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Mitteilungen der Residenzen-Kommission

der

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

 
 
 
 
Jahrgang 1 (1991) Nr. 1

 

 

Residenzen-Kommission
Arbeitsstelle Kiel

 

 

 

 
 

Inhalt

Ein neuer Anfang 3

Aus der Arbeit der Kommission 5

3. Symposion: "Alltag bei Hofe" (1992) 8

Aus der Werkstatt: Forschungsberichte der Mitarbeiter 10

Diskussion 12

Chronik 13

Buchvorstellungen 15

Neuerscheinungen 17

Die Arbeit der anderen 19

Die Mitglieder der Residenzen-Kommission 20

Die freien Mitarbeiter und Betreuer 20

Die Arbeitsstelle Kiel 24


Ein neuer Anfang

Lieber Leser,

Sie haben lange nichts mehr von der Kommission gehört, an der mitzuarbeiten die Kompetenz und der Enthusiasmus von Prof. Dr. Hans Patze einst so viele bewogen haben. Es galt in der Tat, schwierige Zeiten durchzustehen. Ganz überwunden sind sie auch heute noch nicht. Aber es gibt begründete Hoffnung.

Hiermit wird ein neuer Anfang gesetzt. Am 1. (de facto am 30.) Oktober 1990 habe ich den Vorsitz der Kommission übernommen. Mehreres war sofort in die Wege zu leiten:

1. Die Arbeitsstelle der Kommission mußte von Göttingen, wo sie nicht blühen konnte, an den Wohnsitz des Vorsitzenden nach Kiel verlegt werden.

Diese Verlagerung ist vollzogen. Noch stehen der Kommission zwei Räume im Akademiegebäude in der Göttinger Theaterstraße zu. Aber sie sind schon anderweitig genutzt. Bei der nächsten Gelegenheit werden die dort angesammelten Materialien den Weg nach Kiel nehmen. Erfreulicherweise hat die Akademie den im Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel angesiedelten Außenposten bereits mit einer leistungsfähigen PC-Anlage ausgestattet.

2. Die Arbeitsstelle Kommission muß eine neue personelle Ausstattung erhalten.

Zu meinem großen Bedauern war ist nicht möglich, die Stellen der langjährigen Mitarbeiter Dr. Ahrens und Dr. Reinbold finanziell zu sichern. Beide haben dankenswerterweise noch bis ins gegenwärtige Jahr hinein als "freie", d. h. unbezahlte Mitarbeiter in Göttingen so viel ihnen möglich war gewirkt. Dr. Ahrens hat zum 1. Februar 1991 eine Studienratsstelle am Ratsgymnasium zu Goslar übernommen. Dr. Reinbold ist seit dem 1. April am Oldenburgischen Landesmuseum tätig. Der Kommission gehen mit ihrem Abschied viele Erfahrungen und manche Verbindungen verloren. Ihnen gebührt Dank. Es ist zu hoffen, daß sie mit den Forschungen, denen ihr Herz gehört, und damit auch mit der Kommission in Berührung bleiben.

Die personelle Neuausstattung muß ganz von vorne und ganz bescheiden neu anfangen. Die Akademie bezahlt, vorerst nur für das Jahr 1991, eine wiss. Hilfskraft im Werkvertrag, Frau Susanne Hofmann, M.A., Kiel, mit dem Auftrag, die Bibliographie der spätmittelalterlichen deutschen Reiseberichte fertigzustellen. Das ist alles, was zur Zeit an Personal vorhanden ist. Damit kann die Kommission keine überbordende Aktivität entfalten. Aber abgesehen davon, daß anderes Personal an meinem Lehrstuhl in Kiel gelegentlich aushelfen kann, wird von der Akademie versucht werden, für das Jahr 1992 die Mittel bereitzustellen, um zwei weitere studentische oder wissenschaftliche Hilfskräfte im Werkvertrag zu bezahlen, die sich der laufenden Arbeiten der Kommission annehmen sollen, als da sind Manuskriptbetreuung, Kolloquiumsvorbereitung, Redaktion dieses Mitteilungsblattes und anderes mehr. Erst dann wird die Kommission wieder an eigene Forschungsarbeiten denken und entsprechende Anträge an Drittmittelgeber stellen können.

Herrn Prof. H. G. Wagner, Sekretär der Akademie, gebührt Dank, daß er sich darum bemüht, der Kommission wieder eine Zukunftsperspektive zu geben.

3. Ein neues Bindeglied war zu schaffen zwischen den Mitarbeitern der Kommission und allen, die sich für den Gegenstand ihrer Arbeit interessieren.

Es liegt vor ihnen. Das Mitteilungsblatt soll künftig zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst erscheinen, zunächst in dieser bescheidenen, gleichsam privaten Form, von der Kieler Arbeitsstelle erarbeitet und versandt und von der Vervielfältigungsstelle der Universität Kiel hergestellt. Vielleicht wird einmal eine richtige Zeitschrift daraus, die um Hof und Residenz kreist. Der Bedarf dafür wäre vorhanden. Bis auf die fehlenden (aber künftig denkbaren) Aufsätze gleicht ihre Gliederung bereits einer solchen: Aus der Werkstatt (Forschungsberichte der Mitarbeiter); Diskussion (über methodische Fragen); Chronik (Tagungen, neue Projekte, Personalia); Buchvorstellungen (wichtiger Neuerscheinungen - einstweilen können wir noch keine Bücher besorgen); Neuerscheinungen (Titel; für Zusendung von Sonderdrucken und Bücherzetteln wären wir dankbar); Die Arbeit der anderen (parallele Unternehmungen im In- und Ausland). Von der Kieler Arbeitsstelle allein lassen sie sich einstweilen und auch künftig nicht ausfüllen. Daher richte ich an alle freien Mitarbeiter und sonstigen Interessenten die dringliche Bitte, bis zum

Redaktionsschluß am 1. September 1991

Beiträge zu den genannten Rubriken für Heft 2 mit Anregungen aller Art zur Gestaltung des Mitteilungsblatts, der Arbeit der Kommission, der Thematik künftiger Symposien nach Kiel zu senden. Wichtig wäre daneben vor allem, daß wir vom Stand der in Bearbeitung befindlichen Monographien erführen. Und schön wäre es, wenn Sie Ihre Mitteilungen auf einer im Textverarbeitungsprogramm WordPerfect oder als DOS-Datei beschriebenen Diskette nebst Ausdruck einsenden könnten - das sparte uns Arbeit.

4. Die Publikationsmöglichkeit fertiggestellter Arbeiten durch die Kommission mußte gesichert werden.

Dieser Sicherheit kommt besondere Bedeutung zu. Sie besteht. Ich darf aus einem Brief des Akademiesekretärs Prof. Wagner vom 11. Februar 1991 zitieren:

"Die Akademie ist prinzipiell bereit, jedes von der Residenzenkommission geprüfte Manuskript, das ihr zum Druck vorgelegt wird, nach dem für alle Forschungsvorhaben geltenden Regeln in ihre Finanzierung aufzunehmen."

Mit dieser Perspektive wird die Reihe "Residenzenforschung" beim Thorbecke-Verlag Sigmaringen fortgeführt.

