, der seinerseits über Salzau berichtet hat. Auch die Liste der Neuerscheinungen birgt viel Material zum Aus-tausch, z.B. in den „Grenzüberschreitenden Familienbeziehungen“, aber auch zu anderen Themen, außereuropäischen, frühmittelalterlichen und vielen neuzeitlichen. Mit anderen Worten: unser Gesichtskreis, der nie eng gewesen, weitet sich aus und schaut nun bis zum Jahre 1918.

Daneben ist auf zwei wichtige Neuerscheinungen hinzuweisen: Zum einen auf die Fest-schrift „Herrschaft – Architektur – Raum“ für Ulrich Schütte, aus der ungemein viel Gewinn zu ziehen ist, z.B. zum Thema der Effigies, nun aber der nachmittelalterlichen (Michaela Völkel) – wen hätte beim Rundgang durch die Münchener Frauenkirche nicht ein Schauer erfaßt angesichts der wächsernen Fürstenkinder? Zum anderen ist anzuzeigen die für den 29. Oktober dieses Jahres bei C. H. Beck in München angekündigte Veröffentlichung des „Handbuchs der Politischen Ikonographie“, das, von Martin Warnke, Uwe Fleckner und Hendrik Ziegler herausgegeben, drei Bände umfassen wird, ca. 1360 Seiten und 1200 Abbil-dungen. Damit wird im Abstand einer ganzen Generation endlich das Pendant zum Lexikon der Christlichen Ikonographie vorliegen, das uns so lange fehlte.

Munter geht es weiter: Rituale werden ausgestellt, die Gegenwart der Zentrale in der habs-burgischen Peripherie erkundet, Heinrichs VII. (ohne Klammer) „governance“ (weshalb nicht schlicht Herrschaftspraxis?) untersucht, die wehrhafte Residenz von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten betrachtet, das farbige Mittelalter durch den Mediävistenverband wiederentdeckt, der Mythos Burg mit der Wartburg-Gesellschaft und auch der Nürnberger Spieleteppich mit Hilfe des Germanischen Nationalmuseums entschlüsselt.

Es ist atemberaubend. Bleibt überhaupt noch etwas zu tun? Ja, und ganz entschieden. Ge-rade besuchte ich Sondershausen in Thüringen, Residenz des Hauses Schwarzburg, später Fürsten des 18. Jahrhunderts, die anders als so manche thüringische Grafengeschlechter bis ins 20. Jahrhundert aufsteigend überleben konnten. Die Burg wurde in der Renaissance zur Residenz umgebaut, kaum größer als die Burg Beichlingen, die Wolfgang von Werthern laut Inschrift im Jahre 1553 ex Italia reversus mit einem prächtigen Wohnturm als Familiensitz versah. Im 18. Jahrhundert aber mußte eine goldene Kutsche her, aus Paris geliefert und sechsspännig heute noch im Schloß zu besichtigen, das seinerseits um den Preis des gerade noch abgewandten Konkurses ganz ungehörige Dimensionen mit großer Empfangstreppe erhielt. Der Ruhm Sondershausens war im 19. Jahrhundert schließlich sein Orchester, zeit-weilig von Max Bruch geleitet; im angesehen Konservatorium lernte Max Reger sein Hand-werk. „Residenzen im 19. Jahrhundert. Selbstzeugnisse zum höfischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Sondershausen und Arnstadt“, heißt eine von Jochen Lengemann im Jahre 2004 herausgegebene Sammlung. Wilhelm von Kügelgens Briefe mit dem (falschen) Titel „Bürgerleben“ von Walther Killy zum Druck befördert, haben uns Ballenstedt zur sel-ben Zeit erleben lassen. Unter unseren neuen Titeln findet sich Silke Marburgs Buch über König Johann von Sachsen, den Danteübersetzer und Erneuerer des unlängst so schwer vom Hochwasser beschädigten Wesenstein. Sehen was bleibt, erkennen was sich wandelt, ausma-chen was abstirbt in der tausendjährigen Geschichte des Hochadels, die immer noch wirkt und deren Erbschaft wir verwalten – wäre das nicht eine anziehende, ja wichtige Aufgabe?

Zum Schluß noch ein Geschenk, ein besonders wertvolles, des Inhalts wegen, aber auch der daran beteiligten Personen: Als Sonderheft 10 dieser Mitteilungen erscheint und wird mit dem gegenwärtigen Heft versandt eine lateinisch-deutsche Ausgabe von Ulrich von Huttens Dialog über den Hof. Der unvergessene Rainer A. Müller hatte die Idee dazu, Ernst Wenzel fertigte die Übersetzung, Klaus Schreiner brachte alles zum guten Ende und schrieb die aus-greifende Einleitung; die Maximilian-Bickhoff-Stiftung an der Universität Eichstätt finanzierte den Druck. Damit ist nun einer der deutschen Kerntexte zum Hof aus dem Jahre 1518 für jedermann zugänglich.

 

Kronshagen, am 25. Juni 2008                                                                         Werner Paravicini


Aus der Arbeit der Kommission

 

 

1.         HandbuchGrafen und Herren

Inzwischen sind zahlreiche Artikel des künftigen Bandes eingegangen und die redaktionelle Bearbeitung der Texte hat begonnen. Dennoch fehlen weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für folgende Artikelgruppen und Artikel:

[Bayern:] Abensberg; Degenberg; Dießen; Frauenberg; Hohenwaldeck

[Schweiz:] Aarberg; Klingen

Looz (Loon)

Spiegelberg

Wied und Runkel

Wunstorf: B.- und C.-Artikel

Sayn-Sayn (jüngere Linie)

Salm//Salm-Reifferscheid//Reifferscheid

Weitere Informationen finden sich im Internet unter der Adresse:

http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de/projekt.php#Grafen

2.         Residenzenforschung

            2.1.      Hofwirtschaft. Ein ökonomischer Blick auf Hof und Residenz in Spätmittel-alter und Früher Neuzeit. 10. Symposium der Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Gottorf/Schleswig, 23.-26. Sep-tember 2006, hg. von Gerhard Fouquet, Jan Hirschbiegel und Werner Para-vicini, Ostfildern: Thorbecke [2008] (Residenzenforschung, 21) – der Band wird wie geplant zum Wiener Symposium im September 2008 erscheinen.

            2.2.      Brigitte Kasten und Margarete Bruckhaus, Edition der Hofordnungen von Jülich-Kleve-Berg – das Ms. soll, siehe auch MRK 17,1 (2007) S. 9, im Jahre 2009 vorliegen.

3.         Symposien

            3.1.      Wien 2008: Vorbild, Austausch, Konkurrenz. Höfe und Residenzen in der ge-genseitigen Wahrnehmung, in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Aka-demie der Wissenschaften – zum Programm siehe unten S. 11-13.

            3.2.      Coburg 2010: Zwischenbilanz – Residenz und Hof in Europa – in Zusammen-arbeit mit Prof. Dr. Gert Melville, Dresden/Coburg.

4.         MRK

4.1.      MRK 18,1 liegen vor.

            4.2.      Sonderheft 10: Vlrici De Hvtten, eqvitis Germani, Avla dialogvs. Editionis et translationis textum paraverunt Rainer A. Müller (†) Klaus Schreiner et Ernst Wenzel, liegt vor.

            4.3.      Sonderheft 11: Die Briefe der sächsischen Herzogin Sidonia an ihren Sohn Georg, hg. von Alexandra Kursawe, Sven Rabeler und Claudia Ulrich – befin-det sich in Vorbereitung und wird gemeinsam mit den MRK 18,2 (2008) erscheinen.

5.         Neuantrag

            Nach mehreren internen Besprechungen fand am 26. Mai 2008 in Kiel ein Atelier mit geladenen Gästen statt, das dem Zweck diente, den im Frühjahr 2009 zu stellenden Neuantrag bei der Göttinger Akademie und dem Akademienprogramm vorzubereiten. Teilnehmer waren Prof. Dr. Uwe Albrecht/Kiel, Dr. Martin Eberle/Gotha, Prof. Dr. Gerhard Fouquet/Kiel, Dr. Mark Hengerer/Konstanz, Dr. Jan Hirschbiegel/Kiel, Frau Dr. Eva-Bettina Krems/Marburg, Prof. Dr. Matthias Müller/Mainz, Prof. Dr. Wolf-gang Neugebauer/Würzburg, Prof. Dr. Werner Paravicini/Kiel, Frau Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger/Münster, Dr. Jörg Wettlaufer/Kiel, Dr. Gabriel Zeilinger/Kiel. Der ergänzte Antragstext wird gegenwärtig an ausgewählte Fachleute zur Stellungnahme versandt, danach auf der nächsten Kommissionsitzung am 22. September in Wien erneut beraten werden und im Februar/April bei der Akademie zunächst in Kurzform, dann in Langform eingereicht. Wird er genehmigt, beginnt am 1. Januar 2011 eine neue Förderungsphase. Näheres im nächsten Heft.

7.         Termin der nächsten Sitzung

            Montagabend des Wiener Symposiums, 22. September 2008, 20:00 Uhr.

 

Werner Paravicini

 


11. Symposium der Residenzen-Kommission

 

veranstaltet in Zusammenarbeit mit der

Historischen Kommission und der Kommission für Kunstgeschichte der

Österreichischen Akademie der Wissenschaften

 

 

Programm

 

 

 

Vorbild, Austausch, Konkurrenz

Höfe und Residenzen in der gegenseitigen Wahrnehmung

 

Wien, 20.-24. September 2008

 

 

Samstag, 20. September

 

Werkstattgespräch (Akademie)

14:00   Begrüßung

14:05   Gerrit Deutschländer (Halle a.d.S.), Unter mächtigen Fürsten. Die Fürsten von Anhalt und ihr Verhältnis zu Hohenzollern und Wettinern um 1500

14:30   Dörthe Buchhester (Göttingen), Kulturelle Transfers und Partizipation an kulturellen Standards: Die Entstehung von Gebrauchsschrifttum am pommerschen Hof um 1500 und das Vorbild Brandenburg

14:55   Mario Müller (Innsbruck), Wissen durch Freundschaft. Die Hohenzol-lern an den Höfen im östlichen Mitteleuropa des 15. Jahrhunderts

15:20   Ruth Hansmann (Mainz), Kulturtransfer und Transkulturation als politisch-religiöser und ästhetischer Diskurs in höfischen Bildkon-zepten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit im Alten Reich

15:45   Pause

16:00   Ute Kümmel (Greifswald), Fürsten im Wettstreit? Tafelgeschirr und Schmuck im Schatz der spätmittelalterlichen Reichsfürsten

16:25   Pia Milker (Dresden), Philipp Hainhofer als Korrespondent und Mediator inter- und intrahöfischer Kommunikation am Beispiel des Dresdener Hofes

16:50   Martin Pozsgai (Berlin), Die anderen im Bücherschrank. Das Bild von den Residenzen Europas im Spiegel fürstlicher Privatbibliotheken des 17. und 18. Jahrhunderts

 

Öffentlicher Abendvortrag (Theatersaal der Akademie)

18:00   Begrüßungen

18:30   Hellmut Lorenz (Wien), „Vienna Gloriosa“ – Eine Residenz im Zen-trum Europas

20:30   Empfang


Sonntag, 21. September: Exkursion

 

Ganztägig 9:00-18:00 Uhr. Voraussichtliche Ziele sind die fürstlich-liechtensteinischen Schlösser Valtice (Feldsberg) und Lednice (Eisgrub), beide in Tschechien gelegen, das für Prinz Eugen errichtete und nach dessen Tod in kaiserlichen Besitz übergegangene Schloß Hof in Niederösterreich sowie das unter Kaiser Maximilian II. erbaute Neugebäude in Wien.

 

 

Montag, 22. September (Akademie)

 

  9:00     Begrüßungen

  9:15     Werner Paravicini (Kiel), Einleitung

 

I. Das Wissen vom Anderen: Information und Informationsbeschaffung

 

  9:30     Torsten Hiltmann (Münster/Paris), Herolde und die Kommunikation zwischen den europäischen Höfen im 14.-16. Jahrhundert

10:00     Tünde Radek (Budapest), Informationsvermittlung zwischen ungarischen und „deutschen“ Höfen und Residenzen in deutschsprachigen Chroniken des Mittelalters (anhand ausgewählter Texte)

10:30     Volker Bauer (Wolfenbüttel), Der Zeichencharakter von Schloßnamen in der höfischen Gesellschaft des frühneuzeitlichen Alten Reichs: Zur Kommuni-kation von Herrschaftsverständnis und dynastischen Ansprüchen

11:00     Pause

11:30      Wolfgang Wüst (Erlangen), Hof und Policey. Deutsche Hofordnungen als Medien politisch-kulturellen Normenaustausches vom 15. bis zum 17. Jahr-hundert

12:00     Katrin Keller (Wien), „Alhier an dem kayserlichen hofe ist wenig newes vorgefallen, welches zu berichten der importanz were“ – Verbindungen zwischen den Residenzen Wien und Dresden im 17. Jahrhundert

12:30     Freies Mittagessen

 

II. Was man haben muß oder entbehren kann: Konkurrenz und Anpassung

 

14:30     Werner Rösener (Gießen), Hofämter und Hoforganisation im Wandel. Für-stenhöfe des Spätmittelalters in Konkurrenz und Anpassung

15:00     Matthias Müller (Mainz), Im Wettstreit mit Apelles. Hofkünstler als Akteure im Austausch- und Konkurrenzverhältnis europäischer Höfe im Spätmittelalter

15:30     Pause

16:00     Heiko Laß (Rudolstadt), Das Reichsjägermeisteramt der Wettiner im 16. Jahr-hundert

16:30     Jörg Martin Merz (Aalen), Konkurrenz und Desinformation. Zu den Louvre-Entwürfen der römischen Barockarchitekten

17:00     Grete Klingenstein (Wien), Wiener Sparmaßnamen nach Versailler Vorbild Ende der 1770er Jahre (Arbeitstitel)

18:30     Freies Abendessen

20:00     Sitzung der Residenzen-Kommission

 


Dienstag, 23. September (Akademie)

 

III. Die Wiener Hofburg in der europäischen Wahrnehmung

 

  9:00     Mario Schwarz (Wien), Als Residenz geplant? Zu den Anfängen der Wiener Hofburg

  9:30      Paul Mitchell (Wien), Eine Baugeschichte der Hofburg im Mittelalter als Beitrag zu einer umfassenden Geschichte der Wiener Residenz

10:00     Renate Holzschuh-Hofer (Wien), Radikal elitär oder schlicht bescheiden? Zur Ikonologie der Wiener Hofburg unter Ferdinand I.

10:30     Pause

11:00     Herbert Karner (Wien), Raumordnung und Identität. Spanisches in Wien?

11:30     Manuel Weinberger (Wien), L’architecture à la française. Die Hofburg zu Be-ginn des 18. Jahrhunderts

12:00     Freies Mittagessen

 

IV. Welche Vorbilder?

 

14:00     Christian Berger (Freiburg i.Br.), Tomas Tomasek (Münster), Oswald von Wolkenstein als schöpferischer Mittler im spätmittelalterlichen Kulturtransfer. Zu den Liedern „Es ist ein altgesprochener rat“ (Klein 19) und „Wer die ougen will verschüren“ (Klein 103)

14:30     Guido von Büren (Jülich), „Abitus principis in Galliam“ – Die Reise Herzog Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg nach Frankreich im Jahr 1541

15:00     Dominik Collet (Göttingen), Die Kunstkammer als Kommunikationsraum. Fürstliche Sammlungen zwischen Distinktion und Geselligkeit

15:30     Pause

16:00     Carola Fey (Gießen), Sakrale Schätze deutscher Fürsten als Zeugnisse des höfischen Austauschs im religiösen Bereich

16:30     Jaroslava Hausenblasova (Leipzig), Ein modifiziertes Vorbild oder ein eige-nes Modell? Der Aufbau des Hofes Ferdinands I. in Mitteleuropa

 

17:00     Peter-Michael Hahn (Potsdam), Zusammenfassung

 

20:00     Heuriger

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter der Adresse

http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de/sympos_wien.htm 

 

 



Die Arbeit der anderen

 

 

Staaten, Städte und Residenzen
im historischen Informationssystem „HGIS Germany“

 

Deutschland zählt in Bezug auf seine nationale Einigung bekanntlich zu den „verspäteten Nationen“. Erst 1871 erfolgte die sogenannte Reichsgründung. Aber selbst das damit begrün-dete Deutsche Reich hatte eine wesentliche föderative Komponente, denn es bestand aus 28 Einzelstaaten, den sogenannten Bundesstaaten. Nach der Neuordnung Europas im Zuge des Wiener Kongresses von 1815 waren es sogar 41 Staaten gewesen, die sich im damaligen Deutschen Bund zusammenschlossen. Informationen über diese Staaten bzw. Staatenwelten, die Teil unserer kollektiven historischen Erfahrung sind und teilweise sogar bis heute fort-leben, wie zum Beispiel Luxemburg und Liechtenstein als souveräne Staaten oder Bayern als Bundesland der Bundesrepublik Deutschland, finden sich größtenteils auch zum gegen-wärtigen Zeitpunkt lediglich verstreut in historischen Atlanten und einer Vielzahl von histo-rischen Handbüchern oder wissenschaftlichen Untersuchungen. Ziel des Informationssystems „HGIS Germany“ (http://www.hgis-germany.de ) ist es, geographische und historische Daten in einem Informationssystem mit exaktem Zeit- und Raumbezug zu vereinen und sie der Wissenschaft sowie historisch interessierten Nutzern im Internet zur Verfügung zu stellen. Obwohl der eigentliche Beobachtungszeitraum des Informationssystems sich auf die Jahre von 1820 bis 1914 erstreckt, stehen insbesondere im Multimediabereich des Systems auch Informationen zur Geschichte der deutschen Staaten, deren Dynastien und Residenzen vor 1820 zur Verfügung. Nachfolgend sollen daher Inhalt, Struktur und Zugang insbesondere zum Multimediabereich des Informationssystems in seinen Bezügen zu Territorien, Haupt-städten und Residenzen dargelegt werden. Als Anhang zu diesem Beitrag findet sich eine Liste sämtlicher Residenzen, die im Informationssystem enthalten sind, und es wird der schnellste Zugang zu diesen Orten aufgezeigt.

Die Multimedia-Komponente von „HGIS Germany“ ergänzt die eigentlichen Datenbanken des historisch-geographischen Informationssystems (HGIS), indem multimedial aufbereitete Texte den Nutzern als zusätzliche Informationen angeboten werden. Das Modul ist vor allem für den Internet-Zugriff gedacht. Es läuft über eine gemeinsame Benutzeroberfläche, ist aber zunächst nicht direkt mit den HGIS-Daten verknüpft. Die Multimedia-Komponente soll Besucher mit ihren unterschiedlichen Erwartungshaltungen und verschiedenen Vorkennt-nissen ansprechen und sie dazu ermuntern, explorativ an das historische Geoinformations-system heranzugehen. Diesem Ziel trägt vor allem eine intuitiv anregende und klar struktu-rierte Benutzeroberfläche Rechnung. Im Vordergrund stehen die historischen Informationen. Dagegen kommen Icons, Symbole und „schmückendes Beiwerk“ nur zurückhaltend zum Ein-satz, gerade auch, um sich von tendenziösen Webseiten abzugrenzen. Das Generalthema der Multimedia-Komponente ist die Bedeutung von – sowohl kleineren als auch größeren – terri-torialen Einheiten in Zentralisierungsprozessen. Die Informationen beziehen sich vor allem auf Deutschlands Aufstieg zum Industriestaat und seine wirtschaftliche Einigung, auf die politische Einigung Deutschlands, auf die Persistenz föderaler Strukturen sowie die Ent-wicklung von Verwaltungs- und Verkehrsinfrastrukturen.

Die multimedial aufbereiteten Informationstexte enthalten historische und zeitgenössische Abbildungen. Ebenso bestehen Verknüpfungen mit Stammtafeln aus dem Modul „Dynasti-sche Informationen“, mit statistischen Reihen zur Bevölkerungs- und zur Wirtschaftsent-wicklung aus dem Modul „Historische Statistik“ sowie mit digitalen Karten des Karten-servers „IEG-Maps“. Die Abbildungen der Informationstexte zeigen vornehmlich Graphiken, Gemälde und Photographien von Orten, Landschaften, Residenzen, Denkmälern und Per-sonen sowie Plakate, Münzen, Medaillen, Kunstgewerbe, Gebrauchsgüter oder technische Geräte. Das Gros der Abbildungen stammt aus den Beständen des Kooperationspartners Deutsches Historisches Museum sowie von Mitgliedern des Projektteams. Die historischen Wirtschaftsstatistiken zeigen Förderquoten von Braunkohle, Steinkohle und Eisenerz, Pro-duktionsquoten von Roheisen und Stahl sowie Daten zur Maschinenspinnerei und Weberei.

Im Zentrum des Multimedia-Auftritts stehen die etwa 200 miteinander verlinkten Texte über Staaten und staatenähnliche Gebilde, Staatengemeinschaften, Zollvereine, Provinzen und Regierungsbezirke sowie Territorialeinheiten, die als „Sonstige Gebiete“ firmieren. Für jede dieser Gebietsgruppen legt ein einheitliches Raster fest, welche Themen-Bausteine die Texte enthalten. Die Wiederkehr dieser Themen-Bausteine ermöglicht eine bessere Übersicht und das rasche Auffinden der gewünschten Informationen, vor allem aber macht diese einheitliche Struktur die verschiedenen Gebiete miteinander vergleichbar. Auch über kleinste Fürstentümer, wie zum Beispiel die thüringischen Staaten im 19. Jahrhundert, gibt das Modul „Multimedia“ nach dem im Folgenden beschriebenen Raster detailliert Auskunft:

 

Staatsgebiet

·          kurzer Überblick für das Ausgangsjahr 1820 bzw. das Gründungsjahr des Staa-tes: Staatsbezeichnung, Staatsform, zugehörige Gebiete, En- und Exklaven, Außengrenzen, Hauptstadt, Residenzen

·          Abbildungen: Staatsflagge, Hauptstadtansicht um 1820 bzw. im Gründungsjahr, Ansicht der Residenzen

·          Verweis: „IEG-Maps“ (Karte des Staates und der angrenzenden Staaten)

Geographie/Topographie

·          Größe des Staatsgebietes (historische Größenangabe und GIS-Wert), geogra-phische Position des Staates und ggf. seiner Teilgebiete, Gebirge, Meere, Seen, Wasserläufe, besondere Merkmale im Bereich der Bodenbeschaffenheit, Mine-ralien und Waldgebiete, Klima

·          Abbildungen: Ansichten aus unterschiedlichen Gebieten des Staates

Geschichte bis 1820

·          Entstehung, Staatsform und territoriale Entwicklung bis 1820 oder bis zur Grün-dung des Staates

·          Abbildungen: historische Hauptstadtansicht, historische Persönlichkeiten, histo-rische Karte

·          Verweis: „IEG-Maps“ (Karten von Staatengemeinschaften vor 1815)

Staats- und Regierungsform, Herrscherhaus

·          Staatsform, Verfassung (inkl. Verfassungskämpfe und gescheiterter Verfas-sungsentwürfe), regierende Fürsten

·          Abbildungen: Wappen, Regierungsgebäude, Verfassung, Portrait des 1820 re-gierenden Herrschers

·          Verweis: „Dynastische Informationen“: Stammtafeln

Territoriale Aufteilung/Verwaltungsstruktur

·          Territoriale Aufteilung und Verwaltungsstruktur, höchste Gerichtsinstanz

Hier werden auch die Verwaltungseinheiten angegeben, die das GIS nicht zeigt, da sie unterhalb der Mittelbehörden liegen, wie z.B. Justizämter

·          Verweis: „IEG-Maps“ (Karten von Verwaltungsstrukturen der Einzelstaaten)

Bevölkerung

·          Bevölkerungsentwicklung, Stadt-Land-Verteilung, Einwohnerzahl der Haupt-stadt, Konfessionsverhältnisse (jeweils mindestens zwei Vergleichswerte)

·          Verweis: „Historische Statistik“: Bevölkerung


Wirtschaft

·          Untergliederung in fünf Abschnitte:

1) Bodennutzung und Landwirtschaft

2) Bergbau, inkl. Verweis auf „Historische Statistik“: Braunkohle/Steinkohle/ Eisenerz

3) Gewerbe und Industrie, inkl. Verweis auf „Historische Statistik“: Roheisen/ Stahl

4) Handel, inkl. Verweis auf Gütertransport und Transportmittel (Schiffsbe-stand)

5) Währung, Maße und Gewichte

·          Abbildungen: Wirtschaftsansichten, Fabriken, Landesprodukte, Münzen

Verkehr

·          Untergliederung in vier Abschnitte:

1) Kunststraßen/Chausseen

2) Eisenbahnen

3) Wasserstraßen

4) See- und Binnenhäfen, inkl. Verweis auf Güterumschlag

·          Abbildungen: Bahnhof, Hafen u.ä.

Kultur und Bildung

·          Entwicklung des Bildungswesens: Schulpflicht, Staats- oder konfessions-gebundene Schulen, ggf. Anzahl der Ober-, Mittel- und Volksschulen, Uni-versitäten, weiterführende Schulen

Kulturelle Einrichtungen wie Theater, Museen, Bibliotheken, wissenschaftliche Einrichtungen

Bedeutende Persönlichkeiten des kulturellen Lebens

·          Abbildungen: Universität oder andere Bildungsinstitutionen, Persönlichkeiten

Zugehörigkeit zu Staatengemeinschaften, Zollsystemen und Zollvereinen

·          Jeweils Art des Zusammenschlusses und Beitrittsjahr

Beim Deutschen Bund: Name der Gesandten beim Wiener Kongress sowie An-zahl der Stimmen in der Bundesversammlung (Bundestag) und dessen „Enge-rem Rat“

Beim Deutschen Reich: Anzahl der Vertreter im Bundesrat und im Reichstag

Territoriale Entwicklung ab Staatsende/Kulturerbe

·          Staatliche und territoriale Entwicklung nach 1914 bis in die Gegenwart bzw. Verweis auf den Nachfolgestaat

·          Kulturerbe, das in direktem Zusammenhang mit dem Staat steht

·          Abbildungen: heutige Ansicht der ehemaligen Hauptstadt, Residenz u.ä.

·          Verweis: „IEG-Maps“ (Karte des Nachfolgestaats oder staatliche Entwicklung nach 1914)

Verwendete Literatur

·          Verwendete Literatur und Links

 

Informationen zum Thema Residenzen findet der Benutzer insbesondere in den Rubriken:

·           Staatsgebiet

·           Geschichte bis 1820

·           Staats- und Regierungsform/Herrscherhaus

·           Territoriale Aufteilung/Verwaltungsstruktur

·           Territoriale Entwicklung nach Staatsende/Kulturerbe

 

Die jeweiligen Residenzen eines Staates werden in der Rubrik „Staatsgebiet“ benannt und mit historischen Ansichten und/oder Photographien dargestellt. So wird bei der nachstehend ab-gebildeten Recherche zum Fürstentum Reuß-Lobenstein dessen Residenz (Lobenstein) be-nannt und durch eine Photographie ergänzt:

 

 

Im Kapitel „Geschichte bis 1820“ ist die Entstehung des jeweiligen Staates und seiner Resi-denzen nachgezeichnet, und zwar von der Entstehung bis 1820, dem Einstiegsjahr des Infor-mationssystems. In der Rubrik „Staats- und Regierungsform/Herrscherhaus“ ist die Entwick-lung des Herrscherhauses des 19. Jahrhunderts dargelegt, zudem werden Staatsform und Ver-fassungsentwicklung skizziert. Unter der Rubrik „Territoriale Aufteilung/Verwaltungs-struktur“ wird die Verwaltungsgeschichte der Staaten abgehandelt, und es wird eine Ver-knüpfung zu digitalisierten Karten des Servers „IEG-Maps“ angeboten, auf denen sowohl Verwaltungsstädte als auch alle Residenzen des jeweiligen Staates eingezeichnet sind. Das Kapitel „Territoriale Entwicklung nach Staatsende/Kulturerbe“ schließlich gibt Auskunft über die weitere Entwicklung des Gebietes, die heutige Erinnerung an den Staatsnamen sowie die Nutzung der Residenzen. Wenn immer möglich, wird auch eine aktuelle Photographie der Residenz präsentiert.

 

Wie lassen sich diese Informationen zu den Residenzen im HGIS-Germany finden? Ist der Staat, in dem sie sich im 19. Jahrhundert befanden, dem Besucher bekannt, kann er oder sie direkt von der Startseite aus die Komponente „Multimedia“ anwählen und erhält dort alpha-betische Listen aller Staatenwelten, Staaten, Provinzen und Regierungsbezirke. Für Abbil-dungen von Residenzen früherer Zeiten sind auch die Provinzen und Regierungsbezirke interessant, da Provinzialstände oder Regierungsbehörden häufig in ehemaligen Residenzen tagten. Als Beispiel sei hier die Rheinprovinz angeführt, deren Oberpräsident im kurfürst-lichen Schloß in Koblenz residierte. Die oben genannten Kapitel sind als Gliederungspunkte stets auf der linken Seite angeführt und können von jeder Seite aus direkt angewählt werden.

Besucher, die einen geographischen Zugang über eine Karte bevorzugen oder einen be-stimmten Ort suchen, wählen von der Startseite aus den Einstieg über „Start der Zeitreise“. Hier läßt sich zum Beispiel die Staatenwelt „Deutscher Bund“ anwählen, die wahlweise als politische, topographische oder Verwaltungskarte anzeigt wird. In die Karte läßt sich hinein-zoomen, über die Auswahl „Städte“ können die Haupt- und Residenzstädte angezeigt werden. Ist die Abfrage-Ebene „Staaten“ aktiviert, lassen sich über ein Suchfeld auf der rechten unteren Seite die Namen der Haupt- und Residenzstädte direkt als Freitext eingeben. Der Be-sucher wird über das Ergebnisfeld direkt zum gewünschten Ort geführt. Über den Schalter „Flächen-Info“ sind die dazugehörigen Multimedia-Informationen dann abrufbar.

 

Besonders lohnenswert ist das System HGIS-Germany für kleinere, heute oft unbekannte Territorien, an die oft nur noch eine erhaltene Residenz erinnert, obwohl sie die deutsche Staatenwelt des Mittelalters und der Frühen Neuzeit nachhaltig geprägt haben. Eindrucksvoll ist dies für das 19. Jahrhundert im thüringischen Raum erkennbar: Über die Zoom-Funktion des HGIS kann sich der Besucher einen Überblick über die thüringische Staatenwelt ver-schaffen. Im Modul „Multimedia“ ist im Kapitel „Staatsgebiet“ zu jedem dieser Staaten eine Karte abrufbar, die den Staat innerhalb der thüringischen Staatenwelt verortet. Der Nutzer lernt somit schnell, auch Kleinststaaten wie Reuß-Schleiz, Reuß-Greiz, Reuß-Lobenstein und Reuß-Ebersdorf, die sich 1824 zum Fürstentum Reuß-Lobenstein und Ebersdorf zusammen-schließen sowie Reuß-Gera auseinander zu halten. Gerade diese reußischen Fürstentümer haben das GIS-System aber auch an seine Grenzen gebracht. Da mit dem Aussterben der Linie Reuß-Gera im Jahre 1802 dieser Staat zum Kondominat der verbliebenen Fürsten von Reuß-Schleiz, Reuß-Ebersdorf und Reuß-Lobenstein wurde, mußte in das GIS-System ein Dreier-Kondominat eingefügt werden, das nun über den gesamten Zeitraum von 100 Jahren mitgeführt wurde, obwohl es nur für den Zeitraum von 1820 bis 1824 relevant war. Denn ab 1824 bestand das Kondominat nur noch aus den  beiden Fürstentümern Reuß-Schleiz und Reuß-Lobenstein und Ebersdorf, und ab 1848 sind die ehemals vier Fürstentümer zum Für-stentum Reuß jüngere Linie vereint.

Stellt man sich eine vergleichbare Problematik für das Territorialgefüge des Heiligen Römischen Reiches vor, ist schnell erkennbar, wo die Möglichkeiten und Grenzen des HGIS-Systems liegen: Zwar ist technisch alles möglich, nur wäre man hier gezwungen, für die über 1500 Territorien, die zudem häufig Namen und Besitzer wechselten, eine gigantische, kaum noch handhabbare Datenbank zusammenzustellen. Es empfiehlt sich daher für die Zeit vor 1806 zusätzlich mit übergeordneten geographischen Räumen zu arbeiten, wie z.B. Thüringen, Sachsen, Niedersachsen usw., um ein derartiges System nutzbar zu gestalten.

 

Dorlis Blume, Andreas Kunz, Mainz*

 


Anhang

 

Das Auffinden der in HGIS Germany abrufbaren Residenzen

 

Die nachstehend abgedruckte Liste enthält etwa 200 Residenzen, über die im Informations-system HGIS Germany Angaben vorhanden sind. „Angaben“ bedeutet in diesem Zusammen-hang vor allem der geographische Ort der Residenz, dargestellt auf einer vom GIS-System erzeugten Karte, sowie zusätzliche Informationen, die im Multimedia-Bereich des Infor-mationssystems abgelegt sind. Residenzen sind unter dieser Funktion bzw. Bezeichnung nicht in die Geodatenbank des Informationssystems aufgenommen worden, sie können daher nur über eine andere Funktion gesucht werden. In der Regel ist das eine Hauptstadt-Funktion, entweder auf der Ebene des Staates, einer Provinz, oder eines Regierungsbezirks. Ist also die Residenz gleichzeitig eine Hauptstadt, kann sie durch Eingabe des „Namens“ in die Such-maske abgefragt werden, und sie erscheint als geographischer Ort in einer vom System generierten Karte. Nachfolgendes Beispiel zeigt diesen Suchlauf:

 

 

Schritt 1: Eingabe „Bernburg“ in die Suchmaske

 

 

 

Schritt 2: Zwei Ergebnisse. Anwahl dann „Staatshauptstadt“ für den Ort Bernburg

 

 

Die Erstabfrage bei Hauptstädten bezieht sich immer auf das Jahr 1820. Folgejahre können mit der ersten Suchroutine abgefragt werden, die im Feld „Alternativ“ erscheinen.


Schritt 3: Karte wird generiert. Bernburg als Hauptstadt des Herzogtums Anhalt-Bernburg

 

 

Bei den in Spalte 1 der Tabelle S. 22-27 kursiv gesetzten Residenzen ist diese „Normalab-frage“ nicht möglich. Sie sind am besten über den jeweiligen Staat (Spalte 3) auffindbar, d.h. nach Auffinden des Staates kann dessen Multimediabeschreibung aufgerufen werden, in dem sich die in Spalte 4 genannten Informationen über die Residenz befindet. Bei solchen in Kursivschrift gesetzten Residenzen, die in Spalte 2 der Tabelle als „Eisenbahnstation“ ge-kennzeichnet sind, kann zusätzlich ihr geographischer Ort durch Zuschalten des Layers „Eisenbahnstationen (1885)“ in der Karte visualisiert werden. Dazu muß allerdings die Zeit-leiste auf 1835 oder später geschoben werden. Residenzen, die in Spalte 2 mit dem Zeichen: ./. markiert sind, können in HGIS Germany nicht geographisch dargestellt werden.

 

 

 


Primäres Suchwort (Name der Residenz)

In HGIS Germany
enthalten als:

Sekundäres Suchwort
(Name Staat, Provinz, Reg.Bezirk)

In HGIS Germany abgebildetes Objekt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Altenburg

Staatshauptstadt

Sachsen-Altenburg

Altenburg, 1836

Altenburg

Bezirkshauptstadt

Sachsen-Gotha-Altenburg, Altenburg

Altenburg, Merian, 1650

Altenburg

Bezirkshauptstadt

Sachsen-Gotha-Altenburg, Altenburg

Altenburg: Residenz, 2004

Altenburg

Staatshauptstadt

Sachsen-Altenburg

Altenburg: Innenhof des Residenzschlosses, 2004

Altenburg

Staatshauptstadt

Sachsen-Altenburg

Altenburg, Merian, 1650

Altenstein

./.

Sachsen-Meiningen

Sommerresidenz Altenstein, 1840/1865

Arolsen

Staatshauptstadt

Waldeck

Schloß Arolsen 2004

Ballenstedt

./.

Anhalt-Bernburg, Landesteil

Das Ballenstedter Schloß, 2004

Ballenstedt

./.

Anhalt-Bernburg, Landesteil

Schloß Ballenstedt um 1840

Bentheim

Bezirkshauptstadt

Hannover

Schloß Bentheim, 1861

Bentheim

Bezirkshauptstadt

Hannover

Bentheim, um 1845

Berlin

Staatshauptstadt

Preußen

Berlin: Stadtschloß, 1826

Berlin

Staatshauptstadt

Preußen

Schloß Charlottenburg, 1712

Berlin

Staatshauptstadt

Preußen

Berlin, Merian, 1652

Bernburg

Staatshauptstadt

Anhalt-Bernburg

Tor zum Bernburger Schloß, 2004

Bernburg

Staatshauptstadt

Anhalt-Bernburg

Schloß oberhalb der Saale, 1848

Biebrich

./.

