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Mitteilungen der Residenzen-Kommission

der

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

 

 

 

Jahrgang 11 (2001) Nr. 2

 

 

 

Mitteilungen der Residenzen-Kommission

der

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

 

 

 

Jahrgang 11 (2001) Nr. 2

 

 

Residenzen-Kommission

Arbeitsstelle Kiel

 

 

 

ISSN 0941-0937

 

Herstellung:

Vervielfältigungsstelle

der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

 

Titelvignette:

Bartel Beham: Portrait Ottheinrichs von 1535. Bayerische Staatsgemäldesammlung (Öl auf Holz, 43 x 32 cm), aus: Ottheinrich. Gedenkschrift zur vierhundertjährigen Wiederkehr seiner Kurfürstenzeit in der Pfalz, hg. von Georg Poensgen, Heidelberg 1956.

 

Inhalt

 

Vorwort *

Aus der Arbeit der Kommission *

Vorläufiges Programm des 8. Symposiums der Residenzen-Kommission
in Neuburg an der Donau, 21. bis 24 September 2002 *

Projektdatenbank: Fürstliche Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich.
Ein dynastisch-topographisches Handbuch,
von Jörg Wettlaufer und Jan Hirschbiegel *

Die Arbeit der anderen *

La Cour de Brabant au bas Moyen Age, du règne de Jeanne à celui
de Charles le Téméraire (1355-1477),
von Anne Chevalier-de-Gottal, Brüssel *

Images et idéologies politiques à l’aube de la Renaissance française.
La représentation du pouvoir monarchique (1498-1515),
von Nicole Hochner, Ramat-Gan, Israel *

Der Wiener Hof und sein Klientel- und Patronagesystem *

Kolloquiumsberichte *

Fürstliche und adlige Witwen in der Frühen Neuzeit. Zwischen Fremd- und Selbstbestimmung, Schloß Rochlitz, 21. bis 23. Juni 2001,
von Andrea Langer, Leipzig *

"Der zweite Mann im Staat." Oberste Amtsträger und Favoriten im Umkreis der Reichsfürsten im 17. und 18. Jahrhundert, Schloß Rauischholzhausen bei Marburg,
25. bis 28. September 2001,
von Michael Kaiser und Andreas Pecar, Köln/Rostock *

Kolloquien, Ausstellungen, Jubiläen *

Buchvorstellungen *

Fachinformation und EDV-Arbeitstechniken für Historiker. Einführung und
Arbeitsbuch, hg. von Bärbel Biste und Rüdiger Hohls, unter Mitarb. von
Tilo Köhn u.a., Köln 2000 (Historical Social Research. Supplement, 12),
von Jörg Wettlaufer *

Neuerscheinungen *

Sonstiges *

Die Arbeitsstelle Kiel *

*****

Wenn Sie den Mitteilungen einen Text zusenden wollen (bitte, tun Sie es: nächster Redaktionsschluß ist der 1. April 2002), dann schicken Sie ihn bitte an mich über die Redaktion in Kiel oder direkt nach Paris. Die jeweiligen Adressen sind, wie stets, auf der letzten Seite angegeben. W.P.

Vorwort

Also Ottheinrich. Er erscheint im Titelbild, weil auf das Jahr 2002 das 500. Jubiläum seiner Geburt fällt, das auch und zumal in seiner Residenz Neuburg gefeiert wurde (vgl. unten S. *) und gefeiert werden wird, dort, wo wir im Herbst unser nächstes Symposium begehen. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange, die Einladungen sind verschickt, das Programm steht. Im vorliegenden Heft ist es nach dem Stande bei Redaktionsschluß mitgeteilt. Unter den vielen eingereichten Vorschlägen mußte nach verschiedenen Gesichtspunkten ausgewählt werden, was immer schwerfällt und in seinem Ergebnis hoffentlich auch bei denjenigen, die ihren Namen nun nicht darin finden, auf Verständnis stößt. Wir hoffen, die allermeisten Interessenten in Neuburg in anderer Form dabei zu haben und rufen auch allgemein zu Anmeldung und Teilnahme auf. Die Referenten aber sind gebeten, bis spätestens 1. August 2002 die Résumés ihrer geplanten Vorträge bei der Arbeitsstelle in Kiel einzureichen, damit das Tagungsheft rechtzeitig entstehen kann.

Nun muß nur noch eine Stiftung sich generös zeigen, dann darf der Geist wehen, dann wird im Schlosse an der Donau die schwüle Welt von Gunst und Neid bei Hofe auferstehen, von Triumph und Konkurrenz, maßloser Erhöhung und tödlichem Fall. Übrigens wurden erst unlängst die Reisebilder Ottheinrichs von seinem Ritt von Neuburg nach Krakau und zurück entdeckt und nun ediert, ein unerwarteter ikonographischer Schatz aus der Reformationszeit (siehe unten S. * und S. *). Auch wir werden reisen, auf der geplanten Exkursion von Schloß zu Burg und Jagdsitz hin, und damit gleichwohl frische Luft genießen. Indes, es heißt noch, sich zu gedulden.

Nicht allzu geduldig dürfen wir bei der Einsammlung der so bereitwillig zugesagten Beiträge zu unserem Handbuch "Fürstliche Höfe und Residenzen" sein, denn die Uhr schreitet fort und die Zeit wird knapp. Zwar ist die Mehrzahl der Texte fristgerecht eingetroffen, bis Anfang November 2001 waren es 7 Dynastie-, 52 Hof- und 134 Residenzartikel. Aber es fehlt noch eine stattliche Zahl. Bitte (bitte!), liebe(r) säumige(r) Autor(in), haben Sie ein Einsehen, setzen Sie Ihren Beitrag oben an auf die Prioritätenliste und lassen Sie uns in unserem tapferen Optimismus nicht zu Schanden werden – denn dann wäre es aus mit unserer Bonität bei jener Stiftung, die uns bislang so großzügig unterstützt hat. Ende 2002 muß der Band in seinen zwei Teilen in den Druck gehen, sonst werden wir wortbrüchig.

Derweil denken wir schon an die Fortsetzung. Sie erinnern sich: das "Residenzenhandbuch" soll vier Teile haben: einen dynastisch-topographischen (siehe oben), einen ikonographischen, einen begrifflichen und einen, der die inhaltsreichsten Quellentexte exemplarisch vereinigt. Aus praktischen Gründen wollen wir den ikonographischen Band vorziehen. Wir bitten deshalb alle Autoren des ersten Teils und ansonsten Kundige, Material für den Bildband zu sammeln: Grundrisse, Aufrisse, Ansichten, Karten und Pläne und was es sonst noch an Bezeichnendem gibt. Auch an Schriftzeugnisse sollte gedacht werden. Gesucht werden nicht nur aussagekräftige Materialien zu diesem oder jenem Ort, sondern Bilder von Formen, die vielleicht nur dort so gut überliefert sind und als Beispiel für einen allgemeinen Sachverhalt dienen können. Ein entsprechendes Anschreiben wird im Frühjahr von Kiel aus verschickt werden.

Das vorliegenden Heft bietet aber noch bei weitem mehr. Nicht nur die üblichen Hinweise auf Veranstaltungen und Neuerscheinungen, zu denen auch die 2. Auflage der "deutschen Reiseberichte" gehören, die mit einem umfangreichen Nachtrag versehen ist (S. 529-563). Darüber hinaus gibt es auch anregende Kolloquiumsberichte (darunter S. * über die Tagung "Der zweite Mann im Staate", deren Fragen und Ergebnisse zu bedenken sein werden, wenn wir uns in Neuburg versammeln), und drei Projektskizzen, zwei davon in französischer Sprache: Anne Chevalier-de Gottal (Brüssel) unterrichtet über ihr Vorhaben, ein Quellenkorpus der Kunstwerke und Künstler am brabantischen Hof 1355-1477 zu erarbeiten. Nicole Hochner (Ramat-Gan, Israel; siehe auch S. *: "Louis XII and the porcupine" oder das Stachelschwein) stellt die Ergebnisse ihres Buches über monarchische Repräsentation in Frankreich um 1500 vor, mit dem aufschlußreichen Ergebnis, daß unter Ludwig XII. zwei verschiedene Bilder zugleich verfolgt werden, die nicht zu einem Ausgleich kommen konnten. Das Schwanken zwischen dem allerchristlichsten König und dem antiken Imperator wird erst Franz I. zugunsten des letzteren beenden. Aus Wien stammt eine Notiz betreffend das Projekt "Der Wiener Hof und sein Klientel- und Patronagesystem" – das ehrgeizige Vorhaben wird in Neuburg vertreten sein.

Aufmerksamkeit verdient auch das Arbeitsgespräch "Hof und Theorie", das vom 15. bis 17. 2001 November in Dresden stattgefunden hat (siehe S. *). Die Ergebnisse werden uns in Neuburg sicherlich weiterhelfen, und mit uns auch anderen. Modern geht es derweil auch im vorliegenden Heft zu, wie mehrfache Hinweise auf die Möglichkeiten der Arbeit mit der EDV zeigen, so S. * (andere über uns), * (Projektdatenbank), * (Einführung und Arbeitsbuch) und * (Internet-Handbuch Geschichte). Daß die "Mitteilungen" auch über das Internet einzusehen sind, ist sicher allgemein bekannt.

Zuletzt ein Wort zu eben diesen "MRK": Damit ihr Erfolg uns nicht erdrückt, haben wir die Bezieher um eine Rückmeldung per Postkarte gebeten. Anstatt 703 sind es nun 544 Personen und Institutionen, die Interesse bekunden. Da 49 Personen die "Mitteilungen" als pdf-Datei erhalten möchten, können wir die Auflage nun von 750 auf 600 Exemplare senken. Aber wir fürchten (oder wir hoffen?), daß es alsbald wieder mehr werden; denn so viel Information frei Haus dürfte es selten geben.

Freundlich grüßt aus Paris zum Jahresende, zum Jahresanfang

Ihr

Werner Paravicini

Aus der Arbeit der Kommission

Die 17. Sitzung der Residenzen-Kommission fand am 1. Oktober 2001 von 14.00 bis 17.00 Uhr in Göttingen in dem Räumen der Akademie statt. Hier die hauptsächlichen Feststellungen und Beschlüsse:

1. Symposien

  • Neuburg an der Donau: "Der Fall des Günstlings"

Programm

Das vorläufige Tagungsprogramm wird von der Kommission diskutiert und verabschiedet (siehe unten S. *f.).

Finanzierung

Auf der Grundlage einer vorläufigen Kalkulation mit Angabe der zu erwartenden Teilnehmerzahl sollen bei einer Stiftung Mittel zur Finanzierung beantragt werden.

    • Halle: "Stadt und Residenz"

Die Kommission hält an Ort und Thema fest. Weitere Einzelheiten werden auf der nächsten Sitzung besprochen.

2. Handbuch

  • Kalkulation

Die vom Thorbecke-Verlag vorgelegte Kalkulation wird von der Kommission diskutiert. Eine Teilfinanzierung der Druckkosten über die Thyssen-Stiftung wird erwogen, ein entsprechender Antrag muß bereits im Frühjahr 2002 gestellt werden.

  • Bericht der Arbeitsstelle zum Stand der Arbeit

Insgesamt sind zum 25. September 2001 6 Dynastie-, 35 Hof- und 90 Residenzartikel eingegangen. Die nächsten Abgabetermine sind der 30. September 2001, der 31. Dezember 2001 und der 31. März 2002. Inzwischen haben sich die Zahlen auf 7 Dynastie, 52 Hof- und 134 Residenzartikel erhöht (Stand 2. November 2001).

Eine inhaltliche Revision der Artikel wird durch die Kommissions-Mitglieder vorgenommen, denen hierzu sämtliche Artikel nach einem geographischen Schlüssel zur Verfügung gestellt werden.

Die Internet-Datenbank für die Erstellung dynamischer html-Seiten mit Informationen zum Forschungsprojekt wird vorgestellt. Die datenbankgestützte Internetpräsentation der Forschungsergebnisse sind dem begleitenden Ausschuß und der Thyssen-Stiftung gegenüber übernommene Verpflichtungen. Diese Publikationsform hat positive Resonanz erfahren (siehe http://www.sfn.uni-muenchen.de/links/2001/liwi2001-26.htm) und ist zudem ein wichtiges Hilfsmittel für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projekts sowie einschlägig Interessierte.

  • Planung des Folgebandes

Die Kommission beschließt, dem dynastisch-topographischen Handbuch einen Bildband folgen zu lassen. Die dafür notwendigen theoretischen und konzeptionellen Überlegungen sollen mit Hinblick auf einen Verlängerungsantrag für die Drittmittelstelle bei der Thyssen-Stiftung bis zum Frühjahr 2002 abgeschlossen sein.

3. Reihe "Residenzenforschung"

    • Bd. 13 "Erziehung und Bildung bei Hofe" und Bd. 14 "Principes" befinden sich in der Vorbereitung zum Druck. Die Auslieferung beider Bände wird zum Symposium in Neuburg an der Donau erwartet.
    • Die Europäischen Reiseberichte des späten Mittelalters, Teil 1 (Deutsche Reiseberichte) sind in einer 2., von Werner Paravicini und Jörg Wettlaufer durchgesehenen und um einen Nachtrag ergänzten Auflage 2001 erschienen.

4. Mitteilungen der Residenzen-Kommission

    • Die Auswertung der Reaktionen der bisherigen Bezieher der MRK auf Grundlage der den letzten MRK beigelegten Bitte um Rücksendung einer Postkarte bei Interesse an einem Weiterbezug ermöglicht eine Senkung der Auflage – zuletzt 750 Ex. – um ein Fünftel auf 600. Gleichzeitig haben sich bislang 49 Personen für einen Bezug der Zeitschrift als pdf-Datei angemeldet.

5. Sitzung der Residenzen-Kommission

    • Die nächste Sitzung der Residenzen-Kommission soll anläßlich der Tagung in Neuburg an der Donau im September 2002 stattfinden, wahrscheinlich am Montag, dem 23. September, um 21:00 Uhr.

Werner Paravicini

Der Fall des Günstlings

Hofparteien in Europa vom 13. bis zum 17. Jahrhundert

8. Symposium der Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften in Göttingen

in Zusammenarbeit mit der Stadt Neuburg an der Donau, der Katholischen Universität Eichstätt
und dem Deutschen Historischen Institut Paris

Neuburg an der Donau, 21.-24. September 2002

Vorläufiges Tagungsprogramm

(Stand: 1. Dezember 2001)

Samstag, 21. September 2002

Öffentlicher Abendvortrag (Schloß, Nordflügel)

18:00 Begrüßung

18:30 Prof. Dr. Ferdinand Kramer (Eichstätt), Neuburg und seine Residenz in Politik und Kultur bis zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges

19:30 Empfang durch die Stadt und freies Abendessen

Sonntag, 22. September 2002

Exkursion

Harburg – Eichstätt – Hirschberg (bischöfl. Jagdschloß) – Ingolstadt

Montag, 23. September 2002 (Schloß, Nordflügel)

9:00 Begrüßung

1. Der Begriff von der Sache

9:15 Prof. Dr. Werner Paravicini (Paris), Einführung

9:30 Dr. Jan Hirschbiegel (Kiel), Der Günstling im späten Mittelalter als theoretische Konstruktion

10:00 Prof. Dr. Rainer A. Müller (Eichstätt), Fürstenspiegel über Günstlinge und Hofparteien (angefragt)

10:30 Pause

11:00 Sven Rabeler, M.A. (Kiel), Vertrauen und Gunst. Klientelismus am spätmittelalterlichen Hof

11:30 DDr. Jan Paul Niederkorn (Wien), Der Sturz des Großwesirs

12:00 Diskussion

13:00 Freies Mittagessen

2. Regieren mit Gruppen: Hofparteien

15:00 Prof. Dr. Philippe Contamine, membre de l‘Institut (Paris), Le règne de Charles VII: être disgrâcié

15:30 Prof. Dr. Peter Moraw (Gießen), König Wenzels Hof, eine Günstlingswirtschaft?

16:00 Prof. Dr. Bertrand Schnerb (Lille), La succession des favoris à la cour de Bourgogne, env. 1400-1430

16:30 Pause

17:00 Dr. Arnd Reitemeier (Kiel), Wahrnehmung bevorzugter Gruppen am Hof des englischen Königs im Spätmittelalter (AT)

17:30 Prof. Dr. Heinz Noflatscher (Innsbruck), Einflußreiche Kleingruppen an den Habsburgerhöfen um 1500

18:00 Ivo Cerman, M.A. (Prag), Partey, Faction, Kabal am Hofe Kaiser Leopolds I., 1669-1674 (Mitteilung)

18:15 Diskussion

Freies Abendessen

[21:00 Sitzung der Residenzen-Kommission]

Dienstag, 24. September 2002

3. Schon etwas sein, erst etwas werden: Günstlingsfälle

9:00 PD Dr. Christian Lackner (Wien), Aufstieg und Fall des Hans von Liechtenstein zu Nikolsburg im 14. Jahrhundert

9:30 Prof. Dr. Adeline Rucquoy (Paris), Le cas-type d’Alvaro de Luna (Castille, XVe siècle) (AT)

10:00 PD Dr. Reinhard Stauber (München), Neuburgs erster Staatsgefangener. Zu Karriere und Sturz des Wolfgang Kolberger, Kanzler des Herzogtums Bayern Landshut 1489-1502 (Mitteilung)

10:15 Pause

10:45 Dr. Oliver Auge (Greifswald), Holtzinger, Entzlin und Jud Süß – Günstlingsfälle am spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Hof der Württemberger

11:15 Dr. Christian Wieland (Bielefeld), Lorenzino de’ Medici und Francesco Guicciardini: Zwei Günstlingstypen am Beginn der Medici-Monarchie

11:45 Diskussion

13:00 Freies Mittagessen

4. Sonderfälle: Illegitime, Bilder, Künstler

15:00 Prof. Dr. Ellen Widder (Tübingen), Illegitime bei Hofe

15:30 Prof. Dr. Albert Châtelet (Straßburg), Portraits de favoris à la fin du XVe siècle (AT)

16:00 Dr. Liliane Châtelet-Lange (Mundolsheim), Benvenuto Cellini und Franz I.: der Künstler als Günstling (Mitteilung)

16:15 Pause

16:45 Dr. Sigrid Ruby (Gießen), Anne de Pisseleu und Diane de Poitiers. Die Mätresse als Günstling am französischen Hof des 16. Jahrhunderts

17:15 Diskussion

17:45 Prof. Dr. Ronald G. Asch (Bielefeld), Zusammenfassung

20:00 Gemeinsames Abendessen

Hinweis

Projektdatenbank
Fürstliche Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich
Ein dynastisch-topographisches Handbuch

Die Datenbankabfrage für das Handbuchprojekt "Fürstliche Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich" im Internet ermöglicht es, komfortabel genauere Informationen zu den geplanten Artikeln des dynastisch-topographischen Handbuchs anzeigen zu lassen. Zu diesem Zweck steht Benutzern im oberen Teil der Seite links ein Auswahlmenue zur Verfügung, mit dem diese einen Artikel anwählen können und sich durch einen Klick auf den Button "Go" nähere Informationen anzeigen lassen können. Alternativ kann auch nach einem Artikel oder einem Autorennamen gesucht werden, indem ein Text eingegeben (Beispiel "Albertiner" für den Artikel "A. Albertiner") und anschließend "Go" aktiviert wird (keine Eingabe = alle Artikel). Wenn gezielt einzelne Felder nach bestimmten Wortkombinationen durchgesucht werden sollen, kann eine Expertensuche mit und/oder Verknüpfungen der verschiedenen Datenbankfelder benutzt werden.

In der Ergebnisanzeige haben Benutzer die Möglichkeit, sich die Artikelverweise anzusehen (Button "Artikelverweise" aktivieren) bzw. den gesuchten Artikel/Autor anzuwählen. Zur Zeit ist eine Abfrage der Artikel des jeweiligen Bearbeiters, der geplanten Artikelverweise, der Regenten- und Amtsinhaber bei Dynastie- und Hofartikeln (im Aufbau), von Links zu anderen Seiten im Internet (im Aufbau) sowie ausgewählter Literatur (im Aufbau) und der Beispielartikel im Volltext (html) möglich. Die Regenten- und Amtsinhaberlisten sind noch nicht vollständig, ermöglichen aber inzwischen für die Mehrzahl der Hofartikel eine Anzeige der geistlichen bzw. weltlichen Herrscher im Bearbeitungszeitraum unseres Handbuches. Die Listen sind vor allem nach Hermann Grote, Stammtafeln (Leipzig 1877, Nachdruck Holzminden o.J.) und Max Wilberg, Regententabellen (Frankfurt an der Oder 1906, Nachdruck Holzminden o.J.) zusammengestellt. Eine Überprüfung der dort gemachten Angaben war aus zeitlichen Gründen nur bedingt möglich. Mehrfachnennungen von Personen in einer Liste weisen auf verschiedene Ämter/Herrschaftsfunktionen hin. Es ist desweiteren geplant, die Lage der Residenzen (C) auf einer interaktiven Karte anzuzeigen (Frühjahr 2002).

Die Datenbank ist unter der Rubrik "Projekt"/"Datenbankabfrage" auf der Homepage der Residenzen-Kommission seit Juli 2001 erreichbar.

Jörg Wettlaufer/Jan Hirschbiegel

 

Die Arbeit der anderen

La Cour de Brabant au bas Moyen Age, du règne de Jeanne à celui de
Charles le Téméraire (1355-1477)

Domaine souvent inexploré de l’historiographie belge, l’étude des Cours princières de nos régions au bas Moyen Age présente un intérêt majeur pour l’histoire des mentalités mais également pour l’histoire de l’art, l’histoire économique ou encore l’anthropologie politique.

L’exemple du duché de Brabant au bas Moyen Age est intéressant à plus d’un titre. D’une part, cette principauté reste, avec les comtés de Flandre et de Hainaut, l’une des mieux documentées tant par les sources narratives que par les sources d’archives. D’autre part, la chronologie choisie (1355-1477) correspond à une "période clé" de l’histoire du duché. A sa tête se succèdent, en effet, des souverains de maisons apparentées mais de cultures différentes. Si la duchesse Jeanne est toujours restée fidèle aux traditions brabançonnes, les ducs de la branche cadette de Bourgogne-Valois puis les ducs de Bourgogne, tous pénétrés de culture française et bourguignonne, introduiront de nouveaux courants de modes de vie et de pensées.

Présenté en deux parties, le projet vise à rendre compte de la vie à la Cour de Brabant de 1355 à 1477 ainsi qu’à établir l’inventaire des artistes travaillant au service de la Cour et à reconstituer le corpus de leurs śuvres.

1ère partie

Divertissements, fêtes et solennités
Vie culturelle et production artistique

Nos mémoires de licence en Histoire puis en Histoire de l’Art et Archéologie avaient permis de définir le cadre des réjouissances tenues à la Cour (bals et banquets, réunions et repas de chasse, joutes, cérémonies de mariage, de baptême et de funérailles ...). Affichant alors un faste susceptible de magnifier le pouvoir, les princes veillaient à parfaire la tenue de ces solennités par de riches réalisations artistiques (confections de tapisseries, exécution de peintures, d’orfèvreries ...) et par d’imposants dispositifs architecturaux (agrandissements et embellissements des résidences ducales, élévation d’un mausolée en l’église Saint-Jean de Tervuren ...).

L’approfondissement des études menées précédemment pour le début du XVe siècle ainsi qu’un élargissement chronologique des recherches aux règnes de Jeanne de Brabant, de Philippe le Bon et de Charles le Téméraire présentent un intérêt indéniable tant les personnalités et les origines culturelles des souverains régnant sur le Brabant de 1355 à 1477 sont différentes.

Sources et méthodologie

Notre double formation d’historienne et d’historienne de l’art permet de considérer un très large éventail de sources (archives émanant de l’administration centrale et des villes du duché de Brabant, textes normatifs, sources narratives, traces archéologiques et artistiques …) et de procéder selon une méthodologie originale.

La confrontation des sources narratives (chroniques du continuateur anonyme des "Brabantsche Yeesten" et d’Edmond de Dynter) et comptables (archives de l’administration centrale et des villes du duché de Brabant) paraît impérative dans le cadre d’un examen circonstancié des solennités de la Cour. L’absence de traces archéologiques significatives, la disparition de nombreuses śuvres d’art ainsi que l’insuffisance des données iconographiques exigent davantage de s’appuyer sur des sources relevant du domaine historique ou archivistique.

Objectifs

Les recherches seront essentiellement orientées vers l’étude de la symbolique du pouvoir. Organisées par les princes pour manifester ouvertement leur puissance ou, à tout le moins, pour donner à l’assistance l’illusion d’un pouvoir, les divertissements, fêtes et solennités rythmaient la vie des palais. Le faste de la Cour servait à asseoir les ambitions politiques du prince, à tisser un réseau d’influence et, finalement, à concrétiser la construction du pouvoir. Souvent exprimée dans les textes, cette conception du pouvoir se traduit également dans le cérémonial et dans la production artistique.

Notre volonté sera également de dépasser les limites chronologiques et géographiques traditionnelles en se tournant vers l’Espagne de la première moitié du XVIe siècle où le cérémonial de Cour fut importé par les Bourguignons.

Etudier de manière approfondie la Cour de Brabant de 1355 à 1477 devrait enfin permettre d’apporter des réponses précises à des questions essentielles de l’histoire du duché et de sa capitale?

Quelle fut l’influence de la personnalité et de la culture des souverains dans le faste de la Cour et dans son organisation artistique et culturelle? Comment évolue la place occupée par Bruxelles qui s’impose alors définitivement comme capitale du duché de Brabant?

2ème partie

Inventaire des artistes de l’hôtel. Reconstitution du corpus des śuvres

Trop longtemps, les historiens de l’art ont négligé l’intérêt que pouvait représenter l’examen approfondi de documents d’archives dans les problématiques d’attribution ou de catalogue. Une exposition, organisée par les Archives Générales du Royaume et intitulée "Art et Archives", vient encore de montrer toute l’importance d’une recherche pluridisciplinaire.

Pour le duché de Brabant, Eugène Frankignoulle et Pierre Bonenfant avaient entrepris une démarche pionnière. Au début des années 30, ils avaient ouvert une voie encore trop souvent délaissée de nos jours: extraire des documents d’archives des renseignements essentiels pour la connaissance de l’histoire de l’art en Brabant.

En 1989, Eddy D’Hondt avait encore montré l’apport incontestable des sources d’archives pour l’histoire de l’art. Son étude fournissait, d’une part, les noms des artistes travaillant pour la Cour ainsi que les śuvres réalisées et offrait, d’autre part, une transcription des diverses mentions.

Les recherches projetées dans le cadre de ce doctorat viseront à compléter les travaux d’Eddy D’Hondt. Le volume des sources sera ici considérablement augmenté puisque les archives comptables de l’administration centrale du duché et des villes de Brabant seront dépouillées, analysées et exploitées.

Les travaux déboucheront ainsi à

  • établir un répertoire des sources et des documents relatifs au domaine artistique;
  • dresser une table des noms des artistes, artisans, fournisseurs de la Cour, valets de chambre attachés à l'Hôtel ducal (peintres, tapissiers, orfèvres, musiciens ...);
  • reconstituer le corpus des śuvres;
  • éditer les textes majeurs relatifs à la production artistique brabançonne du bas Moyen Age.

Anne Chevalier-de Gottal, Brüssel*

Images et idéologies politiques à l’aube de la Renaissance française
La représentation du pouvoir monarchique (1498-1515)

Il sera question ici d’une étude qui vient d’être achevée sur le règne du roi de France Louis XII (1498-1515). Un roi que la mémoire nationale a occulté, et qui a longtemps été méprisé par l’historiographie française.

La période du règne du roi Louis XII en effet a très injustement été traitée aussi bien par les historiens de la littérature – préférant aux Rhétoriqueurs les rimes de la Pléiade – que par les historiens de l’art – éblouis par les fastes de Fontainebleau – par les historiens de la guerre – que Marignan détourna d’Agnadel – ou ceux de l’histoire des idées politiques – qui ont assidûment étudié Machiavel, More ou Erasme mais n’ont pas cherché à connaître les interlocuteurs d’un Claude de Seyssel ou d’un Guillaume Budé en France. A bien des égards, donc, la période du règne du roi Louis XII a été négligée. Période de transition, sans doute, entre la fin du Moyen Âge et le début de la Renaissance, elle semble répétitive pour les médiévistes et trop précoce pour les spécialistes de la Renaissance, or mes recherches m’ont sans cesse prouvé qu’il n’en était rien, et que ces deux décennies sont bien plus importantes qu’on n’a voulu le croire. J’espère que le livre dont la rédaction est maintenant achevée pourra prouver que le roi Louis XII sans être révolutionnaire ou charismatique, mérite pourtant l’étude que je viens de lui consacrer.

Ce qui me préoccupe dans ce livre n’est pas de faire entrer Louis XII dans la postérité, ni d’écrire une biographie mise à jour de ses exploits. Ce livre ne cherchera pas non plus à prouver l’évidente importance de cette époque où l’imprimerie révolutionne les modes de communication, où les techniques évoluent rapidement, où les premiers échos de la Réforme se font entendre et qui est aujourd’hui perçue comme la période de maturité de la monarchie française. Ce livre est consacré à la formation de l’image fort complexe du roi Louis XII, ou pour reprendre le titre d’Anne-Marie Lecoq au ‘Louis XII imaginaire’. Un portrait, une fiction qui oscille entre l’idéologie absolutiste et modérée, qui constamment va et vient du néo-antique au médiéval, et n’arrive pas à choisir entre le côté paternel ou héroïque du souverain. Cette instabilité et ces paradoxes caractérisent, à mon sens, l’image de ce monarque parfois emblématiquement représenté par le porc-épic, et d’autres fois par la ruche d’abeilles. Mon projet est de décoder le langage des signes, des couleurs et des discours, des pamphlets et des sotties, des médailles et des armes et de placer le discours décrypté dans le contexte d’une importante controverse idéologique et politique qui émerge à cette époque entre les courants absolutiste et constitutionnaliste. Le but de cette étude sera donc d’offrir une analyse de l’abstraction qu’est l’image d’un monarque, tout en faisant valoir les affirmations politiques qu’elle recèle. La ‘vision’ du politique projetée par les textes, l’art et les cérémonies suggère une définition de la nature et des buts du royaume, la justification d’une certaine distribution des pouvoirs, de l’autorité et des richesses, et à terme d’un système de valeurs politiques.

Le règne du roi Louis XII nous offre ainsi un exemple inédit des rapports fascinants de l’art et du pouvoir au temps de la monarchie pré-moderne. Quoique le rôle politique de la mise en scène soit souvent invoqué, trop peu d’historiens se sont penchés sérieusement sur le foisonnement du matériel contemporain aux cérémonies et représentations de l’époque du roi Louis XII. J’espère que cette étude prouvera une fois de plus que la fonction et la signification des images sont intimement liées à la rhétorique et à la pensée politique, et qu’une étude interdisciplinaire peut éclairer les stratégies de l’exemplarité et de la mise en scène du pouvoir, et ainsi contribuer à la compréhension d’un des nombreux aspects de l’émergence de l’État à la période pré-moderne.

Le livre s’articule autour de deux axes. Le premier est celui d’un va-et-vient entre, d’un côté, le besoin d’asseoir l’autorité du roi et renforcer son emprise sur le royaume, et d’un autre, le désir de rejeter le despotisme (associé à Louis XI) acceptant une certaine restriction de l’autorité personnelle du roi. Le second axe est celui d’une oscillation, entre, d’une part l’attraction des valeurs néo-antiques, et de l’autre une très grande fidélité aux symboles et aux croyances du Moyen Âge. On a donc une double tension idéologique et esthétique. L’image de Louis XII résultera en un ensemble peu cohérent puisque ces tendances opposées y coexistent à divers degrés tout au long du règne. C’est la perpétuité de ces flottements qui rend impossible de représenter uniformément l’image du roi et aboutit à une fascinante combinaison qui défie les simplifications et qui semble exprimer la profonde hésitation du pouvoir. Ce mouvement ondulant sur la propre identité de la monarchie est donc la clé de lecture de ce livre.

Le livre est construit au gré de cinq chapitres. Dans un premier temps il est question des fondations. Lorsque Louis XII monte sur le trône en 1498, la couronne passe de la maison des Valois à celle des Orléans. La question de la légitimité se pose immédiatement, puisque la participation de Louis aux États de 1484, son emprisonnement et ses actions militaires font de lui un personnage politique au passé problématique soupçonné d’être passible de lèse-majesté. Les cérémonies du sacre sont rapidement organisées et ont pour devoir d’entamer le programme d’une nouvelle exemplarité qui justifiera non seulement la nouvelle dignité à laquelle accède soudainement le duc d’Orléans mais annoncera également trois promesses. Une promesse de stabilité, une promesse de justice et une promesse de puissance, où je distingue les éléments de continuité (le sacre) des éléments de rupture (dans la première entrée royale parisienne). On peut y voir les prémices d’un règne obsédé par les conquêtes italiennes tout comme les premiers éléments de l’élaboration du mythe du père du peuple, modéré et libéral à l’antipode du modèle despotique qu’incarnait Louis XI.