Daneben wird eine zweite Reihe treten, von der noch nicht sicher ist, welcher Verlag sie übernehmen wird. Kontakte bestehen bereits. Diese zweite Reihe wird vom PC hergestellte und vom Laser-Drucker ausdruckte Manuskriptseiten vervielfältigen, darum bedeutend billiger sein als die große Reihe (im besten Falle in einem Kostenverhältnis 10 : 1) und Bibliographien und Materialien, Repertorien und kleinere Abhandlungen sowie Tagungsakten enthalten.

W. Paravicini, Kiel


Aus der Arbeit der Kommission

 
1. 4. Sitzung der Residenzen-Kommission am 30. Oktober 1990 in Göttingen.

Auf dieser Sitzung, an der auch Prof. Wagner als Sekretär und Frau Dr. Rickmann als Syndika der Akademie teilnahmen, trat Prof. Paravicini sein Amt an und wurde die oben dargestellte neue Richtung der künftigen Kommissionsarbeit beschlossen. Herrn Prof. Johanek, dem scheidenden Vorsitzen, dessen Einsatz die Fortführung der Kommissionsarbeit ermöglichte, wurde der gebührende Dank gesagt.
 

2. Veröffentlichungen

a. Reihe: Residenzenforschung

Erschienen sind bislang zwei Bände:
 

  • P. Johanek (Hg.), Vorträge und Forschungen zur Residenzenfrage (Residenzenforschung 1). Sigmaringen 1990.
 
  • K.-U. Jäschke, Nichtkönigliche Residenzen im spätmittelalterlichen England (Residenzenforschung 2). Sigmaringen 1990.

Im Druck befindet sich:
 

  • K. Amann, Die landesherrliche Residenzstadt Passau im spätmittelalterlichen Deutschen Reich (Residenzenforschung 3). Sigmaringen 1991.

Es ist geplant, der Überreichung dieses Bandes zu Passau die Form einer öffentlichen Feier zu geben, auf der die Kommission vertreten sein wird.
 

b. Mitteilungen der Residenzen-Kommission

Nr. 1 liegt vor, Nr. 2 soll im Herbst erscheinen.
 

c. Der Band: "Fürstliche Residenzen im spätmittelalterlichen Europa" (Vorträge und Forschungen 36) ist nicht eigentlich eine Veröffentlichung der Kommission, sondern des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte e. V. Er ist aber durch die Arbeit Prof. Patzes und der Kommission zustande gekommen. Das lang erwartete Erscheinen steht nun, nachdem das leidige Register endlich gesetzt ist, unmittelbar bevor.

3. Symposien und Werkstattgespräche

a. Das 2. Symposion der Kommission, veranstaltet vom 25.-27. November 1988 in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein e. V. in Bruchsal, war dem Thema "Burg - Schloß - Residenz. Beobachtungen zum strukturellen Verhältnis aus historischer und kunsthistorischer Perspektive" gewidmet. Es sprachen:

O. B. Roegele (München), über: "Bruchsal - Residenz im Herbst des Alten Reiches". - U. Schütte (Marburg), über: "Burg und Schloß - Zur Wehrhaftigkeit deutscher Residenzbauten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit". - U. Albrecht (Kiel), über: "Residenzschlösser in Norddeutschland am Beispiel von Gottorf und Wolfenbüttel". - F.-H. v. Hye (Innsbruck), über: "Innsbruck - Schloß und Residenzstadt". - Th. Straub (Ingolstadt), über: "Ingolstadt - Residenzstadt im Wandel vom 13. zum 15. Jahrhundert". - G. v. Buttlar (Wiener Neustadt), über: "Die Wiener Neustädter Residenz Kaiser Friedrichs III. - Werden, Bauten, Ausstattung". - H. Ehmer (Stuttgart), über: "Burg und Stadt Wertheim in ihren personellen Verflechtungen im Mittelalter".

Ein vervielfältigtes Protokoll der Tagung (99 S.), einschließlich der Zusammenfassung von W. Paravicini und Wiedergabe der Schlußdiskussion, kann bei der Arbeitsgemeinschaft (c/o Generallandesarchiv, Nördliche Hildapromenade 2, 7500 Karlsruhe 1) erbeten werden.

b. Das 3. Symposion der Kommission wird dem Hof gewidmet sein, und zwar (wie weiter unten ausführlicher dargelegt), dem "Alltag bei Hofe".

c. Hinsichtlich des 4. Symposiums sind Überlegungen im Gange, es im Herbst 1993 gemeinsam mit der Gesellschaft für Geistesgeschichte zu veranstalten (Prof. Dr. Michael Salewski, Kiel). In Aussicht genommenes Thema: "Europäische Hauptstädte".
 

4. Hof- und Verwaltungsordnungen

Die oben erwähnte Neuorientierung war durch die Aufnahme des Projekts der Verzeichnung der deutschen "Hof- und Verwaltungsordnungen des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit" bereits begonnen worden. Die Umstände haben verhindert, daß auch nur das erste Stück (Welfische Hofordnungen) bis zur Veröffentlichungsreife gedieh. Es sind umfangreiche Materialien dazu und zu Pommern, sowie zu Ostfriesland, Mecklenburg, Brandenburg, Sachsen, Bayern und Württemberg gesammelt worden. Das Projekt wird nicht aufgegeben, muß jedoch einstweilen vertagt werden.
 

5. Analytische Bibliographie spätmittelalterlicher Reiseberichte

Die 1988 begonnene Erfassung des Materials geht, was die deutschen Berichte betrifft, dem Ende entgegen. Es ist zu hoffen, daß ein druckfertiges Manuskript Ende 1991 zur Verfügung steht (vgl. unten den Arbeitsbericht von Susanne Hofmann, M.A.). Danach soll die Erfassung der nicht-deutschen Bericht beginnen (insbes. aus England, Frankreich, Italien, den Niederlanden).

Der Residenzenforschung wird durch die qualifizierte Erwähnung der Itinerarstationen und einen alphabetischen Ortsindex der unmittelbare Zugriff zu schwer erreichbarem Material geboten werden.

 
6. Handbuch der Residenzen

Dies ist vorerst nur eine Idee. Aber wir sollten daran festhalten und sie wieder aufnehmen, wenn die nötige Personalausstattung vorhanden ist. Gedacht ist an ein einbändiges Werk, in dem die besten Sachkenner, also Sie, in knapper Form über jede einzelne Residenz Auskunft geben. Die Einzelheiten müssen noch geregelt werden. Aber weshalb sollte nicht eine ganze Gruppe schaffen, was G. Köbler in seinem "Historischen Lexikon der deutschen Länder" (München 1988) mit den Kräften eines einzigen Lehrstuhls auf die Beine gestellt hat?

W. Paravicini, Kiel


3. Symposion: "Alltag bei Hofe" (1992)

 
Ort: Ansbach (Franken)

Tagungsort: Katholisches Pfarrzentrum St. Ludwig

Zeit: Freitag 28. Februar - Sonntag 1. März 1992
 

Zeitplan

1. Tag Freitag, d. 28. Februar 1992

Anreise

Abends Einführung (W. Paravicini)

2. Tag Samstag, d. 29. Februar 1992

Vormittags Sitzung 1: Die Perspektive der Kleinen

Nachmittags Sitzung 2: Die Perspektive der Großen

Abends Werkstattgespräch mit den freien Mitarbeitern: "Probleme der Gliederung und der Materialorganisation von Residenzenmonographien"

3. Tag Sonntag, d. 1. März 1992

Vormittags Sitzung 3: Die Perspektive des Fürsten

Zusammenfassung (P. Johanek)

Abreise

Das Symposium soll in drei Sitzungen versuchen, das spätmittelalterliche Leben am Hofe und in einer Residenz aus der Perspektive der Alltäglichkeit, des regelmäßig wiederkehrenden Ereignisses, anschaulich zu machen und zu problematisieren. Die in Aussicht genommene Dreidimensionalität könnte der Behandlung des Gegenstands zusätzliches Relief verleihen.