Nassau

Schloß Biebrich bei Wiesbaden, um 1800

Biebrich

./.

Nassau

Schloß Biebrich um 1860

Biebrich

./.

Nassau, Wiesbaden

Wiesbaden: Schloß Biebrich, 2004

Brake bei Lemgo

./.

Lippe-Detmold

Schloß Brake, 1839

Brake bei Lemgo

./.

Lippe-Detmold

Schloß Brake, 1726

Braunschweig

Staatshauptstadt

Braunschweig

Braunschweig: Schloßbrand 1830

Braunschweig

Staatshauptstadt

Braunschweig

Braunschweig: Residenzschloß, um 1845

Bückeburg

Staatshauptstadt

Schaumburg-Lippe

Bückeburg: Schloß,  um 1900

Bückeburg

Staatshauptstadt

Schaumburg-Lippe

Residenzschloß Bückeburg, 1912

Bückeburg

Staatshauptstadt

Schaumburg-Lippe

Bückeburg: Schloßtor, 2006

Bückeburg

Staatshauptstadt

Schaumburg-Lippe

Bückeburg: Schloß, 2006

Celle

Eisenbahnstation

Hannover

Schloß Celle, nach 1835

Celle

Eisenbahnstation

Hannover

Celle: Herzogsschloß, 2007

Coburg

Staatshauptstadt

Sachsen-Coburg-Saalfeld

Coburg, Merian, 1648

Coburg

Staatshauptstadt

Sachsen-Coburg-Saalfeld

Coburg: Schloß Ehrenburg, 2006

Coburg

Staatshauptstadt

Sachsen-Coburg und Gotha

Coburg: Schloß Ehrenburg, 2006

Coburg (1826)

Bezirkshauptstadt

Sachsen-Coburg und Gotha, Coburg

Coburg: Schloß Ehrenburg, 1849/1875

Coburg (1826)

Bezirkshauptstadt

Sachsen-Coburg und Gotha, Coburg

Coburg: Stadtansicht mit Schloß Ehrenburg im Hintergrund, um 1850


 

Primäres Suchwort (Name der Residenz)

In HGIS Germany
enthalten als:

Sekundäres Suchwort
(Name Staat, Provinz, Reg.Bezirk)

In HGIS Germany abgebildetes Objekt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Darmstadt

Staatshauptstadt

Hessen-Darmstadt

Darmstadt: Schloß, 1916

Darmstadt

Staatshauptstadt

Hessen-Darmstadt

Darmstadt: Technische Universität, 2004

Dessau

Staatshauptstadt

Anhalt-Dessau

Dessau: Schloß, um 1850

Dessau

Staatshauptstadt

Anhalt-Dessau

Dessau: Schloß, um 1850

Dessau

Staatshauptstadt

Anhalt-Dessau

Schloß Dessau, 1840

Detmold

Staatshauptstadt

Lippe-Detmold

Detmold: Schloß, 2006

Ebersdorf

Staatshauptstadt

Reuß-Ebersdorf

Schloß Ebersdorf, 2004

Ebersdorf

Staatshauptstadt

Reuß-Ebersdorf

Schloß Ebersdorf: Gartenfassade, 2004

Ebersdorf

Staatshauptstadt

Reuß-Ebersdorf

Ebersdorf: Residenz, um 1900

Ebersdorf

Staatshauptstadt

Reuß-Ebersdorf

Ebersdorf, um 1820

Eisenach

Bezirkshauptstadt

Sachsen-Weimar-Eisenach, Eisenach

Eisenach: Residenz und Georgenkirche, 1828

Eisenach

Bezirkshauptstadt

Sachsen-Weimar-Eisenach, Eisenach

Eisenach, Merian, 1650

Eisenberg

./.

Sachsen-Altenburg

Eisenberg, um 1900

Eutin

Bezirkshauptstadt

Oldenburg, Fürstentum Lübeck

Eutin: Residenz, um 1900

Gera

Staatshauptstadt

Reuß-Gera

Gera mit Schloß Osterstein im Hintergrund, um 1850

Gera

Staatshauptstadt

Reuß-Gera

Gera: Schloß Osterstein, 1903

Glücksburg

./.

Schleswig

Schloß Glücksburg, 2004

Glücksburg

./.

Schleswig

Schloß Glücksburg im 19. Jahrhundert, 2004

Gödöllö

./.

Österreich

Schloß Gödöllö bei Budapest, 2005

Gotha

 

Staats- und Bezirks-hauptstadt

Sachsen-Gotha-Altenburg

 

Das Gothaer Wappen am Turm der ehemaligen Residenz, 2004

 

Gotha

 

Staats- und Bezirks-hauptstadt

Sachsen-Gotha-Altenburg, Gotha

 

Gotha: Einfahrt zum Schloßhof, 2004

 

Gotha

 

Staats- und Bezirks-hauptstadt

Sachsen-Coburg und Gotha, Gotha

 

Gotha: Marktplatz mit Schloß Friedenstein im Hintergrund, 1850

 

Gotha

 

Staats- und Bezirks-hauptstadt

Sachsen-Coburg und Gotha, Gotha

 

Gotha: Schloß Friedenstein, 1860

 

Gotha

 

Staats- und Bezirks-hauptstadt

Sachsen-Coburg und Gotha, Gotha

 

Gotha: Schloß Friedenstein, 2004

 

Greiz

Staatshauptstadt

Reuß-Greiz

Greiz: Stadtansicht und Oberes Schloß, 1824/1868

Greiz

Staatshauptstadt

Reuß-Greiz

Greiz: Schloß Untergreiz, 2004

Greiz

Staatshauptstadt

Reuß-Greiz

Greiz: Stadtansicht, um 1900


 

Primäres Suchwort (Name der Residenz)

In HGIS Germany
enthalten als:

Sekundäres Suchwort
(Name Staat, Provinz, Reg.Bezirk)

In HGIS Germany abgebildetes Objekt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hannover

Staatshauptstadt

Hannover

Hannover, vor 1761

Hannover

Staatshauptstadt

Hannover

Schloß Herrenhausen, 1714

Hannover

Staatshauptstadt

Hannover

Hannover: Leineschloß, 1840

Hannover

Staatshauptstadt

Hannover

Schloß Herrenhausen: Gartentheater, 2006

Hannover

Staatshauptstadt

Hannover

Schloß Herrenhausen: Galerie, 2006

Hannover

Staatshauptstadt

Hannover

Schloß Herrenhausen: Barockgarten, 2006

Hechingen

Staatshauptstadt

Hohenzollern-Hechingen

Hechingen: Neues Schloß, 2006

Hildburghausen

Staatshauptstadt

Sachsen-Hildburghausen

Hildburghausen: mittelalterliche Stadtmauer, 2004

Homburg

Staatshauptstadt

Hessen-Homburg

Homburg vor der Höhe, Schloßansicht, um 1791

Homburg

Staatshauptstadt

Hessen-Homburg

Bad Homburg: Schloßtor, 2004

Homburg

Staatshauptstadt

Hessen-Homburg

Bad Homburg vor der Höhe: Residenz,  2004

Homburg

Staatshauptstadt

Hessen-Homburg

Homburg vor der Höhe, um 1820

Jever

Eisenbahnstation

Oldenburg, Herzogtum Oldenburg

Jever: Schloßplatz, 1841

Karlsruhe

Staatshauptstadt

Baden

Karlsruhe: Vogelschauplan, 1739

Karlsruhe

Staatshauptstadt

Baden

Karlsruhe: Residenzschloß, 1997

Karlsruhe

Staatshauptstadt

Baden

Das Badische Landesmuseum im Karlsruher Schloß, 1997

Kassel

Staatshauptstadt

Hessen-Kassel

Schloß Wilhelmshöhe, um 1800

Kassel

Staatshauptstadt

Hessen-Kassel

Schloß Wilhelmshöhe, um 1820

Kassel

Staatshauptstadt

Hessen-Kassel

Orangerie-Schloß in Kassel, 1801/1850

Koblenz

Bezirkshauptstadt

Preußen, Rheinprovinz

Koblenz: Kurfürstliches Schloß und Burg Ehrenbreitstein, 1792

Königsberg

 

Provinz- und Bezirks-hauptstadt

Preußen, Ostpreußen

 

Königsberg: Krönungsschloß, 1908

 

Königsberg

 

Provinz- und Bezirks-hauptstadt

Preußen, Ostpreußen

 

Königsberg, nach 1705

 

Königsberg

 

Provinz- und Bezirks-hauptstadt

Preußen, Ostpreußen

 

Königsberg: Schloß, 1917

 

Köthen

Staatshauptstadt

Anhalt-Köthen (bis 1852)

Skizze der Köthener Residenz um 1650

Köthen

Staatshauptstadt

Anhalt-Köthen (bis 1852)

Parkanlage der Köthener Residenz, 2004

Köthen

Staatshauptstadt

Anhalt-Köthen (bis 1852)

Das Köthener Schloß, 2004

Köthen

Staatshauptstadt

Anhalt-Köthen (bis 1852)

Köthen: Plan der Residenz, 1650

Köthen

Staatshauptstadt

Anhalt-Köthen (bis 1852)

Köthen, 1840

Lauenburg

Eisenbahnstation

Lauenburg

Lauenburg mit Schloß im Hintergrund, 2006


 

Primäres Suchwort (Name der Residenz)

In HGIS Germany
enthalten als:

Sekundäres Suchwort
(Name Staat, Provinz, Reg.Bezirk)

In HGIS Germany abgebildetes Objekt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lobenstein

Staatshauptstadt

Reuß-Lobenstein

Lobenstein: Schloßpark, 2004

Lobenstein

Staatshauptstadt

Reuß-Lobenstein

Lobenstein, 1850

Ludwigsburg

Bezirkshauptstadt

Württemberg

Ludwigsburg: Schloß und Garten, um 1810

Ludwigsburg

Bezirkshauptstadt

Württemberg

Schloß Ludwigsburg, 2006

Ludwigshöhe/Edenkoben

./.

Bayern, Pfalz

Villa Ludwigshöhe in Edenkoben (Pfalz), 2004

Ludwigslust

Eisenbahnstation

Mecklenburg-Schwerin

Schloß Ludwigslust, 1898

Ludwigslust

Eisenbahnstation

Mecklenburg-Schwerin

Schloß Ludwigslust mit Denkmal Friedrich Franz I., 2005

Ludwigslust

Eisenbahnstation

Mecklenburg-Schwerin

Ludwigslust: Schloßgarten, 2005

Ludwigslust

 

Eisenbahnstation

 

Mecklenburg-Schwerin

 

Schloß Ludwigslust: Blick auf das Denkmal Großherzog Friedrich Franz I.,  2005

Luxemburg

Staatshauptstadt

Luxemburg

Luxemburg: Großherzogliche Residenz, 2007

Meiningen

Staatshauptstadt

Sachsen-Meiningen

Schloß Elisabethenburg, 2004

Meiningen

Staatshauptstadt

Sachsen-Meiningen

Meiningen im Unterland, 1832

Meiningen

Staatshauptstadt

Sachsen-Meiningen

Die Meininger Museen im Schloß Elisabethenburg, 2004

Meiningen

Staatshauptstadt

Sachsen-Meiningen

Meiningen, 1820

Moritzburg

./.

Sachsen

Jagdschloß Moritzburg, 2004

München

Staatshauptstadt

Bayern

München: Residenz, um 1845

München

Staatshauptstadt

Bayern

München: Der Königsbau der Münchner Residenz, 2004

Neustrelitz

Staatshauptstadt

Mecklenburg-Strelitz

Neustrelitz: Großherzogliches Schloß, um 1900

Neustrelitz

 

Staatshauptstadt

 

Mecklenburg-Strelitz

 

Neustrelitz: Marktplatz mit dem großherzoglichen Schloß im Hintergrund, um 1900

Neustrelitz

Staatshauptstadt

Mecklenburg-Strelitz

Neustrelitz: Marstall, 2005

Neustrelitz

Staatshauptstadt

Mecklenburg-Strelitz

Die Orangerie in Neustrelitz, 2005

Neustrelitz

Staatshauptstadt

Mecklenburg-Strelitz

Schloßgarten Neustrelitz: Hirschportal,  2005

Nymphenburg

./.

Bayern

Schloß Nymphenburg, Canaletto, 1761

Oldenburg

Staatshauptstadt

Oldenburg

Oldenburg, 1599

Oldenburg

Staatshauptstadt

Oldenburg

Oldenburg, Merian, 1647

Oldenburg

Staatshauptstadt

Oldenburg

Oldenburg: Schloßplatz, 1841

Oldenburg

Staatshauptstadt

Oldenburg

Oldenburg: Residenzschloß, 2005

Oranienbaum

./.

Anhalt-Dessau

Schloß Oranienbaum, 1850

Pillnitz

./.

Sachsen

Schloß Pillnitz, 2004

Posen

Provinzhauptstadt

Preußen, Posen

Posen: Königliches Residenzschloß, 1913


 

Primäres Suchwort (Name der Residenz)

In HGIS Germany
enthalten als:

Sekundäres Suchwort
(Name Staat, Provinz, Reg.Bezirk)

In HGIS Germany abgebildetes Objekt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Potsdam

 

Provinz- und Bezirks-hauptstadt

Preußen, Potsdam

 

Potsdam, um 1820

 

Prag

Provinzhauptstadt

Österreich, Böhmen

Kaiserliche Residenz in Prag, 1835

Pyrmont

 

Grafschaft (kleine Gebiets-einheit)

Waldeck

 

Schloß Pyrmont, 2006

 

Pyrmont

 

Grafschaft (kleine Gebiets-einheit)

Waldeck

 

Schloß Pyrmont: Die Wappen von Waldeck und Pyrmont, 2006

 

Pyrmont

 

Grafschaft (kleine Gebiets-einheit)

Waldeck

 

Schloß Pyrmont, 2006

 

Rastede

./.

Oldenburg, Herzogtum Oldenburg

Rastede: Schloß, 1841

Rastede

./.

Oldenburg, Herzogtum Oldenburg

Schloß Rastede, 2005

Ratzeburg

Staatshauptstadt

Lauenburg

Ratzeburg, 2006

Ratzeburg

Staatshauptstadt

Lauenburg

Ratzeburg: Dom und Herrenhaus, 2006

Ratzeburg

Staatshauptstadt

Lauenburg

Kreismuseum Herzogtum Lauenburg im ehemaligen Herrenhaus, 2006

Rheinsberg

./.

Preußen, Brandenburg

Schloß Rheinsberg, 2004

Richmond

./.

Braunschweig

Schloß Richmond, um 1815

Rudolstadt

Staatshauptstadt

Schwarzburg-Rudolstadt

Rudolstadt: Marktplatz mit Schloß Heidecksburg im Hintergrund, um 1850

Rudolstadt

Staatshauptstadt

Schwarzburg-Rudolstadt

Rudolstadt: Das Renaissanceportal der Heidecksburg, 2004

Rudolstadt

Staatshauptstadt

Schwarzburg-Rudolstadt

Rudolstadt: Ansicht mit Schloß Heidecksburg, 1848

Rudolstadt

Staatshauptstadt

Schwarzburg-Rudolstadt

Rudolstadt: Schloß Heidecksburg, 2004

Rudolstadt

Staatshauptstadt

Schwarzburg-Rudolstadt

Eingang Schloß Heidecksburg, 2004

Saalfeld

./.

Sachsen-Coburg-Saalfeld

Saalfeld, Merian, 1650

Salzdahlum

./.

Braunschweig

Schloß Salzdahlum, um 1700

Schleiz

Staatshauptstadt

Reuß-Schleiz

Schleiz: Stadtansicht mit Schloß im Hintergrund, 1900

Schleiz

Staatshauptstadt

Reuß-Schleiz

Schleiz, 1850

Schleswig

Staatshauptstadt

Schleswig (bis 1866)

Schloß Gottorf, 1860

Schleswig

Staatshauptstadt

Schleswig (bis 1866)

Schleswig: Schloß Gottorf, 2004

Schleswig

Staatshauptstadt

Schleswig (bis 1866)

Schleswig, 1584

Schmalkalden

./.

Hessen-Kassel

Schmalkalden: Schloß Wilhelmsburg, 2004

Schwerin

Staatshauptstadt

Mecklenburg-Schwerin

Das Großherzogliche Schloß zu Schwerin, nach 1857

Schwerin

Staatshauptstadt

Mecklenburg-Schwerin

Schwerin, um 1850


 

Primäres Suchwort (Name der Residenz)

In HGIS Germany
enthalten als:

Sekundäres Suchwort
(Name Staat, Provinz, Reg.Bezirk)

In HGIS Germany abgebildetes Objekt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sondershausen

Staatshauptstadt

Schwarzburg-Sondershausen

Sondershausen, Merian 1650

Sondershausen

Staatshauptstadt

Schwarzburg-Sondershausen

Residenz Sondershausen, 2004

Sondershausen

Staatshauptstadt

Schwarzburg-Sondershausen

Sondershausen: Blauer Saal im Schloß, 2004

Sondershausen

 

Staatshauptstadt

 

Schwarzburg-Sondershausen

 

Sondershausen: Der Marktplatz zu Sondershausen mit der Residenz im Hintergrund, 1820

Sondershausen

Staatshauptstadt

Schwarzburg-Sondershausen

Sondershausen: Stadt und Schloß, 1820

Steinheim

./.

Hessen-Darmstadt, Starkenburg

Schloß Steinheim, 2007

Stuttgart

Staatshauptstadt

Württemberg

Stuttgart, Merian, 1643

Stuttgart

Staatshauptstadt

Württemberg

Stuttgart: Neues Schloß, vor 1944

Vaduz

Staatshauptstadt

Liechtenstein

Schloß Vaduz, 2007

Weimar

 

Staats- und Bezirks-hauptstadt

Sachsen-Weimar-Eisenach, Weimar

 

Weimar: Stadtschloß, 1840

 

Weimar

 

Staats- und Bezirks-hauptstadt

Sachsen-Weimar-Eisenach, Weimar

 

Weimar, Merian, 1650

 

Weimar

 

Staats- und Bezirks-hauptstadt

Sachsen-Weimar-Eisenach, Weimar

 

Schloß Belvedere, 2004

 

Wien

Staatshauptstadt

Österreich

Schloß Belvedere in Wien, 1830/1850

Wien

Staatshauptstadt

Österreich

Schloß Schönbrunn bei Wien, 1830/1850

Wien

Staatshauptstadt

Österreich

Wien: Hofburg, 1976

Wien

Staatshauptstadt

Österreich

Wien: Schloß Schönbrunn, 1976

Wien

Staatshauptstadt

Österreich

Wien: Schloß Belvedere, 1976

Wiesbaden

Staatshauptstadt

Nassau

Wiesbaden, Stadtschloß, um 1840

Wolfenbüttel

Eisenbahnstation

Braunschweig

Wolfenbüttel: Schloß, um 1845

Zerbst

./.

Anhalt-Dessau, Landesteil

Zerbst: Feuerwerk anläßlich der Hochzeit Katharinas II., 1745

Zerbst

./.

Anhalt-Dessau, Landesteil

Schloß Zerbst, um 1860


 


Kolloquien, Vorträge, Ausstellungen, Jubiläen*

 

 

Siehe auch online auf unserer Internetseite unter der Rubrik „Veranstaltungskalender“
bzw. unter

http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de/kollanzeige.php

 

 

Konferenz

„That all the world may wonder!“
The Palatine Wedding of 1613, its Celebration and Significance

Exeter, 7. bis 10. September 2008

 

Kontaktadresse:           Mara R. Wade Department of Germanic Languages and Literatures

2090 Foreign Languages Building, MC-178

707 S. Mathews Avenue

University of Illinois at Urbana-Champaign

USA-Urbana, Il 61801

Tel. [US] 02 - 17 333-93 53 – Fax [US] 02 - 17 244-22 23

Internet: http://www.german.uiuc.edu/people/faculty/wade.htm

 

The wedding of Elizabeth Stuart, the only daughter of James I, and Friedrich V, Elector of the Palatinate, was a moment of religious, political and cultural significance. At a time of mounting confessional tension in the Empire, the union was understood as a signal of James's readiness to support the Protestants in their struggle with Catholic imperialists. While this hope may in the end have proved illusory, the marriage had substantial consequences, not least in its cultural impact on the Heidelberg court and beyond. This multi-disciplinary international conference aims to explore the marriage of the royal princess to the prince of the Empire from a variety of angles. Its scope includes the confessional and political circumstances of the match, the wedding festivities in London and Heidelberg, the influence of English cultural traditions on the Empire, the character of the Heidelberg court before the ill-fated coronation in Bohemia, and the depiction of the newly married couple in the visual arts and contemporary reports.

*****

Colloque

La cour du prince

Cour de France, cours d’Europe (XIIIe-XVe siècle)

Paris, 18. bis 20. September 2008

 

Kontaktadresse:           Dr. Murielle Gaude Ferragu

Maître de conférences à l’Université de Paris XIII

99, avenue J.-B. Clément

F-93430 Villetaneuse

E-Mail: gaude.ferragu@wanadoo.fr

 

Colloque organisé du 18 au 20 septembre 2008 par les universités de Paris XII, Paris XIII et Versailles-Saint-Quentin (à l’initiative de Jacques Paviot, Bruno Laurioux et Murielle Gaude-Ferragu). La cour princière est un thème privilégié par les historiens depuis quelques années. L’étude de ce qui fut à la fois un organisme, un milieu et un modèle fait se rencontrer, en effet, histoire politique, histoire sociale et histoire culturelle. Si les cours de l’Époque moderne ont été largement explorées (cf., entre autres, le colloque de Versailles, „Cultures de cour, Cultures du corps“, en décembre 2006), les cours médiévales l’ont été beaucoup moins. L’attention s’est principalement focalisée sur la cour des ducs de Bourgogne, qui a été une référence pour le monde curial jusqu’au XVIIe siècle, comme l’a montré le récent colloque de l’Institut Historique Allemand. Dans ce renouvellement des recherches et des approches, la cour de France est le parent pauvre. Cela tient peut-être à ce que les archives de la monarchie française ont disparu en grande partie, n’autorisant guère, par exemple, le traitement prosopographique. Or, par le simple fait que son chef en était le roi, la cour des Capétiens et des Valois a servi de modèle dans toute l’Europe, à commencer pour la cour bourguignonne. C’est là que, à partir du XIIIe siècle, se sont mis en place des structures, comme celle de l’hôtel avec ses offices (paneterie, échansonnerie, écurie, cuisine …), mais aussi le cérémonial et les rituels concernant aussi bien le baptême et les noces que les funérailles. Dans quelle mesure les solutions qui ont alors été adoptées ont rencontré des échos dans les autres cours européennes? Quelles ont été les adaptations que le modèle français a connues à mesure qu’il se diffusait, dans un jeu constant et complexe d’interactions? Telles sont les principales questions auxquelles ce colloque entend répondre. L’approche est résolument globale, puisqu’elle envisage la cour à la fois dans ses structures – comme un organisme –, dans son fonctionnement – comme une société –, enfin dans sa production – comme un modèle. Seront ainsi examinés aussi bien les ordonnances de l’hôtel que les traités dénonçant la vie de cour, les rites de passages que les pratiques alimentaires, la mise en ordre par des cérémonials que les bâtiments et la vie artistique. La perspective ne peut être qu’européenne, envisageant les nombreux centres curiaux d’Italie autant que le monde bourguignon ou la cour des papes d’Avignon. Et ce, sur une longue durée curiale, s’étendant du XIIe siècle au premier Âge moderne. La nécessité d’aborder de multiples facettes a imposé une démarche pluridisciplinaire, associant historiens et spécialistes de la littérature. Enfin, on a voulu donner prioritairement la parole à de jeunes historiens, dont les travaux, récents ou en cours, ont renouvelé les questionnements.

 

Aus dem Programm:

Donnerstag, 18. September 2008

L’ORGANISME CURIAL

GAUDE-FERRAGU, M./LAURIOUX B./PAVIOT, J., Ouverture du colloque. Introduction.

LA RÉGULATION DE LA VIE CURIALE: LE MODÈLE FRANÇAIS

Lalou, E. (Rouen), Les ordonnances de la cour de France (début du XIVe s.); Hélary, X. (Paris), La cour de Philippe III; Canteaut, O. (Ecole Nationale des Chartes), Gouvernement et Hôtel sous les derniers Capétiens; Jamme, A. (CNRS, UMR 5648), Le Maître de l’Hôtel du pape. Imitations françaises, nécessités curiales et fantaisies pontificales.

LA CIRCULATION DES MODÈLES

Pibiri, E. (Lausanne), Les acteurs des négociations diplomatiques entre les cours de Savoie, de France et de Bourgogne au XVe siècle; Gentile, L. (Turin), D’un versant à l’autre des Alpes: les cours princières d’Italie nord-occidentale et la cour de France; Savy, P. (Marne-la-Vallée), La cour de Milan, ses modèles et ses satellites; Heullant-Donat, I. (Reims) : La cour des Angevins de Naples.

HABITER LA COUR

Plagnieux, P. (Besançon), La résidence parisienne de Jean sans Peur : un palais pour la réforme du royaume; Chapelot, J. (CNRS, UMR 8558), L’hôtel du roi à Vincennes; Bove, B. (Paris), A la recherche des hôtels princiers de Paris: l’impossible inventaire.

Freitag, 19. September 2008

LA SOCIETE DE COUR: CEREMONIAL ET SOCIABILITES

VIVRE À LA COUR

Brero, T. (Lausanne), Des baptêmes royaux aux baptêmes princiers: les influences entre cours dans le cérémonial; Fourcade, S. (Paris), L’éducation du prince, modèle pour le monde nobiliaire?; Allirot, A.-H. (Paris), Les mariages royaux à la cour de France (XIIIe-XIVe s.).

MANGER À LA COUR

Moirez, P. (Paris), L’office de bouche à la cour de France; Morell, Y. (St-Quentin-en-Yvelines), L’office de bouche à la cour de Bourgogne; Laurioux, B. (St-Quentin-en-Yvelines), Le banquet offert à Charles IV lors de sa visite à Paris.

L’ORDRE CURIAL

Paviot, J. (Paris), Les ordres de chevalerie curiaux (1400); Hablot, L. (Poitiers), Le double du prince: emblèmes et devises à la cour; Véronèse, J. (Orléans), Les „recettes magiques“ pour s’attirer les faveurs des grands.


CRITIQUER LA COUR

Lequain, E. (Paris), Les dangers de la cour et les moyens de s’en préserver dans l’éducation des princesses; Vincent-Cassy, M. (Paris), Les péchés de la cour de Charles VI; Lachaud, F. (Paris), Gilles de Rome et la cour.

Samstag, 20. September

LA COUR, MODÈLE CULTUREL

PIÉTÉ ET DÉVOTIONS À LA COUR

Aladjidi, P. (Paris), Un cérémonial à la cour du prince: le lavement des pieds des pauvres; Gaude-Ferragu, M. (Paris), Les dévotions à la cour: le prince et le culte des saints; Potin, Y. (Paris), Dons du roi, fragments du trésor. La cour comme espace de redistribution des valeurs (France, XIVe siècle): reliques, manuscrits, joyaux.

ARTS DE COUR

Anheim, E. (St-Quentin-en-Yvelines), Les chapelles musicales de France, d’Avignon et de Bourgogne; Ferré, R.-M. (Paris), Les relations artistiques entre la cour de René d’Anjou et la cour de France (Charles VII, Louis XI); Nys, L. (Valenciennes), La cour de Hainaut et les arts.

LIVRES ET LITTÉRATURE DE COUR

Guyot-Bachy, I. (Paris), Les cours princières et la promotion de l’histoire dans le royaume de France; Castelnuovo, G. (Chambéry), La cour et ses mises en scènes dans les chroniques savoyardes du XVe siècle; Mora, F. (St-Quentin-en-Yvelines), La mise en scène de la culture de cour dans la littérature dans le Roman de la Violette de Gerbert de Montreuil; Kendrick, L. (St-Quentin-en-Yvelines), La cour d’après Eustache Deschamps; Boudet, J.-P. (Orléans), La bibliothèque de Clémence de Hongrie: un reflet de la culture d’une reine de France?

CONCLUSION

Paravicini-Bagliani, A. (Lausanne).

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11. Symposium der Residenzen-Kommission

Vorbild, Austausch, Konkurrenz

Höfe und Residenzen in der gegenseitigen Wahrnehmung

Wien, 20.-24. September 2008

 

Siehe oben S. 11-13.

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Ausstellung

Spektakel der Macht

Rituale im Alten Europa 800-1800

Magdeburg und Münster, 21. September 2008 bis 4. Januar 2009

 

Kontaktadressen:          Dr. Jutta Götzmann

Dorothee Linnemann M.A.

Salzstraße 41

D-48143 Münster

Fax [D] 02 51 - 83-27 911

E-Mail: info@spektakeldernacht.de

Internet: www.spektakeldermacht.de

 

Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Otto von Guericke Straße 68-73

D-39104 Magdeburg

Tel. [D] 03 91 - 5 40-35 01

Internet: www.khm-magdeburg.de

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47. Deutscher Historikertag

Ungleichheiten

Dresden, 30. September bis 3. Oktober 2008

 

Kontaktadresse:           Technische Universität Dresden

Institut für Geschichte

Büro 47. Deutscher Historikertag

Helmholtzstraße 10

D-01062 Dresden

Tel. [D] 03 51 - 4 63-35 816 – Fax [D] 03 51 - 4 63-3 71 00

E-Mail: historikertag@tu-dresden.de

Internet: www.historikertag.de

 

Aus dem Programm:

Mittwoch, 1. Oktober

DAS LEBEN DER HAUPTSTÄDTER. Spätantike städte als herrschaftsresidenzen

Pfeilschifter, R. (Dresden), Antiocheia – die „Geliebte des Kaisers“; Tiersch, C. (Dresden, München), Mailand – eine Stadt im Schatten des Hofes?; Goltz, A. (Bamberg), Ravenna – eine Festung als Residenzstadt; Vössing, K. (Bonn), Karthago – Königsstadt zwischen Vandalen und Romanen; Toral-Niehoff (Berlin), Damaskus – Paradies auf Erden.

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Tagung

Habsburger Herrschaft vor Ort – weltweit (1300-1600)

Zürich, 9. bis 11. Oktober 2008

 

Kontaktadresse:           Prof. Dr. Simon Teuscher

Universität Zürich/Historisches Seminar

Karl Schmid-Strasse 4

CH-8006 Zürich

Tel. [CH] 0 44 - 6 34-38 55 ­ Fax [CH] 0 44 - 6 34-49 13

E-Mail: simon.teuscher@hist.uzh.ch

Internet: www.hist.uzh.ch/lehre/mittelalter/teuscher.html

 

Die Tagung befaßt sich aus einer transnationalen und transatlantischen Perspektive mit Formen und Funktions-weisen der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen lokalen Herrschaft der Habsburger. Der Blick richtet sich ganz gezielt auf ländliche und kleinstädtische Lokalitäten – dafür aber in ganz unterschiedlichen Weltgegenden: in den Amerikas, Iberien, den Niederlanden, Süddeutschland, der Schweiz und Österreich. Dagegen sollen die Höfe und Herrschaftszentren der Habsburger nur in dem Maß zur Sprache kommen, in dem sie sich vor Ort be-merkbar machten.

Grundsätzlich sind die unterschiedlichsten Äußerungsformen lokaler Herrschaft und Beziehung zwischen Zen-tren und Außenstellen der Herrschaftsorganisation von Interesse. Einen größeren Themenkomplex bilden zwei-fellos die lokalen Amtleute und die Art und Weise, in der diese weitab von ihrer Herrschaft deren Interessen wahrnahmen – beziehungsweise vernachlässigten und unterliefen. Welche Symbole, Wahrzeichen und Doku-mente setzten sie ein, um sich als Beauftragte ihrer Herrschaft auszuweisen? Weshalb breiteten sich gerade in der Zeit um 1500 weithin Berichte und Mythen über ungetreue Amtleute und „böse Vögte“ aus? Und welche Mittel – Boten, Kommissare, Missiven, Kundschaften, Urbare, descriptiones terrae – setzten die Zentren ein, um ihre lokalen Vertreter zu kontrollieren?

Zu den weiteren Schwerpunkten gehört der habsburgische Einsatz der Kirchenpolitik. Hier ist zum einen die Kirchenvogtei als Instrument des Herrschaftsausbaus zu thematisieren. Zum andern ist zu fragen, welche Rolle geistliche Institutionen mit habsburgorientierten Trägern oder die Versorgung von Getreuen mit kirchlichen Pfründen spielten. Weiter gilt es zu fragen, wie die Habsburger die Stiftungstätigkeit und die liturgische Memo-rialpflege nutzten, um auf der lokalen Ebene Präsenz zu beanspruchen. Auch die episodenhaften Formen der Präsenz der Herren, die Besuche von Mitgliedern der habsburgischen Dynastie vor Ort, fürstliche Durchreisen und joyeuses entrées verdienen es, als lokale Ereignisse und mit Blick auf ihre lokalen Implikationen diskutiert zu werden. War an der habsburgischen Herrschaft in verschiedenen Weltgegenden überhaupt etwas spezifisch habsburgisch? Es lohnt sich zweifellos, ohne vorgefaßte Meinung zu dieser Frage in vergleichender Perspektive an die skizzierten Themen heranzugehen.

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Internationale Konferenz

Ein Bruderzwist im Hause Habsburg (1608-1611)

Ceský Krumlov, 13. bis 16. Oktober 2008

 

Kontaktadressen:          Prof. Dr. Václav Bužek

Historický ústav; Jihoceské univerzité; Historisches Seminar

Jeronymova 10

CZ-371 15 Ceske Budejovice

Tel: [CZ] 03 87 - 77 30 68

E-Mail: buzek@hu.jcu.cz

Internet: www.hu.jcu.cz

 

Dr. Jan Paul Niederkorn

Österreichischen Akademie der Wisssenschaften

Historische Kommission

Prinz-Eugen-Str. 8-10

A-1040 Wien

E-Mail: jan.paul.niederkorn@oeaw.ac.at

 

Vorläufiges Programm

I. Sektion: Herrschaftsordnungen im frühneuzeitlichen Europa

Asch, R.G. (Freiburg im Breisgau), Jakob I. von England und die Krise der europäischen Monarchie um 1600; Bahlcke, J. (Stuttgart), Herrschaftslegitimation und Machterhalt im frühneuzeitlichen Europa: Erbrecht versus Wahlrecht; Noflatscher, H. (Innsbruck), Kronprinzen und Kronprinzessinnen im Zeitalter Philipps II.; Cerman, I. (České Budějovice), Nova Distributio. Die Gesellschaftsbilder in den böhmischen Ländern um 1600; Winkelbauer, T. (Wien), Bauer, Grundherr, Landesfürst – Theorie und Praxis von Herrschaft über Land und Leute in den habsburgischen Ländern in Mitteleuropa um 1600.

II. Sektion: Der Bruderzwist in der europäischen Politik

Schindling, A. (Tübingen), Die geistlichen Fürsten und die Reichskirche zur Zeit des habsburgischen Bruder-zwists; Strohmeyer, A. (Salzburg), Religionsfreiheit und Ständefreiheit im europäischen Vergleich; Zinger-le, E. (Graz), „… Io dissi che era ben fatto interponersi per la quiete de due fratelli …“. Der Bruderzwist in der Berichterstattung des Nuntius am Grazer Hof; Duerloo, L. (Antwerpen/Princeton), For Dynasty, Church and Empire: Archduke Albert and the Coming of the Bruderzwist; Niederkorn, J. P. (Wien), Spanische und päpstliche Gesandte als Vermittler zwischen Rudolf II. und Matthias; Marek, P. (České Budějovice), Die Rolle der Parteigänger Spaniens in den Reihen des böhmischen Adels zur Zeit des Bruderzwists.

III. Sektion: Monarchische Repräsentation um 1600

Vocelka, K. (Wien), Die Repräsentation der Autorität des Herrschers in der europäischen manieristischen Kultur um 1600; Jeitler, M. (Wien), Linz und Wien als Residenzen Erzherzog Matthias; Král, P. (České Budějovice), Kontinuität oder Diskontinuität? Die Krönungs- und Begräbnisfeierlichkeiten Rudolfs II. und Matthias’.

IV. Sektion: Adel, Hof und Stände – Bündnispartner oder Konkurrenten der Krone?

Ehrenpreis, S. (Berlin), Rudolfs II. Ratgeber zur Zeit des Bruderzwists; Janiš, D. (Brno), Stände versus Herrscher: Widerstandsrecht und Landrechte in den Böhmischen Ländern; Bůžek, V. (České Budějovice), Die politische Rolle der Residenz Peter Woks von Rosenberg in Wittingau zur Zeit des Bruderzwists; Pálffy, G. (Budapest), Bündnispartner und Konkurrenten der Krone: Erzherzog Matthias und die ungarischen Stände 1605-1611.


V. Sektion: Matthias’ Feldzug nach Böhmen

Vybíral, Z. (Tábor/České Budějovice), Die Gegner in eigenem Land – Matthias’ und Rudolfs Armeen am Rande des Bruderkriegs; Hrdlička, J. (České Budějovice), Die Folgen des Feldzuges für die betroffenen Gebiete in den böhmischen Regionen; Sterneck, T. (Praha/České Budějovice), Zwischen Bruderzwist und Einfall des Passauer Kriegsvolks. Reflexion der politischen Turbulenzen von 1608 bis 1611 in einer königlichen Stadt am Beispiel von Budweis.