Dans un second temps il sera question de l’image chevaleresque et guerrière par laquelle Louis est exhibé au départ. Un roi qui s’affiche comme chevalier, celui qui continue à porter l’emblème du porc-épic et qui se fixe comme but la reconquête du Milanais que Louis XII estime lui revenir de droit par sa grand-mère Visconti. A cette posture chevaleresque se superpose un programme iconographique où Louis est mis en scène à l’antique et apparaît comme héros païen, qu’il soit ‘alter Caesar’ ou ‘semper Augustus’, comparé à Hannibal ou déclaré le successeur d’Hector. Ce glissement vers une représentation à l’antique s’accompagne d’une impérialisation de la couronne et des entrées royales qui se veulent une copie des triomphes romains. Cette facette de l’image de Louis XII fait écho à une idéologie pré-absolutiste qui se nourrit des exemples antiques et exhalte la toute puissance du roi.

Cette tendance contredit l’appellation traditionnelle de tous les rois français qui se présentent comme très chrétiens. Louis XII ne fait pas ici exception. En parallèle donc à une image chevaleresque à variations néo-antiques nous avons une série de représentations fort traditionnelles où le roi est ce rex christianissimus en prière ou entourés de saints, guidé et inspiré par l’esprit divin, un roi thaumaturge à qui Dieu a procuré des dons surnaturels. Une facette typique d’un roi français qui est particulièrement curieuse dans le cas de Louis XII puisque à la suite des victoires françaises sur Venise en 1509, Louis devient l’ennemi juré du pape Jules II. Aussi la période de conflit entre l’Eglise et la France nécessite des efforts très inventifs des propagandistes du roi pour justifier cette délicate confrontation du très chrétien et du saint père.

L’embarras du pouvoir associé aux aspects chevaleresques, néo-antiques et religieux donne naissance à un quatrième visage du roi qui apparaît, cette fois, en bon pasteur ou en père du peuple et qui propose l’idée d’un roi clément, soucieux du bien-être de son peuple. Cette image offre une nouvelle échelle de priorité où c’est dorénavant l’augmentation du bien public (ou pour citer Seyssel ‘la conservation et augmentation de la monarchie de France’) qui donne sens au pouvoir royal, remplaçant l’honneur, la gloire et la foi. C’est une image où la clémence symbolisée par l’abeille est alternative au belliqueux porc-épic, où Louis est représenté siégeant comme Salomon et non plus triomphant comme César, et où les devoirs au peuple semblent précéder ceux que le roi doit rendre à Dieu. Ce nouveau visage me permet d’avancer l’idée d’un recul de Louis XII face à l’humanisme et à la ‘polarisation’ de son époque pour le style classique. Par ailleurs les conséquences de cette retenue du roi permettent aux satiristes de le mettre en scène comme ‘prince des sotz’ et d’afficher un portrait peu flatteur du monarque.

Ce chapitre me mène à la fondamentale question de l’autorité royale redessinée par l’action des différents auxiliaires au pouvoir. Le thème du partage est alors au centre de mon analyse. Ce sont les personnages qui apparaissent comme les ‘partenaires’ du roi qui m’intéressent ici tout particulièrement, à savoir les ministres, le peuple et la reine. Dans un schéma de monarchie modérée ce sont effectivement ceux-là qui ‘partagent’ ou ‘freinent’ le pouvoir royal, par leur sagesse, leur vertus, leurs critiques ou leurs amours, et la meilleure façon de comprendre la représentation d’un roi ‘démocratique’ tel Louis XII est en effet de s’écarter de sa personne pour étudier l’articulation d’un gouvernement qui fonctionne autour de ministres tout puissants tels Georges d’Amboise ou le maréchal de Gié; d’un peuple qui seul ose parler ouvertement sans sombrer dans la flatterie ni la corruption; et d’une reine, Anne de Bretagne, parfois présentée comme l’alter-ego du roi en dignité et en autorité. Ce surprenant pouvoir de la reine justifie l’examen du rôle du genre féminin dans la mise en scène du pouvoir monarchique, en particulier au travers des trois épouses qui accompagnent le roi Louis XII, Jeanne de France, Anne de Bretagne et Marie Tudor, mais également de ses deux filles, Claude et Renée et de sa belle admiratrice la gênoise Spinola.

En conclusion le Louis XII imaginaire contient certaines prémisses du mythe que développera plus tard François Ier, à savoir cette combinaison d’un côté du très chrétien qui rend hommage à Dieu et d’un autre côté de l’empereur classique qui au contraire célèbre l’homme. Cependant l’étude du règne de Louis XII prouve que dans la seconde décennie étudiée Louis s’écarte de cet ‘hubris’ antique, en indiquant, à mon sens très clairement, son recul face à l’absolutisme. Son règne n’est donc pas l’annonce du futur François Ier mais vient au contraire souligner les dangers du message paradoxal que produit l’alliance de l’humilité chrétienne et de l’affirmation triomphale du moi classique. Le flottement qui caractérise le règne du roi Louis XII traduit le malaise créé par cette rencontre de l’héritage du Moyen Âge et de la Renaissance, qui n’est pas uniquement un choc artistique et culturel, mais est surtout l’occasion d’une crise politique et idéologique profonde puisque ce roi est incapable de confronter ou d’assimiler les nouveaux topoi que propose le seizième siècle français. François Ier à l’inverse, tranchera et fera des choix, en faveur de l’humanisme, des valeurs néo-antiques, de l’absolutisme et de l’Eglise romaine.

Nicole Hochner, Ramat-Gan, Israel*

Der Wiener Hof und sein Klientel- und Patronagesystem

Ein Projekt am Institut für Geschichte der Universität Wien,

gefördert vom FMF und vom Stadtarchiv Wiener Neustadt

Projektbeschreibung:

Der Wiener Hof und sein Klientel- und Patronagesystem sind noch immer ein Desiderat der Forschung. Hier soll das Projekt eine Lücke schließen, indem es die politischen und sozialen Netzwerke und Beziehungsgeflechte am Hof der Habsburger in Wien um die Mitte des 17. Jahrhunderts untersucht. In einem ersten Schritt soll der Hofstaat der Fürstinnen von der Regierung Ferdinands II. bis zu den Anfängen der Regierungszeit Leopolds I. möglichst vollständig erfaßt werden. Die Ränge und Karrieren, die Abstammung und Eheverbindungen, Bildung und finanzielle Absicherung, die die Voraussetzung für die Aufnahme der Mitglieder des Hofes waren, werden in einer Datenbank aufgenommen. Neben diesen Netzwerken mit ihren Klientel/Patronageverhältnissen die den Ausgangs- punkt des Projektes bilden, soll in einem zweiten Schritt den Beziehungen nach außen und vor allem zu den männlichen Hofstaaten und den Mitgliedern der Behörden der Habsburger nachgegangen werden. So wird auch der Personalstand und Organisation dieser Institutionen systematisch erschlossen, da diese Netzwerke und Beziehungsgeflechte selbstverständlich nur im gesamthöfischen Zusammenhang sinnvoll rekonstruiert werden können. Ergänzend sollen Informationen zum sozialen und politischen Umfeld dieser Personengruppen über den Hof hinaus aufgenommen werden. Grundlage dafür sind vor allem die Hofstaatsverzeichnisse, ergänzt durch Informationen über die Verbindungen zwischen diesen Personen und ihre Beziehungen nach außen: biographische Daten, diplomatische Korrespondenz, Eheverträge des Hofstaates, Familienbriefe, Instruktionen, Tischordnungen, Gästelisten, Gehaltslisten, Rechnungen und Testamente. Ziel des Projekts ist es, die Personengruppe der Adeligen in der nächsten Umgebung der habsburgischen Fürstinnen und Fürsten systematisch zu erfassen, den Beziehungen dieser Personen innerhalb der Gruppe und nach außen nachzugehen, das System und die hierarchischen Strukturen im weiblichen bzw. im männlichen Hofstaat zu erfassen. Es sollen dazu auch Daten über die Herkunft, die soziale Vernetzung und den Bildungshintergrund dieser Personen in prosopographischen Verzeichnissen (als Internetdatenbank) aufgenommen werden, ebenso zu den Beziehungen zwischen der Fürstin bzw. dem Fürsten und den betreffenden Personen. Aufgrund des systematisch erhobenen und statistisch auswertbaren Materials wird uns eine differenzierte Darstellung der Kernbereiche des Hofes und des Hofstaats unter Einbezug der höheren Ratsgremien und Beamtenebene möglich sein. Dies sollte in der Folge eine Einschätzung des Umfangs und der Segmentierung des Netzwerkes sowie der Bedeutung von sozialen und politischen Faktoren wie Herkunft, Erziehung, Patronagetraditionen, als grundlegende Konstitutionsbedingungen dieser bis heute wirksamen höfisch-absolutistischen Lebenswelt erlauben.

[Text: www.univie.ac.at]

Kontaktadresse: Universität Wien

Institut für Geschichte

Dr. Karl-Lueger-Ring 1

A-1014 Wien

Tel.: [A] 42 77 - 4 08-25

Internet: http://www.univie.ac.at/Geschichte/wienerhof/index.htm

Projektleitung:

Univ. Prof. Dr. Gernot Heiss

gernot.heiss@univie.ac.at

Univ.Doz.Dr. Beatrix Bastl

beatrix.bastl@univie.ac.at

 

 

Projektmitarbeiter:

Dr. Sigrid Freisleben

sigrid.freisleben@univie.ac.at

Univ.Doz.Dr. Katrin Keller

katrin.keller@univie.ac.at

Dr. Alexander Sperl

alexander.sperl@univie.ac.at

Kolloquiumsberichte

Fürstliche und adlige Witwen in der Frühen Neuzeit
Zwischen Fremd- und Selbstbestimmung
Tagung des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schloßbetrieb Schloß Rochlitz

Schloß Rochlitz/Sachsen, 21. bis 23. Juni 2001

Schloß Rochlitz war als Residenz und Witwensitz ein wichtiger Pfeiler des wettinischen Fürstenhauses. Die hochadeligen Witwen residierten hier an der Zwickauer Mulde vom letzten Viertel des 15. bis ins erste Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts. Sie gestalteten Architektur und Ausstattung des Schlosses mit. Unter anderem wird der Umbau der Schloßkapelle auf Amalie von Bayern-Landshut zurückgeführt; Elisabeth von Sachsen gab ebenfalls bauliche Veränderungen in Auftrag. Kunsthistorisch bedeutsam ist vor allem die spätgotische Bauphase nach 1482: Detailformen, wie die Vorhangbogenfenster am Querhaus, kommen in ihrer Qualität der Albrechtsburg in Meißen sehr nahe, ebenfalls erwähnenswert ist die spätgotische Ausmalung der Schloßkapelle. An "Residenz und Witwensitz" soll eine in Planung befindliche Dauerausstellung auf Schloß Rochlitz ab 2004 erinnern. Sie wird die Lebensbilder von vier Fürstinnen – Amalie von Bayern-Landshut, Elisabeth von Sachsen, Anna von Oranien, Sophie von Sachsen –, die in Bezug zu Rochlitz als Witwensitz standen, einem breiteren Publikum vorstellen. Während Prinzessin Anna Rochlitz als Abschiebeort verurteilte, spielte Elisabeth von Sachsen (1502-1557) eine besondere Rolle für Schloß und Amt: Sie hatte großen Anteil an der Einführung der Reformation in ihrem Wittum 1538. Darüber hinaus beriet sie als Mitglied im Schmalkaldischen Bund protestantische Fürsten, unter anderem Moritz von Sachsen, der ihr später jedoch das Wittum entzog. Die Herzogin von Rochlitz gestaltete aktiv ihre obrigkeitlichen Rechte aus und bietet ein Beispiel für "selbstbestimmtes" politisches Handeln einer fürstlichen Witwe in der Frühen Neuzeit (Günther Wartenberg, Leipzig).

"Fremd- und Selbstbestimmung" – unter diesem Aspekt widmete sich vom 21. bis 23. Juni 2001 eine Tagung auf Schloß Rochlitz den "Fürstlichen und adligen Witwen in der Frühen Neuzeit", veranstaltet vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schloßbetrieb Rochlitz unter der Leitung von Martina Schattkowsky (Dresden).

Mit dem Frauentypus "Witwe" griffen die Veranstalter ein Thema auf, das in den letzten Jahren vor allem von wirtschafts- und sozialhistorischer Seite viel Beachtung fand und durch Jussens jüngst erschienenes Buch "Der Name der Witwe" einmal mehr ins Blickfeld geriet. Die besondere Problematik fürstlicher Witwenhöfe in der Frühen Neuzeit eröffnet vielfältige neue Forschungsthemen und Interpretationsperspektiven, vor allem im Bereich der kulturellen Wirkungsfelder höfischer Frauen. Während bisher ihre literarischen Leistungen besondere Beachtung fanden, ist ihre Bedeutung in den bildenden Künsten – als Mäzenin und Stifterin, ausübende Künstlerin sowie ihre Repräsentation und ihr Selbstbild in der Kunst – noch weniger gut erforscht. Das Mäzenatinnentum und die Repräsentationskultur von Witwen haben erst seit den neunziger Jahren vermehrt die Aufmerksamkeit der kunsthistorischen Forschung gefunden, u.a. in den Arbeiten von Barbara Lange zur Funktion des Kieler Schlosses als Witwensitz, von Catherine King zum Mäzenatentum, von Andrea Langer zu einem Witwensitz in Polen sowie von Barbara Welzel, die am Beispiel niederländischer Statthalterinnen visuelle Bedeutungskonstitutionen am Körper und im Bildnis herauszuarbeiten sucht. Die Beziehung zwischen Witwenschaft und visueller Kultur wird in dem in Vorbereitung befindlichen, von Allison Levy herausgegebenen Sammelband dargestellt werden.

Diese kurz angedeutete Literaturlage spiegelte sich auch im Spektrum der Rochlitzer Tagungsbeiträge wider. Es zeigte deutlich, in welchen Disziplinen gegenwärtig Schwerpunkte des Interesses an dieser Lebensphase der Frauen liegen: Geschichts- und Literaturwissenschaft bildeten den Hauptteil der Tagung, die Kunstgeschichte war nur in einem Beitrag vertreten. Dabei dominierte die biographisch angelegte Einzelstudie gegenüber vergleichenden Interpretationen, was den Versuch, ein aussagekräftiges Gesamtbild zu zeichnen, schwierig macht.

Die Beiträge, die sich zum größten Teil auf deutsche Fürsten- und Adelshöfe des 16./17. Jahrhunderts beziehen, lassen sich im wesentlichen drei Diskussionsschwerpunkten zuordnen. Sie sollen an exemplarisch ausgewählten Vorträgen knapp erläutert werden.

 

1. Rechtliche Rahmenbedingungen für die Lebenspraxis fürstlicher und adliger Witwen

Karl-Heinz Spiess (Greifswald) sprach über die "Witwenversorgung im Hochadel: Rechtliche und praktische Gestaltung im Spätmittelalter und in der Neuzeit". Er unterschied zwischen den in den Heirats- und Wittumsverträgen festgelegten normativen Regelungen einerseits und der meist im Widerspruch dazu stehenden Umsetzung in der Alltagspraxis der Witwen andererseits. Mit dem Ehevertrag zwischen Herzog Erich I. von Braunschweig-Lüneburg und Kurfürst Joachim von Brandenburg 1524 stellte er ein "Formular" für die vertraglich geregelte Witwenversorgung im 16. Jahrhundert vor. Die Konstanten des Vertragswerkes waren unter anderem: Vereinbarung des Zinssatzes für die Wittumsrente (durchschnittlich 5 % des aus Mitgift und Widerlegung gebildeten Kapitals); Nutzung verschiedener Güter durch die Witwe (eine Verlegung des Witwensitzes aufgrund der dynamischen Entwicklung eines Herrschaftsgebietes war nicht ungewöhnlich); Regelung des gemeinsamen Haushaltes nach dem Tod des Ehemannes; Versorgung bei Wiederheirat (Neuregelung im 16. Jahrhundert: die Widerlegung wird nicht ausbezahlt, sondern als Rente verzinst). Variabel war u.a. die Höhe der Mitgift, die sich am Stand der beiden beteiligten Parteien orientierte. Vertragserfüllung und somit Alltagspraxis der Witwen wurden jedoch häufig von familiären Konstellationen bestimmt: von der Anzahl minderjähriger Kinder, von Söhnen im regierungsfähigen Alter und von "Störenfrieden" der Vormundschaftsregentschaft – oftmals in Person des Bruders des verstorbenen Ehemannes. Im allgemeinen hatten Witwen keinen Anteil an der Herrschaft und keine Verfügungsgewalt über die Kinder.

Im anschließenden Vortrag über die "kursächsischen Eheverträge aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts" lenkte Ute Essegern (Dresden) den Blick auch auf das Erbrecht: Zwar wurden Mitgift und Widerlegung festgelegt, jedoch keine Güterregelungen vorgenommen, da Ehe im Betrachtungszeitraum nicht als "Zugewinngemeinschaft" verstanden wurde. Essegerns Untersuchung ergab ebenfalls eine Formelhaftigkeit und Kontinuität der Verträge, allerdings nahmen die Zusatzbestimmungen im Laufe des 17. Jahrhunderts zu. Interessant und für das 16. Jahrhundert von besonderer Bedeutung ist die Festlegung, daß die Konfession in den Wittumsgütern nach der Übernahme durch die Witwe beibehalten werden muß (Ausnahme: Elisabeth von Sachsen).

Mit den kulturellen Bildern über Witwenschaft in der Frühen Neuzeit, mit den Topoi Armut und Reichtum, Frömmigkeit und Wollust, beschloß Gesa Ingendahl (Tübingen/Jena) diese erste Sektion.

 

2. Orte, Formen, Stile der "Witwenherrschaft"

Die Tagung erfaßte auch den Ausschnitt jener Betätigungsfelder, die den Frauen in der hier behandelten Zeit einen ansonsten schwierigen Zugang zu Autorität und Herrschaftsfunktionen eröffneten. Gefragt wurde nach Möglichkeiten der Einflußnahme auf Landes- und Territorialpolitik sowie nach der Rolle der Witwen im Konfessionalisierungsprozeß. Es ging um Handlungsspielräume und Handlungsgrenzen verwitweter Fürstinnen und Adliger bei der Ausübung von Herrschaft sowie um die rechtliche Legitimation der Herrscherin.

Im Mittelpunkt dieser Sektion stand eines der traditionellen, wenn auch nicht per se typisch weiblichen Aufgabenfelder von Witwen, nämlich die Vormundschaftsregentschaft eines Territoriums. Am Beispiel der Landgräfin Anna von Hessen (1485-1525) erläuterte Pauline Puppel (Kassel) die "juristische Legitimation vormundschaftlicher Regentschaften hochadeliger Frauen". Wilhelm II. (gest. 1509) bestimmte als erster hessischer Landgraf in seinem zweiten Testament (1508) seine Ehefrau Anna als Vormund von Sohn Philipp (1504-1567), dem Bruder der bereits genannten Elisabeth von Sachsen. Gegen diese neue Regelung erhoben die Landstände Hessens und Sachsens (hessisch-sächsische Erbverbrüderung!) Einspruch. Erst mit dem Landtag in Homberg (April 1515) wurde die Vormundschaft Annas von der neuen hessischen Regentschaft anerkannt. Damit war auch die Ausübung landesherrlicher Rechte, wie beispielsweise die Einsetzung von Amtleuten, die Mitbestimmung in der "Außenpolitik" (Anna ging Bündnisse mit anderen Reichsfürsten ein) sowie die Verantwortung für Erziehung und Bildung der Kinder verbunden. Mit 14 Jahren vom Kaiser – als höchstem Vormund der Witwen und Waisen im Reich – für volljährig erklärt, übernahm Landgraf Philipp der Großmütige die Herrschaft, deren Stabilisierung gegen die Landstände das Verdienst seiner Mutter war. Obwohl Anna in zweiter Ehe mit Graf Otto zu Solms-Laubach verheiratet war, wurde sie in Marburg, der Residenz ihres ersten Mannes, beigesetzt.

Im Unterschied zu Anna von Hessen wurde Gräfin Anna von Ostfriesland (1540/42-1575) von den Landständen in ihrer Vormundschaftsregentschaft unterstützt. Dies legte Heiko Ebbel Janssen (Fürstenfeldbruck) in seinem Beitrag "Weiberregiment im Witwenstand" dar. Anna fällte 1558 eine bemerkenswerte politische Entscheidung: Das Territorium solle nach ihrem Tod von ihren drei Söhnen gemeinsam regiert werden. Damit setzte sie sich zum einen bewußt über die Primogeniturordnung hinweg, zum anderen versuchte sie so, das von ihr verfolgte bikonfessionelle Koexistenzssystem in der Grafschaft zu garantieren.

Politischen Gestaltungsmöglichkeiten fürstlicher Witwen ging ebenfalls Brigitte Streich (Celle) am Beispiel der Anna von Nassau und ihren Schwestern, Margarete von Diepholz und Elisabeth von Calenberg, nach. Als Fazit aus den drei Biographien konstatierte Streich den Frauen Sinn für geordnete Verwaltung und ökonomisches Wirtschaften, Präsenz in einer von den Landständen gestützten Vormundschaft, bewußtes Einsetzen von Macht für den Dynastieerhalt und darüber hinaus Religiosität und karitatives Handeln.

Zwei weitere "Witwenherrschaften" stellten Ira Koch (Rostock) mit Herzogin Sophia von Mecklenburg (1569-1634) und Silke Lesemann (Hannover) mit Kurfürstin Sophie von Hannover vor.

 

3. Lebensalltag von fürstlichen und adligen Witwen: Zwischen Ökonomie, Religion und Kunst

Wenn die ersten beiden Sektionen der Tagung thematisch fokussiert waren, so gilt das weniger für die letzte Sektion. Hier wurde besonders deutlich, daß wir eine Fülle von kulturgeschichtlicher Einzelstudien benötigen, um das erforderliche Muster zur Bewertung von Phänomenen ausbilden zu können.

Die wirtschaftlichen Grundlagen und Entwicklungen eines fürstlichen Witwensitzes exemplifizierte Dirk Schleinert (Marburg) am pommerschen Amt Loitz in den Jahren von 1592 bis 1631, dem Leibgedinge Sophia Hedwigs, Herzogin von Stettin. Trotz einer guten wirtschaftlichen Ausgangsposition reichten die Einkünfte für die Haushaltung nicht aus, Loitz war nach dem Tod Sophias stark verschuldet. Versorgungsengpässe gründeten darauf, daß entweder Witwen über ihre Verhältnisse lebten (im Falle Sophias) oder Ertragsschwächen der Güter zur Verringerung der vertraglich geregelten Witwenrente führten.

Die Witwenversorgung und der Handlungsraum von niederadligen Frauen unterlag ganz anderen Voraussetzungen als die der hochadeligen. Diesen Vergleich stellte Anke Hufschmidt (Dresden) an: "Starke Witwen an der Weser? Rahmenbedingungen und Lebenspraxis verwitweter Frauen in Familien des niederen Adels um 1600". Niederadeligen Witwen wurde ein sehr viel größeres Engagement für den familiären und wirtschaftlichen Fortgang abverlangt, sie lebten selten auf Witwensitzen, sondern meist auf Adelshöfen in der Stadt, einer speziellen Form der Witwenversorgung.

Die beiden folgenden Referentinnen rückten spezifische Formen der Inszenierung und Selbstdarstellung der Witwen in den Mittelpunkt. Jill Bepler (Wolfenbüttel) stellte in ihrem Beitrag "Lektüre, Schrift und Gebet im Leben der fürstlichen Witwe in der Frühen Neuzeit" bisher unbeachtete Funeralwerke zweier protestantischer Fürstinnen vor, darunter u.a. das Funeralwerk Georgs II. von Sophie Eleonore von Hessen-Darmstadt (um 1665) sowie die "Christliche Betrachtung der betrübten Zeit und freudenvollen Ewigkeit" von Magdalena Sibylla von Hessen-Darmstadt (1680). Funeralwerke, oftmals in bis zu 1200 Exemplaren aufgelegt, spielten in der höfischen Selbstdarstellung eine wichtige Rolle und gehörten wie Festbeschreibungen zur innerhöfischen Kommunikation. Die verwitweten Frauen gestalteten durch die literarische Verarbeitung ihrer Trauer im Gedicht selbst die öffentliche kulturelle Wahrnehmung als Witwe und nutzten diese Gattung zur schriftlichen und bildlichen Selbststilisierung. Bisher sind Bepler keine katholischen Fürstinnen bekannt, die an solch prachtvollen Schriften beteiligt waren.

Ein weiteres Medium im höfischen Zeremoniell bei Tod und Begräbnis stellte Allison Levy (New Orleans) vor: "Framing Widows: Mourning and Portraiture in Sixteenth-Century Florence". Frauen gewannen nach dem Tod ihres Mannes eine neue soziale Identität. Diese neugewonnene "Freiheit" bot ihnen die Möglichkeit – wie bereits Bepler zeigte – selbst Repräsentation und Selbstbild zu gestalten, beispielsweise mit der Wahl der Witwenkleidung, mit dem Umgang traditioneller Ritualformen und auch mit den Porträts. Die Bildnisse verewigen die Trauer, sind als immerwährendes Gedächtnis zu lesen und halten die Erinnerung nicht nur an die Trauernde, sondern auch an den Betrauerten wach.

Unterschiedliche Formen der Repräsentation und Integration zweier hochgebildeter Fürstinnen in der eher provinziellen Enge des Böblinger Schlosses stellte Günter Scholz (Böblingen) mit Mechthild von der Pfalz und Barbara Gonzaga von Mantua vor.

Bleibt festzuhalten: Witwen sind keine marginale Randgruppe, sondern ein soziales Phänomen, das potentiell alle Frauen anging. Faktisch, je nach Gegend und Epoche, lebten zwischen 12% und 25% aller Frauen als Witwen. Vor allem und gerade die fürstlichen und adligen Witwen fungierten als politischer Machtfaktor, so daß die Beschäftigung mit diesem Thema immer auch in Landes- und Reichsgeschichte führt. Und dennoch sperrt sich das Frauenbild "Witwe" jeglicher Typologisierung: Trotz aller Wittums- und Heiratsverträge waren die Abhängigkeiten von äußeren Umständen (Alter, rechtliche und finanzielle Situation usw.), von Angehörigen und nahen Verwandten sehr stark, Selbstbehauptung und sozialer Abstieg lagen sehr dicht beieinander – wie es Uta Löwenstein (Marburg) auch am Beispiel der Barbara Herzogin von Württemberg zu Mömpelgard zeigen konnte. Die Tagung machte deutlich, daß es weniger um die Frage nach einem geschlechtsspezifischen Regierungsstil, nach spezifischen Eigenschaften eines "Weiberregimentes" gehen sollte, als vielmehr um die Bestimmung der unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten der Geschlechter. Nur auf diesem Weg kann fremd- und selbstbestimmtes Handeln von Fürst und Fürstin analysiert werden.

Andrea Langer, Leipzig*

"Der zweite Mann im Staat"
Oberste Amtsträger und Favoriten im Umkreis der Reichsfürsten
im 17. und 18. Jahrhundert

Ergebnisbericht einer historischen Fachtagung
Schloß Rauischholzhausen bei Marburg, 25. bis 28. September 2001

Im Mittelpunkt der Tagung stand der "zweite Mann im Staat", vor allem der spezifische Sozialtypus des Favoriten, der bei zahlreichen Territorialfürsten des Reiches insbesondere im 17. und 18. Jahrhundert eine feste Größe war. Anhand der siebzehn Fallbeispiele sollte keineswegs der Anspruch eingelöst werden, eine erschöpfende Aufarbeitung des Phänomens zu leisten. Gleichwohl stellen die (meist männlichen, aber auch weiblichen) Exempel aus konfessionell verschiedenen und auch unterschiedlich großen, weltlichen und geistlichen Reichsterritorien eine erste repräsentative Aufarbeitung dar. Zwei weitere Rahmenvorträge ergänzten das Bild, indem zum einen der zeitgenössische politische Diskurs betrachtet und zum anderen die Perspektive mit dem Blick auf die europäische Szenerie erweitert wurde. Angesichts der großen Schwierigkeiten, eine trennscharfe Begrifflichkeit zu entwickeln, stellte es sich als sinnvoll heraus, unter dem – zunächst nur als Behelf eingesetzten – Begriff des "zweiten Mannes" verschiedene Typen zu subsumieren: Neben dem Favoriten waren dies die Minister und leitenden Amtsträger.

Zum einen gab es leitende Amtsträger, die stärker als andere Amtsträger mit der politischen Entscheidungsfindung und mit administrativen Aufgaben betraut waren, zugleich aber auch kollegialen Leitungsgremien wie dem Geheimen Rat angehörten. Sie wurden aufgrund ihrer besonderen Amtskompetenz besonders mit politischen Sachfragen betraut und hatten deswegen auch regelmäßigen Kontakt zum Landesherren. Eine exzeptionelle Nähe zum Herrscher, durch die sich diese Amtsträger von den anderen Personen in der Umgebung des Fürsten abhoben, läßt sich nicht feststellen. Der soziale Typus des leitenden Amtsträgers in kollegialen Behördenstrukturen fand sich im Reich besonders zahlreich schon im 16. und frühen 17. Jahrhundert, zu einer Zeit also, als in vielen Territorien Institutionen der Zentralverwaltung und der Entscheidungsfindung überhaupt erst im Entstehen begriffen waren. Meist handelte es sich hierbei um bürgerliche Amtsträger mit juristischer Ausbildung, die infolge ihrer Tätigkeit bisweilen auch in den Adelsstand aufsteigen konnten. Die Fallbeispiele der Referate von Maximilian Lanzinner (Dr. Wilhelm Jocher, Kurbayern), Alois Schmid (Franz Xaver Wiguläus Frhr. von Kreittmayr, Kurbayern) und auch Michael Rohrschneider (Otto Graf von Schwerin, Brandenburg) lassen sich diesem Typus am ehesten zurechnen.

Ein zweiter Typus des zweiten Mannes war der Favorit. Dieser trat zum einen als höfisches Phänomen in Erscheinung und bezeichnet Personen, die – oftmals, aber nicht notwendigerweise adliger Herkunft – in besonderer Gunst des Herrschers standen und daher auf die politische Entscheidungsfindung großen Einfluß ausüben konnten. Sie standen in unmittelbarer ‚Nähe zum Herrscher‘, ohne daß diese Nähe jedoch formal oder institutionell abgesichert war. Dennoch konnten die Favoriten, solange die fürstliche Gunst anhielt, in bisweilen entscheidender Weise auf politische Prozesse und Entscheidungen Einfluß nehmen. Dazu profitierten sie sowohl in finanzieller als auch in symbolischer Hinsicht von ihrer besonderen Stellung. Dies zeigte sich am Referat von Andreas Pecar über den Favoriten Johann Michael Graf Althann am Kaiserhof Karls VI. Aber auch prominente Mätressen ließen sich diesem Typus zuordnen, wie am Beispiel der Anna Constantia Gräfin von Cosel in Kursachsen (Frank Göse) und der Christina Wilhelmina Gräfin von Grävenitz in Württemberg (Sybille Osswald-Bargende) deutlich wurde.

Neben der höfischen Ausprägung des Favoriten gab es auch mehrere Personen, die aufgrund ihrer Vertrauensstellung beim Herrscher in exponierter Weise die Politik in einem Territorium bestimmen konnten. Diese hatten zwar meist bedeutende Ämter inne; ihr Einfluß erstreckte sich jedoch nicht nur auf ihren Amtsbereich, sondern tendenziell auf sämtliche Bereiche der Politik. Und sie konnten diesen Einfluß auch nur solange ausüben, wie sie sich der Nähe und des Vertrauens des Herrschers sicher sein konnten. Ihr Amt war weder das Mittel, um ihren Einfluß zu begründen, noch bot es Sicherheit, falls sie die Gunst des Herrschers verloren. Sie waren Favoriten im politischen Sinne und aufgrund ihrer Position, wenn auch nicht aufgrund ihrer Bedeutung, am ehesten mit den großen Favoriten Olivares, Richelieu oder Buckingham vergleichbar. Verschiedene Ausprägungen dieses Typus kamen auf der Tagung über den "zweiten Mann" zur Sprache: Stefan Sienell referierte über die ersten beiden Obersthofmeister des Kaisers Leopold, die Fürsten Johann Ferdinand von Portia und Wenzel Eusebius von Lobkowitz, Holger Gräf stellte den Aufstieg und den Fall Dr. Wolfgang Günthers in Hessen-Kassel vor, Ulrich Kober behandelte den Fall Adam Graf von Schwarzenberg in Kurbrandenburg, Michael Kaiser sprach über Eberhard von Danckelman in Kurbrandenburg, Jürgen Luh über Heinrich Graf von Brühl in Kursachsen und Marcus Leifeld über Ferdinand Graf von Plettenberg in Kurköln.