Erbeten werden Beiträge vorerst zu folgenden Bereichen und Einzelthemen:

I. Die Perspektive der Kleinen

(3-4 Vorträge)

Essen und Trinken: das Problem der Hofversorgung

Herrenessen und Knechtsessen: das Problem der sozialen Differenzierung

Tägliche Handreichungen: das Problem der niederen Dienste

Beweglichkeit: das Problem der Reiseorganisation

Feste: das Problem der Ereignislogistik

Streit und Verbrechen: das Problem von Zucht und Ordnung

Bittsteller: das Problem des Zugangs

Freunde und Verwandte: das Problem der Rekrutierung des niedrigen Hofpersonals

Alt werden bei Hofe: das Problem der Alterssicherung

II. Die Perspektive der Großen

(3-4 Vorträge)

Dienst und Herrschaft: das Problem der Einordnung und Unterordnung

Wohnen bei Hofe: das Problem der Unterbringung

Am Hof und in der Provinz: das Problem der Präsenz

Klient und Patron: das Problem des Rollenkonflikts

Familie und Gleichrangige: das Problem der Integration

Tägliche Arbeit: das Problem von Spezialisierung und Polyvalenz

Geld: das Problem der Finanzbeschaffung

Unterhaltung: das Problem der Langeweile

Hofkritik: das Problem des unbeliebten Dienstes

 

III. Die Perspektive des Fürsten

(2-3 Vorträge)

Gottesdienst: das Problem von Pracht und Pflichterfüllung

Nachrichtenwesen: das Problem der Information

Sicherheit: das Problem von Schutz, Distanz und Nähe

Fremdenempfang: das Problem des Prestiges

Gericht und Rat: das Problem der Kompetenz

Privatleben und Öffentlichkeit: das Problem des Fürsten als Privatmann

Kriegsführung: das Problem einer Hofhaltung im Felde

Luxus: das Problem der Distinktion

Mildtätigkeit und Geschenke: das Problem der angemessenen Freigebigkeit

 

Die Vorträge (von 30 Minuten Dauer) können ein Thema an sich behandeln oder exemplarisch anhand eines bestimmten Hofes oder einer Gruppe von Höfen erläutern. Eigene Themenvorschläge sind selbstverständlich hochwillkommen. Daß nicht einmal alle hier vorgeschlagenen Themen werden behandelt werden können, liegt auf der Hand.

Die Vortragsangebote, versehen mit einer voraussichtlichen Inhaltsangabe (Umfang bis zu einer Seite), bitte ich mir bis zum

1. Mai 1991

einzureichen. Es wird dann (hoffentlich) nötig sein, eine Auswahl zu treffen. Ausländische Referenten und Nichtmitglieder, die ebenfalls aufgefordert sind, sollen verständlicherweise Vorrang haben.

Schon jetzt weise ich darauf hin, daß die Referenten darum gebeten werden, vor Beginn des Symposions Thesenpapiere einzusenden, damit der Einleitungsvortrag und die anderen Referate darauf Bezug nehmen können. Die Akten des Symposions sollen in der Reihe "Residenzenforschung" veröffentlicht werden.

W. Paravicini, Kiel


Aus der Werkstatt: Forschungsberichte der Mitarbeiter

 Analytische Bibliographie spätmittelalterlicher Reiseberichte

Im Rahmen der Arbeiten der Residenzenkommission entsteht seit Anfang 1989 eine analytische Bibliographie deutscher Reiseberichte. Sie ist als Handbuch gedacht und soll neben einem möglichst vollständigen Verzeichnis aller gedruckten deutschen Reiseberichte mit den wichtigsten bibliographischen Angaben kurze inhaltliche Hinweise enthalten, insbesondere auf die vorkommenden Orte, darunter zahlreiche Höfe und Residenzen.

Die Arbeit, von Heike Ahlborn und Lars Bosse begonnen, wird gegenwärtig von mir weitergeführt. Aufgenommen wurden Pilgerfahrten, Gesandtschaftsberichte und Ritterreisen, über die gedruckte Berichte vorliegen. Zur Zeit werden nur die deutschsprachigen bzw. lateinischen Berichte bearbeitet.

Im ersten Arbeitsschritt wurde die einschlägige Sekundärliteratur zum Thema Reisen bibliographisch erfaßt und nach Hinweisen auf gedruckte Reiseberichte bearbeitet. So konnten bis jetzt 128 Berichte aufgenommen werden, wobei das Reiseziel zum größten Teil im Heiligen Land lag.

Um dem späteren Benutzer dieser Bibliographie ein übersichtliches Instrument an die Hand zu geben, wurde die Arbeit wie folgt gegliedert: Nach dem Namen des Reisenden folgt die Reisezeit und das Reiseziel. Soweit bekannt, wird kurz auf den Autor des Reiseberichts eingegangen und die Reisegruppe namentlich festgehalten. Als Reisegruppe werden dabei nur diejenigen Personen angesehen, die die Reise von Anfang bis Ende gemeinsam unternehmen. Die weiteren Daten werden systematisch unter den Buchstaben a. - h. erfaßt:

a: Abfassungszeit und handschriftliche Überlieferung(en)

b: Allgemeine bibliographische Angaben

c: Ältere Drucke

d: Textausgaben des 19. und 20. Jahrhunderts

e: Fremdsprachliche Ausgaben

f: Spezielle bibliographische Angaben

g: Zusätzliche inhaltliche Angaben

h: Itinerar

Die Punkte a. - f. sind größtenteils abgeschlossen, so daß im Moment die Erstellung der Itinerare im Zentrum der Arbeit steht. Der gegenwärtige Bearbeitungsstand liegt bei dem Bericht Nr. 35 aus dem Jahre 1446. Die Orte außerhalb Europas werden fortgelassen, bei Reisen in das Heilige Land sind nur die Etappen erwähnt. Falls die heutige Bezeichnung eines Ortes nicht bekannt ist oder ein Ort nicht identifizert werden konnte, wird der Name kursiv gesetzt. Um neben den bibliographischen Angaben auch qualifizierte Aussagen über den Inhalt der Reiseberichte machen zu können, wurden die Orte, über die topographische Details o.ä. mitgeteilt werden, mit bis zu drei Sternchen gekennzeichnet und in Klammern besondere Vorkommnisse knapp erläutert.

Wenn die Arbeit an den deutschsprachigen Reiseberichten abgeschlossen ist, sollen in einem nächsten Arbeitsschritt die fremdsprachigen Reiseberichte folgen.

Susanne Hofmann, Kiel
 

Die Entstehung der Residenz Heidelberg

Im Rahmen des Residenzen-Projektes der Göttinger Akademie der Wissenschaften ensteht als Dissertation eine Untersuchung, die die Entwicklung der Stadt Heidelberg zur Residenz der Pfalzgrafen bei Rhein zum Gegenstand hat.