VI. Sektion: Rezeptionsgeschichte

Jiroušek, B. (České Budějovice), Der Bruderzwist in der Historiographie des 19. und 20. Jahrhunderts; Häus-ler, W. (Wien), Grillparzers Drama „Ein Bruderzwist in Habsburg“ – ein zeitgeschichtliches Paradigma in der Schreibtischlade des beamteten Poeten?

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15e Journées lotharingiennes

Heinrich VII. von Luxemburg und die großen Dynastien Europas

Fragen der europäischen governance im Spätmittelater

Luxemburg, 14. bis 17. Oktober 2008

 

Kontaktadresse:           Hérold Pettiau

Laboratoire d’Histoire

Université du Luxembourg

Campus Walferdange B.P.2

L-7201 Walferdange

Tel: [L] 46 66 44 66 57

E-Mail: jl15@uni.lu

 

Seit 1980 versammeln die Journées Lotharingiennes im zweijährlichen Rhythmus in Luxemburg Historiker aus verschiedenen Staaten (Luxemburg, Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande etc.), um ein historisches Thema aus dem Bereich der Mediävistik zu besprechen, neue Perspektiven zu eröffnen und in vergleichender Perspektive die Gräben nationalstaatlicher Geschichtsschreibung zu überbrücken. Im Jahre 2008 bietet die 700-jährige Wiederkehr der Thronbesteigung Heinrichs VII. von Luxemburg die Möglichkeit, das Thema der governance im Mittelalter, insbesondere im 14. Jahrhundert, zu behandeln.

Der Begriff governance hat sich unter angelsächsischem Einfluß heutzutage etabliert und bezeichnet unter anderem die Organisation der politischen Herrschaft. Im Französischen wurde gouvernance bereits im 13. und 14. Jahrhundert in einem sehr viel allgemeineren Sinne als Synonym für die Regierungstätigkeit verwendet. Dieser vielschichtige Ansatz erlaubt es uns, auf europäischer Ebene die Geschichte der politischen Praxis unter einem neuen Blickwinkel zu beleuchten, der auch kulturelle und intellektuelle Gesichtspunkte einschließt. Es soll dabei die Bedeutung eines neuen Faktors unterstrichen werden, der auf eindrucksvolle Weise von der Er-nennung Heinrichs VII. zum Kaiser illustriert wird, nämlich der Aufstieg verschiedener Fürstenfamilien zu Herrscherhäusern von europäischer Bedeutung. Das Kolloquium vereinigt somit in Luxemburg Experten von internationalem Rang, die sich mit den verschiedenen Vorstellungen von Macht, den Hofkulturen und dem Aufschwung europäischer Dynastien im 14. Jahrhundert beschäftigen. Dies erlaubt es sicherlich, den „Fall“ Heinrichs VII. sowie der luxemburgischen Dynastie in vergleichender Perspektive zu untersuchen und zu be-werten.

 

Aus dem Programm:

Dienstag, 14. Oktober 2008

EINFÜHRUNG

Thomas, H. (Bonn), Das Jahr 1308 in der europäischen Geschichte – Ereignisse und Tendenzen.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

MACHTKONZEPTIONEN

Heidemann, M. (Berlin), Die Kaiseridee Heinrichs VII.; Lalou, E. (Rouen), La conception du pouvoir de Philippe le Bel; Thorau, P. (Mainz), Herrschaftsdurchsetzung als Krieg? Möglichkeiten und Mittel König und Kaiser Heinrichs VII. (Finanzen, Allianzen, Armeen); Schmieder, F. (Hagen), (Neue) Herrscher und (alte) Städte: zur Wechselwirkung von Privilegierung, Wirtschaftswachstum, Itinerar und Residenz im Europa des 14. Jahrhunderts.

KULTUR

Margue, M. (Luxemburg), Heinrich VII., der Italienzug und die Gedichte der Vogelgelübde. Lothringische Hofliteratur als politisches Medium?; Haubrichs, W. (Saarbrücken), Feldherr in Italien und Minnesänger am Zürichsee: Wernher II. von Hohenburg, Heinrich VII. und Friedrich von Habsburg; Ferrari, M. C. (Erlangen/ Nürnberg), Lateinische Literatur und Heinrich VII.; Tripps, J. (Leipzig), Kunst als politisches Medium zur Zeit. Heinrichs VII.

Donnerstag 16. Oktober 2008

AUFSTIEG NEUER DYNASTIEN

Woll, C. (Dahn), Europäische Großdynastien um 1300 im Vergleich; Niederstätter, A. (Vorarlberg), Der (zögerliche) Aufstieg der Habsburger zu europäischen Herrschern; Menzel, M. (Berlin), Aufstieg ohne Dauer. Die Wittelsbacher bis zum luxemburgischen Zeitalter; Helary, X. (Paris), Les Anjou: montée en puissance d’une maison princière française; Grivaud, G. (Rouen), Les Lusignan et leur gouvernance du royaume de Chypre; Vones, L. (Köln), Der Aufstieg der Könige von Aragon zu europäischen Herrschern.

HEINRICH VII. UND ITALIEN

Somani, F. (Lecce), Henri VII et le cadre politique italien; Weber, C. C. (Münster), Italiens Städte und die Italienpolitik der europäischen Fürsten (Heinrich VII., Robert von Anjou, Ludwig der Bayer, Johann von Böh-men).

Freitag 17. Oktober 2008

HEINRICH VII. UND SEINE FAMILIE

Pauly, M. (Luxemburg), Heinrich VII. von Luxemburg: vom Grafen zum Kaiser und die Rückwirkungen auf das Stammland; Péporté, P. (Edinburgh), Margarete von Brabant, die Frau an Heinrichs Seite; Schmid, W. (Trier), Die Memoria Heinrichs VII.

CONCLUSIONS/SCHLUSSFOLGERUNGEN

Widder, E. (Tübingen).

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Internationale Tagung

Türkenkriege und Adelskultur in Ostmitteleuropa vom 16. bis zum 18. Jahrhundert

Leipzig, 23. bis 25. Oktober 2008

 

Kontaktadresse:           Sabine Jagodzinski M.A.

                                    Dr. des. Robert Born

Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmittel-      europas (GWZO) an der Universität Leipzig e.V.

Luppenstr. 1b

D-04177 Leipzig

Tel. [D] 03 41 - 97 35-58 9 – Fax [D] 03 41 - 97 35-56 9

E-Mail: jagodzinski@rz.uni-leipzig.de

                        rborn@rz.uni-leipzig.de

Internet: http://www.uni-leipzig.de/gwzo

 

Das Erleben osmanischer Besatzung, der Status als Vasallenstaat, als konkurrierende Macht oder schlicht als Nachbarstaat hat sich den einzelnen Ländern Ostmitteleuropas der Frühen Neuzeit in verschiedener Weise eingeprägt. Trotz der zweifellos realen Auseinandersetzung erscheint die Rede von einer globalen Konfrontation von Orient und Okzident in diesem Zusammenhang unangemessen. Im Gegenteil – hier traten Formen des kulturellen Transfers geradezu notwendigerweise auf. Die Reaktionen insbesondere der verschiedenen Gruppen des ostmitteleuropäischen Adels auf die osmanische Expansion erstreckten sich in einem Spannungsfeld von realer Furcht, taktischem Kalkül, wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Arrangement sowie pragmatischer religiöser Toleranz bis hin zu einer Integration orientalischer Motive in die eigenen Repräsentationskulturen.

Die konkreten Erscheinungen dieses Spannungsfeldes erforscht das interdisziplinäre Projekt „Osmanischer Orient und Ostmitteleuropa. Vergleichende Studien zu Perzeptionen und Interaktionen in den Grenzzonen“ am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) in Leipzig. Die ange-kündigte, im Rahmen des Projekts organisierte Tagung geht der Frage nach, auf welche Weise und in welchen Formen die Expansion des osmanischen Reiches in weite Bereiche der Adelskultur Mitteleuropas einging.

Als zeitliche Eckpunkte dürfen zum einen die für die Beziehungen zwischen Europa und dem Osmanischen Reich einschneidende Einnahme Belgrads 1521 sowie die Schlacht von Mohács 1526 gelten. Zum anderen wäre das entscheidende Kippmoment im Kräfteverhältnis der Mächte – der Entsatz der belagerten Stadt Wien 1683 – zu nennen. In dessen Folge können, wenn auch nicht immer gegenläufige, so doch zumindest grundlegend veränderte Entwicklungen in der Auffassung der Türkenkriege beobachtet werden, die im „langen“ 18. Jahr-hundert in eine fast schematische Türkenmode bzw. einen allgemeinen Orientalismus mündet.

Der hohe wie der niedere Adel verfügten als politisch beteiligte Schichten über ein ausgeprägtes Standes-bewußtsein. Die Gruppen standen aber nicht selten in einem spannungsreichen Verhältnis zu den herrschenden Häusern, gerade bei konfessionellen Differenzen, wie es in Böhmen der Fall war. So bewegten sich die kultu-rellen Verbindungen zumeist zwischen Adaption der Hofkultur des Habsburger Kaiserhauses einerseits und der Abgrenzung von ihr andererseits, so daß den einzelnen Adelsfamilien und ihrer Ausrichtung eingehendere Un-tersuchungen gebühren.

Der Begriff der „Adelskultur“ umfaßt alle Lebensbereiche, was sich auch im Zusammenhang der Konfrontation mit der osmanischen Expansion zeigt. So zeitigten die Türkenkriege konkrete wirtschaftliche Auswirkungen, deren Nutznießer einige Adlige waren, die sich z.B. des Einsatzes von Gefangen auf ihren Gütern bedienten. Zudem eröffneten sich ihnen neue Möglichkeiten in Handel und Gewerbe, etwa mit türkischen Luxusgütern oder deren Nachbildungen.

Ein weiterer wesentlicher Bereich, der sich auf das adlige Leben Ostmitteleuropas auswirkte, waren die Auf-stiegsmöglichkeiten, z.B. im Zusammenhang mit dem diplomatischen Dienst. Hierbei spielten auch persönliche Erfahrungen von Reisen und höfischem Zeremoniell an den einzelnen Höfen eine wichtige Rolle für die Perzep-tion.

Daneben sind in besonderem Maße die vielfältigen schriftlichen und bildlichen Quellen künstlerischer und re-präsentativer Natur in den Blick zu nehmen, die je nach Ausprägung eine Instrumentalisierung der Kriegs-teilnahme, eine mehr oder weniger starke symbolische Überhöhung der Beteiligten als Türkensieger und eine dauerhafte Verankerung in der kollektiven Erinnerung anstrebten. In welchen Punkten verfolgten Reiseliteratur, Tagebücher, Flugschriften etc. die gleiche Richtung wie etwa architektonische und figürliche Denkmäler, Me-daillen und Schlachtendarstellungen? Worin unterscheiden sie sich? Wie wirken sie? Welche Rolle spielte die (orientalische) Musik und die theatralische Inszenierung der osmanischen Kultur – bzw. des Bildes, das man sich von ihr machte – in der ungarischen, siebenbürgischen, böhmischen oder polnisch-litauischen Adelskultur? Auch das sich entwickelnde Sammlungswesen käme als Gegenstand in Betracht. Neben der Frage nach den jeweiligen Zielsetzungen zwischen Information, Legitimation und Propaganda wären im Einzelnen auch die Zielgruppen offenzulegen, um eine differenzierte Rezeptionsgeschichte der Türkenkriege zu beleuchten.

Vom Arbeitsschwerpunkt des GWZO-Projekts ausgehend, soll in den Tagungsbeiträgen den Ländern Ostmittel-europas besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Das Gebiet der habsburgischen Kronländer, Polen-Litauen, die osmanisch besetzten Gebiete Ungarns, Siebenbürgen und die Balkanländer waren zugleich Grenz-raum, aber gerade dadurch auch eine der wichtigsten Kontaktzonen zum Osmanischen Reich.

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Herbstsymposion der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Die wehrhafte Residenz
Zeughaus – Marstall – Militär

Rudolstadt, 24. bis 25. Oktober 2008

 

Kontaktadresse:           Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Schloß Heidecksburg

Postfach 100 142

D-07391 Rudolstadt

Tel. [D] 03 67 2 - 44 70 – Fax [D] 03 67 2 - 119

E-Mail: stiftung@thueringerschloesser.de

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Tagung

Der sogenannte Spieleteppich im Kontext profaner Wanddekoration um 1400

Nürnberg, 30. bis 31. Oktober 2008

 

Kontaktadresse:           Germanisches Nationalmuseum

Kartäusergasse 1

D-90402 Nürnberg

Tel. [D] 09 11 - 13 31-0 – Fax [D] 09 11 - 13 31-200

E-Mail: info@gnm.de

 

Geplant ist eine zweitätige Veranstaltung.

Dauer der Vorträge: 30 Min. und 15 Min. Diskussion

1. Der „Spieleteppich“ und seine Wahrnehmung

Zander-Seidel, J. (GNM), Einführung: Sammlungsgeschichte/Forschungsstand/Rezeption; Martius, S., Hinkel, A., Kress, P. (Textilrestaurierung GNM), Technologie/Befund/Restaurierung/Präsentation

2. Quellen, Motive, Vorlagen

Matter, S. (CH-Freiburg), Kontext literarische Minnetradition/ Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Text- und Bildüberlieferung/spätmittelalterlicher Minnediskurs; Bulitta, B. (Leipzig) Spiele als Minnemetapher; N.N., Motive und soziale Zuordnung der Kleidung; Grossmann, G. U. (GNM), Ideale Minneburg oder zeitgenössische Architektur.

3. Auftraggeber, Anlässe, Funktion

Hubach, H. (Zürich), Zur Speyrer Stifterfamilie/Kontext Tapisseriegeschichte Heidelberg; Rapp Buri, A., Stucky-Schürer, M. (Basel), Ober- oder Mittelrhein/Abgrenzung Oberrhein; Franke, B. (Münster), Tapisserie und Festkultur um 1400/Gartenwelt und Spiel als Motive der Repräsentation; N.N., Tapisserien im Kontext Wandmalerei; Hess, D. (GNM), Schloß und Wald: Bildmuster Monatsbilder; Wetter, E: (Abegg-Stiftung, Riggisberg), Die Monatsbilder im Adlerturm zu Trient. Textile Medialität und Bildstrategien eines Wandmalereizyklus um 1400; Wolter-von dem Knesebeck, H. (Dresden), Bildprogramm/Raumfunktion/ innen/außen

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Konferenz

Bartholomew of Messina and the cultural life at the court of King Manfred of Sicily

Leuven, 8. bis 10. Januar 2009

 

Kontaktadressen:          Gijs Coucke

Institute of Philosophy

Kardinaal Mercierplein 2

B-3000 Leuven

E-Mail: gijs.coucke@hiw.kuleuven.be

 

Elisabeth Dévière

Faculteit Letteren

Blijde-Inkomststraat 21

B-3000 Leuven

 

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Internationale Tagung

Die Konstruktion einer Heiligen. Katharina von Siena, Tomaso Caffarini und Venedig

Venedig, 12. bis 14. Januar 2009

 

Kontaktadressen:          Prof. Dr. Gabriela Signori

Universität Konstanz

Fakultät für Geschichte und Soziologie

Universitätsstr. 10

D-78457 Konstanz

Tel. [D] 0 75 31 - 88-24 73 – Fax [D] 0 75 31 - 88-50 43

E-Mail: Gabriela. Signori@unikonstanz.de

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Internationale Tagung

Höfe und Residenzen geistlicher Fürsten

Salzburg, 19. bis 22. Februar 2009

 

Kontaktadresse:           Ao. Univ.-Prof. DDr. Gerhard Ammerer

Universität Salzburg

Residenzenplatz 9

A-5029 Salzburg

Tel. [A] 06 62 80 44 46 17

E-Mail: Gerhard.Ammerer@sbg.ac.at

 

Aus dem Programm:

Donnerstag, 19. Februar

Festvortrag

Freitag, 20. Februar

SEKTION I: STRUKTUREN

1. Der Fürst und der Hof: mediale, zeremonielle und kirchlich-sakrale Inszenierungen

                1.1.Repräsentation und Legitimation geistlicher Fürsten

                1.2. Memorialkultur

2. Machtfragen innerhalb des Hofes

                2.1. Kapitel, Orden und Konvente als Mitregenten (conregentes, corregnantes)

                2.2. Geheime Räte, Intrigen und die klassische „Vielregiererei“

                2.3. Privarheit und Öffentlichkeit, sakrale und profane Bereiche, Familienangehörige, Frauen

3. Gebäude und Ausstattung geistlicher Residenzen

                3.1. Paradigmatische Baukonzepte

                3.2. Handelsaustausch und Kulturtransfer

                3.3. Fahrnis, Reliquien und Sammlungen

4. Musik an geistlichen Höfen/Der geistliche Musenhof

Samstag, 21. Februar

SEKTION II: REGIONEN

1. Regensburg: Die Hofhaltung und Repräsentanz geistlicher Fürsten am Immerwährenden Reicstag

2. Rom: Kardinalshaushalte und Adelspaläste in Rom; Domherrenhöfe

3. Die Schönbornhöfe: Karrieresprungbrett für geistliche Eliten

4. Die Bischofshöfe von Brixen und Trient: Reichskirche zwischen habsburgischer und italienischer Einfluß-  nahme

5. Gefährdete geistliche Höfe in Nordeuropa

6. Geistliche Höfe an der konfessionellen Grenze (Osnabrück)

7. Geistliche Höfe in Osteuropa (Ungarn, Böhmen, Schlesien, Polen)

8. Stadt und Hof an regionalen Beispielen (z.B. Paderborn, Bamberg, Konstanz, Regensburg)

Sonntag, 22. Februar

SEKTION III: Salzburg

1. Matthäus Lang und der Salzburger Bischofshof

2. Bau und Ausstattung der Salzburger Residenz zur Zeit Wolf Dietrichs

3. Die erzbischöflichen Sammlungen

4. Personelle Ausstattung, innere Verwaltung

5. Altemps

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13. Symposium des Mediävistenverbandes

„Farbiges Mittelalter“?!

Farbe als Materie, Zeichen und Projektion in der Welt des Mittelalters

Bamberg, 2. bis 5. März 2009

 

Kontaktadresse:           Prof. Dr. Ingrid Bennewitz

Universität Bamberg

Lehrstuhl für deutsche Philologie des Mittelalters

D-96045 Bamberg

E-Mail: mvb-symp@uni-bamberg.de

 

Farbig – das ist wohl das letzte Attribut, das die öffentliche Einschätzung dem angeblich doch so finsteren Mit-telalter zu attestieren gewillt wäre. Und dennoch: Farbe(n) bestimmen in wesentlicher Form den mittelalter-lichen Alltag und insbesondere den künstlerischen Gestaltungswillen seiner kulturellen Eliten. Das Spektrum reicht von der prachtvollen Ornamentik und farbigen Ausstattung geistlicher und weltlicher Repräsen-tationsbauten über die üppig verzierten Miniaturen und Buchmalereien schon der Reichenauer Buchkunst bis hinzu den kostbaren gefärbten Stoffen, die von den mittelalterlichen Autoren begeistert und ausführlich in ihren Werken geschildert werden und für die Kleidung der adeligen und klerikalen Oberschicht ebenso Verwendung fanden wie für die Ausstattung von Wohnstätten und Altären. Die Herstellung von Farben, der Farbstoffhandel und die Organisation des Färbergewerbes in den Städten spiegeln wesentliche Stationen der Entwicklung des Handels im europäischen Spätmittelalter. – Die mittelalterliche Humoralpathologie ist ohne Bezug auf die mit-telalterliche Farbenlehre nicht denkbar, wie auch die Farbenallegorese seit jeher einen wichtigen Gegenstand der mittelalterlichen Bedeutungsforschung darstellt. Das Wissen um den allegorischen Gehalt von Farben fand da-rüber hinaus jenseits der theologisch-wissenschaftlichen Diskurse vom Mittelalter bis in die Neuzeit Zugang in das öffentliche Bewußtsein. Farben und Ornamentik transportieren durch ihre Verwendung für Wappen, Waf-fen, Ausrüstung und Kleidung genealogisches Wissen und weisen ihre Träger als Repräsentanten dynastischer und politischer Bindungen aus; Farben dienen durch Ausschließungsverbote oder Zwangsverordnungen aber auch zur hierarchischen Strukturierung der Gesellschaft sowie zur Stigmatisierung von Randgruppen und Außenseitern. Die Ausdifferenzierung des Farbwortschatzes in den mittelalterlichen (Volks-)Sprachen verweist auf neue Wahrnehmungsmöglichkeiten und Benennungsbedürfnisse. Farben spielen darüber hinaus eine zentrale Rolle in der mittelalterlichen Literatur ebenso wie für die mittelalterliche Rhetorik („colores rhetorici“).

Farbe – „color“ – bestimmt aber auch Musik und Musiktheorie des Mittelalters, sei es in den Notationssystemen der ars nova oder aber in den Verzierungen des musikalischen Satzes. Die Frage nach Materialität und Funktio-nalität von Farben im Mittelalter ist zugleich nicht abzulösen von rezeptionsgeschichtlichen Aspekten. Dies betrifft die neuzeitliche Erwartungshaltung gegenüber mittelalterlicher Kunst und speziell Baudenkmälern eben-so wie die grundsätzliche Wahrnehmung des Mittelalters als „finstere Zeit“. Der Mediävistenverband wird sich beim 13. Symposium seinem Thema wiederum interdisziplinär widmen. Die Beiträge sollen zu einer fächer-übergreifenden Diskussion motivieren. Die folgenden Stichworte verstehen sich als Denkanstöße und Anregungen. Dementsprechend können durchaus Themen behandelt werden, die über die angeführten Aspekte hinausgehen.

 

1. Terminologien

- Farbwörter in den Sprachen des Mittelalters

- „color“ in Musik und Rhetorik

- inter- und intrakulturelle Differenzierungen

- Farbe in mentalitäts- und emotionsgeschichtlichen Kontexten

2. Repräsentationen und Imaginationen

- Farben in repräsentativen und dynastisch-genealogischen Kontexten (Wappen, Waffen, Ausrüstung, Kleidung)

- Theologisch-philosophische Diskurse („Theologie des Lichts“, Eckharts „Seelenfunke“), „Lichtmetaphysik“,              Farbe in der Visions- und Frömmigkeitsliteratur

- Optische Theorien und die Rezeption der griechischen und arabischen Quellen (Avicenna, R. Bacon, etc.)

- „Farbige Texte“: die Bedeutung von Farben in den Literaturen und ihrer Verschriftlichung

- Farbe im Kontext gesellschaftlicher Einbindungs- und Ausgrenzungsmechanismen

3. „Materialitäten“

- Erzeugung, Transport, Handel

- „Fundstücke“: Farbe in archäologischen Befunden

- Die Polychromie mittelalterlicher Architektur, Skulptur und Malerei

4. „Rezeptionsgeschichte(n)“

- „Farbige“ vs „finstere“ Mittelalter-Perspektiven in der Rezeption in Film, Presse und (neuen) Medien

- Das Mittelalter als „Antike“ der Rezeptionsgeschichte

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Tagung

Mythos Burg – Burg und Herrschaft

Wartburg bei Eisenach, 19. bis 22. März 2009

 

Kontaktadresse:           Dr. Birgit Friedel

Germanisches Nationalmuseum Nürnberg

Kartäusergasse 1

D-90402 Nürnberg

Tel. [D] 09 11 - 13 31-1 52

E-Mail: b.friedel@gnm.de

Dr. Sven Lüken

Deutsches Historisches Museum

Unter den Linden 2

D-10117 Berlin

Tel. [D] 0 30 - 2 03 04-3 00

E-Mail: lueken@dhm.de

 

Vom 19. bis 22. März 2009 findet auf der Wartburg bei Eisenach eine Tagung zu grundsätzlichen Fragen der Geschichte und Kulturgeschichte mitteleuropäischer Burgen in Kooperation mit der Wartburg-Gesellschaft statt.

Die Tagung steht im Zeichen der Vorbereitung zweier Ausstellungen, die das DHM und des GNM gemeinsam für das Jahr 2010 planen. Die Ausstellungen werden in Nürnberg und in Berlin parallel gezeigt. Dabei liegt der Schwerpunkt in Berlin unter dem Titel „Burg und Herrschaft“ auf dem historischen Kontext, während Nürnberg mit dem Überbegriff „Mythos Burg“ eher den kulturhistorischen Hintergrund beleuchtet.

Die Vorträge zur Jahrestagung sollten sich thematisch an den Begriffen „Burg und Herrschaft“ und „Mythos Burg“ orientieren. Die Themenkreise umfassen also generell die Mythologisierung der Burg sowie die Herr-schaftsbildung auf Burgen, aber auch konkretere Fragen wie beispielsweise Burg und Recht, kirchliche und klösterliche Burgen sowie die praktischeren Bereiche Vorratshaltung, Kochen, Ernährung und Entsorgung auf Burgen bis hin zu Innovationen und internationalen Verflechtungen. Dabei sind keine Einzelbefunde gefragt, sondern Überblicksthemen, die eigene Forschungsansätze beinhalten. Auch eine reine Zusammenfassung der bisherigen Literatur ist nicht gemeint, vielmehr sind durchaus neue Ansätze erwünscht.

Die anliegenden Themen sind teils konkrete Planungen (z.B. Bergfried), teil nur thematische Anregungen.

Die Dauer der Vorträge sollte 25-30 Min. nicht überschreiten. Die bis zum 30. Juni 2009 in schriftlicher Form vorliegenden Beiträge werden in einem wissenschaftlichen Beiband zum Ausstellungskatalog veröffentlicht oder können als Essays in den Ausstellungskatalog Eingang finden.


Mögliche Themen:

o Burg und Herrschaft – beherrschter Raum und Herrschaftsanspruch

o Burg und Recht allgemein

o Burgen Heinrichs I.

o Eine Burg – ein Herr? Die Burg als Kapitalanlage

o Rechtsprechung in der Burg

o Burgen der frühmittelalterlichen Klöster

o Klosterburgen im östlichen Europa

o Bischofsburgen

o Der Mythos im Mittelalter - Minneallegorien in Literatur und Kunst

o Oswald von Wolkenstein

o Maximilian, der letzte Ritter

o Die große Burg im 10.-frühes 12. Jahrhundert

o Der Bergfried

o Die staufische Burg – eine Revision

o Hussitenkriege und Burgenbau

o Innovationen bei mittelalterlichen Geräten

o Internationale Verflechtungen im Burgenbau

o Turnier und ritterlicher Kampf

o Die andere Seite – das schwierige Leben auf der Burg (Hutten etc.)

o Belege für den Alltag auf Burgen im 11. und 12. Jh.

o Wasserversorgung und Entsorgung auf Burgen

o Heizung auf Burgen (m. bes. Berücksichtigung der Steinofen-Luftheizungen)

o Mittelalterliche Burgküchen, Kochen im Mittelalter

o Burgeninventare

o Mobiliar und Raumfunktionen

o Romantik oder Herrschaftsanspruch – Burgen-Renaissance zwischen 1870 und 1918

o Himmler und der Mythos des Grals

 



Kolloquiumsberichte

 

 

Kulturtransfer an deutschen Fürstenhöfen
des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit

 

Greifswald, 14.-15. März 2008

 

Auf Einladung des Greifswalder Historikers Karl-Heinz Spieß, des Göttinger Germanisten Udo Friedrich und des Mainzer Kunsthistorikers Matthias Müller (jeweils als Teilprojekt-leiter des interdisziplinären DFG-Forschungsvorhabens „Kulturtransfer an deutschen Fürsten-höfen des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit“) fanden sich am 14. und 15. März 2008 etwa 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einer Tagung im Konferenzsaal der Ernst-Moritz-Arndt-Universität zu Greifswald ein, die unter dem Titel „Kulturtransfer am Fürstenhof. Austauschprozesse in der höfischen Repräsentation des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Reichs“ firmierte. Geboten waren über zwei Tage hinweg zehn Vorträge aus den teilnehmenden Disziplinen Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte, in denen das Thema seit 2006 im Rahmen des DFG-Projekts vorangetrieben wird. Dabei können die unterschiedlichsten Emanationen des Kulturtransfers in Erscheinung treten: die „Bewegungen von Menschen“ ebenso wie der „Austausch materieller Objekte, ideeller Konzepte und kultureller Zeichensysteme“, wobei gerade „die deutschen Fürstenhöfe an der Schwelle vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit [...] aufgrund ihrer kulturellen und politischen Führungs-position im Alten Reich für vielfältige Transferprozesse geradezu prädestiniert“ waren. Karl-Heinz Spiess (Greifswald) nutzte in seinen einführenden Worten die Gelegenheit, die drei Teilprojekte an den Universitäten Göttingen (Germanistik), Greifswald (Geschichte) und Mainz (Kunstgeschichte) kurz vorzustellen.

Unter dem Leitgedanken einer allgemeinen Methodik des Kulturtransfers eröffneten die Münchner Kunsthistoriker Ulrich Pfisterer und Gabriele Wimböck den Reigen der Vor-träge mit „Il Parnasso travestito – Zur Kritik künstlerischer Konzepte in der frühen Neuzeit“. Einer der Ausgangspunkte ihrer Erörterungen war eine auf ihre Weise äußerst prägnante italienische Darstellung Homers, der sein Wasser in eine Brunnenschale abschlägt, aus der sich die minderen Geister laben. Damit war eine ebenso witzige wie provokante Bild-metapher für jenes kulturelle Gefälle gefunden, das Italien gegenüber den „Barbaren“ jenseits der Alpen immer wieder – durchaus auch zum Mißvergnügen der Betroffenen – zur Sprache zu bringen verstand. Zugleich war mit diesem Bild die Frage nach ironischen Brechungen im Prozeß des Kulturtransfers aufgeworfen, der damit ebenfalls als ein den Zeitgenossen bis-weilen durchaus bewußter Vorgang charakterisiert wurde. Die unterschiedlichen Vorstel-lungen dies- und jenseits der Alpen brachte – ausgehend von Tullio Lombardos mutmaß-lichem „Selbstbildnis mit Muse“ – vielleicht am treffendsten die Gegenüberstellung zweier Tafelbilder zur Anschauung, die beide einen Greis mit einer junger Frau wiedergeben: Im ersten Gemälde von der Hand des Venezianers Jacopo de’ Barbari konnte die Vorstellung eines gleichsam erotischen Verhältnisses eines älteren Mannes zu seiner Muse plausibel gemacht werden, während der Franke Lukas Cranach d.Ä. den Bildvorwurf unter dem mora-lisierenden Paradigmenwechsel des „Ungleichen Paares“ aufgriff, wobei interessanterweise eben beide Tafeln für Kurfürst Friedrich den Weisen geschaffen worden waren. Mit diesem und anderen Bildbeispielen verband sich auch die wiederholt auftretende Frage nach „visuellen Topoi“, deren Prägnanz und Wiedererkennbarkeit – gerade im hier gegebenen Zusammenhang des höfischen Kulturtransfers – zugleich die Möglichkeit der Wiederholung und Übertragung gewährleisteten. Bereits im Eröffnungsvortrag also lag einer der Schwer-punkte auf dem Schaffen der Maler de’ Barbari und Cranach, die den zwischenhöfischen Kulturtransfer gleichsam personifizieren: Der eine kam als Venezianer aus einem der Vororte der italienischen Renaissance und wurde an den bedeutendsten Höfen des Reiches nach-gerade herumgereicht, während der andere seine Werke am deutschen „Musenhof“ Friedrichs des Weisen von Sachsen in ständiger Auseinandersetzung mit italienischen und nieder-ländischen Einflüssen schuf. Somit waren einleitend mehrere Herangehensweisen an die im Programm formulierte „übergreifende Frage nach den kulturellen Normen fürstlicher Reprä-sentation“ skizziert, denen die meisten der folgenden Vorträge exemplarisch nachzugehen suchten.

Die germanistische Sektion – die aufgrund einer kurzfristigen Absage nur aus diesem Vor-trag bestand – eröffnete und moderierte der Leiter des Göttinger Teilprojekts „Insitutio-nalisierungs-, Verschriftungs- und Literarisierungsprozesse am pommerschen Fürstenhof im 15. und 16. Jahrhundert (1474−1560)“, Udo Friedrich. Unter dem Titel „,So hat er auch [...] seine Sachen in bessere Ordnung gepracht‘ – Verschriftungsprozesse am pommerschen Hof um 1500“ verfolgte Dörthe Buchhester (Göttingen) die Frage nach dem Import avancier-terer Verwaltungs- und Verschriftungsmethoden an die Stettiner Hofhaltung Bogislaws X., der als einer der bedeutendsten pommerschen Herzöge sein Land reorganisierte und modernisierte. Vor dem Hintergrund der Hofordnung von 1487 – deren Rationalisierungs-absichten letztlich auch in Personaleinsparung münden sollte – und von Hagen Kellers Definition der „pragmatischen Schriftlichkeit“ ging die Referentin den beiden Fragen nach, ob und wie stark eine Zunahme dieser Verschriftungstendenzen zu verzeichnen sei und von welchen Textsorten sie getragen wurde. Hier gelangte sie zu einer dreifachen Unterteilung von 1. Literatur im engeren Sinne, die namentlich die „Tragicomedia“ über Bogislaws Jerusa-lem-Reise 1497/98 einschloß, die aus der Feder des unterwegs in Italien angestellten Dr. Jo-hannes von Kitscher stammte; 2. Historiographie, zu der vor allem das Tagebuch eben dieser Reise von Martin Dalmer zu rechnen ist; und schließlich 3. das Ordnungsschrifttum im engeren Sinne von Handlungsanweisungen (Münzordnung, Jagdordnung etc.). Letztlich habe durch Werner von der Schulenburg tatsächlich ein Kulturtransfer stattgefunden, u.a. exem-plifiziert an der prunkvollen Hochzeit Bogislaws mit Anna von Polen 1491. Dabei habe man auf die Errungenschaften der Hofordnung des wohlhabenderen, größeren und besser organi-sierten Nachbarn Kurbrandenburg zurückgegriffen; zugleich sei das sich hieraus ergebende kulturelle Gefälle unverkennbar – auch wenn man sich in Stettin anders als in Berlin einen „Schlaftrunk“ für die Hofangestellten leistete. Exemplarisch wurden bereits in diesem Vor-trag mit „Hochzeit“ und „Reisen“ zwei wichtige Themenkreise des Kulturtransfers ange-sprochen, die auch fernerhin von Interesse sein sollten.

In die drei Vorträge der historischen Sektion führte Karl-Heinz Spiess ein. War die quantitative Dominanz der Kunstgeschichte – die aber wohl kaum gezielt angestrebt worden war – ohnehin schon unübersehbar, so wurde dies noch durch die Tatsache unterstrichen, daß auch die historischen Beiträge sämtlich im Themenbereich des Greifswalder Teilprojekts „Die Schatz- und Silberkammern der deutschen Reichsfürsten als ein Beispiel für Kultur-transfer im späten Mittelalter“ angesiedelt waren. So sprach Lucas Burkart (Luzern) unter dem Titel „Hofkultur, Stadtkultur, politische Kultur. Der Basler Münsterschatz um 1500“ über den Umgang mit Reliquien und Reliquiaren in der Reichsstadt und befragte ihn auf seine politische Aussagefähigkeit hin. Beginnend mit dem Heinrichskreuz, einer Stiftung Kaiser Heinrichs II. vom Beginn des 11. Jahrhunderts, wurden die wechselvollen Beziehungs-geflechte untersucht, die einzelne Reliquiare im Spannungsfeld zwischen Reichsstadt, Bischof und Kaisertum bei entsprechend differenziertem Einsatz gewinnen konnten. Am Beispiel der beiden Reliquiare des hl. Kaiserpaares Heinrich und Kunigunde, die 1347 von Stadt und Bischof feierlich eingeholt worden waren, vertrat Burkart die These, daß in diesem vermeintlichen Zeugnis der Eintracht aller drei Gewalten eher ein Dokument reichs-städtischen Selbstverständnisses gegenüber der episkopalen Machtposition zu sehen sei.