Eine Spätform des zweiten Mannes waren die Reformminister, die in manchen Territorien in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die politischen Belange bestimmten. Dieser Typus wurde anhand von zwei prominenten Beispielen vorgestellt. Franz A. J. Szabó referierte über den österreichischen Staatsminister Wenzel Anton Graf von Kaunitz, und Walter Demel behandelte den bayerischen Staatsminister Maximilian Joseph Graf von Montgelas. Beide waren unumstrittene erste Minister ihrer Zeit. Dennoch war die Ursache ihrer tendenziellen Allzuständigkeit eine andere als im Falle der bereits erwähnten Favoriten. Sie übten ihren Einfluß zumeist innerhalb ihrer Ministerämter aus, von denen sie allerdings stets mehrere auf sich vereinigten. War diese umfassende Einflußnahme auf die politischen Entscheidungen ein Element, das die Minister noch mit den älteren Typen des zweiten Mannes gemein hatten, so weist die Form der Einflußnahme, die Eingabe von Denkschriften und die an das Ressort gebundene Amtszuständigkeit – eine bereits rationalisierte Form der Nähe zum Fürsten – bereits auf spätere Beispiele prominenter Ministergestalten des 19. Jahrhunderts, für die Fürst Otto von Bismarck sicherlich das prominenteste Beispiel darstellt.

Vor die Aufgabe gestellt, Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Typen und Fallbeispiele aufzuzeigen, kristallisierte sich das persönliche Vertrauensverhältnis zwischen dem Fürsten und seinem zweiten Mann als besonders bedeutsam heraus. Nur wer die Gunst des Fürsten erlangte, konnte herausgehoben aus dem Kreis der übrigen Amtsträger und der kollegialen Entscheidungsgremien agieren. Politisch zum Tragen kam dieses Vertrauensverhältnis häufig dann, wenn die Herrschaftsgewalt nach dem Tod eines Fürsten auf seinen Nachfolger überging. Sah sich der Nachfolger mit den Räten und Ministern seines Vorgängers konfrontiert, entschied er sich in zahlreichen Fällen dafür, nicht den etablierten Amtsträgern, sondern stattdessen einer Person aus seiner persönlichen Umgebung das politische Vertrauen zu schenken. Dies war am Kaiserhof bei Althann ebenso der Fall wie in Brandenburg bei Schwarzenberg und Danckelman, um nur einige Beispiele zu nennen. Allen gemein war eine persönliche Nähe zum Fürsten, die politisch Folgen zeigen sollte. Oftmals war das Verhältnis mit rhetorischen Formeln der Freundschaft ausgekleidet; einer Freundschaft allerdings, die immer auch im politischen Sinne zu deuten ist und nur schwer als privat umschrieben werden kann.

Ebenfalls bedeutsam war die Qualifikation, die dem zweiten Mann seine herausgehobene Position neben dem Herrscher ermöglichte. Im Falle der leitenden Amtsträger waren es vor allem die juristische Fachqualifikation sowie ihre Amtskompetenz, die die meist bürgerlichen Amtsträger nach langen Jahren in der fürstlichen Zentralverwaltung in ihre leitende Position gelangen ließ. Auch die Reformminister mußten sich gegenüber ihren Amtsträgerkollegen durch besondere Fachqualifikation auszeichnen, zumindest aber durch ihre größere Befähigung bei der Bewältigung der Amtsgeschäfte. Anders gestaltete sich der Weg in die Position des "zweiten Mannes" bei den Favoriten. In dieser Position fanden sich vor allem Vertreter des Adels wieder. Auch ist es hier nicht die juristische Fachqualifikation, die sie für ihre Stellung als Favorit qualifizierte. Es war eher ihre Kompetenz im persönlichen Umgang und ihre politische Klugheit im Sinne des höfischen Verhaltensideals, die als Voraussetzungen für die Favoritenposition gelten dürfen.

Diese typologische Unterscheidung verschiedener Formen des Einflusses an deutschen Fürstenhöfen steht zumindest zu Teilen auch in einer zeitlichen Abfolge: Die einzelnen Typen entsprechen verschiedenen Formen der inneren Verfaßtheit der Territorialstaaten im Zuge des Staatsbildungsprozesses. So hat sich gezeigt, daß die Möglichkeitsbedingung zur Herausbildung eines Favoriten im Reich keinesfalls in jedem Territorium und zu jeder Zeit gegeben war. Wie im Beitrag von Alexander Jendorff über den Hofmeister Hartmut (XIII.) von Kronberg im Kurfürstentum Mainz deutlich wurde, war eine nur an die fürstliche Gunst gebundene Person eines Favoriten solange nicht funktional und auch kaum denkbar, solange dem Amtsträger eine Vermittlungsfunktion zwischen ständischen und landesherrlichen Interessen zukam und auch keinerlei Bemühungen des Landesherren erkennbar sind, die ständische Mitsprache zurückzudrängen. Oft kam die Stunde des Favoriten genau dann, wenn es im Interesse des Landesherren lag, ständische Partizipation zu unterbinden und auch die kollektiven Ratsgremien nur eingeschränkt ins Vertrauen zu ziehen, gleich ob sich diese Ratsgremien die Ziele der Stände zu eigen gemacht hatten oder eigenen Interessen nachgingen. Entscheidendes Kriterium für den Aufstieg zahlreicher Favoriten war der Umstand, daß der Landesherr seine ureigenen politischen Interessen vom Favoriten stärker gewahrt sah als von kollektiven Ratsgremien, die ihrerseits keinen Hehl daraus machten, neben den Interessen des Landesherren auch denen der Stände und des Landes verpflichtet zu sein.

Der Aufstieg des Favoriten brachte es mit sich, daß er innerhalb der Amtsträgerschaft und der Hofgesellschaft immer mehr in eine exponierte Stellung rückte. Damit wuchs gleichzeitig die Gefahr des Favoritensturzes. Auch hier zeigte sich, daß die Art und Weise, sich eines zweiten Mannes zu entledigen, je nach Typus verschieden war. Leitende Amtsträger, die auch weiterhin in kollegialen Entscheidungsgremien eingebunden blieben, konnte man in die zweite Reihe zurückversetzen. Auch der spätere Typus des Reformministers konnte dadurch seiner leitenden Stellung enthoben werden, daß man ihm die Ämter entzog. In diesen Fällen erscheint der Sturz eher als eine behördentypische Entlassung, wie sie in der Verwaltung und den Behörden gang und gäbe waren und sind. Rigorosere Maßnahmen, um einen übermächtigen zweiten Mann auf Dauer und nachhaltig zu entfernen, waren für den Fürsten augenscheinlich nicht notwendig. Komplizierter gestalteten sich die Verhältnisse beim Favoriten. Da sein Rang nicht aufgrund formal geregelter Amtskompetenzen entstanden war, gab es auch keine formale Art und Weise, den Favoriten einfach zu entlassen oder ihn in eine nachgeordnete Position zurückzuversetzen: Ein Favorit mußte gestürzt werden. Seine Favoritenstellung war Ausweis des besonderen Vertrauens des Landesherren: Bestand diese Vertrauensstellung nicht mehr, wurde dem Favoriten dies oftmals als Machtmißbrauch angelastet und er des Vertrauensbruchs beschuldigt – mit bisweilen tödlichen Konsequenzen. Der Sturz konnte ein Zeichen dafür sein, daß es nicht gelang, die ständischen Gegenkräfte zurückzudrängen, wie etwa beim hessen-kasselschen Generalaudienzierer W. Günther. Hier war der Favoritensturz gewissermaßen eine inszenierte Form des wiederhergestellten Konsenses zwischen dem Landesherren und den Ständen. Hinzu kam, daß der Favorit für alle anderen Potenzen des politischen Geschehens, für die anderen Amtsträger und auch den Fürsten selbst, ein Risiko darstellte. Infolge seiner prominenten Position im politischen Entscheidungsfindungsprozeß verfügte er über ein Wissen, das den anderen Beteiligten gefährlich werden konnte. Ein Mittel für den Favoriten, dieser Gefahr zu begegnen, war der Aufbau einer nur ihm selbst verpflichteten Klientel innerhalb der Amtsträgerschaft. Allerdings nahmen mit einer wachsenden Klientel auch für den Favoriten, der gleichzeitig Patron war, die Risiken zu, wenn das Fehlverhalten eines Klienten auch dem Favoriten persönlich angelastet werden, ja ihn sogar seine Stellung kosten konnte (Plettenberg).

Stand der Favorit auf der Tagung meist als analytische Kategorie im Vordergrund, so spielte doch auch der Aspekt der Wahrnehmung eine Rolle. Wie im Referat von Wolfgang Weber deutlich wurde, hatten Favoriten und Premierminister in der politischen Wissenschaft der frühen Neuzeit durchweg eine schlechte Presse. Denn ihnen unterstellte man im theoretischen Diskurs, daß sie die kollegialen Leitungsgremien, denen allein Legitimität im politischen Entscheidungsfindungsprozeß zugesprochen wurde, in den Schatten stellen wollten. Um die Position des Favoriten zu kennzeichnen, griff man in der politischen Traktatliteratur ebenso wie in der Pamphletistik vor allem auf das bei Tacitus überlieferte Fallbeispiel des Sejanus zurück, des Prätorianerpräfekten unter dem Princeps Tiberius. Dies lieferte oft auch dann das Interpretament und das Narrativ zur Beschreibung wichtiger Amtsträger, wenn ihre Stellung nur schwerlich im analytischen Sinne als Favorit bezeichnet werden kann, ihr Sturz jedoch eine Übereinstimmung mit dem Fall des Favoriten zu suggerieren schien. Dies hob insbesondere Christoph Kampmann hervor, der am Beispiel Wallensteins nachweisen konnte, daß der kaiserliche Generalissimus mit dem Typus des Favoriten fast nichts gemein hatte. Allerdings wurde sein Sturz in der zeitgenössischen Traktatliteratur in zahlreichen Fällen als Favoritensturz interpretiert. Ebenso entsprach die Stellung des Hoffaktors Joseph Süß Oppenheimer kaum der eines Favoriten; erst im Sturz wurde er – wie Peter Wilson anhand der gegen Süß erhobenen Vorwürfe zeigte – als ein Favorit gedeutet.

Der regionale Bezugspunkt der Tagung war das Alte Reich und seine unterschiedlichen Territorialstaaten. Hier zeigte sich zum einen, daß die unterschiedliche Größe und strukturelle Verfaßtheit der Territorien von großer Bedeutung war für die Frage, welche Entfaltungsbedingungen sich für den Typus des Favoriten boten. In seinem Vergleich mit den westeuropäischen Staaten machte Ronald G. Asch deutlich, daß nur die politischen und sozialen Verhältnisse der habsburgischen Herrschaftsgebiete hinreichende Ähnlichkeit mit den großen Monarchien Westeuropas, England, Frankreich und Spanien aufwiesen. Bei den leitenden Amtsträgern und Favoriten der anderen behandelten Territorien stand daher die Frage im Vordergrund, welche Besonderheiten den Typus des Favoriten an den Höfen der deutschen Territorialfürsten im Kontrast zu den bekannten Fällen eines Olivares, Richelieu oder Buckingham auszeichneten. Als genereller Aspekt stellte sich heraus, daß die Abhängigkeit des Favoriten von der Gunst des Landesherren durch die Verflechtung mit der Reichsaristokratie sowie die engen Kontakte auch zu anderen Reichsfürsten, insbesondere zum Kaiserhof, zumeist geringer ausgeprägt war. Hier boten sich Möglichkeiten, die politische Bühne zu wechseln, auch wenn sie nicht von allen Amtsträgern genutzt wurden (am prominentesten hierbei sicherlich Plettenberg). Auch war die persönliche Motivation des Favoriten bisweilen auf das Reich gerichtet, lag in dem Erreichen des Reichsfürstenstandes das vordringliche Ziel mancher Favoriten (Schwarzenberg). Gelang es den Favoriten indes, in den Reichsadel aufzusteigen, so minderte sich, zumindest in kleineren Territorien, die Möglichkeit, den Favoriten zur Rechenschaft zu ziehen, wenn die fürstliche Gunst erloschen war (Grävenitz). Die mangelnde territoriale Geschlossenheit der Reichsterritorien hatte auch auf den sozialen Typus des Favoriten unmittelbar Auswirkungen. Die beobachteten Fallbeispiele zeigten sich daher als besondere Ausprägungen eines allgemeinen Strukturphänomens, das in der frühen Neuzeit an den meisten Höfen Europas zu beobachten war.

Bei aller Vorläufigkeit der Ergebnisse wurde im Verlauf der Tagung doch deutlich, wie schwierig es ist, einen gemeinsamen Nenner für die verschiedenartigen Erscheinungsformen der mächtigen Männer im Umkreis der Fürsten zu finden. Besonderheiten des Reiches und seiner Territorien – von der dort jeweils vorzufindenden Sozialstruktur und den konfessionellen Rahmenbedingungen nicht zu sprechen –, die Differenzierung zwischen der Wahrnehmung und dem analytischen Befund sowie eine (keineswegs immer eindeutige Ergebnisse bietende) Chronologie erschwerten die Begriffsbildung. Nicht jeder Favorit wies die Merkmale auf, die für ihn vorgeblich typisch sein sollten. Um der Gefahr einer Engführung des Favoritenbegriffes auszuweichen und stattdessen der Vielfalt der Phänomene gerecht werden zu können, bietet sich das Konzept des zweiten Mannes an.

Michael Kaiser, Köln/Andreas Pecar, Rostock*

Kolloquien, Ausstellungen, Jubiläen*

32. Frühjahrskolloquium des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V.

Die Stadt und ihr Rand

Münster, 26. bis 28. März 2001

Kontaktadresse: Institut für vergleichende Städtegeschichte an der Universität Münster

Syndikatplatz 4/5

D-48143 Münster

Tel. [D] 02 51 - 48 23 10

E-Mail: istg@uni-muenster.de

Internet: www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte

Aus dem Programm:

Montag, 26. März

Brodt, B. (Münster), "Before I built a wall I‘d ask to know what I was walling in or walling out": Die Stadtmauer als Vermittler zwischen Stadt und Land; Schmid, W. (Trier), "Am Brunnen vor dem Tore ..." Zur Freizeitbeschäftigung der Stadtbevölkerung im 15. und 16. Jahrhundert.

Öffentlicher Vortrag

Rexroth, F. (Göttingen), Grenzen der Stadt, Grenzen der Moral. Der urbane Raum im Imaginarium der spätmittelalterlichen Londoner Bürgergesellschaft.

Dienstag, 27. März

Hill, T. (Kiel), Ränder der Stadt und des städtischen Einflusses im Mittelalter. Das Beispiel Bremen; Sicken, B., Tippach, T. (Münster), Festungsstädte im Kaiserreich. Militärisch-zivile Beziehungen im strukturellen Wandel und in der öffentlichen Kritik; Maderthaner, W. (Wien), Die Projektion des Fremden. Wiener Vorstädte um 1900; Petz, U. von (Aachen), 100 Jahre Gartenstadt.

Mittwoch, 28. März

Bernhardt, C. (Erkner), Der Stadtrand in Bewegung: Raum-/Zeitstrukturen und Handlungsformen bei der Stadterweiterung Groß-Berlins 1871-1933; Weinhold, J. (Weimar), Die periphere Nachkriegsgesellschaft. Von der Suburbanisierung zur Ausbildung der ‚Zwischenstadt‘ nach 1945; Burdack, J. (Leipzig), Was kommt nach Suburbia? Entwicklungstendenzen in der Peripherie europäischer Großstädte.

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Tagung

Die Kunst in der Oberlausitz während der Jagiellonenherrschaft

Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. (GWZO)

Leipzig, 16. bis 19. Mai 2001

Kontaktadresse: Dr. Tomasz Torbus

Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. (GWZO)

Luppenstr. 1b

D-04177 Leipzig

Tel. [D] 03 41 - 97 35-581

E-Mail: torbus@rz.uni-leipzig.de

Internet: www.uni-leipzig.de/gwzo/jagiello.htm

Aus dem Programm:

Mittwoch, 16. Mai

Landesherrschaft des Matthias Corvinus und der Jagiellonen

Torbus, T. (Leipzig), Einführung in die Problematik der Tagung; Bobková, L. (Prag), Geschichtlicher Abriß mit besonderer Berücksichtigung der Beziehungen Nordböhmen-Oberlausitz; Eibl, E.-M. (Berlin), Die Lausitzen unter König Wladislaw II. – Corvinische und jagiellonische Einflussnahme im Wechselspiel; Wenzel, K. (Leipzig), Der spätgotische Neubau der Bautzener Ortenburg; Papp, S. (Budapest), Das Corvinusdenkmal und die Kapelle St. Georg im Matthiasturm der Bautzener Ortenburg.

Donnerstag, 17. Mai

Die Stadt und ihre Werkmeister

Kłębowski, J. (Tübingen), Die Fassadengliederung an den Wendel Roskopf zugeschriebenen Bauten in Löwenberg (Lwówek Śląski) und Görlitz; Arnold-Geierhos, I. (Görlitz), Wendel Roskopf in den Akten und Annalen des Görlitzer Ratsarchivs; Bischoff, F. (Berlin), Die Anstellungsverträge des Konrad Pflüger als Görlitzer Stadtwerkmeister; Kapustka, M. (Breslau), Briccius Gausske; Kaczmarek, R. (Breslau), Das Śuvre des Hans von Olmütz.

Frömmigkeitsgeschichte und Stifter – Auftraggeber der Sakralarchitektur

Hlaváček, P. (Prag), Das böhmische Vikariat der Franziskaner-Observanten und ihre Klöster in der Lausitz; Kostowski, J. (Breslau), Die Ausstattung der Franziskaner-Observanten-Kirchen in Kamenz, Breslau und Jauer (Jawor) – Ikonographische Programme; Meinert, T. (Berlin), Das Heilige Grab in Görlitz; Dülberg, A. (Dresden), Die Wandmalereien in der "Schatzkammer" des Hans Frenzel; Mock, M. L. (Berlin), Die Annenkapelle in Görlitz – Architektur und Bauplastik.

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Kolloquium

vaccina – SPEYER – metropolis

Speyer, 8. bis 10. Juni 2001

Kontaktadresse: Archivdirektor Dr. Hans Ammerich

Bistumsarchiv Speyer

Tel. [D] 0 62 32 - 10 22 60 – Fax [D] 0 62 32 - 10 24 77

E-Mail: bistumsarchiv@bistum-speyer.de

Dr. Caspar Ehlers

Max-Planck-Institut für Geschichte

Tel. [D] 05 51 - 49 56-1 34 – Fax [D] 05 51 - 49 56-1 70

E-Mail: ehlers@mpi-g.gwdg.de

PD Dr. Helmut Flachenecker

Max-Planck-Institut für Geschichte

Tel. [D] 0551-4956143

E-Mail: flachenecker@mpi-g.gwdg.de

Aus dem Programm:

Freitag, 8. Juni

Die Ursachen

Ehlers, C. (Göttingen), Ursachen und Folgen einer Königsgrablege; Staab, F. (Landau), Die Kirchen- und Klosterlandschaft um Speyer; Bönnen, G. (Worms), Die Adelslandschaft; Weinfurter, S. (Heidelberg), Speyer und die Könige.

Sonnabend, 9. Juni

Die Folgen I – Vom späteren Mittelalter zur Frühen Neuzeit

Engels, O. (Köln), Speyer als Grablege im Hohen Mittelalter; Flachenecker, H. (Göttingen), Die Speyerer Bischofschronistik; Ammerich, H. (Speyer/Landau), Speyer – Die vergessene Grablege im 17. und 18. Jahrhundert.

Der Dom

Haas, W. (München), Die architektonische Geschichte des Speyerer Domes im 19. und 20. Jahrhundert.

Sonntag, 10. Juni

Die Folgen II – Der Dom im zwanzigsten Jahrhundert

Klimt, A. (Speyer), Die Domrestaurierungen der 1980er Jahre und die weiteren Perspektiven bis 2010.

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Kolloquium

Les vases en pierre dures: Milan, Florence, Prague, Paris

Paris, 9. Juni 2001

Kontaktadresse: Musée du Louvre

34-36, quai du Louvre

F- 75058 Paris Cedex 01

Tel. [F] 01 - 40 20 52 06 – Fax : [F] 01 - 40 20 54 45

E-Mail: liblouvr@rmn.fr

Internet: www.louvre.fr

Aus dem Programm:

Gasparri, C. (Neapel), Vases antiques inédits en pierres dures; Distelberger, R. (Wien), Milan ou Prague. Débuts des ateliers de pierres dures; Aschengreen Piacenti, K. (Florenz), Collectionner à la cour des grands-ducs de Toscane; Scalini, M. (Florenz), La production florentine des vases à usage personnel; Bukovinska, B. (Prag), L’Atelier Miseroni à Prag; Bimbenet-Privat, M. (Paris), Vases en pierres dures de la collection de Louis XIV des ateliers de la galerie du Louvre vers 1630/1640; Hein, J. (Kopenhagen), L’exemple de Louis XIV et le Nord: les collections de Copenhague, Gottorf et Stockholm; Arbeteta, L. (Madrid), Vers un grand trésor royal: le projet d’unifier les collections du Prado et celles du Louvre; Tait, H. (London), La collection de Fonthill, la première collection de faux de la Renaissance.

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Internationaler Workshop

Mobility and Travel in the Mediterranean from Antiquity to the Middle Ages

Paderborn, 26. Juni 2001

Kontaktadresse: Dr. Ulrike Zellmann

Universität Paderborn

Graduiertenkolleg FB 3

Warburger Str. 100

D-33098 Paderborn

Tel. [D] 0 52 51 - 60-32 91 – Fax [D] 0 52 51 - 60-32 77

E-Mail: zellmann@falstaff.uni-paderborn.de

Internet: hrz.upb.de/graduiertenkolleg

Aus dem Programm:

Parker, R. (Oxford), Sacrificial journeys: new panhellenic festivals of the third century BC; Osborne, R. (Oxford), The anatomy of a mobile culture: the Greeks, their pots and their myths in Etruria; Hornig, K. (Paderborn), Travelling obelisks. An analysis of a recurring cultural phenomenon; Purcell, N. (Oxford), Fixity; Scior, V. (Paderborn), The Mediterranean in the high Middle Ages: connection or border? Arnold of Lübeck's Chronic; Horden, P. (London), Travel Sickness: Medicine and Mobility in the Ancient and Medieval Mediterranean; Mohr, A. (Paderborn), Cultural transfer between the Byzantine Empire and the West during the 8th and 9th centuries.

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50. Wolfenbütteler Symposium

Patriotismus im Europa der frühen Neuzeit

Recht, Bekenntnis und die Rekonfigurierung monarchischer Gemeinwesen zwischen
Reformation und Frühaufklärung

Wolfenbüttel, 2. bis 5. September 2001

Kontaktadresse: Prof. Dr. Friedrich Niewöhner

Herzog August Bibliothek

Postfach 1364

38299 Wolfenbüttel

Tel. [D] 0 53 31 - 80 82-10 – Fax [D] 0 53 31 - 80 82-66

E-Mail: niewoehner@hab.de

Internet: www.hab.de/hab/kalender/september/2158.htm

Aus dem Programm:

Konzeptionelle Grundlagen: Die Rezeption der Antike in Mittelalter und Renaissance

Black, T. (Dundee), The objects of patriotism: why Europa had nations while others had clans or a universal community; Mertens, D. (Freiburg), Nation und Vaterland in politischen Konflikten des 15. und frühen 16. Jahrhunderts; Meier, U., Patriotismus und Einbürgerungspolitik in italienischen und deutschen Städten des 14. bis 16. Jahrhunderts; Gelderen, M. van, Divergierende Cicero Rezeptionen in der politischen Theorie der monarchia mixta; Greengrass, M. (Sheffield), Passions and Patriotism in Reformation France.

Patriotismus in der Monarchia Composita

Gil, X. (Barcelona), One King, one faith and many patriae: Dynasticism and patriotism in Habsburg Spain; Ellis, S. (Gallway), Ein katholischer Patriotismus in Irland im 17. Jahrhundert?; Sörgel, T. (Arizona), Hagiographie als Umschreibung des Vaterlands im katholischen Deutschland; Friedeburg, R. von (Bielefeld), Patriotismus gegen den Landesvater: Stände im protestantischen Territorialstaat.

Patriotismus im monarchischen Einheitsstaat

Burgess, G. (Hull), England; Mason, R. (St. Andrews), Schottland; Schilling, L. (Frankfurt), Patriotismus und die französichen Stände um 1600; Bély, L. (Paris), Patriotism in Seventeenth Century France.

Patriotismus in Republiken des 17. Jahrhunderts

Friedrich, K. (London), Polen; Blom, H. (Rotterdam), Niederlande; Pincus, S. (Chicago), Von der englischen Republik zur Exclusion Controversy.

KONZEPTIONELLE REKONFIGURATION IM LETZTEN DRITTEL DES 17. JAHRHUNDERTS

Dreitzel, H., Protestantischer und katholischer Reichspatriotismus; Seidler, M., Pufendorf’s De Patria, 1662; Riley, P. (Wisconsin), Leibniz’ Patriotische Gedanken.

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Seminar der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung

Dynastie und europäische Politik

Coburg, 3. bis 7. September 2001

Kontaktadresse: Ute Pahl

Hessische Landeszentrale für politische Bildung – Referat I

Rheinbahnstr. 2

D-65022 Wiesbaden

Tel. [D] 0611-99 91 97-26 – Fax [D] 06 11 - 99 19 97-44

E-Mail: hlz@hlz.hessen.de

Internet: www.hlz.hessen.de/referate/ref1/semri.html

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9. Pfälzisches Burgensymposium

Deutsch-Französische Burgentagung

Burgenforschung im mittel- und oberrheinischen Kulturraum

Weißenburg, 7. bis 8. September 2001

Kontaktadresse: Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde

Benzinoring 6

D-67657 Kaiserslautern

Tel. [D] 06 31 - 36 47-3 03 – Fax [D] 06 31 - 36 09-3 47

E-Mail: info@institut.bv-pfalz.de

Internet: www.institut-pfaelzische-geschichte.de

Aus dem Programm:

Freitag, 7. September

Metz, M. (Straßburg), Das Elsaß als Wasserburgenlandschaft.

Samstag, 8. September

Wagner, F. (Fürfeld), Wirtschaftlich-fiskalische Verhältnisse auf pfälzischen Burgen im 15. Jahrhundert; Thon, A. (Kaiserslautern), Burg Herzogenstein – Gescheiterte Burgenpolitik unter Pfalzgraf Ruprecht I.; Rödel, V. (Karlsruhe), Kaiserpfalz und Reichsgutkomplex Lautern; Staab, F. (Landau), Bolandische Burgen unter König Rudolf von Habsburg 1273-1276; Herrmann, C. (Olsztyn/Polen), Burg Landskron in Oppenheim; Rudrauf, J.-M. (Lichtenberg), Le château de Lichtenberg du XIIIe au XIVe siècle et les éléments médiévaux conservés dans la forteresse actuelle; Schlosser, C. (Lemberg), Le château de Hohenbourg.

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Tagung

La musique de la Renaissance

Tours, 10. bis 15. September 2001

Kontaktadresse: Centre d’Études Supérieures de la Renaissance

Université François-Rabelais, Tours

59, rue Néricault-Destouches

BP 1328

F-37013 Tours Cedex

Tel. [D] 02 - 47 70 17-00 – Fax [D] 02 - 47 70 17-01

E-Mail: ricercar@cesr.univ-tours.fr

Aus dem Programm:

LA MUSIQUE À CAMBRAI DU XIVE AU XVIIE SIÈCLE

Montag, 10. September

Barbier, J. (Tours), Ouverture: les collections musicales conservées à la Bibliothèque municipale de Cambrai; Fiala, D. (Tours), Les membres de la chapelle des ducs de Bourgogne et les chapitres cambrésiens, 1460-1506; Kellmann, H. (Illinois), La Paix des Dames; Schreurs, E. (Löwen), The Place of the Dutch Songs in the Songbook of Zeghere van Male (ms. Cambrai 125-128); Dumont, S. (Paris), La maîtrise de Cambrai à partir du Concile de Trente.

Dienstag, 11. September

Huglo, M. (Tours), Les chants du processional à Cambrai; Haggh, B. (University of Maryland), Guillaume Dufay à Cambrai; Dean, J. (Manchester), Josquin at Cambrai: The Provost and The Teacher; Benthem, J. van (Utrecht), Relever les louanges effacées: le motet omnium bonorum plena de Loyset Compère; Bouckaert, B. (Löwen), Jean Courtois et la vie musicale à Cambrai et Lille dans la première moitié du XVIe siècle; Barbier, J. (Tours), Conclusion: la recherche musicale et le fonds cambrésien.

MYTHES, MUSIQUE, REPRÉSENTATIONS À LA RENAISSANCE

Guidobaldi, N. (Tours), Introduction; Gallo, F. A. (Bologna), De l’imaginaire à la représentation; Strohm, R. (Oxford), Alexander and Timotheus: an image to music’s power.

Mittwoch, 12. September

Labrasca, F. (Tours), Calliopae parens: les références à la musique dans le commentaire de la Divine Comédie de Cristoforo Landino; Cieri Via, C. (Rom), Orfeo fra Apollo e Dioniso; Alazard, F. (Tours), Neptune: d’un mythe à un mythe musicale dans l’Italie de la fin du XVIe siècle; Mulryne, R. (Warwick), Decima musa: Figures d’Écho à la fin de la Renaissance.

Donnerstag, 13. September

Parisi, S. (Urbana-Champaign), Ovid reinterpretated: Francesco Rasi’s La Favola di Cibele ed Ati and its Iconographic and Literary Context; Backès, J.-L. (Paris), La figure de la Discorde dans le Paride de Bontempi.

NOUVEAUX REGARDS SUR LE MANUSCRIT 564 DE CHANTILLY

ARS NOVA AND ARS SUBTILIOR

Kügle, K. (Hongkong), Musical Analysis, Cultural Context and the Late Fourteenth-Century Polyphonic Song; Hirshberg, J. (Jerusalem), Orpheus and the Science of Music; Long, M. (Buffalo), Canons, Apocrypha, and the Encryption of Music; Leach, E. E. (Bristol), Chantilly as a Document of Machaut Reception.

Freitag, 14. September

THEORY AND NOTATION

Bent, M. (Oxford), Cut Circle in the Chantilly Manuscript; Marchi, L. (Pesaro), Conversazione ed innovazione nella notazione del codice di Chantilly; Di Bacco, G. (Bologna), The Transmission of Filippotto da Caserta’s Tractatus figurarum.

TRANSMISSION AND PROVENANCE

Nádas, J. (Chapel Hill), Disseminantion of ‚Ars Nova‘ and ‚Ars Subtilior‘ Works in Italy at the beginning of the Quattrocento; Gómez, M. C. (Barcelona), ‚French Songs in Aragon‘ by Terence Scully Reviewd; Strohm, R. (Oxford), A Scribal Concordance for Chantilly?

Samstag, 15. September

TEXTING, STYLE, GENRE

Dulong, G. (Paris), La disposition des textes dans les chansons du manuscrits de Chantilly; Newes, V. (Newton), Deception, Reversal, and Paradox: the Rondeaux of Chantilly in Context; Upton, E. R. (Chapel Hill), Editing Chantilly Chansons: Scribal Procedures for Text Placement and Larger Questions of Musical Style; Memelsdorff, P. (Mailand), Texting Practice in the Chantilly and Modena Manuscripts.

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4. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit

Kommunikation und Medien in der Frühen Neuzeit

Augsburg 13. bis 15. September 2001

Kontaktadresse: Prof. Dr. Johannes Burkhardt/Dr. Christine Werkstetter

Universität Augsburg

Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit

D-86135 Augsburg

Tel. [D] 08 21 - 5 98-55 48, -5557 – Fax [D] 08 21 - 5 98-55 01

E-Mail: christine.werkstetter@phil.uni-augsburg.de

Internet: www.Phil.Uni-Augsburg.DE/phil2/Faecher/GESCHICH/FNZ.HTM

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Tagung

La società dei principi nell'Europa moderna (secc. XVI - XVIII)

Die Gesellschaft der Fürsten im Europa der Neuzeit

Trient, 17. bis 21. September 2001

Kontaktadresse: Karin Krieg

Via S. Croce, 77

I-38100 Trento

Tel. [I] 04 61 - 21 02 65 – Fax [I] 04 61 - 98 04 36

E-Mail: krieg@itc.it

Internet: www.itc.it

Aus dem Programm:

Montag, 17. September

Bély, L. (Paris), La société des Princes.