Gleich zu Beginn der Arbeit stellten sich Schwierigkeiten ein, als das von H. Patze und G. Streich erarbeitete Schema, das den am Projekt beteiligten Einzeluntersuchungen von Residenzen zugrundegelegt werden sollte, auf das konkrete Thema zu beziehen war und zu dessen Strukturierung dienen sollte. Das Bemühen um ein eigenes Konzept führte zunächst zu dem Versuch einer Bestimmung des Begriffes 'Residenz', der einen - wenn sicherlich auch diskutierbaren, so doch immerhin eindeutigen - Ausgangspunkt der Untersuchung bildet. Daraus werden dann Gesamtkonzept und Darstellungweise abgeleitet.

Aus der großen Anzahl von Themenbereichen, die im Zusammenhang mit der Entwicklung einer Residenz zu berücksichtigen sind, und der langen, häufig über Jahrhunderte währenden Dauer dieses Prozesses ergibt sich die Notwendigkeit der Eingrenzung des Themas - dies haben vermutlich die meisten Residenzen-Bearbeiter festgestellt. Die Eingrenzung sollte nicht thematisch, sondern durch Beschränkung auf einen für die Entwicklung als wesentlich anzusehenden Zeitraum erfolgen, um der zugrundegelegten Problemstellung trotz dieses unvermeidlichen Kompromisses nach Möglichkeit gerecht zu werden; im Falle Heidelbergs ist dies realisierbar und erscheint legitim.

In den Mittelpunkt der Arbeit rückt somit die Darstellung der Herrschaftszeit Pfalzgraf Ruprechts I. und insbesondere die 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts.

Die zentralen thematischen Bereiche, auf die innerhalb dieser Periode ausführlich einzugehen ist, sind die sehr aussagefähige Untersuchung der Aufenthaltshäufigkeiten und der Urkundenausstellungen unter dem Aspekt der Residenzbildung, der pfalzgräfliche Hof und seine materielle Versorgung, die Verwaltungsinstitutionen, die Topographie und die Architektur des Residenzortes.

Ob jeder dieser Bereiche in der gebührenden und angestrebten Ausführlichkeit behandelt werden kann, hängt in erster Linie von dem überlieferten Quellenmaterial ab. Nicht alles, was wünschenswert und erforderlich wäre, ist vorhanden. Der weitaus größte Teil der bearbeiteten Quellen befindet sich im Generallandesarchiv in Karlsruhe; dessen Bestand der pfälzischen Kopialbücher liefert die wichtigste Basis für die Arbeit.

Teile des gedruckten und sämtliches ungedruckte Quellenmaterial wurden mit einem Datenbank-Programm aufbereitet, um einen guten Überblick und einen optimalen selektiven Zugriff auf die große Menge an Informationen zu haben.

Wenn die Arbeit, wie angestrebt, im Spätsommer fertiggestellt sein wird, muß sich erweisen, ob das Ergebnis die Konzeption und das methodische Vorgehen rechtfertigt.

Johann Kolb, Kiel


Diskussion

Die bisherige Arbeit der Kommission war wesentlich topographisch orientiert und auf Residenzorte ausgerichtet. Diese Perspektive ist wichtig, aber sie sollte nicht die einzige bleiben. Neben den topographischen trete der sozial-personale und der organisatorische Aspekt. Mit der Residenz als Ort der Herrschaft sollte als die andere Seite der Medaille der Hof als Organsationsform der Herrschaft stärker betrachtet werden. An der Absicht, alle wichtigen deutschen Residenzorte zu behandeln, wenn auch nicht nach einheitlichem Muster (vgl. H. Patze/G. Streich, Die landesherrlichen Residenzen im spätmittelalterlichen Reich, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 118 [1982] 205-220), wird festgehalten. Aber es sind auch Studien über den Hof und seine Organisation an und für sich denkbar, losgelöst vom konkreten Ort, zumal der Übergang von der Reise- zur Residenzherrschaft fließend ist und Hof und Verwaltung sich trennen. Wir brauchen Studien über die Soziologie des mittelalterlichen Hofes und allgemein über Hofordnungen. Ich wäre für Diskussionsbeiträge zu diesem Punkt für die nächste Nummer dieser Mitteilungen besonders dankbar.

W. Paravicini, Kiel



Chronik

 
K. Neitmann, Berlin, hielt auf dem 42. Baltischen Historikertreffen zu Göttingen 1989 einen Vortrag über das Thema: "Die Residenzen des livländischen Ordensmeisters in Riga und Wenden im 15. Jahrhundert".

K.-H. Ahrens trug im Historisches Seminar der Universität Stuttgart 1989 vor über "Hofordnung oder Herrschaftsvertrag? Untersuchungen zu den Vereinbarungen von Vilshofen und Regensburg aus den Jahren 1293 und 1294".

Derselbe sprach über "Fürstliche Regulativa Mittel- und Ostdeutschlands im 15. und 16. Jahrhundert" auf der Tagung des Herder-Forschungsrates 1990 in Marburg.

*

Die Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein e. V., mit der das 2. Symposion der Kommission veranstaltet worden war (s. oben), hat anläßlich des 275jährigen Jubiläums der Residenzstadt Karlsruhe ihre Bemühungen um das Thema fortgesetzt durch ein vom 27.-29. April 1990 in Karlsruhe veranstaltetes Kolloquium mit dem Gegenstand: "Aspekte hauptstädtischer Zentralität von der frühen Neuzeit bis zum Ende der Monarchie".

Folgende Vorträge wurden gehalten:

E. Reinhard (Karlsruhe): "Die Residenz in der Kulturlandschaft Südwestdeutschlands - Ihre Topographie und ihr Umland". - V. Himmelein (Karlsruhe): "Die Selbstdarstellung von Dynastie und Staat in ihren Bauten - Architektur und Kunst in den Residenzen Südwestdeutschlands". - M. Stürmer (Erlangen/ Ebenhausen): "'Wir fürchten uns vor einer Hauptstadt.' Das Hauptstadtproblem in der deutschen Geschichte". - P.C. Hartmann (Mainz): "Monarch, Hofgesellschaft und höfische Ökonomie - Wirtschaft und Gesellschaft in neuzeitlichen Residenzen". - B. Wunder (Konstanz): "Kanzlei und Kaserne - Das Werden der modernen Regierungsmetropole". - P. Fuchs (München): "Der Musenhof - Geistesleben und Kultur in den Residenzen der Neuzeit". - K. Andermann (Karlsruhe): "Kirche und Grablege - Zur sakralen Zentralität von Residenzen". - E.O. Bräunche (Karlsruhe): "Vom markgräflichen 'Lust-Hauß' zur großherzoglichen 'Haupt- und Residenzstadt'".

*

Aus Anlaß des 250. Jahrestages der Grundsteinlegung für das Residenzschloß in der werdenden Hauptstadt des Landes Baden-Durlach, Karlsruhe, veranstaltete das Badische Landesmuseum Karlsruhe vom 15. Juni bis zum 14. Oktober 1990 eine Ausstellung mit dem Titel "'Klar und lichtvoll wie eine Regel' - Planstädte der Neuzeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert"; ein Katalog dieses Titels erschien im gleichen Jahr in Karlsruhe.

*

Das Deutsche Historische Institut und die Bibliotheca Hertziana veranstalteten vom 24.-27. 10. 1990 in Rom ein Kolloquium zum Thema: "Arte, Committenza ed Economia a Roma e nelle Corti del Rinascimento, 1420-1530".