Auch der zweite Beitrag der historischen Sektion widmete sich der Schatzkunst und damit einem potentiellen Transfermedium, das zwischen dem höfischen und dem kirchlichen Bereich vermittelt konnte wie kaum ein anderes. Im Zentrum des Vortrags von Carola Fey (Gießen) standen „Fürstliche Kultinnovationen im Spiegel sakraler Schätze“, die sie an drei illustren Beispielen kenntlich zu machen suchte. Sie begann mit dem – vollständig verlorenen – Reliquienschatz des Ruprecht von der Pfalz für die Liebfrauenkirche in Neustadt a.d.W., da dessen bedeutendster Teil einer Schenkung König Ludwigs von Ungarn entstammte, der sich wiederum in seinem Stifterverhalten am französischen Königshaus orientierte. Auf diese Weise kam es zur Verehrung der in Deutschland sonst kaum anzutreffenden ungarischen Nationalheiligen Ladislaus, Stephan oder Emmerich. Zugleich könne diese Schenkung als Ausdruck des politischen Bündnisses Ruprechts und Ludwigs gegen das deutsche Königs-haus der Luxemburger gewertet werden. Als nächstes richtete sie den Blick auf ein Altarre-tabel, das sich in der Burgkapelle der Trausnitz ob Landshut erhalten hat und das auf eine Stiftung Herzog Heinrichs des Reichen von Bayern von ca. 1425/30 zurückgeht. Bemerkens-wert sei hier die exakte, durch eine hinzugemalte Authentik bekräftigte Wiedergabe der hl. Lanze, die sich von der unmittelbar zuvor erfolgten ersten Weisung der Reichsheiltümer in Nürnberg herleiten lasse und die zugleich als Ausdruck der Praxis einer „quantifizierenden Frömmigkeit“ zu werten sei. Abschließend galt der Blick der umfangreichen Memorial-stiftung Herzog Ludwigs des Gebarteten in der Ingolstädter Marienkirche: Einen Kern des dort angesammelten Heiltums bildete eine Schenkung des französischen Königshofs, dem seine Gattin entstammte, und bestand aus kostbaren Partikeln der Dornenkrone und des Kreu-zes Christi. Obwohl in aufwendigen Reliquiaren geborgen, ist keinerlei öffentliche Weisung überliefert, so daß – neben der sakralen Fundierung einer Grablege – auch die Übernahme einer gleichsam privaten Reliquienkultur des europäischen Hochadels gesprochen werden könne.

Ute Kümmel (Greifswald) führte schon im Titel ihres Vortrags – „Heirat, Reise, Beute. Zum Problem des Kulturtransfers anhand von spätmittelalterlichen Fürstenschätzen“ – erneut die Schatzkunst ins Feld, hier auch mit dem Anspruch, den Kulturtransfer in einem idealen Prozedere (Ausgangskultur – vermittelnde Instanz – Zielkultur) auf die Hauptbereiche ihres Vortrags zu projizieren. Auch hier freilich zeigte sich, daß angesichts der meist verlorenen Schätze oder von Beschreibungen durch unkundige Hand dieser ideale Dreisprung nirgends innerhalb ein und derselben Beispielgruppe exemplarisch nachzuvollziehen ist, sondern daß jeweils mit Analogiebeweisen verfahren werden muß. Als impulsgebend stellte sie die höfi-sche Festkultur heraus, wie an einigen illustren Beispielen – etwa die Heirat der Isabella von Bayern mit dem französischen König Karl VI. – anschaulich wurde. Maßgeblich waren hierbei – sofern archivalisch überliefert – vor allem die Aussteuern der Bräute sowie das Gefolge, das den Wechsel an den fremden Hof mitvollzog. Ferner boten fürstliche oder adelige Reisende in ihren Beschreibungen immer wieder Schilderungen von Neuem und Fremdartigen. Immer wieder trat Venedig dabei als beliebter Ort von Zusammenkünften in Erscheinung, zugleich auch als ein zentraler Umschlagplatz für exotische Handelsware und Vorort einer weltberühmten Glasproduktion, wie sie etwa Pfalzgraf Ottheinrich im Jahre 1521 besichtigte. Das Phänomen exotischer Beutestücke trat naturgemäß vor allem seit der Entdeckung der Neuen Welt in Erscheinung, greifbar etwa im Inventar und etlichen erhal-tenen Exotica, die Margarethe von Österreich in ihrer Brüsseler Bibliothek als Trophäen ausgestellt hatte.

Einen Höhepunkt bildete der Abendvortrag von Birgit Franke und Barbara Welzel (Dortmund). Da mit dem entfallenen germanistischen Beitrag zu den Gedächtnisprojekten Kaiser Maximilians dieses Thema am wichtigsten deutschen Hof um 1500 nicht mehr ver-treten war, bot ihr Vortrag über „Morisken für den Kaiser: Kulturtransfer?“, der sich mit der Herleitung und Ikonographie des berühmten Innsbrucker „Goldenen Dachls“ befaßte, die Kompensation für diese Lücke. Ausgehend von den hervorstechendsten Merkmalen dieser Zierarchitektur – den Reliefs mit den grotesken Morisken-Tänzern, dem vergoldeten Schleppdach und dem Bauwerk als Ziel einer langen Blickachse – vertraten die Kunst-historikerinnen anhand verschiedener Vergleichsbeispiele aus der spätmittelalterlichen Reise-literatur die These, daß der Kaiser hier bewußt auf die Narrationsschemata des Fremdländi-schen und Außerordentlichen zurückgriff, um so sich und sein Kunstwerk als einen „Erinne-rungsort“ des europäischen Spätmittelalters gleichsam selbst in die künftige Reise- und Mirabilienliteratur einzuschreiben. Das breite Panorama, das sich als Hintergrund dieses soli-tären Kunstwerks aufspannt, wurde ferner durch die von Maximilian intensiv gepflegten höfi-schen Maskenspiele („Mummereyen“), schließlich auch durch das europäische Erbe der untergegangenen burgundischen Hofkultur erweitert.

Die eigentliche kunsthistorische Sektion begann nach einführenden Worten des Mitveranstalters Matthias Müller (Mainz), der das Teilprojekt „Fremdbilder – Selbstbilder: Kulturtransfer und Transkulturation als politisch-religiöser und ästhetischer Diskurs in höfi-schen Bildkonzepten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit im Alten Reich“ leitet, mit dem architekturgeschichtlichen Beitrag von Stephan Hoppe (Köln) zum Thema „Fürsten-höfe im Alten Reich als Zentren des Kulturtransfers: Beobachtungen und Bewertungen höfischer Austauschprozesse zu Beginn der Neuzeit aus kunsthistorischer Perspektive“. Nach den drei Kriterien „Funktionale Raumtypen“, „Kultur des Blickens“ und „Zeitgenössische Stilkonzepte“ untersuchte er eine Reihe herausragender Residenzbauten des deutschen Spätmittelalters und der Renaissance. Dabei stand vor allem der Raumtyp der „Tafelstube“ im Mittelpunkt des Interesses, deren Gestalt, Funktion und Lage von der Meissner Albrechts-burg über Heidelberg, Torgau, Neuburg a.d. Donau bis hin zur Münchner Residenz verfolgt wurde. Dabei wurden funktionale wie formale Entwicklungslinien benannt, die vor allem in Gestalt der immer wieder zu beobachtenden romanisierenden Formzitate um einen Ausblick in die spätmittelalterliche Malerei besonders der Niederlande ergänzt wurden, wobei gerade Jan van Eyck auch von spanisch-maurischen Eindrücken geprägt worden sei.

Für einen abgesagten Beitrag zum Einfluß der italienischen Renaissance auf die deutschen Höfe war kurzfristig – und themennah – Beate Böckem (Basel) mit einem Vortrag zu „,Contrafeter und Illuminist’ – Jacopo de’ Barbari in den Diensten Maximilians I.“ einge-sprungen, der sich damit dem ersten italienischen Maler an einem nordalpinen Hof widmete. Seine herausragende Bedeutung für die deutsche Frührenaissance wurde durch seine engen Bindungen an die wichtigsten Vororte des deutschen Humanismus an den Höfen von Kaiser Maximilian, Friedrich des Weisen und Margarethes von Österreich exemplifiziert, nicht zuletzt aber auch durch sein – künftig eingehender zu untersuchendes – Verhältnis zu Albrecht Dürer. Dabei legte eine Reihe von Vergleichen – namentlich die Christusbildnisse de’ Barbaris, Cranachs und Dürer standen hier im Blickpunkt – aber auch den umgekehrten Weg der Motivübernahmen und stilistischen Adaptionen nahe. Als bemerkenswert sei fest-gehalten, daß die intensive Quellenexegese noch immer biographische Details zu de’ Barbari zutage zu fördern vermochte: Er sei während seines Hofdienstes für Maximilian in Nürnberg beim Zeichnen eines Hirsches von diesem angegriffen worden.

Den gleichen Themenkreis beleuchtete unter anderer Akzentuierung abschließend Ruth Hansmann (Mainz), die unter dem Titel „,Schilderey von dem gutten maister andrea von mantua‘ für Kurfürst Friedrich den Weisen. Kulturtransfer in höfischen Bildkonzepten des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Reichs“ einen 1507 verfaßten Brief Friedrichs an Francesco Gonzaga in Mantua ins Zentrum stellte. Darin bat der Kurfürst um einen Bilder-tausch, bei dem er selbstbewußt gegen ein Gemälde des damals hochberühmten Andrea Man-tegna eines anbot, das womöglich sogar noch kostbarer hätte sein sollen. Daran knüpften sich unter anderem die Fragen nach den Vorstellungen einer Kunstpatronanz als Bestandteil herrscherlicher Repräsentation; weiterhin nach den Vorbildern für einen solch kompetitiven Umgang mit der eigenen höfischen Kunstproduktion; schließlich aber auch nach dem politischen Kontext eines so absichtsvollen Kulturtransfers. Interesse gewinnen diese Fragen vor dem Hintergrund, daß Friedrich der Weise 1507 zur Generalstatthalterschaft der habs-burgischen Niederlande gelangt war und damit begonnen hatte, Lukas Cranach d.Ä. als Hof-maler zu protegieren. Aus dieser Zeit resultierte letztlich die anhaltende Omnipräsenz Cra-nachs und seiner Werkstatt, nicht zuletzt aber auch die bisweilen kampagnenhaft anmutende Massenproduktion fürstlicher Bildnisse, denen immer stärker auch ausführliche historische und genealogische Texte und Wappen auf  den Tafeln selbst beigegeben wurden. Gewisse Parallelen zwischen der „Vermarktung“ Andrea Mantegnas und Lukas Cranachs durch ihre jeweiligen Höfe seien unverkennbar.

Mit dem Vortrag von Elke Anna Werner (Berlin) über „Medien des Kulturtransfers bei Lukas Cranach d.Ä.“ schloß sich der Kreis in mehrfacher Hinsicht, denn erneut stand Cranach in seinem Verhältnis zu Dürer und zu den beiden um 1500 prägenden Kulturkreisen Italiens und der Niederlande im Fokus. Während letzterer namentlich an eine Reise an den Habsburgerhof in Mecheln geknüpft sei, wie das Triptychon mit der hl. Sippe in Frankfurt zeige, sei bei seinen italianisierenden Werken eher der Einfluß Parmigianinos feststellbar, darüberhinaus eine Intellektualisierung der verbreiteten Motive der „Schlafenden Nymphe“ oder „Venus“ durch beigegebene lateinische Verse. Diese Kunstproduktion im Spannungs-feld höfischer Interessen und internationaler Kunstströmungen trat noch einmal am Beispiel von Cranachs  Kopie des „Weltgerichts“ von Hieronymus Bosch als einem mutmaßlichen diplomatischen Geschenk zutage. Qualität und Umfang der kurfürstlichen Kunstpatronage sollten letztlich die Gleichrangigkeit Friedrichs des Weisen mit dem Oberhaupt des Reiches, Kaiser Maximilian, implizieren.

Daß durch einige Absagen das dichte Programm ein wenig von seiner Gedrängtheit verloren hatte, gereichte den lebhaften, mitunter durchaus kontroversen Diskussionen nach den einzelnen Vorträgen sowie dem abschließenden, gemeinsamen Resumée durchaus nicht zum Nachteil. Schon in seinen Begrüßungsworten hatte Karl-Heinz Spieß eine Grundproblematik angedeutet, die die gesamte Tagung durchziehen sollte: Es sei schwer, das Phänomen „Kulturtransfer“ im einzelnen Fall schlüssig nachzuweisen oder gar einen Fürstenhof zu finden, an dem dieser beispielhaft erfolgt sei. Dies war – trotz der brauchbaren Begriffsdefinition nach H.-J. Lüsebrink und der in der Tagungsankündigung proponierten „Offenheit des Transferparadigmas“ – auch immer wieder an den unterschiedlichen Aspekten abzulesen, die dem Thema in den Vorträgen abgewonnen wurden. So tauchte in den an-schließenden Diskussionen der Beiträge wiederholt das Bedürfnis nach einer schärferen Kon-turierung des Begriffes „Kulturtransfer“ auf, da dessen Mittel und Funktionsweisen nicht immer mit der erforderlichen Präzision zutage traten und da das bloße Vorhandensein fremder Kulturphänomene an einem Hof noch nicht zwingend als Kulturtransfer zu bezeich-nen sei. Nicht nur aufgrund der absoluten Zahl von fünf Beiträgen aus der Kunstgeschichte, sondern auch durch die Tatsache, daß die drei historischen Referate im Bereich des Greifs-walder Teilprojekts zu den Schatz- und Silberkammern deutscher Reichsfürsten angesiedelt waren, ergab sich ein deutliches kunstwissenschaftliches Übergewicht, das auch wiederholt zur Sprache gebracht wurde. Darüberhinaus wurde innerhalb dieses Bereiches eine stärkere Einbeziehung des Kunsthandwerks angemahnt, pars pro toto etwa der Tapisserie, die gemein-hin viel besser belegt sei als die Schatzkunst. Auch böten bereits vorgeprägte Stilcharakte-ristiken wie etwa die der „Internationalen Gotik“ ein weiteres Untersuchungsfeld. Nach-gefragt wurde ferner – gerade im Verhältnis der deutschen Höfe zu Italien – der wiederholt gefallene Begriff des „Kulturgefälles“, der z.T. wohl auf den Stereotypen einer renaissance- bzw. italienlastigen Kunstgeschichtsschreibung sowie auf dem Nationalstaatsdenken des 19. Jahrhunderts beruhe. Weitere Aspekte des spätmittelalterlichen Kulturtransfers ließen sich schlagwortartig in Fragestellungen nach seinen Spezifika an weiblichen Fürstenhöfen, nach seiner Qualität als Fortschrittsmetapher und nach seiner Selbstwahrnehmung im zeit-genössischen Kontext andeuten, die letztlich auch seine bewußte Ablehnung einschließen könne.

Daß am Ende eine Reihe offener Fragen blieb und manch neue hinzukamen, daß ferner auch nicht alle definitorischen Unklarheiten einer vollständigen Lösung zugeführt werden konnten, spricht keineswegs gegen den Ertrag der Tagung, da es erklärtes Ziel der Veran-stalter war, „Forschungsdesiderate zum Kulturtransfer im Alten Reich zu thematisieren“ und damit einen Querschnitt des Gesamtprojekts und seiner Teilbereiche zu bieten. Nach dem Hinweis auf weitere themennahe Tagungen in Schloß Salzau („Fürsten an der Zeitenwende zwischen Gruppenbild und Individualität. Formen fürstlicher Selbstdarstellung und ihre Rezeption [1450-1550]“, 27.-29. März) und Wien („Vorbild, Austausch, Konkurrenz. Höfe und Residenzen in der gegenseitigen Wahrnehmung“, 20.-24. September) bildete ein Ausflug der verbliebenen Teilnehmer zur nahen Klosterruine Eldena – durch mehrere Gemälde Caspar David Friedrichs eine Inkunabel der europäischen Romantik – den beschaulichen Ab-schluß einer intensiven und ertragreichen Tagung.

 

Thomas Schauerte,Trier*

 

 

Fürsten an der Zeitenwende zwischen Gruppenbild und Individualität
Formen fürstlicher Selbstdarstellung und ihre Rezeption (1450-1550)

 

Schloß Salzau, 27.-29. März 2008

 

Die von Oliver Auge, Ralf-Gunnar Werlich (beide Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald) und Gabriel Zeilinger (Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) gemeinsam organisierte Tagung befaßte sich auf verschiedenen Ebenen mit ‚Fürstenbildern‘ der Zeit zwischen der Mitte des 15. und der Mitte des 16. Jahrhunderts: zum einen mit den im weitesten Sinne politikgeschichtlichen ‚Bildern‘ fürstlichen Handelns, den zugrundeliegenden Strategien, Spielräumen und Grenzen; zum anderen mit den zeitgenössisch propagierten und auch materiell gestalteten ‚Bildern‘ fürst-licher Macht; zum dritten mit den historiographisch erzeugten modernen ‚Bildern‘ von Fürstenpersönlichkeiten. Im Mittelpunkt stand mithin die dreifache Konstruktion fürstlicher Existenz am Ende des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit, in einem Zeitraum, der viel-leicht am besten mit dem in Deutschland freilich vor allem kulturgeschichtlich gebrauchten Begriff ‚Renaissance‘ umschrieben werden kann. Die Vorträge konzentrierten sich auf das Heilige Römische Reich; daß dabei geistliche Reichsfürsten nicht eigens thematisiert wurden, lag weniger am Willen der Veranstalter als an den Unwägbarkeiten der Tagungsorganisation.

Das angesprochene Jahrhundert der Reichsgeschichte ließe sich im Sinne Peter Moraws durch den Begriff der „gestalteten Verdichtung“ charakterisieren: der Dualismus zwischen Kaiser und Reich wie zwischen Fürsten und Landständen, die Reichsreformprojekte und der Ausbau territorialer Verwaltungen, Verwerfungen, Konflikte und ‚Systembildungen‘ inner-halb des Reichsverbandes vom Süddeutschen Städtekrieg (1449/50) bis zum Schmalkal-dischen Krieg (1546/47) und die Reformation wären einige wichtige Stichworte. Aber auch ein medialer Umbruch ist dieser Zeit zugeschrieben worden: Buchdruck, druckgraphische Verfahren, die Steigerung gerade der profanen Bildproduktion und die ‚Erfindung‘ oder zu-mindest Verbreitung des modernen Porträts, wenn nicht gar – in Anlehnung an Hans Belting – eine wichtige Stufe in der „Erfindung des Gemäldes“ schlechthin bezeichnen neue techni-sche und gestalterische Möglichkeiten, die zugleich an ästhetische Rückwirkungen gekoppelt waren. Und schließlich mag man auch einen ‚ideologischen‘ Wandel konstatieren, geprägt vom Humanismus mit der Betonung des Individuums auf der einen, der Entfaltung von An-sätzen transpersonalen Herrschafts- und Politikverständnisses auf der anderen Seite. In vieler-lei Hinsicht stehen Fürsten im Zentrum dieser von den Veranstaltern apostrophierten „Zeiten-wende“.

Die beiden ersten Sektionen („Fürstenbilder“ I und II) beschäftigten sich mit der Rezep-tion, der Medialität und den sozioökonomischen Bedingungen fürstlichen Handelns. Stephan Selzer (Halle) näherte sich dem Tagungsthema unter forschungsgeschichtlichen und metho-dischen Aspekten („Fürstenwandel an der Zeitenwende? Zugeschriebene Größe, Durch-schnittshandeln und gesuchter Nachruhm bei weltlichen Reichsfürsten um 1500“). Der älteren Forschung, die Fürsten in Zuschreibung historischer Größe tendenziell „territoria-lisiert, bürokratisiert, nationalisiert und entaristokratisiert“ habe, setzte er als methodische Forderung den inner- und zwischendynastischen Vergleich sowie die Analyse der Zusam-menhänge zwischen fürstlichem Handeln, zeitgenössischem Ansehen und späterer Rezeption entgegen. Birgit Studt (Freiburg) beschrieb unter dem Titel „Neue Fürsten – neue Ge-schichte? Zum Wandel höfischer Geschichtsschreibung“ Möglichkeiten historiographischer Fürstendarstellung im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert anhand dreier Parameter: zugrundeliegendes Modell (Dynastie und/oder Land als Orientierungsmuster), gewählte Form (Ausrichtung auf Herkommen bzw. Familie oder Individuum) und zugedachte Funktion (Panegyrik – Fürstenspiegel). Von „Fürstenlob und Fürstenkritik durch die Zeitgenossen“ handelte Reinhardt Butz (Dresden). Er ging dabei auch auf den institutionellen, personellen und organisatorischen Rahmen fürstlicher Herrschaft unter Einbeziehung theoretischer Über-legungen zum Fürstenhof ein. Aus kunsthistorischer Perspektive beschäftigte sich Matthias Müller (Mainz) mit der „Individualität in Fürstenporträts der Zeit“, indem er den ‚realistisch‘ anmutenden Duktus fürstlicher Bildnisse hinterfragte: Porträts von Lucas Cranach d.Ä. und anderen seien vornehmlich typologisch gestaltet, gerade die (scheinbar) individuellen Physiognomien seien Produkt der Stilisierung und Formalisierung. Einem anderen Medium wandte sich Harm von Seggern (Kiel) zu, dessen Vortrag „Neue Formen fürstlicher Propaganda“ sich mit Gebrauch und Funktion gedruckter Urkunden in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts befaßte. Sein Fazit: Der Einsatz des Buchdrucks zur Verbreitung von Mandaten, Ausschreiben und ähnlichen Stücken sei eine Fortsetzung der zunehmenden Verschriftlichung administrativer Vorgänge während des Spätmittelalters; bis weit in die frühe Neuzeit sei damit im Bereich der Verwaltung die handschriftliche Vervielfältigung keineswegs ersetzt, sondern ergänzt worden. Ralf-Gunnar Werlich (Greifswald) beschrieb an konkreten Beispielen Formen, Funktionen und Instrumentalisierung fürstlicher Wappen („Altes Medium in neuer Zeit: Beobachtungen zum Wandel reichsfürstlicher heraldischer Präsentation zwischen 1450 und 1550“). Dabei schrieb er dem Nordosten des Reiches für das 15. Jahrhundert ein besonderes Innovationspotential zu. Heinz Krieg (Freiburg) lenkte den Blick auf die ritterliche Stilisierung biographischer Konzepte („Ein neues Rittertum? Ritter-lich-höfische Kultur um 1500“). Im Vordergrund stand dabei das ‚Ruhmeswerk‘ Kaiser Maximilians. „Die Kosten des Prestiges: Fürstliche Haushalte um 1500“ behandelte Matthias Steinbrink (München). Zur Sprache kamen die Geldquellen (Domänen, ‚Steuern‘, Verschul-dung), die Ausgaben (insbesondere für den Hof) und die fürstlichen und landständischen Versuche zu ihrer Begrenzung, schließlich die Umsetzung in fürstliches Prestige, die sich vor allem am jeweiligen Vergleich mit anderen Dynastien und Höfen orientiert habe.

Die zweite Hälfte der Tagung wandte sich in weitgehend chronologischer Reihenfolge einzelnen Fürsten zu; aus dieser Perspektive wurden zahlreiche Themen der ersten Hälfte erneut aufgegriffen. Die dritte und vierte Sektion („Mit oder gegen den Kaiser – Alternativen fürstlicher Politik im 15. Jahrhundert“ und „Größere Macht – größere Herrschaft?“) betrafen zunächst die vorreformatorische Zeit. Jörg Schwarz (Freiburg) analysierte Agieren und Interessen Friedrichs des Siegreichen von der Pfalz (1425-1476) vor allem anhand des Regensburger ‚Christentages‘ von 1471. Die Politik des Wittelsbachers habe auf Konzepten zwischen Konfrontation (Konflikte mit Kaiser und Reich), Kooperation (Wirken als kaiser-licher ‚Kommissar‘) und Kompensation (‚Mäzenatentum‘) beruht. Mit Albrecht Achilles von Brandenburg (1414–1486) entwarf Gabriel Zeilinger (Kiel) ein Gegen-, in gewissem Sinne aber auch ein Spiegelbild: Konfrontation, Kooperation und legitimierende Kompensation mischten sich hier in anderer Weise, nicht nur weil der Hohenzoller sozusagen der entgegen-gesetzte ‚Systemführer‘ war und damit Partner wie Gegner im Vergleich zum Pfälzer wechseln mußten, sondern auch weil Koalitionen, Fürsteneinung und Reichsdienst die zentralen Instrumente der Politik Albrechts darstellten. Davon ausgehend zeichnete der Referent die zeitgenössische Wahrnehmung des Markgrafen sowie seine Behandlung in der Historiographie nach, zumal in der borussischen des 19. Jahrhunderts. Ausgangspunkt des Vortrages von Oliver Auge (Greifswald) war der Umstand, daß sowohl Herzog Magnus II. von Mecklenburg (1441-1503) als auch Herzog Bogislaw X. von Pommern (1454-1523) unmittelbar nach ihrem Tod mit dem Epitheton pater patriae bedacht wurden („Der Fürst als pater patriae – Fürstliche Selbstdarstellung im Nordosten des Reichs um 1500“). Er erklärte dies mit dem Rückgriff auf zwei Diskurse: zum einen um Ethos und Stellung des Fürsten, gegründet im höfischen Humanismus und im Römischen Recht, zum anderen um das ‚Land‘, das um 1500 im humanistischen Sinne zur patria umgedeutet worden sei und zeitgleich eine administrative, wirtschaftliche, rechtliche und kulturelle Verdichtung und Vereinheitlichung erfahren habe. Stefan Lang (Tübingen) präsentierte verschiedene Aspekte der Biographie, der Politik und der Herrschaftspraxis sowie der Deutung des württembergischen Grafen und Herzogs Eberhard im Bart (1445-1496).

Die beiden abschließenden Sektionen widmeten sich markanten Erscheinungen unter den Fürsten der Reformationszeit („Eigene Wege im Reich? Reichspolitik und Reformation“ I und II). Den Anfang machte der Wettiner Friedrich der Weise (1463-1525), dessen Münzpolitik Sina Westphal (Kiel) beleuchtete. Vor allem die in Nürnberg zahlreich ge-prägten Schau- und Kursmünzen hätten der Repräsentation des Kurfürsten gedient und kon-krete politische Inhalte propagiert. Eva Schlotheuber (Münster) war es vorbehalten, während der Tagung die einzige Fürstin ausgiebiger vorzustellen: Am Beispiel der Elisabeth von Braunschweig-Calenberg (1510-1558) ging sie der Frage nach, auf welche Weise eine Frau diese Rolle habe ausfüllen können („Wenn wir dermal rechnung von unser hausshaltung fur Gott thun sollen. Die Kirchen-, Gerichts- und Verwaltungsreform der Elisabeth von Calenberg“). Dabei griff sie unter anderem auf deren Instruktionen für ihren Sohn Erich II. zurück. Andreas Rüther (Gießen) interpretierte das oftmals als vieldeutig und inkonsequent angesehene politische Handeln Philipps des Großmütigen von Hessen (1504-1567) unter den Aspekten „Familiensinn“, „Glaubensfrage“ und „Machtprobe“. Konstante Orientierung habe Philipp in den drei Gruppen Verwandtschaft, Fürstenstand und protestantische Bekenntnis-gemeinschaft gefunden. Einem weiteren Wettiner, Moritz von Sachsen (1521-1553), wandte sich Harriet Rudolph (Trier) zu. Ihr Vortrag beschäftigte sich mit der Frage, welches Bild Moritz von Sachsen selbst und seine Nachfolger von diesem ersten albertinischen Kurfürsten und Hercules Saxonicus entwarfen, welche visuellen Vermittlungsstrategien dabei zur Anwendung kamen und auf welche ‚Öffentlichkeiten‘ diese jeweils ausgerichtet waren. Den Schlußpunkt setzte die Zusammenfassung von Jan Hirschbiegel (Kiel), der die exemplarischen Bilder individueller Fürsten aus der Perspektive der Hofforschung sozusagen noch einmal strukturell einfing. Unter anderem wies er auf soziale Rahmenbedingungen und höfische Strukturen, auf die zentrale Stellung des Fürsten innerhalb des Hofes und auf die zwischenhöfische Konkurrenz hin.

Die Zusammenführung struktureller und biographischer Aspekte zeichnete die Tagung insgesamt aus. Beide Ansätze sollten nicht als Gegensatz begriffen werden, sondern als kom-plementäre Perspektiven, die jeweils andere Facetten sichtbar machen. In diesem Sinne ver-stellen Fürst und Hof auch nicht gegenseitig die Sicht aufeinander, sondern sind zwei Seiten derselben (methodischen) Medaille: Biographik und Hofforschung sollten sich ergänzen, sind im Idealfall eng miteinander verwoben. Reflektiert wird damit die Beschaffenheit des Phäno-mens selbst: Der Hof ist auf den Herrn ausgerichtet, dieser wiederum ist auf den Hof als politi-sches Instrument wie als sozialen und kulturellen Resonanzraum angewiesen (vgl. oben zu Jan Hirschbiegel und Reinhardt Butz).

Der nachwirkende Ertrag einer Tagung ergibt sich nicht zuletzt aus den Fragen, zu denen sie anregt. Aus Vorträgen und Diskussionsbeiträgen resultierten für den Berichterstatter meh-rere solcher Fragen, von denen nur einige kurz gestreift seien.

1. Wie lassen sich fürstliche Biographien beschreiben? Wichtiger als die abstrakte ‚Bedeu-tung‘ von Fürsten zu bestimmen erscheint es, konkrete fürstliche Handlungsspielräume zu ermessen, in denen sich strukturelle und individuelle Bedingungen verschränken. Eine trotz vieler Einzel- und Teilstudien in weiten Teilen noch zu erarbeitende Sozialgeschichte der Reichsfürsten muß das einzelne Exemplum vor dem Hintergrund der Gruppe beschreiben und damit einerseits zwischenfürstliche Beziehungen aufzeigen, andererseits inner- und zwi-schendynastische Vergleiche vornehmen (vgl. oben zu Stephan Selzer). Einzubeziehen sind auch die Bedingungen, denen das Handeln und das Rollenverhalten von Fürstinnen unterlag (vgl. oben zu Eva Schlotheuber).

2. Inwieweit sind individuelle Exempla verallgemeinerbar? Daß sich die Tagung auf pro-minente Fürstengestalten konzentrierte (besonders prägnant, wenn Vorträge einzelne Fürsten in den Mittelpunkt rückten, vgl. oben beispielsweise zu Jörg Schwarz, Gabriel Zeilinger und Andreas Rüther), war als gewählte Perspektive legitim, im Hinblick auf den wiederholt thematisierten historiographiegeschichtlichen Diskurs geboten und teilweise durch den For-schungsstand erzwungen. Gerade daraus resultiert aber die Frage, wie das fürstliche „Durch-schnittshandeln“ (Stephan Selzer) zu bestimmen ist, wie es um die vielen ‚kleinen‘, in der späteren Rezeption oftmals ‚unbedeutend‘ erscheinenden Fürsten bestellt war. Daß sie nach außen oft nicht oder nur bedingt politisch eigenständig handeln konnten, ist bekannt. Doch auch hier wäre nach individuellen Strategien im Verhältnis zu den ‚Systemführern‘ zu fragen, zudem nach den Möglichkeiten und Formen der Repräsentation, für die sich verschiedene Interpretationsmuster zwischen Imitation und Kompensation anböten, wobei stets auch der finanzielle Spielraum einzubeziehen wäre (vgl. oben zu Matthias Steinbrink). Diese und ähn-liche Fragen ergeben sich ebenso für die ‚großen‘ Reichsfürsten, sobald eine europäische Vergleichsebene gewählt wird.

3. Läßt sich die durch die Tagung thematisierte „Zeitenwende“ zwischen der Mitte des 15. und der Mitte des 16. Jahrhunderts als eigene ‚Epoche‘ charakterisieren? In diesem Fall wäre danach zu fragen, was dieses „Zeitalter der Fürsten“ (Gabriel Zeilinger) von der vorher-gehenden und der nachfolgenden Zeit unterschied. Die Referate haben – auch unter Auf-greifung vieler der eingangs angeführten Stichworte zur Forschung – zahlreiche Charak-teristika fürstlichen Handelns in dieser Zeit herausgearbeitet. So hat die Tagung wichtige Beiträge zu der Frage geliefert, ob die von Teilen der Forschung herausgestellte Häufung ‚bedeutender‘ Fürstenpersönlichkeiten in den Jahrzehnten um 1500 Kennzeichen einer Ära Ergebnis neuer, in der Rezeption lange nachwirkender Repräsentationsstrategien oder über-haupt Produkt der Historiographie (insbesondere des 19. und 20. Jahrhunderts) ist – eine umfassende Antwort war in diesem Rahmen nicht zu erbringen. Als fruchtbar erwies sich die Veranstaltung auch hinsichtlich der notwendigen Relativierung der traditionellen Epochengrenze zwischen Mittel-alter und Neuzeit.

4. Welche Rolle spielen mediale Entwicklungen für die fürstliche Selbst- und Fremd-darstellung? Zeitgenössische wie moderne ‚Fürstenbilder‘ hängen unmittelbar von der um die Mitte des 15. Jahrhunderts langsam einsetzenden und bis weit ins 16. Jahrhundert reichenden ‚Medienrevolution‘ ab, auch wenn diese sich zweifellos nicht auf alle Bereiche gleicher-maßen ausgewirkt hat (vgl. oben zu Harm von Seggern). Viele Vorträge haben aber auch gezeigt, daß der mit diesem Schlagwort angedeutete Vorgang sowieso nicht auf Buchdruck und Druckgraphik reduziert werden kann. Vielmehr wurden ‚alte‘ Medien herrscherlicher und fürstlicher Repräsentation (etwa Historiographie, Wappen, Münzen) nicht nur weiter genutzt, sondern mit neuen Funktionen und Bedeutungen aufgeladen (vgl. oben beispiels-weise zu Birgit Studt, Ralf-Gunnar Werlich und Sina Westphal). Neben der Umformung der Diskurse um das Idealbild des Fürsten durch den Humanismus (vgl. oben zu Oliver Auge) sind auch diskursive Kontinuitäten – vielleicht eher als immer neue ‚Renaissancen‘? – in der ritterlichen Prägung höfischer Kultur festzustellen (vgl. oben zu Heinz Krieg). Bedenkens-wert ist außerdem, daß sich die ‚neuen‘ Medien zuweilen einer allzu modernen Betrachtungs-weise entziehen könnten (vgl. oben zu Matthias Müller). Insgesamt zeichnete die Tagung ein differenziertes Bild der medialen Formung fürstlicher Existenz, die sich stets aus der Verbin-dung mit Adressaten und Rezipienten und damit aus dem Kontext unterschiedlich struktu-rierter ‚Öffentlichkeiten‘ ergab (vgl. oben zu Harriet Rudolph).

All dies sind Fragen, die im Rahmen der seit längerem ‚wiederentdeckten‘ politischen Geschichte behandelt werden und weitere Aufmerksamkeit verdienen. Die Salzauer Tagung hat dazu wichtige Bausteine geliefert. So steht zu hoffen, daß die Publikation des angekün-digten Tagungsbandes nicht lange auf sich warten läßt.

 

Sven Rabeler, Kiel*

 

 

Zwischen Zeremoniell und Zerstreuung – Adel am Münchener Hof

 

München, 11. April 2008

 

Fürstenhöfe und ihre adeligen Vertreter rücken inzwischen wieder vermehrt ins Zentrum des historischen und kunsthistorischen Interesses. Verschiedene Gruppen oder Einzelakteure an Fürstenhöfen werden ebenso in den Blick genommen wie Aspekte der Adelskultur. Aus-gangspunkt des Kolloquiums war die Grundannahme, daß am Hof soziales Handeln und Kommunikation in einem starken Wechselverhältnis zueinander stehen. Der interdisziplinäre Blick war vornehmlich auf den Münchner Hof im 17. und 18. Jahrhundert gerichtet. Vorträge zu anderen Höfen ermöglichten vergleichende Perspektiven.

Nach einer Begrüßung durch Ferdinand Kramer (München) und einer inhaltlichen Ein-führung durch Britta Kägler (München) eröffnete Gritt Brosowski (Göttingen) das Kol-loquium mit ihrem Vortrag „Am Rande des Fürstentums: Die Witwensitze der Elisabeth von Dänemark in Braunschweig-Wolfenbüttel (1613-1626)“. Sie betonte darin, daß hochadelige Frauen in der Frühen Neuzeit einen legitimen Zugang zu Herrschaft hatten, dieses Feld der legitimen Herrschaftsausübung von Frauen mit Ende des Alten Reiches in den meisten Terri-torien jedoch verschwand. Der Ausschluß von Frauen des Hochadels vom politischen Han-deln erweist sich damit als ein Konstrukt der Geschichtswissenschaft. Ein prinzipieller Herr-schaftsausschluß von Frauen existierte nicht, wohl aber eine Rangfolge der Geschlechter. Am Beispiel der Witwenschaft Elisabeths von Dänemark (1573-1626, verwitwet ab 1613) zeigte Brosowski exemplarisch, daß fürstliche Witwen sich keineswegs immer dem Zwang männ-licher Verwandtschaft oder dem Diktat der im Heiratsvertrag festgelegten Witwenversorgung beugen mußten. So hatte die Herzogin von ihrem Ehemann immer wieder Legate und Geld-geschenke erhalten. Diese durchaus üblichen Aufstockungen ihres Vermögens können als Indikatoren für einen positiven Eheverlauf gewertet werden und führten dazu, daß Elisabeths Güter im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel ein wesentlich größeres Gebiet umfaßten, als die ihr anfangs im Heiratsvertrag eingeräumten Häuser Schöningen und Jerxheim. Nach einer detaillierten Analyse der finanziellen Situation der verwitweten Herzogin folgerte Brosowski, daß adlige Frauen ihre Witwenversorgung weit selbständiger und aktiver gestal-ten konnten als häufig angenommen. Auch wenn zahlreiche Witwensitze an der Peripherie eines Territoriums lagen, spiegelte diese räumliche Verortung doch nicht zwangsläufig eine soziale Ausgrenzung der Witwen wider.