Territori e principi

Weber, W. E. J., Dynastie und Staat. Dimensionen fürstlicher Staatsbildung; Guarini, E. F., Principi e territori in Italia: il caso toscano tra 500 e 600; Stauber, R., Fürsten – Räte – Stände. Bayerns Weg zur frühmodernen Staatlichkeit im 16. und 17. Jahrhundert.

Dienstag, 18. September

principi e la società

Barbero, A., I soldati del principe. Guerra, Stato e società nel Piemonte sabaudo; Folin, M., La corte e la città: ipotesi a margine del caso estense; Preto, P., Venezia osserva la società dei principi: gli ambasciatori veneti di fronte a Spagna e Francia.

Il governo dei principi

Erbe, M., Zwischen Absolutismus und Ständetum – Die Regierungspraxis der deutschen Habsburger in ihren Territorien im 17. Jahrhundert; Göse, F., Staatsbildung und Fürstenmacht. Kurfürst Joachim II., Markgraf Hans von Küstrin und der brandenburgische Landesstaat im 16. Jahrhundert; Quaglioni, D., Prerogative e limiti del potere nell'Europa dei principi: la "Synopsis" di Johann Angelius Werdenhagen (1635 e 1645).

Mittwoch, 19. September

Le figure dei principi

Hersche, P., Der geistliche Fürst im Barockzeitalter; Walsh, K., Der Typus der frühneuzeitlichen Fürstin: Funktionen, Aktivitäten.

Donnerstag, 20. September

La famiglia del principe

Contini, A., Eleonora di Toledo: la costruzione di una identità dinastica nella Toscana di Cosimo I; Franceschini, C., Identità e ruolo delle principesse forestiere nell‘Italia del Cinquecento: Renata di Francia.

La religione del principe

Prosperi, A., Pubblico e privato nella religione del principe: alcuni sondaggi; Friedeburg, R. von, Religiosität und Amtsverständnis. Philipp von Hessen und Moritz von Hessen-Kassel.

Le rappresentazioni del principe

Ossola, C., L'archetipo e gli stracci: rappresentazioni del principe nel primo Cinquecento; Oberli, M., Il teatro del mondo. Demonstrative Kunstpatronage als Ausdruck fürstlicher Dignität im barocken Rom.

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28. Tagung der Landesgeschichte

Außenbeziehungen deutscher Territorien und Kulturtransfer im Reich und in Europa

Cottbus, 20. September 2001

Kontaktadresse: Dr. Dieter Brosius

Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine

Am Archiv 1

D-30169 Hannover

Tel. [D] 05 11 - 1 20-66 10 – Fax [D] 05 11 - 1 20-66 99

Aus dem Programm:

Deutinger, S. (München), Politische Beziehungen und kultureller Austausch. Wandlungen im Verhältnis von Bayern und Österreich in der Frühen Neuzeit; Engelbrecht, J. (Düsseldorf), Konfessionsbedingte Migrations- und Kommunikationsprozesse im niederrheinisch-niederländischen Raum im 16. bis 18. Jahrhundert: Köln, Antwerpen, Amsterdam; Flachenecker, H. (Göttingen), Monastischer Austausch und Inkulturation in süddeutschen Territorien. Die Schottenklöster im Hoch- und Spätmittelalter; Münch, E. (Rostock), Handel, Wissenschaft und Technologie: Mecklenburg im Ostseeraum; Schattkowsky, M. (Potsdam/Dresden), Reichspfennigmeister im ober- und niedersächsischen Reichskreis. Zur Kommunikation zwischen Kaiser und Reichsständen.

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Deutsch-ungarisches Arbeitsgespräch

in Verbindung mit dem Wolfenbütteler Arbeitskreis für Renaissanceforschung im Rahmen der Kooperation mit der Ungarischen Akademie der Wissenschaften Budapest

Deutschland und Ungarn im Zeitalter der Renaissance und des Humanismus

Wolfenbüttel, 24. bis 26. September 2001

Kontaktadresse: Prof. Dr. Friedrich Niewöhner

Herzog August Bibliothek

Postfach 1364

38299 Wolfenbüttel

Tel. [D] 0 53 31 - 80 82-10 – Fax [D] 0 53 31 - 80 82-66

E-Mail: niewoehner@hab.de

Internet: www.hab.de

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Frankfurter Foucault-Konferenz

Michel Foucault. Zwischenbilanz einer Rezeption

Frankfurt am Main, 27. bis 29. September 2001

Kontaktadresse: Johann Wolfgang Goethe-Universität

Institut für Sozialforschung

Senckenberganlage 26

D-60325 Frankfurt am Main

Tel. [D] 0 69 - 75 61 83-20 – Fax [D] 0 69 - 74 99 07

Pressemitteilung: www.rz.uni-frankfurt.de/ifs/Press_Fo.html

Programm: www.rz.uni-frankfurt.de/ifs/Fo_Progr.html

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Konferenz

Imperium Romanum – irregulare corpus – Teutscher Reichs-Staat

Das Alte Reich im Verständnis der Zeitgenossen und der Historiographie

Mainz, 27. bis 29. September 2001

Kontaktadresse: Dr. Matthias Schnettger

Institut für Europäische Geschichte

Abteilung für Universalgeschichte

Alte Universitätsstraße 19

D-55116 Mainz

Tel. [D] 0 61 31 - 3 93-93 60 – Fax [D] 0 61 31 - 3 93-01 54

E-Mail: schnettger@ inst-euro-history.uni-mainz.de

Internet: www.inst-euro-history.uni-mainz.de

Aus dem Programm:

DAS ALTE REICH IM URTEIL DER ZEITGENOSSEN

Burgdorf, W. (München), Reichspublizistik; Schnettger, M. (Mainz), Die italienische Perspektive; Wrede, M. (Osnabrück), Die französische Perspektive; Gabel, H. (Essen), Die niederländische Perspektive; Böhme, K.-R. (Stockholm), Die schwedische Perspektive; Roll, C. (Konstanz), Die russische Perspektive.

DAS ALTE REICH IN DER HISTORIOGRAPHIE

Schmidt, B. (Hamburg), Das Reich in kartographischen Darstellungen; Wolgast, E. (Heidelberg), Treitschke, Häusser und Erdmannsdörffer; Schorn-Schütte, L. (Frankfurt am Main), Die Historiographie der Weimarer Republik; Derndarsky, M. (Klagenfurt), Heinrich Ritter von Srbik; Duhamelle, C. (Göttingen), Die französische Historiographie; Makiłła, D. (Thorn), Die polnische Historiographie.

AKTUELLE FORSCHUNGSTENDENZEN

Stollberg-Rilinger, B. (Münster), Die zeremonielle Inszenierung des Reiches; Schmidt, G. (Jena), Das Konzept des "komplementären Reichsstaats"; Schilling, H. (Berlin), Die partielle Modernisierung des Reichssystems.

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Internationale Tagung des Rudolstädter Arbeitskreises zur Residenzkultur

Das Mittelalter in der Frühen Neuzeit

Zum Verhältnis von Retrospektivität und Innovation in der
Hofkultur des 16. bis 18. Jahrhunderts

Rudolstadt, 4. bis 6. Oktober 2001

Kontaktadresse: Rudolstädter Arbeitskreis zur Residenzkultur

c/o Landesmuseum Thüringen Heidecksburg

Dr. Lutz Unbehaun

Schloß Heidecksburg

D- 07401 Rudolstadt

Tel.: [D] 0 36 72 - 42 90-13 – Fax [D] 0 36 72 - 42 90-90

Internet: www.uni-potsdam.de/u/geschichte/landesgesch/framesarb.htm

Aus dem Programm:

Donnerstag, 4. Oktober

Graf, K. (Koblenz), Mittelalter-Rezeption, höfische Erinnerungskultur und retrospektive Tendenzen; Müller, M. (Greifswald), Das Mittelalter hinter barocker Maske. Zur Visualisierung architektonischer Tradition in den Residenzbauten der Hohenzollern und Wettiner; Hinterkeuser, G. (Berlin), Zur Traditionspflege und Traditionsstiftung am Berliner Hof zur Zeit Friedrichs III./I. (1688-1713).

Freitag,. 5. Oktober

Lorenz, H. (Wien), Tradition und Innovation im Schloßbau Böhmens und Mährens. Der Umgang des Wiener Hochadels mit seinen Stammsitzen; Druffner, F. (Marburg), Formen architektonischer Traditionspflege: Adel und Krone in England (17./18. Jh.); Schmidt, M. (München), Mittelalter versus Manierismus. Zur Frage der Modalität (Stillage) architektonischer Retrospektive im süddeutschen Raum; Reese, A. (Heidelberg), "Im Rang die Ersten nach den Kurfürsten". Zu Begründung und Demonstration von "Größe" um 1700 am Beispiel der hannoverschen Welfen; Kraack, D. (Berlin), "Hat also damahls die löbliche Stadt Hamburg gegen die Hertzoge von Holstein ihre Unterthänigkeit gebührendermaßen erwiesen ...". Die Huldigung des Jahres 1603 und das lange Ringen um die Reichsunmittelbarkeit der Stadt Hamburg; Czech, V. (Potsdam), Ausdrucksformen mittelalterlicher Vergangenheit bei thüringisch-sächsischen Reichsgrafen; Bärnighausen, H. (Dresden), "Kaiser Günther" im Gedächtnis seiner Dynastie. Die Pflege des Gedenkens an Graf Günther XXI. von Schwarzburg (†1349) durch die Grafen bzw. Fürsten von Schwarzburg.

Sonnabend, 6. Oktober

Fuchs, T. (Potsdam) Zwischen Entmythologisierung und Traditionsstiftung. Zur Kontinuität mittelalterlicher Adelsmythen in der Frühen Neuzeit; Schütte, U. (Marburg) Aktualisierung und Inszenierung des Mittelalters in höfischen Räumen. Die Kaisersäle von Schwarzburg (1699-1717), Bamberg (1707-1709) und Würzburg (1749-1753).

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Kolloquium

Repertorium der deutschen Königspfalzen

Göttingen, 8./9. Oktober 2001

Kontaktadresse: Dr. Caspar Ehlers

Dr. Lutz Fenske

Max-Planck-Institut für Geschichte

Hermann-Föge-Weg 11

D-37073 Göttinen

Tel. [D] 05 51 - 49 56-1 34, -1 15 – Fax [D] 05 51 - 49 56-1 70

E-Mail: ehlers@mpi-g.gwdg.de

Internet: www.geschichte.mpg.de

Aus dem Programm:

Montag, 8. Oktober

Zotz, T. (Freiburg), Turegum nobilissimum Sueviae oppidum. Zürich als salischer Pfalzort auf karolingischer Basis; Ehlers, C. (Göttingen), Magdeburg als Aufenthaltsort und Sachsen; Meckseper, C. (Hannover), Die ‚Königspfalz‘ Magdeburg.

Dienstag, 9. Oktober

Lubich, G. (Köln), Heinrich IV. in Sachsen; Hardt, M. (Leipzig), Die Erforschung früher Herrschaftsmittelpunkte im Arbeitsbereich "Germania Slavica" am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropa in Leipzig; Rötting, H. (Wolfenbüttel), Ältere Siedlungsspuren und Baubefunde zur Frage einer ottonischen Pfalz auf dem Liebfrauenberg oder dem Georgenberg in Goslar.

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Tagung

Welf IV. – Schlüsselfigur einer Wendezeit

Regionale und europäische Perspektiven

Weingarten, 10. bis 13. Oktober 2001

Kontaktadresse: Akademie der Dözese Rottenburg-Stuttgart

Im Schellenkönig 61

D-70184 Stuttgart

Tel. [D] 07 11 - 16 40-6 – Fax [D] 07 11 - 16 40-7 77

Referats-Sekretariat: Petra Braun

Tel. [D] 07 11-16 40-7 52

E-Mail: Braun@Akademie-RS.de

Internet: www.akademie-rs.de/dates/011010_welf.htm

Aus dem Programm:

Mittwoch, 10. Oktober

Lorenz, S. (Tübingen), Das Kloster Altdorf/Weingarten im 11. Jahrhundert; Plassmann, A. (Bonn), Die Welfen-Origo; Dopsch, H. (Salzburg), Welf III. und Kärnten.

Donnerstag, 11. Oktober

Hechberger, W. (Passau), Die Erbfolge von 1055 und das welfische Selbstverständnis; Becher, M. (Bonn), Der Name Welf; Baaken, K. (Tübingen), Welf IV., der "geborene Italiener" als Erbe des Welfenhauses; Schneidmüller, B. (Bamberg), Welf IV. 1101-2001. Kreationen fürstlicher Zukunft.

Freitag, 12. Oktober

Seibert, H. (München), Welf IV. und das Herzogtum Bayern; Fuchs, F. (Regensburg), Die Anfänge Rottenbuchs; Laudage, J. (Düsseldorf), Welf IV. und die Kirchenreform des 11. Jahrhunderts; Maurer, H. (Konstanz), Welf IV. und Bischof Gebhard von Konstanz als Häupter der süddeutschen Reformpartei; Zotz, T. (Freiburg im Breisgau), Der süddeutsche Adel und sein Widerstand gegen Heinrich IV.; Goez, E. (Herzogenaurach), Welf V. und Mathilde von Tuszien.

Samstag, 13. Oktober

Hruza, J. (Wien), Ministeriales Welforum? Die Anfänge welfischer Ministerialität in Schwaben; Favreau-Lilie, M.-L. (Berlin), Welf IV. und der Kreuzzug von 1101.

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Table ronde

De part et d’autre des Alpes

Les châtelains des princes à la fin du Moyen Âge

Chambéry, 11. bis 12. Oktober 2001

Kontaktadresse: Guido Castelnuovo

Université de Savoie

UFR de Lettres, département d‘histoire

BP 1104

F-73011 Chambéry Cedex

Aus dem Programm:

Donnerstag, 11. Oktober

Castelnuovo, G. (Chambéry), Mattéoni, O. (Paris), Introduction.

LA FONCTION CHÂTELAINE: PROFIL INSTITUTIONEL, VOCATION MILITAIRE ET ORGANISATION TERRITORIALE

Schnerb, B. (Lille), Les châtelains en Bourgogne au temps des ducs Valois: état de la question; Varanini, G. M. (Trient), I castellani nei territori delle città venete tra regimi signorili e repubblica veneta; Ripart, L. (Chambéry), Les bayles de Provence: genèse d’une institution princière; Lazzarini, I. (Pisa), Châtelains, capitaines, vicaires. Organisation territoriale et vocation militaire à Mantoue; Covini, N. (Mailand), I castellani nel ducato sforzesco: un profilo istituzionale e sociale.

Freitag, 12. Oktober

LES CHÂTELAINS EN TERRE SAVOYARDE: QUELQUES PROFILS

Demotz, B. (Lyon), Le châtelain et la guerre dans la Savoie des XIIIe et XIVe siècles; Barbero, A. (Vercelli), Les châtelains des comtes puis ducs de Savoie en Vallée d’Aoste (XIIIe-XVIe siècle); Andenmatten, B. (Lausanne), Office princier et patrimoine familial. Châtelains et vidomnes dans le pays de Vaud savoyard (XIIIe-XVe siècle); Lafargue, P. (Lyon), Entre ancrage et déracinement. Les élites chambériennes et la fonction châtelaine (XIVe-XVe siècle).

LES CHÂTELAINS: SERVICE DU PRINCE ET PROFIL SOCIAL

Guilleré, C. (Chambéry), Regards croisés sur les officiers locaux catalans et savoyards: vegers, battles, jutges et châtelains (XIVe-XVe siècle); Mattéoni, O. (Paris), Service du prince, fonction châtelaine et élites nobiliaires dans la principauté bourbonnaise à la fin du Moyen Âge; Lemonde, A. (Grenoble), Entre honor, engagement et service du prince: la fonction châtelaine en Dauphiné (1308-1456); Gauvard, C. (Paris), Conclusion.

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Tagung

Šlechta v habsburské monarchii a císařský dvůr (1526-1740)

veranstaltet vom Historický ústav Jihočeské Univerzity v Českých Budĕjovicích, der Historischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Nadace Barokního Divadla Zámku Český Krumlov

Český Krumlov, 16. bis 18. Oktober 2001

Kontaktadresse: Prof. Dr. Václav Bůžek, CSc.

Historický ústav Jihočeské Univerzity v Českých Budĕjovicích

Jeronýmova 10

CZ-371 15 České Budějovice

Tel. [CZ] 0 38 - 7 77-30 69

E-Mail: buzek@pf.jcu.cz

Internet: http://www.pf.jcu.cz/stru/katedry/d/slechta.phtml

Aus dem Programm:

Dienstag, 16. Oktober

STÁT A CÍSAŘSKÝ DVŮR RANÉHO NOVOVĚU

Pánek, J. (Praha), Stát a středoevropská nadstátní organizace v myšlení šlechty na prahu novověku; Duindam, J. (Utrecht), The Viennese court in perspective: questions and concepts for a new history of the European court; Walter-Klingenstein, G. (Graz/Wien), Neue Fragen zur Geschichte des Wiener Hofes 1650-1790.

CÍSAŘSKÝ DVŮR A ŠLECHTA Z RAKOUSKÝCH ZEMÍ

Vocelka, K. (Wien), Der Kaiserhof und der Adel aus den österreichischen Ländern; Wuzella, W.-M. (Wien), Untersuchungen zu Mehrsprachigkeit und Sprachgebrauch am Wiener Kaiserhof zwischen 1658 bis 1780 (unter besonderer Berücksichtigung der Amtszeit Leopold I.).

CÍSAŘSKÝ DVŮR A UHERSKÁ ŠLECHTA

Pálffy, G. (Budapest), Der ungarische Adel und der Kaiserhof in der frühen Neuzeit; Koltai, A. (Budapest), Adam Batthyány in Wien (Höfische Beziehungen eines ungarischen Aristokraten in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts).

Mittwoch, 17. Oktober

CÍSAŘSKÝ DVŮR A ŠLECHTA Z ČESKÝCH ZEMÍ

Bůžek, V. (České Budějovice), Šlechta z českých zemí na císařském dvoře v předbělohorském století; Vybíral, Z. (České Budějovice), Partnerství nebo poslušnost? (Zemská aristokracie mezi zemskou obcí a panovnickým dvorem 1547-1619); Maťa, P. (Praha), Šlechta z českých zemí na císařském dvoře 1620-1740; Mikulec, J. (Praha), Mezi konverzí a emigrací (Vídeňský dvůr a náboženská loajalita šlechty v Čechách v prvních pobělohorských desetiletích); Smíšek, R. (České Budějovice), Hrabě Jan Adam Questenberk mezi Vídní a Jaroměricemi.

REFLEXE DVORA V MYŠLENÍ A KAŽDODENNÍM ŽIVOTĔ ŠLECHTY

Ryantová, M. (Praha), Obraz dvorského prostředí ve šlechtických památnících raného novověku; Marek, P. (České Budějovice), Obraz hierarchie a ceremoniálu na dvoře Ferdinanda II. v korespondenci české a moravské šlechty; Hrdlička, J. (České Budějovice), Synové “slavných” otců (Vídeňský dvůr v očích Adama Pavla Slavaty); Král, P. (České Budějovice), Křtiny, svatby a pohřby (K vzájemné reflexi císařských a šlechtických slavností); Luniaczková, P. (Brno), Dvorská cesta císaře Karla VI. do Karlových Varů v roce 1732

Donnerstag, 18. Oktober

DVŮR JAKO CENTRUM MOCI

Hengerer, M. (Konstanz), Hof und Macht (Konzepte und Befunde am Beispiel des Wiener Kaiserhofs im 17. Jahrhundert); Catalano, A. (Rom/Praha), Poměry na vídeňském dvoře a česká otázka v 17. století na základě korespondence kardinála Harracha; Cerman, I. (Praha), Od klienta k občanovi (Osvícenská kritika tradičních klientel a otázka strukturální změny císařského dvora v 18. století).

DVŮR A DVORŠTÍ UMĔLCI

Fidler, P. (Innsbruck), Kulturní disidenti raného novověku?; Knoz, T. (Brno), Dvorští a místní umělci ve službách Jana Křtitele z Verdenberga; Kroupa, J. (Brno), Dvůr španělského granda na Moravě.

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Wissenschaftliche Tagung

Geistliche Staaten in Schwaben im Rahmen der Reichsverfassung

Kultur - Verfassung - Wirtschaft - Gesellschaft. Ansätze zu einer neuen Bewertung

Irsee, 11. bis 13. Oktober 2001

Kontaktadresse: Prof. Dr. Wolfgang Wüst

Universität Erlangen

Institut für Geschichte

Kochstraße 4

91054 Erlangen

Tel. [D] 0 91 31 - 8 52 23 67

E-Mails: wgwuest@phil.uni-erlangen.de

Internet: www.gesellschaft-oberschwaben.de

Aus dem Programm:

Donnerstag, 11. Oktober

Die Beziehungen zum Reich, zum Kreis und zur Germania Sacra

Rheden-Dohna, A. (Rheden), Weltliche Herrschaft in geistlicher Hand. Die schwäbischen Prälaten im Gefüge des Reichs; Hersche, P. (Bern), Der südwestdeutsche Klosterstaat im Spannungsfeld von intendierter Rückständigkeit und (nicht intendierter) Reform; Weber, W. E. J. (Augsburg), Geistliche Staaten in der politischen Diskussion des 17. und 18. Jahrhundert; Ullmann, S. (Augsburg), Funktion und Arbeitsweise des Reichshofrates in geistlichen Herrschaften.

Freitag, 12. Oktober

Geistliche "Vielregiererei"? Reformen, Staatsaufbau, Kollegien und Institu-tionen

Maier, K. (Eichstätt), Die Wahlkapitulationen in Konstanz und in den Klosterstaaten; Wüst, W. (Erlangen), Personalunionen zwischen Stiftsstaaten. Administrative Chance oder Regierungschaos?; Kissling, P. (Bern), Die gute Policey im Fürststift Kempten

Geistlich-weltlicher Dualismus? Profilbildung an der Nahtstelle zwischen Kir-che und Staat

Hartmann, P. C. (Mainz), Der Mainzer Reichserzkanzler und die südwestdeutschen Reichsprälatenklöster; Eisenhardt, U. (Hagen), Hofgericht und Offizialatsgericht. Machtkonzentration durch Akkumulation von Gerichtsrecht; Laube, V. (München), Zum Selbstverständnis geistlicher Staaten in den "Medien" der frühen Neuzeit. Das Beispiel Fürststift Kempten; Schuller, R. (Augsburg), Jubiläen in Klöstern und Stiften. Propaganda und Erinnerungskultur mit weltlich-geistlicher Weitsicht; Müller, R. A. (Eichstätt), Geistliche "Bilder" des Reiches. Zur Ikonographie oberdeutscher Reichsabteien.

Samstag, 13. Oktober

Wirtschaft, Finanzen und Aussenperspektive – ihre Bedeutung für geistliche Staaten

Göttmann, F. (Paderborn), Über Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsentwicklung geistlicher Staaten in Oberschwaben im 18. Jahrhundert; Quarthal, F. (Stuttgart), Die oberschwäbischen Klöster im 18. Jahrhundert im Spiegel von Reiseberichten; Weber, A. O. (Erlangen), Prälaten und Agrarreform. Das Beispiel der Weinwirtschaft schwäbischer und westbayerischer Klöster.

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Kolloquium

Aktuelle Forschungsprobleme des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Bielefeld, Wintersemester 2001/02

Kontaktadresse: Stefan Brandensiek

Universität Bielefeld

Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie

Abt. Mittelalter und Frühe Neuzeit

D-33501 Bielefeld

E-Mail: Stefan.Brandensiek@Geschichte.uni-bielefeld.de

Internet: www.geschichte.uni-bielefeld.de/Ma_fnz/Koll/Koll_WS02.html

Aus dem Programm:

Donnerstag, 18. Oktober

Fraesdorff, D. (Kiel), Die Vorstellungen vom "barbarischen Norden" in der lateinisch-christlichen Welt des frühen und hohen Mittelalters.

Donnerstag, 7. Februar

Slanicka, S. (Bielefeld), Figuren der Illegitimität – Adlige Bastarde vom 14.-16. Jahrhundert: ein Arbeitsbericht.

Donnerstag, 14. Februar

Wieland, C. (Bielefeld), Disziplinierter Adel? Untersuchungen zum Adel in Bayern und der Toskana im 16. Jahrhundert.

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Seminar

Les ducs Valois de Bourgogne: leur cour, leurs hommes, leur espace

Paris, capitale des ducs de Bourgogne (I)

Paris, 2001/2002

Kontaktadresse: Prof. Dr. Werner Paravicini

Deutsches Historisches Institut Paris

8, rue du Parc-Royal

F-75003 Paris

Tel. [F] 01 - 42 71 56 16 – Fax [F] 01 - 42 71 56 43

E-Mail: direktor@dhi-paris.fr

Internet: www.dhi-paris.fr

Aus dem Programm:

Dienstag, 23. Oktober

Paravicini, W. (Paris), Présentation – Schnerb, B. (Lille), Sources et problèmes.

Dienstag, 20. November

Plagnieux, P. (Paris), Paris monumental à l'époque de Jean sans Peur.

Dienstag, 18. Dezember

Paravicini, W. (Paris), Investissements religieux des ducs de Bourgogne à Paris.

Dienstag, 22. Januar

Ewert, U. C. (München), Changer la résidence sans vraiment quitter la ville: Paris et l’Ile de France dans les itinéraires des ducs de Bourgogne.

Dienstag, 19. Februar

Atelier autour de la préparation de l’exposition "Paris, capitale des ducs de Bourgogne" aux Archives nationales en automne 2003.

Dienstag, 26. März

Anne, E. (Paris), Les ducs de Bourgogne devant le Parlement de Paris.

Dienstag, 16. April

Cauchies, J.-M. (Brüssel/Louvain-La-Neuve), Paris dans législation de Jean sans Peur.

Dienstag, 14. Mai

Hirschbiegel, J. (Kiel), Philippe le Hardi, Jean sans Peur et l’échange des dons à Paris autour de 1400.

Dienstag, 18. Juni

Dubois, H. (Paris), Les fournisseurs parisiens des ducs de Bourgogne.

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Symposium

Pfalzgraf Ottheinrich

Politik, Kunst und Wissenschaft im 16. Jahrhundert im Fürstentum Pfalz-Neuburg

Neuburg an der Donau, 26. bis 28. Oktober 2001

Kontaktadresse: Stadtarchiv Neuburg

Amalienstraße 47

D-86633 Neuburg

Tel. [D] 0 84 31 - 64 16 44

E-Mail: barbara.zeitelhack@neuburg-donau.de

Internet: www.neuburg-donau.de/Rathaus/Stadtarchiv/Stadtarchiv.htm

Aus dem Programm:

Freitag, 26. Oktober

Lanzinner, M., Bayern und Reich am Beginn des 16. Jahrhunderts.

Samstag, 27. Oktober

Landshuter Erbfolgekrieg

Stauber, R., Bayerische Wiedervereinigung? Aspekte des Landshuter Erbfolgekrieges.

Ottheinrich und die (Reichs-)Politik

Gotthard, A., "Frölich gewest". Ottheinrich ein unpolitischer Fürst?; Baumann, R., Ottheinrich und die Revolution 1525; Hepp, F., "Mit der Zeyt". Kurfürst Ottheinrich als Landesherr.

Residenzbildung, Hof, frühneuzeitlicher Staat

Cramer-Fürtig, M., Ottheinrichs "merkliche und beschwerliche Schuldenlast". Finanzkrise und Staatsbankrott im Fürstentum-Pfalz Neuburg; Heydenreuter, R., Die Gesetzgebung im Fürstentum Pfalz-Neuburg zur Zeit Ottheinrichs.

Wissenschaft

Östmann, G., Cyprianus Leovitius, der Astronom und Astrologe Ottheinrichs.

Reformation/Konfessionalisierung

Henker, M. (Augsburg), Die Einführung des Protestantismus; Westphal, S., Frau und Lutherische Konfessionalisierung im Fürstentum.

Sonntag, 28. Oktober

Renaissancearchitektur

Seit, R. H., Zu den Neubauten Ottheinrichs am Schloß Neuburg; Stierhoff, H., Einige Bemerkungen zur Schloßkapelle Ottheinrichs in Neuburg II; Hubach, H., Ottheinrich als Herkules Palatinus. Vorbemerkungen zur Ikonographie der Hoffassade des Heidelberger Ottheinrichbaus.

Bildende Kunst, Literatur, Musik

Grosse, F., Repräsentative Baldachine des Ottheinrich von der Pfalz; Metzgerl, W., Die Bibliothek Ottheinrichs von der Pfalz; Brunner, G., "Die lieblich Kunst der Musica" oder Ottheinrichs "feine Cantorey und gute Instrumentisten". Musik am Hof Ottheinrichs.

Reisen

Marsch, A., Zur Entdeckung der Reisebilder Pfalzgraf Ottheinrichs von seinem Ritt nach Krakau und Berlin 1536/37; Biller, J., Ottheinrichs Winterreise nach Krakau. Anlass, Planung, Durchführung und Ergebnis.

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Kärtner Landesausstellung

Die Stadt im Mittelalter

Friesach, bis 28. Oktober 2001

Kontaktadresse: Kärntner Landesausstellungen

Spitalgasse 14

A-9020 Klagenfurt

Tel. [A] 04 63 - 54 9 54 – Fax [A] 04 63 - 51 25 31

E-Mail: landesausstellung@carinthia.com

Internet: www.landesausstellung-friesach.at/

Zentrum der Landesausstellung sind die aufwendig renovierten Gebäude Fürstenhof und Getreidespeicher. Im Fürstenhof werden in einer kunst- und kulturhistorischen Ausstellung die vielen Facetten der europäischen "Stadt im Mittelalter" gezeigt. In 12 adaptierten Räumen können Sie rund 400 originale Glanzstücke aus den mittelalterlichen Zentren Europas bestaunen. Im Getreidespeicher erwarten Sie attraktive und erlebnisorientierte Inszenierungen vom Künstler Hans Hoffer, deren Ziel es ist, Ihre Phantasie anzuregen. Insgesamt wird ein informatives, spannendes und sehr persönliches Ausstellungserlebnis geboten.

[Text: www.landesausstellung-friesach.at/home1.html]

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Ausstellung

Alle Wunder dieser Welt

Kostbarste Kunstwerke aus der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. (1529-95)

Innsbruck, Schloss Ambras, bis 31. Oktober 2001

Kontaktadresse: Schloß Ambras

Schloßstr. 20

A-6020 Innsbruck

Tel. [A] 05 12 - 34 84 46 – Fax [A] 5 12 - 36 15 42

E-Mail: info.ambras@khm.at

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Internationaler Kongreß

Jheronimus Bosch revealed? The painter and his world

Rotterdam/’s-Hertogenbosch, 5. bis 7. November 2001

Kontaktadresse: International Jheronimus Bosch congress

c/o Stadsarchief 's-Hertogenbosch

Drs. Aart Vos

Postbus 12345

NL-5200 GZ ’s-Hertogenbosch

Tel. [NL] 073-615 52 91

E-Mail aavo@s-hertogenbosch.nl

Internet: www.jeroenboschjaar.nl

Aus dem Programm:

Dienstag, 6. November

Belting, H. (Karlsruhe), Fiction in painting and literature – Bosch and Thomas More. The case of the ‚Garden of Earthly Delights‘; Vandenbroeck, P. (Antwerpen), Bosch and 16th-century art theory: Maccaronica and ‚grylli‘; Unverfehrt, G. (Göttingen), Dinners for sinners, eating and drinking with Hieronymus Bosch; De Bruyn, E. (Antwerpen), The iconography of Hieronymus Bosch‘s ‚Saint Christopher‘; Koreny, F. (Wien), Hieronymus Bosch als Maler – Hieronymus Bosch als Zeichner. Beobachtungen zu Stil und Chronologie.