Folgende Vorträge waren geplant:

C.L. Frommel (Rom): Indirizzo di saluto e tematica. A. Esch (Rom): Sul rapporto fra arte e economia nel Rinascimento italiano. - M. Miglio (Rom): La committenza a Roma nel XV secolo: le premesse sociali. - P. Partner (Winchester): Gli alti ranghi della Curia: committenze dei segretari papali e dei chierici della Camera Apostolica 1417-1527. - A.M. Corbo (Rom): La committenza nelle famiglie romane e metà del XV secolo: il caso di Pietro Millini. - M. Winner (Rom): Sisto IV innovatore degli edifici di Roma e mecenate della Bibliotheca Vaticana, in effigie. - A. Esposito (Rom): L'associazionismo religioso romano tra arte e devozione: mutamenti e persistenza nel corso del XV secolo. - R. de Majo (Napoli): Michelangelo e la committenza pontificia. - C.L. Frommel (Rom): Un caso esemplare di committenza cardinalizia: il palazzo della Cancelleria. - J. Shearmann (Harvard): Le committenze dei papi Giulio II e Leone X. - Ch. Thoenes (Rom): Committenza ed economia nei trattati di architettura del XV e XVI secolo. - F.W. Kent (Melbourne): Lorenzo de Medici e il convento delle Murate (1471-72). Riflessioni sulle sue committenze ecclesiastiche. - C. Elam (London): Lorenzo il Magnifico come mecenate di architettura ed il problema del giardino mediceo a San Marco. - A. Tenenti (Paris): Committenza e mecenatismo nell'edilizia: Firenze, Urbino, Mantova 1430-1530. - D.S. Chambers (London): Mantovani e Roma, c. 1471-1492. - C.H. Clough (Liverpool): Pandolfo Petruci e il concetto di "Magnificenza". - A. Tönnesmann (München): Federico di Montefeltro e l'arte alla corte di Urbino. - L. Giordano (Pavia): Le committenze alla corte di Ludovico il Moro. - R. Schofield (Nottingham): Il mecenate di Bramante: Gaspare Visconti. - G. Doria (Genova): Una città senza corte: economia e committenza nella Genova del Cinquecento. - S. Gorse (Claremont): Committenza ed ambiente della corte di Andrea Doria a Genova. - H. Burns (Harvard): Architettura e committenza nel Veneto 1500-1530. - M. Tafuri (Venedig): Architettura e committenti nella Scuola Grande di San Rocco a Venezia. - B. Jestaz (Paris): II mecenatismo di un cardinale veneziano: le committenze di G.B. Zen (1439-1501) a Roma, Vicenza, Padova e Venezia. - M. Warnke (Hamburg): Liberalitas come momento di promozione artistica nel XV secolo.

*

Prof. Dr. Klaus Flink, Stadtarchiv Kleve, Postfach 1960, 4190 Kleve, bereitet eine Tagung über Residenzen am Niederrhein vor, die am 25.-26. September 1992 stattfinden soll. Die Mitarbeiter am Residenzen-Unternehmen werden durch ihn näher unterrichtet werden.


Buchvorstellungen

 Die hier beginnende - und sich hoffentlich durch Beiträge anderer fortsetzende - Rubrik mit Buchvorstellungen und Besprechungen beginnt mit zwei Arbeiten, die als Dissertationen aus dem von H. Patze initiierten Residenzen-Projekt der Göttinger Akademie der Wissenschaften hervorgegangen sind.

Ins Zentrum ihrer Untersuchung über die Wettiner rückt

Brigitte Streich, Zwischen Reiseherrschaft und Residenzbildung: Der wettinische Hof im späten Mittelalter, Köln/Wien 1989 (Mitteldeutsche Forschungen, Bd. 101), 666 Seiten,

die Dynamik des im Titel angesprochenen Übergangsprozesses. Sie weicht dabei von dem für die Mitarbeiter des Projektes von H. Patze und G. Streich erarbeiteten und 1987 für nicht mehr verbindlich erklärten Schema ab und konzentriert sich auf diejenigen Bereiche, für die auf ein besonders reichhaltiges Quellenmaterial zurückgegriffen werden konnte.

Die Hauptteile ihrer Arbeit behandeln die Entwicklung des Territoriums, Landesherr und Kirche, Klostergründungen, Regierungs-und Zentralbehörden, Itinerare der Markgrafen von Meißen, Landgrafen von Thüringen und Kurfürsten von Sachsen vom 12. bis zum späten 15. Jahrhundert (mit einer Reihe von Itinerarkarten für die Markgrafen), ferner Hofverwaltung, Hofgesellschaft und Hofkultur. B. Streich verzichtet weitgehend auf die Darstellung der Topographie eines Residenzortes und weist darauf hin, daß sich im behandelten Zeitraum, d.h. vor allem das 15. Jahrhundert bis zur Leipziger Teilung 1485, "kein eindeutig als Residenz zu definierender Aufenthaltsort des Hofes findet".

Eine außerordentlich gute Grundlage für die Aufarbeitung dieser Bereiche bot das umfangreich überlieferte Geschäftsschriftgut der wettinischen Hof- und Landesverwaltung, insbesondere Amts-, Hof- und Zentralrechnungen, in den Staatsarchiven in Dresden und Weimar.

Die Autorin verweist in ihrer Zusammenfassung auf die Bedeutung des Hofes für die Residenzbildung: "Nicht die Residenz als Örtlichkeit, sondern der Hof als Personenverband, der Herrschaft und Verwaltung im Namen des Kurfürsten ausübte und kontrollierte und der sich aus zahlreichen heterogenen Personengruppen zusammensetzte, stand daher im Zentrum der Darstellung."

Die Untersuchung der Hofverwaltung ergab eine weitgehende Ausrichtung auf die Reiseherrschaft, der wettinische Hof besaß eine große Mobilität.

Sie definiert am Schluß der Untersuchung 'Residenz' als den Hauptstandort des Hoflagers; dorthin kehrte der Fürst von seinen Reisen, die weniger der Herrschaftsausübung, sondern überwiegend privatem Vergnügen dienten, zurück. Im 13. Jahrhundert traten Torgau, Meißen und vor allem Dresden hervor, im 14. Jahrhundert hielt man sich überwiegend in Thüringen auf, und seit dem späten 14. und in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts waren Meißen und Dresden wieder dominierend. In Thüringen verlief die Entwicklung geradliniger, dort war seit den 1430er Jahren Weimar der Hauptstandort des Hofes.

"Die für die Bedeutung eines Ortes als Residenz ausschlaggebende Häufung von Funktionen wie Behördenstandort, Grablege und herausragende Stellung im Itinerar sucht man in Kursachsen vergebens". Das "ideelle Zentrum" der Markgrafschaft und Ort der Grablege der Dynastie war Meißen. Die Residenzfunktion Dresdens bleibt weitgehend beschränkt auf den wichtigsten Standort des Hoflagers.

Im Anhang der Arbeit wird das Itinerar der Kurfürsten von Sachsen und ihres Hofes (1442-1484) wiedergegeben; läßt man sich nicht durch eine gewisse Unübersichtlichkeit der graphischen Darstellung davon abhalten, so kann man diesem eine Vielzahl von Informationen entnehmen. Darüberhinaus gibt es im Anhang eine Auflistung der wichtigsten wettinischen Räte, Hof- und Kanzleibeamten von 1300 bis 1485. Ein Register vervollständigt die Untersuchung.