Britta Kägler (München) untersuchte in ihrem Vortrag „Welten prallen aufeinander. Das italienische Gefolge der Kurfürstin Henriette Adelaide am Münchner Hof (1651-1676)“ am Beispiel der aus Turin stammenden bayerischen Kurfürstin Fragen des Kulturaustausches und kultureller Mißverständnisse, die sich durch die Vereinigung des italienischen Gefolges der Kurfürstin mit dem bayerischen Hof in München v.a. im zeremoniellen Bereich ergaben.

Bei ihrer Eheschließung mit Kurfürst Ferdinand Maria (1636-1676) wurde Henriette Ade-laide nicht nur von einem vergleichsweise großen italienischen Gefolge von Turin nach Bayern begleitet, sondern Teile ihres Gefolges verblieben am Münchner Hof. Kägler expli-zierte, daß dies bald zu Konflikten führte, da in Turin im Vergleich zu Kurbayern ein weniger strenges Zeremoniell galt und bereits die Anrede Henriette Adelaides Probleme verursachte. War die Kurfürstin selbst in derartige zeremonielle Konflikte involviert, fand man grund-sätzlich eine moderate Lösung. Ein Umstand, der jedoch nicht für ihr Gefolge galt, wie die Referentin veranschaulichte. Das italienische Gefolge blieb für längere Zeit ein Fremdkörper in München, da es gerade zu Beginn v.a. aus Italienerinnen bestand, die in Bayern dauerhaft als „Fremde“ wahrgenommen wurden. Hinsichtlich der Assimilation an den kurbayerischen Hof wies Britta Kägler auf das Schwanken zwischen Anpassung und Beibehaltung von Ge-wohnheiten hin. So sei um die Frage nach der Nationalität des Koches ein großer Streit entbrannt und auch die unterschiedlichen Jagdgewohnheiten machten sich bemerkbar. Nicht alle diese Konflikte konnten gelöst werden. Allerdings, so das Resümee der Referentin, öffnete sich auch der bayerische Hof italienischen Bräuchen. Trotz enger Kontakte der euro-päischen Dynastien untereinander, insbesondere durch vielfache Heiratsverbindungen, waren kulturelle Mißverständnisse bei deren realer Umsetzung vorprogrammiert und sie betrafen nicht allein die zukünftigen Eheleute. Kägler verdeutlichte, daß bei über den deutsch-sprachigen Raum hinausgehenden Eheschließungen die anschließenden Konflikte um so ausgeprägter waren. Die Referentin wies abschließend darauf hin, daß die vielfältigen Proble-me mit dem italienischen Gefolge der Kurfürstin Henriette Adelaide den kurbayerischen Hof dazu veranlaßten, bei der späteren Eheschließung Max Emanuels (1662-1726) mit Therese Kunigunde (1676-1730) nur noch ein kleines, die Braut begleitendes polnisches Gefolge zu gestatten. In der anschließenden Diskussion führte Britta Kägler u.a. aus, daß es in München auch Überlegungen gab, der Braut gar kein dauerhaft anwesendes Gefolge aus ihrem Hei-matland mehr zuzugestehen und darüber hinaus die Hofordnung dem ausländischen Gefolge häufiger verlesen wurde. Als weiteren Kernpunkt der Konflikte benannte die Referentin zudem das Sprachproblem und beleuchtete näher die vom Kurfürsten und der Kurfürstin-Mutter vorgebrachte Forderung, daß das italienische Gefolge deutsch zu lernen hätte.

Den Blick auf die dynastischen Beziehungen zwischen den beiden Habsburger Monar-chien und die damit verbundenen spanischen Einflüsse am kaiserlichen Hof lenkte Bianca Lindorfer (Florenz) in ihrem Vortrag über „Adel und Kulturtransfer im 17. Jahrhundert am Beispiel spanischer Einflüsse am Kaiserhof“. Lindorfer verwies zunächst auf die deutlichen Spuren, welche die Verbindung der Habsburger mit den Spaniern in Wien hinterlassen hätten, und hob die Bedeutung der spanischen Sprache, des spanischen Theaters etc. am Wiener Hof hervor.

Für ihren Vortrag erläuterte Lindorfer das Konzept des Kulturtransfers, betonte die Bedeu-tung von Austauschprozessen als Grundlage für jede Kultur und hinterfragte die Rolle der aristokratischen Netzwerke im Hinblick auf ihren Transferbeitrag von Spanien nach Öster-reich über Familienbeziehungen, Reisen und diplomatische Kontakte. Dabei führte Lindorfer am Beispiel des Gemälde- und Büchererwerbs Ferdinand Bonaventura Harrachs (1637-1706, weilte von 1673-1676 als Gesandter Leopold I. in Madrid) aus, daß nicht nur in Spanien pro-duzierte Güter, sondern auch alle über Spanien als Mittlerinstanz laufenden Waren einem Transferprozeß unterlagen. Die Referentin charakterisierte die Aristokratie als treibende Kraft im Kulturtransfer, da der Adel mit seinem Wunsch nach Distinktion und der Konkurrenz untereinander ein wesentlicher Impulsgeber u.a. beim Erwerb von Luxusgütern war. Bianca Lindorfer entfaltete ihre Überlegungen am Beispiel der Schokolade und deren Einführung in Wien. Die Schokolade – im 16. Jahrhundert von Amerika nach Spanien gebracht und 1544 erstmals als Getränk am spanischen Hof serviert – wurde von dort aus zunächst als höfisches Luxusgut in Europa verbreitet und avancierte schließlich zu einem Modegetränk des Adels. In Wien begann das „Schokoladenzeitalter“ erst unter Karl VI. (1685-1740), d.h. Anfang des 18. Jahrhunderts.

Zunächst existierte in Wien kein professioneller Handel für Schokolade, erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts traten die ersten Schokoladestuben und die Zunft der Schokoladenma-cher in die Öffentlichkeit. Während des gesamten 17. Jahrhunderts war man auf den Transfer der Schokolade aus Spanien angewiesen, zumal die Spanier zu diesem Zeitpunkt noch den Amerikahandel dominierten. Lindorfer legte ausführlich dar, daß der Schokoladenkonsum in Wien v.a. durch die Diplomaten, die sich in Spanien aufhielten, aufrechterhalten wurde.

Die sich an den Vortrag anschließende Diskussion betonte u.a., daß der höfische Kultur-transfer nicht zwischen Spanien und Österreich, sondern zwischen deren Höfen erfolgte, d.h. mithin ein urbanes bzw. höfisches Phänomen war.

In ihrem Vortrag „‚Ich habe die gnad höchstselben die hand zu küssen …‘ Beziehungs-muster des Landadels zum Münchner Hof im 18. Jahrhundert am Beispiel des Freiherrn von Pemler (1718-1772)“ erkundete Barbara Kink (München) die Beziehungsgeflechte zwischen Zentrum und Peripherie. Freiherr von Pemler, ein Vertreter des landsässigen Adels (seit 1760 Hofmarksherr zu Hurlach, ab 1762 zu Leutstetten), konnte trotz seines Jurastudiums kein Hofamt erringen. Sein Alltag war daher, ohne Amt und ohne nennenswerte Geldmittel, vor-rangig von Muße und Freizeit geprägt. Die Beschäftigungen des Freiherrn bestanden aus Rei-sen zu Verwandten, Kommunikation mit den Standesgenossen der näheren Umgebung (Spiel!), Lektüre, Jagd und künstlerischer Betätigung. Die wenigen von Pemler unternom-menen Reisen gingen über einen begrenzten regionalen Umkreis nicht hinaus.

Um Zugang zum Hof in München erlangen zu können, den sein Vater vernachlässigt hatte, erwarb Pemler 1763 den Kämmererschlüssel. Für diesen bezahlte er 350 Gulden und unter-nahm eine Hoffahrt nach München. Im Gegenzug wurde er damit einer von rund 400 Käm-merern und erlangte die Berechtigung bei Hof zu erscheinen.

Als mögliche Kontaktzonen, um auf den Kurfürsten zu treffen, nannte Barbara Kink einer-seits die Residenzstadt München (z.B. wenn der Fürst beim Gottesdienst oder im Theater weilte) und andererseits die Sommerresidenzen (z.B. Lichtenberg). Erst durch den Erwerb des Kämmererschlüssels konnte nun auch Freiherr von Pemler an der Sommerfrische des Kurfürsten teilnehmen und durch beinahe tägliche Fahrten nach Lichtenberg Kontakte zum Hof pflegen.

Aus ihren Untersuchungen folgerte die Referentin, daß die sozialen Beziehungen des bay-erischen Adels auf den Kurfürsten, der als Landesherr im Zentrum stand, ausgerichtet wur-den. Dabei entfaltete die Münchener Residenz eine Klammerwirkung für den heterogenen bayerischen Adel. Kink betonte, daß Kurfürst und Hof die adlige Gesellschaft gleichermaßen homogenisierten und privilegierten.

In der Diskussion hob Kink den auch aus den Korrespondenzen ersichtlichen stark nach München gerichteten Blick hervor und das Interesse, Informationen über dortige Gescheh-nisse zu erlangen. So pflegte Freiherr von Pemler zwar auch in andere Regionen Kontakte, aber diese waren beschränkt auf private bzw. Handelskontakte. So waren Fahrten nach Augsburg, das eine urbane Alternative zu München gewesen wäre, reine Einkaufsfahrten. Fahrten nach München hatten dagegen das „Sehen und Gesehen werden“ zum Ziel.

Joachim Brüser (Tübingen) widmet sich in seinem Vortrag „Bürgerliche Ehrbarkeit und landfremder Adel – Der württembergische Hof in der ersten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts“ der Sozialstruktur des Stuttgarter bzw. Ludwigsburger Hofes. Das Herzogtum Württemberg unterschied sich in der Frühen Neuzeit stark vom Kurfürstentum Bayern. Der in Bayern omnipräsente landsässige Adel fehlte in Württemberg völlig. Dagegen hatte die soge-nannte bürgerliche Ehrbarkeit eine dominante Position im politischen Herrschaftsgefüge des Herzogtums. Brüser skizzierte, daß der alte württembergische Adel im 15. und frühen 16. Jahrhundert reichsunmittelbar geworden war und damit aus dem württembergischen Territorialverband ausschied und in die Reichsritterschaft aufstieg. In dieses so entstandene Machtvakuum schlossen bürgerliche Familien auf. Als Stand der Ehrbarkeit konnten sie alle wichtigeren geistlichen und weltlichen Ämter monopolisieren. Weitreichende politische Mit-bestimmungsrechte (Steuerbewilligungsrecht oder Mitsprache in außenpolitischen Fragen) wurden im Tübinger Vertrag (1514) vom Herzog garantiert. Brüser betonte nachdrücklich, daß der Hof damit ein sozialer Fremdkörper im bürgerlichen Württemberg war. Um das Re-nommee seines Hofes zu verbessern, holte Herzog Eberhard Ludwig verstärkt landfremden Adel ins Land. Durch Adel und Hof wollte er seine eigene Position gegenüber der Ehrbarkeit festigen. Dieses Anliegen setzte der Herzog erfolgreich um, wie Brüser hervorhob, denn der württembergische Hof konnte eine starke Anziehungskraft vor allem auf die Reichsritter des Südwestens aber auch auf weiter entferntere landsässige Adelsfamilien entwickeln.

Die Diskussion rückte die Vergleichbarkeit der „bürgerlichen Ehrbarkeit“ und der „Land-schaft“ ins Zentrum. Darüber hinaus wurden die Stadtneugründung und der Schloßbau in Ludwigsburg als mögliche Kompensation politischer Machtlosigkeit thematisiert. In diesem Zusammenhang verwies Brüser darauf, daß es in Württemberg – anders als in der Resi-denzstadt München – kaum eine Auszeichnung war, am Hof leben zu dürfen.

Mit Max IV. Emanuel von Preysing-Hohenaschau befaßte sich Stefan Pongratz (Mün-chen) in seinem Vortrag „‚mit der wällischen Scheßa ...‘ Hofalltag und Mobilität in und um München aus der Perspektive Max IV. Emanuels von Preysing-Hohenaschau (1687-1764)“ mit dem bayerischen Adelsgeschlecht derer von Preysing, die er als eng an den Hof gebun-denen Hochadel qualifizierte. Pongratz richtete sein Hauptaugenmerk darauf, die Lebenswelt des Grafen anhand von insgesamt 38 erhaltenen Schreibkalendern (aus den Jahren 1717-1763), die Preysing mit tagebuchartigen Notizen versehen hatte, nachzuzeichnen. Bei der Interpretation der Tagebucheinträge verwies Stefan Pongratz auf die mit der Kargheit der Einträge verbundenen Schwierigkeiten, die z.T. als unauflösbar angesehen werden müßten. Der Referent vermerkte zudem die auffällige Abwesenheit des Schreibers in seinen eigenen Notizen, in denen keinerlei Selbstbezug oder gar Selbstreflektion zu erkennen sei. Als ein Beispiel, um aus der Perspektive der Akteure Aussagen über den adligen Alltag sowie zu-gleich über den Münchener Hof treffen zu können, wählte der Referent in seinem Vortrag das Thema räumliche Mobilität. Neben den verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten (v.a. Kutschen, im Winter mit dem Schlitten, in die Residenz zu Pferde sowie zu Fuß meist nur zu religiösen Zwecken) wurden zunächst die Gründe für eine Reise, Ausfahrt etc. thematisiert. Vielfach ist jedoch kein Reisezweck in den Aufzeichnungen Preysings angegeben. Das Reisespektrum umfaßte vorrangig: Jagdausflüge, Wallfahrten, Hochzeiten, Familienbesuche, politische und militärische Gründe, Fahrten auf eigene Besitzungen sowie Fahrten zu Kur-zwecken. Max IV. Emanuel reiste v.a. als Teil des Hofstaates des Kurfürsten, allerdings bleiben Art und Umfang des Reisegefolges häufig unklar, da Preysing dazu keine näheren Angaben machte. Die auf seinen Reisen als notierenswert erachteten Unternehmungen sind v.a. die Besichtigung von Schlössern, Bauten, Gärten, Kunstschätzen, Kirchen/Kathedralen und Begräbnisorten. Ebenso zeigt sich darin sein Interesse für technische Neuerungen, für Geschütze und Befestigungs-, Hafen- und Schleusenanlagen. Als Ergebnis seiner bisherigen Untersuchung hielt Stefan Pongratz den engen Zusammenhang von Alltag und Mobilität am Münchener Hof fest, der nicht zuletzt auch den Jahresablauf bei Hof formte. Betrachte man darüber hinaus den zeichenhaften Charakter der Ausfahrten, in und um München, zeige sich in der Mobilität auch das große Repräsentationsbedürfnis des Hofes.

Die Diskussion kreiste u.a. um die Frage, für wen Preysing geschrieben hätte und inwie-weit diese Art des Tagebuchschreibens auf die jesuitische Erziehung des Grafen zurückzu-führen sei. Stefan Pongratz betonte, daß sich Preysing in eine bestimmte innerhalb der Fa-milie verbreitete Tradition eingeschrieben hätte, daß es jedoch in München zu jener Zeit noch keine Hofkalender gegeben habe.

Maria Hildebrandt (München) präsentierte in ihrem Vortrag zum Thema „Hofzahlamts-rechnungen, eine bisher wenig ergründete Quellengattung zur Erforschung des Münchner Hofes“ die im bayerischen Hauptstaatsarchiv befindlichen Jahresrechnungsbücher des Mün-chner Hofes mit den dazugehörigen Belegen. Die Jahresrechnungsbücher sind für den Zeit-raum von 1551 bis 1803 erhalten und verzeichnen zunächst die Einnahmen und Ausgaben, ab 1763 allerdings nur noch die Ausgaben der Hauptkasse. Zudem wurden seit 1671 in den Rechnungsbüchern Nummern eingetragen, welche direkt auf die zugehörigen Belege verwei-sen. An einem ausgewählten Rechnungsbuch des Jahres 1680 erläuterte Maria Hildebrandt exemplarisch Aufbau und Systematik und verwies auf die über viele Jahre gleichbleibende Reihenfolge der Rubriken sowie auf die Vielfalt und Reichhaltigkeit der Kammerausgaben der bayerischen Kurfürsten. Gerade in dieser Vielfalt lägen gleichermaßen Chancen und Schwierigkeiten im Umgang mit dieser Quellenart, akzentuierte die Referentin. Ein für die Belege der Hofzahlamtsrechnungen verfügbares Repertorium erleichtere jedoch die Quellen-arbeit, so Hildebrandt, die nachdrücklich zur Entdeckung der noch in den Jahresrechnungs-büchern befindlichen Belege aufforderte.

Corina Bastian (Bern) lenkte den Blick mit einem Beitrag über „Die Princesse des Ursins zwischen Versailles und Madrid – Kammerdame und Botschafterin (1700-1715)“ erneut auf Frauen am Hof. Dabei zeigte Bastian, wie es der Princesse als Kammerdame am Hof Philipps V. und zugleich inoffizieller Botschafterin Ludwigs XIV. gelang, dessen Einfluß-bereich in Madrid zu sichern und auszubauen. Das bewußte Spiel mit diesen beiden Rollen bzw. Identitäten der Princesse ermöglichte es, ihren diplomatischen Handlungsspielraum flexibler zu gestalten als es offiziellen männlichen Botschaftern möglich war. Dies konkre-tisierte Bastian am Status der Princesse als „Grande de España“, ihrer Lebenserfahrung, der Einbindung in Netzwerke am spanischen, aber auch am französischen Hof, ihrer Nähe zum Herrscherpaar sowie an der Informalität ihrer diplomatischen Mission. Bastian betonte wie-derholt, daß die Geschlechterzugehörigkeit der Princesse mit Blick auf die Form und Grenzen ihres Einflusses nur eine untergeordnete Bedeutung zukam. Damit sieht sie die jüngsten Er-gebnisse der Geschlechtergeschichte bestätigt, wonach das Geschlecht in der Frühen Neuzeit nicht die gleiche gesellschaftsstrukturierende Wirkung erreichte wie im 19. Jahrhundert. In Anlehnung an Michaela Hohkamps „Kaleidoskop-Konzept“ zur Beschreibung und Analyse historischer Situationen faßte Bastian deshalb zusammen, daß die Princesse „nicht obwohl Frau, sondern als Frau“ diplomatische Akteurin war. Die Diskussion drehte sich um die Frage nach dem Verhältnis von formeller und informeller Einflußnahme. Außerdem wurde die Frage aufgeworfen, inwiefern die Kontinuität der französischen Außenpolitik nur bzw. maß-geblich durch die Princesse des Ursins gewährleistet wurde.

Zahlreiche Verbindungen zu Bastians Vortrag, nicht zuletzt zum Diskurs der Querelles des femmes, ließen sich schließlich im Schlußvortrag von Veronika Hain (Eichstätt) über „Die drei Querelles des femmes-Kontroversen im Mundus Christiano-Bavaro-Politicus. Ein Barometer für das innerhöfische Beziehungsgeflecht“ finden. Hain deutete die Kontroversen um die politische Rolle der Frau kritisch vor dem Hintergrund der Entstehungsgeschichte des Mundus Christiano-Bavaro-Politicus. Der Autor dieses politischen Traktats aus dem begin-nenden 18. Jahrhundert, der auch als Fürstenspiegel (Michael Doeberl), politisches Handbuch (Eberhard Straub) oder Hofspiegel (Alois Schmid) bezeichnet wird, war mit hoher Wahr-scheinlichkeit Franz Kaspar von Schmid. Formal verteilen sich die Kontroversen im Mundus auf drei seiner vier Bände. So wird die Herrschaftsfähigkeit der Frau im ersten Band über den Fürsten, ihre politische Partizipation im zweiten Band über den Minister und ihre Gesandten-tätigkeit im dritten Band reflektiert. Inhaltlich hebt Hain hervor, daß vor allem die zweite Kontroverse durch Schmids zwiespältiger Bewertung aufzeige, mit welch schwieriger Grat-wanderung es für Frauen am Hofe verbunden gewesen sei, an der Regierung zu partizipieren. Wenn Schmid auch für die Beteiligung von „Ausnahmefrauen“ plädiere, so überwiegen doch insgesamt „frauenfeindliche“ Klischees. Bei allen Auslegungsschwierigkeiten der drei Mun-dus-Passagen lautete Hains Ergebnis, daß Männer ein Interesse daran gehabt hätten, den weiblichen Handlungsspielraum am Hof zu begrenzen.

Als Ergebnis läßt sich festhalten, daß sowohl die Perspektive mit dem Gegensatzpaar Zentrum/Peripherie, zum anderen der Kulturtransfer zwischen verschiedenen Fürstenhöfen ergiebige Forschungsfelder darstellen, die in einzelnen Vorträgen immer wieder anhand der politischen Rolle adeliger Frauen aufgegriffen werden konnten.

 

Gritt Brosowski, Britta Kägler, München*



Buchvorstellungen

 

 

Rabeler, Sven: Niederadlige Lebensformen im späten Mittelalter. Wilwolt von Schaumberg (um 1450-1510) und Ludwig von Eyb d.J. (1450-1521) (Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte. Reihe IX: Darstellungen aus der fränkischen Geschichte, 53), Würzburg 2006 [591 S., geb., 39,80 Euro].

 

Die Erforschung des mittelalterlichen Adels erlebt auf ganz unterschiedlichen Feldern, insbe-sondere im Bereich der Sozial- und Kulturgeschichte, seit geraumer Zeit schon eine Hoch-konjunktur. Gleichzeitig ist ein wieder verstärktes Interesse an biographischen Unter-suchungs- und Darstellungsansätzen erkennbar. Diese Beobachtung veranlaßte Sven Rabeler dazu, beide Forschungsstränge zusammenzuführen und am Beispiel des vielfach noch ver-nachlässigten nichtfürstlichen Adels fruchtbar zu machen. Seine Ergebnisse legte er der Philosophischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im September 2004 als Dissertation vor. Sie ist 2006 als Band 53 der Reihe IX der Veröffentlichungen der Gesell-schaft für fränkische Geschichte im Druck erschienen.

Nach einem Vorwort (S. 5), dem Inhaltsverzeichnis (S. 7-11) und der Auflistung allge-meiner Abkürzungen (S. 12) wird die Untersuchung durch eine Einleitung eröffnet, die den Forschungsstand, die Quellenlage sowie die Fragestellung und den Aufbau der Arbeit auf erfreulich hohem Reflexionsniveau vorstellt (S. 13-33). Ziel der Arbeit ist, wie Rabeler darin schreibt, eine „vergleichende Parallelbiographie“ der beiden bislang defizitär erforschten Nie-deradligen Wilwolt von Schaumberg und Ludwig von Eyb d.J. nach dem Muster der von Jacques Verger und Jean Jolivet vorgeführten „biographies croisées“ (S. 21). Rabeler möchte sein Vorgehen dabei betontermaßen nicht als gegensätzlich, sondern als komplementär zu strukturellen Analysen begriffen wissen. Der Problematik des individualisierenden Ansatzes, nämlich des jeder Biographie eigenen Moments des Individuellen und des Zufalls, ist sich Rabeler dabei durchaus bewußt. Ihr will er gerade durch die vergleichende Parallelbiographie begegnen. Sie bietet ihm zufolge den Vorteil der weitgehenden Bewahrung individueller Details und stellt für ihn als solche eine Zwischenform zwischen der klassischen Biographie und der zwangsläufig verallgemeinernden Prosopographie dar. In einem spezielleren Sinne geht es Rabeler, wie er weiter ausführt (S. 30f.), um die Beziehungen beider Protagonisten zu ihrem sozialen Umfeld, zu deren Untersuchung er auf das bewährte Instrumentarium der Netzwerkanalyse und der Soziabilitätsforschung zurückgreifen will. „Am Ende der Arbeit soll […] der Versuch stehen, das für den spätmittelalterlichen Niederadel – oder zumindest für Teile desselben – spezifische Verhältnis zwischen d(en) verschiedenen ökonomischen, sozialen, kulturellen und symbolischen Ebenen adliger Existenz zu beschreiben“ (S. 31).

In den beiden folgenden Kapiteln behandelt Rabeler gewissermaßen die Grundlagen: erstens den familiären Hintergrund seiner beiden Protagonisten, speziell ihre beiden Väter (S. 35-64), und zweitens die „Geschichten und Taten Wilwolts von Schaumberg“ als seiner zentralen Quelle (S. 65-76). Die Kapitel III bis VI widmen sich dann den Biographien Ludwigs und Wiwolts in einer im wesentlichen chronologischen Anordnung, die zuweilen, wo es angezeigt erscheint, von thematisch orientierten Abschnitten durchbrochen wird. Der Aufbau der Kapitel folgt dabei stets dem gleichen Schema: Zunächst wird ein Blick auf Lud-wig von Eyb geworfen, dann, quellenbedingt, ausführlicher die entsprechende Lebensphase Wilwolts von Schaumberg untersucht, zu guter Letzt folgt eine jeweils mit „Lebensphasen – soziales Handeln – Netzwerke“ überschriebene Zusammenfassung. „Ausfahrt, Kriegs-geschäfte und Ritterspiele“ bilden das Thema von Kapitel III (S. 77-156), die Niederadeligen im fürstlichen Dienst, als Söldnerführer und am Fürstenhof den Inhalt des vierten Kapitels (Der „edle Fürst“ und sein „allerliebster Hauptmann“, S. 157-294), die „Ruhe“ des ritter-lichen Helden mit besonderem Blick auf Grundbesitz und Kreditwirtschaft ist das Sujet des Kapitels V (S. 295-393); Tod und Erbe stehen schließlich im Mittelpunkt des sechsten Kapitels (S. 395-407). Im siebten Kapitel wechselt Rabeler die Blickrichtung und geht auf die Konstruktion der niederadligen Biographie als literarisches Genre im Spannungsfeld von realem Lebensverlauf und idealem Lebensentwurf ein (S. 409-427). In dem mit der Über-schrift „Niederadlige Lebensformen und sozialer Typus“ versehenen Schluß werden abschließend Möglichkeiten und Grenzen des biographischen Ansatzes erörtert und die Ergebnisse der Untersuchung im Anschluß an Arno Borsts Abgrenzung der societas humana, d.h. des jeweiligen sozialen Orts von Handlungen, von der condicio humana als sich verän-dernde soziale Verhaltensweisen knapp und prägnant zusammengefaßt (S. 429-434). An den Darstellungsteil schließt sich ein umfänglicher Anhang an, der Stammtafeln, Karten, proso-pographische Verzeichnisse, Graphiken, Tabellen, Abbildungen zur Veranschaulichung der zuvor besprochenen Themenfelder und auch einen innovativen Exkurs zur Datierung der Hofordnung Herzog Albrechts von Sachsen sowie eine Edition des Testaments Wilwolts von Schaumberg von 1500 bietet und in seiner Gesamtheit von den tiefschürfenden Kenntnissen zeugt, die der Autor zu seinen beiden Protagonisten, ihren Lebensphasen, ihrem sozialen Handeln und ihren Netzwerken gewonnen hat (S. 435-479). Denselben positiven Eindruck hinterläßt das seitenstarke Quellen- und Literaturverzeichnis (S. 481-556). Die Bibliographie liefert in umfassender Weise das zum Thema „Niederadel“ derzeit Lesenswerte. Ein in keiner Weise zu kritisierendes Personen- und Ortsregister beschließt die Publikation (S. 557-591).

Rabeler hat eine durchweg flüssig und spannend zu lesende Geschichte seiner beiden Pro-tagonisten geschrieben, erliegt dabei aber an keiner Stelle der Versuchung, sich aus Sympa-thie zu seinen „Helden“ in belanglosen Details zu verlieren, wie es bei Biographen so oft geschieht. Gleich auf den ersten Blick fällt dem Leser die Ungleichgewichtigkeit in der Dar-stellung ins Auge: Aufgrund der Quellenbasis – als Hauptquelle dienen Rabeler, wie gesagt, die „Geschichten und Taten Wilwolts von Schaumberg“, als deren ungenannter Verfasser sein Schwager Ludwig von Eyb d.J. gilt – rückt die „möglichst genaue Beschreibung“ von Wilwolts Lebenslauf im Vergleich zu der Ludwigs inhaltlich wie umfangmäßig deutlich in den Vordergrund. Doch weiß der Verfasser, der sich dieser Schieflage natürlich ganz bewußt ist, gerade aus dem damit in Zusammenhang stehenden Sachverhalt, daß „wir das Leben Wilwolts zu einem guten Teil aus der Perspektive seines Biographen“ wahrnehmen (S. 32), einen ertragreichen Gewinn zu ziehen, indem sich darin sowohl der reale Lebenslauf Will-wolts als auch ein idealer Lebensentwurf für die damalige Selbstdeutung adligen Lebens widerzuspiegeln scheint.

Bei allen Erkenntnisgrenzen, die einem vergleichenden biographischen Ansatz gesetzt sind: Durch Akribie, die jede auch noch so kleine Quellennachricht als zusätzliche Infor-mation heranzuziehen weiß, und vor allem durch Offenheit für ganz unterschiedliche theo-retische Ansätze, insbesondere aber durch die stark ausgeprägte Reflexion über Sinn und Zweck der eigenen Arbeit, die manchmal zu entschuldigen scheint, was keiner Entschul-digung bedarf – die Berechtigung der hier vorgeführten Konzeption der vergleichenden Parallelbiographie steht nach Ansicht des Rezensenten außer Frage – gelingt es Rabeler, nicht nur die Lebensläufe der beiden exzeptionellen Niederadligen in an sich jeder nur denkbaren Nuance ins rechte Licht zu rücken, sondern er erforscht darüber hinaus auch wesentliche Etappen in der Geschichte ihrer beiden Geschlechter und des fränkischen Niederadels ins-gesamt, zumindest seiner Spitzengruppe. Er faßt die Bedeutung, welche die Akkumulation sozialen, ökonomischen, kulturellen und symbolischen Kapitals schon in der vorausgehenden Generation für die Handelnden hatte, er greift die niederadligen Bezugspunkte Familie, informelle Gruppen, Land und Fürstenhof, unterstreicht die große Bedeutung des Krieges als der traditionellen adligen Profession und die enorme regionale Mobilität des Niederadels der Zeit. Und – um nochmals auf seine Hauptquelle zurückzukommen – er charakterisiert die „Geschichten und Taten“ sicherlich richtig als ein nicht rückwärtsgewandtes Programm, sondern als Rechtfertigung eines gegenwärtigen Karrieremodells.

Rabeler zeigt in mustergültiger Form, was bei der Erforschung des Niederadels an der Wende vom Mittelalter zur frühen Neuzeit zu leisten ist und welch fruchtbare Erträge die Bemühungen darum zeitigen, wenn es denn die Quellenlage erlaubt. Es bleibt zu hoffen, daß weitere Arbeiten diesen von Rabeler gegangenen Weg einschlagen.

Oliver Auge, Greifswald*

 

 



Neuerscheinungen

 

 

Absolutismus, ein unersetzliches Forschungskonzept? Eine deutsch-französische Bilanz, hg. von L. Schilling, München 2008 (Pariser Historische Studien, 79) [Oldenbourg, 238 S., 34,80 Euro].

Adel in Bayern. Ritter, Grafen, Industriebarone, hg. vom Haus der Bayerischen Geschichte, Stuttgart 2008 [Theiss, 384 S., geb., 350 farb. Abb., 24,90 Euro].

Adel und Bürgertum in Deutschland I. Entwicklungslinien und Wendepunkte im 19. und 20. Jahrhundert, hg. von H. Reif, 2. Auflage, München 2008 (Elitenwandel in der Moderne, 1) [Oldenbourg, 355 S., geb., 3 sw-Abb., 59,80 Euro].

Aus dem Inhalt:

Reif, H.: Einleitung; Friedeburg, R. von: Das Modell England in der Adelsreform-diskussion zwischen Spätaufklärung und Kaiserreich; Heinickel, G.: Adelsidentität nach der Ständegesellschaft: Der preußische Adel in adelspolitischen Bildern und Vorschlägen um 1840; Frie, E.: Friedrich August Ludwig von der Marwitz (1777-1837). Adelsbiographie vor entsicherter Ständegesellschaft; Möller, F.: Zwischen Adelstradition und Liberalismus. Die Familie von Gagern; Löffler, B: Adel und Gemeindeprotest in Bayern zwischen Restauration und Revolution (1815-1848); Matzerath, J.: Adel und Hauptstadt in der militärischen Gegenrevolution 1848/49; Spenkuch, H.: „Pairs und Impairs“. Von der Ersten Kammer zum Herrenhaus (1849-1872). Argumente, Positionen, Entscheidungen; Kraus, H.-C.: Militärreform oder Ver-fassungswandel? Kronprinz Friedrich von Preußen und die „deutschen Whigs“ in der Krise von 1862/63; Berghoff, H.: Adel und Industriekapitalismus im Deutschen Kaiserreich. Abstoßungskräfte und Annäherungstendenzen zweier Lebenswelten; Jacob, T.: Das Engagement des Adels der preußischen Provinz Sachsen in der kapita-listischen Wirtschaft 1860-1914/18; Röhl, J. C. G.: Defizite des Kaiser-Konzepts. Wilhelm II. im Wandel der politischen Institutionen und Politikfelder nach Bismarcks Entlassung.

Adel in Sachsen-Anhalt. Höfische Kultur zwischen Repräsentation, Unternehmertum und Familie, hg. von E. Labouvie, Köln u.a. 2007 [Böhlau, IV+366 S., 24 sw-Abb., 6 Farb-tafeln, geb., 44,90 Euro].

Adel und Umwelt. Horizonte adeliger Existenz in der frühen Neuzeit, hg. von H. Düselder, O. Weckenbrock und S. Westphal, Köln 2008 [Böhlau, 384 S., geb., 10 sw-Abb., 49,90 Euro].

Adlige Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen der Frühen Neuzeit, hg. von G. Gersmann, H. W. Langbrandtner, M. Rößner-Richarz, Maria, Köln u.a. 2008 [Böhlau, 352 S., geb., 16 farb. Abb. auf 16 Tafeln, 39,90 Euro].

D’Allemagne en Champagne. Xavier de Saxe seigneur de Pont-sur-Seine (1730-1806). Actes du colloque, 6 et 7 octobre 2006. Archives départementales de l’Aube. La Maison du Patrimoine de l’agglomeration troyenne, hg. von Jean-Luc Liez, Saint-Julien-les-Villas 2006 [Dominique Guéniot u.a., 74 S., brosch., zahlr. Ill., 16 Euro].

Aus dem Inhalt:

Nicklas, T.: Maison de Saxe ou Électorat de Saxe? État et dynastie dans l’action politique du prince Xavier, S. 5-14; Terraux, C.: Le fonds de Saxe, un trésor pour les historiens, mais un trésor oublié, S. 15-20; Couty, M.: La réaction féodale: Xavier de Saxe à Chaumot, S. 21-24; Louis, A.: La gestion du domaine de Pont-sur-Seine au temps de Xavier de Saxe (1775-1790), S. 25-34; Buridant, J.: La gestion des domaines forestiers du prince Xavier de Saxe, S. 35-42; Braun, G.: La France et les princes allemands de 1763 à 1789, S. 43-52; Liez, J.-L.: Xavier de Saxe et les artistes: quelques réflexion sur l’apport des archives, S. 53-60; Pupil, F.: Le portrait dans tout ses états: les conséquences d’une manie, S. 61-70.

Allirot, A.-H.: Filiae regis Francorum. Princesses royales, mémoire de saint Louis et conscience dynastique (de 1270 à la fin du XIVe siècle). Thèse inédite de doctorat, Univ. Paris X-Nanterre 2007.

Althoff, G.: Art. „Zeremoniell und Ritual“, hier die Stw. „Königs- und Kaisererhebungen“, Bischofsweihen und -investituren“, „Adventus, Prozessionen, Umzüge“, „Belehnungenn und symbolische Dienste“, Friedens- und Unterwerfungsrituale“, „Symbolische Emotionen, Ehrungen und Geschenke“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 248-256.

Amalie 1818-1875. Herzogin von Oldenburg, Königin von Griechenland, hg. vom Kunst- und Kulturkreis Rastede e.V. (Palais Rastede), Oldenburg 2004 [Isensee, 195 S., 110 sw- und 100 farb. Abb., 19,80 Euro].

Ammerich, H., Harthausen H.: Kurfürst Ottheinrich und die humanistische Kultur in der Pfalz. Überarbeitete und erweiterte Vorträge, die anläßlich der wissenschaftlichen Tagung „Kurfürst Ottheinrich und die humanistische Kultur in der Pfalz“ am 20./21. September 2002 in der Pfälzischen Landesbibliothek, Speyer, gehalten wurden, Speyer 2008 (Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, 103) [Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, 219 S., kart. 25 Euro].

Architektur und Monumentalskulptur des 12. bis 14. Jahrhunderts. Produktion und Rezep-tion. Festschrift für Peter Kurmann zum 65. Geburtstag, hg. von S. Gasser, C. Freigang und B. Boerner, Bern u.a. 2006 [Peter Lang, 785 S., kart., zahlr. Abb., 93,20 Euro].

Asch, R. G.: Europäischer Adel in der Frühen Neuzeit. Eine Einführung, Köln u.a. 2008 [Böhlau, 300 S., kart., 17,90 Euro].