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Tagung

Hof und Theorie

Gesprächskreis zur Theorie des Hofes

am Sonderforschungsbereich 537 "Institutionalität und Geschichtlichkeit"
Sprecher: Prof. Dr. Gert Melville

Dresden, 15. bis 17. November 2001

Kontaktadresse: Dr. Reinhardt Butz

TU Dresden

Mommsenstr. 13

D-01062 Dresden

Tel. [D] 03 51 - 4 63-3 75 81 – Fax [D] 03 51 - 4 63-3 77 74

E-Mail: Reinhardt.Butz@mailbox.tu-dresden.de

Internet: rcswww.urz.tu-dresden.de/~sfb537/

Aus dem Programm:

Moderation: Dr. R. Butz (Dresden) – Dr. J. Hirschbiegel (Kiel)

Donnerstag, 15. November

Melville, G. (Dresden), Begrüßung.

Butz, R. (Dresden), Einleitung.

Vance, E. (Seattle), Speech-Groups and their Interaction in the Court of Champagne in the 12th Century; Müller, R. A. (Eichstätt), Der (deutsche) Fürstenhof der Frühmoderne als Objekt in politisch-ethischer Norm-Literatur.

Freitag, 16. November

Winterling, A. (Bielefeld), Hof als Interaktionssystem in evolutionärer Perspektive; Ewert, U. C. (München), Der Hof. Eine Skizze des Erklärungspotentials der Neuen Institutionenökonomik; Hirschbiegel, J. (Kiel), Der Beitrag der Systemtheorie nach Niklas Luhmann für die Theorie des Hofes; Duindam, J. (Utrecht), Norbert Elias und die neuere Hofforschung; Willoweit, D. (Würzburg), Zur rechtsgeschichtlichen Qualität der Hofordnungen.

Samstag, 17. November

Gundlach, R. (Mainz), Zu Strukturen und Aspekten pharaonischer Residenzen; Seggern, H. von (Kiel), Theorie der zentralen Orte nach Walter Christaller.

Melville, G. (Dresden), Zusammenfassung.

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Vorbereitungskolloquium zur Bayerischen Landesausstellung 2003

Der Winterkönig

Amberg, 16. bis 17. November 2001

Kontaktadresse: Haus der Bayerischen Geschichte

Postfach 10 17 51

D-86007 Augsburg

Tel. [D] 08 21 -3 29-50 – Fax [D] 08 21 - 3 29-52 20

E-Mail: peter.wolf@hdbg.bayern.de

Internet: www.hdbg.de

Aus dem Programm:

Freitag, 16. November

Herkunft, Persönlichkeit, Familie

Laschinger, J. (Amberg), Der Amberger Hof; Bilhöfer, P. (Ludwigshafen), Friedrich V. – familiäre Verbindungen; Rohr, A. von (Hannover), Die Kinder des Königspaars.

Der Heidelberger Hof und die englische Verbindung

Hepp, F. (Heidelberg), Am Gipfel der Macht. Friedrich und Elisabeth Stuart, eine folgenschwere Verbindung; Gier, H. (Augsburg), Die Rosenkreuzer und der Heidelberger Hof; Winkler, K. (Heidelberg), Musik und Tanz am Hof Friedrichs V.

Der Gegenspieler und sein Hof

Heydenreuter, R. (München), Der Münchner Hof; Wolf, J. (München), Maximilian I. und Friedrich V. vor 1620; Immler, G. (München), Maximilian I. und seine Hauptratgeber.

Samstag, 17. November

König in Böhmen

Hartmann, P. C. (Mainz), Die reichsrechtliche Dimension; Drabeck, A. (Wien), Die Kaiser und Böhmen: Von Rudolf II. bis Ferdinand III.; Bahlcke, J. (Leipzig), Stände und Staat in Böhmen – Zur Vorgeschichte des Königtums Friedrichs von der Pfalz; Pánek, J. (Prag), Die böhmische Königsherrschaft Friedrichs von der Pfalz.

Die politische und militärische Entscheidung

Weber, W. E. J. (Augsburg), Politische Publizistik und öffentliche Kommunikation: Paul Welsers Gutachten zu den Erfolgsaussichten des Winterkönigs (1619/20); Junkelmann, M. (Elsendorf), Die Schlacht am Weißen Berg; Kaiser, M. (Köln), Maximilian I. als Oberhaupt der Liga und seine Politik gegen den pfälzischen Kurfürsten.

Bildende Kunst und Komunikation

Fučikova, E. (Prag), Das Schicksal der Prager Sammlungen in der Zeit Friedrichs von der Pfalz und nach der Schlacht am Weißen Berg; Erichsen, J. (München), Maximilian I. als Auftraggeber und Sammler; Kerstjens, C. A. (Speyer), Prinzessin Louise Hollandine von der Pfalz. Eine fürstliche Malerin; Hubkova, J. (Ústi nad Labem), Friedrich von der Pfalz als König von Böhmen im Spiegel der Flugblätter und Flugschriften seiner Zeit.

Das Exil

Keblusek, M. (Den Haag), The Palatine Court in The Hague; Keblusek, M. (Den Haag), Architecture and Interieurs of the Winterking’s Houses in the Netherlands; Hoogsteder, W. J. (Den Haag), The Winterking’s Commissions.

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4. Workshop des Arbeitskreises "Höfe des Hauses Österreich"

Natur, Wissenschaft und Hof

Wien, Naturhistorisches Museum, 3. Dezember 2001

Kontaktadresse: DDr. Jan Paul Niederkorn

Historische Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Fleischmarkt 22/2/3

A-1010 Wien

Tel. [A] 01 - 5 12 91 84 – Fax [A] o1 - 5 13 38 51

E-Mail: Jan.Paul.Niederkorn@oeaw.ac.at

Internet: www.oeaw.ac.at/gema

Aus dem Programm:

Höfische Gärten und Naturaliengeschichte

Petz-Grabenbauer, M. (Wien), Der Wiener Hof und Forschungsreisen im 18. Jahrhundert; Klemun, M. (Wien), Botanische Gärten als Herrschaftspräsentationen (Der Tirolergarten in Schönbrunn); Riedl-Dorn, C. (Wien), Zur Geschichte der Naturalien-Sammlung in Wien 1750-1802.

NATUR UND KUNST

Raffler, M. (Graz), Das Netzwerk der Sammler: Verbindungen zwischen den Höfen in Prag, Graz und Innsbruck in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts; Trnek, H. (Wien), Naturalien in den habsburgischen Kunstkammern um 1600; Fučikova, E. (Prag), Beziehungen zu Natur und Wissenschaft im rudolfinischen Künstlerkreis.

Höfischer Tiergärten und -Sammlungen

Rieke-Müller, A. (Oldenburg), Tiergärten und Höfe; Iby, E., Stadelmann, C. (Wien), Die Rolle der kaiserlichen Menagerie Schönbrunn in der höfischen Kultur des späten 18. Jahrhunderts; Bauernfeind, E. (Wien), Frühe Präparationsmethoden – Dermoplastik um 1800.

Hof und Wissenschaft

Hilscher, E. (Wien), Athanasius Kircher – Musik zwischen Mathematik und Kunst; Walter-Klingenstein, G. (Graz), Warum wurde in Wien im 18. Jahrhundert keine Akademie gegründet?

Stagl, V. (Wien), Zum Aufbau der Sammlungen des Naturhistorischen Museums.

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Tagung

Vertrauen als historische Kategorie

Bielefeld, 6. bis 8. Dezember 2001

Kontaktadresse: Jutta Wiegmann

Universität Bielefeld

Fakultät für Geschichtswissenschaften und Philosophie

Postfach 100 131

D-33501 Bielefeld

Tel. [D] 05 21 - 10 63-22 21

E-Mail: jwiegmann@geschichte.uni-bielefeld.de

ute.frevert@geschichte.uni-bielefeld.de

Aus dem Programm:

Donnerstag, 6. Dezember

I. KOMMUNIKATION UND VERTRAUEN. ZUR HISTORISCHEN SEMANTIK DES VERTRAUENS-BEGRIFFS

Paneldiskussion mit D. Weltecke, F. Mauelshagen, H. Wenzel, A. Gestrich, R. Koselleck.

Engelen, E.-M., Vertrauen: Eine evolutionär entstandene Emotion oder ein kulturell geprägtes Gefuehl?; Offe, C., Vertrauen als Thema der Politikwissenschaft.

Freitag, 7. Dezember

II. VERTRAUEN, WISSEN, RISIKO

III. VERTRAUEN IN INTERPERSONALEN BEZIEHUNGEN

Luckmann, T., Vertrauen aus soziologischer Perspektive; Weizsäcker, C. C. von, Vertrauen aus ökonomischer Sicht.

Samstag, 8. Dezember

IV. POLITISCHES VERTRAUEN

Was lernen wir über Vertrauen? Was erkennen wir durch Vertrauen? Chancen und Grenzen des Begriffs für die Kulturwissenschaften.

Paneldiskussion mit B. Liebsch, G. Budde, M. Hartmann, J. Pfaff, A. Honneth.

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Ausstellung

Hans Fries

Ein Maler an der Zeitenwende

Freiburg i. Ü., Museum für Kunst und Geschichte, 7. Dezember 2001 bis 24. Februar 2002

Kontaktadresse: Museum für Kunst und Geschichte

Murtengasse 12

CH-1700 Freiburg i.Ü.

Tel. [CH] 0 26 - 3 05 51-40 – Fax [CH] 0 26 - 3 05 51-41

E-Mail: mahf@fr.ch

Internet: www.fr.ch/mahf

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Ausstellung

Das Tal der Schlösser und Gärten

Das Hirschberger Tal in Schlesien – ein gemeinsames Kulturerbe

Berlin, Schloß Britz, bis 27. Januar 2002

Kontaktadresse: Schloss Britz

Alt-Britz 73

D-12359 Berlin-Neukölln

Tel. [D] 0 30 - 6 06-60 51 – Fax [D] 0 30 - 6 06-48 09

E-Mail: schloss.britz@ba-verwalt-berlin.de

Internet: www.neukoelln-online.de/schloss-britz

Das schlesische Hirschberger Tal präsentiert sich als ein regelrechtes preußisches Schlössertal. Die Entstehung erfolgte sukzessive. Prinz Wilhelm von Preußen erwarb 1822 im östlichen Teil des Hirschberger Tals das Gut Fischbach – heute Karpniki. König Friedrich Wilhelm III. kaufte als Sommersitz 1832 Schloß Erdmannsdorf, den früheren Besitz Gneisenaus – heute Myslakowice –, das er von Karl Friedrich Schinkel umbauen ließ. 1839 erwarb er für seine Tochter Luise das nahegelegene Schloß Schildau - heute Wojanów. Ein reger Kontakt bestand u.a. zum Grafen von Reden aus Buchwald, dem preußischen Geheimen Staatsminister und Ober-Berghauptmann (zeitweilig auch Direktor der Königlich-Preußischen Porzellanmanufaktur) und zur Familie von Radziwill auf Ruhberg. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts hatten diese Schlösser und Parkanlagen große Anziehungskraft auf den Fremdenverkehr. Von besonderer Bedeutung waren hier die von Peter Lenné entworfenen Parkanlagen, die sich über viele Kilometer zwischen den Schlössern im Hirschberger Tal erstreckten. Die von der Gesellschaft für interregionalen Kulturaustausch initiierte zweisprachige Wanderausstellung erzählt auf ca. 300 qm mit Texten, Fotografien, Gemälden, Zeichnungen, historischen Stichen, dreidimensionalen Exponaten, einer Ton-Dia-Schau und mehreren "Hörstationen" von der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Schlösser im Hirschberger Tal.

Ein Begleitbuch (400 Abb., 424 S., 49,– DM) kann in Berlin beim Kreuzberg-Museum bezogen werden.

[Text: http://www.preussen-2001.de/suche/ergebnis.asp?VeranstaltungID=1030]

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33. Frühjahrskolloquium des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V.

Städtelandschaft, réseau urbain, urban network

Städte im regionalen Kontext in Spätmittelalter und Früher Neuzeit

Münster, 11. bis 13. März 2002

Kontaktadresse: Institut für vergleichende Städtegeschichte an der Universität Münster

Syndikatplatz 4/5

D-48143 Münster

Tel. [D] 02 51 - 4 82 31-0 – Fax 02 51 - 4 82 31-35

E-Mail: istg@uni-muenster.de

Internet: www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte

Aus dem vorläufigen Programm:

Montag, 11. März

Favier, R. (Grenoble), "Réseau urbain" als Begriff in der französischen Stadtgeschichtsforschung; Borsay, P. (Lampeter), "Urban network" as an concept in English urban history; Schenk, W. (Tübingen), "Städtelandschaft" als Begriff in der Historischen Geographie/Anthropogeographie.

Öffentlicher Vortrag:

Kiessling, R. (Augsburg), Strukturen südwestdeutscher Städtelandschaften zwischen Dominanz und Konkurrenz: Der Fall Oberschwaben.

Dienstag, 12. März

Scott, T. (Liverpool), Strukturen südwestdeutscher Städtelandschaften zwischen Dominanz und Konkurrenz: Der Fall Oberrhein; Bull, I. (Trondheim), City merchants as structuring elements in the Norwegian region Trøndelag; Fuss, U. V. (Leuven/Louvain), Landschaftsspezifische Charakteristika in den Städteansichten der frühen Neuzeit; Kosche, R. (Trier), Regionale Netzwerke von Juden im mittelalterlichen deutschen Reich (13. bis Anfang 16. Jahrhundert); Vorel, P., (Prag), Aristokratische Residenzstädte in den böhmischen Ländern in ihrem regionalen Kontext während der frühen Neuzeit; Sonkoly, G. (Budapest), Hungarian, Saxon and Szekler urban networks in early 19th century Transylvania.

Mittwoch, 13. März

Endres, R. (Bayreuth), Städtelandschaften in Franken in der frühen Neuzeit; Knittler, H. (Wien), Städtelandschaften in Österreich in der frühen Neuzeit.

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Tagung zum 10jährigen Bestehen der Wartburg-Gesellschaft

Burg und Historismus

Neue Forschungen zu Burgen und Schlössern in Thüringen

Eisenach, Wartburg, April 2002

Kontaktadresse Geschäftsstelle der Wartburg-Gesellschaft

c/o Wartburg-Stiftung

Auf der Wartburg

D-99817 Eisenach

Internet: staff-www.uni-marburg.de/~altwasse/wartburg/index.html

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4. Kraichthaler Kolloquium

Die geistlichen Staaten am Ende des Alten Reiches

Versuch einer Bilanz

Gochsheim, 26. bis 28. April 2002

Kontaktadresse: Dr. Kurt Andermann

c/o Stadt Kraichtal

Postfach 1120

D-76699 Kraichtal

Tel. [D] 09 72 50 - 77 43

Internet: www.kraichthal.de

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Workshop des Zentrums für Vergleichende Geschichte Europas (ZVGE) sowie dem Frankreichzentrum der Technischen Universität Berlin

[Call for Papers – Deadline: 31. Oktober 2001]

Reisende, Reisen und Reiseliteratur im europäischen Vergleich (18.-20. Jh.)

Berlin, 6. bis 8. Juni 2002

Kontaktadresse: Bernhard Struck

Zentrum für Vergleichende Geschichte Europas (ZVGE)

Koserstraße 20

D-14195 Berlin

Tel. [D] 0 30 - 8 38-5 68 18 – Fax [D] 0 30 - 8 38-52 840

E-Mail: bstruck@zedat.fu-berlin.de

Internet: www.fu-berlin.de/zvge

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Internationales interdisziplinäres Kolloquium

Die Hofkultur der Jagiellonendynastie und verwandter Fürstenhäuser

Kultura dworu Jagiellonów i dworów z nimi zwiazanych

Lublin, 4. bis 8. September 2002

Durchgeführt von der Katolicki Uniwersytet Lubelski/Katholischen Universität Lublin (Sr. Prof. Dr. Urszula Borkowska), dem Institut für Ostmitteleuropa in Lublin (Prof. Dr. Jerzy Koczowski) und dem Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. (GWZO) (Prof. Dr. Winfried Eberhard; Dr. Jiri Fajt)

Kontaktadressen: Sr. Prof. Dr. Urszula Borkowska

Katolicki Uniwersytet Lubelski

Al. Raclawickie 14

PL-20950 Lublin

E.-Mail: borkowska@kul.lublin.pl

Dr. Andrea Langer

Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. (GWZO)

Luppenstr. 1b

D-04177 Leipzig

E-Mail: langer@rz.uni-leipzig.de

Internet: www.uni-leipzig.de/gwzo/jagiello.htm

Call for Papers

Die geplante Veranstaltung ist der Kultur und Kunst der jagiellonischen Höfe Ostmitteleuropas sowie den mit ihnen durch Heirat verbundenen Höfen (u.a. Habsburger, Wettiner, Wittelsbacher, Hohenzollern, Wasa) gewidmet. In vergleichend angelegten Untersuchungen sollen die Genese der jagiellonischen Hofkultur sowie die Wechselwirkungen und vielfältigen Verflechtungen zwischen den europäischen Höfen unter folgenden Gesichtspunkten untersucht werden:

SOZIO-ÖKONOMISCHE ASPEKTE

Versorgung, Hofhaltung und Kosten; Hof als wirtschaftliche Institution

ALLTAGSLEBEN UND FEST

Nahrung, Wohnen, Kleidung, Reisen, Unterhaltung (Jagd, Tanz, Turnier)

HOF UND HÖFLINGE

Nationale, regionale und konfessionelle Struktur; Hofordnung und Zeremonie; höfische Etikette

RELIGIÖSES LEBEN

Beichtväter, Prediger, Gebetbücher, Teilnahme an liturgischen Zeremonien, Pilger, kirchliche Stiftungen

ERZIEHUNG UND BILDUNG

Humanistenkreise, höfische Bibliothek, Patronage und Stiftungen für Universitäten

RESIDENZARCHITEKTUR

Typologie, Funktion

BILDENDE KUNST, LITERATUR; MUSIK

Vortragssprachen sind Englisch, Deutsch, Französisch. Die Referate sollen publiziert werden. Referatsvorschläge mit kurzem Exposé (1 Seite) werden bis Dezember 2001 erbeten an eine der oben genannten Adressen.

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Bayerische Landesausstellung 2002

Kaiser Heinrich II.

Bamberg, 9.Juli bis 20.Oktober 2002

Kontaktadresse: Haus der Bayerischen Geschichte

Halderstraße 21

D-86150 Augsburg

Tel. [D] 08 21 - 32 95-1 23 – Fax [D] 08 21 - 32 95-2 20

E-Mail: pressestelle@hdbg.bayern.de

Internet: www.hdbg.de

Aus der Vorankündigung:

Die Geschichte Kaiser Heinrichs II. und seiner Zeit wird vom 9. Juli bis zum 20. Oktober 2002 auf dem Bamberger Domberg an fünf Schauplätzen lebendig. Auf dem Domplatz wird der Besucher in die Zeit des Mittelalters entführt. Ein nachgebautes mittelalterliches Gehöft führt vor Augen, wie Bauern und Handwerker im 11. Jahrhundert gelebt und gearbeitet haben. Die Alte Hofhaltung zeichnet ein Bild vom Leben und Wirken des Kaisers anhand von ausgewählten Exponaten und Inszenierungen.

In der Staatsbibliothek und im Diözesanmuseum werden mittelalterliche Prachthandschriften gezeigt und prunkvolle Gewänder wie der "Sternenmantel", den Heinrich II. von einem byzantinischen Adligen aus Süditalien zum Geschenk erhalten hatte. Der Dom und seine Westkrypta vermitteln ein eindrucksvolles Bild der größten Stiftung des Kaiserpaares.

[Text: http://www.hdbg.de/heinrich-site/german/willkommen/willk.html]

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33. Kölner Mediaevistentagung

Herbst des Mittelalters?

Fragen zur Bewertung des 14. und 15. Jahrhunderts

Köln, 10. bis 13. September 2002

Kontaktadresse: Universität zu Köln

Thomas Institut

Universitätsstraße 22

D-50923 Köln

Tel. [D] 02 21 - 4 70-23 09 – Fax [D] 02 21 - 4 70-50 11

E-Mail: martin.pickave@uni-koeln.de

Internet: http://www.uni-koeln.de/phil-fak/thomasinst/bericht/veranst.htm#tag

Vor über achtzig Jahren erschien Johan Huizingas epochale Studie "Herbst des Mittelalters. Studien über Lebens- und Geistesformen des 14. und 15. Jahrhunderts in Frankreich und in den Niederlanden" (1919). Die Bedeutung dieses Werkes und sein Einfluß sind unbestritten. Vor allem die Absicht, die im Untertitel genannten "Lebens- und Geistesformen" zu beschreiben und damit den Bereich der politischen Geschichte fast völlig auszublenden, sowie die Hinwendung zur "Mentalität" haben Schule gemacht. Das zentrale Anliegen des Werkes drückt sich jedoch in der Metaphorik des Titels aus: Huizinga ging es um eine Darstellungsweise, die das späte Mittelalter nicht versteht als "Ankündigung eines Kommenden, sondern als ein Absterben dessen, was dahingeht". Ausdrücklich wendet er sich gegen Spielarten des Renaissancegedankens, die die genannte Zeitspanne nur als Vorbereitung der europäischen Renaissance betrachtet haben. Die Hochzeit der französisch-burgundischen Kultur im 14. und 15. Jahrhundert will Huizinga als eine reife Vollendung der "Spielregeln" der mittelalterlichen Gesellschaft und Kultur verstehen, eben als "Herbst" – mit allen Konnotationen, die dieses Bild einschließt. Obwohl "Herbst des Mittelalters" einem fest umrissenen Untersuchungsgegenstand – dem spätmittelalterlichen Frankreich und den Niederlanden – gewidmet war, wurde Huizingas Betrachtungsweise auch auf andere Bereiche übertragen, etwa auf den Bereich der vorreformatorischen Theologie (H. A. Oberman) und der Kunst. Daß die Bewertung des späten Mittelalters und seiner Stellung gegenüber der anbrechenden Neuzeit weiterhin stark umstritten ist, zeigt sich auch in der Auseinandersetzung mit den Thesen Hans Blumenbergs. In seinem einflußreichen Werk "Die Legitimität der Neuzeit" sucht Blumenberg die Epochenschwelle nicht in politisch-sozialen Entwicklungen; als Philosophiehistoriker ist er bemüht, den Übergang zur Neuzeit in einem neuen Wissenschaftsentwurf zu greifen. Eine zentrale Rolle nimmt in seiner Deutung der spätmittelalterliche Nominalismus ein. Mit der These von der Allmacht Gottes habe er die Rationalität der Welt radikal in Frage gestellt und die Grundlagen für eine rationale Welterklärung erschüttert. Die neuzeitliche Vernunft sei aus einem Akt der Selbstbehauptung gegen dessen Konsequenzen hervorgegangen. Blumenbergs Darstellung liegt eine bestimmte Vorstellung von der spätmittelalterlichen Wissenschaft im allgemeinen und der Theologie im besonderen zugrunde. Seine These von der Geburt der neuzeitlichen Rationalität aus dem Scheitern der (mittelalterlichen) Theologie hat vor allem in der Theologiegeschichtsschreibung Widerspruch hervorgerufen. Für H. A. Oberman, um nur einen Kritiker zu nennen, ereignen sich der Anbruch der neuzeitlichen Rationalität und die Neuerungen in den Wissenschaften nicht in Abkehr von der Theologie, sondern parallel zu ihr und im Rahmen eines umfassenden Reformprogramms, das Theologie und Wissenschaften in gleichem Umfang betrifft. In den Naturwissenschaften und der Theologie zeige sich eine Abkehr von einer "die Wirklichkeit verschleiernden Metaphysik". Das Buch Huizingas und die Auseinandersetzungen mit Blumenbergs These als Beispiele für die kontroverse Beurteilung des Spätmittelalters – andere könnten ergänzend hinzugefügt werden – bilden den Anlaß für die Fragestellung der nächsten Mediaevistentagung. Die 33. Kölner Mediaevistentagung möchte einladen, einen neuerlichen Blick auf das 14. und 15. Jahrhundert zu werfen und nach der Bedeutung dieser Epoche zu fragen, der in den Modellen des Epochenwechsels eine so unterschiedliche und vermeintlich widersprüchliche Bewertung zuteil wird. Diese Frage läßt sich naturgemäß in mehreren Hinsichten entfalten, von denen hier nur einige Beispiele genannt seien: Inwiefern sind das Spätmittelalter beziehungsweise einzelne Entwicklungen des Spätmittelalters im Sinne Johan Huizingas als Vollendung eigentümlich mittelalterlicher Strukturen begreifbar? Besitzt seine Betrachtungsweise heute noch genügend Erklärungskraft für die Charakterisierung des Spätmittelalters als Epoche? Bedeutet die Zeit des späten 14. und 15. Jahrhunderts in den verschiedenen Lebensbereichen einen "Herbst des Mittelalters" oder einen "Frühling der Neuzeit"? Welchen Stellenwert mißt das Spätmittelalter den Traditionen bei, die es prägen, und gibt es ein Bewußtsein für die eigene Modernität? In welcher Weise zeigt sich eine Kritik und eine Abkehr von den traditionellen Strukturen – zum Beispiel im Bereich der Bildung in der zunehmenden Kritik an den Universitäten und dem Propagieren neuer Formen der Wissensvermittlung und der Wissensorganisation? Müssen die Brüche mit der Tradition bereits als Beginn einer neu anbrechenden Epoche gedeutet werden, oder stellen sie in einzelnen Fällen nur Reform einer prinzipiell nicht in Frage stehenden Struktur dar? Gibt es Persönlichkeiten, die in besonderer Weise das spätmittelalterliche Denken verkörpern? Hier sei als Beispiel nur Jean Gerson genannt, der auch in den Deutungen Blumenbergs und Huizingas eine prominente Stellung einnimmt. Und wie ist letztlich die Rolle einzuschätzen, die das 15. Jahrhundert bei der Tradierung eines "mittelalterlichen Erbes" an die Neuzeit spielt?

Bereits diese Skizze – aus der Perspektive des Philosophen formuliert – dürfte gezeigt haben, daß das Thema der kommenden Kölner Mediaevistentagung ein weites Feld interdisziplinären Forschungsinteresses eröffnet. Dies ist stets die Absicht der vom Thomas-Institut ausgerichteten Mediaevistentagungen gewesen. Daraus folgt auch, daß mit diesem Versuch, das Thema der Tagung zu umreißen und die Themenwahl zu erläutern, kein Anspruch auf Vollständigkeit verknüpft ist. [...]

[Text: Prof. Dr. Jan A. Aertsen – www.uni-koeln.de/phil-fak/thomasinst/bericht/veranst.htm#tag]

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Workshop

Ordnung und Distinktion

Praktiken sozialer Repräsentation in der ständischen Gesellschaft

Münster, 26. bis 27. September 2002

Kontaktadresse: Marian Fuessel, Thomas Weller

Universität Münster

SFB 496 – Projekt C1

Salzstr. 41

D-48143 Münster

E-Mail: fussel@uni-muenster.de

wellert@uni-muenster.de

Call for Papers

Im Rahmen des Workshops möchten wir erste Ergebnisse unserer Arbeit im Teilprojekt C1 "Zur symbolischen Konstituierung von politisch-sozialem Rang in der frühen Neuzeit" des Münsteraner SFB 496 "Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme" zur Diskussion stellen und zugleich ein Forum für Historiker und Vertreter benachbarter Disziplinen bieten, ähnlich gelagerte Arbeiten und Projekte vorzustellen.

Ordnung stellte bekanntlich einen der Grundwerte der ständischen Gesellschaft dar. Jedem Einzelnen war seinem Stand oder Rang entsprechend ein fester Platz innerhalb eines Sozialgefüges zugewiesen, das man sich als statisches, streng hierarchisch gegliedertes Gebilde dachte. Von den zahlreichen Versuchen, sowohl der landesherrlichen Obrigkeit wie des gelehrten Diskurses von Rechts- und Zeremoniellwissenschaft, die sozialen Verhältnisse anhand einer linearen Rangfolge von oben nach unten zu ordnen, legt eine Fülle von Hof- und Rangordnungen beredtes Zeugnis ab. Doch bildeten diese Ordnungen die gesellschaftliche Wirklichkeit nicht etwa spiegelbildlich ab, sondern entsprachen vielfach eher dem Wunschdenken der Verfasser. Wie aber manifestierten sich Stand und Rang in der sozialen Praxis?

Trotz der Fülle an Quellen wissen wir nach wie vor vergleichsweise wenig über die konkreten Praktiken sozialer Repräsentation, die individuelle Wahrnehmung sozialer Ungleichheit und die Funktionsweise und Implementierung sozialer Hierarchien in der ständischen Gesellschaft. Neuere Arbeiten, wie sie etwa für den Bereich der frühneuzeitlichen Höfe, das rituelle Leben der spätmittelalterlichen Stadt oder das Zeremoniell bei Gesandtenkongressen und Ständeversammlungen vorliegen, machen deutlich, daß soziale Ordnung und Hierarchien in der Vormoderne, weitaus stärker als dies heute der Fall ist, auf Visualisierung und symbolische Inszenierung angewiesen waren. Daß es sich dabei aus Sicht der Zeitgenossen keineswegs um reine Äußerlichkeiten handelte, dokumentieren u.a. die langwierigen Verhandlungen über Fragen des Zeremoniells etwa im Umfeld der Reichstage oder die mitunter über Jahre andauernden Auseinandersetzungen um den Vortritt bei öffentlichen Zusammenkünften. Stand und Rang ergaben sich ganz offensichtlich nicht zwangsläufig aus scheinbar objektiven Dimensionen sozialer Ungleichheit, wie politische Partizipationsmöglichkeiten, rechtliche Privilegien, Vermögen, Subsistenzweise etc. Vielmehr mußte der Platz des Einzelnen innerhalb der sozialen Hierarchie jedesmal aufs Neue in der symbolischen Praxis behauptet und verteidigt werden, und auch die gesellschaftliche Ordnung als Ganzes konstituierte sich erst auf diese Weise, als dynamisches Netz wechselseitiger Geltungsansprüche.

Formen ostentativen Konsums oder Auseinandersetzungen um Rang und Titulatur waren aber nicht allein auf den Hof oder auf Gesandtenkongresse und Ständeversammlungen beschränkt. So beklagte Christian Weise 1693, daß "das Ceremonie=Werck auch unter geringen Personen einreissen will." Eine konkretere Erforschung der symbolischen Konstruktion von sozialem Rang jenseits der Sphäre des Hofes und der adeligen Lebenswelt, etwa in Stadt und Dorf oder an den Universitäten, stellt jedoch nach wie vor ein Desiderat dar. Im Rahmen des Workshops soll einerseits nach den Orten und Anlässen gefragt werden, die als Bühne sozialer Repräsentation dienten, wie Kirchenräume, Wirtshäuser etc. bzw. Prozessionen, Jubiläen oder Huldigungen. Andererseits sollen Formen der Repräsentation und Distinktion einzelner ständischer Korporationen oder Gruppen wie dem Rat, der Universität oder dem Klerus beleuchtet werden. Neben Anlässen und Akteuren können dabei auch die unterschiedlichen Medien wie Sprache, Kleidung, oder Kirchengestühl thematisiert werden, in denen sich die Mechanismen sozialer Distinktion entfalteten. Welche Strategien verfolgten Individuen und Gruppen, um sich ihren Platz in der gesellschaftlichen Ordnung zu sichern? Wie bestimmte sich das Verhältnis von sozialem Rang und Ehre?

Interessenten werden um Zusendung eines Abstracts bis zum 1.2.2002 an obige Adresse gebeten.

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2. Sächsische Landesausstellung

Glaube und Macht

Torgau, Schloß Hartenfels, 7. Juni bis 17. Oktober 2003

Siehe Internet: www.landesausstellung.de (noch im Aufbau)

 

 

Buchvorstellungen

Fachinformation und EDV-Arbeitstechniken für Historiker. Einführung und Arbeitsbuch, hg. von Bärbel Biste und Rüdiger Hohls, unter Mitarb. von Tilo Köhn u.a., Köln 2000 (Historical Social Research. Supplement, 12), [431 S., Ill.; graph. Darstellg., kart., 20,– DM].

Die folgende Besprechung hier vorzufinden, mag manchen Hofes- und Residenzenforscher erstaunen. Aber die Kommission bemüht sich, in Arbeit und Auftreten mit der Zeit Schritt zu halten. Dr. Wettlaufer sieht zu Recht darin eine besondere Aufgabe, für die er sich auch persönlich engagiert - zum Nutzen all derjenigen, die an unserem Handbuch beteiligt sind oder sich darüber informieren wollen. Hier zur Erinnerung noch einmal die Adresse: [http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de]. W.P."