 

Als stark gekürzte Fassung seiner Arbeit über die Residenzbildung in der Mark Brandenburg erschien im vorigen Jahr mit ambitioniertem Titel:

Karl-Heinz Ahrens, Residenz und Herrschaft. Studien zu Herrschaftsorganisation, Herrschaftspraxis und Residenzbildung der Markgrafen von Brandenburg im späten Mittelalter, Frankfurt a.M., Bern, New York 1990 (Europäische Hochschulschriften: Reihe 3, Geschichte und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 423), 362 Seiten.

In der Einleitung setzt Ahrens sich im Anschluß an die Feststellung, daß eine Residenz nicht zu definieren, sondern eigentlich nur zu beschreiben ist, mit diesem Begriff und den Merkmalen auseinander, die bei der Untersuchung einer Residenz zu berücksichtigen sind.

Der breit angelegten Arbeit war ursprünglich, wie der Verfasser schreibt, das Patze/Streich-Schema zugrundegelegt worden, für die Veröffentlichung war jedoch die Konzentration auf einige wesentliche Kernbereiche notwendig. Behandelt werden die Aufenthalte der Markgrafen, die Hof- und Landesverwaltung, Hofhalt und Hofwirtschaft, dann folgt die Darstellung der Orte, die als Residenzen anzusehen sind: Spandau, Tangermünde und Berlin.

Die für die Arbeit benutzten ungedruckten Quellen entstammen dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin und dem Zentralen Staatsarchiv Merseburg.

Weil die Bedingungen der Residenzbildung, insbesondere die unstete territoriale Entwicklung, ungünstig waren, konnte Ahrens zufolge eine herausragende Residenzstadt erst relativ spät entstehen. Unter Friedrich II. wurde Berlin in den 50er und 60er Jahren des 15. Jahrhunderts zum Mittelpunkt der Mark Brandenburg: "Der Bau des Cöllner Schlosses, die feste Lokalisierung der bedeutendsten Regierungs- und Verwaltungsorgane in Berlin und der kontinuierliche Aufbau des Hofes markieren den letzten entscheidenden Wendepunkt in der mittelalterlichen Geschichte des Landes und der Stadt."

Einige Beilagen - Stammtafeln, eine Karte der Mark Brandenburg und Stadtgrundrisse von Spandau, Tangermünde und Berlin/Cölln - schließen den Band ab.

Johann Kolb, Kiel


Neuerscheinungen

Die folgende Liste erhebt nicht den geringsten Anspruch auf Vollständigkeit. Wie alles andere in dieser ersten Nummer ist sie der Hinweis auf das, was getan werden sollte.

 
K.-H. Ahrens, Residenz und Herrschaft. Studien zu Herrschafsorganisation, Herrschaftspraxis und Residenzbildung der Markgrafen von Brandenburg im späten Mittelalter (Europäische Hochschulschriften III, 427). Frankfurt a. M., Bern, New York 1990 [vgl. oben Buchvorstellungen].

K.-H. Ahrens, Bemerkungen zur Mittelpunktsfunktion Berlins und Tangermündes im 14. und 15. Jahrhundert, in: P. Johanek (Hg.) 1990, S. 147-184.

K.-H. Ahrens, Art. "Hofordnung", in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 4, München 1990, Sp. 74-76.

K.-H. Ahrens, Herrschaftsvorort - Residenz - Hauptstadt. Zentren der Herrschaftsausübung in Spätmittelalter und früher Neuzeit. Phänomene und Begrifflichkeit, in: Fürstliche Residenzen und ihre Bedeutung für den Territorialstaat des 17. und 18. Jahrhunderts, hg. von der Forschungsbibliothek Gotha, Gotha 1990.

U. Albrecht, Der Adelssitz im Mittelalters. Studien zum Verhältnis von Architektur und Lebensform im nordwestlichen Europa. Habil.-Schrift (Ms.) Kiel 1989 [wird veröffentlicht].

K. Amann, Passau als landesherrliche Residenzstadt im spätmittelalterlichen Deutschen Reich, in: P. Johanek (Hg.) 1990, S. 77-99.

K. Andermann, Burgen und Residenzen des Hochstifts Speyer im Spiegel der Hausratsverzeichnisse von 1464/65, in: P. Johanek (Hg.) 1990, s. 101-120.

K. Andermann & O. B. Roegele, Residenzen der Bischöfe von Speyer. Speyer/Udenheim/Bruchsal (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Bruchsal, 5), Bruchsal 1989.

X. Barral i Altet (Hg.), Artistes, artisans et production artistique au moyen âge. Bd. 3: Fabrication et consommation de l'oeuvre. Paris 1990. [1986 erschien Bd. 1: Les hommes, 1988 Bd. 2: Commande et travail].

I. Bodsch, Burg und Herrschaft. Zur Territorial- und Burgenpolitik der Erzbischöfe von Trier im Hochmittelalter bis zum Tod Dieters von Nassau (+1307) (Veröffentlichungen der Landeskundlichen Arbeitsgemeinschaft im Regierungsbezirk Koblenz e.V., 12). Boppard 1989.

K.E. Demandt, Rheinfels und andere Katzenelnbogener Burgen als Residenzen, Verwaltungszentren und Festungen 1350-1650 (Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission). Darmstadt 1990. [Vgl. P. Moraw in der FAZ vom 27. Nov. 1990].

G. Fouquet, 'Wie die kuchenspise sin solle'. Essen und Trinken am Hof des Speyerer Bischofs Matthias von Rammung, in: Pfälzer Heimat 39 (1988) 12-27.

E.J. Greipl, Macht und Pracht. Die Geschichte der Residenzen in Franken, Schwaben und Altbayern. Regensburg 1991.

Hauptstadt. Zentren, Residenzen, Metropolen in der deutschen Geschichte, hg. v. Bodo-Michael Baumunk u. Gerhard Brumm, Köln 1989 (Katalog der Ausstellung in Bonn 1989).

B. Jähnig, Organisation und Sachkultur der Deutschordensresidenz Marienburg, in: P. Johanek (Hg.) 1990, S.45-75.

K.-U. Jäschke, Nichtkönigliche Residenzen im spätmittelalterlichen England (Residenzenforschung 2). Sigmaringen 1990.

P. Johanek (Hg.), Vorträge und Forschungen zur Residenzenfrage (Residenzenforschung 1). Sigmaringen 1990 [die einzelnen Beiträge sind in diese Bibliographie aufgenommen].

F. Kavka, Am Hofe Karls IV. Stuttgart 1990.

D. Kerber, Stolzenfels bei Koblenz. Ein Beitrag zur Geschichte des Erzstifts Trier im Spätmittelalter, in: Burgen und Schlösser 31 (1990) 19-28.

S. Lorenz, Stuttgart auf dem Weg zur Landeshauptstadt: Die Residenz der Grafen von Württemberg, in: Vergangenheit und Verantwortung. Otto Borst zum 65. Geburtstag = Die alte Stadt. Vierteljahreszeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie und Denkmalpflege 16 (1989) 301-314.

K. Neitmann, Was ist eine Residenz? Methodische Überlegungen zur Erforschung der spätmittelalterlichen Residenzbildung, in: P. Johanek (Hg.) 1990, S. 11-43.