L’audience. Rituels et cadres spatiaux dans l’Antiquité et le haut Moyen Âge, hg. von J.-P. Caillet, Paris 2007 (Textes, images et monuments de l’antiquité au Moyen-Âge) [Picard, 304 S., brosch., 50 sw-Abb., 35 Euro].

Auge, O.: Selbstverständnis und Erinnerungskultur der Herzöge von Pommern um 1500, in: Baltische Studien. Pommersche Jahrbücher for Landesgeschichte 139 (2007) S. 7-28.

Auge, O.: Identifikation durch Konflikt. Das Beispiel der pommerschen Greifendynastie, in: Bereit zum Konflikt. Strategien und Medien der Konflikterzeugung und Konfliktbewältigung im europäischen Mittelalter, hg. von O. Auge, F. Biermann, M. Müller und D. Schultze, Ostfildern 2008, S. 173-193.

Auge, O., Spiess, K.-H.: Stw. „Adel“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 130-133.

Autié, L.: Journal de Léonard, coiffeur de Marie-Antoinette, Paris 2007 [Les éditeurs libres, 256 S., brosch., 23 Euro].

Badea-Päun, G.: The Society Portrait. Painting, prestige and the pursuit of elegance, London 2007 [Thames & Hudson, 224 S., geb., 182 farb, und 35 sw-Abb., 49 Euro].

Baden – 200 Jahre Großherzogtum. Vom Fürstenstaat zur Demokratie, hg. von P. L. Weinacht, Freiburg 2007 [Rombach, 309 S., kart., 29,80 Euro].

Baeriswyl-Andresen, S.: Dienstleister einer mittelalterlichen Landesherrschaft. Juristische und medizinische Berater am Hohenzollernhof in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, in: Dienstleistungen / Le Services, hg. von H.-J. Gilomen, M. Müller und L. Tissot, Zürich 2007, S. 377-386.

Balnea. Architekturgeschichte des Bades, hg. von S. Grötz und U. Quecke, Marburg 2006 [Jonas Verlag, 208 S., geb., 155 Abb., 29 Euro].

Bangerter-Paetz, J.: Saalbauten auf Pfalzen und Burgen im Reich der Staufer von ca. 1150-1250, Diss. Univ. Hannover 2005, online-Veröff., siehe http://edok01.tib.uni-hannover.de/edoks/e01dh07/524874417.pdf .

Barocke Gartenlust. Auf Spurensuche entlang der BarockStraße SaarPfalz, hg. von S. Jun-ker-Mielke, Regensburg 2007 [Schnell & Steiner, 176 S., kart., 120 farb. Abb., 18,90 Euro].

Barret, S.: Art. „Siegel“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 260-261.

Baudis, H.: Christian Ludwig II. von Mecklenburg-Schwerin im Porträt – zu Aspekten des Herrscherbildes im 18. Jahrhundert, in: Mecklenburgische Jahrbücher 122 (2007) S. 99ff.

Behringer, W.: La „révolution des communications“ au début des Teps modernes. Mots clé pour une systématisation, in: Francia 34/2 (2007) S. 155-193.

Benin – Könige und Rituale. Höfische Kunst aus Nigeria. Katalog der Austellungen im Ethnologischen Museum Berlin und im Art Institute Chicago, hg. von B. Plankensteiner, Benteli 2008 [Sulgen, 544 S., 500 farb. Abb., 60 Euro].

Benna, A.: Die Kronen des Hauses Österreich, in: Österreich in Geschichte und Literatur 50 (2006) S. 131-167.

Bereit zum Konflikt. Strategien und Medien der Konflikterzeugung und Konfliktbewältigung im europäischen Mittelalter, hg. von O. Auge, F. Biermann, M. Müller und D. Schultze, Ostfildern 2008 [Thorbecke, 349 S., geb., 68 Euro].

Aus dem Inhalt:

Althoff, G.: Hinterlist, Täuschung und Betrug bei der friedlichen Beilegung von Kon-flikten, S. 19-30; Biermann, F.: Konfrontation zwischen Einheimischen und Zuwan-derern bei der deutschen Ostsiedlung des Mittelalters, S. 131-172; Auge, O.: Identi-fikation durch Konflikt. Das Beispiel der pommerschen Greifendynastie, S. 173-194; Kintzinger, M.: Kontakt und Konflikt. Herausforderungen der Diplomatie im Spät-mittelalter; Durdík, T.: Das hussitische Heerwesen, S. 299-310.

Berning, B.: ‚Nach altem löblichem Gebrauch‘.Die böhmischen Königskrönungen der Frühen Neuzeit (1526-1743), Köln 2008 (Stuttgarter Historische Forschungen, 6) [Böhlau, 272 S., geb., 11 sw-Abb., 34,90 Euro].

Berwinkel, H.: Verwüsten und Belagern. Friedrich Barbarossas Krieg gegen Mailand (1158-1162), Tübingen 2007 (Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom, 114) [Niemeyer, X+335 S., Ln., 46 Euro].

Bischoff, F.: Die Einrichtung des soenannten Kleinen Chores an der Wittenberger Schloß-kirche durch Kurfürst Friedrich den Weisen – Auftrag und Ausführung, in: Sachsen und Anhalt 25 (2007) S. 147-208.

Biskup, T.: German Court and French Revolution: Émigrés and the Brunswick Court around 1800, in: Francia 34/2 (2007) S. 61-87.

Blutige Worte. Internationales und interdisziplinäres Kolloquium zum Verhältnis von Sprache und Gewalt in Mittelalter und Früher Neuzeit, hg. von C. Jarzebowski und J. Eming, Göttingen 2008 (Berliner Mittelalter- und Frühneuzeitforschung, 1) [Vandenhoeck & Ruprecht, 350 S., geb., 49,90 Euro].

Boeck, U.: Das Baudenkmal als Kulisse: Das Schicksal des Celler Schlosses noch zu wenden?, in: Kunst Chronik 61 (2008) S. 209-211.

Bondt, C. de: Royal Tennis in Renaissance Italy, Turnhout 2006 [Brepols, 290 S., geb., 129,65 Euro].

Bourbon – Habsburg – Oranien. Konkurrierende Modelle im dynastischen Europa um 1700, hg. von C. Kampmann, K. Krause, B. Krems und A. Tischer, Köln 2008 [Böhlau, 320 S., geb., 45 sw-Abb. 46,20 Euro].

Braake, S. ter: Met Recht en Rekenschap. De ambtenaren bij het Hof van Holland tijdens de overgang van de Middeleeuwen naar de Nieuwe Tijd (1483-1558), unpubl. Diss. Univ. Leiden 2007.

Brademann, J.: Integration einer Residenzstadt? Politische Ordnung und Kultur der Stadt Halle an der Saale im 16. und 17. Jahrhundert, in: Zeitschrift für historische Forschung 34,4 (2007) S. 569-608.

Brandenburg im späten Mittelalter. Geschichte und Geschichten 1300-1550, hg. von M. Müller, Köln u.a. 2008 [Böhlau, 184 S., geb., 21 sw-Abb. auf 16 Tafeln, 1 Karte, 22,90 Euro].

Brandl-Risi, B.: Art. „Tanz“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 286-287.

Bünz, E.: Kunz von Kaufungen im Markgräflerkrieg (1449/50), in: Der Altenburger Prinzenraub 1455. Strukturen und Mentalitäten eines spätmittelalterlichen Konflikts, hg. von J. Emig, W. Enke, G. Martin, U. Schirmer und A. Thieme, Beucha 2007 (Saxonia, Schriften des Vereins für sächsische Landesgeschichte, 9), S. 161-194.

Bünz, E.: Das mittelalterliche Brandenburg als Geschichts- und Klosterlandschaft. Zum Erscheinen des Brandenburgischen Kosterbuches, in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 53 (2007) S. 285-317.

Burgen in Thüringen. Geschichte, Archäologie und Burgenforschung. Jahrbuch der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten 2006, hg. von der Frontinus-Gesellschaft e.V., Regensburg 2007 [Philipp von Zabern, 336 S., geb., 196 farb. und 83 sw-Abb., 39,90 Euro].

Burckhardt, S.: Mit Stab und Schwert. Bilder, Träger und Funktionen erzbischöflicher Herrschaft zur Zeit Kaiser Friedrich Barbarossas, Ostfildern 2008 (Mittelalter-Forschungen, 22) [Thorbecke, 784 S., geb., sw-Abb., Karten, 84 Euro].

Burkart, L.: Das Blut der Märtyrer. Genese, Bedeutung und Funktion mittelalterlicher Schätze, Köln 2008 (Norm und Struktur, 32) [Böhlau, 432 S., geb., 35 sw-Abb. auf 24 Ta-feln, 59,90 Euro].

Burschel, P.: Der Sultan und das Hündchen. Zur politischen Ökonomie des Schenkens in interkultureller Perspektive, in: Historische Anthropologie 15,3 (2007) S. 403.

Busch, J. W.: Vom Amtswalten zum Königsdienst. Beobachtungen zur ‚Staatssprache‘ des Frühmittelalters am Beispiel des Wortes „administratio“, Hannover 2007 (Monumenta Germaniae Historica. Studien und Texte, 42) [Hahnsche Buchhandlung, XXX+156 S., geb., 20 Euro].

Büschel, H.: Untertanenliebe. Der Kult um deutsche Monarchen 1770-1830, Göttingen 2006 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, 220) [Vandenhoeck & Ruprecht, 419 S., Len., 69 Euro].

Carqué, B.: Non erat homo, nec bestia, sed imago. Vollplastische Bildwerke am Hof Philipps IV. von Frankreich und die Medialität der Gattung, in: Bilder der Macht in Mittelalter und Neuzeit. Byzanz – Okzident – Rußland, hg. von O. G. Oexle und M. Bojcov, Göttingen 2007 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, 226), S. 187-241.

Carqué, B.: Paris 1377-1378. Un lieu de pouvoir et sa visibilté entre Moyen Age et temps présent, in: Médiévales 53 (2007) S. 123-142.

Cazas Gálvez, F. de P.: El itinerario de la corte de Juan II de Castilla (1418-1454), Madrid 2007 [Silex Ediciones, 560 S., Abb., 33 Euro].

Chanson de geste im europäischen Kontext. Ergebnisse der Tagung der Deutschen Sektion der ICLS am 23. und 24.4.2994 in Köln, hg. von H. J. Ziegeler, Göttingen 2004 (Encomia Deutsch, 1) [Vandenhoeck & Ruprecht, 92 S., kart., 23,90 Euro].

Le „Château des Armoises“ à Richardménil (XIVe-XVIIe siècle). Archéologie d’une maison forte lorraine, hg. von G. Giuliato, Nancy 2007 [Presses Universitaires de Nancy, 368 S., geb., 32 Euro].

Le château, autour et alentours, XIVe-XVIe siècles. Paysage, parc, jardin et domaine, hg. von J.-M. Cauchies und J. Guisset, Turnhout 2008 [Brepols, 260 S., geb., 73 Euro].

Château et Économie. IIIe Colloque de la Fondation van der Burch 2007, hg. von J.-M. Cauchies, Turnhout 2008 [Brepols].

Château et strategies familiales. Actes des Rencontres d’Archéologie et d’Histoire en Périgord les 22, 23 et 24 septembre 2006, hg. von A.-M. Cocula und M. Combet, Bordeaux 2007 [Boccard, 291 S., 98 Abb., 30 Euro].

Christianson, J. R.: Terrestrial and Celestial Spaces of the Danish Court, 1550-1650, in: The Court Historian 12,2 (2007) S. 129-153.

Coester, C.: Schön wie Venus, mutig wie Mars. Anna d’Este, Herzogin von Guise und von Nemours (1531-1607), München 2007 (Pariser historische Studien, 77) [Oldenbourg, 408 S., geb., 9 sw-Abb., 49,87 Euro ].

Contamine, P.: „Inobédience“, rébellion, trahison, lèse-majesté. Observations sur les procès politiques à la fin du Moyen Âge, in: Les procès politiques (XIVe-XVIIe siècle), hg. von Y.-M. Bercé, Rom 2007 (Collection de l’École française de Rome, 375), S. 63-82.

Cordez, P.: Les reliques, un champ de recherches. Problèmes anciens et nouvelles perspectives, in: Mission Historique Francaise en Allemagne. Bulletin 43 (2007) S. 102-116.

Collet, D.: Die Welt in der Stube. Begegnungen mit Außereuropa in Kunstkammern der Frühen Neuzeit, Göttingen 2007 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, 232) [Vandenhoeck & Ruprecht, 403 S., geb., 49, z.T. farb. Abb., 68,90 Euro].

Costadura, E.: Der Edelmann am Schreibpult. Zum Selbstverständnis aristokratischer Literaten zwischen Renaissance und Revolution, Tübingen 2006 (Mimesis, 46) [Niemeyer, IX+290 S., kart., 72 Euro].

Court and Civic Society in the Burgundian Low Countries c. 1420-1530. Selected sources translated and annotated with an introduction by A. Brown and G. Small, Manchester/New York 2007 [Manchester University Press, XII+280 S., geb., 91,87 Euro].

La cuisine et la table dans la France de la fin du Moyen-Âge. Contenus et contenants du XIVe au XVIe siècle. Actes du colloque de Sens (2004), hg. von F. Ravoire und A. Dietrich, Turnhout 2008 [Brepols, 400 S., kart., 40 Euro].

Cultural translation in early modern Europe, hg. von P. Burke and R. Po-chia Hsia, Cambridge u.a. 2007 [Cambridge University Press, IX+252 S., 50 £].

Cultures de cour, cultures du corps. Actes de colloque, hg. von C. Lanöe und B. Laurioux, Paris 2007 [Presses universitaires de Paris-Sorbonne].

Dauer, H.: Maler an anhaltinischen Fürstenhöfen im 17. und 18. Jahrhundert, in: Sachsen und Anhalt 25 (2007) S. 323-346.

Demont, V.: Nouvelles d’Allemagne. Instruments. Un socle documentaire pour l’histoire de l’Allemagne moderne. Les archives du Tribunal de la Chambre Impériale (Reichskammer-gericht) et leur catalogage, in: Mission Historique Francaise en Allemagne. Bulletin 43 (2007) S. 75-83.

Deutsche Fachliteratur der Artes in Mittelalter und Früher Neuzeit, hg. von B. D. Haage und W. Wegner unter Mitarb. von G. Keil und H. Haage-Naber, Berlin 2007 (Grundlagen der Germanistik, 43) [Erich Schmidt, 468 S., kart., 29,80 Euro].

Dialogus de Scaccario, and Constitutio domus regis. The Dialogue of the Exchequer and the Establishment of the Royal Household, hg. von E. Amt und S. D. Church, Oxford 2007 [Oxford University Press, 312 S., kart., 132,60 Euro].

Dicker, S.: Landesbewußtsein und Zeitgeschehen. Studien zur bayerischen Chronistik des 15. Jahrhunderts, Köln 2008 [Böhlau, 408 S., geb., 4 sw-Abb. auf 4 Tafeln, 49,90 Euro].

Döberl, Mario: Höfisch oder privat? Die Beschaffung und Wartung von Wägen am Wiener Kaiserhof in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in: Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 52 (2007) S.

Drei Fürstenbildnisse. Meisterwerke der Repraesentatio Maiestatis der Renaissance, hg. von M. Minning, Dresden 2008 [Staatliche Kunstsammlungen Dresden, 72 S., kart., 41 z.T. farb. Abb., 14,90 Euro].

Dress at the court of King Henry VIII, hg. von M. Hayward, Leeds 2007 [Maney, 488 S., Pb., 25 farb. und 172 sw-Abb., 48 £].

Duhamelle, C.: La distinction confessionnelle dans la Saint-Empire, XVIIe et XVIIIe siècles, in: Mission Historique Francaise en Allemagne. Bulletin 43 (2007) S. 139-146.

Duhamelle, C.: État et religion en France et en Alle-magne, deux modèles et leurs racines, in: Mission Historique Francaise en Allemagne. Bulletin 43 (2007) S. 180-191.

Dumolyn, J.: Privileges and novelties: the political discourse of the Flemish cities and rural districts in their negotiations with the dukes of Burgundy (1384-1506), in: Urban History 35,1 (2008) S. 5-23.

Dumolyn, J.: Pouvoir d’État et enrichissement personell: investisements et stratégies d’accumulation mis en œuvre par les officiers des ducs de Bourgogne en Flandre, in: Le Moyen Age 114,1 (2008) S. 67-92.

Dunkel, F.: Reparieren und Repräsentieren. Die bayerische Hofbauintendanz 1804-1886, München 2007 (Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte, 152) [Beck, XXXII+397 S., 32 Euro]

Dünnebeil, S.: Schatz, Repräsentation und Propaganda am Beispiel Burgunds, in: Vom Umgang mit Schätzen. Internationaler Kongreß. Krems an der Donau, 28. bis 30. Oktober, hg. von E. Vavra, K. Holzner-Tobisch und T. Kühtreiber, Wien 2007 (Veröffentlichungen des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, 20), S. 331-348.

Ego sum Hildensemensis. Bischof, Domkapitel und Dom in Hildesheim, hg. von U. Knapp, Petersberg 2000 (Kataloge des Dom-Museums Hildesheim, 3) [Imhof, 568 S., kart., zahlr. Ill. und graph. Darst., 29,95 Euro].

Ehlers, J.: Heinrich der Löwe. Biographie, Berlin 2008 [Siedler, 496 S., 50 sw-Abb., 10 sw- Zeichnungen, 24,95 Euro].

Ehrenpreis, S.: Kaiserliche Gerichtsbarkeit und Konfessionskonflikt. Der Reichshofrat unter Rudolf II. 1576-1616, Göttingen 2006 (Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 72) [Vandenhoeck & Ruprecht, 350 S., 39,90 Euro].

Eichberger, D.: „Car il me semble que vous aimez bien les carboncles“. Die Schätze Margaretes von Österreich und Maximilians I., in: Vom Umgang mit Schätzen, hg. von E. Vavra, Wien 2006-2007, S. 141-154.

Eisenhauer, M.: König Lustik. Jérôme Bonaparte und der Modellstaat Königreich West-phalen, München 2008 [Hirmer, 568 S., geb., 700 farb. Abb., 45 Euro].

Emmerig, H.: Bayerns Münzgeschichte im 15. Jahrhundert. Münzpolitik und Münzprägung der bayerischen Herzogtümer und ihrer Nachbarn von 1390 bis 147, 2 Bde., München 2007 (Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte, 150) [Beck, LXXII+1038 S., 38 Tafeln, 114 Euro].

Das Ende des Alten Reiches im Ostseeraum. Wahrnehmungen und Transformationen, hg. von M. North und R. Riemer, Köln 2008 [Böhlau, 360 S., geb., 44,90 Euro].


Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008 [Wissenschaftliche Buchgesellschaft, zus. 832 S., geb., 99,80 Euro] siehe auch die Eintra-gungen unter Althoff; Auge/Spiess; Barret; Brandl-Risi; Hiltmann; Kreuder; Müller, A.; Müller, S.; Oschema; Paravicini; Rösener; Schwerhoff; Sonntag; Ubl; Weber, C. F.

Ereignis Weimar-Jena. Gesellschaft und Kultur um 1800 im internationalen Kontext, hg. von L. Ehrlich, Köln 2008 [Böhlau, 448 S., geb., 39,90 Euro].

Ertl, T.: Stoffspektakel. Zur Funktion von Kleidern und Textilien am spätmittelalterlichen Papsthof, in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 87 (2007) S. 139-185.

Essegern, U.: Fürstinnen am kursächsischen Hof Lebenskonzepte und Lebensläufe zwischen Familie, Hof und Politik in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, Leipzig 2007 (Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde, 19) [Leipziger Universitätsverlag, 524 S., geb., 72 Euro].

Examen, Titel, Promotion. Akademisches und staatliches Qualifikationswesen vom 13. bis zum 21. Jahrhundert, hg. von R. C. Schwinges, Red. M.-C. Schöpfer Pfaffen unter Mitarb. von T. Maurer und T. Schwitter, Basel 2007 (Veröffentlichungen der Gesellschaft für Universitäts- und Wissenschaftsgesellschaft, 7) [Schwabe, X+776 S., kart. graph. Darst., 68,50 Euro].

Aus dem Inhalt:

Schwinges, R. C.: Examen, Titel, Promotion. Eine Einführung, S. 1ff.

I. Grundlagen und Differenzierungen: Examina und Graduierungen 1200-2003

Boehm, L.: Akademische Grade, S. 11ff.; Kintzinger, M.: Licentia. Institutionalität „akademischer Grade“ an der mittelalterlichen Universität, S. 55ff.; Kernbauer, M.: Hochschulabschlüsse in der Habsburgermonarchie in der Zeit der Professionaliserung akademischer Berufe, S. 89ff.; Hammerstein, N.: Vom Interesse des Staates. Graduierungen und Berechtigungswesen im 19. Jh., S. 195ff.; Bruch, R. vom: Akademische Abschlüsse im 20 Jahrhundert, S. 195ff.

II. Legitimation, Anforderungen und Herausforderungen

Schwinges, R. C.: Acta Promotionum I. Die Promotionsdokumente europäischer Universitäten des späten Mittelalters, S. 213ff.; Hesse, C.: Acta Promotionum II. Die Promovierten der Universitäten im spätmittelalterlichen Reich. Bemerkungen zu Quantität und Qualität, S. 229ff.; Marti, H.: Von der Präses- zur Responden-tendissertation. Die Autorschaftsfrage am Beispiel einer frühneuzeitlichen Literatur-gattung, S. 251ff.; Rasche, U.: Geschichte der Promotion in absentia. Eine Studie zum Modernisierungsprozess der deutschen Universitäten im 18. und 19. Jahrhundert, S. 275ff.; Lundgreen, P.: Promotion und Professionen, S. 353ff.; Münch, I. von: Die Promotion zwischen Ordnung und Unordnung. Regelungen und Nichtregelungen, S. 369ff.

III. Binnenwirkungen und Aussenwirkungen

Kändler, W. C., Wagner, F.: Studienverhalten und Promotionswesen an deutschen Artistenfakultäten in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Vergleichende Bemer-kungen zu den Universitäten in Erfurt, Leipzig und Rostog, S. 385ff.; Füssel, M.: Ritus Promotionis. Zeremoniell und Ritual akademischer Graduierungen in der frühen Neuzeit, S. 411ff.; Baeriswyl-Andresen, S.: Akzeptanz der Grade. Die Antwort der Gesellschaft bis 1500, dargestellt am Beispiel der Markgrafen von Ansbach und Kur-fürsten in der frühen Neuzeit, S. 451ff.; Ebneth, B.: Stipendium und Promotion. Studienförderung vor und nach der Reformation, S. 489ff.; Komorowski, M.: Gradu-ierte aus dem Herzogtum Kleve und der Grafschaft. Bio-bibliographische Dokument-ation, S. 535ff.; Mühlberger, K.: Promotion und Adelsverleihung im frühneuzeit-lichen Österreich. Zur Nobilitierungspraxis der Wiener Philosophischen Fakultät im 17. und 18. Jahrhundert, S. 575ff.; Brandt, H.-H.: Promotionen und Bildungsbürgertum im 19. Jahrhundert, S. 625ff.; Vogt, A.: Wissenschaftlerinnen an deutschen Universi-täten (1900-1945). Von der Ausnahme zur Normalität?, S. 707ff; Höflechner, W.: Die Promotio sub auspiciis Imperatoris beziehungsweise Praesidentis rei publicae, S. 731ff.; Moraw, P.: Zusammenfassender Kommentar, S. 731ff.

Falcke, J.: Studien zum diplomatischen Geschenkwesen am brandenburgisch-preußischen Hof im 17. und 18. Jahrhundert, Berlin 2006 [Duncker & Humblot, 361 S., kart., 89,80 Euro].

Familienbande – Familienschande. Geschlechterverhältnisse in Familie und Verwandtschaft, hg. von E. Labouvie und R. Myrrhe, Köln u.a. 2007 [Böhlau, 300 S., geb., 21 sw-Abb., 37,90 Euro].

Fernández Gómez, M., Franco Idígoras, I.: El tumbo de los reyes católicos del concejo de Sevilla, Bd. 13: Madrid 2007 [Fundación Ramón Areces, 725 S., farb. Abb.].

Feste und Bräuche aus Mittelalter und Renaissance. Die Augsburger Monatsbilder, Güters-loh u.a. 2007 [Chronik-Verlag, 224 S., Ln., farb Abb., 39,95 Euro].

Fischer, L.: Burg Langenau, in: Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege 1 (2008) S. 52-53.

Flammang, V. J. A.: La Noblesse en Hainaut (1425-1525), unpubl. Diss. Univ. Leiden 2007.

Frank, L.: Die nördlichen Teile von Kern- und Vorburg der Marksburg – Neue Untersu-chungsergebnisse, in: Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege 1 (2008) S. 39-44.

Franke, B., Welzel, B.: Dortmund entdecken. Schätze und Geschichten aus dem Mittel-alter, Gütersloh 2008 (Dortmunder Mittelalter-Forschungen, 11) [Verlag für Regionalge-schichte, 144 S., kart., 12 sw-Abb., 163 farb. Abb., 14,90 Euro].

Freundschaft oder „amitié“?. Ein politisch-soziales Konzept der Vormoderne im zwischen-sprachlichen Vergleich (15.-17. Jahrhundert), hg. von K. Oschema, Berlin 2007 (Zeitschrift für Historische Forschung. Beiheft 40) [Duncker & Humblot, 220 S., kart., Tab., Abb., 44 Euro].

Aus dem Inhalt:

Oschema, K.: Einführung, S. 7ff.; Eickels, K. van: Freundschaft im (spät)mittel-alterlichen Europa. Traditionen, Befunde und Perspektiven, S. 23ff.; Garnier, C.: Politik und Freundschaft im spätmittelalterlichen Reich, S. 35ff.; Offenstadt, N.: Freundschaft, Liebe und Friede im Krieg (Frankreich, 14.-15. Jahrhundert), S. 67ff.; Oschema, K.: Auf dem Weg zur Neutralität. Eine neue Kategorie politischen Handelns im spätmittelalterlichen Frankreich, S. 81ff.; Foa, J.: Gebrauchsformen der Freund-schaft. Freundschaftsverträge und Gehorsamseide zu Beginn der Religionseide, S. 109ff.; Iseli, A.: Freundschaft als konstitutives Element in der Theorie des frühneuzeitlichen Staates – eine Spurensuche, S. 137ff.; Jucker, M.: Und willst du nicht mein Bruder sein, so... – Freundschaft als politisches Medium in Bündnssen und Korrespondenzen der Eidgenossenschaft (1291-1501), S. 159ff.; Würgler, A.: Freunde, amis, amici. Freundschaft in Politik und Diplomatie der frühneuzeitlichen Eidgenossenschaft, S. 191ff.

Freller, T.: Adlige auf Tour. Die Erfindung auf Bildungsreise, Ostfildern 2007 [Thorbecke, 231 S., geb., 24,90 Euro].

Friedhoff, J.: Die Marksburg in hessen-darmstädtischer Zeit (1651 bis 1802). Aus- und Umbauten und das Raumprogramm der Festung nach der archivalischen Überlieferung, in: Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege 1 (2008) S. 45-51.

Frieling, K. O.: Die Bedeutung von Kleidung für die soziale und kulturelle Identität des spätmittelalterlichen Hochadels im Reich, in: Pellegrinaggio e Kulturtransfer nel Medioevo europeo. Atti del 1° Semaniraio di studio die Dottorati di ricerca di ambito medievistico delle Università di Lecce e di Erlangen, Lecce, 2-3 maggio 2003, hg. von H. Houben und B. Vetere, Lecce 2006 (Università degli Studi di Lecce. Pubblicazioni del Dottorato, 2), S. 43-56.

Fritzsche, C.: Der Kapellenerker der Lobdeburg bei Jena, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 16 (2007) S. 245-264.

Frühsorge, G.: Vom Aufstieg und Fall des Grafen Konrad Detlev von Dehn. Ein neuer Versuch über den Favoriten am Wolfenbütteler Hof im 18. Jahrhundert, in: Branden-burgisches Jahrbuch für Landesgeschichte 88 (2007) S. 89-113.

Fuhrmann, B., Meteling, W., Rajkay, B., Weipert, M.: Geschichte des Wohnens. Vom Mittelalter bis heute, Darmstadt 2008 [Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 160 S., geb., 77 farb. und 43 sw-Abb., 24,90 Euro].

Funktion und Form. Die mittelalterliche Stiftskirche im Spannungsfeld von Kunstgeschichte, Landeskunde und Archäologie, hg. von S. Lorenz, P. Kurmann und O. Auge, Stuttgart 2007 (Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde, 59) [Thorbecke, IX+270 S., 48 Euro].

Die Fürsten des Landes. Herzöge und Grafen von Schleswig, Holstein und Lauenburg, hg. von E. Imberger, D. Lohmeier und I. Momsen, Neumünster 2008 [Wachholtz, 544 S., geb., zahlr. Abb., Stammtaf., kart., 32 Euro]. – Im Jahr 2005 erschien in Dänemark ein Buch mit dem Titel „De slesvigske hertuger“. Es behandelt alle Herzogshäuser und -linien, die es während des Mittelalters und der Neuzeit im ehemaligen Herzogtum Schleswig gegeben hat. Gemeinsam mit dem dänischen Heraus-geber, dem Geschichtsverein Historisk Samfund for Sonderjylland, entschied die Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte, dies zu übersetzen und um die Kapitel über die Herzöge und Grafen von Holstein und Lauenburg zu erweitern. Das Buch erschien nun als Sonderveröffentlichung zum 175jährigen Bestehen der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte. „Die Fürsten des Landes“ spricht all diejenigen Le-ser an, die an der Geschichte Schleswig-Holsteins interessiert sind. Als allgemeinverständliche Publikation ist sie mit zahlreichen Bildern, Stammtafeln der Fürstenlinien und Karten ihrer Herrschaftsgebiete ausgestattet.

Garner, G.: Le Répertoire des ordonnances de police de l’époque moderne – Repertorium der Policeyordnungen der Frühen Neuzeit, in: Mission Historique Francaise en Allemagne. Bulletin 43 (2007) S. 84-89.

Garner, G.: Tendances et Rencontres. Tendances rècentes de l’histoire politique, sociale et culturelle en Allemagne: les Sonderforschungsbereiche 485, 496 et 584, in: Mission Historique Francaise en Allemagne. Bulletin 43 (2007) S. 90-101.

Gazeau, V.: Normannia monastica. 2 Bde.: Princes normands et abbés bénédictins (Xe-XIIe siècle). Prosopographie des abbés bénédictins (Xe-XIIe siècle), Turnhout 2007 [Brepols, 928 S., geb., 56,60 Euro].

Georges, S.: Das zweite Falkenbuch Kaiser Friedrichs II. Quellen, Entstehung, Überlieferung und Rezeption des Moamin. Mit einer Edition der lateinischen Überlieferung, Berlin 2008 (Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel, 27) [Akademie, 442 S., geb., 79,80 Euro].

Gosman, M.: Les sujets du Père. Les rois de France face aux représentants du peuple dans les assemblées de notables et des États géneraux 1302-1625, Groningen 2007 (Mediaevalia Groningana. New Series, 8) [Peeters, XIV+558 S., 65 Euro].

Goujon, B.: Synthèses et travaux. Entre cosmopolitisme, insertions nationales et ancrages locaux. L’aristocratie au XIXe siècle: la Maison d’Arenberg (1820-1919), in: Mission Historique Francaise en Allemagne. Bulletin 43 (2007) S. 173-179.

Grab – Kult – Memoria. Studien zur gesellschaftlichen Funktion von Erinnerung, hg. von V. Behrmann, A. Karsten und P. Zitzlsperger, Köln u.a. 2007 [Böhlau, XIV+351 S., geb., 126 sw-Abb., 42,90 Euro].

Greiner, C.: Der kranke Fürst. Krankheiten und Tod Markgraf Ludwig Wilhelms von Baden (1655-1707), in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 155 (2007) S. 265-288.

Grell, C.: The Sacre of Louis XVI: The End of a Myth, in: Monarchy and Religion. The Transformation of Royal Culture in Eighteenth-Century Europe, hg. von M. Schaich, Oxford 2007, S. 451-472.

Grenzüberschreitende Familienbeziehungen. Akteure und Medien des Kulturtransfers in der Frühen Neuzeit, hg. von D. Nolde und C. Opitz, Köln 2008 [Böhlau, 352 S., geb., 10 sw-Abb. auf 8 Taf., 44,90 Euro].

Gresser, P.: Pêche et pisciculture dans les eaux princières en Franche-Comté aux XIVe et XVe siècles, Turnhout 2008 (Burgundica, 14) [Brepols, 670 S., kart., 70 Euro].

Guenée, B.: Du Guesclin et Froissart. La fabrication de la renommée, Paris 2008 [Tallandier, 237 S., brosch., 25 Euro].

Das Haus Österreich und der Orden vom Goldenen Vlies, hg. von der Ordenskanzlei des Ordens vom Goldenen Vlies. Graz 2007 [Leopold Stocker Verlag, 200 S., geb., über 100 farb. und sw-Abb. 29,90 Euro].

Aus dem Inhalt:

Habsburg, K. von: Vorwort, S. 7; Pachta-Reyhofen, A.: Geleitwort zum Buch, S. 9; Auer, L.: Einleitung, S. 11-12; Dünnebeil, S.: Die Entwicklung des Ordens unter den Burgunderherzögen, S. 13-35; Höbelt, L.: Der Orden vom Goldenen Vlies als Klam-mer eines Weltreiches, S. 37-52.; Auer, L.: Der Übergang des Ordens an die österrei-chischen Habsburger, S. 53-64; Wiesflecker, P.: Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies im Spiegel von Genealogie und Familiengeschichte, S. 65-88; Habsburg, K. von: Die Bedeutung des Ordens vom Goldenen Vlies in der franzisco-josephinischen Zeit, S. 89-99.; Brandmayr, F. X.: Rechtliche Grundlagen und pastorale Relevanz der geistlichen Privilegien des Ordens, S. 101-111; Schachenmayr O., Cist, A.: Das Marienofficium des Ordens vom Goldenen Vlies von 1458: Das Vlies, das Lamm, der Auftrag, S. 113-122; Kovács, E.: Kaiser Karl, Ottokar Czernin und der Orden vom Goldenen Vlies, S. 123-135; Sterchi, B.: Rendre compte de leur honneur – Der Ein-fluß des Ordens auf das Verhalten seiner Mitglieder, S. 137-160; Liste Nominale des Chevaliers de l’Ordre illustre de la Toison d’Or depuis son Institution jusqu’à nos jours, S. 161-198; Les Officiers de l’Ordre de la Toison d’Or (2007), S. 198.

Hartleb, W., Baumgartner, T., Englmaier, A., Gröschel, C., Hamann, H., Hübner, W.: Ein Hauch von Gold. Pomeranzen und Gartenkunst im Passauer Land, Regensburg 2005 [Schnell & Steiner, 192 S., kart., zahlr. Abb., 14,90 Euro].

Hasselhorst, C.: Meister der Gartenkunst. Die großen Gärten Europas und ihre Schöpfer, Berlin 2004 [Nicolai, 159 S., geb., 79 farb. und 51 sw-Abb., 29,90 Euro].

Haupt, H.: Das Hof- und hofbefreite Handwerk im barocken Wien, 1620 bis 1770, Innsbruck 2007 [Studien, 992 S., kart., 110 Euro].

Hayward, M.: Dress at the Court of King Henry VIII, Leeds 2007 [Maney Publishing, 488 S., geb., 118 £].

Hengerer, M.: Kaiser Ferdinand III. (1608-1657). Vom Krieg und Frieden, Wien 2008 [Böhlau, 216 S., geb., 16 farb. Abb., 24,90 Euro].

Hensler, I.: Ritter und Sarrazin. Zur Beziehung von Fremd und Eigen in der hochmittelalterlichen Tradition der „Chanson de geste“, Köln u.a. 2006 (Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte; 62) [Böhlau, 443 S., geb., 59,90 Euro].

Hérail, F.: La Cour et l’administration du Japon à l’époque de Heian, Genf 2006 [Hautes Etudes Orientales, 800 S., 79,70 Euro].

Herrscher- und Fürstentestamente im westeuropäischen Mittelalter, hg. von B. Kasten, Köln u.a. 2008 (Norm und Struktur, 29) [Böhlau, XI+864 S., 110 Euro].


Herrschaft – Architektur – Raum. Festschrift für Ulrich Schütte zum 60. Geburtstag, hg. von S. Hahn und M. H. Sprenger, Berlin 2008 (Schriften zur Residenzkultur, 4) [Lukas, geb., 405 S., zahlr. sw-Abb., 40 Euro].

Aus dem Inhalt:

Sakralarchitektur und deren Ausstattung

Wels, C.: Die Pfarrkirche St. Valentinus in Kiedrich und ihr „städtischer“ Charakter, S. 17-31; Ellwardt, K.: „Weiße Arbeit“ für den herrschaftlichen Kirchgang. Die Stuckdekorationen im Weißen Saal und in der Schloßkapelle der Wilhelmsburg in Schmalkalden, S. 32-47.