Bei dem vorliegenden Band handelt es sich nicht um eine Einführung in bestimmte, für Historiker relevante Software oder das Internet, sondern vielmehr um ein "praktisches Arbeitsbuch für Studierende und Nachwuchswissenschaftler in Fragen des Computereinsatzes in den Geschichtswissenschaften", so Bärbel Biste und Rüdiger Hohls in ihrer Einführung zum Sammelband zu Fachinformatik und EDV-Arbeitstechniken für Historiker. Dieser Einführung fast kommentarlos vorangestellt ist der Ausschnitt eines Interviews, das 1999 mit Johannes Fried zum Thema Computereinsatz in den Geschichtswissenschaften geführt wurde. Befragt zu seiner Einschätzung der Relevanz von Computereinsatz in den Geisteswissenschaften verweist Fried auf den seiner Meinung nach geringen Nutzen, der dem Aufwand einer Bearbeitung historischer Quellen mit EDV gegenüberstehe. Von Hand, so Fried, gehe da vieles einfach schneller.

Die Herausgeber wollen das "unkommentiert einfach mal so stehen lassen". Aber es ist sicher kein Zufall, daß sie Ihrem "Arbeitsbuch" dieses Interview vorangestellt haben, sondern vielmehr symptomatisch für die derzeitige Situation in der Geschichtswissenschaft, in der es einen "Generationenkonflikt" um den Einsatz von EDV für Forschung und Lehre zu geben scheint. Biste und Hohls wollen auf diesen Konflikt hinweisen und zugleich die ältere Generation gar nicht mehr überzeugen oder gar bekehren. Sie richten sich direkt an die Nachwuchswissenschaftler, die tatsächlich weitaus weniger Bedenken hinsichtlich Relevanz und Effektivität moderner EDV in der Geschichtswissenschaft zu besitzen scheinen. Vielleicht spekulieren die Autoren darauf, daß sich die konservative Sichtweise ganz natürlich erledigt. Aber die unterschiedlichen Standpunkte der Forschergenerationen, die so einheitlich übrigens nicht nach Alter geschieden sind, weisen doch auf ein tiefer liegendes Problem der Hilfsmittel und Arbeitstechniken historischer Forschung hin, daß sich nicht einfach von selber erledigen wird. Tatsächlich besitzt der Mensch in seinem Gehirn bis heute immer noch den leistungsfähigsten und zugleich flexibelsten "Computer", den wir bis heute kennen. Jahrtausendelang gab es zu diesem keine Alternative, und auch heute hat sich daran prinzipiell nichts geändert. Diesen zu trainieren und zur Lösung von Problemen oder Fragestellungen zu benutzen, ist vornehmstes Ziel aller Gelehrsamkeit, auch der historischen. Daran hat auch der Siegeszug der Computer in der Texterstellung, Textanalyse und dem Informationsmanagement grundsätzlich nichts geändert. Geändert hat sich aber die alltägliche Arbeit der Historiker. Während früher Bleistift, Papier und Füllfederhalter sowie die unermüdliche Suche nach Informationen in gedruckten Büchern das Tagewerk vieler Kollegen bestimmte, so dominieren heute die Maus, die Tastatur und der Monitor den Arbeitsalltag. Email und Internet sind alltägliche Mittel der Kommunikation und des Informationsaustausches geworden und die Realitäten zu verleugnen hieße, sich im wahrsten Sinne des Wortes anachronistisch zu verhalten. Was aber hindert so viele der älteren und auch manch jungen Kollegen, die Angebote der neuen Technik zu ergreifen?

Wer sich durch die gut 430 Seiten des hier vorzustellenden Arbeitsbuches gekämpft hat, weiß die Antwort auf diese Frage. Die neue Technik ist alles andere als trivial, und so anstrengend das Erlernen von Paläographie und anderen Hilfswissenschaften den Studenten im Proseminar fällt, so schwierig mag den älteren Kollegen die Funktionsweise und der Aufbau eines Computers erscheinen. Außerdem ist sie extrem schnellebig, verändert dauernd ihr Gesicht und was heute gelernt wurde, ist morgen vielleicht schon wieder veraltet und damit möglicherweise obsolet. Dabei ist alles im Prinzip so einfach, ja geradezu simpel: die digitale Welt besteht aus lauter Nullen und Einsen, und aus diesen binären Bausteinen entsteht heute die bunte Welt des Internet mit seinen vielen Bibliotheksportalen, virtuellen Museen, digitalen Bibliotheken, Quellensammlungen usw. usf. Wie wollen die Herausgeber uns diese nun näher bringen?

Das Buch gliedert sich in vier Kapitel: (1) EDV und Geschichtswissenschaften, (2) Grundlagen der Datenverarbeitung, (3) Applikationen und schließlich (4) EDV-Einsatz – Ausgewählte Projekte und Perspektiven. Damit beschreiten die Herausgeber einen pragmatischen Weg, der hier in jedem Fall auch der richtige ist. Ausgegangen wird von der heutigen, aktuellen Relevanz der EDV für die Geschichtswissenschaften. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Computers werden die unterschiedlichen Arbeitsfelder beleuchtet, in denen der Computer eine Rolle spielt. Grundsätzlich versucht der Band die gesamte Breite historischer Wissenschaften abzudecken, indem er auch Ur- und Frühgeschichte sowie Historische Hilfswissenschaften einbezieht. Außerdem wird auf die Einsatzmöglichkeiten des Computers in Forschung und Lehre sowie in der Literaturrecherche, vielleicht neben der Funktion als Schreibmaschine die zur Zeit wichtigste fachspezifische Anwendung des Computers überhaupt, eingegangen. Damit bietet das erste Kapitel zusammen mit dem letzten die eigentliche Fachinformatik. Dargeboten werden die Informationen in einzelnen Unterkapiteln, für die einzelne Autoren verantwortlich zeichnen. Dabei handelt es sich um 19 Fachleute für die jeweils spezifischen Fragestellungen, so daß in dem Sammelband ein Repertorium der vor allem jüngeren Generation Historischer Fachinformatiker entstanden ist. Schwerpunkte sind Berlin und Köln. Die älteren Vorreiter der Fachinformatik, wie etwa Manfred Thaller und seine Datenbank kleio, fehlen. Doch dieser Mut zur Lücke ist nur konsequent in einem Konzept, das sich vor allem an die jüngeren Wissenschaftler wendet und Anwendungen sowie Programme vorstellen will, die aktuelle Relevanz in Forschung und Lehre besitzen.

Im Vordergrund des ersten Kapitels stehen die fachspezifischen Ressourcen für Historiker, die heute durch das Internet oder auf optischen Speichermedien (CD-ROM/ DVD) bereitgestellt werden. Einen großen Umfang nimmt die Darstellung von Bibliotheken, Bibliotheksverbünden und sog. OPACs ein. Obwohl die Angaben naturgemäß schnell veralten, ist hier eine nützliche Übersicht zusammengetragen worden, die noch durch den elektronischen Anhang, der unter der Adresse http://www.geschichte.hu-berlin.de/EDV-Buch/ bereit steht, ergänzt wird. Dem Kapitel vorangestellt ist eine kurze Geschichte des Computers und seiner Nutzbarmachung in den Geschichtswissenschaften – ein Einstieg in das Problem, das gerade für Historiker nahezu zwingend erscheint. Doch ist es gut, sich zu Beginn einmal zu vergewissern, wie jung, geradezu "taufrisch" der Einsatz von Computern in der Geschichtswissenschaft tatsächlich ist. Ende der sechziger Jahre wurden Computer zuerst für quantifizierende Methoden eingesetzt und erst in den neunziger Jahren hat sich der PC zum allgemein akzeptierten Arbeitsinstrument zur Texterstellung in den Universitäten etabliert.

Das zweite Kapitel führt in die Grundlagen der Datenverarbeitung ein. Die dort versammelten Beiträge beschäftigen sich mit dem PC-Basiswissen, den Grundlagen von Computervernetzung und schließlich dem Internet. Dieser Schnellkurs in Computertechnik auf 50 Seiten soll den Lesern, für die Computer nur graue Kästen sind, die unheimliche Mächte bergen, einige Grundbegriffe vermitteln und einen rationaleren Umgang mit der Technik ermöglichen. Hilfreich und praktisch ist eine Tabelle mit unterschiedlichen Daten/Dateiformaten, die auf Windows PCs vorkommen können. Überhaupt beschränkt sich das Arbeitsbuch in der Hauptsache auf die Darstellung von Hard- und Software des sog. Wintel-Kartells. Doch diese Einschränkung ist aufgrund der aktuellen Marktsituation gerechtfertigt und wird zudem in der Einleitung des Arbeitsbuchs unter "Desiderate und Ausgeklammertes" glaubwürdig begründet. Allerdings wäre eine stärkere Berücksichtigung von Linux als kostenfreies Betriebssystem sinnvoll und angemessen gewesen, da dieses gerade in der universitären Welt in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gefunden hat und eine wirkliche Alternative zu den verschiedenen Windowsversionen von Microsoft darstellt.

Die unterschiedlichen Applikationen, die auf einem Computer verwendet werden können, stehen im Mittelpunkt des dritten Kapitels. Hier wird in die Abfassung einer wissenschaftlichen Hausarbeit eingeführt und auch die Arbeit mit unterschiedlichen Programmen, wie z.B. der weit verbreiteten Textverarbeitung Microsoft Word erläutert. Besonders die Einführung in die für Geisteswissenschaftler relevanten Funktion dieser Standardanwendungen (Formatvorlagen, Querverweise, Automatische Gliederung etc.) ist zu begrüßen, da es häufig bei ‚Laien‘ an den entsprechenden Kenntnissen mangelt. Für ambitionierte bzw. fortgeschrittene Benutzer sind die Einführungen in Beschreibungs- und Scriptsprachen (HTML, XML, Latex, Perl, Javascript) gedacht, die einen erste Einordnung der jeweiligen Technologie und ihrer Anwendung ermöglicht. Weitere Schwerpunkte des Kapitels sind die quantitative Datenanalyse mit Tabellenkalkulationsprogrammen sowie die Einführung in Datenbankanwendungen. Darunter fällt auch die Vorstellung von Literaturverwaltungen und Volltext-Datenbanken wie Lidos, Endnote oder AskSam. Für den fortgeschrittenen Anwender wiederum sind Abschnitte über relationale Datenbanken sowie deren Anbindung an das Internet über einen Webserver gedacht. Schließlich bietet das Kapitel auch einen Einblick in Grafik, Präsentation und Multimedia auf dem PC. Den Herausgebern ist mit der getroffenen Auswahl aus der inzwischen fast unendlichen Vielfalt von Programmen, die für den Einsatz in der geisteswissenschaftlichen Forschung und Lehre relevant sein können, ein repräsentativer Querschnitt gelungen.

Im vierten und letzten Kapitel werden anhand ausgewählter Projekte die Perspektiven und Horizonte der Verwendung von EDV in der Geschichtswissenschaft aufgezeigt. Bemerkenswert sind z.B. die Möglichkeiten, die Geographische Informationssysteme (GIS) nicht nur für die Historische Geographie bieten. Karten sind seit jeher ein wichtiges Hilfsmittel in den Geschichtswissenschaften zur Darstellung unterschiedlichster Sachverhalte, die ja zumeist nicht nur eine zeitliche, sondern auch eine räumliche Dimension besitzen. Es ist somit sehr zu begrüßen, daß die Autoren einen Stab für dieses nützliche Hilfsmittel zu brechen versuchen, indem sie im ersten Teil des Kapitels GIS als Werkzeug für Historiker vorstellen. Des weiteren wird eine typische Datenbankanwendung im Bereich der Aufarbeitung eines Unternehmensarchivs beispielhaft präsentiert.

Noch konkreter werden die abschließenden Beispiele, die wiederum GIS (in der Ur- und Frühgeschichte) und die Produktion einer multimedialen CD-ROM sowie eines Internetangebots mit historischer Thematik behandeln. Mit diesen Projektskizzen soll das breite Einsatzspektrum EDV-gestützter Arbeitstechniken in den Geschichtswissenschaften illustriert, aber auch eine Vorstellung von Art und Umfang der Anforderungen an zukünftige ‚Computerhistoriker‘ vermittelt werden.

In der Summe ist das vorliegende Arbeitsbuch eine gelungene und nützliche Einführung in die Benutzung des Computers als Arbeitsmittel. Verzeichnisse am Ende runden das Buch ab. Auf einen Sachindex konnte zurecht aufgrund des detaillierten Inhaltsverzeichnisses verzichtet werden. Inzwischen gibt es eine Anzahl von Einführungswerken in die EDV und auch spezieller das Internet für Historiker und Geisteswissenschaftler. Zuletzt ist das Internet-Handbuch Geschichte, hg. von Stuart Jenks und Stephanie Marra, erschienen. Die Aufnahme solcher Titel in Reihen wie UTB zeigt den Bedarf, der derzeit unter Studenten wie auch Dozenten und Forschern an konkreten Hilfsmitteln im Umgang mit den neuen Technologien vorhanden ist. Es wäre der Einführung von Bärbel Biste und Rüdiger Hohls zu wünschen, daß sie einen möglichst großen Rezipientenkreis findet – nicht nur unter Studenten und den Historikern der jüngeren Generation.

Jörg Wettlaufer

Neuerscheinungen

Adel in der Stadt, hg. vom Österreichischen Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung, vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Stadtgeschichtsforschung in Zusammenarbeit mit dem Wiener Stadt- und Landesarchiv (Magistratsabteilung 8) und dem Verein für Geschichte der Stadt Wien, Red.: S. C. Pils, Wien 2001 (Pro Civitate Austriae. Informationen zur Stadtgeschichtsforschung in Österreich, N.F. 6).

Enthält u.a. folgende Beiträge:

Pfeifer, G.: "Neuer" Adel im Bozen des 14. Jahrhunderts: Botsch von Florenz und Niklaus Vintler, S. 3-23; Weigl, H.: Preuhafen und Milchtopf. Die Ritter von Steyr und die Bürgergemeinde, S. 24-66; Wiesflecker, P.: "Der Weg aus der Stadt ..." Bemerkungen zur städtischen Gesellschaft in der Steiermark und in Kärnten an der Wende vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit am Beispiel geadelter Bürgerfamilien, S. 67-78; Rafetseder, H.: Österreichische Städtebibliographie 2000. Eine Auswahl des Schrifttums zur Geschichte der österreichischen Städte (mit Nachträgen), S. 79-104.

Akkulturation und Selbstbehauptung. Studien zur Entwicklungsgeschichte der Lande zwischen Elbe/Saale und Oder im späten Mittelalter, hg. von P. Moraw, Berlin 2001 (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Berichte und Abhandlungen, Sonderbände, 6) [Akademieverlag, 446 S., Abb., 6 Farb- u. 2 sw-Bildtafeln, geb., 146,30 DM].

Altwasser, E., Hopf, U., Strickhausen, G.: Die drei Gleichen. Zeichnungen: E. Altwasser. Fotos: E. Altwasser u.a., Regensburg 2001 (Burgen, Schlösser und Wehrbauten in Mitteleuropa, 7) [Schnell & Steiner, 64 S., 60 farb. und 20 sw-Abb., geheftet, 13,– DM].

L’artiste et le commanditaire aux derniers siècles du Moyen Âge, hg. von F. Joubert, Paris 2001 (Cultures et civilisations médiévales, 25) [Presses de l’Université de Paris-Sorbonne, 316 S., Ill. 215,15 FF/32,80 Euro].

Enthält u.a. folgende Beiträge:

Joubert, F.: Introduction: "Selon la devise et portraiture …": de l’idée d’une śuvre à sa réalisation; Cassagnes-Brouquet, S.: Les peintres et la politique: l’exemple de la Bourgogne des ducs Valois; Charron, P.: Quelques bibliophiles de la cour de Bourgogne et le maître du Champion des dames (ca. 1465-1475); Hérold, M.: La commande artistique à la cour des ducs René II et Antoine de Lorraine (1473-1544): une politique raisonnée.

Astington, J.: English Court Theatre 1558-1642, London 2000 [Cambridge University Press, 239 S., 37,50 Ł].

Aufriß der Historischen Wissenschaften, hg. von M. Maurer. Bd. 2: Räume, Leipzig [Dezember] 2001 [Reclam, 480 S., 22,– DM]; Bd. 4: Quellen, Leipzig [Februar] 2002 [Reclam, 480 S., 22,– DM].

Bd. 4: Quellen wird u.a. folgenden Beitrag enthalten:

Halm, C., Hirschbiegel, J.: Reiseberichte, ethnographische und geographische Schriften, S. 125-138.

Ausgewählte Aufsätze von Hans Patze, hg. von P. Johanek, E. Schubert und M. Werner, Stuttgart 2001 (Vorträge und Forschungen, 50) [Thorbecke, 850 S., 11 Abb., 3 Karten, Ln., 148,– DM]. – Der Band vereint 22 Aufsätze des Mediävisten, Landes- und Verfassungshistorikers Hans Patze (1919-1995). Das Themenspektrum reicht von übergreifenden, grundsätzlichen Beiträgen zur aktuellen Situation der Landesgeschichtsforschung über Einzeluntersuchungen zu zentralen Themen der sächsischen, thüringischen, hessischen und niedersächsischen Landesgeschichte des Mittelalters bis hin zu Patzes wegweisenden Studien zur Reichsgeschichte, den großen Dynastien und den landesherrlichen Residenzen im Spätmittelalter. Es umfaßt daneben auch einige forschungsgeschichtlich aufschlußreiche biographische und autobiographische Texte. Neben der beeindruckenden thematischen Weite macht die Aufsatzsammlung die imponierende methodische Vielfalt deutlich, die den landesgeschichtlichen Ansatz Hans Patzes auszeichnete, und zeigt zugleich, welche entscheidenden Neuanstöße von den Arbeiten Patzes für die deutsche und internationale Mediävistik etwa im Bereich der Erforschung adeliger Traditionsbildung, der spätmittelalterlichen Historiographie, der Konstituierung spätmittelalterlicher Fürstenherrschaft oder der Entstehung der spätmittelalterlichen fürstlichen Residenzen ausgingen [Text: Novitätenkatalog Thorbecke 1/2001, S. 5].

Aus dem Inhalt:

ALLGEMEINES

Probleme der Landesgeschichte in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Festvortrag anläßlich des 30jährigen Bestehens des Instituts für bayerische Geschichte an der Universität München am 25. November 1977; Die Herrschaftspraxis der deutschen Landesherren während des späten Mittelalters; Adel und Stifterchronik, Frühformen territorialer Geschichtsschreibung im hochmittelalterlichen Reich; Landesherrliche "Pensionäre".

SACHSEN - THÜRINGEN - HESSEN – NIEDERSACHSEN

Die Pegauer Annalen, die Königserhebung Wratislaws von Böhmen und die Anfänge der Stadt Pegau; Zur Chemnitzer Fälschung auf Friedrich II. zu 1226 April 30 Parma; Die topographische Entwicklung der Stadt Gotha im Mittelalter; Zum ältesten Rechtsbuch der Reichsstadt Mühlhausen in Thüringen; Erzbischof Gerhard 11. von Mainz und König Adolf von Nassau, Territorialpolitik und Finanzen; Zur Rechtsgeschichte des Klosters Walkenried; Bürgertum und Frömmigkeit im mittelalterlichen Braunschweig; (Mit Karl-Heinz Ahrens) Die Begründung des Herzogtums Braunschweig im Jahre 1235 und die "Braunschweigische Rheinchronik".

KAISER, DYNASTIEN, RESIDENZEN

Karl IV., Kaiser im Spätmittelalter; Die Wittelsbacher in der mittelalterlieben Geschichte Europas; Die Wettiner in der Geschichte des Reiches und Europas; Die Bildung der landesherrlichen Residenzen im Reich während des 14. Jahrhunderts; (Mit Gerhard Streich) Die landesherrlichen Residenzen im spätmittelalterlichen Reich.

BIOGRAPHISCHES

Willy Flach zum Gedächtnis; Kriegsende in Frankfurt. Persönliche Erinnerungen; Rückblick und Dank am 20.10.1984.

Schriftenverzeichnis Hans Patze.

Autenrieth, B.: Samuel Gerlach. Feldprediger, Hofprediger, Prälat (1609-1683). Ein schwäbischer Pfarrer zwischen Mecklenburg, Holstein, Danzig und Württemberg, Stuttgart 2001 (Schriftenreihe des Württembergischen Geschichts- und Altertumsvereins. Lebendige Vergangenheit, 21) [Kohlhammer, 120 S., Ln., 32,– DM].

Barber, R., Barker, J.: Die Geschichte des Turniers. Übers. aus dem Engl., Düsseldorf 2001 [Artemis & Winkler, 300 S., farb. Abb., geb., 58,– DM].

Barker, R.: Legitimating identities. The self-presentation of rulers and subjects, Cambridge 2001 [Cambridge University Press, 200 S., brosch, 13,95 Ł].

Barockmusikführer. Instrumentalmusik 1570 bis 1770, hg. von I. Allihn, Stuttgart 2001 [J. B. Metzler/Bärenreiter, 600 S., geb., 79,80 DM].

Bastl, B.: Die Bekleidung der Lebenden und der Toten. Memoria, soziale Identität und aristokratischer Habitus im frühneuzeitlichen Habsburgerreich, in: Wiener Geschichtsblätter 55 (2000) S. 102-123.

Baumgärtner, I., Schich, W.: Nordhessen im Mittelalter. Probleme von Identität und überregionaler Integration, Marburg 2001 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, 64) [Elwert, 300 S., geb., 72,– DM].

Bayern – Ungarn. Tausend Jahre. Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2001 im Oberhausmuseum Passau, hg. von W. Jahn u.a., Augsburg 2001 (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur, 43) [Haus der Bayerischen Geschichte, 407 S., zahlr. Abb., brosch, 26,– DM].

Becker, F., Reinhardt-Becker, E.: Systemtheorie. Eine Einführung für die Geschichts- und Kulturwissenschaften, Frankfurt am Main u.a. 2001 [Campus, 231 S., 31,– DM].

Begegnungen mit dem Mittelalter in Basel. Eine Vortragsreihe zur mediävistischen Forschung, hg. von S. Slanička, Basel 2000 (Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft, 171).

Aus dem Inhalt:

Meyer, W.: Tumult, Turnier und Trauerfeier. Bemerkungen zu den Beziehungen zwischen Basle und den Habsburgern im 13. und 14. Jahrhundert, S. 21-41; Groebner, V.: Großzügigkeit als politische Kommunikation. Geschenke in Basler Rechnungsbüchern des späten Mittelalters, S. 165-184.

Begriffsgeschichte – Diskursgeschichte – Metapherngeschichte, hg. von H. E. Bödeker, Göttingen 2001 (Göttinger Gespräche zur Geschichtswissenschaft, 14) [Wallstein, ca. 160 S., brosch., ca. 26,– DM].

Belzyt, L.: Die Ballungszentren Prag und Krakau im 14. Jahrhundert, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung 49 (2000) S. 475-494.

Bergh, G. C. J. J.: Die holländische elegante Schule. Ein Beitrag zur Geschichte von Humanismus und Rechtswissenschaft in den Niederlanden 1500-1800, Frankfurt am Main 2001 [Klostermann, 250 S., geb., 98,– DM].

Bernecker, W. L.: Spanische Geschichte. Vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. 2., erw. und akt. Aufl., München 2001 [Beck, 136 S., kart., 14,80 DM].

Bessin, P.: Der Regent als Architekt. Schloß Richmond und die Lustschloßbauten Braunschweig-Wolfenbüttels zwischen 1680 und 1780 als Paradigma fürstlicher Selbstdarstellung, Göttingen 2001 (Rekonstruktion der Künste, 5) [Vandenhoeck & Ruprecht, 360 S., 70 sw.-Abb., mit einer CD-ROM mit Inventaren, kart., ca. 168,– DM].

Bierende, E.: Lucas Cranach d. Ä. und der deutsche Humanismus. Tafelmalerei im Kontext von Rhetorik, Chroniken und Fürstenspiegeln, München 2001 [Deutscher Kunstverlag, 380 S., 110 Abb., brosch., 98,– DM].

Bildnis, Fürst und Territorium, hg. vom Thüringer Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt. Bearb. von A. Beyer unter Mitarb. von U. Schütte und L. Unbehaun, München u.a. 2000 (Rudolstädter Forschungen zur Residenzkultur, 2) [Deutscher Kunstverlag, 266 S., zahlr. sw-Abb., kart., 88,– DM].

Aus dem Inhalt:

Beyer, A.: Einleitung, S. 7-10; Müller, M.: Das irdische Territorium als Abbild eines himmlischen, S. 11-29; Eberle, M.: Rudolf IV. und seine Bildnisse in und an St. Stephan in Wien, S. 31-42; Patz, K.: Otium statt negotium? Bild und Bildnis weiblicher Herrschaft am Beispiel von Isabella d’Este, S. 43-57; Kiefer, M.: Mediceische Erinnerungsräume: Cosimo I. im Palazzo Vecchio, S. 59-87; Sennhauser, R.: "... uff der pfallentz in der obern stuben" Selbstdarstellung und Herrschaftsorganisation schweizerischer Abteien, S. 89-109; Popp, D.: Das Skulpturenprogramm des Schloßportals in Brieg/Schlesien (um 1550-1556), S. 111-125; Welzel, B.: Territorium als Bild am Körper – Der Panzerkragen Erzherzogs Albrechts mit der Schlacht von Ostende, S. 127-139; Heck, K.: Grabmonumente als soziale Raumbildung, S. 141-153; Rohrmüller, M.: Zur Bedeutung der Darstellung von Territorium im Porträt am Beispiel der Herrscherbildnisse im großen Saal des Residenzschlosses Friedenstein zu Gotha, S. 155-168; Renfer, C.: Staatlicher Souveränitätsanspruch in der Rathausikonographie – Der Zürcher Rathausneubau von 1692-1700, S. 169-187; Polleross, F.: Kaiser, König, Landesfürst: Habsburgische "Dreifaltigkeit" im Porträt, S. 189-218; Matsche, F.: Das sog. Vestibül in Schloß Weissenstein zu Pommersfelden: Ein "Ehrentempel" für Kurfürst und Reichserzkanzler Lothar Franz von Schönborn, S. 219-248; Kohle, H.: Hyacinthe Rigauds Porträt des Gaspard de Gueidan – Kunst und aristokratische Poöitik im Ancien Régime, S. 249-266.

Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198 bis 1448. Ein biographisches Lexikon, hg. von E. Gatz unter Mitarb. von C. Brodkorb, Berlin 2001 [Duncker & Humblot, 926 S., 1 Faltkarte, geb., 298,– DM].

Biskup, M.: Die herrschaftlichen Umzüge im Ordensland Preußen in den Jahren 1516 und 1518, in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 46 (2000) S. 113-138.

Das Bistum Augsburg 2. Die Benediktinerabtei Wessobrunn, bearb. von I. von Adrian-Werburg, Berlin u.a. 2001 (Germania sacra. N.F., 39) [de Gruyter, 613 S., 8 Tafeln, 6 Karten, 256,– DM].

Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg 6. Die Benediktinerabtei und das adelige Säkularkononikerstift St. Burkard in Würzburg, bearb. von A. Wendehorst, Berlin u.a. 2001 (Germania sacra. N.F., 40) [de Gruyter, 481 S., 40 Abb., 2 Karten, 236,– DM].

Die Bistümer der Kirchenprovinz Trier. Das Erzbistum Trier, 9. Das Säkularkanonikerstift St. Simeon/Trier, bearb. von F.-J. Heyen, Berlin u.a. 2001 (Germania sacra N. F., 41) [de Gruyter, 976 S., 51 Abb., 6 Karten, 396,– DM].

Bleisteiner, C. D.: Der Doppeladler von Kaiser und Reich im Mittelalter. Imagination und Realität, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 109 (2001) S. 4-52.

Boulton, J. D.: The knights of the crown. The monarchical orders of knighthood in later medieval Europe 1325-1520, Woodbridge [u.a.] 2000 [Boydell, 643 S. mit über 100 S. Appendices, Ill.].

Brinzing, A.: Kleinüberlieferung mehrstimmiger Musik vor 1550 in deutschem Sprachgebiet, II: Fragmente mit mehrstimmiger Musik des 16. Jahrhunderts im Fürstlich Ysenburg- und Büdingischen Archiv Büdingen, Göttingen 2001 (Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen I. Phil.-Hist. Kl., Jg. 2001, Nr. 1) [Vandenhoeck & Ruprecht, 58 S., 10 sw-Abb.].

Burg und Kirche zur Stauferzeit. Akten der 1. Landauer Staufertagung 1997, hg. von V. Herzner und J. Krüger, Regensburg 2001 [Schnell und Steiner, 298 S., Ill., kart., 79,80 DM].

Carlo Magno a Roma, hg. von M. Marotta, Rom 2001 [Retablo, 285 S., Ill., brosch, 85.000,– LIT/44,– Euro].

Carlos V. La náutica y la navegación, Barcelona 2001 [Lunwerg, 470 S., 291 Abb, Karten, 7.200,– PTA]

Carolus, Madrid 2001 [Museo Nacional del Prado, 576 S., 491 Abb, 9.600 PTA].

Cesati, F.: Die Medici. Geschichte einer europäischen Dynastie, Florenz 1999 [La Mandragora, 143 S., Abb.].

Chaney, E.: The Evolution of the Grand Tour. Anglo-Italian Culture Relatons since the Renaissance, Illford 2000 [Frank Cass, 432 S., paperback, 15,– Ł].

Châtelet-Lange, L.: Strasbourg en 1548. Le plan de Conrad Morant. Préface de F. Rapp, Straßburg 2001 [Presses Universitaires de Strasbourg, 163 S., Ill. und 1 beigelegte Karte].

Collins, H. E. L.: The Order of the Garter 1348-1461. Chivalry and politics in late medieval England, Oxford 2000 [Clarendon, 327 S., 45,– Ł].

Coquery, N.: L’espace du pouvoir. De la demeure privée à l’édifice public, Paris 1700-1790, Paris 2000 [Seli Arslan, 221 S., graph. Darst., kart.].

Coquet, M.: African Royal Court Art, Chicago 1998 [Chicago University, 182 S., 150 Abb., 55,– $].

The princely courts of Europe. Ritual, politics and culture under the Ancien Régime 1500-1750, hg. von J. Adamson, London 2000 [Seven Dials, 352 S., Ill., brosch, 16,99 Ł].

Daniel, U.: Kompendium Kulturgeschichte. Theorien, Praxis Schlüsselworte, Frankfurt am Main 2001 [Suhrkamp, 450 S., kart., 29,90 DM].

Dasler, C.: Forst- und Wildbann im frühen deutschen Reich. Die königlichen Privilegien für die Reichskirche vom 9. bis zum 12. Jahrhundert, Köln u.a. 2001 [Diss. Univ. Göttingen 1996] (Dissertationen zur mittelalterlichen Geschichte, 10) [Böhlau, 310 S., kart., ca. 79,80 DM].

Deutschland und Italien in ihren wechselseitigen Beziehungen während der Renaissance, hg. von B. Guthmüller, Wiesbaden 2000 (Wolfenbütteler Abhandlungen zur Renaissanceforschung, 19) [Harrassowitz, 394 S., 32 Abb., geb., 168,– DM].

Enthält u.a. folgende Beiträge:

Roeck, B.: Kulturtransfer im Zeitalter des Humanismus: Venedig und das Reich, S. 9ff.; Heimann, K.: Machiavelli und die "antica bontà" der Deutschen, S. 61ff.; Marx, B.: Künstleremigration und Kulturkonsum. Die Florentiner Kulturpolitik im 16. Jahrhundert und die Formierung Dresdens als Elbflorenz, S. 211ff.

Im Dienste Preußens. Wer erzog Prinzen zu Königen?, hg. von der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Berlin 2001 [Henschel, 224 S., 50 farb. und 70 sw-Abb., geb., 49,90 DM].

Dillon, J.: Theatre, Court and City, 1595-1610. Drama and Social Space in London, London 2000 [Cambridge University Pres, 197 S., 35,– Ł].

Donath, M.: Die Baugeschichte des Doms zu Meißen 1250-1400, Beucha 2000 [Sax-Verlag, 336 S., zahlr. Abb., 168,– DM].

Droste, H.: Habitus und Sprache. Kritische Anmerkungen zu Pierre Bourdieu, in: Zeitschrift für historische Forschung 28 (2001) S. 95-120.

Ehlers, J.: Grundlagen der europäischen Monarchie in Spätantike und Mittelalter, in: Majestas 8/9 (2000/2001), 49-80.

Espaces et voyageurs. Comptes rendus, in: Annales 56 (2001) S. 699-775.

Deutsche Erinnerungsorte, 3 Bde., hg. von E. Francois und H. Schulze, München 2001 [Beck, Bd. 1: 725 S., Ln., 68,– DM; Bd. 2: 739 S., Ln., 68,– DM; Bd. 3: 760 S., Ln., 68,– DM].

Ewig, E.: Die Merowinger und das Frankenreich. Mit Literaturnachträgen von U. Nonn. 4., ergänzte Auflage, Stuttgart 2001 [Kohlhammer, 268 S., kart., 32,– DM].