K. Neitmann, Der Hochmeister des Deutschen Ordens in Preußen - ein Residenzherrscher unterwegs (Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, 30). Berlin 1990.

A.S. Norris (Hg.), The Sforza Court. Milan in the Renaissance. Austin 1989.

Planstädte der Neuzeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, Karlsruhe 1990 (Katalog der Ausstellung Karlsruhe 1990).

W. Rösener, Hofämter an mittelalterlichen Fürstenhöfen, in: DA 45 (1989) 485-550.

R. Seyboth, Nürnberg, Cadolzburg und Ansbach als spätmittelalterliche Residenzen der Hohenzollern, in: Jahrbuch für Fränkische Landesforschung 49 (1989) 1-25.

H.-B. Spies, Aschaffenburgs Aufstieg zur mainzischen Nebenresidenz im 13. Jahrhundert, in: Aschaffenburger Jahrbuch 11-12 (1988) 425-436.

B. Streich, Die Erichsburg. Eine Calenbergische Nebenresidenz in der frühen Neuzeit. Ihre Funktion als Wirtschaftsbetrieb, Fürstenhof und Verwaltungsmittelpunkt, in: Einbecker Jahrbuch 40 (1989) 31-60.

B. Streich, Die Itinerare der Markgrafen von Meißen. Tendenzen der Residenzenbildung. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte 125 (1989) 159-188.

B. Streich, Vom Liber computacionum zum Küchenbuch. Das Residenzproblem im Spiegel der wettinischen Rechnungen, in: P. Johanek (Hg.) 1990, S. 121-146.

B. Streich, Zwischen Reiseherrschaft und Residenzbildung: Der Wettinische Hof im späten Mittelalter (Mitteldeutsche Forschungen, 101). Köln/Wien 1989 [vgl. oben Buchvorstellungen].

A. Weinmann, Braunschweig als landesherrliche Residenz im Mittelalter. Phil. Diss. (Ms.) Göttingen 1989 [im Druck].

 



 
Die Arbeit der anderen

 Diese Rubrik steht hier nur pro memoria. In der nächsten Nummer soll an dieser Stelle Auskunft gegeben werden über die italienische Gruppe "Europa delle Corti".

 



 
Die Mitglieder der Residenzen-Kommission

Stand: 1. April 1991

 
Prof. Dr. Hartmut Boockmann, Seminar für mittlere und neuere Geschichte der Universität Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 5, 3400 Göttingen; Calsowstr. 33, 3400 Göttingen. Tel.: 0551/39-4631/32 oder 0551/59774 (priv.).

Prof. Dr. Josef Fleckenstein, Max-Planck-Institut für Geschichte, Hermann-Föge-Weg 11, 3400 Göttingen; Zur Akelei 37, 3400 Göttingen-Nikolausberg. Tel.: 0551/4956-0 oder 0551/21227 (priv.).

Prof. Dr. Volker Honemann, Seminar für deutsche Philologie der Universität, Humboldtallee 13, 3400 Göttingen; Nonnenstieg 68, 3400 Göttingen. Tel.: 0551/39-7076 oder 0551/59384 (priv.).

Prof. Dr. Peter Johanek, Westfälische Wilhelms-Universität, Historisches Seminar, Domplatz 20-22, 4400 Münster, Sentruper Höhe 40, 4400 Münster. Tel.: 0251/834345 oder 0251/81865 (priv.)

Prof. Dr. Werner Paravicini (Vorsitz), Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität, (postalisch:) Olshausenstr. 40, (Besuchsadresse:) Leibnizstr. 8, 2300 Kiel 1; Kronskamp 6, 2300 Kiel-Kronshagen. Tel.: 0431/880-3403, 2282, 2280 oder 0431/588598 (priv.).

Prof. Dr. Hans Patze, Resedaweg 5, 3400 Göttingen-Nikolausberg. Tel.: 0551/2736.

Prof. Dr. Ernst Schubert, Institut für historische Landesforschung, Platz der Göttinger Sieben 5, 3400 Göttingen. Tel.: 0551/39-4345/46.

Prof. Dr. Reinhard Wenskus, Kastanienweg 2, 3406 Bovenden. Tel.: 0551/8608.



Die freien Mitarbeiter und Betreuer

Stand: 1. April 1991

Vorbemerkung:

Diese Liste entspricht dem der Residenzen-Kommission vorliegenden Verzeichnis. Ich bitte darum, mir Änderungen jeglicher Art mitzuteilen.

W. Paravicini

 
Dr. Karl-Heinz Ahrens [Residenzbildung der Welfen in Südniedersachsen, Halberstadt], Klinkerfuesstr. 9, 3400 Göttingen, Tel.: 0551/71310.

Dr. Konrad Amann, M.A., [Passau], Universität Mainz, Historisches Seminar I: Allgemeine und neuere Geschichte, Saarstr. 21, 6500 Mainz 1; Im Münchfeld 33/14, 6500 Mainz; Mozartstr. 1, 8399 Fürstenzell, Tel.: 06131/39-2663 oder 08502/1322 (priv.).

Dr. Kurt Andermann [Bischöfe von Speyer], Generallandesarchiv, Nördliche Hildapromenade 1, 7500 Karlsruhe; Nibelungenring 79, 7513 Stutensee 1, Tel.: 0721/1352672 oder 07244/92561 (priv.).

Dr. Wolf-Rüdiger Berns [Grafen von Nassau: Idstein/Wiesbaden] Arnoldistr. 2, 6348 Herborn, Tel.: 02772/42520.

Dr. Horst Bitsch [Landgrafen von Hessen: Marburg/Kassel] Blumenring 3, 6301 Heuchelheim, Tel.: 0641/61387.

Archivdir. Dr. Gertrud v. Buttlar [Wiener Neustadt], Magistrat der Stadt Wiener Neustadt, Abt. 10, Postfach 49, Hauptplatz 1-3, A-2700 Wiener Neustadt.

Dr. Klaus Conrad [Herzöge von Pommern], Herzberger Landstr. 58, 3400 Göttingen, Tel.: 0551/39-3098 oder 0551/42811 (priv.).

Univ.-Doz. Dr. Peter Csendes [Wien], Schillerstr. 28a, A-2351 Wiener Neudorf.

Dr. Klaus Peter Decker [Büdingen], Fürstl. Ysenburgisches und Büdingisches Archiv, Schloß, Neuer Bau, 6470 Büdingen (Oberh.), Tel. 06042/ 7722.

Prof. Dr. Heinz Dopsch [Salzburg], Institut für Geschichte der Universität Salzburg, Mirabellplatz 1, A-5020 Salzburg; Seewalchen 87, A-5201 Seekirchen, Tel.: 0043/44511/84-4511 oder 4755; 0043/6212/7145 (priv.).

Prof. Dr. Herwig Ebner [Graz], Institut für Geschichte der Karl Franzens-Universität Graz, Heinrichstr. 26, A-8010 Graz; Carnerigasse 10/I/13, A-8010 Graz.

Dr. Hermann Ehmer [Grafen von Wertheim], Landeskirchliches Archiv, Gänsheidestr. 4, Postfach 101342, 7000 Stuttgart 10, Tel.: 0711/2149-258.

Prof. Dr. Rudolf Endres [Bamberg], Institut für Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität, Kochstr. 4, 8520 Erlangen, Tel.: 09131/85-2789 oder 51879 (priv.).