Burg – Schloss – Stadt

Scholz, I.: Von Formen und Formeln. Zur Frage einer „Architektursprache“ im Bur-genbau der rheinischen Kurfürsten im 14. Jahrhundert, S. 49-67; Glimme, H.-P.: Die Burg von Oldersum in ihren geschichtlichen Verhältnissen, S. 68-85; Losse, M.: Das „volle und starke Schloß Rosnegg“ im Hegau. Die spärlichen Reste der Sommer-residenz des Konstanzer Bischofs Jakob Fugger (1567-1626) auf dem Rosenegg bei Rielasingen, S. 86-102; Hahn, S.: „Die befestigte Universitätsresidenz“. Überlegungen zum Phänomen der Multifunktionalität eines Bauensembles am Beispiel der Gießener „Residenz-Architektur“, S. 103-123; Müller, M.: Das Mittelalter hinter barocker Mas-ke. Zur Visualisierung architektonischer Tradition in den Residenzbauten der Hohen-zollern und Wettiner, S. 124-146; Trouet, D.: Die Modernisierung des Trierer Kurfürstlichen Palastes unter Johann Philipp von Waldersdorff (1756-68) und seinem Architekten Johannes Seitz, S. 147-164; Ottersbach, C.: Bauen als Ausdruck von Souveränität. Die Festungen und Paläste des Ali Paşa von Tepelene, S. 165-181.

Schloss – Ausstattung

Höppner, A.: Repräsentation des venezianischen Adels am Anfang des 18. Jahr-hunderts. Die Bildzyklen in den Saloni der Ca’Dolfin und der Ca’Sandi; Brossette, U.: Schloß Wilhelmshöhe in Kassel. Raumfolge und Erstausstattung des Weißen-steinflügels unter Landgraf Wilhelm IX. (1786-1821); Sprenger, M. H.: Der Fürst im Museum. Das Alte Schloß in Gießen und seine „Wiederherstellung“ und Ausstattung unter Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt, S. 227-259.

Herrschaftsverständnis und Herrschaftsausübung

Jachmann, J.: „... in Ritterspilen und hohem Gebreng frembder Nationen erfaren“, S. 261-275; Heitmann, K.: „Direction aller Bau=Sachen“. Die Organisation des herr-schaftlichen Bauwesens im Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt im 18. Jahrhundert, S. 276-291.

Ikonographie von Herrschaft und herrschaftliche Ikonografie

Völkel, M.: Monarchen und ihre Effigies als Objekte der Schaulust 1660-1860, S. 293-313; Hermann, T. I.: Ein Nomen-Omen als „Sinnreiche Ehren=Seule“. Johann Franz Griendls architektonisch-emblematische Gratulationsschrift zur Thronbesteigung des sächsischen Kurfürsten Johann Georg III., S. S. 314-328; Dittrich, E.: Ein Streit um den Reisschen Bart oder: Der Telefonerfinder und seine Denkmäler, S. 329-345.

Architektur und Denkmalpflege nach 1945

Hansen, A.: Das „gefühlte Denkmal“ – Rekonstruktion und Identität, S. 347-364; Herbig, B.: Otto Bartning in Darmstadt, S. 365-381.

Herz, R.: Studien zur Drucküberlieferung der ‚Reise ins gelobte Land‘ Hans Tuchers des Älteren. Bestandsaufnahme und historische Auswertung der Inkunabeln unter Berücksichtigung der späteren Drucküberlieferung, Nürnberg 2005 [Selbstverlag des Stadtarchivs Nürnberg, XVIII+325 S., kart., Abb., 36 Euro].

Herzog Albrecht von Preußen und Livland (1560-1564). Regesten aus dem Herzoglichen Briefarchiv und den Ostpreußischen Folianten, bearb. von S. Hartmann, Köln 2008 (Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, 61) [Böhlau, 592 S., geb., 69,90 Euro].

Hesse, C.: Handel und Straßen. Der Einfluß der Herrschaft auf die Verkehrsinfrastruktur in Fürstentümer des spätmittelalterlichen Reiches, in: Straßen und Verkehrswege im hohen und späten Mittelalter, hg. von R. C. Schwinges, Ostfildern 2007 (Vorträge und Forschungen, 66), S. 229-256.

Heuschke, E.: Die Wolfenbütteler Herzöge und der Bergbau im Harz, in: Brandenburgisches Jahrbuch für Landesgeschichte 88 (2007) S. 71-88.

Heydenreuter, R.: Die Hüter des Schatzes. 200 Jahre staatliche Finanzverwaltung in Bayern, Regensburg 2008 [Friedrich Pustet, 296 S., geb., zahlr. teils farb. Abb., 24,90 Euro].

Heynens, L.: Adel in ‚Limburg‘ of de Limburgse Adel. Geschiedenis en Repertorium 1590-1990, Maastricht 2008 [Pons Mosae Editions, 420 S., zahlr. Abb., 36,50 Euro].

Hiltmann, T.: Art. „Kampfspiele“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 280-281.

Höfe – Salons – Akademien. Kulturtransfer und gender im Europa der frühen Neuzeit, hg. von G. Stedman und M. Zimmermann, M., Hildesheim u.a. 2007 [Olms, 372 S., kart., 48 Euro].

Höfische Kostbarkeiten in Thüringen, Historische Anlagen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, bearb. von H. Lass, H. E. Paulus und S. Winghart, hg. von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, Regensburg 2007 [Schnell & Steiner, 260 S., kart., 194 farb. und 1 sw-Abb., 18,90 Euro].

Hortus Artium Medievalium, Bd. 13: Elites and Architecture in the Middle Ages, hg. von G. Ripoll und M. Jurković, Turnhout 2007 [Brepols, 492 S., kart., Abb., 66 Euro].

Aus dem Inhalt:

Elites and Architecture in the Middle Ages

Jeličić-Radonic, J.: Salona at the Time of Bishop Hesychius; Belcari, R.: Il vescovo Florentinus e la cattedrale di San Secondiano a Chiusi; Lauranson-Rosaz, C.: Les élites et l’architecture dans le centre de la Gaule durant le haut Moyen Âge. L’exemple de Clermont en Auvergne: de la cathédrale de Namace (Ve s.) à celle d’Étienne II (Xe s.); Lucherini, V.: L’architetturra della Cattedrale di Napoli nell’Altomedioevo: lo sguardo verso Roma del vescovo-duca Stefano II (766-794); Foucher, F.: Adalhard et les deux Corbie, fondation et architecture raisonnée d'un monastère caroligien; Milošević, A.: Due esempi di corti reali altomedievali in Croazia; Oulion, R.: Dévotion et souvenir d’élites autour des projets architecturaux de San Salvator al Monte Amiata ; Rizzardi, G.: Chiesa e Impero nel Medieoevo: le abbazie di Ravenna e dell’area padano-adriatica fra tradizione Jakšić, N.: Il caso dell'acconte Dobronà e del proconsole Gregorio; Fabbri, L.: La chiesa di San Giovanni in Vallea Verona: un’architettura di prestigio tran novità e tradizione nella Verona di dodicesimo seculo; Scirea, F.: Committenza colta in un borgo lombardo: la chiesa di S. Colombano a Vaprio d’Adda (Milano); Carrero Santamaria, E.: Le palais épiscopal dans les royaumes ibériques médiévaux. Une interprétation fonctionnelle; Ančič, M.: Architecture on Royal Domains in Northern Dalmatia; Goss, V.P.: Bishop Stjepan II and Herceg Koloman and the Beginnings of the Gothic in Croatia.

Élites y arquitectura en la antigüedad tardia

Arce, J.: Reyes Visigodes y arquitectura; VelásquezEl valor de las fuentas literarias y epigráficas sobre la edilicia religiosa en la Hispania Visigoda; Pinar Gil, J.: Sepulturas „Goticas“ y arquitectura en el Meditterráneo occidental ca. 500 AD: una primera aproximacion; Berndt, G.M.: Architecture and the Vandal Elite in Africa; Cirelli, E.: Élites civili ed ecclesiastiche nella Ravenna tardoantica; Vida, T.: Late Roman Territorial Organisation and the Settlement of the Barbarian Gentes in Pannonia; Gantier, A.: Avant le hall anglo-saxon: Modèles insulaires et évolution des valeurs (V-VIe siècles); Araguas, S.: Contrefaçon, deux modalités d’appropriation du passé, pour quelles élites?; , N., Jurković, M.: „Signatures“ in the Stones - The Legacy of Early Medieval Elites on the Territory of Modern Croatia; Carrero Santamariá, E.: La ciudad santa de Oviedo, un conjunto de iglesias para la memoria del rey.

Hübner, W.: Schloß und Park Freudenhain in Passau, Worms 2007 [Wernersche Verlags-gesellschaft, 360 S., Ln., 89 Euro].

Hunt, A.: The Drama of Coronation Medieval Ceremony in Early Modern England, Cambridge 2008 [Cambridge University Press, 256 S.].

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde 1997-2007, hg. vom Institut für Sächsi-sche Geschichte und Volkskunde e.V., Dresden, bearb. von W. Müller und A. Martin, Red. S. Müller (Text) und B. Löffler (Bild), Dresden 2007 (Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde, 19) [w.e.b., 144 S., kart., zahlr. meist farb. Abb., 14,80 Euro].

Aus dem Inhalt:

Thieme, A.: Fürstinnenkorrespondenz der Reformationszeit, S. 70ff.

Itinéraire de Philippe IV le Bel (1285-1314), hg. von É. Lalou. 2 Bde., Paris 2007 (Mémoires de l’Académie des Inscriptions et Belles-Lettres, 37) [De Boccard, 814 S., 27 Karten, 130 Euro].

Janssen, G.: Dynastieke transfer in de Republiek. De politicke en religieuse betekenis van de stadhonderlijke begrafenisstoet, in: Bijdragen en mededelingen betreffende de geschiedenis der Nederlanden 122 (2007) S. 208-232.

La justice temporelle dans les territoires angevins aux XIIIe et XIVe siècles. Théories et pratiques, hg. von J.-P. Boyer, A. Mailloux und L. Verdon, Rom 2005 (Collection de l’École Française de Rome, 354) [École Française de Rome, 470 S., 55 Euro].

Kaiser Friedrich II. (1194-1250). Welt und Kultur des Mittelmeerraums, hg. von M. Fansa u.a., Mainz 2008 (Schriftenreihe des Landesmuseums für Natur und Mensch, 55) [Zabern, 500 S., geb., 900 farb Abb., 44,90 Euro].

Die Kaisermacher. Frankfurt am Main und die Goldene Bulle 1356-1806. Aufsätze, hg. von E. Brockhoff und M. Matthäus, Frankfurt am Main 2006 [Societäts-Verlag, 384 S., 25 Euro].

Karl IV. Kaiser von Gottes Gnaden. Kunst und Repräsentation des Hauses Luxemburg 1310-1437, hg. von J. Fajt, München 2006 [Deutscher Kunstverlag, 679 S., 78 Euro].

Kaiser Rudolf II. zu Gast in Dresden. Katalogbuch zur Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Sponsel-Raum des Neuen Grünen Gewölbes vom 6. Dezem-ber 2007 bis zum 31. März 2008, hg. von H. Trnek, S. Haag, C. Kryza-Gersch, F. Kirchweger, K. Schmidt-von Ledebur, P. Rainer und D. Syndram, München 2007 [Deutscher Kunstverlag, 96 S., kart., 45 farb Abb., 14,90 Euro].

Der Kardinal. Albrecht von Brandenburg, Renaissancefürst und Mäzen. Halle, Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, 9. September-26. November 2006. Ausstellungskatalog, hg. von T. Schauerte und A. Tacke, 2 Bde., Regensburg 2006 [Schnell & Steiner, 704 S., geb., Ill., 59 Euro].

Karl der Kühne (1433-1477). Kunst, Krieg und Hofkultur, hg. von S. Marti, T.-H. Borchert und G. Keck. Katalog zur Ausstellung „Karl der Kühne (1433-1477“, Histori-sches Museum Bern, 25. April-24. August 2008, Bruggemuseum & Groeningemuseum Brügge, 27. März-21. Juli 2009, Bern u.a. 2008 [Belser, 382 S., geb., 49,80 Euro].

Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften im Thüringischen Staatsarchiv Altenburg, bearb. von R. Lenz, E.-M. Dickhaut, J. Dörfer, B. zur Nieden und J. Witzel, Stuttgart 2007 (Marburger Personalschriften-Forschungen, 43) [Franz Steiner, 706 S., kart., 1 Faltkarte, 58 Euro].

Kink, B.: Adelige Lebenswelt in Bayern im 18. Jahrhundert. Die Tage- und Ausgabenbücher des Freiherrn Sebastian von Pemler von Hurlach und Leutstetten (1718-1772), München 2007 (Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte, 26) [Bayerische Aka-demie der Wissenschaften, 398 S., geb., 44 Euro].

Kink , B.: Adelige Lebenswelt in Bayern im 18. Jahrhundert. Die Tage- und Ausgabenbücher des Freiherrn Sebastian von Pemler von Hurlach und Leutstetten (1718-1772), München 2007 (Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte, 26) [Kommission für bayerische Landesgeschichte, XLVI+398 S., 42 Euro].

Klaniczay, G.: Holy Rulers and Blessed Princesses. Dynastic cults in medieval central Europe, Cambridge 2007 [Cambridge University Press, 511 S., geb., 91 Abb., 90,51 Euro].

Kloster und Wirtschaftswelt im Mittelalter, hg. von C. Dobrinski u.a., Paderborn u.a. 2007 (MittelalterStudien des Instituts zur Interdisziplinären Erforschung des Mittelalters und seines Nachwirkens, 15) [Fink, 226 S., kart., 24,90 Euro].

Knapp, U.: Stätten deutscher Kaiser und Könige im Mittelalter, Stuttgart 2007 [Theiss, geb., 165 meist farb. Abb., 34,90 Euro].

Knorring, M. von: Regierung und Verwaltung in Hochstift und Residenzenstadt Passau um 1550, in: Passau – Mythos und Geschichte. Begleitband zur Ausstellung im Oberhaus-Museum Passau, hg. von M. Brunner, Regensburg 2007, S. 139-143.

Knorring, M. von: Modernisierung und Stabilisierung: Die Hochstiftspolitik des Passauer Bischofs Wolfgang von Salm (1541-1555), in: Passauer Jahrbuch 49 (2007) S. 61-82.

Koch, W.: Inschriftenpaläographie des abendländischen Mittelalters und der frühen Neuzeit. Früh- und Hochmittelalter, München 2007 [Oldenbourg, 264 S., brosch., 250 Abb., mit zahlr. Editionsbeispielen, 3 Karten, 1 CD, 39,80 Euro].

Kommunikation in mittelalterlichen Städten, hg. von J. Oberste, Regensburg 2007 (Forum Mittelalter-Studien, 3) [Schnell & Steiner, 204 S., kart., 16 farb. und 1 sw-Abb., Tab., 2 Stammbäume, 24,90 Euro].

Das Königsberger Schloß. Eine Bau- und Kulturgeschichte. Bd. 1: Von der Gründung bis zur Regierung Friedrich Wilhelms I. (1255-.1740), Bd. 2. Von der Regierung Friedrichs des Großen bis zum Untergang (1740-1967/68), hg. von W. D. Wagner, Regensburg 2007 [Schnell & Steiner, 544 S. in 2 Bd., 180 sw- und 30 farb. Abb., geb., 66 Euro].

Konrad von Megenberg (1309-1374) und sein Werk. Das Wissen der Zeit, hg. von C. Märtl, G. Drossbach und M. Kintzinger, München 2007 (Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. Beihefte, 31) [Beck, 553 S., geb., 58 Euro].

Konversationskultur in der Vormoderne. Geschlechter im geselligen Gespräch, hg. von R. Schnell, Köln u.a. 2008 [Böhlau, 614 S., geb., 59,90 Euro].

Aus dem Inhalt:

Schnell, R.: Einleitung, S. 1-30; Schnell, R.: Konversation im Mittelalter. Bausteine zu einer Geschichte der Konversationskultur, S. 121-218; Schnell, R.: Zur Konversationskultur in Italien und Deutschland im 15. und 16. Jahrhundert. Methodologische Überlegungen, S. 313-384; Schnell, R.: Männer unter sich – Männer und Frauen im Gespräch. Geschlechterspezifische Aspekte der Konversation, S. 387-440; Schnell, R.: Zur Geselligkeitskultur des männlichen Adels in Deutschland: Das Fallbeispiel Zimmerische Chronik (ca. 1552-66), S. 441-471.

Koolman, A.: Die Erziehung eines Prinzen. Die Ausbildung Herzog Christian Ludwigs II. in Grabow, Wolfenbüttel, London und Rom, in: Mecklenburgische Jahrbücher 122 (2007) S. 81ff.

Koslofsky, C.D.: Princes of Darkness: The Night at Court 1650-1750, in: Journal of Modern History, 79, 2 (2007) S. 235-273.

Krämer, S.: Herrschaftliche Grablege und lokaler Heiligenkult. Architektur des englischen Decorated Style, München 2007 (Kunstwissenschaftliche Studien, 142) [Deutscher Kunst-verlag, 384 S., kart., 226 sw-Abb., 58 Euro].

Kreuder, F.: Art. „Theater“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 284-286.

Kruppa, N.: Adlige – Stifter – Mönche. Zum Verhältnis zwischen Klöstern und mittelalter-lichem Adel, Göttingen 2007 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, 227; Studien zur Germania Sacra, 30) [Vandenhoeck & Ruprecht, 325 S., 46,90 Euro].

Kruse, B.-J.: Witwen. Kulturgeschichte eines Standes in Spätmittelalter und früher Neuzeit, Berlin 2007 [de Gruyter, XVI+768 S., 40 sw- und 1 frab. Abb., 98 Euro].

Küntzel, T.: „Unter Beschuß“. Die Belagerung von Burgen im Harz während des 11. bis 14. Jahrhunderts, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 16 (2007) S. 265-284.

Kunze, J.: Das Amt Leisnig im 15. Jahrhundert. Verfassung, Wirtschaft, Alltag, Leipzig 2007 (Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde, 21) [Leipziger Universi-tätsverlag, 418 S., geb., 48 Euro].

Das kurfürstliche Schloß in Bonn. Residenz der Kölner Erzbischöfe – Rheinische Friedrich-Wilhelm-Universität, hg. von G. Satzinger, München, Berlin 2007 [Deutscher Kunst-verlag, 168 S., kart., 88 farb. und 17 sw-Abb., 29,90 Euro].

Langensteiner, M.: Für Land und Luthertum. Die Politik Herzog Christophs von Württem-berg (1550-1568), Köln 2008 (Stuttgarter Historische Forschungen, 7) [Böhlau, 480 S., geb., 59,90 Euro].

Latzin, E.: Claudius Stein und Walter Ziegler, Die Romreise des Münchener Franziskaner-Provinzials Modestus Reichardt im Jahr 1654. Ein Beitrag zum Pilgerwesen der Frühen Neuzeit, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 70 (2007) S. 427-502.

Laubner, D.: Schlösser und Burgen in Deutschland aus der Luft, Berlin 2008. [Nicolaische Verlagsbuchhandlung, geb., 136 S., farb. Abb., 34,90 Euro].

Laver, monder, blanchir. discours et usages de la toilette dans l’Occident médiéval, hg. von S. Albert, Paris 2007 (Cultures et civilisations médiévales) [Presses de l’Université Paris-Sorbonne, 188 S., brosch., 20 Euro].

Leferme-Falquières, F.: Les courtisans: une société de spectacle sous l’Ancien Régime, Paris 2007 [Presses universitaires de France, 313 S., brosch., 28 Euro].

Leibetseder, M.: In der Hand des Herrschers. Adlige Pagen und fürstliche Patronage um 1600, in: Zeitschrift für historische Forschung 34,4 (2007) S. 609-628.

Lexikon des Mittelalters. Ein Lexikon historischer und literarischer Personen, hg. von H. Brunner und M. Herweg, Stuttgart 2007 [Kröner, 504 S., Ln., 73 Abb., 26 Euro].

Lippmann, W.: Il Neugebäude di Vienna: genesi e analisi di un insolito complesso, in: Annali di architettura. Rivista del Centro Internazionale di Studi di Architettura Andrea Palladio 18-19 (2006-2007) S. 143-168.

Little, P.: Music at the Court of King Oliver, in: The Court Historian 12,2 (2007) S. 173-191.

Lohrmann, D.: Das Maschinenbuch des Konrad Gruter für Erich VII., König von Dänemark (1425), in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 63 (2007) S. 71-92.

Die lokale Policey. Normensetzung und Ordnungspolitik auf dem Lande. Ein Quellenwerk, hg. von W. Wüst, Berlin 2008 [Akademie, 616 S., geb., 13 sw-Abb., 84,80 Euro].

López Álvarez, A.: Poder, lujo y conflicto en la Corte de los Austrias. Coches, corrozas y sillas de mano, 1550-1700, Madrid 2006 (La Corte en Europa, 1) [Ediciones Polifemo, 704 S., geb., 32 farb. Abb., 40 Euro].

Losse, M.: Die Lahn. Burgen und Schlösser. Von Biedenkopf und Marburg über Gießen, Wetzlar und Weilburg bis Limburg, Nassau und Lahnstein, Petersberg 2007 (Burgen, Schlösser, Herrensitze, 2) [Imhof, 224 S., kart., 421 farb. Abb., 16,80 Euro].

Losse, M.: Die Mosel. Burgen, Schlösser, Adelssitze und Befestigungen von trier bis Koblenz, Petersberg 2007 (Burgen, Schlösser, Herrensitze, 3) [Imhof, 193 S., geb., 456 farb. Abb., 16,80 Euro]

Macht und Freundschaft. Berlin – St. Petersburg 1800 bis 1860. Martin-Gropius-Bau, hg. von der Stiftung Preußische Schlößer und Gärten Berlin-Brandenburg, Leipzig 2008 [Koehler & Amelang, 336 S., geb., 24,90 Euro].

Maissen, T.: „Die Geburt der Republik“. Staatsverständnis und Repräsentation in der früh-neuzeitlichen Eidgenossenschaft, Göttingen 2007 [Vandenhoeck & Ruprecht, 672 S., geb., 59,90 Euro].

Making and breaking the rules. Succession in medieval Europe, c. 1000-c. 1600, hg. von F. Lachaud, und M. Penman, Turnhout 2006 (Histoires de la familie, 9) [Brepols, 261 S., kart., 55 Euro].

Maissen, T.:Die Geburt der Republic. Staatsverständnis und Repräsentation in der frühneuzeitlichen Eidgenossenschaft, 2. Aufl., Göttingen 2008 (Historische Semantik, 4) [Vandenhoeck & Ruprecht, 672 S., geb., 43 Abb., 59,90 Euro]

Mansel, P.: Dressed to Rule. Royal and Court Costume from Louis XIV to Elizabeth II. New Haven 2005 [Yale University Press, 237 S., 25,36 Euro].

Marburg, S.: Europäischer Hochadel. König Johann von Sachsen (1801-1873) und die Binnenkommunikation einer Sozialformation, Berlin 2008 [Akademie, 353 S., geb., 49,80  Euro]. – Der Hochadel erscheint im Blick über Europa hinweg als eine Sozialformation mit einem eigenen Selbstverständnis und mit einer internen Kommunikation. Das zeigt das Beispiel des Wettiners Johann (1801-1873). Welche Vorstellungen hatten Johann und seine Familie vom Hochadel, von Standes-grenzen und standesgemäßem Verhalten? Wie verstand Johann seine Legitimation? Und welche symbolischen Praktiken gewährleisteten wiederum die Exklusivität der Gruppe und die Auratisierung des Einzelnen im Alltag? Die Korrespondenz, die gegenseitigen Besuche sowie die für das Selbstverständnis des Hochadels wichtigen Heiraten bilden die Schwerpunkte der Darstellung. Während ständische Strukturen in dieser Epoche an Bedeutung verloren, war es ihre Binnenkommunikation, die dieser Sozialformation die Chance eröffnete, als Erinnerungsgruppe fortzubestehen.

Aus dem Inhalt:

Einleitung: Motive einer Biografie – Hoher Adel als Forschungsgegenstand – Frage-stellung und Durchführung – Binnenkommunikation – Stand von Forschung und Deutung – Johann und die Dynastie – Quellen

Texte und Konzepte – Privatbriefe: Privatbriefe als Textsorte der Binnen-kommunikation – Schreibintention – eine vielstimmige Gesamtkorrespondenz – Briefe als geronnene Muße – Das Briefgeheimnis – Briefaufbau und Thematik – Sozial-spezifik – Die Symbolisierung des Standesunterschiedes

Begriffe – Differenz und Distinktion: Gruppenkonzepte: Einige Begriffe – Handlungs-orientierung: Pflicht und Gewissen – Legitimationskonzepte: Gottesgnade und Men-schenpflicht – Konzepte der Binnenkommunikation

Begegnungen – Gesellschaft und Geselligkeit: Im Kräftefeld der Residenz – Der Rang bei Hof – Besuche

Heiraten – eine Zukunft und acht Lösungen: Ebenbürtigkeit – Semantik der Endogamie – Eheanbahnung für die Kinder König Johanns – Heiratskalkül für die Kinder König Johanns

Zusammenfassung

Anhang: Quellentexte – Tabellen und Übersichten – Verzeichnisse – Register

Marchandisse, A.: Prélude à l’éternité ... Mort, funérailles et sépultures des évèques de Liège au crépuscule du Moyen Age (XIIIe-XVe siècle), in: Sépulture, mort et représentation du pouvoir au Moyen Âge. Tod, Grabmal und Herrschaftsrepräsentation im Mittelalter. Actes des 11es Journées lotharingiennes, 26-29 septembre 2000, Centre universitaire de Luxembourg, hg. von M. Margue mit M. Uhrmacher und H. Pettiau, Luxembourg-Gasperich 2006 (Publications de la Section historique de l’Institut Grand-Ducal de Luxembourg, 118; Publications du CLUDEM; 18), S. 197-239.

Marra, S.: Allianzen des Adels. Dynastisches Handeln im Grafenhaus Bentheim im 16. und 17. Jahrhundert, Köln u.a. 2006 [Böhlau, IV, 294 S., geb., 19 sw-Abb. auf 16 Tafeln, 34,90 Euro].

Maske und Mosaik. Poetik, Sprache, Wissen im 16. Jahrhundert, hg. von J.-D. Müller und J. Robert, Münster 2007 [LIT, 456 S., geb., 44,90 Euro].

Matthaeus Merian d.Ä., Topographia Germaniae. Reprintausgabe in acht Bänden, Braunschweig 2005 [Archiv-Verlag, geb., 4000 S., zahlr. Abb., 248 Euro].

Meckelnborg, C., Riecke, A.-B.: Georg Spalatins ‚Chronik der Sachsen und Thüringer‘. Ein historiographisches Großobjekt der Frühen Neuzeit, Köln 2008 [Böhlau, 224 S., geb., 20 farb. Abb., 34,90 Euro].

Meier, B.: Friedrich Wilhelm II. König von Preußen. Ein Leben zwischen Rokoko und Revolution, Regensburg 2007. [Pustet, 333 S., geb., 22 Abb., 29,90 Euro].

Meinhardt, M.: Dresden im Wandel. Raum und Bevölkerung der Stadt im Residenz-bildungsprozess des 15. und 16. Jahrhunderts, Berlin 2008 (Hallische Beiträge zur Ge-schichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, 4) [Akademie, 416 S., geb., 20 sw- und 15 farb. Abb., 59,80 Euro].

Melville, G.: Zum mittelalterlichen „Imaginären“ des Urbanen, in: Was machte im Mittel-alter zur Stadt? Selbstverständnis, Außensicht und Erscheinungsbilder mittelalterlicher Städte. Vorträge des gleichnamigen Symposiums vom 30. März bis 2. April 2006 in Heil-bronn, hg. von K.-U. Jäschke und C. Schrenk, Heilbronn 2007 (Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Heilbronn, 18), S. 9-23.

Merz, J.: Bistümer und weltliche Herrschaftsbildung im Westen und Süden des Reiches, in: Historisches Jahrbuch 126 (2006) S. 65-89.

Mittelalterliche Kampfesweisen III. Scheibendolch und Stechschild, hg. von A. Schulze, Mainz 2008 [Philipp von Zabern, 192 S., geb., 362 farb. und 11 sw-Abb., 49,90 Euro].

Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert, bearb. von J. Zan-der-Seidel, D. Hess, F. M. Kammel, R. Schürer u.a., Nürnberg 2006 (Die Schau-sammlung des Germanischen Nationalmuseums, 2) [Germanisches National Museum, geb., 450 S., 450 meist farb. Abb., 39 Euro].

Modrow, B. Gröschel, C.: Fürstliches Vergnügen. 400 Jahre Gartenkultur in Hessen, Regensburg 2002 [Schnell & Steiner, 180 S., kart., 154 farb. und 37 sw-Abb., 12,90 Euro].

Moult obscures paroles. Études sur la prophétie médiévale, hg. von R. Trachsler, Paris 2007 (Cultures et civilisations médiévales, 39) [Presses de l’Université Paris-Sorbonne, 272 S., brosch., 8 farb. Abb., 28 Euro].

Moyard, M. S.: Crime de poison et procès politique à la Cour de Savoie. L’affaire Pierre Gerbais (1379-1382), Lausanne 2008 (Cahiers lausannois d’histoire médiévale, 44) [Université de Lausanne,501 S., Ill., Karten, 32 Euro].

Müller, A.: Art. „Herrschafts-, Amts- und Standeszeichen“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 256-258.

Müller, J.-D.: Höfische Kompromisse. Acht Kapitel zur höfischen Epik, Tübingen 2007 [Niemeyer, IV+490 S., Ln., 68 Euro].

Müller, S.: Art. „Boten, Diplomatie, Herolde“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 310-311.

Nelson, J. L.: Courts, Elites, and Gendered Power in the Early Middle Ages. Charlemagne and Others, Aldershot 2007 (Variorum Collected Studies Series, CS 878) [Ashgate, 346 S., Hb., 65 £].

Neugebauer, W.: Die Geschichte Preußens. Von den Anfängen bis 1947, München 2006 [Piper, 160 S., kart., 8,95 Euro].

Neuhaus, H.: Territorial- und Herrschergeschichte als Reichsgeschichte im 16. und 17. Jahr-hundert, in: „... für deutsche Geschichts- und Quellenforschung“. 150 Jahre Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, hg. von L. Gall, München 2008, S. 121-150.

Nicolas Faret, Ehrliebender Hof=Mann 1648, hg. von P. Bohrn und A. Noe, Berlin 2007 (Translatio, 3) [Weidler, 115 S., kart. 22 Euro].

Nonnen, Kanonissen und Mystikerinnen. Religiöse Frauengemeinschaften in Süddeutschland. Beiträge zur interdisziplinären Tagung vom 21. bis 23. September 2005 in Frauenchiemsee, hg. von E. Schlotheuber, H. Flachenecker und I. Gardill, Göttingen 2008 (Studien zur Germania Sacra, 31; Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, 235) [Vandenhoeck & Ruprecht, 472 S, kart., zahlr. Abb., 64, 90 Euro].

Novoa Portela, F., Deluz, C., Ladero Quesada, M. A., Reichert, F.: Voyageurs au moyen âge, Paris 2007 [Actes Sud, 336 S., 59 Euro].

Nürnberger Goldschmiedekunst 1541-1868. Bd. 1: Meister – Werke – Marken, Tl. 1: Text-band, Tl. 2: Tafelband, bearb. von K. Tebbe, U. Timann, T. Eser u.a., Nürberg 2007 [Ger-manisches Nationalmuseum, geb., Bd. 1 (Text): ca. 650 S., 1800 Abb.; Bd. 2 (Tafeln): 294 S., 782 sw-Abb., 98 Euro]; Bd. 2: Goldglanz und Silberstrahl, bearb. von K. Tebbe, R. Schürer u.a., Nürberg 2007 [Germanisches Nationalmuseum, geb., 331 S., 85 sw-Abb., 182 farb. Abb., 28,80 Euro].

Objets sacrés, objets magiques, hg. von C. Delattre, Paris 2007 [Picard, 192 S., brosch., 30 Euro].

Offices, Écrit et Papauté (XIIIe-XVIIe siècle), hg. von A. Jamme und O. Poncet, Rom 2007 (Collection de l’école française de Rome, 386) [École Française de Rome, VIII+952 S., kart., 121 Euro].

Aus dem Inhalt:

Jamme, A., Poncet, O.: L’écriture, la mémoire et l’argent: un autre regard sur les offices pontificaux (XIIIe-XVIIe siècle), S. 1-13.

I. Production et consummation de l’écrit

Castelnuovo, G.: Les officiers princiers et le pouvoir de l’écrit: pour une histoire documentaire de la principauté savoyarde (XIIIe-XVe siècle), S. 17-46; Caciorgna, M. T.: Scritture ed ufficiali pontifici nella Campagna e Marittima del primo Trecento, S. 47-71; Jugie, P.: Les cardinaux légats et leurs archives au XIVe siècle, S. 73-96; Jamme, A.: De la banque à la Chambre? Naissance et mutations d’une culture comptable dans les provinces papales entre XIIIe et XVe siècle, S. 97-251; Salonen, K.: La Penitenziera apostolica e le partes, S. 253-265; Tizon-Germe, A.-C.: Écrire en temps de guerre?, S. 267-271; Irace, E.: Una voce poco fa: note sulle difficili pratiche della comunicazione tra il centro e le periferie dello Stato ecclesiastico (Perugia, metà XVI-metà XVII secolo), S. 273-299; Brunelli, G.: Cultura politica e mentalità burocratica nei carteggi dell’organizzazione militare pontificia (1560-1800), S. 301-310.

II. Économie des offices et administration des finances

Jamme, A.: Formes dissociées ou polyvalence de l’office curial? La cité du pape et le maréchal du siège apostolique (XIIIe-XVe siècle), S. 313-392; Anheim, É.: L’artiste et l’office: financement et statut des producteurs culturels à la cour des papes au XIVe siècle, S. 393-406; Bernardi, P.: Le maître des oeuvres du pape: officier ou entrepreneur?, S. 407-425; Hayez, A.-M.: La rétribution des officiers et familiers des papes au XIVe siècle, S. 427-448; Genequand, P.: Les rémunérations composites à la cour pontificale au début du Grand Schisme d’Occident, S. 449-495; Esposito, A.: La pratica delle compagnie d’uffici alla corte di Roma tra fine ‘400 e primo ‘500, S. 497-515; Bruscoli, F. G.: Mercanti-banchieri e appalti pontifici nella prima metà del Cinquecento, S. 517-543; Ippolito, A. M.: La „famiglia“ del papa: struttura e organizzazione, S. 545-558; Pieyre, C.: Finances pontificales et représentation diplomatique du Saint-Siège au temps d’Urbain VIII: le cas de la légation du cardinal Francesco Barberini en France en 1625, S. 559-568; Tabacchi, S.: L’amministrazione temporale pontificia tra servizio al papa ed interessi privati (XVI-XVII s.), S. 569-599; Rouchon, O.: Administration pontificale, finances citadines et luttes politiques: les tabelles d’Avignon au XVIIe siècle, S. 601-639.

III. Enregistrement et usage des archives

Theis, V.: Décrire le chantier ou écrire le chantier? Titres et offices dans les comptes de construction pontificaux de la première moitié du XIVe siècle, S. 643-666; Bombi, B.: Registrazioni ufficiali e registrazioni private: il registro di Andrea Sapiti, procuratore alla curia avignonese, S. 667-783; Berthe, P.-M.: L’enregistrement à la curie pontificale au XIVe siècle: dits et non-dits sur les procureurs, S. 685-704; Filippini, O.: „Per la fuga non disinteressata di notizie“. Michele Lonigo dall’Archivio Vaticano alle prigioni di Castel Sant’Angelo (1617): i costi dell’informazione, S. 705-736; Ponchet, O.: Les archives de la papauté (XVIe-milieu du XVIIe siècle): la genèse d’un instrument de pouvoir, S. 737-762; Filippini, O.: „Si per servizio della Sede Apostolica come per cautela di lui stesso“: l’„offizio d’archivista“ per Carlo Cartari, prefetto dell’archivio papale di Castel Sant’Angelo nel XVII secolo, S. 763-787; Gardi, A.: Gli archivi periferici dello Stato pontificio: il caso di Bologna tra XIV e XVII secolo, S. 789-837; Rouchon, O., Thomas, B.: Les écritures du Palais: archives de la papauté et archives administatives dans la légation d’Avignon, XVIe-XVIIIe siècle, S. 839-891.

Oschema, K.: Art. „Adelige Tugenden und Laster“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 182-184.

Pálffy, G.: Krönungsmähler in Ungarn im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit. Weiterleben des Tafelzeremoniells des selbständigen ungarischen Königshofes und Macht-repräsentation der ungarischen politischen Elite. Tl. 2, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 116 (2008) S. 60-91.

Panzer, M. A.: Fürstinnen von Thurn und Taxis, Regensburg 2008 [Pustet, 224 S., geb., 24,90 Euro].

Papajík, D.: Šlechtická jména v českých zemích ve 14.-16. století [mit Zusammenfassung: Adelige [Vor]namen in den böhmischen Ländern im 14.-16. Jahrhundert], in: Medieaevalia Historica Bohemica 10 (2005) S. 247-264.

Paravicini, W.: Höfischer Raum, hier die Art. „Hof als praktischer Lebensraum“, Hof als Sozialraum“, „Hof als politischer Raum“, „Hof als ökonomischer Raum“, „Topographie des höfischen Raumes“, „Hof als kultureller Raum“, „Hof als Symbolraum“, „Der höfische Raum – eine Weltischt“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 2, S. 285-292.