Exil, Fremdheit und Ausgrenzung in Mittelalter und früher Neuzeit, hg. von A. Bihrer, Würzburg 2000 (Identitäten und Alteritäten, 4) [Ergon-Verlag, 320 S., brosch., 58,– DM].

Fachinformation und EDV-Arbeitstechniken für Historiker. Einführung und Arbeitsbuch, hg. von Bärbel Biste und Rüdiger Hohls, unter Mitarb. von Tilo Köhn u.a., Köln 2000 (Historical Social Research. Supplement, 12), [431 S., Ill.; graph. Darstellg., kart., 20,– DM].

La fiesta en la Europa de Carlos V., Madrid 2001 [Museo Nacional del Prado, 492 S., 220 Abb., 7.200,– PTA].

Formen internationaler Beziehungen in der Frühen Neuzeit. Frankreich und das Alte Reich im europäischen Staatensystem. Festschrift für Klaus Malettke, hg. von S. Externbrink, Berlin 2001 (Historische Forschungen, 71) [Duncker & Humblot, 550 S., brosch., 124,– DM].

Formen und Funktionen öffentlicher Kommunikation im Mittelalter, hg. von G. Althoff, Stuttgart 2001 (Vorträge und Forschungen, 51) [Thorbecke, 494 S., 4 Abb., Ln., 118,– DM]. – Die Thematik wird sowohl anhand von Fallstudien als auch in systematisierenden Beiträgen für das Früh-, Hoch- und Spätmittelalter aufgegriffen. Im Zentrum der Betrachtung stehen dabei die verschiedensten Felder öffentlicher Kommunikation. Beschreibungen einschlägiger Interaktionen in Historiographie und Literatur sind ebenso berücksichtigt wie modernere Medien der Kommunikation. Mit der Frage nach den Formen und Funktionen öffentlicher Kommunikation betreten die Verfasser der Beiträge in der historischen Mediävistik relatives Neuland. Das Mittelalter hat indes eine Kultur der Inszenierung, der "Performance" entwickelt, die modernen Menschen fremd ist und die sie eher negativ bewerten. Es gilt also zunächst zu verstehen, welche Leistung diese Kommunikation mittels Gesten, Gebärden und Ritualen erbrachte, die im Mittelalter weit vor dem verbalen Diskurs die öffentliche Kommunikation bestimmte. Es gab ein Arsenal von Zeichen für Über- wie für Unterordnung oder auch für Gleichrangigkeit. Dergestalt rituelle Kommunikation bewirkte eine stete Selbstvergewisserung der Beteiligten über ihre Beziehungen; sie begründete aber auch die Verpflichtung, sich dem Gezeigten gemäß zu verhalten, und trug so nicht unwesentlich zur Stabilisierung der Ordnungen bei. Zur Signalfunktion, die solch demonstratives Verhalten hatte, trat also eine Kontrollfunktion der Öffentlichkeit, die die Einhaltung des Gezeigten erwartete. Diese Öffentlichkeit rekrutierte sich aus den Mitgliedern der Führungsschichten selbst sowie aus ihren Vasallen und Gefolgsleuten. Insofern unterscheidet sie sich von dem, was wir unter moderner Öffentlichkeit verstehen, nicht unerheblich [Text: Novitätenkatalog Thorbecke 1/2001, S. 6].

Aus dem Inhalt:

Althoff, G.: Zur Einführung.

ÖFFENTLICHE KOMMUNIKATION IM FRÜH- UND HOCHMITTELALTER

Epp, V.: Rituale frühmittelalterlicher amicitia; Becher, M.: Cum lacrimis et gemitu. Vom Weinen der Sieger und Besiegten im frühen und hohen Mittelalter; Schreiner, K.: Nudis pedibus, Barfüßigkeit als religiöses und politisches Ritual; Kamp, H.: Die Macht der Zeichen und Gesten. Öffentliches Verhalten bei Dudo von Saint-Quentin; Althoff, G.: Die Veränderbarkeit von Ritualen im Mittelalter; Görich, K.: Geld und honor. Friedrich Barbarossa in Italien; Reuter, T.: Velle sibi fieri in forma hac. Symbolisches Handeln im Becketstreit; Rieger, D.: "E trait sos meillors omes ab un consel". Emotion, Inszenierung und feudales "consilium" im Girart de Rousillon.

ÖFFENTLICHE KOMMUNIKATION IM SPÄTMITTELALTER

Wenzel, H.: Öffentliches und nichtöffentliches Herrschaftshandeln; Spiess, K.-H.: Kommunikationsformen im Hochadel und am Königshof im Spätmittelalter; Paravicini, W.: Die zwölf "Magnificences" Karls des Kühnen; Mertens, D.: Klosterreform als Kommunikationsereignis; Studt, B.: Legationen als Instrumente päpstlicher Reform- und Kreuzzugspropaganda im 15. Jahrhundert.

ZUSAMMENFASSUNG

I. Zotz, T.; II. Johanek, P.

Förster, S.: Die Geschichte der Stadt Meißen im Spiegel von Ereignisbildern. Eine bildkundliche Betrachtung, Marburg 2001 (Meißner Beiträge zur Bauforschung, 3) [Jonas Verlag, 118 S., 72 Abb., geb., 38,– DM].

Franke, B.: Herrscher über Himmel und Erde. Alexander der Große und die Herzöge von Burgund, in: Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft 27 (2000) S. 121-169.

Das Fräulein und die Renaissance. Maria von Jever 1500-1575. Herrschaft und Kultur in einer friesischen Residenz des 16. Jahrhunderts, hg. von A. Sander, Oldenburg 2000 (Kataloge und Schriften des Schlossmuseums Jever, 23) [Isensee, 306 S., 13 farb. und 60 sw-Abb., 35,– DM].

Freytag, H., Harms, W., Schilling, M. in Verbindung mit W. Carl und D. Lafrenz: Gesprächskultur des Barock. Die Embleme im Herrenhaus Ludwigsburg bei Eckernförde, Kiel 2001 [Ludwig, 136 S., 170 farb. Abb., 39,– DM].

Friedrich, K.: Festive Culure in Germany and Europe from the Sixteenth to the Twentieth Century, Ceredigion 2000 [Edwin Mellen, 396 S., 59,95 Ł].

Garnier, C.: Amicus amicis, inimicus inimicis. Politische Freundschaft und fürstliche Netzwerke im 13. Jahrhundert, Stuttgart 2000 [Diss. Univ. Gießen 1998] (Monographien zur Geschichte des Mittelalters, 46) [Hiersemann, 375 S., 220,– DM].

Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte. 10., völlig neu bearb. Aufl., 24 Bd.e, hg. von A. Haverkamp, W. Reinhard, J. Kocka und W. Benz. – Erschienen: Bd. 9: Reinhard, W.: Probleme deutscher Geschichte 1495-1806 – Reichsreform und Reformation 1495-1555 [435 S., 78,50 DM]. Bd. 10: Lanzinner, M.: Konfessionelles Zeitalter 1555-1618; Schormann, G.: Dreißigjähriger Krieg 1618-1648 [370 S., 78,50 DM], alle Bd.e Stuttgart 2001 [Klett-Cotta].

Görich, K.: Die Ehre Friedrich Barbarossas. Kommunikation, Konflikt und politisches Handeln im 12. Jahrhundert, Darmstadt 2001 [Habil.-Schr. Univ. Tübingen 2000] (Symbolische Kommunikation in der Vormoderne) [WBG, 638 S., Ln., 128,– DM].

Grossmann, G. U.: Burg Ranis. Zeichnungen: A. Zezula. Fotos: G. U. Grossmann, C. Beyer, Regensburg 2001 (Burgen, Schlösser und Wehrbauten in Mitteleuropa, 8) [Schnell & Steiner, 32 S., 30 farb. und 10 sw-Abb., geb., 13,– DM].

Günzel, K.: Das Weimarer Fürstenhaus. Eine Dynastie schreibt Kulturgeschichte, Köln u.a. 2001 [Böhlau, 223 S., 40 sw-Abb., geb., 48,– DM].

Haensch, R.: Capita provinciarum. Statthaltersitze und Provinzialverwaltung in der Römischen Kaiserzeit, Mainz 1997 (Kölner Forschungen, 7) [Zabern, 863 S., 2 Karten, Leinen, 228,– DM].

Häffner, H.-H., Grossmann, G. U.: Neues Schloß Ingolstadt. Zeichnungen: A. Zezula. Fotos: R. von Götz u.a., Regensburg 2001 (Burgen, Schlösser und Wehrbauten in Mitteleuropa, 9) [Schnell & Steiner, 64 S., 60 farb. und 20 sw-Abb., geheftet, 13,– DM].

Haran, A. Y.: Le lys et globe. Messianisme dynastique et rêve impérial en France aux XVIe et XVIIe siècles, Seyssel 2000 [Champ Vallon, 384 S., 175,– FF].

Hartmann, P. C.: Kulturgeschichte des Heiligen Römischen Reiches 1648 bis 1806, Köln u.a. 2001 [Böhlau, 320 S., zahlr. farb. Abb., 200 sw-Abb., geb., 88,– DM].

Hecht, M.: Landesherrschaft im Spiegel der Heraldik: Das große Wappen des Fürstentums Anhalt in der frühen Neuzeit, in: Sachsen und Anhalt 22 (1999/2000) S. 267-288.

Heckmann, M.-L.: Das Doppelkönigtum Friedrichs des Schönen und Ludwigs des Bayern (1325-27). Vertrag, Vollzug und Deutung im 14. Jahrhundert, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 109 (2001) S. 53-81.

Heissler, S.: Herrschaftsbeziehungen auf engem Raum. Zum Verhältnis zwischen österreichischer Statthalterin und der Stadt Brüssel am Beispiel der Hochzeitsfeierlichkeiten für Maria Theresia und Franz Stephan 1736, in: Stadt und Land. Bilder, Inszenierungen und Visionen in Geschichte und Gegenwart. Wolfgang von Hippel zum 65. Geburtstag, hg. von S. Schraut und B. Stier, Stuttgart 2001 (Veröffentlichungen der Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Reihe B: Forschungen, 147), S. 89-99.

Held, W.: Der Adel und August der Starke. Konflikt und Konfliktaustrag zwischen 1694 und 1707 in Kursachsen, Köln u.a. 1999 [Böhlau, 10 sw-Abb., brosch., 68,– DM].

Held, W.: Zwischen Hoffnung und Desaster. Die Möglichkeiten und Grenzen der Grafen Wilhelm IV. und Georg Ernst von Henneberg-Schleusingen im 16. Jahrhundert bei der Erhaltung des Fürstentums, in: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte 54 (2000) S. 159-187.

Hengerer, M.: Court and Communication: integrating the nobility at the imperial court (1620-55), in: The Court Historian 5,3 (2000) S. 223-229.

Die Herkunft der Brandenburger. Sozial- und mentalitätsgeschichtliche Beiträge zur Bevölkerung Brandenburgs vom hohen Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert, hg. von K. Neitmann u.a., Potsdam 2001 (Brandenburgische Historische Studien, 8; Arbeiten des Uckermärkischen Geschichtsvereins zu Prenzlau, 4) [Verlag für Berlin-Brandenburg, 159 S., geb., 39,– DM].

Hermann, O.: Lothar III. und sein Wirkungsbereich. Räumliche Bezüge königlichen Handelns im hochmittelalterlichen Reich (1125-1137), Bochum 2000 (Europa in der Geschichte. Schriften zur Entwicklung des modernen Europa, 5) [Winkler, 483 S., Abb., Karten, Tafeln, 155,– DM].

Herrschaft und Kirche im Mittelalter. Gedenksymposium zum ersten Todestag von Norbert Kamp, hg. von der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Braunschweig, Braunschweig 2001.

Enthält u.a. folgende Beiträge:

Schneidmüller, B.: Welfentode, fürstliches Sterben im Hochmittelalter, S. 13-26; Schwarz, B.: Kommunikationsprobleme zwischen päpstlicher Kurie und Norddeutschland im späten Mittelalter (1200-1500), S. 27-30; Ehlers, J.: Selbstheiligung. Legitimationsstrategien der französischen Monarchie im 13. und 14. Jahrhundert, S. 35-45; Märtl, C.: Der Papsthof im 15. Jahrhundert. Humanistische Kochkunst und kuriale Ernährungsgewohnheiten um die Mitte des 15. Jhs., S. 47-70.

Die Herrscher Bayerns. 25 historische Portraits von Tassilo bis Ludwig III., hg. von A. Schmid und K. Weigand, München 2001 [Beck, 460 S., Karten u. Stammbäume, Ln., 49,80 DM].

Herzog Albrecht der Beherzte (1443-1500). Ein sächsischer Fürst im Reich und in Europa, hg. von A. Thieme, Köln u.a. 2001 (Quellen und Materialien zur Geschichte der Wettiner, 2) [Böhlau, 304 S., 21 sw-Abb., geb., 59,80 DM].

Hiérarchies et services au Moyen Âge, Aix-en-Provence 2001 [Université de Provence, 314 S., 180 FF].

Aus dem Inhalt:

Autrand, F.: Monseigneur veut que ses gens deviennent riches: les parvenus dans l’entourage du duc de Berry (XIVe-XVe s.); Carozzi, C.: Hiérachie angélique et tripartition fonctionnelle chez Grégoire le Grand; Contamine, P. Les XII Pairs de France: mythe et réalité; Hartmann, W.: L’évêque comme juge: sur la pratique du tribunal épiscopal en France du Xème au XIIème siècle; Iancu, D.: Hiérarchie au sein de la communauté juive provençale à la fin du Moyen Age; Jansen, P.: Offices et services de la commune et du prince en Italie XIIIe-XVe siècles; Le Blevec, D.: Service et hiérarchie dans l’ordre des Chartreux; Paul, J.: Savoir et hiérarchie chez les Frères Prêcheurs; Stouff, L.: Esclaves et domestiques à Arles à la fin du Moyen Age; Tavianu-Carozzi, H.: Ordre et hiérarchie dans la compagnie des vivants et des morts: le De Miraculis de Pierre le Vénérable; Terrade, L.: Hiérarchie des perfections, service et justification: l'image de l'évêque dans l’hagiographie latine des Vème-VIIème siècles; Vauchez, A.: Un réformateur religieux dans la France de Charles VI: Jean de Varennes († 1396); Verger, J.: Rapports hiérarchiques et amicitia au sein des populations universitaires médiévales.

Hochner, N.: Louis XII and the porcupine: transformation of a royal emblem, in: Renaissance Studies 15 (2001) S. 17-36. – Siehe auch oben S. *ff.

Der berühmteste Hof Europas: Das Machtzentrum des burgundischen Staates im 15. Jahrhundert, in: Eine Welt – Eine Geschichte? 43. Deutscher Historikertag in Aachen. 26. bis 29. September 2000, Berichtsband, hg. im Auftrag des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. von M. Kerner, München 2001, S. 129-136.

Enthält folgende Beiträge:

Paravicini, W.: Überreiche Quellen, viele Fragen, wenig Antworten. Der Stand der Forschungen zum Hof der Herzöge von Burgund, S. 129f.; Brand, H.: Gagen, Venalität und Geschenkaustausch; Bemerkungen zur Bestallung und Bezahlung der Amtsträger in den Hôtels Philipps des Guten und seiner Verwandten, S. 131; Kruse, H.: Der burgundische Hof als soziales Netz, S. 132; Damen, M.: Linking Court and Counties. The Governors and Stadtholders of Holland and Zeeland in the Fifteenth Century, S. 132f.; Dumolyn, J.: La cour des ducs de Bourgogne, centre névralgique des réseaux politiques flamands?, S. 133-135; Greve, A.: Burgund: Wirklich der berühmteste Hof?, S. 135f.

Hruschka, C.: Kriegsführung und Geschichtsschreibung im Spätmittelalter. Eine Untersuchung zur Chronistik des 15. Jahrhunderts, Köln u.a. 2001 (Kollektive Einstellungen und sozialer Wandel im Mittelalter, 5) [Böhlau, 464 S., brosch., 99,80 DM].

Hufton, O.: Reflections on the Role of Women in the Early Modern Court, in: The Court Historian 5 (2000) S. 1-13.

Internet-Handbuch Geschichte, hg. von S. Jenks und S. Marra, Köln u.a. 2001 [Böhlau, 500 S., brosch., 39,80 DM].

Italia et Germania. Liber Amicorum Arnold Esch, hg. von H. Keller, W. Paravicini und W. Schieder, Tübingen 2001 [Niemeyer, 621 S., Ln., 284,– DM].

Aus dem Inhalt:

Keller, H., Paravicini, W., Schieder, W.: Vorwort.

DER HISTORIKER UND DIE GEGENWART

Bergier, J.-F.: Les surprises d’un médiéviste en histoire contemporaine; Petersen, J.: Italien auf der Suche nach seiner Identität; Fuhrmann, H.: "Die unabhängigen Bande unserer schönen Gelehrtenrepublik." Ein deutscher Freundskreis in Rom während der Revolutionszeit 1848/49; Herde, P.: Wolfgang Hagemann als Zeitzeuge und Zeuge im Kesselring-Prozeß (25. April 1947); Schiera, P.: Dal bencomune alla pubblica felicità. Appunti per una storia delle dottrine.

ROM UND DIE PÄPSTE

Arnaldi, G.: Gregorio Magno e le difficoltà inerenti all’esercizio del potere temporale; Fonseca, C. D.: Gli "Excerpta Gregorii" nelle sillogi canonicali dei secoli XI e XII; Keller, H.: Oddo Imperator Romanorum. L’idea imperiale di Ottone III alla luce del suoi sigilli e delle sue bolle; Schmugge, L.: 1413: Das vergessene Heilige Jahr; Vauchez, A.: Révélations prophétiques sur l’Église et sur Rome attribuées à sainte Brigitte de Suède, dans un manuscrit français du XVe siècle; Meuthen, E.: Cesarini-Studien II. Der Tractatus Juliani apostate magis perniciosus et plus furiosus; Miglio, M.: Lorenzo Valla e l’ideologia municipale romana nel "De falso credita et ementita Constantini donatione"; Partner, P.: A financial Informazione under Alexander VI.; Elze, R.: Un altro sacco? Blasius von Cesena und die Tiberüberschwemmung 1530.

KUNST UND KÜNSTLER

Winner, M.: Filarete tanzt mit seinen Schülern in den Himmel; Nesselrath, A.: Die Wappen der Erzpriester an der Lateranbasilika oder Wie Bramante nach Rom kam; Frommel, C. L.: Unbekannte Entwürfe Sangallos für die Gräber Leos X. und Clemens’ VII.

MENSCHEN UND SCHICKSALE

Falkenausen, V. von: "Maximilla regina, soror Rogerius rex"; Tenenti, A.: Il Cardinale e il principe (1461-1479); Maffei, D.: Il giurista portoghese Gaspar Vaz docente a Pavia all'inizio del Cinquecento; Reinhard, W.: Mikropolitik dicht beschrieben. Aufzeichnungen des römischen Sekretärs Vincenzo Bilotta 1607-1610.

DIESSEITS UND JENSEITS DER ALPEN

Schieffer, R.: Graf Heinrich Il. von Diez; Schmitt, J.-C.: Les Lucquois de Paris au début du XVe siècle: un "lobby" culturel?; Schwarz, B.: Ein Freund italienischer Kaufleute im Norden? Berthold Rike, Domprost von Lübeck und Domkustos von Breslau (gest. 1436). Zugleich ein Beispiel für die Nutzung des Repertorium Germanicum für eine Biographie; Paravicini, W.: Ein Spion in Malpaga. Zur Überlieferungsgeschichte der Urkunden des René d’Anjou und Karls des Kühnen für Bartolomeo Colleoni; Chittolini, G.: Il nome di città. La denominazione dei centri urbani d’oltralpe in aulcune scritture italiane del primo Cinquecento; Schieder, W.: Deutsche Italienerfahrungen im frühen 19. Jahrhundert

ÜBERLIEFERUNGEN UND TEXTE

Bloch, H.: Arnold Eschs Römische Straßen in ihrer Landschaft; Kölzer, T.: Die Urkunde Chlodwigs III. für das Kloster Grozeau; Oexle, O. G.: Pax und Pactum. Rufinus von Sorrent und sein Traktat über den Frieden; Houben, H.: Gegenwärtige Vergangenheit. Kollektives Gedächtnis und Erinnerungsvermögen im nachstaufischen Unteritalien am Beispiel Kaiser Friedrichs II.; Meyer, A.: Die ältesten Luccheser Imbreviaturen (1204), eine bislang unbeachtete Quelle zur Handelsgeschichte; Del Treppo, M.: La biblioteca dei Gesualdo, feudatari nel Regno di Napoli.

Jagd, welch fürstliches Vergnügen. Höfische Jagd im 18. und 19. Jahrhundert, hg. von K. von Berswordt-Wallrabe, Schwerin 2000 [Staatliches Museum Schwerin, 126 S., zahlr. Abb., ca. 55,– DM].

Jeay, C.: La naissance de la signature dans les cours royales et princières de France (XIVe-XVe siècle), in: Auctor et auctoritas. Invention et conformisme dans l’écriture médiévale. Actes du colloque tenu à l’Université de Versailles – Saint-Quentin-en-Yvelines, 14-16 juin 1999, hg. von M. Zimmermann, Paris 2001 (Mémoires et documents de l’École des Chartes, 59), S. 457-475.

Jerusalem im Hoch- und Spätmittelalter. Konflikte und Konfliktbewältigung, hg. von D. Bauer, K. Herbers und N. Jaspert, Frankfurt am Main 2001 (Vorstellungen und Vergegenwärtigungen, 29) [Campus, 460 S., brosch., 98,– DM].

Jung, V.: Körperlust und Disziplin. Studien zur Fest- und Tanzkultur im 16. und 17. Jahrhundert, Köln u.a. 2001 [Böhlau, 395 S., 62 sw-Abb., brosch, 79,– DM].

Kaufhold, M.: Deutsches Interregnum und europäische Politik. Konfliktlösungen und Entscheidungsstrukturen 1230-1280, Hannover 2000 [Habil.-Schr. Univ. Heidelberg 1999] (Monumenta Germaniae Historica. Schriften, 49) [Hahn, 485 S., Lein., 120,– DM].

Keil, R.: Die Porträtminiaturen des Hauses Habsburg, Wien 1999 [Armatis, 272 S., 602 farb. Abb., 178,– DM].

Keller, K.: Kleinstädte in Kursachsen. Wandlungen einer Städtelandschaft zwischen Dreißigjährigem Krieg und Industrialisierung, Köln u.a. 2001 (Städteforschung. Reihe A: Darstellungen, 55) [Böhlau, 477 S., 36 Tabellen, 29 Diagramme, 14 Karten, 98,– DM].

Kleinschmidt, H.: Das Ostasienbild Kaiser Maximilians I. Die Bedeutung Ostasiens in der Kaiserpropaganda um 1500, in: Majestas 8/9 (2000/2001), 81-170.

Knaak, A.: Prolegomena zu einem Corpuswerk der Architektur Friedrichs II. von Hohenstaufen im Königreich Szilien (1220-1250), Marburg 2001 (Studien zur Kunst- und Kulturgeschichte, 16) [Jonas Verlag, 399 S., 33 Abb., geb., 58,– DM].

König, E.: Vom Heiligen Ludwig bis zum Sonnenkönig. Mit Beitr. von G. Bartz u.a., Ramsen 2000 (Leuchtendes Mittelalter. N.F. 3) [Antiquariat Bibermühle, 568 S., 220 farb. Abb., 320,– SFr]. – 34 illuminierte franzöische Handschriften aus der Gotik, der Renaissance und dem Barock. Engl. Zusammenfassungen.

König, E.: Das Guémadeuc-Stundenbuch. Kommentarband zur Faksimile-Edition. Mit einem genealog. Essay von X. Ferrieu, Ramsen 2001 (Illuminationen. Studien und Monographien, 3) [Antiquariat Bibermühle, 199 S., 16 farb. Abb., 100 Ill., 98,– SFr].

Deutscher Königshof, Hoftag und Reichstag im späteren Mittelalter, hg. von P. Moraw, Stuttgart 2001 (Vorträge und Forschungen, 48) [Thorbecke, 640 S., 28 Karten, Diagr. u. Tabellen, Ln., 138,– DM].

Die Deutschen Königspfalzen. Repertorium der Pfalzen, Königshöfe und übrigen Aufenthaltsorte der Könige im deutschen Reich des Mittelalters, hg. vom Max-Planck-Institut für Geschichte. Red. C. Ehlers, L. Fenske, T. Zotz. Bd. 1: Hessen, 5. Lfg.: Fritzlar (Schluß)-Gelnhausen (Anfang), bearb. von M. Gockel, F. Staab und F. Schwind, Göttingen 2001 [Vandenhoeck & Ruprecht, 120 S., 7 Karten, brosch., 35,80 DM/17,90 Euro].

Krause, H.-J.: Der "Neue Bau" für Kardinal Albrecht von Brandenburg in Halle, in: Form und Stil. Festschrift für Günther Binding zum 65. Geburtstag, hg. von S. Lieb, Darmstadt 2001, S. 213-223.

Krieb, S.: Erinnerungskultur und adeliges Selbstverständnis im Spätmittelalter, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 60 (2001) S. 59-75.

Kronleuchter. Mit Behang aus Bergkristall und Glas sowie Glasarmkronleuchter bis 1810, hg. von K. Klappenbach, Berlin 2001 (Bestandskataloge der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg) [Akademieverlag, 451 S., 616 Abb., geb., 128,– Euro].

Landau, G.: Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer. 4 Bde., Cassel 1832-39, Faksimile-Ausgabe Vellmar 2000 [Historische Edition Dieter Carl, 1656 S., geb., 429,– DM].

Deutsche Landesgeschichtsschreibung im Zeichen des Humanismus, hg. von F. Brendle, D. Mertens, A. Schindling und W. Ziegler, Stuttgart 2001 (Contubernium, 56) [Steiner, 295 S., geb., 120,– DM].

Pommersche Landtagsakten, hg. von W. Buchholz, bearb. von A. Ritthaler und S. Teubner-Schoebel, Bd. 1: Von den Anfänge bis zum Erbteilungsvertrag 1541, 1. Teilbd.: 1521-1535, Köln u.a. 2000 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern. Reihe IV, Bd. 13/1) [Böhlau, 278 S., 6 sw-Abb., 88,– DM].

Laubach, E.: Ferdinand I. als Kaiser – Politik und Herrscherauffassung des Nachfolgers Karls V., Münster 2001 [Habil.Schr. Univ. Münster 2000] [Aschendorff, 783 S., geb., 148,– DM].

Lauts, J., Herzner, I. L.: Federico da Montefeltro – Herzog von Urbino. Kriegsherr, Friedensfürst und Förderer der Künste, München 2001 [Deutscher Kunstverlag, 424 S., 60 Abb., geb., 128,– DM].

Lietzmann, H.: Der Landshuter Renaissancegarten Herzog Wilhelms V. von Bayern. Ein Beitrag zur Garten- und Kulturgeschichte der Neuzeit, München 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 93) [Deutscher Kunstverlag, 260 S., 32 sw-Abb., ca. 68,– DM].

Marchal, G. P.: De la mémoire communicative à la mémoire culturelle. Le passé dans les témoignages d’Arezzo et de Sienne (1177-1180), in: Annales 56 (2001) S. 563-589.

"Aux marches du palais" Qu’est-ce qu’un palais médiéval? Actes du VIIe Congrès international d’Archéologie Médiévale, Le Mans – Mayenne 9-11 septembre 1999, hg. von A. Renoux, Le Mans 2001 [Publications du LHAM, Université du Maine, 210 FF].

Aus dem Inhalt:

Renoux, A.:, Aux marches du palais: des mots, des concepts et des réalités fonctionnelles et structurelles, S. 9ff.

PALAIS ET CHÂTEAUX ROYAUX ET PRINCIERS: DESIGNATIONS D’ENSEMBLE, CRITÈRES D’APPARTENANCE ET DE RECONNAISS-ANCE

Bruand, O., Les qualificatif de palatium, castrum et castellum sur les monnaies mérovingiennes et carolingiennes (VIIe-IXe siècle), S. 23ff.; Guigon, P.:, L’arx de Morvan, les lis de Salomon et la domus de Gradlon: les résidences aristocratiques d’époque carolingienne en Bretagne, S. 29ff.; Jones, M.: The naming of parts: remarques sur le vocabulaire des résidences seigneuriales et princières en Bretagne au Moyen Âge, S. 45ff.; Zotz, T: Camera et caminata. Les espaces "privés" du palais royal et leur fonction dans l’Empire d’après les sources écrites, S. 55ff.; Mérindol, C. de: Essai sur la distinction des espaces par le décor à l’époque médiévale: iconologie et topographie, S. 63ff.; Salamagne, A.: Archères, mâchicoulis et tours dans l’architecture militaire du Moyen Âge (XIIIe-XVe siècle): éléments fonctionnels ou symboliques?, S. 77ff.; Robin, F.: De la forteresse à la maison des champs: mots et réalités (Anjou-Provence, 1360-1480), S. 87ff.; Beck, C., Beck, P., Duceppe-Lamarre, F.: Les parcs et jardins des ducs de Bourgogne au XIVe siècle. Réalités et représentations, S. 97ff.; Chalmin-Sirot, E.: Les modèles princiers et leur imitation dans le milieu seigneurial en territoire genevois et savoyard (XIVe-XVe siècle), S. 113ff.; Foronda, F.: Les lieux de rencontre. Espace et pouvoir dans les Chroniques castillanes du XVe siècle, S. 123ff.; Beaumont-James, T.: Les palais anglais: le terme palatium et sa signification dans l’Angleterre médiévale (1000-1600), S. 135ff.

PALAIS ET CHÂTEAUX PONTIFICAUX, ARCHIÉPISCOPAUX ET ÉPISCOPAUX: DÉSIGNATIONS D'ENSEMBLE, CRITÈRES D’APPARTEN-ANCE ET DE RECONNAISSANCE

Bernarid, P., Dautrey, P., Theis, V.: Dire le palais: le palais des papes d’Avignon à travers la comptabilité pontificale, S. 147ff.; Casset, M.: Le vocabulaire des résidences "secondaires" des archevêques et évêques normands au Moyen Âge: une image du bâti?, S. 163ff.; Bertiaux, M.-C.: Palais et séjours urbains et ruraux des évêques de Troyes aux XIVe et XVe siècles, S. 177ff.

PALAIS ET CHÂTEAUX IMPÉRIAUX, ROYAUX ET PRINCIERS: MONOGRAPHIES

Wyss, M.: Un établissement carolingien mis au jour à proximité de l’abbaye de Saint-Denis: la question du palais de Charlemagne, S. 191ff.; Gai, S.: Nouvelles données sur le palais de Charlemagne et de ses successeurs à Paderborn (Allemagne), S. 201ff.; Flambard Héricher, A.-M.: Le château des comtes de Meulan à Vatteville-la-Rue: approche comparative d’une demeure aristocratique normande, S. 213ff. Giuliato, G.: Frouard, Condé-sur-Moselle, Pompey: Un réseau castral au confluent de la Meurthe et de la Moselle du XIIIe au XVIIe siècle, S. 223ff.; Léost, D.: Le chàteau royal de Rouen pendant la guerre de Cent Ans: désignation, fonction, disposition et évolution des espaces, S. 233ff.

EN GUISE DE CONCLUSION – MAYENNE: CASTRUM OU (ET?) PALATIUM?

Renoux, A.: Le vocabulaire du pouvoir à Mayenne et ses implications politiques et architecturales, S. 247ff.; Early, R.: Les origines du château de Mayenne. Apports archéologiques, S. 273ff.

Markschies, A.: Gebaute Pracht. Der Palazzo Strozzi in Florenz (1489-1534), Freiburg im Breisgau 2000 [Rombach, 109 S., 19 sw-Abb., geb., 29,80 DM].

Martin, P.: Schwarze Teufel, edle Mohren. Afrikaner in Geschichte und Bewußtsein der Deutschen, Hamburg 2001 [HIS, 596 S., 70 Abb., kart., 38,– DM].

Mecklenburg, in: Musik in Mecklenburg. Beiträge eines Kolloquiums zur mecklenburgischen Musikgeschichte; mit einer Zeittafel und einer Auswahlbibliographie zur mecklenburgischen Musikgeschichte, hg. von Karl Heller, Hildesheim u.a. 2000 (Studien und Materialien zur Musikwissenschaft, 21), S. 175-184.

Mediaevalia Augiensia. Forschungen zur Geschichte des Mittelalters. Vorgelegt von Mitgliedern des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte, hg. von J. Petersohn, Stuttgart 2001 (Vorträge und Forschungen, 54) [Thorbecke, 496 S., 24 Tafeln, Ln., 109,– DM].