Dr. Dietmar Flach [Grafen von Katzenelnbogen], Alte Heerstr. 55, 5400 Koblenz.

Prof. Dr. Klaus Flink [Residenz Kleve], Stadtarchiv Kleve, Postfach 1960, Hagschestr. 2, 4190 Kleve, Tel. 02821/84340 oder 27385 (priv.).

Prof. Dr. Alois Gerlich [Erzbischöfe von Mainz], Universität Mainz, Historisches Seminar, Saarstr. 21, 6500 Mainz 1; Fritz-Philippi-Str. 13, 6200 Wiesbaden, Tel.: 06131/39-2612 oder 06121/401151 (priv.).

Reinhard Hamann [Herzöge von Braunschweig-Lüneburg: Celle] Glazer Str. 20, 3060 Stadthagen, Tel.: 05721/ 74667.

Prof. Dr. Peter Claus Hartmann [Betreuer], Universität Mainz, Historisches Seminar I: Allgemeine und neuere Geschichte, Saarstr. 21, 6500 Mainz 1; Lederergasse 27a, 8390 Passau, Tel.: 06131/39-2663 oder 0851/36603 (priv.).

Prof. Dr. Alfred Haverkamp [Betreuer], Fachbereich III der Universität Trier, Postfach 3825, 5500 Trier; Auf der Lai 2, 5501 Gusterath, Tel.: 0651/201-2174; 06588/377 (priv.).

Prof. Dr. Ivan Hlavácek [Böhmen], U Mrazorky 16, CSFR-15000 Praha 5.

Ingeborg Höting, M.A. [Herren von Steinfurt], Am Tannenhof 47, 5200 Siegburg.

Prof. Dr. Bernd-Ulrich Hucker [Herzöge von Sachsen-Lauenburg], Historisches Seminar der Universität Osnabrück-Vechta, 2848 Vechta.

Senatsrat Univ.Doz. Dr. Franz-Heinz v. Hye [Tiroler Raum: Innsbruck, Brixen u. a.], Stadtarchiv, Badgasse 2, A-6020 Innsbruck, Tel.: 0043/ 5222/27380.

Dr. Bernhart Jähnig [Deutscher Orden in Preußen], Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Archivstr. 12-14, 1000 Berlin 33; Karolinenstr. 1, 1000 Berlin 37, Tel.: 030/83901-148 oder 030/8014450 (priv.).

Dieter Kerber [Erzbischöfe von Trier], Auf der Bienhornschanze 21, 5400 Koblenz, Tel.: 0261/74721.

Dr. Jost Kloft [Grafschaft Nassau: Siegen], Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstr. 1/3, 5400 Koblenz; Roonstr. 4, 5400 Koblenz, Tel.: 0261/35148.

Johann Kolb [Pfalzgrafen bei Rhein: Heidelberg], Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität, Olshausenstr. 40, 2300 Kiel 1; Schmiedestr. 24, 2370 Westerrönfeld; Tel.: 0431/880-1484 oder 04331/87339 (priv.).

Prof. Dr. Andreas Kraus [Koordination der Arbeiten für den bayerischen Raum], Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Marstallplatz 8, 8000 München 22, Tel.: 089/ 228271 oder 295357 (priv.).

Prof. Dr. Karl-Friedrich Krieger [Betreuer], Historisches Institut der Universität Mannheim, Schloß, 6800 Mannheim, Tel.: 0621/292-5402 oder 0621/857532 (priv.).

Dr. Christian Lamschus [Ostfriesland], Stöteroggestr. 4, 2120 Lüneburg, Tel.: 04131/47900 oder 33420 (priv.).

Priv.-Doz. Dr. Sönke Lorenz [Grafen/Herzöge von Württemberg] Historisches Seminar der Universität Stuttgart, Keplerstr. 17, 7000 Stuttgart 1, Tel.: 0711/121-3446 oder 121-3451.

Priv.-Doz. Dr. Klaus Militzer [Erzbischöfe von Köln], Winckelmannstr. 32, 5000 Köln 30.

Dr. Klaus Neitmann [Deutscher Orden in Livland: Riga], Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Archivstr. 12-14, 1000 Berlin 33; Retzowstr. 53, 1000 Berlin 46, Tel.: 030/8390100 oder 030/7755853 (priv.).

Prof. Dr. Franz Quarthal [Vorderösterreich], Historisches Seminar der Universität Passau, Innstr. 25, 8390 Passau; Cottbuser Weg 8, 7407 Rottenburg 1, Tel.: 0851/509-207 oder -470 oder 07472/25112 (priv.).

Dr. Michael Reinbold [Magdeburg und Halle], Flötenstr. 40a, 2900 Oldenburg (Oldg.).

Michael Rumpf [Markgrafen von Baden], Stadtarchiv Bühl, 7580 Bühl.

Dr. Reinhard Seyboth [Residenzen der Hohenzollern in Franken], Friedrich-Ebert-Str. 34, 8400 Regensburg.

Prof. Dr. Heinrich Schmidt [Grafschaft Oldenburg], Hugo-Gaudig-Str. 10, 2900 Oldenburg, Tel.: 0441/501217.

Prof. Dr. Wilhelm Störmer [München und Landshut] Institut für bayerische Geschichte der Universität München, Ludwigstr. 14, 8000 München 22; Pappelstr. 40, 8014 Neubiberg bei München, Tel.: 089/602760.

Dr. Theodor Straub [Ingolstadt], Bergstr. 29, 8074 Gaimersheim-Lippertshofen, Tel.: 08406/562.

Dr. Brigitte Streich [Wettiner in Thüringen und Sachsen], Behrenser Str. 10, 3413 Moringen 4, Tel.: 05503/ 2043.

Dr. Arno Weinmann, M.A. [Braunschweig], Riemannstr. 61, 5300 Bonn 1, Tel.: 0228/257058.

Dr. Jürgen Rainer Wolf [Obergrafschaft Katzenelnbogen], Hessisches Staatsarchiv, Schloß, 6100 Darmstadt.

Dr. Inge-Maren Wülfing [Grafschaft Holstein], Schillerstr. 11, 3400 Göttingen, Tel.: 0551/76563.

Dr. Wolfgang Wüst [Augsburg und Dillingen], Stadtarchiv Augsburg, Fuggerstr. 12, 8900 Augsburg 1; Hinteres Kretzengäßchen 6, 8900 Augsburg 1, Tel.: 0821/324-2746 oder 0821/515684 (priv.).

Prof. Dr. Walter Ziegler [Niederbayern], Institut für Geschichte der Universität Würzburg, Am Hubland 8700 Würzburg, Tel. 0941/23634.

 



 
Die Arbeitsstelle Kiel
 
Susanne Hofmann, M.A.
Johann Kolb
Prof. Dr. Werner Paravicini
 
Adresse:
Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität,
(postalisch:) Olshausenstr. 40,
(Besuchsadresse:) Leibnizstr. 8,
2300 Kiel 1
 
Tel.: 0431/880-3403, 2282, 3639, 1484, 2280

 

Herstellung:
Vervielfältigungsstelle
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Titelvignette:
das Kieler Schloß und der Rantzau-Bau
(E. Domus HENRICI RANZOVII, F. Arx DUCIS ADOLPHI)
aus der Stadtansicht von Braun/Hogenberg von 1588
Menue von:
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