Patronage and Dynasty. The Rise of the Della Rovere in Renaissance Italy, hg. von I. F. Verstegen, Toronto 2007 (Sixteenth century essays & studies, 77) [Truman State University Press, XXVIII+210 S., kart, graph. Darst., 33 £].

Paulus, C.: Das Pfalzgrafenamt in Bayern im Frühen und Hohen Mittelalter, München 2007 (Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte, 25) [Kommission für bayeri-sche Landesgeschichte, LVI+429 S., 52 Euro].

Paviot, J.: La destruction des enceintes urbaines dans les anciens Pays-Bas (XIVe-XVe siècle), in: La forteresse á l’épreuve du temps. Destruction, dissolution, dénaturation, XIe-XXe siècle, hg. von G. Blieck, P. Contamine, C. Corvisier, N. Faucherre und J. Mesqui, Paris 2007 (Archéologie et histoire de l’art, 26), S. 19-28.

Paviot, J.: Les ordres de chevalerie royaux français à la fin du Moyen Âge, in: Revue française d’héraldique et de sigillographie 76 (2006) S.155-164.

Pennewiss, Y.: Holzstuben in Halle/Saale, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 16 (2007) S. 308-352.

Péquignot, S.: La parole des rois. Couronne d’Aragon, royaume de Castille (XIIIe-XVe siècles), in: e-spania. Revue électronique d’études hispaniques médiévales 4 (2007): http://e-spania.revues.org/document1233.html .

Pfarreien im Mittelalter. Deutschland, Polen, Tschechien und Ungarn im Vergleich, hg. von N. Kruppa, Göttingen 2008 (Studien zur Germania Sacra, 32; Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, 238) [Vandenhoeck & Ruprecht, 608 S., Ln, 31 sw-Abb. und 5 Karten, 82 Euro].

Pfefferkorn, W.: Burg Brauneck in Württembergisch Franken, in: Zeitschrift für Burgen-forschung und Denkmalpflege 1 (2008) S. 2-13.

Pfeifer, G.: Am Beispiel Brixen: Zentralörtliche Funktionen einer Bischofsstadt im Mittel-alter, in: Pro Civitate Austriae 11 (2006) S. 30-43.

Philippczyck, F., Schmitt, R.: Der ehemalige Niederhof („Schlößchen“) in Riestedt, Stadt Sangerhausen, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 16 (2007) S. 285-307.

Pönitz, C.: Das Rittergut in Zangenberg – die Geschichte eines vergessenen fürstlichen Landhauses, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 16 (2007) S. 353-367.

Pons, R., Wiese, R.: Der Herzog als guter Hirte. Überlegungen zu Christian Ludwig II. von Mecklenburg und dem Deckengemälde der Kirche in Uelitz, in: Mecklenburgische Jahr-bücher 122 (2007) S. 121ff.

Prietzel, M.: Tote begraben, Feinde ausplündern, das Feld behaupten. Wahrnehmung und Darstellung von Schlachten in den Kriegen Heinrichs IV. gegen die Sachsen, in: Nieder-sächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 79 (2007) S. 207-221.

Prietzel, M.: Blicke auf das Schlachtfeld. Wahrnehmung und Schilderung der Walstatt in mittelalterlichen Quellen, in: Das Mittelalter 13,1 (2008) S. 28-45.

Le prince au miroir de la littérature politique de l’antiquité aux lumières, hg. von F. Lachaud und L. Scordia, Mont-Saint-Aignan 2007 [Publications des universités de Rouen et du Havre, 452 S., brosch., 20 Euro].

Le prince, l’argent, les hommes au Moyen Âge. Mélanges offerts à Jean Kerhervé, hg. von J.-C. Cassard, Y. Coativy, A. Gallicé und D. Lepage, Rennes 2008 [Presses universitaires de Rennes, 650 S., kart, 38 Euro].

Aus dem Inhalt:

I. Les premiers temps

Lion, B.: Les femmes du roi d’Arrapha d’après quelques documents administratifs de Nuzi (XIVe siècle av. J.-C.), S. 17-29; Lançon, B.: Argent et christianisme à l’époque théodosienne (fin IVe-début Ve siècle): prolégomènes à une histoire financière de la christianisation de l’Empire romain, S. 31-37; Chédeville, A.: Des Bretons d’origine iranienne: mythe ou réalité?, S. 39-47; QUAGHEBEUR, J.: Censum, tributa et munera: la perception de l’impôt en Bretagne au haut Moyen Âge, S. 49-59; Gazeau, V.: Traduction du sermon prononcé lors de la consécration de Saint-Bénigne de Dijon par Guillaume de Volpiano, S. 61-65; Limousin, É.: Lentrée dans la carrière à Byzance au XIe siècle: Michel Psellos et Jean Skylitzès, S. 67-76; N.-Y.: La création des prieurés nantais de l’abbaye Saint-Serge dAngers, S. 77-85.

II. Le duc – Les rois

Coativy, Y.:  La bataille de Châteaubriant (3 mars 1223): un Bouvines breton?, S. 89-101; Gallet, Y.: Les ducs, l’argent, les hommes? Observations sur la date présumée du chevet rayonnant de la cathédrale Saint-Corentin de Quimper (1239), S. 103-116; Tanguy, B.: Une charte inédite d’Henri III roi d’Angleterre (1216-1272), S. 117-121; Contamine, P.: Serments bretons (8-15 septembre 1427), S. 123-132; Collard, F.: „Et est ce tout notoire encores a present audit païs“: le crime, la mémoire du crime et l’histoire du meurtre de Gilles de Bretagne au procès du maréchal de Gié (1450-1505), 133-143; Merdrignac, B.: Saint Mériadec dans le Bréviaire vannetais de 1589, S. 145-159; Josserand, P.: État de fait, état de droit: un document inédit sur l’ingérence royale dans l’élection du maître de Santiago au temps de Pierre Ier de Castille, S. S. 161-168; Carrasco, J.: 1328: exstinction des derniers Capets directs et crise de succession, S. 171-179; Monnet, P.: Le roi d’un rêve, le rêve d’un roi: Charles IV à Terenzo en 1333, S. 181-193; Müller, H.: Siège, rang et honneur: la querelle de la préséance entre la Bretagne et la Bourgogne au concile de Bâle (1434), S. 195-205; Leroy, B.: Alfonso de Cartagena et la prééminence du roi de Castille sur le roi d’Angleterre, S. 207-217; Barraqué, J.-P.: L’idéologie politique en Béarn au XVe siècle, S. 219-229; Lassalmonie, J.-F.: Le roi, l’argent et les hommes. Les comptes des pensionnaires bretons de Charles VIII au temps de la conquête française (1485-1491), S. 231-248 Kammerer, O.: Activité diplomatique entre villes-États: Bâle et Mulhouse.Traité d’alliance de 1506, S. 249-258.

III. L’argent

J.-C.: L’affaire de Bretagne à travers le Journal du Trésor de Philippe VI, S. 261-269; Jones, M.: Sur les pas du connétable de Richemont: quelques sources financières inédites, S. 271-282; Sarrazin, J.-L.: La comptabilité de la seigneurie de Bouin en 1473-1474 d’après le compte de rachat de la baronnie de Rays, S. 283-298; Gallicé, A.: État et mutations de la possession du sol dans le bassin salicole guérandais: lexemple des salines de la seigneurie de Campsillon sur la paroisse de Batz vers 1495, S. 299-311; Boccard, M.: Commande et financement des œuvres d’art: à travers les comptes des fabriques de Saint-Melaine et de Saint-Mathieu de Morlaix, S. 313-322; Gaucher, E.: Les recettes du diable: le pouvoir et l’argent dans Richard sans Peur, S. 323-330; Quéinnec, J.: L’intégration des comptes du receveur de Toulouse dans la comptabilité du Trésor à la fin du XIIIe siècle, S. 331-344; Lalou, É.: IIIe-début XIVe siècle), S. 345-352; Favier, J.: Confusion monétaire et exécution des contrats en 1421, S. 353-363; Lardin, F.: Un double système de comptabilité: la crise monétaire de 1420-1422 en Normandie, S. 365-375; Dubois, E.: Sel et finances: une intervention du Téméraire (1469), S. 377-385; Rigaudière, A.: Requête des habitants de la bonne ville d’Aurillac pour une révision de l’assiette de la taille royale en 1480-1481, S. 387-402; Martin, H.: Le dominicain Jean Gérée (vers 1455-1507), les marchands et les manieurs d’argent, S. 403-413.

IV. Les Hommes

Kernévez, P.: La Roche-Maurice, forteresse des vicomtes de Rohan, S. 417-428; Guyotjeannin, P.: Deux Bretons de Paris au début du XVe siècle: les testaments d’Yves de Kerengar et de Guy Raoul, S. 429-439; Leguay, J.-P.: Les abords du château des ducs: Sainte-Radegonde, Saint-Laurent et Richebourg au XVe siècle, S. 441-456; Schnerb, B.: Des Bretons à la cour de Bourgogne sous les deux premiers ducs de la Maison de Valois (du milieu du XIVe au début du XVe siècle), S. 457-475; Moal, L.: Des mercenaires anglais à Rennes en 1488: une occasion pour faire ripaille, S. 477-486; Gauvard, C.: Ainçois diserent que Breton et Angevin estoient tout un“: Breton, une identité à risque devant la justice vers 1400, S. 487-497; Lamazou-Duplan, V.: Noble Guillaume Pierre Pagèse, chevalier: un affairiste à Toulouse au XVe siècle, S. 499-512; Laîné, F.: L’infanterie de Pierre IV en Roussillon (1344), S. 513-527; Hébert, M.: L’armée provençale au milieu du XIVe siècle: un document nouveau, S. 529-537; D.: , S. 539-557; Curveiller, S.: Un document exceptionnel: une carte du Calaisis sous la domination anglaise de 1346 à 1558, 559-570.

V. Depuis le moyen Âge

Le Page, D.: Variations autour des clés, S. 573-588; Le Cam, J.-L.: Fortune et infortunes des maîtres de Wolfenbüttel: paradoxes, faux-semblants et réalités de la condition matérielle des enseignants après la guerre de Trente Ans, S. 589-600; Le Bouëdec, La mémoire des voyageurs dans le pays de Lorient de Dubuisson-Aubenay (1636) à Pierre Loti (1868), S. 601-615; Balcou, J.: Le Moyen Age de Renan : savoir et croire, S. 617-623; Delouche, D.: L’union de la Bretagne à la France: deux interprétations au XXe siècle, S. 625-639.

Princely Virtues in the Middle Ages 1200-1500, hg. von I. P. Bejczy und C.J. Nedermann, Turnhout 2007 (Disputatio 9) [Brepols, 316 S., geb., graph. Darst., 65,99 Euro].

Aus dem Inhalt:

Nederman, C.J., Bejczy, I. P.: Introduction, S.1-8; Bejczy, I.P.: The Concept of Political Virtue in the Thirteenth Century, S. 9-32; Rodríguez de la Peña, M. A.: Rex strenuus valde litteratus: Strength and Wisdom as Royal Virtues in Medieval Spain (1085-1284), S. 33-50; Verweij, M.: Princely Virtues or Virtues for Princes? William Peraldus and his De eruditione principum, S. 51-71; Toste, M.: Virtue in the City: The Virtues of the Ruler and the Citizen in the Medieval Reception of Aristotle’s Politics, S. 73-98; Tang, F.: Royal Misdemeanour: Princely Virtues and Criticism of the Ruler in Medieval Castile (Juan Gil de Zamora and Álvaro Palayo), S. 99-121; Sullivan, M. E.: Justice, Temptation, and the Limits of Princely Virtue in Dante`s Conception of the Monarch, S. 123-138; Kalning, P. translated by Kuchle, E.: Virtues and Exempla in John of Wales and Jacubus de Cessolis, S. 139-176; Nedermann, C. J.: The Opposite of Love: Royal Virtue, Economic Prosperity, and Popular Discontent in Fourteenth-Century Political Thought, S. 177-199; Hohlstein, M.: Clemens princeps: Clementia as a Princely Virtue in Michael of Prague`s De regimine principum, 201-217; Mazour-Matusevich, Y., Bejczy, I.P.: Jean Gerson on Virtues and Princely Education, S. 219-236; Zuccolin, G.: Princely Virtues in De felici progressu of Michele Savonarola, Court Physician of the House of Este, S. 237-258; Strack, G. A.: Piety, Wisdom, and Temperance in Fifteenth-Century Germany: A Comparison of Vernacular and Latin Mirrors for Princes, S. 259-280.

Les procès politiques (XIVe-XVIIe siècle), hg. von Y.-M. Bercé, Rom 2007 (Collection de l’École française de Rome, 375) [École française de Rome 709 S., 76 Euro].

1440. L’Alsace dans l’Europe gothique, hg. von M. Pottecher, Lyon 2008 [Lieux dits, 192 S., 230 Abb., 42 Euro].

Rabeler, S.: Das Familienbuch Michels von Ehenheim (um 1462/63-1518). Ein nieder-adliges Selbstzeugnis des späten Mittelalters. Edition, Kommentar, Untersuchung, Frankfurt am Main u.a. 2007 (Kieler Werkstücke. Reihe E: Beiträge zur Sozial- und Wirtschafts-geschichte, 6) [Peter Lang, 187 S., kart., 1 sw-Abb., 4 Graphiken, 39 Euro].

Randig, C.: Aufklärung und Region. Gerhard Anton von Halem (1752-1819). Publikationen – Korrespondenzen – Sozietäten, Göttingen 2007 [Vandenhoeck & Ruprecht, 386 S., geb., 49,90 Euro].

Rapelli, P.: Symbole der Macht. Die großen Dynastien, Berlin 2007 [Parthas, kart., 384 S., farb. Abb., 24,80 Euro].

Rauschert, J.: Herrschaft und Schrift. Strategien der Inszenierung und Funktionalisierung von Texten in Luzern und Bern am Ende des Mittelalters, Berlin u.a. 2006 (Scrinium Friburgense, 19) [Gruyter, 229 S., 13 Abb., 98 Euro].

Die Regesten des Kaiserreichs unter Lothar III. und Konrad III. (Ältere Staufer 1. Abt.), bearb. von J. P. Niederkorn und K. Hruza, Tl. 2: Konrad III. 1138 (1093/94)-1152, Red. M. Erak, K. Hruza, A.-K. Köhler und R. Spreitzer, Wien 2007 [Böhlau, 453 S., geb., 99 Euro].

Die Reise de Philipp von Merode nach Italien und Malta 1586-1588. Das Tagebuch, hg. von H. J. Domsta, Münster 2007 (Studien und Texte zum Mittelalter und zur frühen Neuzeit, 12; Beiträge zur Geschichte des Dürener Landes, 28) [Waxmann, 378 S., kart., 24,90 Euro].

Residenzen im 19. Jahrhundert. Selbstzeugnisse zum höfischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Sondershausen und Arnstadt, hg. von J. Lengemann, Weimar u.a. 2004 (Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Schwarzburg, Gleichen und Hohenlohe in Thüringen, 2) [Hain, 371 S., kart., 12,70 Euro].

Rexroth, F.: Das späte Mittelalter und die Anfänge der Europäischen Expertenkultur, in: Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (2006 [2007]) S. 319-325.

Rexroth, F.: Nachruf [auf] Ernst Schubert, 23. Mai 1941-18. März 2006, in: Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (2006 [2007]) S. 331-335.

Rogasch, W.: Schlösser & Gärten in Böhmen und Mähren, Köln 2007 [Könemann, 320 S., geb., 29,95 Euro].

Rösener, W.: Stw. „Königsherrschaft“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 57-63.

Rösener, W.: Stw. „Landesherrschaft“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 63-67.

Rösener, W.: Art. „Jagd“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 283-284.

Roth, G.: Zur Reisebeschreibung des Arnold von Harff und ihrer westfälischen Über-lieferung, in: Niederdeutsches Wort 47-48 (2007/2008) S. 233-275.

Rust, C.: Der päpstliche Hofjuwelier, Hof- und Domgoldschmied Wilhelm Rauscher (1864-1925), Mainz 2007 (Quellen- und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 122) [Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, VIII+461 S., 376 sw-Abb., 40 Euro].

Sander, E. C.: Social Dancing in Peter the Great’s Russia: Observations by Holstein Nobleman Friedrich Wilhelm von Bergholz, 1721 to 1725, Hildesheim 2007 (Terpsichore – Tanztheoretische Studien) [Olms, XII+144 S., kart., 29,80 Euro].

Saudraix, P.: Les Wettin et Dresde: une dynastie, une ville de résidence, une capitale (1697-1756). Perspectives de recherche, sources et premières hypothèses, in: Mission Historique Francaise en Allemagne. Bulletin 43 (2007) S. 192-213.

Scarisbrick, D., Vachaudez, C.: Brilliant Europe. Jewels from European Courts, Brüssel 2008 [Mercator Fonds, 287 S., zahlr. farb. Abb., 58 Euro].

Schattkowsky, M.: Zwischen Rittergut, Residenz und Reich. Die Lebenswelt des kursächsischen Landadligen Christoph von Loß auf Schleinitz (1574-1620), Leipzig 2007 (Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde, 20) [Leipziger Universitätsverlag, 528 S., geb., zahlr. farb. und sw-Abb., 54 Euro].

Scheel, Günter: Leibniz in Wolfenbüttel, in: Brandenburgisches Jahrbuch für Landes-geschichte 88 (2007) S. 55-70.

Scheibelreiter, G.: Tiersymbolik und Wappen im Mittelalter: grundsätzliche Überlegungen, in: Das Mittelalter 12,1 (2007) S. 9-23.

Schmid, E. D.: Der Krönungswagen Kaiser Karl VII. Wahl und Krönung in Frankfurt am Main 1742, Dachau.1992 [Bayernland, 84 S., brosch., 64 farb. und 4 sw-Abb., 2,50 Euro].

Schmitt, R.: Schloß Neuenburg bei Freyburg (Unstrut). Zur Baugeschichte vom späten 11. bis zum mittleren 13. Jahrhundert nach den Untersuchungen der Jahre 1986 bis 2007, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 16 (2007) S. 6-138.

Schmitt, R.: Die Ägidienkurie in Naumburg. Neue bauhistorische Untersuchungen, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 16 (2007) S. 139-244.

Schneider, J.: Dynastengeschlechter zwischen Saale und Elbe vom 14. bis zum 16. Jahr-hundert. Das Spannungsfeld zwischen adliger Selbstbehauptung, Landesherrschaft und Reichsunmittelbarkeit, in: Neues Archiv für sächsische Geschichte 78 (2007) S. 1-26.

Schneidmüller, B., Becher, M., Zotz, T., Hechberger, W.: Die Welfen. Adelsentwürfe im hohen Mittelalter, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 66 (2007) S. 11-61.

Schnitzer, C., Hölscher, P.: Eine gute Figur machen. Kostüm und Fest am Dresdner Hof, Dresden 2000 [Verlag der Kunst Dresden, 332 S., kart., viele, meist farb. Abb., 7,95 Euro]

Schönle, A.: The Ruler in the Garden. Politics and Landscape Design in Imperial Russia, Frankfurt am Main u.a. 2007 (Russian Transformations: Literature, Thought, Culture, 1) [Lang, 395 S., kart., 12 sw-Abb., 74,90 Euro].

Schubert, E.: Das interakademische Gesamtunternehmen und die Arbeitsstelle „Die deut-schen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, in: Sachsen und Anhalt 25 (2007) S. 347-352 mit 10 Abb. auf 8 Tafeln.

Schuldbücher und Rechnungen der Großschäffer und Lieger des deutschen Ordens in Preußen. Bd. 1: Großschäfferei Königsberg 1 (Ordensfoliant 141) hg. von C. Hess, C. Link und J. Sarnowsky, Köln u.a 2008 (Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, 62,1; Quellen und Darstellungen zur Hansischen Geschichte, 59,1) [Böhlau, 472 S., geb., 59,90 Euro]. Bd. 3: Großschäfferei Marienburg, hg. von C. Link und J. Sarnowsky, Köln u.a. 2008 (Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kultur-besitz, 62,3; Quellen und Darstellungen zur Hansischen Geschichte, 59,3) [Böhlau, 380 S., geb., 49, 90 Euro].

Schulte, P.: „Oh roy de France! Prenez exemple a ...“ Exempla der Gerechtigkeit im Frank-reich Karls VI., in: Fallstudien: Theorie – Geschichte – Methode, hg. von J. Süssmann u.a., Frankfurt am Main 2008 (Frankfurter Kulturwissenschaftliche Beiträge, 1), S. 209-224.

Schwarze-Neuss, E.: Schloßbau im Barockzeitalter. Eine Sozialgeschichte der Herr-schaftsbauten in Mitteldeutschland von der Mitte des 17. bis zum Ende des 18. Jahrhun-derts. Tl. 3: Die Schlösser und Herrenhäuser der großen Familien, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 16 (2007) S. 368-452.

Schwedler, G.: Herrschertreffen des Spätmittelalters. Formen – Rituale – Wirkungen, Ost-fildern 2008 (Mittelalter-Forschungen, 21) [Thorbecke, 568 S., Ln., 79 Euro].

Schwerhoff, G.: Art. „Feste“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 289-291.

Seelig, G.: Zur Baugeschichte der Bildergalerie am alten Schloß in Schwerin, in: Mecklen-burgische Jahrbücher 122 (2007) S. 143ff.

Seggern, H. von: Die Entstehung des Postwesens in Mitteleuropa – eine „Kommunikations-revolution“? in: Francia 34/2 (2007) S. 195-216.

Seling, H.: Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529-1868. Bd. 3: Meister, Marken, Werke, München 2007 [Beck, 920 S., geb., 2000 Abb., 198 Euro].

Seresse, V.: Politische Normen in Kleve-Mark während des 17. Jahrhunderts. Argumen-tationsgeschichtliche und herrschaftstheoretische Zugänge zur politischen Kultur der frühen Neuzeit, Epfendorf 2005 (Frühneuzeit-Forschungen, 12) [Bibliotheca-Academica-Verlag, 456 S., geb., 59 Euro].

Sheeler, J.: Le Jardin de Bomarzo. Une énigme de la Renaissance, übers. aus dem Eng-lischen von C. Piot, Photographien von M. E. Smith [Èd. Actes Sud, 128 S., farb. Abb., 29 Euro].

Shevchenko, N. N.: Eine historische Anthropologie des Buches. Bücher in der preußischen Herzogsfamilie zur Zeit der Reformation, Göttingen 2007 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, 234) [Vandenhoeck & Ruprecht, 392 S., ln., 7 Abb. und 5 Tab., 56,90 Euro].

Sigismund von Herberstein: Rerum Moscoviticarum Commentarii. Synoptische Edition der lateinischen und der deutschen Fassung letzter Hand, Basel 1556 und Wien 1557, unter der Leitung von F. Kämpfer, erstellt von E. Maurer und A. Fülberth, redigiert und hg. von H. Beyer-Thoma, München 2007 [Osteuropa-Institut Regensburg, 588 S., 39,80 Euro].

Šimůnek, R.: Pamět’ a tradice v postředí české šlechty y pozdním středověku. Formy a média [mit Zusammenfassung: Memoria und Tradition im Mileiu des böhmischen Adels im Spätmittelalter. Formen und Medien], in: Medieaevalia Historica Bohemica 10 (2005) S. 199-246.

Sirot, E.: Noble et forte maison. L’habitat seigneurial dans les campagnes médiévales Du milieu du XIIe au début du XVIe siècle, Paris 2007 (Espaces médiévaux) [Picard, 208 S., brosch., 20 farb. und 111 sw-Abb., 35 Euro].

Šmahel, F.: Cesta Karla IV. do Francie 1377-1378 [Die Reise Karls IV. nach Frankreich 1377-1378], Prag 2006 [Argo, 398 S., kart., 150 Abb.].

Sommer, D.: Fürstliche Bauten auf sächsischen Medaillen. Studien zur medialen Vermittlung landesherrlicher Architektur und Bautätigkeit, Berlin 2007 (Schriften zur Residenzkultur, 3) [Lukas, 415 S., 36 Euro].

Sonntag, J.: Spiel und Unterhaltung, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 279-280.

Sonntag, J.: Art. „Brettspiele“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 282-283.

In Spuren reisen. Vor-Bilder und Vor-Schriften in der Reiseliteratur, hg. von G. Ecker und S. Röhl, Berlin 2006 (Reiseliteratur und Kulturanthropologie, 6) [LIT, 237 S., kart., 29,90 Euro].

Städtebilder der Neuzeit. Die europäische Stadtansicht von den Anfängen bis zum Photo, hg. von H.-P. Brecht und B. Roeck, Ostfildern 2006 (Stadt in der Geschichte, 32) [Thorbecke, 322 S., brosch., zahlr. Abb., farb. Bildtafeln, 39 Euro].

Steinbrink, M.: Adeliges Wirtschaften zwischen Haus und Markt, in: Adel und Adelskultur in Bayern, hg. von W. Demel und F. Kramer unter Mitarbeit von B. Kink, München 2008 (Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. Beiheft 32), S. 213-232.

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Stierlin, H.: Schlösser, Villen und Paläste, übers. von M. Wolf, München 2007 (Unsere Geschichte in Flugbildern, 4) [Schirmer Mosel, 186 S., geb., 90 farb. Abb., 39,80 Euro].

Stift und Wirtschaft. Die Finanzierung geistlichen Lebens im Mittelalter, hg. von S. Lorenz und A. Meyer, Stuttgart 2007 (Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde, 58) [Thor-becke, VII+232 S., 34,90 Euro].

Stollberg-Rilinger, B.: Des Kaisers alte Kleider. Verfassungsgeschichte und Symbol-sprache im Alten Reich, München 2008 [Beck, 416 S., geb., 34,90 Euro].

Strasbourg 1400. Un foyer d’art dans l’Europe gothique. Ausstellungskatalog, hg. von P. Lorentz, Straßburg 2008 [Éd. des Musées de la Ville de Strasbourg, 263 S., 40 Euro].

Svensson, E.: The Medieval Household. Daily Life in Castles and Farmsteads. Scandinavian Examples in their European Context, Turnhout 2008 (The Medieval Countryside, 2) [Brepols, 400 S., XVI+382 p., 73 b/w ill.+17 colour ill., 80 Euro].

Text und Kontext. Fallstudien und theoretische Begründungen einer kulturwissenschaftlich angeleiteten Mediävistik, hg. von J.-D. Müller unter Mitarbeit von E. Müller-Luckner, München 2007 (Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien, 64) [Oldenbourg, XIII+272 S., geb., 15 sw-Abb., 49,80 Euro].

Thissen, Bert: Der Hof des Fürsten Johann Moritz von Nassau-Siegen in den Jahren 1669-1679, in: Sein Feld war die Welt. Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604-1679). Von Siegen über die Niederlande und Brasilien nach Brandenburg, hg. von G. Brunn und C. Neutsch, Münster u.a. 2008, S. 247-346.

Timm, F.: Der Palästinabericht des Bernhard von Breidenbach und die Holzschnitte Erhard Reuwichs. Die Peregrinatio in terram sanctam (1486) als Propagandainstrument im Mantel der gelehrten Pilgerschrift, Stuttgart 2006 [Hauswedell & Co., 622 S., geb., 159 z.T. farb. Abb., 140 Euro].

Titze, M.: Barockskulptur im Herzogtum Sachsen-Weißenfels, Halle (Saale) 2007 (Denk-malorte, Denkmalwerte, 4) [Michael Imhof, 208 S., pb., 276 Abb., 19,95 Euro].

Trouet, D.: Adelsschlösser in Kurtrier. Bauten und Baupolitik der Familie von Kesselstatt im 17. und 18. Jahrhundert, Trier 2007 (Geschichte und Kultur des Trierer Landes, 6) [Kliomedia, 343 S., 111 sw- und 18 farb. Abb., 1 Karte, 42 Euro].

Ubl, K.: Art. „Hierarchische Ordnungen“, hier die Stw.. „Königtum“ und „Fürstentum“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 30-39, 39-41.

Les universités et la ville au Moyen Âge. Cohabitation et tension, hg. von P. Gilli, J. Verger und D. Le Blévec, Leiden 2007 (Education and Society in the Middle Ages and Renaissance, 30) [Brill, 376 S., kart., 92 Euro].

Unter der Krone. Es [= das Kgr. Bayern] begann vor 100 Jahren, hg. von E. Fischer, München 2006 [Süddeutsche Zeitung, 192 S., geb., zahlr. Abb., 7,95 Euro].

Urban, H. G.: Bemerkungen zu Wehrbauten des 15. Jahrhunderts in Ostfriesland, Tl. 2: Burgen mit Saalhaus, in: Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege 1 (2008) S. 14-28.

Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440-1493), hg. von H. Koller, Wien 2007 (Die Urkunden und Briefe aus dem Landesarchiv Baden-Württemberg, 23) [Böhlau, 565 S., brosch., 59 Euro].

Veit, P.: Chant, musique, religion et culture à l’exemple de l’Allemagne 1500-1900, in: Mission Historique Francaise en Allemagne. Bulletin 43 (2007) S. 147-154.

Vollrath, H.: Haben Rituale Macht? Anmerkungen zu dem Buch von Gerd Althoff: Die Macht der Rituale. Symbolik und Herrschaft im Mittelalter, in: Historische Zeitschrift 284 (2007) S. 385-400.

Von der Kunst mit Vögeln zu jagen. Das Falkenbuch Friedrichs II. Kulturgeschichte und Ornithologie, hg. von M. Fansa, Oldenburg 2008 [Zabern, 140 S., geb., 100 farb. Abb., 19,90 Euro].

Wahrnehmungen des Fremden. Differenzerfahrungen von Diplomaten im 16. und 17. Jahr-hundert, hg. von M. Rohrschneider und A. Strohmeyer, Münster 2007 (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte, 31) [Aschendorff, VIII+403 S., kart., 49 Euro].

Wasser auf Burgen im Mittelalter. Geschichte der Wasserversorgung, hg. von der Frontinus-Gesellschaft e.V., Mainz 2007 [Zabern, 336 S., geb., 196 farb. und 83 sw-Abb., 39,90 Euro].

Die Wasserversorgung in der Renaissancezeit. Geschichte der Wasserversorgung, hg. von der Frontinus-Gesellschaft e.V., Mainz 2007 [Zabern, 336 S., geb., 196 farb. und 83 sw-Abb., 39,90 Euro].

Weber, C. F.: Art. „Wappen“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. von M. Staub und G. Melville, 2 Bde., Darmstadt 2008, hier Bd. 1, S. 261-263.

Weber, G.: Die neuen Zentralen. Hauptstädte, Residenzen, Paläste und Höfe, in: Kulturge-schichte des Hellenismus. Von Alexander dem Großen bis Kleopatra, hg. von G. Weber, Stuttgart 2007, S. 99-117 und S. 440-445.

Weber, G.: Der Hof Alexanders des Großen als soziales System, in: Saeculum 58/2 (2007) S. 229-264.

Weltbilder des mittelalterlichen Menschen, hg. von H.-D. Heimann, M. M. Langner, M. Müller und B. Zacke, Berlin 2007 (Studium litterarum. Studien und Texte zur deutschen Literaturgeschichte, 12) [Weidler, 337 S., brosch., 3 sw-Abb., 42 Euro].

Wenzel, K.: Karl IV. – Kaiser von Gottes Gnaden. Neue Studien zur Hofkunst der Luxem-burger, in: Bohemia 47,2 (2006/07) S. 370-390.

Werner, F.: Die kurfürstliche Residenz zu Mannheim, Worms 2008 [Wernersche Verlags-gesellschaft, 400 S., Ln., 471 z.T. farb. Abb., 78 Euro].

Wieden, B. bei der: Aula Serenissimi Ducis Friderici Ulrici: Politik, Moral und Bedeutungs-horizont am Wolfenbütteler Hof in den Jahren 1615-1616, in: Brandenburgisches Jahrbuch für Landesgeschichte 88 (2007) S. 39-54.

Wilks, T.: The Peer, the Plantsman, and the Picture- Maker: The English Embassy to the Court of Christian IV of Denmark, 1603, in: The Court Historian 12,2 (2007) S. 155-171.

Winfried Irgang, Schlesien im Mittelalter. Siedlung – Kirche – Urkunden. Ausgewählte Aufsätze, hg. von N. Kersken und J. Warmbrunn, Marburg 2007 (Materialien und Studien zur Ostmitteleuropa-Forschung, 17) [Herder-Institut, XV+557 S., 57 Euro].

Winkelbauer, T.: Gundaker von Liechtenstein als Grundherr in Niederösterreich und Mäh-ren, Wien u.a. 2008 (Fontes Rerum Austriacarum, 19) [Böhlau, 596 S., brosch., 3 Graphi-ken, 69 Euro].

Württembergische Biographien unter Einbeziehung hohenzollerischer Persönlichkeiten, Bd. 1, hg. von M. M. Rückert im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Stuttgart 2007 [Kohlhammer, XXVI+347 S., geb., 27 Euro].

Wüst, W.: Nachhaltige Landespolitik? Fürstenherrschaft und Umwelt in der Frühmoderne, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 70,1 (2007) S. 85-94.

Zarensilber. Augsburger Silber aus dem Kreml, hg. von C. Emendörffer und C. Trepesch, München 2008 [Hirmer, 320 S. geb., 180 farb. Abb., 34,90 Euro].

Zensur im Jahrhundert der Aufklärung. Geschichte – Theorie – Praxis, hg. von W. Haefs und Y.-G. Mix Göttingen 2007 (Das achtzehnte Jahrhundert. Supplementa, 12) [Wallstein, 454 S., br., 39 Euro].

Zeremoniell und Raum in der frühen italienischen Malerei, hg. von S. Weppelmann, Petersberg 2007 (Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte, 60) [Imhof, 256 S., geb., 189 Abb., 49,95 Euro].

Zwischen Rauschen und Offenbarung. Zur Kultur- und Mediengeschichte der Stimme, hg. von F. Kittler u.a., 2. Aufl., Berlin 2008 [Akademie, 416 S., geb., 38 sw-Abb., 39,80 Euro].

 



Sonstiges

 

 

Seit kurzem ist die Projektseite des FWF [= Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen For-schung] -Projekts „Zu Diensten Ihrer Majestät“ online verfügbar:

www.univie.ac.at/hoforganisation .

Kontaktadresse:           „Zu Diensten Ihrer Majestät. Geschichte der Organisation des Wiener                            Hofes in der Frühen Neuzeit“

                                    c/o Institut für Österreichische Geschichtsforschung

                                    Universität Wien

                                    Dr. Karl Lueger-Ring 1

                                    A-1010 Wien

                                    Projektleitung: Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Scheutz

                                    Verantwortlicher Bearbeiter (Website): Mag. Jakob Wührer

                                    E-Mail: jakob.wuehrer@univie.ac.at

 


Die Arbeitsstelle Kiel

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Werner Paravicini

 

 

Dr. Jan Hirschbiegel
(Mitteilungen der Residenzen-Kommission, Residenzenforschung,

Handbuch IV: Grafen und Herren)

Dr. Jörg Wettlaufer
(Symposien, Internetangebot, Handbuch IV: Grafen und Herren)

 

Silke Meier

Anna Orlowska

 

 

 

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Residenzen-Kommission

Arbeitsstelle Kiel

c/o Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

 

(Besuchsadresse) Leibnizstr. 8

 

(postalisch) Olshausenstr. 40

 

D-24098 Kiel (für Briefe)

D-24118 Kiel (für Päckchen und Pakete)

 

Tel./Fax/AB: [D] 04 31 - 8 80-14 84 (Hirschbiegel)

Tel./AB [D] 04 31 - 8 80-22 96 (Wettlaufer)

 

 

 

E-Mail: resikom@email.uni-kiel.de

 

 

Adresse im Internet: http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de

 

 

 



*       Dorlis Blume, M.A., Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2, D-10117 Berlin. Dr. Andreas Kunz, Institut für Europäische Geschichte/Institute of European History, Abteilung Universalgeschichte/Section World History, Alte Universitätsstraße 19, D-55116 Mainz.

*       Wir nennen nur die uns bekannt gewordenen Kolloquien, Vorträge, Ausstellungen, Jubiläen, die ab Er-scheinen der aktuellen Mitteilungen noch stattfinden oder künftig stattfinden werden, siehe ansonsten unsere In-ternetseite unter der oben angegebenen Adresse.

*       Dr. Thomas Schauerte, Universität Trier, FB III: Kunstgeschichte, D-54286 Trier.

*       Dr. Sven Rabeler, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Philosophische Fakultät, Historisches Seminar, Olshausenstraße 40, D-24098 Kiel.

*       Gritt Brosowski, M.A., Georg-August-Universität Göttingen, Institut für Historische Landesforschung, Platz der Göttinger Sieben 5, D-37073 Göttingen; Britta Kägler, M.A., Ludwig-Maximilians-Universität München, Historisches Seminar, Abteilung für Bayerische Geschichte, Ludwigstraße 14, D-80539 München.

*       PD Dr. Oliver Auge, Ernst Moritz Arndt-Universität Greifswald, Historisches Institut, Lehrstuhl für Allge-meine Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften, Domstraße 9a, D-17487 Greifswald.

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