Meek, E. L.: The career of Sir Thomas Everingham, ‘knight of the North’ in the service of Maximilian, duke of Austria, 1477-81, in: Historical Research 74,184 (2001) S. 238-248.

Metropolen und Kulturtransfer im 15./16. Jahrhundert. Prag – Krakau – Danzig – Wien, hg. von A. Langer und G. Michels, Stuttgart 2001 (Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropa, 12) [Steiner, 277 S., zahlr. sw-Abb., geb., 97,79 DM]. – Eine Vorstellung folgt in den MRK 11/2.

Meyer, B.: Burg Trifels. Die mittelalterliche Baugeschichte, Kaiserslautern 2001 (Pfälzisches Burgenlexikon Sonderband, 1) [Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde, 704 S., Ill., geb., 78,– DM].

Michalsky, T.: Medien der Macht. Kunst zur Zeit der Anjous in Italien, Berlin 2001 [Reimer, 240 S., 150 sw-Abb., Ln., 104,– DM].

Miller, M. C.: Religion Makes a Difference: Clerical and Lay Cultures in the Courts of Northern Italy, 1000-1300, in: American Historical Review 105,4 (2000) S. 1095-1130.

Die Möbel der Schlösser Nymphenburg und Schleißheim, bearb. von B. Langer, München 2000 [Prestel, 320 S., 139 farb. und 410 sw-Abb., geb., 198,– DM].

Mohrmann, R. E.: Fest und Alltag in der Frühen Neuzeit – Rituale als Ordnungs- und Handlungsmuster, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 72 (2000) S. 1-10.

Monnet, P.: Ville réelle et ville idéale à la fin du moyen âge: une géographie au prisme des témoignages autobiographiques allemands, in: Annales 56 (2001) S. 591-621.

Mulgan, C.: Renaissance monarchies 1469-1558, Cambridge 1998 (Cambridge perspectives in history) [Cambridge University Press, 118 S., Ill., brosch, 7,25 Ł].

Müller, G. M.: Die "Germania generalis" des Conrad Celtis. Studien mit Edition, Übersetzung und Kommentar, Tübingen 2001 (Frühe Neuzeit, 67) [Niemeyer, 536 S., Ln., 216,– DM].

Neugebauer, W.: Hof und politisches System in Brandenburg-Preußen: Das 18. Jahrhundert, in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 46 (2000) S. 139ff.

Newton, W. R.: L’espace du roi. La cour de France au château de Versailles, 1682-1789, Paris 2000 [Fayard, 588 S., 295,– FF].

Zwischen Nicht-Adel und Adel, hg. von K. Andermann und P. Johanek, Stuttgart 2001 (Vorträge und Forschungen, 53) [Thorbecke, 462 S., 4 Abb., Ln., 118,– DM]. – Der Reichenauer Tagungsband (Herbst 1998) befaßt sich mit sozialer Dynamik im späten Mittelalter, des näheren mit Adel in statu nascendi. Freilich geht es dabei gerade nicht um die schon lange vergleichsweise gut erforschte Ministerialität, sondern um die Entstehung von Adel aus anderen, späteren und bislang weniger beachteten Wurzeln. Der möglicherweise als merkwürdig empfundene und doch wohlerwogene Titel "Zwischen Nicht-Adel und Adel" ist Ausdruck der Schwierigkeit, etwas zu bezeichnen, was noch nicht ist, vielmehr erst Gestalt annimmt, was eventuell zum Erfolg führt - oder auch nicht. Gefragt wird nach dem Werden von Ober- und Führungsschichten auf dem Lande und in der Stadt, nach Wegen und Instrumentarien ihres Erfolgs, nach ihrem wirtschaftlichen Substrat, nach den Bedingungen von Diffusion und Etablierung, nach den Merkmalen sozialer Distanz nach unten und nach oben, nach der Kohärenz in der Gruppe und nach sonstigen Gesichtspunkten, die für den Aufstieg in den Adel respektive für den Niedergang aus der Oberschicht von Bedeutung sind. Zum einen wird das Thema in regional definierten Beiträgen gewissermaßen vergleichend angegangen von Südtirol über Bayern, Böhmen, Sachsen, Polen und Westfalen bis nach Friesland; zum anderen finden die Aussagen der zeitgenössischen Dichtung und der Epigraphik Berücksichtigung, und schließlich kommt die Rolle von Kirche und Stadt hinsichtlich der sozialen Mobilität eigens zur Sprache. Einleitend werden der Aufstieg in den Adel und die Kriterien der Adelszugehörigkeit vor einem breiten europäischen Horizont erörtert. Die in diesem Band erstmals überregional thematisierte Grauzone zwischen Adel und Nicht-Adel verdient auch künftig die Aufmerksamkeit der Forschung [Text: Novitätenkatalog Thorbecke 1/2001, S. 8].

Aus dem Inhalt:

Spiess, K.-H.: Aufstieg in den Adel und Kriterien der Adelszugehörigkeit im Spätmittelalter; Honemann, V.: Gesellschaftliche Mobilität in Dichtungen des deutschen Mittelalters; Pfeifer, G.: Nobis servire tenebitur in armis. Formen des Aufstiegs und Übergangs in den niederen Adel im Tirol des 14. Jahrhunderts; Reinle, C.: Wappengenossen und Landleute. Der bayerische Niederadel zwischen Aufstieg und Ausgrenzung; Hlavacek, I.: Adel und Nicht-Adel an der Schwelle von der Premysliden- zur Luxemburgerzeit in Böhmen. Ein kommentierter Literaturbericht; Schneider, J.: Kleine Ehrbarmannen in Kursachsen. Adel zwischen Bauern, Bürgertum und landsässiger Ritterschaft; Kersken, N.: Der Kleinadel in Polen im 15. und 16. Jahrhundert; Mersiowsky, M.: Niederadel, Großbauern und Patriziat. Soziale Dynamik im spätmittelalterlichen Westfalen; Schmidt, H.: Häuptlingsmacht, Freiheitsideologie und bäuerliche Sozialstruktur im spätmittelalterlichen Friesland; Holbach, R.: Kirchen, Karrieren und soziale Mobilität zwischen Nicht-Adel und Adel; Andermann, K.: Zwischen Zunft und Patriziat. Beobachtungen zur sozialen Mobilität in oberdeutschen Städten des späten Mittelalters; Fuchs, R.: Adel und Nicht-Adel in epigraphischen Zeugnissen des späten Mittelalters; Fouquet, G.: Zwischen Nicht-Adel und Adel. Eine Zusammenfassung.

Nickl, P.: Ordnung der Gefühle. Studien zum Begriff des Habitus, Hamburg 2001 (Paradeigmata, 24) [Habil.-Schr. Univ. Regensburg 2000] [Meiner, 256 S., geb., 78,– DM].

Otto III. – Heinrich II. Eine Wende?, hg. von B. Schneidmüller und S. Weinfurter, Stuttgart 2001 [Thorbecke, 440 S., 24 Abb., geb., 68,– DM].

Pape, K.-H., Hesse, K.: Mittelalter 482-1493. Zeittafeln – Regenten-Synopsen – Genealogien, Münster 2001 (Geschichte, 33) [Lit, 40 S., brosch., 25,– DM].

Paravicini, W.: Invitations au mariage. Pratique sociale, abus de pouvoir, intérêt de l’Etat à la cour des ducs de Bourgogne 1399-1489. Documents introduits, édités et commentés, Stuttgart 2001 (Instrumenta, 6) [Thorbecke, 194 S., 12 Abb., 3 Karten, kart., 68,– DM].

Paravicini, W.: Die zwölf "Magnificences" Karls des Kühnen, in: Form und Funktion öffentlicher Kommunikation im Mittelalter, hg. von G. Althoff, Stuttgart 2001 (Vorträge und Forschungen, 51), S. 319-395.

Paris et Charles V. Arts et architecture, hg. von F. Pleybert, Paris 2001 (Collection Paris et son patrimoine) [Action Artistique de la Ville de Paris, 239 S., zahlr. Ill.].

Partenheimer, L.: Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt, Köln u.a. 2001 [Böhlau, 456 S., 20 sw-Abb., geb., 79,80 DM].

Pérouse de Montclos, J.-M.: L’architecture à la française du milieu du XVe siècle à la fin du XVIIIe siècle, 2. Aufl., Paris 2001 [Picard, 352 S., 180 Abb., 450 FF].

Pfalzenforschung heute, in: Eine Welt – Eine Geschichte? 43. Deutscher Historikertag in Aachen. 26. bis 29. September 2000, Berichtsband, hg. im Auftrag des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. von M. Kerner, München 2001, S. 119-128. – Zusammenfassung auf Grundlage der Beiträge von R. Schieffer, C. Ehlers, T. Zotz, L. Falkenstein, A. Renoux und A. Lampen.

Pfeil, C. Graf von: Die Möbel der Residenz Ansbach, München u.a. 1999 [Prestel, 318 S., 585 Abb., 198,– DM].

Ut Pictura Politeia oder der gemalte Fürstenstaat. Moritz der Gelehrte und das Bildprogramm in Eschwege, hg. von H. Borggrefe, T. Fusening, B. Kümmel, Marburg 2000 (Studien zur Kultur der Renaissance, 1) [Jonas, 245 S., 56 Abb., geb., 58,– DM].

Pincus, D.: The Tombs of the Doges of Venice, Cambridge 2000 [Cambridge University Press, 257 S., 126 Abb., Ln., 52,50 Ł].

Polleross, F.: Rector Marium or Pater Patriae? The Portraits of Andrea Doria as Neptune, in: Wege zum Mythos, hg. von L. Freedman und G. Huber-Rebenich, Berlin 2001, S. 107-121.

Preußen 1701. Eine europäische Geschichte, hg. vom Deutschen Historischen Museum, 2 Bde., Berlin 2001 [Henschel, Bd. 1: 352 S., Ill., geb., 78,– DM; Bd. 2: 416 S., Ill., geb., 78,– DM].

Preußens FrauenZimmer. Katalog zur Ausstellung im Kloster Stift zum Heiligengrabe 2001, hg. im Auftr. des Kloster Stifts zum Heiligengrabe von U. Röper, S. Oelker und A. Reuter, Berlin 2001 [Henschel, 143 S., 100 sw- und 15 farb. Abb., geb., 39,90 DM].

Prietzel, M.: Guillaume Fillastre der Jüngere (1400/07-1473). Kirchenfürst und herzoglich-burgundischer Rat, Thorbecke 2001 (Beihefte der Francia, 51) [Thorbecke, 570 S., 4 Abb., Ln., 128,– DM].

Prochno, R.: Mythos Burgund. Entstehung, Bedeutungen und Fortleben bis zur Gegenwart, in: Archiv für Kulturgeschichte 83 (2001) S. 93-120

Quellen zur Reichsreform im Spätmittelalter, hg. von L. Weinrich, Darmstadt 2001 (Freiherr vom Stein Gedächtnisausgabe. Mittelalterliche Reihe, 39) [WBG, 520 S., Ln., geb., 158,– DM].

Raumerfassung und Raumbewußtsein im späteren Mittelalter, hg. von P. Moraw, Stuttgart 2001 (Vorträge und Forschungen, 49) [Thorbecke, 296 S., 16 Tafeln, Ln., 98,– DM].

Reichert, F.: Erfahrung der Welt. Reisen und Kulturbegegnung im späten Mittelalter, Stuttgart 2001 [Kohlhammer, 316 S., 14 sw-Abb., paperback, 57,70 DM].

Europäische Reiseberichte des späten Mittelalters. Eine analytische Bibliographie, hg. von W. Paravicini. Teil 1: Deutsche Reiseberichte, bearb. von C. Halm, 2., durchges. und um einen Nachtr. erg. Aufl., Frankfurt am Main [u.a.] 2001 (Kieler Werkstücke. Reihe D: Beiträge zur europäischen Geschichte des späten Mittelalters, 5) [Peter Lang, 563 S., geb., 148,– DM].

Die Reisebilder Pfalzgraf Ottheinrichs aus den Jahren 1536/37 von seinem Ritt von Neuburg a. d. Donau über Prag nach Krakau und zurück über Breslau, Berlin, Wittenberg und Leipzig nach Neuburg, hg. von A. Marsch unter Mitarbeit von J. H. Biller und F. D. Jacob, Weißenhorn 2000 [Konrad, Kommentarbd.: 504 S., 108 Abb., 12 Tafeln; Faksimilebd.: 8 S., 50 Tafeln, 498,– DM].

Renoux, A.: Mayenne. De la villa au castrum (VIIe-XIIIe s.), in: Académie des Inscriptions et Belles-Lettres. Comptes rendus des séances de l’année 2000 [Paris 2001] S. 211-246.

Rogg, M.: Landsknechte und Reisläufer. Bilder vom Soldaten. Ein Stand in der Kunst des 16. Jahrhunderts, Paderborn 2001 (Krieg in der Geschichte, 5) [Diss. Univ. Freiburg (Breisgau) 1998] [Schöningh, 480 S., 235 farb. und sw-Abb., geb., 88,– DM].

Rosendorfer, H.: Deutsche Geschichte. Von der Stauferzeit bis zu König Wenzel dem Faulen. Ein Versuch, München 2001 [Nymphenburger, 320 S., 7 Abb., 3 Stammbäume, 39,90 DM].

Rüdiger, J.: Aristokraten und Poeten. Die Grammatik einer Mentalität im tolosanischen Hochmittelalter, Berlin 2001 (Europa im Mittelalter, 4) [Akademieverlag, 538 S., 3 Abb., geb., 146,30 DM].

Sabrow, M.: Herr und Hanswurst. Die Tragödie des Hofgelehrten J. P. Grundling, München 2001 [DVA, 250 S., Ln., 39,80 DM].

Schilling, H.: Literaturbericht "Konfessionelles Zeitalter", in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 52 (2001) S. 346-371.

Schlick, J.: König, Fürsten und Reich 1056-1159. Herrschaftsverständnis im Wandel, Stuttgart 2001 (Mittelalter-Forschungen, 7) [Thorbecke, 228 S., 4 Abb., geb., 89,– DM].

Schryver, R. de: Max II. Emanuel von Bayern und das spanische Erbe. Die europäischen Ambitionen des Hauses Wittelsbach 1665-1715, Mainz 1996 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, 156) [Zabern, 286 S., 4 Tafeln, Ln., 68,– DM].

Schulz, G.: Europa und der Globus. Staaten und Imperien seit der Antike, München 2001 [DVA, 500 S., geb., ca. 68,– DM].

Slavnosti a zábavy na dvorech a v rezidenčních mĕstech raného novovĕku, hg. von V. Bŭžek und P. Král, České Budĕjovice 2000 (Opera historica, 8) [Jihočeská univerzita v Českých Budĕjovicích, Historický ústav, 610 S., zahlr. sw-Abb.].

Aus dem Inhalt:

Válka, J.: Homo festivans, S. 5-19; Vocelka, K.: Feste in der frühen Neuzeit in der österreichischen Geschichtsschreibung, S. 21-36; Tóth, I. G.: Höfische Feste in Ungarn in der frühen Neuzeit. Rekonstruktion des Leichnahmfestes des Fürsten Gabriel Bethlen anhand einer Spottschrift, S. 37-54; Hahn, P.-M.: Höfische Festkultur in den protestantischen Reichsterritorien während der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, S. 55-77; Bastl, B.: Das österreichische Frauenzimmer. Zur Rolle der Frau im höfischen Fest- und Hofleben 15. bis 17. Jahrhundert, S. 79-105; Schindler, O. G.: "Die wälischen comedianten sein ja guet ..." Die Anfänge des italienischen Theaters am Habsburgerhof, S. 107-136; Bŭžek, V.: Pijácké zábavy na dvorech renesančních velmožů (Ambras-Bechyně) [Drinking Festivities at the Courts of Renaissance Aristocrats], S. 137-161; Maťa, P.: Karneval v životě a myšlení raně novověké šlechty [Der Karneval im Leben und Denken des frühneuzeitlichen Adels], S. 163-189; Vorel, P.: Aristokratické svatby v Čechách a na Moravě v 16. století jako prostředek společenské komunikace a stavovské diplomacie [Aristokratische Heiraten in Böhmen und Mähren im 16. Jahrhundert als Mittel der gesellschaftlichen Kommunikation und der ständischen Diplomatie], S. 191-206; Danĕk, P.: Svatba, hudba a hudebníci v období vrcholné renesance. Na příkladu svatby Jana Krakovského z Kolovrat v Innsbrucku roku 1580 [Wedding, Music and Musicians in the High Renaissance Period Exemplified by the Wedding of Jan Krakoský z Kolovrat in Innsbruck 1580], S. 207-264; Patrouch, J.: Reichstag und Hochzeit (Speyer 1570), S. 265-280; Sandbichler, Veronika, In Nuptias Ferdinandi. Der Hochzeitskodex Erzherzog Ferdinands II., S. 281-292; Hrdlička, Josef, Slavnostní stolování na aristokratickém dvoře v raném novověku [Festliches Tafeln am aristokratischen Hofe in der frühen Neuzeit], S. 293-314; Král, P.: Pohřební slavnosti jako prostředek a místo komunikace raně novověké společnosti [Funeral Festivities as a Means and Place of Communication in the Early Modern Society], S. 315-332; Bok, V.:, Hofkritik in der deutschen moralisierenden Literatur des 16. und 17. Jahrhunderts, S. 333-344; Mikulec, Jiří, Barokní náboženská bratrstva, šlechta a slavnosti [Les confréries baroques, la noblesse et les fêtes], S. 345-358; Fidler, P.: La contesa dell’aria e dell’acqua. Zum Zeit- und Raumbegriff einer Barockperformance, S. 359-379; Svoboda, M.: Velkovaradínský svátek. Festivita jako oslava vítězství nad Turky [Großwardeiner Siegesfest. Die Festivität als eine Feier des Sieges über die Türken], S. 381-398; Čermák, M.: Světské slavnosti raného novověku v královské Olomouci [Weltliche Feierlichkeiten der frühen Neuzeit in der Königsstadt Olmütz], S. 399-408; Kokojanová, M.: Ikonografie slavností pernštejnského Prostějova v současném městě [Ikonographie der Feierlichkeiten des Pernsteiner Prostějov in der heutigen Stadt], S. 409-419; Kreuz, P.: Poprava jako divadlo práva? K otázce právní relevance popravního rituálu v českých městech doby předbělohorské [Hinrichtung als Theater des Rechtes? Zur Frage der rechtlichen Relevanz des Hinrichtungsrituals in den böhmischen Städten in der Epoche vor der Schlacht am Weißen Berg], S. 421-457; Gmiterek, H.: Uroczystości akademickie w Zamościu (XIV-XVII w.) [Academic Festivities in Zamośc in the 16th to the 18th Centuries], S. 459-470; Čornejová, I.: Slavnosti na Karlo-Ferdinandově univerzitě v 17. století [Feierlichkeiten an der Karl-Ferdinand-Universität im 17. Jahrhundert], S. 471-479; Lambrecht, K.: Die Beteiligung der Universität an höfischen Festen – Krakau, Prag und Wien im Vergleich (1450 bis 1550), S. 481-503; Oppeltová, J.: Příspěvek k typologii barokních klášterních slavností. Na příkladu premonstrátské kanonie Klášterní Hradisko u Olomouce [Ein Beitrag zur Typologie der barocken Klosterfeste. Am Beispiel des Lebens in der Prämonstratenserkanonie Klášterní Hradisko], S. 505-536; Kuchařová, H./Pařez, J./Pokorný, P.: Slavnosti v českých premonstrátských klášterech. Nástin problematiky [Festivities in the Czech Premonstratensian Monasteries. Problem Outline], S. 537-553; Černý, K.: Liturgický rok ve světle zápisníků ministrů klatovské koleje [Liturgisches Jahr im Licht des Notizbuchs der Minister des Klattauer Kollegs], S. 555-574; Bobková, K.: Velikonoční slavnosti v Klementinu [Osterfeiern im Klementinum], S. 575-592; Elbel, M.: Triumf nazaretský. Poutní slavnosti v Hájku u Prahy jako slavnosti františkánského řádu [The Nazareth Triumph. Pilgrimage Festivities in Hájek as Festivities of the Franciscan Order], S. 593-602.

Spätmittelalter am Oberrhein. Große Landesausstellung Baden-Württemberg, Bd. 1: Maler und Werkstätten 1450-1525, hg. von der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, Stuttgart 2001 [Thorbecke, 440 S., 500 Abb., geb., 68,– DM/34 Euro]; Bd. 2: Alltag, Handwerk und Handel 1350-1525. Katalogband, hg. von dem Badischen Landesmuseum, Stuttgart 2001 [Thorbecke, 440 S., 700 Abb., geb., 68,– DM/34 Euro]; Bd. 3: Alltag, Handwerk und Handel 1350-1525. Aufsatzband, hv. von S. Lorenz und T. Zotz, Stuttgart 2001 [Thorbecke, 600 S., 140 Abb., geb, 68,– DM/34 Euro].

Spindler, M.: Handbuch der bayerischen Geschichte, Bd. 3,2: Geschichte Schwabens bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, hg. von A. Kraus, München 2001 [Beck, 920 S., Ln., 198,– DM]

Die Stadt als Kommunikationsraum. Beiträge zur Stadtgeschichte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Festschrift für Karl Czok zum 75. Geburtstag, hg. von H. Bräuer und E. Schlenkrich im Auftr. der Karl-Lamprecht-Gesellschaft Leipzig e.V., Leipzig 2001 [Leipziger Universitätsverlag, 868 S., ca. 15 Abb., geb., 98,– DM].

Enthält u.a. folgende Beiträge:

Blickle, P.: "Doppelpass" im Mittelalter. Ausbürger in oberdeutschen und schweizerischen Städten und der Verfall der feudalen Herrschaft, S. 37-48; Endres, R.: Turniere und Gesellenstechen in Nürnberg, S. 263-280; Fouquet, G.: Geschäft und Politik, Ehe und Verwandtschaft – Briefe an den Nürnberg-Lübecker Kaufmann Matthias Mulich von Winter 1522/23, S. 311-346; Held, W.: Die Verbindungen des frühneuzeitlichen sächsischen Adels zur Stadt, S. 393-412; Hlaváček, I.: Die Luxemburger und die böhmischen königlichen Städte des 14. Jahrhunderts im Lichte ihres Privilegiengutes, S. 413-430; Jaritz, G.: Das Image der spätmittelalterlichen Stadt. Zur Konstruktion und Vermittlung ihres äußeren Erscheinungsbildes, S. 471-485; Keller, K.: Kontakte und Konflikte. Kleinstadt und Adel am Beginn der Frühen Neuzeit, S. 495-514; Simon-Muscheid, K.: Städtische Zierde – gemeiner Nutzen – Ort der Begegnung. Öffentliche Brunnen in mittelalterlichen Städten, S. 699-720; Sonnleitner, K.: Soziale Gruppen im städtischen Recht: Das Beispiel Wien, S. 721-735; Unger, M.: Leipzig und die Via regia, S. 791-808; Winter, J. M. van: Die Stadt Utrecht als Sitz zweier geistlicher Ritterorden: des Johanniter/Malteser- und des Deutschen Ordens, S. 809-826.

Stannek, A.: Telemachs Brüder. Die höfische Bildungsreise des 17. Jahrhunderts, Frankfurt am Main 2001 [Campus, 290 S., 5 Abb., Kt., 68,– DM].

Staudinger, B.: "Auss sonderbaren khayserlichen gnaden". Die Privilegien der Wiener Hofjuden im 16. und 17. Jahrhundert, in: Frühneuzeit-Info 12 (2001) S. 21ff.

Stepper, R.: Gute Kaiser – schlechte Kaiser: Das Erscheinungsbild des princeps im Spiegel seines Priestertums, in: Majestas 8/9 (2000/2001), S. 23-47.

Herrschaftliches Strafen seit dem Hochmittelalter. Formen und Entwicklungsstufen, hg. von H. Schlosser, R. Sprandel und D. Willoweit, Köln u.a. 2001 (Konflikt, Verbrechen und Sanktion in der Gesellschaft Alteuropas. Symposien und Synthesen, 5) [Böhlau, 464 S., geb., 98,– DM].

Streich, B.: Lebensbedingungen von thüringischen Fürstinnen im späten Mittelalter, in: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte 54 (2000) S. 45-73.

The Stuart Courts, hg. von E. Cruickshanks, Littlehampton 2000 [Sutton, 320 S., 30 sw-Abb., 25,– Ł].

Stukenbrock, Karin: ‘Der zerstückelte Cörper’. Zur Sozialgeschichte der anatomischen Sektionen in der frühen Neuzeit (1650-1800), Stuttgart 2001 (Medizin, Gesellschaft und Geschichte. Beih.16) [Diss. Univ. Stuttgart 2000] [Steiner, 309 S., 95,83 DM].

Stuth, S.: Frühneuzeitliche höfische Kultur, in: Musik in Mecklenburg. Beiträge eines Kolloquiums zur mecklenburgischen Musikgeschichte; mit einer Zeittafel und einer Auswahlbibliographie zur mecklenburgischen Musikgeschichte, hg. von Karl Heller, Hildesheim u.a. 2000 (Studien und Materialien zur Musikwissenschaft, 21), S. 175-184.

Stuth, S.: Höfe und Residenzen. Untersuchungen zu den Höfen der Herzöge von Mecklenburg im 16. und 17. Jahrhundert, Bremen u.a. 2001 (Quellen und Studien aus den Landesarchiven Mecklenburg-Vorpommern, 4) [Diss. Univ. Rostock 1999] [Ed. Temmen, 152 S., 40 Abb., geb., 39,90 DM].

Suevia Sacra. Zur Geschichte der ostschwäbischen Reichsstifte im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit. Pankraz Fried zum 70. Geburtstag, hg. von W. Liebhart und U. Faust, Red.: D. Pfister, Stuttgart 2001 (Augsburger Beiträge zur Landesgeschichte Bayerisch-Schwabens, 8) [Thorbecke, 241 S., 1 Abb., 48,– DM].

Theil, B.: Methodische Fragen zur neueren Adelsforschung, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 60 (2001) S. 77-88.

Thieme, A.: Die Burggrafschaft Altenburg. Studien zu Amt und Herrschaft im Übergang vom hohen zum späten Mittelalter, Leipzig 2001 (Schriften zur sächsischen Landesgeschichte, 2) [Dissertation Univ. Dresden 2000] [Leipziger Universitäts-Verlag, 668 S., geb., 152,– DM].

Tippach, T: Koblenz als preußische Garnison- und Festungsstadt. Wirtschaft, Infrastruktur und Städtebau, Köln u.a. 2000. (Städteforschung. Reihe A: Darstellungen, 53) [Böhlau, 336 S., 2 Diagramme, 4 Karten, 88,– DM].

Trauchburg, G. von: Häuser und Gärten Augsburger Patrizier, München u.a. 2000 (Geschichte der Augsburger Patrizier, 1) [Deutscher Kunstverlag, 186 S., Abb., geb., 78,– DM].

Vec, M.: Das preußische Zeremonialrecht. Eine Zerfallsgeschichte, in: Preußische Stile. Ein Staat als Kunststück, hg. von P. Bahners und G. Roellecke, Stuttgart 2001, S. 101-113.

Verdon, J.: Les loisirs au Moyen âge, Neuaufl. Paris 1996 [Grand Livre du Mois, 330 S., Ill., brosch, 118,73 FF/18,10 Euro].

Völkel, M.: Das Bild vom Schloß. Darstellung und Selbstdarstellung deutscher Höfe in Architekturstichserien 1600 bis 1800, München 2001 (Kunstwissenschaftliche Studien, 92) [Diss. Univ. Marburg 1999] [Deutscher Kunstverlag, 394 S., 76 sw-Abb., brosch., 98,– DM/51,– Euro].

Walther, H. G.: Die Legitimation der Herrschaftsordnung durch die Rechtslehrer der italienischen Universitäten des Mittelalters, in: Moral und Recht im Diskurs der Moderne. Zur Legitimation gesellschaftlicher Ordnung, hg. von G. Dux und F. Welz, Opladen 2001 (Theorie des sozialen und kulturellen Wandels, 2), S. 175-190.

Die Wasserversorgung in der Renaissancezeit, hg. von der Frontinus-Gesellschaft, Mainz 2000 (Geschichte der Wasserversorgung, 5) [Zabern, 298 S., 122 farb. und 202 sw-Abb., Ln., 89,– DM].

Watanabe-O’Kelly, H., Simon, A.: Festivals and ceremonies: a bibliography of works relating to court, civic and religious festivals in Europe 1500-1800, London u.a. 2000 [Mansell, XIX, 533 S., geb., 85Ł].

Welzel, B.: Territorium als Bild am Körper – Der Panzerkragen Erzherzog Albrechts mit der Schlacht von Ostende, in: Bildnis, Fürst und Territorium, hg. vom Thüringer Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt. Bearb. von A. Beyer unter Mitarb. von U. Schütte und L. Unbehaun, München u.a. 2000 (Rudolstädter Forschungen zur Residenzkultur, 2) S. 126-139.

Wien. Geschichte einer Stadt. Bd. 1: Von den Anfängen bis zur Ersten Wiener Türkenbelagerung (1529), Wien u.a. 2001 [Böhlau, 600 S., 26 farb. und 92 sw-Abb., 154,– DM].

Wintroub, M.: L’orde du rituel et l’ordre des choses – l’entrée royale d’Henri II à Rouen, in: Annales 56 (2001) S. 479-505.

Wright, A. D.: Monks at Court, in: The Court Historian 5 (2000) S. 39-41.

Wüst, W.: Die "gute Policey" im Reichskreis. Zur frühmodernen Normensetzung in den Kernregionen des Alten Reiches, 3 Bde. Bd. 1: Der Schwäbische Reichskreis unter besonderer Berücksichtigung Bayerisch-Schwabens, Berlin 2001 [Akademieverlag, 620 Seiten, zahlreiche sw-Abb., Glossar und Register].

Wüst, W.: Land ohne Landschaft? Lokale und regionale "Selbstbestimmung" unter den Bischöfen von Augsburg und Konstanz, in: Politische Landschaften in Oberschwaben. Bäuerliche und bürgerliche Repräsentation im Rahmen des frühen europäischen Parlamentarismus, hg. von P. Blickle, Tübingen 2000 (Oberschwaben – Geschichte und Kultur, 5) S. 133-159.

Wüst, W.: Die Suche nach dem irdischen Reich in schwäbischen Gotteshäusern. Herrschaftliche Souveränität als Thema der Klosterchronistik. Wettenhausen und Kaishaim im Vergleich in: Suevia Sacra. Zur Geschichte der ostschwäbischen Reichsstifte im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit. Pankraz Fried zum 70. Geburtstag, hg. von W. Liebhart und U. Faust, Red.: D. Pfister, Stuttgart 2001 (Augsburger Beiträge zur Landesgeschichte Bayerisch-Schwabens, 8) S. 115-132.

Die Zeit Wenzels 1376-1387, bearb. von E. Rotter, Köln u.a. 2001 (Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich. Sonderreihe: Urkundenregesten zur Tätigkeit des deutschen Königs- und Hofgerichts, 11) [Böhlau, 346 S., geb., 88,– DM].

Die Zeit Wenzels 1393-1396, bearb. von U. Rödel, Köln u.a. 2001 (Quellen und Forschungen zur Höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich. Sonderreihe: Urkundenregesten zur Tätigkeit des deutschen Königs- und Hofgerichts, 13) [Böhlau, 400 S., geb., 89,80 DM].

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Sonstiges

 

Auch an dieser Stelle sei auf die umfangreiche Internetseite zur Münsteraner Stadtgeschichtsforschung hingewiesen: www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte

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Dr. Daniel Schönpflug, FU Berlin, arbeitet an einer Habil.-Schrift zu "Fürstenhochzeiten als europäisches Bindungsritual", siehe: www.fu-berlin.de/fmi/dozenten/schoenpflug/

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Klaus Oschema M.A., Europäisches Graduiertenkolleg 625 Dresden, arbeitet an einer Dissertation zu dem Thema "Freundschaft und Nähe als Institution. Studien zum Symbolcharakter von Gesten räumlich-körperlicher Nähe im spätmittelalterlichen politischen Diskurs", siehe www.tu-dresden.de/egk/kpo/Klaus_Projekt.html

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Personendatenbanken für Historiker im Internet

http://www.bautz.de/bbkl/

Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon / Verlag Traugott Bautz

http://www.saur-wbi.de/

World Biographical Index
K. G. Saur Electronic Publishing

http://www8.informatik.uni-erlangen.de/html/ww-person.html

WW-Person
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Die Arbeitsstelle Kiel

 

 

Prof. Dr. Werner Paravicini

Dr. Jan Hirschbiegel

Dr. Jörg Wettlaufer

 

 

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